Posts Tagged ‘kindergarten’

Corona-Virus: Tag 13 der Ausgangsbeschränkung – Wie wichtig der Regenbogen für uns alle ist

3. April 2020

Wie wichtig Symbole sind, zeigt sich in der derzeitig Corona-Krise auch bei uns im Dorf Maisach im bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. Wer genau hinschaut und aufmerksam durchs Dorf läuft, sieht diese Symbole: Es sind kleine Regenbogenbilder mit dem Spruch „alles wird gut“.


Kinder malen diese Regenbogenbilder und hängen sie ans Fenster. Die Symbole machen uns und den Kindern Mut in diesen schwierigen Tagen der Ausgangsbeschränkung. Unter dem #RegenbogenGegenCorona teilen die Eltern die Werke auf Twitter, Instgram oder Facebook. Das passiert auch bei uns im Dorf und ich finde es ein schönes Symbol der Hoffnung und der Freude. Ich würde mich freuen, wenn mehr Leute mitmachen und mir ihre Regenbogenfotos senden. Gerne veröffentliche ich sie in diesem Blog. Einfach mailen oder als Kommentar in soziale Netzwerke – bitte achtet aber das Persönlichkeitsrecht.


Ich habe von Mamas und Papas aus der Nachbarschaft gehört, dass auch einige Kindergärten Malvorlagen und Anregungen verschicken, damit die Aktion Fahrt aufnimmt. Ich finde es prima. Bei mir zu Hause hat ein Kind den Regenbogen am Grafiktablett gezeichnet – wir sind eher eine digitale Familie.


Die Regenbogen an den Fenstern zeigen selbst kleinen Kindern, dass auch in anderen Häusern Kinder wohnen, die wegen der Coronapandemie zuhause bleiben müssen.
Kinder in Italien und Spanien sollen die Ersten gewesen sein, die Regenbogen gegen Corona gemalt haben. Deutschland, Bayern und auch Maisach machen da mit – und das ist schön.

Und hier die ersten eingesandten Fotos – vielen Dank

 

 

Ausflugtipp im Winter: Wildpark Poing

27. Februar 2015

Der Wildpark Poing ist eine Attraktion im Osten von München in der Gemeinde Poing. Dort gibt es zahlreiche Tiere zum Ansehen und einige von ihnen kann man selbst füttern und sogar streicheln. Für Kinder ist der Wildpark Poing eine Freude und ich als Erwachsener habe auch meinen Spaß.
In der Vergangenheit habe ich den Wildpak Poing nur im Frühling und Sommer besucht. Diesen Einfall hatten auch andere Eltern, Kindergartengruppen und Schulklassen. Daher kann bei höheren Temperaturen der Wildpark so manches Mal zu Massenaufläufen kommen. Die Kioske sind umlagert von Horden mit Eisschleckern, von den Tieren ganz zu schweigen.
Jetzt entschoss sich unsere Familie zu einem Besuch bei kalten, winterlichen Temperaturen. Der Wildpark Poing ist der wildreichste Park Deutschlands und wurde bereits im Jahr 1959 gegründet. Der Park hat heute eine Größe von 570.000 Quadratmeter. Und der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Der Park strahlte eine Ruhe aus, die sich auch auf die Wildtiere auswirkte. Alles war viel gelassener, viel ruhiger – eben winterlicher.

Winterliche Ruhe im Wildpark Poing.

Winterliche Ruhe im Wildpark Poing.

Natürlich gibt es im Winter keine Attraktionen wie Flugshow mit den Greifvögeln, aber das machte uns nichts aus. Wir gingen in warmen Klamotten eingepackt die zahlreichen Spazierwege mit einer Gesamtlänge von 4 Kilometer entlang und ließen die Attraktionen auf uns zukommen – im wahrsten Sinne des Wortes.

IMG_8293Die Tiere des Wildparks Poing kamen zu uns und meine Kinder konnten sie füttern und sogar manches Mal streicheln. Ich war massiv beeindruckt von einem Hirsch. Die Gattin konnte das neue Objektiv der Nikon ausprobieren und ich genoss dick eingepackt das ganze Treiben. Warm ums Herz wurde mir gleich beim Eingang als wir zur Meerschweinchen-Box kamen und die lustigen Fellknäuel betrachteten.

Die Meerschweinchen am Eingang vom Wildpark Poing,

Die Meerschweinchen am Eingang vom Wildpark Poing,

Dann kamen Rehe, Gänse, Enten, Pfaue, Ziegen, Schafe, Schweine, Bisamratten, Eulen und viele andere Tiere mehr. Hinter Gitter waren die Wölfe, die mich faszinierten. Sie schlichen sich am Gitter ihres großzügigen Geheges entlang, streiften umher und blickten immer wieder auf die freilaufenden Rehe außerhalb des Zauns.

Cooler Gesprächspartner.

Cooler Gesprächspartner.

Richtig gefreut haben wir uns auf die Braunbärenfamilie, die in Poing wohnt. Seit März 2007 lebt Braunbärin Mia und ihre Bärenkinder Maja, Mette und Molly in ihrem 30.000 Quadratmeter großen Freigehege. Aber die Bären freuten sich wohl nicht über uns und kein Meister Petz ließ sich blicken. Wir sahen nur die Spuren der Tatzen im Schnee, so eine Art Jack Wolfskin in Natur. Von den Bären allerdings keine Spur – da werde ich wohl im Sommer noch einmal kommen müssen.

GEMA-Gebühr für Kindergärten

2. Januar 2011

Kindergärten sollen künftig GEMA-Gebühren zahlen. Nachdem die Sache bei Twitter in den vergangenen Wochen rauf und runter lief, bekamen die Massenmedien davon Wind. Warum regen wir uns über die GEMA-Forderungen auf? Ich bin nicht unbedingt der beste Freund der GEMA, aber die Organisation macht genau das, wofür sie gegründet wurde: Sie vertritt die Rechte der Musiker und bringt den Musikanten da draußen ein paar Euro.
Die GEMA hat im Auftrag der VG Musikedition zu Weihnachten rund 36.000 Kindergärten angeschrieben und verlangt Geld für Kopien von Liederzetteln. 500 Kopien sollen 56 Euro plus Mehrwertsteuer kosten. Die Träger der Kindergärten sind von den Forderungen überrascht und nun beginnt das große Jammern. Wo soll das Geld herkommen?
Ich frag mich auch, warum Kindergärten kopierte Noten brauchen? Meine Kinder konnten im Kindergarten nicht Texte lesen, geschweige denn Noten lesen. Zur Klarstellung: Es ist super, wenn im Kindergarten gesungen und musiziert wird. Musikalische Früherziehung kann nicht früh genug einsetzen. Musik bereichert das Leben.
Bevor jetzt wieder ein Geschrei einsetzt: Wie wäre es, wenn die Kindergärten endlich ein Rahmenabkommen mit der GEMA schließen? Schulen oder auch Verbände haben es gemacht. Dann können sie Musik nutzen und keiner hat ein Problem. Ich zahl jetzt schon einen Obolus für Kleber, Papier, Bastelzeugs, Taschentücher usw. da kommt es auf ein paar Euro GEMA-Gebühr nicht an, bzw. vielleicht kann ich die internen Kosten anders verteilen. Ist es beispielsweise ein kirchlicher Kindergarten, so kann die Kirche einspringen, die sowieso GEMA-Gebühren für das Kopieren von Gottesdiensttexten zahlt.
Das einzige Problem ist vielleicht, dass sich Kindergärten endlich professionalisieren müssen.
Als Papa von zwei (ehemaligen) Kindergartenkinder musste ich über das amateurhafte Herumwursteln von Kindergärten immer den Kopfschütteln. Ein Beispiel war der traditionelle St. Martins-Umzug. Da wird aufwendig ein Pferd samt St. Martin organisiert, die Straße von der Polizei abgesperrt und zeitweise stand auch eine tragbare Lautsprecheranlage zum Mitsingen der Lieder zur Verfügung. Doch Pferd reitete irgendwo voran, die Kinder trotteten hinterher. Der Umzug wurde immer länger zu einer Art Lindwurm und nahm die Länge einer Fronleichnamsprozession ein. Die transportablen Lautsprecher wurde gleich nach der Brgüßung eingepackt und als man wieder zusammenkam und die Weihnachtswünsche anhören wollte, gab es keine Verstärker. Ein Teil des Kindergartenumzugs bummelte immernoch irgendwo in der Prämie herum, während die Streber ganz vorne mit dabei waren und schon Feuer machten. Jeder sang irgendwas vor sich hin: Mehr als die erste Strophe von Laterne, Laterne ging aber bei den meisten Papas und Mamas nicht.
Übrigens: GEMA-pflichtige Noten hätten da auch nichts gebracht, es war ja stockdunkel.