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Filmkritik: Star Wars Die letzten Jedi

15. Dezember 2017

Gleich vorweg: Der achte Teil der Star Wars-Reihe Die letzten Jedi ist ein Gewinn für die Saga um Luke und Leia. Nach Wiederaufnahme der Serie mit dem Erwachen der Macht läuft seit 14. Dezember der neue Teil „Die letzten Jedi“ in den deutschen Kinos.

Ich war heiß auf den neuen Film, die exklusive Pressevorführung hatte ich aus Witterungsgründen verpasst. Aber ich wollte den Film unbedingt sehen und hatte die Chance auf eine Sneak Preview von „Die letzten Jedi“ in der oberfränkischen Provinz. Spontan kam ich auf die irrwitzige Idee ins Kino zu gehen und fragte nach Karten. Uppsala, 31 Plätze waren noch frei in der neuen Filmbühne in Lichtenfels.

So viel freie Plätze? Also Schweinehund überwunden und um 23:45 Uhr ins Kino gegangen. Ein paar Kinobesucher kamen im Star Wars-Look: Kappen, Hoodie, einer kam sogar mit Umhang. Popcorn-Tüte und Becher waren im Star Wars-Logo (musste ich beide haben) und um 23:59 Uhr erschien das Lucas-Logo auf der Leinwand. Die Musik des göttlichen John Williams erklang und in mir stiegen Emotionen hoch.


Der innere Teil einer Trilogie ist immer schwierig. Beim neuen Star Wars standen die Chancen 50:50. Das Imperium schlägt zurück von 1980 war der Hammer, der Angriff der Klonkrieger von 2002 war Schrott. „Die letzten Jedi“ war wieder topp – Gott sei Dank. Der Film machte mir Spaß, nicht die ganzen 152 Minuten, aber er machte Spaß. Regisseur Rian Johnson versteht seinen Job und lieferte ein gutes Stück Unterhaltung für die Fans ab.

Achtung Spoiler – Achtung Spoiler – Achtung Spoiler
Die Story von Erwachen der Jedi wird in dem neuen Film weitergesponnen. Er knüpft an der Story von Luke und Rey an. Ich war zunächst enttäuscht, dass Rian Johnson die Dramatik der ersten Begegnung zwischen Luke und Rey abgeschwächt hatte. Luke wirft das mitgebrachte Lichtschwert einfach weg. Mit Humor ist es so eine Sache, noch dazu bei so einer ernsthaften Sache wie Star Wars und der Macht. Ich hatte Angst vor dem Film, wenn er so lächerlich beginnt.
Rian Johnson schaffte nicht immer den Humorbogen. Schlechten Slapstick gab leider. Muss es wirklich sein, dass Finn nackt aus dem Bett fällt und durchs Raumschiff irrt und vor sich hin tropft? Was soll das? Die alte Hollywood-Regel, einen Cliffhanger mit Humor aufzulösen, wird angewandt auf lächerlichem Marvel-Humor. Das passt bei IronMan (vielleicht), aber nicht bei Star Wars. Wenn Luke die Augenbraue hochzieht und sich bei C3PO verabschiedet, dann ist das Mist. Und der größte Mist ist ein schwarzes Dampfbügeleisen in Raumschiffform zum Glätten von Uniformen.
Dieser Kindergartenhumor hätte sich in Grenzen halten können. Aber es gab auch intelligenten Witz für die wirklichen Fans. Diese Witze waren meist Anspielungen an die alten Zeiten: Star Wars-Fans freuen sich über Aussagen zur Falken-Schrottmühle oder über das ganz schlechte Gefühl des verstorbenen Han Solos.
Im Vorfeld ärgerte ich mich über die angekündigten Kuscheltiere Porgs. Ich befürchtete Jar-Jar-Binks oder Ewoks. Aber die Porgs sind nett – oder ich werde langsam altersmilde. Die Porgs sind für mich eine Kreuzung zwischen Eule und Angry Birds und wenn Chewie einen Porg verspeisen will, hatte ich ein Lächeln im Gesicht. Überall tauchen die Viecher auf, ganz so wie die Tribbles bei Raumschiff Enterprise von 1967 unter Captain Kirk. Vielleicht kaufe ich einen Porg für K1/2.

Zahlreiche Anspielungen auf Filmvorbilder
Überflüssig sind die Szenen im Spielcasino. Wir sind nicht bei James Bond im Casino Royale. Das Ganze erinnerte mich an Spielbergs Indiana Jones Teil 2, die Schlacht im Casino. Dann kam Spielbergs Jurassic Park wieder zum Vorschein, wenn die komischen Pferde bei ihrer Flucht auf die Autodächer bzw. Raumschiffdächer hüpfen. Ach ja, die Pferdchen sind wohl bei J.K. Rolling entsprungen. Nette Anspielungen an große Vorbilder.
Und dennoch versteht Rian Johnson sein Handwerk. Die Duelle mit dem Laserschwert sind japanisches Kino pur. Eine tiefe Verbeugung vor dem großen Akira Kurosawa. Das ist ganz großes Kino der Emotionen. Auch die Schlacht in der Salzwüste mit weiß und rot sind die Farben von Ran. Das sind gewaltige Bilder, das ist Kino pur. Und ich werde den Verdacht nicht los, dass die Bombardierung zu Beginn des Films eine Anspielung auf Kubricks Dr. Seltsam ist.

Personen kommen und gehen
In „Die letzten Jedi“ wird mit Rose nur eine neue Person eingeführt, die im Teil 9 weiter leben darf. Eingeführte Charaktere aus dem siebten Teil müssen dagegen den Löffel abgeben. Der Tod von Oberster Anführer Snoke war gut gemacht, lässt mich aber ratlos zurück. Wer war eigentlich dieser Snoke? Im Vorfeld hatte ich so schon spekuliert, was das für ein Knabe ist. Nun wird er einfach getötet und ich erfahre überhaupt nichts über diesen bösen Charakter. Dabei sind die Bösen doch bei Star Wars immer faszinierender als die Guten. Ähnlich geht es mit der Frau in Alufolie. Captain Phasma stirbt nach einem Duell mit Finn indem die Frau aus Games of Thron ins Feuer stürzt. Wer war eigentlich diese kämpferische Dame? Egal, jetzt ist sie weg.
Neu im achten Teil eingeführte Personen wie die eindrucksvolle Amilyn Holdo dürfen auch nicht überleben, wären aber eine Bereicherung für die Serie gewesen. Etwas wehmütig war ich beim Anblick von Prinzessin Leia. Carrie Fisher ist ja verstorben und so war dies ihre letzte Rolle. Sie soll wohl nicht digital weiterleben in Teil 9. Liebe Carrie Fisher, ich mochte dich und vermisse dich schon jetzt. Ich bin gespannt, wie man ihren Tod im neunten Teil erklären wird.
Mark Hamill hatte nie großartige Rollen in seinem Leben und sein Schauspiel bei Star Wars war auch überschaubar. Jetzt bei „Last Jedi“ wächst er über sich hinaus und liefert ein eindrucksvolles Schauspiel ab. Es macht Spaß ihn bei seiner Qual zu beobachten. Luke trägt diesen Film und verschwindet dann. Yoda ist auch dabei und hat noch immer nicht gelernt einen klaren Satz zu sprechen.
Alte Freude, die jeden Teil der Saga einen Besuch abstatten, gibt es auch. C3PO hat mehr Raum, der freundliche R2D2 darf nur ein wenig mitspielen und die bekannte Projektion abspielen „Obi Wan, ihr seid meine letzte Hoffnung“. „Ein billiger Trick“, wie es auch Luke bemerkt.
Der orange BB-8 darf wieder durchs Bild rollen und wächst über sich hinaus. Erst steuert die Blechkugel einen X-Wing, dann ein großes Raumschiff und dann auch einen AT-ST Walker. Mir hat BB-8 am besten unter einem Mülleimer gefallen, wenn er im Sternenzerstörer gegen die Wände kracht. Da gehört die Kugel hin, in den Müll. Nun hat er einen eigenen Gegner bei der ersten Ordnung. BB-9E ist der böse Robi, aber er kommt nicht richtig zur Geltung. Vielleicht in Teil 9 im Jahre 2019.

Mein Fazit:
Ich werde mir „die letzten Jedi“ noch ein paar Mal im Kino ansehen. Meine Familie freut sich schon auf den Besuch. Es ist trotz meines Gemaules ein schöner Film geworden, der das Star Wars-Fieber am köcheln lässt. Als Mittelteil einer Trilogie ist er prima, jetzt freue ich mich auf das Ende, obwohl es ein Ende ohne Skywalker, ohne Solo, ohne Vader und ohne Leia sein wird. Meine Jugend wurde mit diesem Teil zu Grabe getragen und etwas neues beginnt. Ein Lob gibt es noch aus meinem Munde. Die Musik von John Williams ist grandios. Ich werde über diesen Score noch in Ruhe bloggen.

 

Filmkritik Star Wars Rogue One

14. Dezember 2016

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„Als das Lucas-Logo auftauchte, da kribbelte es so schön im Bauch und mein Herz pochte“ – So nett drückte es mein Filmkritiker Kollege Julian Reischl aus. Und recht hatte er. Rogue One versetzte mich seit Wochen in einen Erregungszustand, den ich als Kind hatte, wenn ich einen großen Film im Kino ansehen durfte. Heute bin ich eher abgebrüht, aber dieses Gefühl habe ich mir bei Star Wars- und Star Trek-Filmen bewahrt. So auch bei der Premiere von Rogue One. Ich trat aus dem Kino und fühlte mich wie ein Held auf seinem Klassentreffen. Rogue One war ein Treffen der alten Bekannten. Ich sah meine Lieblinge wieder: C3PO, R2D2, Darth Vader, Prinzessin Leia und einfach wunderbar Gouverneur Großmoff Tarkin. Sie waren die Konstante, die den Film erträglich machten, was nicht heißen soll, dass Rogue One ein schlechter Film ist. Nur das Feuer sprang bei mir erst im Laufe des Films über.
Der Film ist ein Spin Off aus dem Star Wars-Universum und eine separate Geschichte, die sehr gut vor Episode IV eingebettet ist. Von der Handlung will ich nicht viel verraten: Es geht um die Pläne des Todessterns, die von den guten Rebellen von dem bösen Imperium gemopst werden. Fans wissen Bescheid.
Der Beginn des Films schleppte sich hin, die neuen Charaktere wurden eingeführt, doch emotional rissen sie mich nicht mit. Einzig der umgedrehte imperiale Droide K-2S0 zeigt die notwendigen Emotionen und sorgte für ein gewisses Maß an Unterhaltung. Was ist passiert? Bin ich etwa zu alt für Star Wars? Nein, ich bin nicht zu alt für gute Unterhaltung, aber der Anfang kam schon sehr klischeebehaftet daher.
Regisseur Gareth Edwards, der mit Godzilla ein emotionales Meisterwerk ablieferte, versteht eigentlich sein Handwerk. Er weiß eigentlich, was mir als Fan der ersten Stunde gefällt. Er zitierte die alten Filme und das freut mich. Beispiele gefällig?

Da wäre der Held, der zuerst schießt. Wie der alte Han Solo einstmals. Und ich bleibe dabei: Han hat zuerst geschossen, auch wenn Lucas später eine Geschichtsfälschung betrieb.

Dann wären da die Wachmänner auf den Rebellentürmen, die in den Sonne blicken, während die X-Wings in den Krieg ziehen. Warum braucht man eigentlich in der Zukunft noch einen Ausguck?

Und da ist auch der Mausroboter, der den Sturmtruppen hinterher rollt. Wie sehr habe ich damals im Kino gelacht und wollte unbedingt so einen Maus-Droiden haben.

Schöne Erinnerung waren auch die hohen Schächte in denen unsere Helden herumturnen und gegen die Sturmtruppen kämpfen. Der alte Luke hing auch in solchen Schächten, die damals noch Matte-Zeichnungen waren, und musste den Traktorstrahl ausschalten. Leia retten.

Sehr schön auch der Crash der Sternenzerstörer – wie einst bei Rückkehr der Jedi, als es Rums auf Endor machte und die Jedi wieder die Macht übernahmen.

Aber es kamen in Rogue One beim ersten Mal Ansehen keine neuen markanten Augenblicke vor, die sich in mein Filmbewusstsein einbrennen werden. Schade. Vielleicht passiert dies beim zweiten und dritten Mal, denn ich werde mir den Film mehrmals ansehen (müssen).
Technisch ist Rogue One allererste Sahne und die Weltraumkämpfe machen Spaß. Da gibt es nix zu meckern, wenn Gold eins und Rot eins zum Angriff über gehen. Es macht Freude, wenn die Jäger gegen das Imperium antreten, wenn die Tie-Fighter daher sausen und sich im Kampf stellen. Ich liebe die ATAT, die Rebellen auslöschen. Das ist das Star Wars Universum, wie ich es mag. Warum allerdings die Daten vom Todesstern allerdings auf Festplatten gelagert werden, erschließt sich mir nicht. Cloud Computing hat sich in der Zukunft wohl doch nicht durchgesetzt. Es muss ja nicht gerade die Drop Box sein.
Klar ist auch: Der Rogue One ist härter geworden als die bisherigen Filme der Reihe. Der Hinterhalt, in dem die Sturmtruppen mit ihrem Panzer geraten, zeigt keine glorreichen Kämpfe mit Helden und Siegern. Das ist Krieg und mir kam Ridley Scotts Black Hawk Down in Erinnerung. Und ich täuschte mich nicht. Für das lebensnahe, realistische Feeling von Rogue One verpflichtete Edwards Greig Fraser (Zero Dark Thirty, Foxcatcher) als Chefkameramann und Neil Corbould (Black Hawk Down, Gladiator, Der Soldat James Ryan) als Special Effects Supervisor. Einzig, die Heldin zeigt Herz und rettet ein weinendes Kind. Bilder vom Krieg in Syrien kamen auf. Familienunterhaltung ist das nur bedingt. Der Film selbst ist eher in dunklen Bilder gehalten, was der ganze Atmosphäre sehr gut tut.
Die grundsätzliche Frage stellte sich mir im Film immer wieder: Warum tragen die Sturmtruppen eigentlich eine Panzerung. Laserstrahlen fegen sie hinweg. Und sogar jeder Stockhieb erledigt sie. Schutz stelle ich mir anders vor. Richtig nervig war für mich Kung Fu Panda Chirrut Îmwe (Donnie Yen) und sein Rambo-Verschnitt mit der großen Karre. Hier wurde versucht ein dynamisches Duo aufzubauen, das meines Erachtens misslang. Die Charaktere nerven nur. Ich bin auch keine 8 Jahre mehr. Was bei Lucas noch eine Verbeugung vor dem großen Akira Kurosawa war, ging mir jetzt gehörig auf den Geist. Es war eher Kung Fu David Carradine mit John Rambo Stallone.
Gefallen hat mir dagegen das Böse im weißen Mantel. Der imperiale Militärdirektor Krennic (schön gespielt von Ben Mendelsohn) will den Todesstern unterdessen so schnell es geht einsatzbereit bekommen. Er bekommt aber von seinen Vorgesetzten, buchstäblich die Luft abgeschnürt und wird zurückgepfiffen. Insider wissen, wer der Chef mit schwarzen Mantel und Maske ist. Das macht Spaß und bei dieser Szene klatschte ich innerlich. Gut gemacht.
Ein Wort noch zur Musik. Den Score werde ich noch extra besprechen, wenn ich das Album durchgehört habe. Jeder Komponist muss verlieren, wenn er das Erbe von John Williams antritt. An den Olymp kommt keiner heran. Regisseur Gareth Edwards beauftragte Komponist Alexandre Desplat mit dem er schon bei Godzilla arbeitete. Weil aber Disney umfangreiche Nachdrehs anordnete, stieg Alexandre Desplat aus dem Projekt aus – mich würde jetzt um so mehr seine Interpretation interessieren. Ausputzen musste es Michael Giacchino, der in vier Wochen den Score komponierte und aufnahm. Eigentlich viel zu wenig Zeit für so einen wichtigen Film. Michael Giacchino machte seine Sache gut, aber das endgültige Urteil folgt in einer separaten Kritik.
Lohnt sich Rogue One? So lautet die Frage. Ja ist meine Antwort. Ist er besser als Erwachen der Macht? Nein, ich habe mich damals eher heimisch gefühlt. Werde ich mir Rogue One nochmals ansehen: Ja, auf jeden Fall, denn es gibt viel zu entdecken und außerdem ist es noch ein Jahr hin, bis Star Wars VIII am 15. Dezember 2017 ins Kino kommt.

Kenny Baker ist tot – R2D2 piept nicht mehr

14. August 2016
Gestern ist Kenny Baker gestorben, der den R2D2 verkörpert hat.

Gestern ist Kenny Baker gestorben, der den R2D2 verkörpert hat.

R2D2 ist tot. Nein, natürlich nicht, aber der Schauspieler, der den kleinen Roboter verkörpert hat, ist gestern nach langer Krankheit gestorben: Kenny Baker. Er wurde 83 Jahre alt. Sein Tod ist sehr schade, denn unsere Familie liebt R2D2. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich den Schauspieler Kenny Baker nur in den wunderbaren Streifen Time Bandits von 1980 als Fidgit wahrgenommen habe, ihn dort sofort mochte. Monty Python Terry Gilliam setzte den Film von Zeitreisenden Kleinwüchsigen gekonnt in Szene.
Wie ja den Star Wars-Fans bekannt ist, wollte Kenny Baker nicht in die Blechdose schlüpfen, wie George Lucas es sich vorgestellt hatte. Am Ende überredete Lucas den 1,12 Meter großen Schauspieler dann doch. Baker musste keine Zeile Text sprechen und verlieh in der Blechdose dem Roboter R2D2 doch menschliche Züge. Durch Kenny Baker lebte der Roboter, er bewegte sich nicht nur, nein er lebte wirklich.


Unsere Familie liebt R2D2. Vor allem meine Frau sammelt den Roboter in verschiedenen Ausführungen, mal aus Plüsch, mal aus Lego in unterschiedlichen Größen. Wir haben einen Wecker, Kaffeetassen, Keksdosen und vielleicht auch bald einen Mülleimer im R2D2-Deisgn. Unser Hausschlüssel hängt an einem R2D2-Anhänger und ich gönnte mir vor Jahren einen Nikko Beamer, DVD-Player und iPod-Dock in Form eines R2D2.

R2D2 ist Teil meiner Roboterspielzeugsammlung.

R2D2 ist Teil meiner Roboterspielzeugsammlung.

Das Ding war damals schon sündteuer und heute legen Star Wars-Freaks für den mobilen Gesellen viel Geld auf den Tisch. Gerade vor kurzem haben K1 und ich die Star Wars-Ausstellung Identities in München angesehen und über das Verhältnis BB-8 und R2D2 gefachsimpelt. Also ihr seht: R2D2 ist Thema in unserer Star Wars-verrückten Familie.

R2D2 und BB-8 in einer Ausstellung.

R2D2 und BB-8 in einer Ausstellung.

Wenn ich zurückdenke, hat die Schauspielkunst von Kenny Baker den Roboter so genial zum Leben erweckt, dass er wohl 1977 meine Liebe zu einem neuen Hobby auslöste: Ich sammelte über mehrere Jahre hinweg Roboterspielzeug. In meiner Sammlung durfte R2D2 natürlich nicht fehlen. Die Roboter, an der Spitze mehrere Aibos von Sony, stehen hier überall herum. Im Garten fährt übrigens ein Mähroboter Automower von Husqvarna. Wir haben ihn in der Familie R2Mäh2 getauft und ihm Augen aufgeklebt, um ihn menschlicher zu machen. Das brauchte der R2D2 im Film durch die Schauspielkunst von Kenny Baker nicht, er in seiner Dose war menschlich.

TrendSet: Ein paar Trends fürs neue Jahr

9. Januar 2014

Zwar betreibe ich kein Einzelhandelsgeschäft, aber als Journalist ist es dennoch toll, über eine Trendmesse zu flanieren und sich von den neuesten Angeboten und Trends inspirieren zu lassen. So auch auf der TrendSet in München. Diese Fachmesse findet zweimal im Jahr statt und liefert Konsumgüter für Lebensart, wie der Claim so schön verlautet.

Ich sah mir mal die TrendSet 2014 genauer an.

Ich sah mir mal die TrendSet 2014 genauer an.

Lebensart muss nicht nur für den Menschen gelten. Es gilt auch für das Tier, in unserem Fall der Hund. Im Newcomerbereich der Messe fiel mir ein netter Stand von Rosirufus mit Hundesofas auf. Faulheit in Form gebracht. Wohnraumkultivierung für den urbanen Hund – hieß es über die ausgestellten Sofas und Hundehütten. Und die Sprüche waren auch gut, wie zum Beispiel “Schräger Hund – schräge Hütte”.

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Ich hab zwar nur zwei Wellensittiche, aber die Hundesofas wirken für den verwöhnten Wauwau schon recht einladend. Und was wichtig ist: Die Hütte ist so stylisch, dass sie in die Großstadtwohnung des Herrchens passt. Die TrendSet Newcomer Area sieht sich als Sprungbrett für junge Designer und Start-up-Unternehmen der Branche. Die Sonderausstellungsfläche ist speziell für kleine Unternehmen reserviert, die sich in der Branche erst einen Namen machen wollen.

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Das Geschäft mit der Ente kenn ich als Zeitungsmann schon lange. Quietsche-Entchen sind im Grunde auch nichts neues. Es gibt sie in vielen Läden bereits. Ich war auf der TrendSet dennoch überrascht, wie positiv die Leute auf den schwimmenden Badebegleiter aus Plastik reagieren. Der Trend geht nach verschiedenen Themenbereichen wie König, Pirat, Teufel oder Weihnachtsente jetzt zu berufsbezifischen Enten, also die Ente als Feuerwehrler, Polizist, Bäcker und auch Friseur. Wahrscheinlich im Hinblick auf die Wiesn gibt es jetzt auch Bayern-Enten von dem Hersteller LiLaLu aus Aachen (!). Gegen die Bayern-Ente verwahre ich mich allerdings.

Wer findet die Ente zur Bundeskanzlerin?

Wer findet die Ente zur Bundeskanzlerin?

Sehr nett fand ich übrigens eine der neuen Ende, die Bundeskanzlerin Angela Merkel darstellen soll. Erkennungszeichen ist nicht etwa die Frisur, sondern das Falten der Hände im typischen Merkel-Stil.

Auch das Traditionsunternehmen Goebel bringt 2014 Neues auf den Markt. Goebel war mir im erster Linie durch seine Hummel-Figuren bekannt. Meine Mutter arbeitete als junge Frau einstmals in der Produktion dieses traditionsreichen Unternehmens. Aber Hummel ist inzwischen Geschichte. Goebel muss sich neue Einnahmequellen suchen.

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Das Unternehmen versucht es jetzt mit Kunst. Zwei Künstler, die ich durch ihre Bilder in der Galerie Mensing kennen und schätzen lernte, verkaufen hier ihre Kunst nun auch auf diesem Kanal. Die beiden Pop-Art Künstler Romero Britto und James Rizzi sind künftig bei Goebel unter Vertrag. Mal sehen, ob weitere Künstler folgen. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass auch mit Ed Heck ein gutes Geschäft zu machen ist. Beide Künstler, Britto und Rizi, sind durch ihre Kunst, aber auch durch ihren Geschäftsideen extrem erfolgreich geworden. Bei Rizzi profitieren jetzt nur noch die Erben, aber Britto scheint ein ganzes Heer von Mitarbeiter zu beschäftigen, die seine Kunst vermarkten. Ich bleibe wohl aber erst mal bei den Bildern.

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In einer Halle fand ich einen Hersteller von Blechspielzeug. Im Grunde kann ich damit eigentlich nicht viel anfangen. Dennoch entdeckte ich etwas, so dass mir das Herz aufging. Es handelt sich um Blechfiguren von alten Roboter-Spielzeug. Da ich ja immer wieder Seminare und Vorlesungen zur Geschichte von Roboter als Spielzeug halte, interessiert mich diesen Blech-Kameraden sehr. Als Klassiker gab es einen der ersten Spielzeugroboter namens Lilliput. Für die Kino-Freunde unter uns gab es auch den berühmten Roboter Robby, the Robot. Er erblickte erstmals im US-Kinofilm mit Forbidden Planet das Licht der Welt. Vor R2D2 und C3PO war er neben Maria aus Metropolis sicher der berühmteste Roboter. Dieser Begegnung war sicherlich ein netter Abschluss der TrendSet.

Für Star Wars-Geeks: R2D2 als Hoodie

3. Januar 2014
Mir gefällt die R2D2-Variante.

Mir gefällt die R2D2-Variante.

Auch wenn es mal kälter wird, müssen wir Star Wars Fans nach außen hin klar erkennbar sein. Da ich im Moment meinen Star Wars Bademantel nicht tragen kann, muss ich mir neue Gadgets suchen. Eigentlich mag ich keine Hoodies, aber hier mache ich eine Ausnahme. Unter http://www.stylinonline.com habe ich verschiedene interessante Star Wars-Hoodies ausmachen können. Unter der Adresse gibt es zahlreiche Fälle Artikel verschiedener Blockbuster, Spiele und anderen Firlefanz.

In Europa etwas gewöhnungsbedürftig, obwohl hier viele Affen unterwegs sind.

In Europa etwas gewöhnungsbedürftig, obwohl hier viele Affen unterwegs sind.

Sehr nett finde ich das R2D2-Outfit. Irgendwie komme ich mir zwar vor wie eine Tonne auf zwei Beinen, aber die Reaktion meiner Umgebung ist durchweg positiv. Der sympathische Roboter wird überall gleich erkannt. Und der Hoodie sieht mit seinen Lüftiungsschächten, Lichtern und Technikkram auch wirklich herzig aus. Mehr etwas für Fans ist die Star Wars Chewbacca-Variante mit Patronengurt um die Schulter. Das kommt jedoch in unseren Breiten nicht so gut an. Aber gegen R2D2 hat niemand etwas.

Die Darth Vader Variante.

Die Darth Vader Variante.

 

Schachspiel mit Star Wars-Figuren

26. Dezember 2013
Die gegnerischen Bauern

Die gegnerischen Bauern

Es ist natürlich ein totaler Spaß, aber so bringe ich meine Kinder zum Schachspielen. K1 interessiert sich seit langem für Schach und nachdem sogar auf SPON die Schach-WM übertragen wurde, fing ich wieder an zu spielen. Aber nur gegen den Computer zu spielen, macht auf Dauer ein wenig einsam. Daher muss ein menschlicher Gegner her, der Lust auf das Spiel der Könige hat.

Motivieren konnte ich K1 durch das Star Wars Schachspiel. Hier tritt Gut gegen Böse an und die Figuren kommen aus dem Star Wars-Universum. Bei meiner Version des Schachspiel stammen die Figuren aus der guten Filmreihe Krieg der Sterne. Imperium schlägt zurück und Rückkehr der Jedi-Ritter. Das heißt kein Jar Jar Binks und ähnlicher Schrott.

Die Zuordnung der Figuren bereitet mir bei aller Liebe zum Film aber Probleme. Ich bin die schlichten Schachfiguren gewöhnt und muss bei der figürlichen Darstellung ganz schön umdenken. Bei den Bauern fiel es mir noch leicht. Die Bauern sind entweder X-Wing-Fighter oder Tie-Fighter. Die Größe der Spielfiguren reicht von ca. 4 cm bis 9,5 cm.

Die Dame ist natürlich Leia aber die gegnerische Dame ist in Ermangelung einer schwarzen Frau eben jetzt ein Mann. In unserem Fall Darth Vader. Etwas willkürlich sind die Figuren den Schachfunktionen zugeordnet. Daher habe ich beschlossen, mich nicht daran zu halten und meine eigene Aufstellung zu machen. Mit der Kombi R2D2/C3PO als Türme hab ich kein Problem. Luke mit Yoda auf dem Rücken ist für mich eher ein Läufer als ein Springer. Die Wachen des Imperators, der hier als schwarzer König funktioniert, hab ich zu Türmen umgewidmet. Boba Fett ist bei mir ein Springer und die Sturmtruppen die Läufer. Merkt doch eh keiner und George Lucas ist fern.

Als Erwachsener muss ich immer wieder nachsehen, wer welche Figur ist, während K1 es einfach als gegeben hinnimmt. Und dadurch gelingt es dem Nachwuchs mich immer wieder zu schlagen.

Ich habe auf entsprechenden Star Wars-Sammlerseiten hochwertige Schachfiguren gesehen, die ich mir trotz Fandasein nicht leisten will. Die Plastikfiguren aus dem Star Wars Schachspiel reichen mir aus. Es handelt sich um bemalte Plastikfiguren, nichts wirklich hochwertiges. Aber dennoch für die Kinder so interessant, dass ich am Ende des Spiel immer kontrollieren muss, ob alle Figuren wieder in die Packung gewandert sind. Es kann sonst schon mal vorkommen, dass eine Figur außerhalb seiner natürlichen Schachbrettumgebung fremd bespielt wird.

Wir basteln uns unser Star Wars-Universum aus Stoff und Papier

5. April 2013

Alles begann mit dem Kinderbuch Darth Paper schlägt zurück. Ich kaufte es K1 zu Weihnachten, weil die Familie am Star Wars-Fieber erkrankt ist. Die nette Geschichte um Schüler und Star Wars gipfelte in einem Origami-Darth Vader- Und schon war ein neuer Virus bei uns zu Hause ausgebrochen: Der Bastel-Virus

Zunächst waren es die klassischen Faltflieger, Hüte aus Zeitungspapier (wo in aller Welt sollen wir denn in unserem digitalen Haushalt noch Zeitungspapier herbekommen?), Schiffchen und das ganze Zeug.

Aber es ging weiter. Die Familie wollte Star Wars Modelle aus Papier bauen und wir setzen dabei auf unsere Geheimwaffe: K2. Sobald K2 Schere, Kleber und Papier in die Hände bekommt, dann bricht der Bastelsturm los. Es wird gefaltet, geschnitten, geklebt, was das Zeug hält. Zwei Tuben Klebstoff sind keine Seltenheit.

Unser Joda aus Filz.

Unser Joda aus Filz.

In einem Bastelkurs der örtlichen Bücherei schuf K1 dann einen Joda aus Filz. Und so war klar, wir müssen nicht nur mit Papier Modelle basteln, sondern aus anderen Haushaltsmaterialien. Dazu haben wir uns zwei Bücher angeschafft, die ich jedem Bastler aus der Star Wars-Welt empfehlen kann: Auf Deutsch gibt es das Star Wars: Das STAR WARS Bastelbuch. Hier können wir Chewbacca-Sockenpuppen, Ewok-Blumenvasen, AT-AT-Kräuterbeete und R2D2-Mützen und vieles mehr produzieren. Autorin Bonnie Burt hat viele nette Ideen zusammengetragen, ausprobiert und für uns Bastelfreunde aufbereitet. Die Materialien waren grundsätzlich bei uns im Haushalt vorhanden. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, wobei die Basteleien von „pipieinfach“ (K1) bis „sauschwer“ (K2) sind. Mir hat der ATAT-Kräutergarten am besten gefallen. Und ich hoffe auf nächsten Winter auf die R2D2-Häckelmütze, nachdem meine Gattin wieder im Woll-Wahn gefangen ist. Während das Star Wars: Das STAR WARS Bastelbuch schon ein bisschen Vorbereitungszeit benötigt, sind die Ergebnisse bei Star Wars Origami: 35 Amazing Models from a Galaxy Far, Far Away super schnell zu sehen. Chris Alexander hat 35 Modelle aus der Star Wars Welt zum Falten und Kleben zusammengetragen. Schritt für Schritt-Anleitungen mit englischen Begleittext sind aber zum Teil ganz schön knifflig. Gut ist aber die Bebilderung, die einem wunderbar weiterhilft, auch wenn man kein Englisch der Bastelsprache spricht. Die Bilder sagen mehr als Tausend Worte.

Prima Helfer zum Basteln mit guten Anleitungen.

Prima Helfer zum Basteln mit guten Anleitungen.

Ich spiele Angry Birds: Star Wars

15. November 2012
In der Wüste von Tatooine

In der Wüste von Tatooine

Ich war bisher kein großer Angry Birds-Fan, aber die Star Wars-Variante hat mich dann schon gepackt. George Lucas ließ sich erweichen und gab dem Hersteller der verärgerten Vögel eine Lizenz. Seit 8. November 2012 lässt sich das Spiel nun für verschiedene Betriebssysteme kostenpflichtig herunterladen. Ich spiele Angry Birds: Star Wars auf dem iPad.

Die Vögel nehmen natürlich die Rolle der guten Seite der Macht ein. Der Standard-Vogel kommt sogar mit Luke Skywalker-Tolle daher. Die Schweine haben den Helm der bösen Sturmtruppen des Imperiums auf. Einige tauchen auch als räuberische Tusken-Räuber auf.

Spiel mit und gegen die Anziehungskraft

Spiel mit und gegen die Anziehungskraft

Das Spielprinzip hat sich zum Vergleich von früheren Angry Birds-Versionen nicht geändert. Die Vögel werden via Katapult auf die Schweine und deren Befestigungen geschleudert und Punkte gesammelt. Zudem sind manche Vögel mit Lichtschwert, Laserpistole oder Macht (Obi Wan-Vögel) ausgestattet und können so mehr böse Schweine in den Star Wars-Himmel schicken. Bei den Jedi-Waffen tritt ein schön gemachter Matrix-Zeitlupeneffekt ein. Wenn die Situation ganz prekär ist, dann kommt auch mal ein rasender Falke zur Hilfe, in den sonstigen Angry Birds-Spielen ist es ein Adler. Gelingt es dem Spieler nicht, die Schweine zu dezimieren, ist der Level verloren und ein schweinischer Darth Vader lacht den Spieler aus.

Darth Vader - das Schwein - lacht mich aus

Darth Vader – das Schwein – lacht mich aus

Insgesamt gibt es je 40 Levels auf Lukes Heimatplaneten Tatooine und auf dem Todesstern. Wie Hersteller Rovio verlauten ließ, soll ein Update mit 15 Level auf dem Eisplaneten Hoth folgen, aber so weit bin ich noch nicht. Zudem gibt es 11 Bonuslevel mit R2D2 und C3-PO sowie kostenpflichtige Level unter dem Motto Path of the Jedi. Hier soll wohl die Ausbildung von Luke durch Yoda auf dem Sumpfplaneten Dagobah nachgespielt werden – soweit bin ich aber auch noch nicht. Zwischen den Episoden gibt es nette Comics, die die Star Wars-Geschichte nacherzählen.

Star Wars als Comic in Angry Birds-Manier

Star Wars als Comic in Angry Birds-Manier

Als Star Wars-Fan der ersten Stunde musste ich das Spiel einfach haben. Es versüßt mir die Fahrt im ICE zu meinen Vorträgen. Ich muss zugeben, es hebt meine Stimmung, wenn ich den typischen Star Wars-Sound beim Start des Spiels höre. Auch die kleinen Details erfreuen das Fanherz.

Level mit Erfolg geschafft

Level mit Erfolg geschafft

Zusammenbau des neuen Lego Star Wars Set 10225 R2-D2

27. Juni 2012

Genau 5 Stunden und 23 Minuten hat es gedauert, bis die Familie den neuen Lego-Roboter R2-D2 zusammengebaut hatte. Über den Service des Lego-Shops beim Kauf des neuen Familienmitglieds habe ich in meinem Blog bereits berichtet.

Nun ging es an den Zusammenbau, der einen halben Tag in Anspruch nahm. Mit 2127 Teilen ist der Lego Star Wars Set 10225 R2-D2 zusammengebaut 31 cm hoch und 18 cm breit. Leider war Lego in meinen Modell etwas schlampig und es waren wichtige Teile nicht im Set dabei. Aber als kluger Lego-Fan greift man in seine Wühlkiste und improvisiert. Ich hoffe, dass dieses Manko nur bei der ersten Charge des Lego-Roboters auftrat.

Das zweite Teil hat gefehlt - schade.

Das zweite Teil hat gefehlt – schade.

Der Bau selbst verlief völlig reibungslos und war wieder ein Familienereignis. Die Teile waren in nummerieren Tüten geliefert und die Bauanleitungen waren dreigeteilt, so dass auch die jüngsten Familienmitglieder motiviert waren, noch eine Bauanleitung fertig zu stellen. Hier hat Lego gegenüber früheren Star Wars Collector Modellen wie dem tar Wars Lego Set 10030 Star Destroyer oder dem Star Wars Lego Set 10179 Millenium Falcon dazu gelernt. Deren Anleitungen sind fette Bücher und die Teile waren alle mehreren Beuteln. Da gibt der Familiennachwuchs schnell demotiviert auf.

Was mir sehr gut gefällt, ist die Detailtreue des Roboters. Die baubare Lego-Version des R2-D2 hat ein einklappbares drittes Bein und einen drehbaren Kopf. Hinter den Frontplatten verbergen sich ein universaler Computer-Interface-Arm sowie eine Kreissäge. Zusätzlich verfügt der kleine Klon des R2-D2 über zwei ausklappbare Verbindungskontrollarme für Raumschiffe. Das Set enthält zusätzlich ein Infoschild sowie eine LEGO Minifigur des Roboters. Als früher Besteller im Online-Lego-Shops habe ich zudem ein limitiertes Posters erhalten.

Fertiges Lego Star Wars Set 10225 R2-D2

Fertiges Lego Star Wars Set 10225 R2-D2

Enttäuschend: Sonderausstellung „Schaufenster Robotik“ im Deutschen Museum

8. Februar 2010
Um es klar vorweg zu sagen: Ich bin enttäuscht von der Sonderausstellung „Schaufenster Robotik“, die noch bis 2011 im Zentrum Neue Technologien des Deutschen Museums München läuft. Bei dieser Sonderausstellung handelt es sich um einen Raum mit ein paar interessanten Exponaten, aber lieblos präsentiert und voller Lücken.
Ich bin ein Fan des Deutschen Museums und unsere Familie ist auch Fördermitglied, weil ich es für wichtig und richtig halte, Wissenschafts- und Technikgeschichte der breiten Masse zugänglich zu machen. Die Technikfeindlichkeit in diesem Land ist zu groß.
Aber diese Sonderausstellung ist hingeschludert. Die Geschichte der Robotor reicht lange zurück, bis ins 16. Jahrhundert. Gerne wird Rabbi Löw und sein Golem als eine der Geburtsstunden der Robotik genannt. Hier hätte das Museum ein paar schöne Aushangfotos oder Filme anbringen können, aber nichts. Es gibt eine Tafel und das war es auch schon. Ach ja Filme: Es gibt Klassiker des SF-Films, bei denen Roboter eine tragende Rolle spielen: Jeder kennt R2D2 oder C3PO, aber auch „Robocop“, Sonny aus „I Robot“, GoRT vom „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ oder die Klassiker Robby aus „Alarm im Weltall“ oder Colossus aus dem gleichnamigen Film oder sondern WOPR aus „War Games“.
Künstliche Wesen haben die Fantasie der Menschen von alters her beflügelt. In den 1960er-Jahren wurden die Vorstellungen über Roboter in Form des Industrieroboters erstmals realisiert. In der Industrie übernahmen sie schwere oder gesundheitsschädliche Arbeiten. Als so genannte Jobkiller wurden sie aber auch zum Dreh- und Angelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion. Mittlerweile sind Roboter aus der industriellen Fertigung nicht mehr wegzudenken. Sie sind aber auch auf dem Vormarsch in nichtindustrielle Bereiche, wie in das Reinigungsgewerbe, die Medizin oder den Sicherheitsbereich. Zu den Einsatzmöglichkeiten im Büro, bei Kranken- und Altenpflege sowie in Haushalten wird intensiv geforscht. Das Deutsche Museum zeigt eine Auswahl von Robotern aus historischen und aktuellen Anwendungsbereichen, aber die Auswahl ist eher bescheiden.
Mir ist es unverständlich, dass im Kinderreich im Keller ein wunderbarer Industrieroboter Autos zusammenbaut und in der Roboterausstellung die meisten Exponate ausgeschaltet herumstehen. Ausnahme waren die Staubsaugrobbis von Kärcher. Ich vermisse leider die iRobots von Roomba. Ein Aibo von Sony lag in der Ecke und in der Vitrine standen ein paar Spielzeuge wie der aktuelle Dino von Pleo, eine schöne Robo-Katze von Yume Neko oder Wowwee-Toys.
Ich hätte so gerne den Fußballroboter Franz in Aktion gesehen, er von 2004 bis 2007 im Team der Uni Freiburg spielte und am Robocup teilnahm. Mehr Liebe, mehr Emotionen hätten dieser kleinen Sonderausstellung gut getan. Mir kommt es lieblos vor. Hier ist mehr drinnen und von einem Technikmuseum wie dem Deutschen Museum erwarte ich da deutlich mehr. Schade.