Posts Tagged ‘Medien’

Podcast: Warum guter Journalismus mehr ist als eine Schlagzeile

3. Mai 2026

Zum heutigen Tag der Pressefreiheit starte ich ein neues Podcast-Projekt als Beiratsmitglied des PresseClubs München. Der PresseClub München startet mit „Ganz nah“ einen neuen Videopodcast, der hinter die Kulissen des Journalismus blicken will. Das Leitmotiv des Formats lautet: „Wir reden nicht über Schlagzeilen, sondern darüber, wie sie entstehen.“


In der ersten Folge spreche ich mit Dr. Uwe Brückner, dem Vorsitzenden des PresseClubs München. Im Mittelpunkt stehen der PresseClub als Ort des journalistischen Austauschs, Brückners persönlicher Weg in den Journalismus und die Frage, wie sich Medienarbeit in Zeiten von Digitalisierung, wirtschaftlichem Druck und Künstlicher Intelligenz verändert. Hier der Podcast zum Anschauen.

Brückner beschreibt den PresseClub München als einen besonderen Ort: als Netzwerk, Denkraum und Treffpunkt für Journalistinnen und Journalisten, Medienschaffende und Menschen aus dem öffentlichen Leben. Die Lage am Münchner Marienplatz, mit Blick auf das Rathaus, sei dabei mehr als nur ein Standortvorteil. Sie stehe sinnbildlich für Nähe zu Öffentlichkeit, Politik und Stadtgesellschaft. Der Club verstehe sich als Plattform für Austausch, Medienkompetenz und journalistische Qualität.

Im Gespräch blickt Brückner auch auf seine eigenen Anfänge zurück. Schon als Schüler kam er über ein Schüler-Presse-Seminar mit dem Journalismus in Berührung. Ursprünglich wollte er Pianist werden, doch schließlich führte ihn sein Weg in die Kulturberichterstattung, zum Fernsehen und später in leitende Funktionen bei verschiedenen Sendern. Journalismus sei für ihn mehr als ein Beruf, sagt Brückner: Er sei eine Haltung und vor allem eine Dienstleistung an der Gemeinschaft. Geprägt habe ihn dabei auch seine fränkische Herkunft und das Engagement seiner Eltern in Vereinen. Gemeinwohl, Zuhören und das genaue Hinsehen seien bis heute zentrale Motive seiner Arbeit.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist die journalistische Arbeit hinter den Kulissen. Brückner betont die Bedeutung von Quellen, Netzwerken und persönlichem Vertrauen. Entscheidend sei nicht nur, was gesagt werde, sondern auch, wer etwas sage, in welchem Zusammenhang und mit welcher Haltung. Gerade in einer Zeit, in der Informationen immer schneller verbreitet werden, brauche es journalistische Sorgfalt, Distanz und Einordnung.

Auch über den Wandel der Medien spreche ich mit Brückner ausführlich. Themen wie wirtschaftlicher Druck, Lokaljournalismus, Online-Nutzung, Podcasts und Künstliche Intelligenz spielen dabei eine zentrale Rolle. Brückner sieht die Krise des Journalismus weniger als inhaltliche Krise, sondern vor allem als wirtschaftliche und strukturelle Veränderung. Vertrauen und Glaubwürdigkeit seien weiterhin die wichtigste Währung journalistischer Arbeit – besonders im Lokalen. Zugleich eröffneten neue Formate wie Podcasts Chancen, Themen vertiefend und nah an den Menschen zu erzählen.

Mit Blick auf Künstliche Intelligenz zeigt sich Brückner offen, aber kritisch. KI könne journalistische Arbeit unterstützen, dürfe aber nicht dazu führen, dass Menschen nur noch in ihrer eigenen Informationsblase bestätigt würden. Entscheidend bleibe, dass Quellen überprüfbar, Informationen faktenbasiert und journalistische Standards gewahrt bleiben.

Zum Abschluss richtet Brückner den Blick auf die Zukunft des PresseClubs München. Der Club wolle junge Journalistinnen und Journalisten stärker einbinden, Mentoring fördern und zugleich vom Erfahrungsschatz langjähriger Mitglieder profitieren. Themen wie Demokratiebildung, Medienkompetenz, Qualitätsjournalismus und der Austausch zwischen Generationen sollen künftig eine noch größere Rolle spielen. Damit setzt die erste Folge von „Ganz nah“ den Ton für ein Format, das nicht nur über Medien spricht, sondern den Entstehungsprozess von Journalismus sichtbar machen will.
Geplant ist eine monatliche Fortsetzung der Reihe „Ganz nah“.

BistroTalk: Mit Herz, Ideen und ganz viel Liebe zu Büchern: Beate Seyschab macht die Maisacher Bücherei zu einem Ort voller Leben

2. April 2026

Im Bistro SixtyFour in Maisach war diesmal ein Gast zu Besuch, der keinen weiten Anreiseweg hatte: Beate Seyschab, Leiterin der Gemeindebücherei Maisach. Die Bücherei liegt nur 50 Meter vom Bistro entfernt. Im Gespräch mit mir wurde schnell deutlich, wie lebendig, vielseitig und wichtig die Bücherei für das Gemeindeleben ist. Gleich zu Beginn verwies Seyschab auf ein aktuelles Projekt, das ihr besonders am Herzen liegt: den gemeinsam gestarteten Podcast „Seitensprung“, der sich rund um Bücher und Bücherthemen dreht. Darüber hinaus sei der Alltag in der Bücherei aber ohnehin stets abwechslungsreich – mit Ausleihbetrieb, Veranstaltungen, Autorenlesungen und Vorleseaktionen in Kindergärten. Hier die komplette Aufzeichnung des BistroTalks.

Besonders erfreulich sei derzeit die enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten im Ort. Seyschab besucht die Einrichtungen regelmäßig zum Vorlesen und organisiert für Vorschulkinder den sogenannten Büchereiführerschein. Dabei lernen die Kinder spielerisch, wie eine Bücherei funktioniert, wie man mit Büchern umgeht und was die Einrichtung alles zu bieten hat. Für viele Kinder sei die Bücherei bereits durch ihre Familien vertraut, andere dagegen hätten mit Büchern bislang kaum Berührungspunkte gehabt. Gerade darin sieht Seyschab eine wichtige Aufgabe: Kindern früh den Zugang zum Lesen und zu Büchern zu ermöglichen. Wenn sie anschließend mit ihrem Büchereiführerschein in die Bücherei kommen und ihren Eltern zeigen, was sie gelernt haben, sei das immer wieder ein schönes Erlebnis.

Im Verlauf des Gesprächs wurde deutlich, wie eng Seyschabs eigene Lebensgeschichte mit Büchern und Büchereien verbunden ist. Schon als Kind habe sie jede freie Minute in der kleinen Zweigstelle ihrer Heimatbibliothek verbracht. Daraus entstand schließlich der Wunsch, selbst in diesem Bereich zu arbeiten. Heute, nach jahrzehntelanger Berufserfahrung, sagt sie noch immer mit Überzeugung, dass sie ihren Beruf liebt. Der Reiz liege für sie in der Vielseitigkeit: vom Medieneinkauf über Veranstaltungsorganisation bis hin zu ganz praktischen Aufgaben im Haus sei kein Tag wie der andere.

Auch über die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit sprach Seyschab offen. Als Teil der Gemeindeverwaltung sei die Bücherei zwar organisatorisch eingebunden, arbeite aber in vielen Bereichen ganz anders als das Rathaus. Gleichzeitig spüre natürlich auch die Bücherei die angespannte Finanzlage der Kommunen. Am Personal werde zwar nicht gespart, beim Medienetat gebe es aber Einschränkungen. Dennoch sei sie dankbar für die Möglichkeiten, die sie habe, und könne eigenverantwortlich entscheiden, welche Bücher und Medien angeschafft werden. Dabei verlasse sie sich auf Erfahrung, Gespür und die Beobachtung dessen, was die Menschen vor Ort tatsächlich lesen und nachfragen.

Dass eine Gemeindebücherei heute längst mehr ist als ein Ort für Bücher, wurde im Gespräch ebenfalls deutlich. Zwar gehören Bücher weiterhin zum Kern des Angebots, doch daneben gibt es in Maisach auch Hörbücher, Musik-CDs, DVDs, Tonie-Figuren und verschiedene weitere Medien. Gerade die Tonies seien derzeit ein absoluter Renner. Mehr als 800 Figuren hat die Bücherei inzwischen im Bestand, und die Ausleihzahlen sind enorm. DVDs dagegen hätten seit der Corona-Zeit stark an Bedeutung verloren – vor allem wegen der Streaming-Angebote. Diese Entwicklung habe sie durchaus überrascht, sagte Seyschab. Auch dass viele Haushalte heute nicht einmal mehr einen CD-Player besitzen, sei für sie noch immer bemerkenswert.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Rolle der Bücherei als sozialer Ort. Seyschab bezeichnet die Gemeindebücherei gern als „Wohnzimmer des Ortes“. Menschen sollen dort nicht nur Medien ausleihen, sondern sich auch treffen, ins Gespräch kommen, verweilen und an Veranstaltungen teilnehmen. Tatsächlich hat sich die Bücherei in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem Ort der Begegnung entwickelt. Lesungen, Tauschbörsen, Vorträge, Kinderaktionen und Sonderveranstaltungen gehören inzwischen fest zum Programm. Seyschab berichtete etwa von Harry-Potter-Tagen, Lesenächten und besonderen Aktionen wie der „Langen Nacht der Büchereien“.

Mit viel Begeisterung sprach sie auch über kreative Ideen, die den Büchereialltag bereichern. Dazu zählt etwa das „Blind Date mit einem Buch“. Neue Bücher werden dabei in Papier eingeschlagen und nur mit wenigen Stichworten versehen. Wer sich darauf einlässt, leiht ein Buch aus, ohne Titel oder Autor zu kennen, und entdeckt so vielleicht einmal etwas ganz Neues. Seyschab erzählte, dass diese Aktion bei vielen gut ankommt, auch wenn manche zunächst skeptisch reagieren. Gerade darin liege aber der Reiz: Leserinnen und Leser aus ihren Gewohnheiten herauszulocken und neue literarische Wege zu eröffnen.

Auch das Thema Lesegewohnheiten kam zur Sprache. Seyschab beobachtet, dass klassische Kinder- und Jugendbücher wie „Hanni und Nanni“ oder die „Fünf Freunde“ heute deutlich weniger gefragt sind. Andere Stoffe und modernere Themen hätten diese Reihen abgelöst. Bei Erwachsenen seien ebenfalls neue Vorlieben erkennbar, etwa für Lokalkrimis oder True-Crime-Stoffe. Klassiker würden zwar geschätzt, aber weit weniger ausgeliehen. Insgesamt gelte: Die Bücherei müsse sich ständig mit den Interessen und Bedürfnissen ihrer Nutzerinnen und Nutzer weiterentwickeln.

Zugleich wurde auch deutlich, dass Seyschab ihre Arbeit mit einem klaren Verantwortungsgefühl ausübt. Sie berät Leserinnen und Leser individuell, spricht Empfehlungen aus und achtet gerade bei Kindern und Jugendlichen auch auf altersgerechte Inhalte. Bei bestimmten Büchern oder Mangas gebe es daher klare Hinweise oder Grenzen. Regeln gehörten für sie durchaus dazu – auch wenn die Bücherei ein offener und einladender Ort sein solle.

Zum Schluss sprach Seyschab noch über die Tauschbörsen, die in der Bücherei regelmäßig stattfinden. Ob Weihnachtsdekoration oder Osterartikel – viele Menschen bringen Dinge vorbei, die sie selbst nicht mehr benötigen, und andere freuen sich darüber. Entstanden sei diese Idee einst ganz pragmatisch, nachdem Dekoration aus dem Lesecafé verschwunden war. Inzwischen sind die Tauschbörsen zu einer beliebten Einrichtung geworden, die ebenfalls den Gemeinschaftsgedanken stärkt. Vielleicht, so verriet Seyschab, werde es künftig sogar einmal eine Börse für Gartendeko geben.

So zeigte der BistroTalk eindrucksvoll, dass die Gemeindebücherei Maisach weit mehr ist als ein Ort zum Bücherleihen. Sie ist Treffpunkt, Kulturort, Wohnzimmer, Ideenschmiede und für viele Menschen ein Stück Heimat mitten im Ort. Beate Seyschab gelingt es mit spürbarer Leidenschaft, diesen Ort lebendig zu halten und immer wieder neu mit Leben zu füllen.

Der Mann, der Liberty Valanace erschoss – Western-Matinee am Sonntag, 16. März im Scala FFB

14. März 2025

Wenn es um Western geht, dann geht es bei mir immer um John Ford. In meiner Western-Matinee am Sonntag, 16.März im Scala Fürstenfeldbruck zeige ich den wegweisenden Film Der Mann, der Liberty Valanace erschoss. Karten gibt es hier.

John Fords Der Mann, der Liberty Valance erschoss (The Man Who Shot Liberty Valance) ist mehr als nur ein Western – er ist eine tiefgründige Reflexion über Mythos und Realität, das Ende des Wilden Westens und den Übergang in eine zivilisierte Gesellschaft. Mit John Wayne als rauem Cowboy Tom Doniphon, James Stewart als idealistischem Anwalt Ransom Stoddard und Lee Marvin als furchteinflößendem Outlaw Liberty Valance versammelt der Film einige der größten Stars seiner Zeit und inszeniert ein packendes Drama über Macht, Moral und den Einfluss der Medien.

Der Film beginnt mit einer Rahmenhandlung: Der angesehene Senator Ransom Stoddard (James Stewart) kehrt nach Jahren in den kleinen Ort Shinbone zurück, um an der Beerdigung eines alten Freundes teilzunehmen. In Rückblenden wird die Geschichte erzählt, wie der junge, idealistische Anwalt Stoddard in die Stadt kam und sich dort mit dem skrupellosen Banditen Liberty Valance (Lee Marvin) anlegte. Während Stoddard versucht, Recht und Gesetz mit friedlichen Mitteln durchzusetzen, hält Tom Doniphon (John Wayne) an der alten Ordnung fest, in der das Gesetz der Waffe zählt.

Der berühmteste Satz des Films lautet: “Wenn die Legende zur Tatsache wird, druckt die Legende.” Dies zeigt das zentrale Thema des Films: Die Legende von Stoddard als dem Mann, der Liberty Valance erschoss, hat ihm Ruhm, politische Macht und Einfluss gebracht. Der Film thematisiert damit, wie Geschichte oft durch Mythen geformt wird – besonders in der amerikanischen Kultur.

Für mich ist dieser Film einer meiner Lieblingswestern und zählt zu meinen Lieblingsfilmen überhaupt. Ich freue mich auf Ihren Besuch am 16. März um 10:45 Uhr Scala. Karten gibt es hier.

Pardon – ein Klassiker des deutschen Satire-Journalismus

2. Juni 2024

Ich hab mich geärgert, dass ich die Ausstellung in Regensburg zur Satire-Zeitschrift „Pardon“ verpasst habe. Ein lieber Kollege brachte mir den Flyer mit und ich bestellte daraufhin den Katalog. Interessant war, so berichtete er, dass junge Menschen mit den Zeichnungen nichts anfangen konnten, weil ihnen wohl der politische Hintergrund fehlte, von der Zeit in der die satirischen Zeichnungen entstanden sind.

Die Satire-Zeitschrift „Pardon“ war eine bedeutende deutsche Publikation, die von 1962 bis 1982 erschien und in dieser Zeit großen Einfluss auf die deutschsprachige Medienlandschaft hatte. Gegründet von Hans A. Nikel, Erich Bärmeier und Gerhard Kromschröder, positionierte sich „Pardon“ als humoristisches und zugleich kritisches Magazin, das politische, gesellschaftliche und kulturelle Themen aufgriff. Das erste Titelbild schuf übrigens kein Geringerer als Loriot.

Gerne hätte ich die Ausstellung gesehen. So bleibt mir nur das Lesen im begleitenden Ausstellungskatalog Teuflische Jahre: Pardon: Die deutsche satirische Monatsschrift 1962–1982. Für mich ist „Pardon“ ein Beispiel dafür, wie Satire als Mittel zur Reflexion und Kritik gesellschaftlicher Zustände genutzt werden kann. Die Zeitschrift zeigte, dass Humor und Ernsthaftigkeit keine Gegensätze sein müssen, sondern sich ergänzen können, um wichtige Botschaften zu vermitteln und Veränderungen anzustoßen. Bis heute erinnert man sich an „Pardon“ als eine Pionierin des deutschen Satirejournalismus und als eine Zeitschrift, die den Mut hatte, unbequem zu sein und Tabus zu brechen.

Kein Blatt vor den Mund
„Pardon“ war bekannt für seinen bissigen Humor und seine scharfsinnigen Karikaturen, die oft kontroverse Themen behandelten. Die Zeitschrift nahm kein Blatt vor den Mund und kritisierte sowohl politische Entscheidungsträger als auch gesellschaftliche Missstände. Besonders in den 1960er und 1970er Jahren, einer Zeit großer politischer und sozialer Umbrüche in Deutschland, spielte „Pardon“ eine wichtige Rolle. Die Zeitschrift diente als Sprachrohr für eine Generation, die sich gegen das Establishment stellte und Reformen forderte.

Ein Markenzeichen von „Pardon“ war die enge Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern und Schriftstellern. Zu den regelmäßigen Beiträgern gehörten prominente Persönlichkeiten wie Robert Gernhardt, F.W. Bernstein und F.K. Waechter. Diese Autoren und Illustratoren prägten den Stil und das Erscheinungsbild der Zeitschrift maßgeblich. Ihre Werke waren nicht nur humorvoll, sondern regten auch zum Nachdenken an und forderten die Leser heraus, bestehende Normen und Werte zu hinterfragen.

Kunst der Karikatur
Ein bemerkenswertes Element von „Pardon“ war die Kunst der Karikatur. Die Zeitschrift setzte diese Form der Illustration meisterhaft ein, um komplexe politische und soziale Themen auf eine leicht verständliche und zugängliche Weise darzustellen. Karikaturen von namhaften Künstlern wie Chlodwig Poth und Hans Traxler wurden zu einem integralen Bestandteil des Magazins und trugen erheblich zu dessen Popularität bei.

Das Ende
Trotz ihres Erfolgs und ihrer Bedeutung geriet „Pardon“ im Laufe der Zeit in finanzielle Schwierigkeiten. Der Wandel in der Medienlandschaft und das Aufkommen neuer Satireformate führten schließlich zur Einstellung der Zeitschrift im Jahr 1982. Dennoch bleibt „Pardon“ ein wichtiger Teil der deutschen Mediengeschichte. Ihre Rolle als kritisches und humorvolles Sprachrohr einer ganzen Generation hat nachhaltigen Einfluss auf nachfolgende Satiremagazine und die deutschsprachige Satirekultur insgesamt.

Der neue (alte) Scheiß: Podcasts

3. Dezember 2022

Podcasts sind der neue heiße Scheiß, aber natürlich sind Podcasts nicht so neu. Aber das Thema wird medial gehyped und viele Medienmenschen springen auf den Zug auf. Auch ich experimentiere mit diesem Audiomedium herum und produziere für einen lokalen Bäckereifachbetrieb und einen Verband einen wöchentlichen Podcast. Die wichtigste Maßgabe für mich: Du darfst nicht langweilen und der Content muss journalistisch sauber recherchiert sein. Auf Gelabber kann ich verzichten, denn ich widme dem Podcaster das Wichtigste was ich habe: Meine Zeit.

Podcasts unterwegs
Als ich vor Corona intensiver Zugfahrer war, hatte ich viele Podcasts abonniert. Das ist heute anders: Ich höre nur noch ausgewählte Sendungen, die mir wirklich etwas geben.
43 Prozent der Deutschen hören Podcasts – und damit etwas mehr als im Vorjahr (2021: 38 Prozent), so hat die Bitkom ermittelt. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren hört sogar mehr als die Hälfte (56 Prozent) Podcasts. Jeweils ein Fünftel der Hörer drückt täglich (19 Prozent) bzw. wöchentlich (20 Prozent) die Play-Taste. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.100 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Und das ist der Grund, weshalb die Medienfuzzis jetzt alle Podcast produzieren.
Drei Viertel (76 Prozent) der Podcast-Nutzer hören lieber Podcasts als zu lesen. Persönlich bleibt beim Lesen bei mir mehr hängen als wenn ich nur zuhöre. Aber das mag eine persönliche Eigenschaft sein. Zudem ziehen drei von zehn (30 Prozent) Podcasts dem jeweils aktuellen Radioprogramm vor. Das ist auch interessant. Radio höre ich nur Informations- aber keine Unterhaltungssendungen mehr. Musik kommt von meinem Server oder von Apple Music und nicht von quatschenden Radiomoderatoren. Das war als Jugendlicher anders, als ich noch die B3-Radioshow mit Gottschalk, Jauch und Fischer hörte. Einem Drittel (33 Prozent) sind Podcasts von allen Medienformaten am liebsten.

Podcasts werden nebenbei gehört
Viele hören Podcasts unterwegs: im Auto (39 Prozent), in Bus, Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln (24 Prozent), auf dem Rad (10 Prozent) oder beim Spazierengehen (4 Prozent). Zu Hause werden Podcasts beim Putzen oder Aufräumen (34 Prozent) gehört. Jeweils 18 Prozent machen währenddessen Sport oder essen dabei. Auch bei handwerklicher Arbeit (10 Prozent), beim Kochen (9 Prozent) und bei der Gartenarbeit (7 Prozent) laufen Podcasts nebenher. Hin und wieder hören knapp vier von zehn (38 Prozent) Podcasts, um sich zu entspannen und sich voll und ganz auf das Gesagte zu konzentrieren. 34 Prozent hören Podcasts zum Einschlafen. Bei mir ist es so: Sobald ich im Bett Podcasts hören will, schlafe ich sofort ein.

Die ideale Podcast-Folge dauert 26 Minuten
Nur ein Drittel der Podcast-Hörer (33 Prozent) hört in der Regel Podcast-Folgen bis zum Ende. 42 Prozent hören sich mehr als die Hälfte an und 22 Prozent hören Folgen in der Regel nur zu einem kleinen Teil. Die Wunschlänge für eine Folge beträgt im Durchschnitt 26 Minuten. Interessant bei mir: Die Podcast für meinen Kunden sind deutlich kürzer, ich will ja nicht langweilen. Ein Viertel (25 Prozent) möchte sich Beiträge anhören, die zwischen zehn und 20 Minuten dauern. Für jeweils ein Drittel (32 Prozent) beträgt die ideale Länge zwischen 20 und 30 bzw. 30 und 60 Minuten. Nur vier Prozent möchten sich Folgen anhören, die eine Stunde oder länger dauern.

Bewegtbild dazu
27 % der Podcast-Hörer würden gerne eine Video-Aufnahme des Gesprächs sehen, 10 % haben das bereits getan, sagt eine Bitkom-Umfrage. 21 % aller Podcast-Nutzer haben schon selbst über einen Einstieg ins Audio-Business nachgedacht – 44 % finden den Podcast-Dschungel aber „zu unüber­sichtlich“.

Und nun Eigenwerbung
Gerne produziere ich einen Podcast für Sie. Lassen Sie es mich wissen, wir finden sicher eine Lösung. Ich freu mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Werbeblock Ende

BAF: Medienbranche klagt über Fachkräftemangel

10. Oktober 2022

Als ich vor gefühlten hundert Jahren mich für den Beruf des Journalisten entschied, war dies für mich eine Berufung, eine Passion. „Irgendwas mit Medien“ lautete damals der Wunsch vieler junger Leute. Was bei vielen unklar war, war für mich konkret: Klassischer Print-Journalismus mit Fotografie. Und bei der jüngsten Festveranstaltung der BAF Bayerische Akademie für Fernsehen und Digitale Medien in Unterföhrung musste ich hören, dass genau diese Medienbranche auch an einem Fachkräftemangel leiden – unglaublich.

Die demographische Entwicklung holt auch die Medien ein. Viele Stellen werden in den nächsten Jahren frei. Medienunternehmen suchen nach Fachkräfte und seien auch bereit auf neue gesellschaftliche Entwicklungen Rücksicht zu nehmen: HomeOffice, remote Arbeiten, Vier-Tagewoche. Und dennoch, da kann ich Thomas Hinrichs vom BR nur beipflichten: Es geht ums harte Arbeiten und um solides Handwerkszeug, das anzuwenden ist. Technik kommt und geht, aber der Journalismus als Handwerkszeug bleibt.

Die BAF ist eine private Ausbildungseinrichtung nach dem Motto „Sowenig Theorie wie möglich, soviel Praxis wie möglich.“ Ich darf einmal im Jahr als Dozent für die BAF tätig sein. Leider bin ich gar nicht auf der Website als Dozent gelistet, wie ich bei dem Festakt in Unterföhring feststelle – schade. Mein Unterricht, der in den vergangenen zwei Jahren online stattfand, macht mir Spaß und hilft hoffentlich auch den jungen Studierenden. Das neue Vollzeitstudium hat gerade erst begonnen und ich wünsche den jungen Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg in der schönen neuen Medienwelt, die scheinbar nur auf sie wartet.

Natürlich befinden sich Medien in der Krise. Zeitungs- und Zeitschriftenverlage leiden unter dem ausbleibenden Anzeigengeschäft, die Öffentlich-Rechtlichen haben Finanzprobleme und machen sich durch Intendanten-Aktionen selbst das Leben schwer. Der Rubel rollt nicht mehr so wie früher und Plattformen wie Apple, Facebook und Google machen die große Kasse. Also sind neue Content-Modelle bei den Medien gefragt. Wer eine Idee hat, der ist Sieger.

Interessant ist, dass viele Festgäste beim BAF-Festakt immer noch von Fernsehen, im Sinne von klassischen Broadcast reden. Ich würde eher von Bewegtbildmedien sprechen, denn Geschichten in Form von bewegten Bildern ist längst das Kriterium im Internet. Die TikToks, Instas, YouTubes und wie sie alle heißen gieren nach bewegten Bildern – und die BAF hat diese Zielgruppe für die kostenpflichtige Ausbildung wohl richtig erkannt und ihre Lehrinhalte angepasst. Im Moment entwickle man sogar einen Studiengang GameDesign, den mein Kind K2 bei einer anderen privaten Hochschule gerade aufgenommen hat.

Es werden Zahlen präsentiert, dass Fernsehen noch riesige Zuschauerzahlen haben. Das mag sicher sein. Doch meine Familie gehört nicht dazu. Für uns ist lineares TV tot, mausetot. Aber jeder soll nach seiner Art glücklich werden und sein gutes Geld verdienen. Allerdings frage ich, warum ich die Rundfunkgebühren für Soaps und Fußball bezahlen soll. Mehr Information, weniger Entertainment für nicht bitte. Und bevor die Diskussion aufkommt: Ich bin ein Fan der Öffentlich-rechtlichen Medien, aber mit mehr Information und weniger Blabla.

Ich habe nun selbst zwei Revolutionen erlebt, die mein Berufsfeld auf den Kopf gestellt haben: DTP und Internet – bei beiden habe ich mich gut geschlagen und war bei den Innovativen mit dabei. Gleich war aber immer meine Rolle des Geschichtenerzählers. Und ich habe für mich entschieden, weiterhin Geschichten zu erzählen – heute heißt es wohl Storytelling. Ich vermute, dass die nächste technische Revolution AR und VR sein wird. Auch da brauchen wir neue Geschichtenerzähler, die das Medium kennen und die Story sehen und erzählen können.

Es tat gut, bei diesem BAF-Festakt in Unterföhring viele Kolleginnen und Kollegen aus vergangenen und aktuellen Zeiten zu sehen und auch zu sprechen: Hans-Peter Niedermeier (ehemals HSS), Uwe Brückner (PresseClub), der erste Akademieleiter Ulrich Berls (er saß damals im PresseClub-Vorstand neben mir oder besser ich neben ihm), Thomas Hinrichs (BR), BAF-Präsident Erwin Huber, Renate Hermann (Hochschule Ansbach), Christopher Tusch (BAF), Wolf-Dieter Ring (ehemals BLM) und viele viele mehr.

Es gab Ehrungen, die ich im verwackelten Video festgehalten habe – ich sollte einen Videokurs bei der BAF besuchen.

Die Gesichter von Playmobil

11. Juni 2014

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„Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht!“ – So lautete ein Reim aus meiner Kindheit und meine Kindheit verbinde ich immer mit Playmobil-Figuren. Auch die hatten und haben so nette Gesichter. Einfach zwei Punkt für die Augen und eine geschwungene Linie für den Mund – fertig. Sie zauberten immer ein Lächeln in mein Gesicht.

Das ist heute nicht anders. Playmobil-Figuren werden in den Medien gerne genommen, um Berufe oder Stimmungen zu erzeugen. Ich selbst nehme für meine Berichterstattung über den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks auch gerne den Playmobil Friseursalon her. Oftmals passt des dem fränkischen Unternehmen nicht, wenn das die Medien machen. Aber Werbung ist eben Werbung.

Ich bin als Fotojournalist immer auf der Suche nach Gesichtern. Bei meinem jüngsten Besuch im Playmobil Fun Park in Zirndorf lichtete ich die überlebensgroßen Playmobilfiguren ab. Im Grunde lichtete ich nur die Gesichter ab, denn sie machen mir auch heute als Erwachsener noch Spaß. Und vielleicht brauche ich die Fotos einmal für eine klassische Illustration – klar die Piraten eignen sich ideal für eine gewisse Partei, die Ritter mit dem Stahlhelm passen für Hardliner einer anderen Partei, Fußballer zur anstehenden WM und die Berufsvertreter wie Postler, Bauarbeiter. Forscher eben zu den Berufen. Familien passen immer und sind auch schön anzusehen. Tiere gab es in Zirndorf auch – Cat Contet ist ideal für Facebook und die Dinos sind wunderbar geeignet als Sinnbild für klassische Massenmedien. Also für jeden ist etwas dabei und das Beste war: Bei jedem Foto blickte ich in ein freundliche Gesicht von Figuren meiner Jugend. Dafür allein hat sich die Reise nach Franken zu Playmobil schon gelohnt.

Die Berufsgruppen

Die Krieger/Ritter/Piraten

Die Familie

Die Tiere

Social Media treibt mobiles Internet voran

6. April 2012

Das Internet ist in der Hosentasche. Nun, das ist keine Neuigkeit, aber nach Aussage zeigt sich, dass Social Media-Plattformen die treibende Kraft für den Schritt ins Netz ist.  Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland hat erstmals die Schwelle von 75 Prozent der Bevölkerung überschritten. Das ergibt eine neue repräsentative Erhebung des Hightech-Verbandes Bitkom. Aktuell sind 75,8 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren online. Das sind mehr als 53 Millionen Menschen.

Noch interessanter sind für mich allerdings die Zahlen zum mobilen Internet. Bereits 37 Prozent der Deutschen – 26 Millionen Menschen – nutzen das Web auf ihrem Smartphone oder einem Tablet-PC. Immer günstigere Geräte und Datentarife sowie die fast flächendeckende Verfügbarkeit von mobilen Breitbandzugängen tragen zu der hohen Popularität bei.

Ein Treiber der mobilen Internetnutzung sind die sozialen Netzwerke, die inzwischen von 55 Prozent der Deutschen genutzt werden. Das entspricht 39 Millionen aktiven Anwendern. Die Zahl der registrierten Mitglieder liegt noch etwas höher.

Zudem gibt es neue Zahlen zur Mediennutzung.  Die am weitesten verbreiteten Medien sind nach wie vor Fernsehen, Radio sowie Zeitschriften und Zeitungen. Beim Fernsehen gibt es mit 99 Prozent de facto eine Vollversorgung. Radio, Zeitschriften und Zeitungen werden jeweils von 94 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren genutzt. In der Generation der 14- bis 29-Jährigen hat sich die Situation allerdings inzwischen gedreht und das Internet liegt mit 98 Prozent Nutzung knapp vor dem Fernsehen (97 Prozent).

Das Sterben von Redakteursarbeitsplätzen

12. Dezember 2010

Als ich Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrtausends als Schüler erste Zeitungsjobs bekommen hatte, war die meine berufliche Ausgangsposition gut. „Medien zu machen“ waren in, Zeitung lag voll im Trend. Das Internet war noch für uns Sterbliche weit entfernt. Erste Erfahrungen mit Mailboxen, Akustikkoppler und Terminalprogrammen hatte ich und war gut gerüstet. Der Computer zog in die Redaktionen ein. Doch sie killte die Belegschaft der Druckvorstufe. Das böse XPress ersetzte die Monteure. DTP begann den Siegeszug und Redaktionen waren gut besetzt. Zeitungen waren florierende Wirtschaftsobjekte und große Anzeigenschlachten von Mannesmann und Vodafone brachten gutes Geld in die (Verleger-)Kassen. Ich habe erlebt, wie man Anzeigen ablehnte mit den Worten „Verzeihung, wir sind voll, aber nächste Woche haben wir noch Platz.“ Den Redaktionen ging es gut. Natürlich hatten wir immer was zu meckern, aber rückblickend war es eine gute Zeit. Ich hatte im Lokalen Zeit mich um meine Geschichten zu kümmern, während ein Kollege meine Seite übernahm. Qualität stand im Vordergrund und die Kollegialität war aus meiner Sicht ideal.

Das ist vorbei. Heute sterben Zeitungen. Die US-Blätter machen den Anfang, die deutschen werden sicher folgen. Doch bevor die Zeitungen sterben, kommen die Controller zum Einsatz. Sie setzen den Rotstift an und sparen ein. So mancher spart sein Objekt kaputt. Immer kleinere Redaktionen müssen den Overhead eines Verlages tragen. Festangestellte Redakteure werden entlassen. Der Druck auf die Redaktionen wird größer und größer. Einerseits müssen schrumpfende Anzeigenerlöse durch neue Ideen aufgefangen werden, anderseits sind die vorhandenen Vertriebserlöse nicht gerade rosig, wenn sie mit früheren Umsätzen verglichen werden. Und dann will der Leser noch Qualität für sein Geld. Reduzierung der Fixkosten lautet das Programm, also Entlassungen in der Redaktion und Verlagerung auf freie Strukturen – freilich mit weniger Kosten. ich habe eine eindrucksvolle US-Grafik gefunden. Sie zeigt das dramatische Reduzieren der festangestellten Verlagsmitarbeiter.

Natürlich hinkt die Grafik, denn neue Jobs wurden geschaffen. Online-Redaktionen wurden aufgebaut, können aber den Verlust an Arbeitsplätzen in Print oder gar den Rückgang an Anzeigen nicht kompensieren. Der Umbau geht voran.

 

App „Leben atmen“ auf einer Radtour nach Istanbul

7. Juli 2010

Die App atem leben ist ein tolles Experiment und kann die Reisebranche auf den Kopf stellen.

Die App atem leben ist ein tolles Experiment und kann die Reisebranche auf den Kopf stellen.

Die Apps sind eigentlich nur kleine Programme, aber ich bin mir sicher, dass sie unser Userverhalten verändern. Ich bin auf eine private, kostenlose App gestoßen, die mit Sicherheit die Reisebranche aufmischen wird. Ich bin live dabei bei einer Radtour von München nach Istanbul. Die App „Leben atmen“ für iPhone und iPad macht es möglich. Das Mac-begeiserte Ehepaar Simone und Anton Ochsenkühn aus dem schwäbischen Obergriesbach begibt sich auf die 2500 Kilometer lange Reise mit per Fahrrad. Mit dabei iPhone und iPad, um über ihre Erlebnisse live zu berichten.

Die App „Leben atmen“ berichtet in Blogform über die Reise in die europäische Kulturhauptstadt Istanbul. Die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei ist Zentrum für Kultur, Handel, Finanzen und Medien. Sobald das Paar Mitte. Juli startet ist, werden die Erlebnisse mit Text und Foto live dokumentiert und auf die App geladen. Diese neue Art von Reisetagebuch ist innovativ und revolutioniert die Reisebranche.

Die User der App „Leben atmen “ erfahren jetzt alles über die umfangreichen Reisevorbereitungen. Seien es die umfangreichen Trainingsvorbereitungen oder die Anforderungen an Mensch und Material. Insgesamt nehmen die beiden Radler 40 Kilogramm Gepäck in jeweils fünf Taschen mit auf ihre Abenteuerreise. Die etwa 2500 Kilometer führen das Paar über Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Mazedonien und Griechenland in die Türkei und dort nach Istanbul. Nach rund sechs Wochen Radtour werden die beiden in der europäischen Kulturhauptstadt ankommen. Auf dem Weg gilt es, die verschiedenen Länder zu entdecken, deren kulinarischen Spezialitäten kennen zu lernen, Traditionen zu erfahren und vor allem Menschen zu treffen und aus diesen Begegnungen zu lernen und zu wachsen. „ Zudem geht es darum, den eigenen Körper zu erfahren und seine Leistungsgrenzen kennen zu lernen“, so Anton Ochsenkühn. Ich bin mal gespannt, was er schreibt.

Funktionen dieser App:

– Übersichtskarte der geplanten Tour

– Tatsachliche Tourdaten

– täglicher Tourbericht (km, h, Höhenmeter, etc.)

– Übersichtskarte in verschiedenen Darstellungen (Karte, Satellit, Hybrid)

– Anzeige der bislang gefahrenen Streckenlänge

– aktuelle Beiträge in Wort und Bild

– Kommentarfunktion für jeden Anwender