Posts Tagged ‘Badeente’

Wenn Kubricks Kino plötzlich quakt: Vier Entenboxen als liebevolle Hommage an ein Genie

14. April 2026

In der Welt der Sammlerstücke gibt es selten Momente, in denen Popkultur und Filmgeschichte sich so nett greifbar begegnen wie in den TUBBZ Boxen, die Stanley Kubrick gewidmet sind. Vier detailverliebte Miniaturen – die ikonischen Badeenten im Stil seiner unvergesslichen Figuren – ehren nicht nur einen Regisseur, sondern eine ganze Ära des Kinos. Es sind Enten aus Full Metal Jacket, The Shining, Uhrwerk Orange und 2001: Odyssee im Weltraum.

Die kleinen TUBBZ-Entenboxen zu den Filmen von Stanley Kubrick sind für mich weit mehr als bloße Sammlerstücke. Sie sind schräge, charmante und zugleich erstaunlich liebevolle Erinnerungsstücke an ein Werk, das das Kino für immer verändert hat. Auf den ersten Blick wirken sie verspielt, fast absurd: ikonische Figuren aus düsteren, rätselhaften, monumentalen Filmen als Badeenten. Doch genau in diesem Kontrast liegt ihr Zauber.

Kubrick stand wie kaum ein anderer Regisseur für Perfektion, für Bildgewalt, für kühle Präzision und für Filme, die sich tief ins Gedächtnis eingebrannt haben. Ob das unheimliche Lächeln aus The Shining, die beklemmende Wucht von A Clockwork Orange oder die majestätische Fremdheit von 2001: A Space Odyssey — seine Werke tragen bis heute eine fast mythische Aura. Und dann kommen diese Entenboxen daher und verwandeln all das in etwas Greifbares, Zärtliches, fast Herzliches.

Gerade für Filmfans wie mich liegt darin etwas sehr Berührendes. Denn diese Figuren nehmen Kubrick nichts von seiner Größe. Im Gegenteil: Sie zeigen, wie stark seine Bilder und Charaktere bis heute leben. Selbst in einer so augenzwinkernden Form bleiben sie sofort erkennbar. Das ist keine Parodie, sondern eine liebevolle Verbeugung vor einem Regisseur, dessen Werk Generationen bewegt, verstört und fasziniert hat.

Die TUBBZ-Entenboxen schaffen damit etwas Seltenes: Sie verbinden Popkultur mit echter Filmleidenschaft. Sie holen die oft als kühl und distanziert empfundenen Kubrick-Welten aus dem Museum des großen Kinos direkt ins Regal, auf den Schreibtisch oder in die Vitrine. Dort stehen sie dann nicht einfach als Merchandising-Produkte, sondern als kleine emotionale Anker — für Lieblingsszenen, für erste Filmerlebnisse, für lange Gespräche über bedeutende Bilder und große Kunst.

Vielleicht liegt genau darin ihre besondere Kraft: Diese Enten sind skurril, witzig und doch voller Gefühl. Sie erinnern daran, dass große Filme nicht nur analysiert, sondern auch geliebt werden wollen. Und manchmal zeigt sich diese Liebe eben nicht in schweren Bildbänden oder nüchternen Essays, sondern in einer kleinen Box mit einer Ente, die plötzlich ein ganzes Kino-Universum in sich trägt.

Kubrick war nie nur Filmemacher. Er war Architekt menschlicher Abgründe, Chronist der Zivilisation, Forscher unserer Sehnsüchte und Ängste. Vom kalten Glanz von 2001: Odyssee im Weltraum bis zum hypnotischen Wahnsinn von The Shining formte er Welten, die noch Jahrzehnte später hallen. Seine Werke sind keine Filme, die man einfach „sieht“ – man erlebt sie, durchlebt sie, und findet sich selbst darin wieder. Jede Einstellung trägt seine Handschrift: die präzise Symmetrie, das unheimlich stille Detail, die Musik, die unter die Haut geht.

Dass die TUBBZ Reihe Kubrick nun in dieser verspielten Form feiert, wirkt fast paradox – und doch berührend. Die kleinen Figuren erinnern uns daran, dass selbst die größten Meister des ernsten Kinos Teil einer lebendigen Kultur bleiben. Sie verwandeln Kubricks Charaktere aus Symbolen des Existenziellen in liebevoll greifbare Artefakte. Alex DeLarge mit seinem schiefen Grinsen, Jack Torrance mit der Axt, der Astronaut Bowman im Raumanzug, Private Poker mit Brille und Helm – jeder von ihnen steht wie ein leuchtendes Fragment eines Genies, das die Welt nie wieder loslässt.
Kubrick war ein Perfektionist, ein Träumer, manchmal ein Tyrann seiner eigenen Visionen. Aber gerade darin liegt seine Größe. Er zeigte, dass Kunst kein Kompromiss ist, sondern Folge radikaler Fragen: Wer sind wir? Wieviel Kontrolle besitzen wir über uns selbst? Und was bleibt, wenn die Illusion verschwindet? Seine Filme waren Spiegel des Unbehagens, des Fortschritts, der menschlichen Hybris – und genau deshalb bleiben sie zeitlos.
Diese vier Boxen sind also mehr als Sammlerstücke. Sie sind kleine Denkmäler an die Kraft der Vorstellung, an das Kino als Medium der Erkenntnis und des Staunens. In ihnen lebt Kubrick weiter – nicht im Monument einer Statue, sondern in den charmanten Augen einer Badeente, die uns anlächelt und flüstert: „Das Spiel ist nie vorbei.“

TrendSet: Ein paar Trends fürs neue Jahr

9. Januar 2014

Zwar betreibe ich kein Einzelhandelsgeschäft, aber als Journalist ist es dennoch toll, über eine Trendmesse zu flanieren und sich von den neuesten Angeboten und Trends inspirieren zu lassen. So auch auf der TrendSet in München. Diese Fachmesse findet zweimal im Jahr statt und liefert Konsumgüter für Lebensart, wie der Claim so schön verlautet.

Ich sah mir mal die TrendSet 2014 genauer an.

Ich sah mir mal die TrendSet 2014 genauer an.

Lebensart muss nicht nur für den Menschen gelten. Es gilt auch für das Tier, in unserem Fall der Hund. Im Newcomerbereich der Messe fiel mir ein netter Stand von Rosirufus mit Hundesofas auf. Faulheit in Form gebracht. Wohnraumkultivierung für den urbanen Hund – hieß es über die ausgestellten Sofas und Hundehütten. Und die Sprüche waren auch gut, wie zum Beispiel “Schräger Hund – schräge Hütte”.

Foto 2

Foto 3

Ich hab zwar nur zwei Wellensittiche, aber die Hundesofas wirken für den verwöhnten Wauwau schon recht einladend. Und was wichtig ist: Die Hütte ist so stylisch, dass sie in die Großstadtwohnung des Herrchens passt. Die TrendSet Newcomer Area sieht sich als Sprungbrett für junge Designer und Start-up-Unternehmen der Branche. Die Sonderausstellungsfläche ist speziell für kleine Unternehmen reserviert, die sich in der Branche erst einen Namen machen wollen.

Foto 2

Foto 4

Das Geschäft mit der Ente kenn ich als Zeitungsmann schon lange. Quietsche-Entchen sind im Grunde auch nichts neues. Es gibt sie in vielen Läden bereits. Ich war auf der TrendSet dennoch überrascht, wie positiv die Leute auf den schwimmenden Badebegleiter aus Plastik reagieren. Der Trend geht nach verschiedenen Themenbereichen wie König, Pirat, Teufel oder Weihnachtsente jetzt zu berufsbezifischen Enten, also die Ente als Feuerwehrler, Polizist, Bäcker und auch Friseur. Wahrscheinlich im Hinblick auf die Wiesn gibt es jetzt auch Bayern-Enten von dem Hersteller LiLaLu aus Aachen (!). Gegen die Bayern-Ente verwahre ich mich allerdings.

Wer findet die Ente zur Bundeskanzlerin?

Wer findet die Ente zur Bundeskanzlerin?

Sehr nett fand ich übrigens eine der neuen Ende, die Bundeskanzlerin Angela Merkel darstellen soll. Erkennungszeichen ist nicht etwa die Frisur, sondern das Falten der Hände im typischen Merkel-Stil.

Auch das Traditionsunternehmen Goebel bringt 2014 Neues auf den Markt. Goebel war mir im erster Linie durch seine Hummel-Figuren bekannt. Meine Mutter arbeitete als junge Frau einstmals in der Produktion dieses traditionsreichen Unternehmens. Aber Hummel ist inzwischen Geschichte. Goebel muss sich neue Einnahmequellen suchen.

Foto 1

Foto 2

Foto 3

Das Unternehmen versucht es jetzt mit Kunst. Zwei Künstler, die ich durch ihre Bilder in der Galerie Mensing kennen und schätzen lernte, verkaufen hier ihre Kunst nun auch auf diesem Kanal. Die beiden Pop-Art Künstler Romero Britto und James Rizzi sind künftig bei Goebel unter Vertrag. Mal sehen, ob weitere Künstler folgen. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass auch mit Ed Heck ein gutes Geschäft zu machen ist. Beide Künstler, Britto und Rizi, sind durch ihre Kunst, aber auch durch ihren Geschäftsideen extrem erfolgreich geworden. Bei Rizzi profitieren jetzt nur noch die Erben, aber Britto scheint ein ganzes Heer von Mitarbeiter zu beschäftigen, die seine Kunst vermarkten. Ich bleibe wohl aber erst mal bei den Bildern.

Foto 1

Foto 2

Foto 3

In einer Halle fand ich einen Hersteller von Blechspielzeug. Im Grunde kann ich damit eigentlich nicht viel anfangen. Dennoch entdeckte ich etwas, so dass mir das Herz aufging. Es handelt sich um Blechfiguren von alten Roboter-Spielzeug. Da ich ja immer wieder Seminare und Vorlesungen zur Geschichte von Roboter als Spielzeug halte, interessiert mich diesen Blech-Kameraden sehr. Als Klassiker gab es einen der ersten Spielzeugroboter namens Lilliput. Für die Kino-Freunde unter uns gab es auch den berühmten Roboter Robby, the Robot. Er erblickte erstmals im US-Kinofilm mit Forbidden Planet das Licht der Welt. Vor R2D2 und C3PO war er neben Maria aus Metropolis sicher der berühmteste Roboter. Dieser Begegnung war sicherlich ein netter Abschluss der TrendSet.