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Atari XP: Drei neue Spiele für das alte Atari 2600

17. November 2021

Ich bekenne: Ich bin ein Gamer – und zwar einer der speziellen Sorte. Natürlich zocke ich auf den Next Gen-Konsolen, aber ich liebe vor allem meine Retro-Consolen. Immer wieder habe ich über meine Liebe zum Atari 2600 geschrieben. Es war die erste Konsole in meinem Leben und das Teil nimmt einen besonderen nostalgischen Platz in meinem Herzen ein. So schlug das Gamer-Herzchen ein wenig schneller, als gestern bekannt wurde, dass drei neue Spiele für das Atari 2600 veröffentlicht werden sollen: Yars’ Return, Saboteur and Aquaventure.

Menschen schütteln den Kopf, wenn ich ihnen von meiner 8-Bit Vorliebe erzähle. Aber so ist es nun mal. Die drei Spiele kommen von Atari XP. Das ist ein Herausgeber von physischen Sammelspielen und widmet sich um nie erschienene und seltene Atari-Spielen aus den 1970er und 1980er Jahren. Die limitierten Versionen enthalten hochwertige Verpackungen und Extras, die Sammler und Fans der Titel begeistern werden.
Bei Yars’ Return, Saboteur and Aquaventure handelt sich es um Games, die fertiggestellt wurden, aber nie eine offizielle Veröffentlichung erhielten oder nur in sehr begrenzten Mengen erschienen sind. Zudem vertreibt Spiele Atari XP, deren physische Datenträger extrem selten geworden und daher schwer zu finden sind.

Drei neue Spiele für das alte Atari 2600-System.

Der Name Atari XP ist eine Hommage an den Atari Program Exchange (APX), der in den 1970er und 1980er Jahren Software über einen Versandhauskatalog verkaufte. Der vierteljährlich erscheinende APX-Katalog hatte eine treue Anhängerschaft unter den Besitzern der 8-Bit-Heimcomputer von Atari.
APX ermutigte sowohl professionelle als auch Amateurprogrammierer, Software einzureichen, die für den kommerziellen Vertrieb in Frage kam, und förderte so eine Welle der Spiele- und Anwendungsentwicklung. Dieser Geist lebt in der Gemeinschaft der Retro-Hardware- und Homebrew-Entwickler weiter.

Alt und neu: Atari 2600 und Yars‘ Return.

Vor allem interessiere ich mich für Yars‘ Return. Den Vorgänger von 1982 habe ich bis zum Weißglut gezockt und spiele das Spiel noch immer gerne. Yars‘ Return ist die Fortsetzung des 1982 erschienenen Titels Yars‘ Revenge, des meistverkauften Originalspiels für den Atari 2600, wird zum ersten Mal auf Cartridge veröffentlicht.

Yars‘ Return übernimmt das Spielprinzip von Yar’s Revenge – angreifende außerirdische Insekten, die hinter einer Barriere auf mich schießen und regelmäßig über die Barriere rasen, um an am Verteidigungsschild zu knabbern – und erweitert es. Das Gameplay in Yars‘ Revenge war streng horizontal, die Feinde griffen von links an. In Yars‘ Return kommen die Feinde aus drei Richtungen auf mich zu, was das Gameplay abwechslungsreicher und interessanter macht. Yar’s Return wurde von Howard Scott Warshaw entwickelt und sollte 1983 veröffentlicht werden. Aber es kam nicht dazu.
Es erscheinen zwei Versionen: Die Standard-Version und eine auf 1983 limitierte Sammlerversion mit Merch. Jetzt könnt ihr raten, welche Version ich bestellen werde.

May the 4th: Meine beiden liebsten Star Wars Spiele

4. Mai 2021

Zum heutigen Feiertag may the 4th präsentiere ich meine beiden liebsten Star Wars-Spiele. Sind es die besten? Nein, sicherlich nicht, aber es sind die Spiele, die mich am meisten aus der Reihe geprägt haben. Es handelt sich um Rebel Assault von 1993 und The Empire Strikes Back von 1982.

Rebel Assault von 1993
Star Wars war der Grund, warum ich mir 1993 ein CD-Rom-Laufwerk für meinen Mac kaufen musste. Ja, kaufen musste, denn Lucas Arts brachte das Spiel Rebel Assault für Mac/Windows auf den Markt und für mich als Star Wars-Fan war das Spiel ein absolutes Muss.
Ich wusste nicht, dass LucasArts damals kurz vor der Pleite stand, aber Rebel Assault brachte wohl die Wende. Das Spiel sorgte für den rasenden Abverkauf von CD-Rom-Laufwerken und brachte eine ganze Industrie ins Rollen.

Die Grafik von Rebel Assault war überwältigend und ich hatte damals einen leistungsschwachen LC II und einen Performa. Also investierte ich nicht nur in ein CD-Laufwerk.

Das Spiel gab es nur auf CD und so musste ich eine finanzstarke Investition eines CD-Rom-Laufwerk mit SCSI-Schnittstelle tätigen. Das Spiel war der Hammer, zumindest damals. Es gab Filmszenen meiner Helden. Ich war ein junger Rebellenpilot und musste die Einsätze meistern, die an Teil 4 von Star Wars angelegt waren. Damals gab es keine Open World Maps und so war Rebel Assault ein klassischer Rail Shooter. Die Bewegungsfreiheit meines Piloten waren eingeschränkt und ich musste den berechneten Sequenzen folgen. Die hatten es aber in sich, zumindest für die damalige Zeit. Obwohl im Grunde das Spiel nach einer Stunde durchgespielt war, hat es mich geprägt. So mussten Spiele sein. Irgendwann bekam ich eine Kopie von Cheat-Codes und die ganze Sache ging lockerer ohne den Spielspaß zu verlieren. Leider habe ich keinen alten Mac mehr im Einsatz. Sie stehen in meinem persönlichen Museum und so kann ich Rebel Assault heute nicht mehr spielen.

The Empire Strikes Back von 1982
Ich habe meine Eltern genervt: ich wollte das Spiel für meinen Atari 2600 haben, unbedingt. Als jugendlicher Rotzlöffel half ich im Haushalt mit, brachte den Müll raus, wusch mit meinen Papa sein Auto und machte trotz Pubertät auf guten Sohn. Und so erhielt ich die silberne Packung von Parker eines Tages in den Händen und verschwand für Tage in mein Kinderzimmer. Ich war Luke und trat gegen die ATAT an, Stunde um Stunde. Die 8-Bit-Grafik von Hoth war gewaltig. Mein Snowspeeder ballerte auf die Karawane von ATAT, die sich natürlich wehrten. Die Taktik war, den vordersten ATAT soweit zu schrottreif zu schießen, dass er langsamer wird und ich die anderen Läufer aufs Korn neben konnte. Wichtig war, dass man den Kopf des Kampfläufers ins Visier nahm und los ballerte. Die Schüsse auf die Beine waren wirkungslos. Und den doofen Smart Bombs musste ausgewichen werden, was gar nicht so leicht war. Guter Plan, der nicht immer gelang und mich Stunde um Stunde, Tage um Tage fesselte. Noch heute spiele ich The Empire Strikes Back auf meinen Atari 2600.

Buchtipp: Vault of Frankenstein von Paul Ruditis

15. August 2020

Das Thema Frankenstein ist im Zeitalter von Robotik und KI höchst aktuell. Das künstliche Wesen mit eigenem Bewusstsein fasziniert die Menschen und wurde wieder und wieder interpretiert. Mir läuft es noch immer kalt den Rücken herunter, was vor 200 Jahren erdacht wurde – welche enorme künstlerische Leistung. Nachdem sich der Roman Frankenstein im vergangenen Jahr seinen 200. Geburtstag hatte, bestellte ich mir bei Forebidden Planets in London das Buch Vault of Frankenstein.
Dabei handelt es sich nicht nur um ein Filmbuch, sondern Autor Paul Ruditis näherte sich den Frankenstein-Mythos auf unterschiedliche Weise aus verschiedenen Richtungen. Natürlich stand Mary Shelley und ihre Figur am Anfang des Buches, zusammen mit einer literarischen Werkschau und das Zustandekommens des Romans über den modernen Prometeus.
Am Umfangreichsten im Coffeetable-Buch sind die Frankenstein-Filme. Der erste Frankenstein war für mich Thomas Edisons Stummfilmversion. Die Spezialeffekte wirken noch immer.
Der Klassiker ist bei Universal und Boris Karloff zu finden, dann geht es weiter über die britischen Hammer-Filme und greift schließlich ein paar exotische Verfilmungen auf. Es endet mit Variationen des Themas durch beispielsweise Tim Burton.
Erinnerungen kommen beim Lesen des schön gestalteten Buches hoch: Wer erinnert sich noch an den Heuler Abbott und Costello treffen Frankenstein oder Black Frankenstein, der auch als Blackenstein kurz in den Kinos lief oder die zahlreichen TV-Verfilmungen?
Immer wieder begegnet uns in dem Buch der legendäre Carl Lämmle, der viel für den Universal-Horror getan hat indem er seinen Sohn freie Hand für neue Stoffe gab.
Große und weniger große Regisseure haben sich mit Frankenstein befasst: Mel Brooks von der komischen Seite, Kenneth Brannagh von der dramatischen Seite, Andy Warhol von der sexuellen Seite, Tim Burton von der Animationsseite.

Aber Frankenstein ist auch ein Symbol der Pop-Kultur geworden. Es gibt allerhand Merch, wie Masken, Spielzeug, Corn Flakes, Briefmarken, Comic-Hefte und mehr. Für das Atari 2600 gab es sogar mal ein Videospiel, das 1983 unter dem Titel Frankenstein’s Monster erschien.
Zum Abschluss gibt es auf der U3 des Buches einen Umschlag mit Filmposter, Theaterposter, Filmbild und vor allem ein Faksimile einer Seite von Mary Shelleys Frankenstein.

Formel 1: Modernes Videogame und Retro-Buch

18. Juli 2019

Formel 1 heute und damals

Formel 1 heute und damals

Mein Formel 1-Held war eindeutig Michael Schumacher. Der Held meiner Eltern war der unlängst verstorbene Nikki Lauda. Aber Formel 1 live anzusehen, ist nicht so mein Ding. Ich fahre die Rennboliden lieber selbst – virtuell selbstverständlich. Und da bietet es sich an, dass 2019 FIA FORMULA ONE WORLD CHAMPIONSHIP. F1 2019 auf der Playstation 4 und anderen Plattformen erschienen ist.
Das Spiel hat es in sich. Es enthält alle offiziellen Fahrer, Teams, Boliden und alle 21 Strecken der Saison 2019, sowie erstmals auch den Start in der F2. Die Veröffentlichung war noch vor der Sommerpause und vor dem Großen Preis von Österreich und Deutschland. Mir wurde das Spiel von der beauftragten Agentur zur Verfügung gestellt. Die echte Formel-1-Weltmeisterschaft 2019 ist die 70. Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie begann am 17. März im australischen Melbourne und endet am 1. Dezember auf der Yas-Insel vor Abu Dhabi.

Dieses Mal legten die Entwickler beim Videospiel auf realistische Grafik und fetten authentischen Sound. Das Spiel lebt vom Realismus und macht dadurch einfach Spaß. Erstmals kann ich als Spieler meine Karriere in der F2 mit der kompletten Saison 2018 beginnen und die bestehenden Rivalitäten mit in die F1-Meisterschaft nehmen. So kann ich als Fahrer zum Beispiel Fahrern wie George Russel, Lando Norris und Alexander Albon wählen. Der F2-Content wird als kostenloses, digitales Update im Laufe der Saison verfügbar sein.
K1 und ich haben das Spiel genossen und Runde um Runde gedreht. Als Kontrastprogramm zur Grafikhammer auf PS4 gab es ab und zu Runden bei Pole Position auf dem Atari 2600. Als Retrogamer müssen wir uns immer wieder bewusst machen, wo wir herkommen. Auf jeden Fall ist für uns 2019 FIA FORMULA ONE WORLD CHAMPIONSHIP das aktuell beste Rennspiel – wenn noch eine VR-Update für die Sony VR kommen würde, wäre alles perfekt.

Tolle Aufnahmen aus vergangenen Zeiten in The Golden Age of Formula 1

Tolle Aufnahmen aus vergangenen Zeiten in The Golden Age of Formula 1

Ach ja Retro: Während K1 und ich abwechselnd 2019 FIA FORMULA ONE WORLD CHAMPIONSHIP spielen, blättern wir in einem unheimlich schönen Buch The Golden Age of Formula 1von Rainer W. Schlegelmilch. Schöne Fotos aus der alten Zeit, die so nie wieder kommt. Rainer W. Schlegelmilch ist seit 1962 Motorsportfotograf. Er hat sämtliche Größen des Renngeschäfts fotografiert und mit seinem unverwechselbaren Stil die ganze Dramatik des actionreichen Sports eingefangen. Das Vorwort schrieb Sir Jackie Stewart. Er ging dabei auf die veränderte Technik der Formel 1 und Fotografie ein. Beides hat sich dramatisch verbessert: Die Autos wurden besser (und sicherer), die Kameras leisteten mehr. Und so ist es für mich das Buch eine Zeitreise in eine Rennzeit, die ich nie erlebt habe. Gibt es eigentlich ein Videospiel, das das Goldene Zeitalter der Formel 1 abbildet.

Warten auf Star Wars Jedi: Fallen Order

17. April 2019

Nachdem ich für meinen Kunden, das Scala-Kino in Fürstenfeldbruck, zweimal ausführlich in deren Blog zum Star Wars-Teaser Star Wars IX – The Rise of Skywalker geäußert habe, steht nun das nächste Star Wars-Spiel in den Startlöchern. Am 15. November 2019 kommt Star Wars Jedi: Fallen Order in den Handel.

Foto: EA

Auf der Star Wars Celebration in Chicago gab es erste Meldungen dazu. Respawn Entertainment, ein Studio von Electronic Arts, bringt das Third-Person-Action-Adventure auf den Markt. Die Story ist kurz nach den Ereignissen von Star Wars: Die Rache der Sith und dem Fall der Jedi angesiedelt.
Als Star Wars-Fan spiele ich einen jungen Padawan namens Cal Kestis, der von Cameron Monaghan (Shameless, Gotham) verkörpert wird. Er hat Order 66 überlebt. Spieler müssen die Fragmente seiner Vergangenheit nutzen, um seine Ausbildung abzuschließen und die Kunst des Lichtschwertes zu meistern – und gleichzeitig dem Imperium und seinen Inquisitoren einen Schritt voraus sein. Also ich spiele einen Jedi. Dabei finde ich persönlich die dunkle Seite der Macht viel reizvoller, aber so ist es nun mal.
Wie der Trailer zeigt, wird in dem Spiel viel Wert auf Lichtschwert-Duelle und Machtspielchen gelegt. Eigentlich liegen mir Raumschlachten viel mehr, aber ich will das Spiel nicht madig machen, bevor ich es selbst gespielt habe. Ein Besuch auf der Gamescom ist eingeplant und ich hoffe, dass es bis dahin etwas zu spielen und nicht nur zu schauen gibt.
Ich stehe den Spielen aus dem Star Wars-Universum zwiespältig gegenüber. Mein Lieblingsspiel war The Empire strikes back für den Atari 2600. Nächtlang schoss ich die ATAT mit meinem Snowspeeder in Grund und Boden. Jedi Arena für den Atari 2600 war eher schwach, daher wohl meine Abneigung gegen Lichtschwerter. Der Grund, warum ich mir vor gefühlten 100 Jahren im frühen Silikon-Zeitalter ein CD-ROM-Laufwerk für den Mac gekauft habe, war das Star Wars Spiel Rebel Assault von 1993. Das Ding hat Spaß gemacht. Dann kamen verschiedene Spiele für den Games Cube mit unterschiedlicher Qualität. Dann PSP und PS3 und PS4. Die Lego Star Wars Spiele hatten der Familie viel Freude bereitet.

Und nun stellen wir uns auf Star Wars Jedi: Fallen Order. Die Vorbestellung ist bereits jetzt möglich. Die PR-Maschinerie läuft jetzt an, genau richtig zur Teaser von Star Wars IX. „Viele Star Wars-Fans, darunter auch wir selbst, sind sehr an den dunklen Zeiten interessiert, und deshalb wollten wir uns auch mit dieser geheimnisvollen, gefährlichen Epoche beschäftigen“, erläutert Stig Asmussen, Game Director bei Respawn Entertainment. „Das Team von Lucasfilm hat großartig mit uns zusammengearbeitet und geholfen, diesen Teil der Chronik, als das Imperium am Gipfel seiner Macht ist und die verbleibenden Jedi untergetaucht sind, zu erforschen und weiterzuentwickeln. Mit diesem Hintergrund haben wir ein Spiel geschaffen, dessen Nahkampf mit Lichtschwert und Macht-Fähigkeiten intensiv und spaßig ist und jedem ermöglicht, seine Jedi-Fantasien auszuleben.”

„Als Respawn mit der Idee für das Spiel an uns herangetreten ist, haben wir sie sofort unterstützt. Ein Story-basierter Singleplayer-Titel im Star Wars-Universum war genau das, was wir suchten, und wir wissen, dass auch die Fans sich so etwas gewünscht haben“, sagt Steve Blank, Director Franchise Content & Strategy bei Lucasfilm. „Die Konzentration auf Cal, der nach Order 66 wieder in die Fußstapfen eines Jedi tritt, eröffnet zahlreiche Gameplay-Möglichkeiten und interessante Story-Varianten für diesen neuen Charakter und seine Hintergrundgeschichte.“
Genug des Marketing-Geredes. Wir wollen in den nächsten Monaten Fakten und Gamesplay sehen. Ich bin auf Star Wars Jedi: Fallen Order gespannt.

Ich bin Retrogamer – und war im Fernsehen

10. September 2018

Das Bayerische Fernsehen drehte einen Beitrag über mich zum Thema Retrogames.

Das Bayerische Fernsehen drehte einen Beitrag über mich zum Thema Retrogames.

Hui, das Bayerische Fernsehen war bei mir zu Hause und ich war dann im Fernsehen. Nicht, weil ich so berühmt bin, sondern weil ich ein interessantes Hobby habe: Retrogames.
Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich die alten Videospiele meiner Jugend liebe. In erster Linie ist es die Atari 2600-Videokonsole aus dem Jahr 1977 und die Hunderten von Spiele von damals. Der 8 Bit-Sound und die Pixelgrafik fasziniert mich und erinnert mich an meine Jugend. In den Spielen werden tolle Geschichten erzählt, die sich dann in meinem Kopf abspielten.
Diese Blogposts in meinem Blog haben nicht nur meine Follower gelesen, sondern auch eine Reporterin vom Bayerischen Fernsehen. Die Dame nahm telefonisch Kontakt mit mir auf und bat um Infos zum Thema alte Videospiele. Hab ich gerne der Kollegin gegeben und wir kamen tiefer ins Gespräch. Irgendwann wurde ich von der BR-Kollegin gefragt, ob sie mit ihrem Team einen Beitrag über mich und mein Hobby machen dürfe. Der Beitrag soll in der BR-Sendung „Aus Schwaben aus Altbayern“ erscheinen.
Klar bin ich dazu bereit. Zum einen kann es Werbung für meine Person sein (das freut mein Unternehmerherz) und zum anderen kann ich auf den Verein VideoSpielKultur (VSK) hinweisen, bei dem ich Mitglied bin. VSK führt verschiedene Veranstaltungen durch, die sich mit Videospiele als Kulturgut beschäftigt.

In Absprache mit dem Verein lud ich das BR-Team zu den Veranstaltungen von VSK nach München ins Werk 1 ein. Dort gibt es zweimal im Monat Spieleabende. Jung und alt und Gamer mit unterschiedlichem Interesse kommen zusammen, um gemeinsam zu zocken. Ab und zu bin ich dort mit K1 und wir spielen. Die Termine werden in der Facebook-Gruppe des Vereins bekanntgeben. Also kam ein Kameramann, ein Kameraassistent und die besagte Reporterin zu dem Termin und wir drehten einen Beitrag. Es wurden schöne Bilder gedreht, Interviews mit Spielern und VSK-Verantwortlichen geführt. Ich musste auch ein wenig schauspielerisch tätig werden und laufen, posen, cool schauen – hat alles viel Spaß gemacht.

Dann kam es zu einem zweiten Drehtermin bei mir zu Hause. Ich zeigte meine Gamer-Klamotten, meine Retro-Konsolen, einen Acrade-Automaten und viel Merch. Die Sache war ganz schön anstrengend. Leider wurden die Aufnahmen aus dem Drehtag bei mir zu Hause nicht in dem Beitrag verwendet. Warum, weiß ich nicht.
Mir war es wichtig, meine Botschaft im Fernsehen an den Mann und die Frau zu bringen: Retrogames machen Spaß, ein Kulturgut und sind ein tolles Hobby. Es gibt nicht nur Spiele, sondern auch Filme, Bücher, Musik, Klamotten und mehr zum Thema.

Tja und dann kam der große Tag. In der Woche der gamescom 2018 in Köln war der Ausstrahlungstermin. Die ganze Familie saß vor der Glotze und wir schauten die Sendung „Aus Schwaben und Altbayern“ an – gefühlt habe ich die Sendung vor 100 Jahren das letzte Mal angeschaut. K1/2 waren sichtlich nervös: Der Papa im Fernsehen und hoffentlich ist es nicht peinlich. Aber ich macht mich nicht zum Deppen. Hier ist übrigens der TV-Beitrag:

Kurz nach der Sendungen kamen Mails und Nachrichten. Ein paar Leute gratulierten. Am nächsten Tag wurde meine Frau angesprochen, dass ihr Mann im Fernsehen gewesen sei. Vielen Dank für die guten Wünsche. Auch meine Eltern waren stolz auf ihren Sohn, schließlich hatten sie mir damals das Atari 2600 gekauft.
Was ist mir klargeworden: Mein Atari 2600 gehört nicht mehr nur ins Arbeitszimmer, sondern ins Wohnzimmer. Dann will ich mich bei VideoSpielKultur mehr engagieren und auch mehr Vorträge für diesen Themenbereich anbieten.

Filmkritik: Ready Player One von Steven Spielberg

22. April 2018

Ready Player One - ein wirklicher Gewinn.

Ready Player One – ein wirklicher Gewinn.

Tausendsassa Steven Spielberg kann es einfach, er kann es wirklich. Der Mann ist ein absoluter Gewinn für die Kreativszene und lieferte in kurzer Folge zwei hervorragende Filme ab, die unterschiedlich nicht sein könnten: Die Verlegerin und Ready Player One. Über Die Verlegerin werde ich noch bloggen.
Mit Ready Player One knüpft Spielberg für mich persönlich an seinen Science Fiction Film A.I. – Künstliche Intelligenz von 2001 an. Dieser Film sollte ursprünglich von Meisterregisseur Stanley Kubrick verfilmt werden. Kubrick war die Tricktechnik zu kompliziert und übergab das Material an Spielberg. Leider verstarb Kubrick anschließend viel zu früh. Spielberg drehte A.I. in Gedenken an Kubrick. Und mit Ready Player One verneigt sich Steven Spielberg nochmals ganz tief vor dem großen Meister Kubrick. Spielberg schrieb in seinen außergewöhnlichen Film Reader Player One eine Hommage an Kubricks Horrorklassiker The Shining von 1980 hinein. Als im Film der Schriftzug des VR-Kinos The Overlook erschien, war ich als Kubrick-Fan gerührt. Und was Spielberg dann an ein Feuerwerk an Variationen von Shining samt Musik, Beleuchtung, Kameraarbeit, Dekors und Atmosphäre in Szene setzte, ließ mir das Herz aufgehen. Es war schlichtweg genial und zeigt, wie wichtig Kubrick noch heute für Steven Spielberg und sein Schaffen ist. Das war wirklich großartig und lohnt allein schon deswegen den Besuch des Films.
Der Film Ready Player One ist ebenso ein Festival für die Augen und nachdem ich den Roman Ready Player Onevon ‎Ernest Cline‎ verschlungen hatte, war ich gespannt auf die Verfilmung. Der Trailer hinterließ bei mir gemischte Gefühle, der spätere Kinofilm nicht. Der Zuschauer muss die Augen und Ohren ganz weit aufmachen, um die Anspielungen der Popkultur der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts aufzunehmen. So viele Sinneseindrücke prasseln auf den Zuschauer ein. Vieles wird erst beim zweiten, dritten, vierten oder fünften Mal ansehen erst deutlich. Ich freue mich auf das Erscheinen der Blu ray. Dann werde ich als Retrogamer und Kind der achtziger Jahre den Film Szene für Szene durchgehen und mich erfreuen. Es sind die schier unzähligen Details, die den Film für mich zu einem Gesamterlebnis machen. Die später Geborenen können den Film anschauen und sich erfreuen, richtig genießen kann jedoch nur, wer diese Zeit der Popkultur bewusst erlebt und gelebt hat.
Wer den Blog kennt, weiß, dass ich mein Atari 2600 und die Spiele dafür liebe. Wer Atari spielte, der spielte irgendwann auch mal 1979/80 Adventure. Das Spiel war das erste Action-Adventure, und gilt auch als das erste Spiel welches ein Easter Egg enthielt. Damit ist eigentlich schon alles für Ready Player One gesagt, es geht um die Jagd nach Ostereier. Ich habe stundenlang als Kind das Labyrinth von Adventure durchstreift. In der Schule diskutierten wir über das verborgene Easter Egg bei dem Entwickler Warren Robinett seinen Namen hinterließ. Die entsprechende Szene im Film löste bei mir hohe Emotionen aus.
Die Hunderte von Hinweisen und Anspielungen in Ready Player One will ich gar nicht alle aufzählen. Es gibt Zitate aus Filmen, Spielen, Musik, Autos, Serien und vieles mehr. Vielleicht nur ein Beispiel: Nehmen wir die Fahrzeuge: Gleich zu Beginn des Film kommt bei einer Spielbergschen Autojagd verschiedene Fahrzeuge zum Einsatz wie der DeLorean aus Zurück in die Zukunft, das Batmobil von 1966 aus der Serie mit Adam West, der GMC Vandura aus das A-Team, das Lightcycle aus Tron und – für mich der absolute Hammer: Das Motorrad aus Akira, der erste Animie, den ich im Kino sah. Katsuhiro Otomo schuf dieses Bike und als Kind wollte ich diesen roten Flitzer haben. Und das alles bricht in den ersten Minuten über mich herein zusammen mit T-Rex und King Kong.

Die Firma Tentlian in einer Ecke einen Demostand aufgebaut.

Die Firma Tentlian in einer Ecke einen Demostand aufgebaut.

Eine Bemerkung noch zum Thema VR. Ich schaute mir den Film in meinem Lieblingskino Scala in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck an. Dort hatten die Kinobetreiber zusammen mit der örtlichen IT-Firma Tentelian in einer Ecke einen Demostand aufgebaut. Dort konnten Kinobesucher VR-Brillen im Spiel ausprobieren und sich so dem interessanten Thema VR nähern, ohne irgendwelche IT-Veranstaltungen zu besuchen. Großes Lob an Lars Suhrmann von Tentlian, der so spielerisch innovative Technik im Kino unter die Bevölkerung bringt. Auch das ist ein Beitrag zur Medienkompetenz.

Computerspiele als Kulturgut #KultBlick

11. Oktober 2017

Pac Man auf so einem Joystick - da bekommt das Wort eine interessante Bedeutung.

Pac Man auf so einem Joystick – da bekommt das Wort eine interessante Bedeutung.

Als Retro-Fan liebe ich alte Rechner und alte Spielkonsolen. Alte Technik ist Kulturgeschichte und daher freue ich mich, bei der Blogparade des Archäologischen Museum Hamburg #KultBlick mitzumachen. Bei einem Besuch in Berlin habe ich mich auf eine Zeitreise begeben und das Computerspielemuseum besucht.

„Die Geschichte der Computerspiele wird hier lebendig“, hieß es in einem Flyer des Museums, das fünf Minuten vom Alexanderplatz entfernt liegt. 2017 hat das Museum den Sonderpreis der Jury des Deutschen Computerspielpreises erhalten, was mich noch mehr neugierig machte. Ziel des Deutschen Computerspielpreises ist die Förderung des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Bereich der Entwicklung digitaler Spiele und interaktiver Unterhaltungssoftware. Naja, ob ein Museum den Wirtschaftsstandort fördert, müssen andere entscheiden. Ich war einfach interessiert daran und wollte meine Pixelhelden aus den alten Zeiten treffen. Hier der Rundgang als 360 Grad Video.

Ein Museum für Computerspiele – wie geil ist das denn?
Das Computerspielemuseum Berlin wurde im Jahr 1997 gegründet. In den Jahren von 1997 bis 2000 besaß es eine dauerhafte Ausstellung in Berlin. Danach trat es nur noch online auf. Seit dem 21. Januar 2011 ist das Museum mit einer neuen Ausstellung im ehemaligen Café Warschau in der Karl-Marx-Allee präsent. Ich war über den repräsentativen Bau erstaunt und begeistert. Voller Vorfreude betrat ich die Räume. Die Sammlung des Computerspielemuseums ist Eigentum des Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit e.V., das neue Museum selbst wird von der Gameshouse GmbH betrieben.

Ich streifte durch die Ausstellung mit den zahlreichen Geräte hinter Glas. Als erstes stieß ich auf meine alten Gefährten: Commodore C64, Atari 2600, GameBoy oder Mac Classic. Auch ein Apple II mit Original Woz-Unterschrift war da. Zu jedem der Geräte könnte ich meine Geschichte erzählen, meine persönlichen Erinnerungen an das frühe Siliconzeitalter, als ich ein Fan der 8-Bit-Spiele war. Ich habe früher schon mal über meine Liebe zu den 8-Bit-Spielen geschrieben. Es ist enorm wichtig gewesen, dass ich mich für Computerspiele interessiert habe. Hier öffnete sich das Zeitalter der Digitalisierung. Als Teenager bekam ich von meinen Eltern meinen ersten HomeComputer geschenkt, es war ein Sinclair ZX 81. Ich schielte allerdings schon auf einen C64, weil meine Kumpels den Brotkasten auch hatten und ich mehr anstellen konnte als mit den ZX 81. Vor allem konnte ich Spiele zocken. In einem Einkaufszentrum entdeckten meine Eltern den C64, der zum Weihnachtsgeschäft 1985 reduziert wurde. Meine Eltern riefen mich über einen Fernsprecher zu Hause an und ich gab meine Weihnachtsbestellung auf. Aus Kostengründen bekam ich kein Diskettenlaufwerk, sondern eine Datasette.

Indizierte Kunst: River Raid
Spiele zockte ich auch auf dem Atari 2600 weiterhin – und im Computerspielemuseum stieß ich auf das schreckliche ET – der Außerirdische. Schlechtes, schlechtes Spiel, dessen Spielprinzip ich damals und heute nicht verstanden habe. Und ich entdeckte River Raid, das mir als Kind ziemlich Ärger einbrachte. Es ist Activision-Spiel, das 1984 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurde. Ich kaufte das Spiel normal im Handel (ohne 18 Jahre zu sein) und spielte es zu Hause. Mein Papa bekam mit, dass das Spiel als jugendgefährdend eingestuft war und stellte mich zur Rede. Am Ende zockten wir beide das Spiel vor dem heimischen Grundig-Fernseher und hatten unseren Spaß, mein Papa und ich. Im Computerspielemuseum hing die Begründung für die Indizierung aus. „Das Videospiel River Raid ist kriegsverherrlichend und -verharmlosend. Wie der Antragsteller zurecht hervorhebt, soll sich der Spieler in die Rolle eines kompromisslosen Kämpfers und Vernichters hineindenken. Das geht klar aus der Spielanleitung hervor. Scharfschützenqualitäten sind im Spiel gefordert. Der Abschuss eines gegnerischen Tankers, Hubschraubers, Treibstofflagers oder Jets bringen bis zu 100 Punkte, die Vernichtung einer gegnerischen Brücke 500. Die Anwendung kriegerischer Gewalt wird belohnt. Wer die meisten Ziele zerstört hat, bekommt die meisten Punkte.“ Selten so gelacht. Noch heute habe ich eine Originalverpackte Version von River Raid zu Hause und werde sie feierlich irgendwann entdecken.

River Raid - ein Hammerspiel

River Raid – ein Hammerspiel

Die Ausstellung im Computerspielemuseum ist interaktiv gestaltet – vom ersten Röhrenungetüm bis zur jüngsten Hightech-Konsole. Eindruck machte auf mich auch eine Spielhölle. Verschiedene Arcademaschinen standen herum und luden zum Zocken ein. Ich spielte mal wieder Frogger – oh Mann, was habe ich Frogger geliebt und viel Geld versenkt. Und dann war auch Asteroid. Schwarzweiß mit dröhnenderen Bass fasziniert mich das Spiel noch heute. Und ich habe noch immer Schwierigkeiten mit der Steuerung und rase mit Beschleunigung in einen Felsbrocken hinein. Game over.

Kommunikation mit dem Computer durch Joseph Weizenbaum
Als Jugendlicher beachtete ich Joseph Weizenbaum nicht und als heutiger Referent für IT-Themen war ich begeistert, in dem Berliner Museum auf Eliza von 1966 zu treffen. Eliza war Teil von Joseph Weizenbaums Forschung im Bereich Mensch-Maschine-Kommunikation. Seine Idee, den Computer ein Gespräch simulieren zu lassen, sorgte damals international für Aufsehend markiert einen wichtigen Wendepunkt im Verhältnis zu Computern. Heute sind Social Bots überall anzutreffen – Weizenbaum sah es 1966 mit Eliza voraus.

Eliza von Joseph Weizenbaum

Eliza von Joseph Weizenbaum

Künstler Chris Hülsbeck
Und dann immer wieder die Frage: Sind Spieleentwickler auch Künstler? Ohne Zweifel ja: Sie sind Künstler. So gibt es eine Ecke in Berlin in der Score für Computerspiele darstellt werden. Chris Hülsbeck mit seinem 1991 komponierten Turrican Soundtrack. Noch heute lebt Chris Hülsbeck von diesem Ruhm und ich werde ihn bald wieder treffen. Seine Turrican Anthology, eine komplette Neueinspielung, ist heute wegweisend. Turrican II war nicht nur ein zu seiner Zeit sehr erfolgreiches Spiel aus Deutschland, sondern auch eines der ersten, dessen Soundtrack schnell Kultstatus erreichte. Es ist Kultur pur. Entwickelt und komponiert hat ihn Chris Hülsbeck, der zusammen mit Jochen Hippel die sogenannte 7-Voice-Routine programmierte. So konnte der eigentlich nur vierstimmige Amiga-Computer siebenstimmig betrieben werden. Auch dem ursprünglichen nur dreistimmigen C64 entlockte Hülsbeck fünf Stimmen.

Buchkritik: Art of Atari Poster Collection von Tim Lapetino

10. Juli 2017

Das Buch und die Spiele - es hatte wunderbar werden können. Wurde es aber nicht: Art of Atari

Das Buch und die Spiele – es hatte wunderbar werden können. Wurde es aber nicht: Art of Atari

Ich liebe Retro-Games und ich liebe mein Atari 2600. Ich habe schon viel über meine Retro-Hobby geschrieben und war über das geniale Buch von Tim Lapetino schwer, schwer begeistert. Ausführlich habe ich darüber gebloggt. Nun sollten meine Wünsche wahr werden, denn es wurde unlängst ein Posterbuch mit den Motiven der alten Atari-Spiele veröffentlicht. Insgesamt 40 Prints enthält das Buch Art of Atari Poster Collection, die nur darauf warten gerahmt zu werden.

Nun, nach dem Auspacken stelle ich fest. Die Poster können lange warten von mir gerahmt zu werden. Die ganze Aktion war ein Griff ins Klo. Wie konnte man nur so etwas abliefern? Der Druck ist in Ordnung und die Papierqualität passt auch. Über die Auswahl der Motive lässt sich vortrefflich streiten, aber was mir wirklich auf den Geist geht: Die Bilder sind beschnitten und nicht vollformatig. Was soll das? Ich will keine Detailbilder, ich will das komplette Werk. Warum soll ich mir einen Ausschnitt eines Werkes an die Wand hängen, wenn ich das gesamte Werk haben möchte. Übertrieben: Ich mag die komplette Mona Lisa und nicht nur einen Ausschnitt ihres bezaubernden Lächelns.

Was hat Tim Lapetino nur geritten? In dieser Form ist die Postersammlung für mich als Retro-Gamer komplett unbrauchbar und ich bin wirklich enttäuscht. Das Buch hätte wirklich ein großartiger Beitrag für die Retro-Szene werden können, aber Pustekuchen. Andere Zielgruppen außer Retro-Gamer werden das Buch sowieso nicht kaufen und somit wurde dieses vorliegende Buch an mir als Kernzielgruppe vorbei produziert. Damit landet das Posterbuch jetzt im Archiv und kein Poster wird den Weg an die Wand finden – und das ist furchtbar schade. Also Chance vertan und ich geh jetzt schmollen.

Musiktipp: Turrican II – the orchestral Album von Chris Huelsbeck

10. April 2017

Meine Box trägt die Nummer 529.

Meine Box trägt die Nummer 529.

Als Retrogamer wandelt sich mein Sammlerinteresse. Zunächst war ich an den Spielen meiner Jugend interessiert – allen voran an den Spielen des Atari 2600. Ich mag die Konsole und ich mag die Spiele. Der Atari 2600 war mein Einstieg in die Welt der Videogames – oder Telespiele, wie es damals hieß. ES kam der C64 und viele andere Kisten folgten.
Je mehr ich mich mit dem Phänomen Videospiele beschäftigte, desto mehr kam auch eine andere Sammelleidenschaft zu Tage. Ich liebe Soundtracks und Scores zu Filmen. Nun kommen immer der Soundtracks zu Games dazu, die ich für ein wertvolles, aber leider unterschätztes Kulturgut halte. Wenn der Soundtrack nicht stimmt, stimmt das Feeling im Spiel nicht. Und wenn ich in Deutschland von Gamessoundtracks spreche, dann darf der Name Chris Huelsbeck nicht fehlen. Für mich ist Chris Huelsbeck einer der großen Männer der Soundtrackmusik. Er vertonte viele Spiele – aber vor allem vertonte er Turrican II. Über Kickstarter habe ich die große Kollektion des Soundtracks erworben und dieser Tage traf auch der Ergebnis der nächste Kickstarter-Kampagne ein: Turrican II – the orchestral Album.


Meine Box trägt die Nummer 529 der auf 1000 Kopien limitierten Box. Der Inhalt: Ein Doppelalbum auf Vinyl, eine CD und Artwork im LP-Format. Ich hoffe, Chris Huelsbeck einmal persönlich zu treffen, um ihm für sein Gesamtwerk zu danken und er muss ein Artwork unterschreiben. Auf der GamesCom im vergangenen Jahr habe ich ihn leider verpasst – vielleicht klappt es dieses Mal in Köln oder beim Deutschen Computerspielpreis in Berlin. Es wäre mir eine Ehre. Das Album Turrican II – the orchestral Album erschien zum 25. Geburtstag des Spiels auf dem Amiga. Zur Musik muss ich eigentlich nichts mehr schreiben. Turrican II ist ein Klassiker, die Musik dazu ebenso. Und die orchestrale Version ist wieder eine weitere Variation dieses Klassikers. Hören und Genießen – nicht mehr, nicht weniger.
Das Orchester auf diesem Album ist das Norrköping Symphony Orchestra und die Musik wurde Oktober/November 2016 aufgenommen und gemixt. Ich hatte bis dato noch nie etwas von dem Norrköping Symphony Orchestra aus Schweden gehört, gestehe aber auch zu, dass ich ein Banause bin. Es wurde 1912 gegründet und umfasst heute 81 Musiker.

Hier das Unboxing: