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Filmtipp: Casablanca wurde 77 Jahre alt

27. November 2019
Vor 77 Jahren erschien der größte Liebesfilm überhaupt: Casablanca

Vor 77 Jahren erschien der größte Liebesfilm überhaupt: Casablanca

Vor 77 Jahren kam ein Film in die Kinos, der sich für mich zu einem wahren Kultfilm entwickelt hat: Casablanca. Es war die Paraderolle für Humphrey Bogart und Ingrid Bergman – und es ist für mich einer der größten Liebesfilme überhaupt – neben meinem geliebten Frühstück für Tiffany.
„Louis, ich glaube, dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“ – dieser Satz am Ende des Films ist in meinen privaten Sprachgebrauch übergegangen, so wie manche andere Filmzitate: „Ohh, ist doch nur ne Fleischwunde!“ oder „Yes, you did. You invaded Poland.“ und viele mehr.

Doch Casablanca hat viele unglaubliche Filmzitate zu bieten: „Aber zu der Erkenntins, dass die Probleme dreier Menschen in dieser verückten Welt völlig ohne Belang sind, gehört nicht viel …“ oder
„Du hast es für sie gespielt, also kannst du es auch für mich spielen.“ oder
„Ich halte für niemanden den Kopf hin!“ oder
„Ich seh´Dir in die Augen Kleines.“ oder
„Küss mich! Küss mich, als wär“s das letzte Mal.“ oder
„Von allen Spelunken dieser Welt muss sie ausgerechnet in meine kommen!“ oder ganz groß:
„Welche Nationalität haben sie? – Ich bin Trinker.“ und natürlich der Spruch für uns alle Liebenden:
„Und was wird aus uns?“ – „Uns bleibt immer noch Paris.“

Ist es Ihnen auch so gegangen? Konnten Sie auch die Zitate aufsagen? Dann sind Sie auch Casablanca genauso verfallen wie ich. Ich habe den Streifen auf VHS, auf LaserDisc, auf DVD und auf Bluray – es ist immer der gleiche Film, aber er hat mich auf verschiedenen Medien durch meine Filmzeit begleitet.
Ich erinnere mich noch als die Woody Allen Komödie „Mach’s noch einmal Sam“, als Woody unter einem großen Casablanca-Plakat sein Bett hatte. Das hatte mich als Jugendlicher beeindruckt, so dass ich mal ein (nachgedrucktes) Casablanca-Kinoplakat in meinem Zimmer aufgehängt hatte. Ich glaube, es war das Filmplakat zur VHS-Veröffentlichung aus den Jahre 1992.
Naja, Casablanca ist für mich der Film vom großen Abschied, wobei ich mich frage, wer vom wem hier eigentlich Abschied nimmt? Der Film ist enorm vielschichtig. Vielleicht ist der ganze Film ein langer Abschied, der in der Flugplatz-Szene seinen Höhepunkt findet. Und ist es ist ein Film über Pflicht, die höher steht als die Leidenschaft, die Ehe ist wichtiger als das Verlangen – starke Themen und hervorragend von Michael Curtiz in Szene gesetzt. Und dazu kommt noch die Musik von Altmeister Max Steiner. Wer kennt das traurigste aller traurigen Lieder „As Times Gomes by“ nicht?, das Sam auf dem Klavier spielt?
Aber natürlich ist Casablanca der Film für den Zyniker Humphrey Bogart, der damals auf dem Höhepunkt seines Schaffens war. Ursprünglich sollte die Rolle des Café-Besitzers Rick von Ronald Reagan gespielt werden – was für ein Glück der Filmgeschichte, dass die Wahl dann doch auf Bogart fiel. Er interpretiert die Rolle schlichtweg genial, Ingrid Bergman tut ihr übriges. Ach, ich gerate wieder ins Schwärmen.
Wisst ihr was? Ich schau mir Casablanca gleich nochmal an und schwelge in schönen Kinozeiten mit dem besten Liebesfilm aller Zeiten.

Preview Star Wars auf Blu ray – ein Erlebnis

25. August 2011

Es ist schon komisch nach all den Jahren Star Wars wieder zu sehen. Ich habe alle Filme bei Erscheinen im Kino gesehen, immer wieder – es war wie eine Sucht. Dann auf Super 8, dann Video und DVD. Jetzt kommen die sechs Teile Mitte September auf Blu ray heraus. Zu einem exklusiven Preview lud mich Fox ins Münchner Nobel Hotel Bayerischer Hof ein. Ich nutzte die Gelegenheit die alten Bekannten Luke, Vader, Joda, Leia zu treffen und mich mit ihnen an glorreiche Kinozeiten zu erinnern.

Ich bekam Erstaunliches bei der Preview zu sehen. Die Bildqualität der Star Wars -Filme ist hervorragend. Die Lucas-Crew hat sich richtig Mühe gegeben. Vor allem aus den alten Filmen wurde viel herausgeholt. Bei den neuen Filmen ist’s nicht verwunderlich, liegt doch bereis digitalisiertes Material vor. Die alten Sachen wie der Rasende Falke, die Wolkenstadt oder die Todessterne sind richtig fett geworden. Natürlich sahen wir nicht alle sechs Filme, sondern nur ausgewählte Szenen. Zudem gibt es schönes Bonusmaterial, das sich anzuschauen lohnt. Nette Interviews mit Regiemeister Kershner, wie er den Auftrag zu Imperium bekam. Nett auch George Lucas in Holzfällerhemden, wie er von den Story-Problemen von Imperium erzählt, weil nur der eine Satz wirklich wichtig war: Luke, ich bin dein Vater. Ausschließlich für uns Fans ist der Rundgang durch die Archive mit alten Modellen, Masken, Kostümen usw. gedacht. Und wer wusste schon, dass der Rasende Falke ursprünglich wie ein Raumschiff aus Mondbasis Alpha 1 aussah.

Und ich? Ich saß in dem Kinosaal und konnte jede Zeile, jeden Dialog mitsprechen. Eine Einschränkung allerdings: jede Zeile der Filme IV bis VI. Es wurde mir bewusst, wie sehr diese Filme zu Kulturgut geworden sind. Die Dialoge und Szenen haben sich in das kollektive Gedächtnis meiner ganzen Generation eingebrannt. Damit haben die Filme Kultstatus. Das ist nicht neues, aber sollte einmal wieder gesagt sein.

Dennoch so richtig überzeugt bin ich nicht bei allen Sachen. Es wird nur die digital überarbeitete Version auf Blu ray angeboten. Ich hätte gerne die Version gesehen, wie sich Han Solo in der Hafenkneipe als Killer herausstellt oder wie am Ende von Jedi-Ritter der Original Anakin Skywalker über dem Feuer schwebt. Und auch das Lispeln in der deutschen Sychron von Obi Wan Alec Guiness störte mich nicht so. Egal: Lucas hat entschieden, wie er seine Filme haben will. Ich kann notfalls auf meine VHS Sammlung zurückgreifen.

Und hier HD-Ausschnitte aus den Filmen:

Episode I:

Episode II:

Episode III:

Episode IV:

Episode V:

und Episode VI: