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Die Gesichter von Playmobil

11. Juni 2014

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„Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht!“ – So lautete ein Reim aus meiner Kindheit und meine Kindheit verbinde ich immer mit Playmobil-Figuren. Auch die hatten und haben so nette Gesichter. Einfach zwei Punkt für die Augen und eine geschwungene Linie für den Mund – fertig. Sie zauberten immer ein Lächeln in mein Gesicht.

Das ist heute nicht anders. Playmobil-Figuren werden in den Medien gerne genommen, um Berufe oder Stimmungen zu erzeugen. Ich selbst nehme für meine Berichterstattung über den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks auch gerne den Playmobil Friseursalon her. Oftmals passt des dem fränkischen Unternehmen nicht, wenn das die Medien machen. Aber Werbung ist eben Werbung.

Ich bin als Fotojournalist immer auf der Suche nach Gesichtern. Bei meinem jüngsten Besuch im Playmobil Fun Park in Zirndorf lichtete ich die überlebensgroßen Playmobilfiguren ab. Im Grunde lichtete ich nur die Gesichter ab, denn sie machen mir auch heute als Erwachsener noch Spaß. Und vielleicht brauche ich die Fotos einmal für eine klassische Illustration – klar die Piraten eignen sich ideal für eine gewisse Partei, die Ritter mit dem Stahlhelm passen für Hardliner einer anderen Partei, Fußballer zur anstehenden WM und die Berufsvertreter wie Postler, Bauarbeiter. Forscher eben zu den Berufen. Familien passen immer und sind auch schön anzusehen. Tiere gab es in Zirndorf auch – Cat Contet ist ideal für Facebook und die Dinos sind wunderbar geeignet als Sinnbild für klassische Massenmedien. Also für jeden ist etwas dabei und das Beste war: Bei jedem Foto blickte ich in ein freundliche Gesicht von Figuren meiner Jugend. Dafür allein hat sich die Reise nach Franken zu Playmobil schon gelohnt.

Die Berufsgruppen

Die Krieger/Ritter/Piraten

Die Familie

Die Tiere

Einzelhandel: Soziale Netzwerke bringen mehr Traffic und mehr Umsatz

31. Januar 2014

Soziale Netzwerke werden immer stärker zu Traffic- und Umsatztreibern für Retail-Webseiten. So schreibt es Adobe in seiner neuesten Ausgabe des  Q4 2013 Social Media Intelligence Reports. Ich finde diese Aussage interessant, denn bisher waren soziale Netzwerke nicht dafür bekannt, dass sie sich unmittelbar auf dem Umsatz auswirken.

Social Media bringt Kohle.

Social Media bringt Kohle.

In meinen Seminaren erklärte ich, dass Kommunikation in sozialen Netzwerke bemerkbar macht bei: Markenbildung, PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Gewinnung von Mitarbeitern oder Marktforschung. Umsatzerhöhung spielte nicht so die Rolle, außer man ist Amazon und Co. Das scheint nach dem Adobe-Report nicht mehr zu gelten. Die Studie gibt es hier.

Laut Adobe hat sich im letzten Quartal 2013 der Umsatz pro Webseitenbesucher (Revenue per Visit, RPV) aus Tumblr innerhalb eines Jahres um 340 Prozent erhöht. Es folgen Pinterest mit einem Plus von 244 Prozent, Twitter mit 131 Prozent und Facebook mit 72 Prozent. Angestiegen ist auch der soziale Traffic auf Retail-Webseiten, Facebook wird dabei immer stärker von seinen Wettbewerbern unter Druck gesetzt, denn die größte Dynamik in Q4 zeigen Twitter und Pinterest mit einem Wachstum von 125 beziehungsweise 89 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Beim genauen Hinschauen stellt sich heraus, dass das Zahlenmaterial Material aus den USA und GB ist. Ich bin immer noch der Meinung, dass sich der deutsche Markt anders entwickelt. Meine Erfahrung: Tumblr und Pinterest spielen hierzulande noch keine große Rolle. Das deutsche Urheberrecht macht Tumblr und Pinterest einen fetten Strich durch die Rechnung

Dennoch sind die vorgelegten Zahlen interessant. Die Analyse von Paid, Earned und Owned Social Media-Trends erfolgte vom 4. Quartal 2012 bis zum 4. Quartal 2013 und basiert auf aggregierten und anonymisierten Webseiten-Daten aus den Branchen Einzelhandel, Medien, Unterhaltung und Reisen. Dazu wurden 240 Milliarden Anzeigenimpressionen auf Facebook, über 1,5 Milliarden Facebook Posts, 500 Millionen Unique Visitors sozialer Netzwerke und 6,3 Milliarden Facebook-Interaktionen (Comments, Shares und Likes) ausgewertet. Daten aus dem Bereich Paid Social Media wurden der Adobe Marketing Cloud entnommen.

 

Die zentralen Ergebnisse sind:

– Paid Social Media: Das zunehmende Engagement der Konsumenten steigert die Attraktivität von Facebook-Anzeigen. So wuchsen die Click-Through-Raten (CTR) im Jahresverlauf um 365 Prozent und die Kosten pro Tausend Impressions (CPMs) um 437 Prozent. Die Kosten pro Klick (CPC) von Facebook blieben nahezu unverändert, absehen vom einem 29 prozentigem Ausschlag nach oben während der Weihnachtszeit. Das Volumen der Facebook Ad Clicks stieg im Vergleich zum Vorjahr um 125 Prozent.

– Owned Social Media: Der Revenue per Visit (RPV) sozialer Netzwerke hat, vor allem während der Weihnachtszeit, einen neuen Höchststand erreicht: Der RPV wuchs im Quartalsvergleich bei Twitter (84 Prozent), Pinterest (69 Prozent), Tumblr (38 Prozent) und Facebook (31 Prozent). Während Facebook im untersuchten Zeitraum weiterhin den meisten Traffic beisteuerte, übertraf Pinterest im 4. Quartal in Großbritannien den RVP von Facebook. Das gleiche wird dieses Jahr auch mit Blick auf die USA erwartet.

– Earned Social Media: Die Interaktionen mit Marken-Posts auf Facebook stiegen innerhalb eines Jahres um 180 Prozent, die Impressionen der Posts nahmen gleichzeitig um 150 Prozent zu. Posts mit Bildern erzeugten eine um 650 Prozent höhere Interaktionsrate als reine Text-Beiträge (plus 10 Prozent), die Interaktion mit Posts, die Links, Texte oder Videos enthielten, ging insgesamt im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Post will Hybrid-Briefe zustellen

20. Januar 2010
Ich glaub es einfach nicht. Da hat die Post ein neues Geschäftsmodell für sich entdeckt: Den Hybrid-Brief. Damit steigt die Post in ein lukratives Onlinegeschäft ein.
Das Prinzip ist ganz einfach. Der Kunde schreibt einen Brief per E-Mail an die Post. Diese druckt diesen Brief aus und  stellt ihn per Postbote zu. Für diesen Brief verlangt die Post 46 Cent. Das sind 9 Cent weniger, als wenn der Kunde den Brief selber in Papierform in den Briefkasten wirft. Die Post reichte einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Bundesnetzagentur ein.
Die Idee der hybriden Briefe ist ein Teil der groß angelegten Online-Strategie der ehemaligen Deutschen Bundespost. Zunächst soll sich dieser neue Service an Banken, Verwaltungen und Versicherungen richten. Ein konkretes Beispiel gefällig? Eine fiktive Gemeinde schreibt an einem Bürger einen Brief, der kein E-Mail-Postfach hat. Künftig soll nach dem Willen der Post die Gemeinde ein E-Mail an die Post schicken. Die Post druckt anschließend das gemeindliche E-Mail aus und stellt es dem Bürger per Postboten zu. Ich finde diese Idee, gelinde gesagt, befremdlich und ich weiß nicht ob dieser neue Service von der anvisierten Zielgruppe angenommen wird. Ich denke nicht. Unklar ist außerdem, was denn mit Dateianhängen passiert. Schicke ich ein  mehrere Megabyte großes PDF, wird muss es die Post wohl auch ausdrucken. Wie teuer sind dann die Kosten und lässt sich das überhaupt bewerkstelligen?

Höheres Porto für farbige Briefe

12. Dezember 2009

Die Post will für farbige Briefumschläge ein höheres Porto verlangen. So berichten es die Lübecker Nachrichten unter der Überschrift „Die Post mag keine bunten Briefe„.

Als Grund führte die Post an, dass besonders rote Briefumschläge der Post einen Mehraufwand bereiten, da sie nicht maschinenlesbar seien. Somit müsse teure Handarbeit eingesetzt werden.

Die Briefe werden im Standardverfahren im Briefzentrum maschinell gelesen und mit farbigen Strichcodes für die Adresse bedruckt. Diese werden dann ausgelesen und richtig sortiert. Bei farbigen Briefumschlägen scheitere dieses Standardverfahren.

Die Lübecker Nachrichten berichteten: Ein Standardbrief in Farbe muss mit 90 statt mit 55 Cent frankiert werden. „Wenn nicht, muss im Zweifelsfall der Empfänger Porto nachzahlen – oder die Weihnachtsgrüße landen wieder beim Absender“, so die Zeitung.

Freunde von der Gelben Post, ihr bekommt von mir die Rote Karte und einen Blauen Brief.

Walter Spahrbier – ein wahrer Held

11. Februar 2009

 

Walter Spahrbier, Held der Jugend

Walter Spahrbier, Held der Jugend

 

 

Kennen Sie noch Walter Spahrbier? Es der berühmteste Postbote den Deutschland je hatte. Er ist 1982 verstorben und so kennen nur die TV-Oldies diese Ikone der deutschen Fernsehunterhaltung.

Eigentlich war er nur ein Nebendarsteller, der die Post in die verschiedenen TV-Sendungen brachte. „Mensch Walter, als was kommen Sie denn heute?“ tönte es von Wim Thoelke dem wackeren Postler im „großen Preis“ entgegen. Spahrbier kam nämlich jedes Mal in einer historischen Postuniform in die Sendung, jedes Mal eine andere versteht sich. „Ich bin heute als königlicher Postillion aus den Zeiten Turn und Taxis unterwegs“ – so oder so ähnlich lauteten die Antworten. Dann kamen stotternde Erklärungen über die Uniform. Die TV-Nation lauschte gebannt den Ausführungen von Walter Spahrbier. Dafür klebte er sich übrigens auch einen zeitgenössischen Bart an, der die hölzerne Darstellung unterstrich.

Kurz vor der 100. Sendung vom „großen Preis“ dann der Schock. Walter bringt keine Briefe mehr in die Sendung, er verstarb in Hamburg. Reich geworden ist der Postler nicht, so wurde berichtet. Er bezog sein Beamtengehalt. Als ob ein Pocher für seine Nebenrolle beim Harald Schmidt nur ein bescheidendes Salär bekommt. Spahrbier sammelte dagegen Spenden für die „Aktion Sorgenkind“ und bekam dafür das Bundesverdienstkreuz.

Walter, du bist ein Held für mich und ich freue mich immer wieder, wenn ich durch Zufall deinen Namen in die Runde werfe und jemand darauf reagiert. Vielleicht war er nicht so populär in der Bevölkerung wie Walter Scheel, der „hoch auf dem gelben Wagen“ saß, doch Walter Spahrbier ist ein ganz Großer. Eine komische Punk-Band aus Hannover nahm noch ein Lied auf, doch das vergessen wir besser.