Archive for Juni 2014

Susan Swartz: Verbindung zwischen sakraler Kunst und moderner Kunst

30. Juni 2014

Wer in Salzburg ist, sollte sich spurten, die Ausstellung der US-Künstlerin Susan Swartz in der Kollegienkirche Salzburg zu sehen. Bis zum 4. Juli gibt es eine fabelhafte Verbindung zwischen sakraler Kirchenkunst und moderner Malerei. Susan Swartz lässt sich in ihrer Landschaftsmalerei von der Welt der Natur und ihrer Schnittstelle mit der Spiritualität inspirieren. Sie erkundet diese Verbindung mit beeindruckenden Farben in großen vielschichtigen abstrakten Gemälden. Zusammen mit Mitgliedern des PresseClub München besuchte ich die Ausstellung im frisch renovierten Gotteshaus. Organisiert wurde die Fahrt von Annette E. Diepenbrock von Deleguide.

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Für mich war es eine ungewöhnliche Kombination: sakrale Kirchenkunst und moderne Kunst – aber ich muss sagen, es passt zusammen. Ein Kirchenraum als Ausstellungsraum – für manche Besucher zu gewagt, ich finde es sehr interessaant. Sowohl im Ausstellungsraum, als auch im Kirchenraum geht bei mir der Blick nach innen. Hektik fällt ab und ich konzentriere mich auf Spiritualität.

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Susan Swartzs künstlerische Arbeit wurde in mehreren Einzelausstellungen gewürdigt: so beispielsweise 2011 im National Museum of Women in the Arts in Washington, D.C., 2010 im Springville Museum of Art in Springville, Utah und 2008 im Utah Museum of Fine Arts in Salt Lake City. Swartz ist mit ihren Arbeiten auch in den ständigen Sammlungen dieser Museen sowie im Olympischen Museum in Lausanne vertreten. Im Jahr 2002 wurde Swartz mit dem Utah Governor’s Mansion Award ausgezeichnet. Und 2005 wurden ihre Arbeiten neben denen von Künstlern der Wasatch Mountain School wie Maynard Dixon, Albert Bierstadt und Thomas Moran in Gibbs Smiths Sammelband Painters of the Wasatch Mountains veröffentlicht. Im selben Jahr erhielt sie den Ehrenpreis der Harvard Divinity School für ihr künstlerisches Schaffen, das eine Verbindung zwischen Kunst und Glauben herstellt. Bei den Olympischen Winterspielen von 2002 wurde Swartz zur offiziellen Landschaftsmalerin ernannt. Hier habe ich sie das erste Mal wahrgenommen.

Sie gilt als Aktivistin in der Kunstszene und das hat einen guten Grund: Ihr jahrzehntelanger Kampf gegen eine Quecksilbervergiftung und eine Lyme-Borreliose hat sie als Künstlerin und Bürgerin sehr verändert. Sie beteiligt sich aktiv an Umweltkampagnen gegen Wasser- und Luftverschmutzung. Ebenso unterstützt sie die Vision und Produktion von Dokumentarfilmen durch Impact Partners, eine Filmfördergesellschaft, der sie als Gründungsmitglied angehört. Impact Partners wollen soziale und ökologische Ungerechtigkeit aufzeigen; mit einem ihrer Filme gewannen sie den Oskar für den besten Dokumentarfilm, drei weitere wurden für den Oskar nominiert, von denen einer auf dem Sundance Film Festival ausgezeichnet wurde.

Von Mai bis 4. Juli 2014 wird Swartz die erste Künstlerin sein, der eine Ausstellung in der gerade restaurierten barocken Kollegienkirche in Salzburg gewidmet ist.

 

Songs zu einem Sommerabend 2014 – nur noch ein paar Tage

29. Juni 2014

Die Songs zu einem Sommerabend 2014 stehen vor der Tür. Nur noch ein paar Tage und auf der Wiese vor Kloster Banz findet am 4./5./6. Juli wieder das beliebte Liedermacher-Festival statt, dieses Mal sogar einen Tag länger und mit zweiter Tribüne. Die fünfte Jahreszeit in Banz bietet Fans der handgemachten Musik dieses Jahr wieder Stars pur und das Programm verspricht lange Nächte auf der Wiese.

Zusammen mit meiner Frau darf dieses Jahr die Veranstaltung wieder dokumentieren. Kameras und Objektive sind gereinigt, Akkus aufgeladen und Speicherkarten formatiert. Die Songs zu einem Sommerabend bedeuten für mich große Freude und zugleich großer Stress. Vor einiger Zeit habe ich mir die Festivalwiese schon mal angeschaut und ein kleines Video gedreht.

Bei meinem jüngsten Besuch im Bildungszentrum der Hanns Seidel Stiftung sprach ich zudem mit dem Leiter des Bildungszentrums, Michael Möslein. Sein Team arbeitet hinter den Kulissen, dass die Songs reibungslos ablaufen. Viele gute Geister sind tätig. Kloster Banz bietet die Unterkunft für Künstler und Techniker und alle arbeiten Hand in Hand. Zudem muss die politische Prominenz betreut werden, die sich zu den Songs immer ankündigen. Ich habe mit Michael Möslein ein kleines Gespräch über die Vorbereitungen geführt.

Dieses Jahr erfüllt sich der Traum jedes Liedermacher-Fans. Über das angekündigte Trio Reinhard Mey, Hannes Wader und Konstantin Wecker braucht man kein Wort mehr verlieren. Sie sind alle persönlich mit den Songs verbunden und ich freue mich narrisch auf die Soloauftritte und gemeinsamen Lieder. Zu meiner Freude ist auch Klaus Hoffmann mit von der Partie, den man in der Szene nicht vorstellen muss.

Klaus Hoffmann und Reinhard Mey im Duett. Foto: Lange

Klaus Hoffmann und Reinhard Mey im Duett. Foto: Lange

Power pur: Konstantin Wecker Foto: Lange

Power pur: Konstantin Wecker Foto: Lange

Im Grunde reichen diese Künstler aus, um das ganze Festival alleine zu bestreiten und ein unvergesslichen Kunstgenuss wäre garantiert. Aber es haben sich weitere Künstler angekündigt. Hier zum Beispiel Anna Depenbusch, die schon 2013 das Publikum bezauberte. Bodo Wartke hat in Franken eine Art Heimspiel – dieses Mal zusammen mit Melanie Haupt.

Hinter den Kulissen: Konstantin Wecker, Dominik Plangger und Hannes Wader  Foto: Ortlieb

Hinter den Kulissen: Konstantin Wecker, Dominik Plangger und Hannes Wader Foto: Ortlieb

Die Songs sind natürlich eng mit der Hanns Seidel Stiftung verbunden, vor deren Kloster Banz das ganze Festival stattfindet. Auf der Bühne werden wieder vier Preisträger der Hanns Seidel Stiftung stehen: Martin Zingsheim, Cynthia Nickschas, Desiree Klaeukens und Simon & Jan. Zum ersten Mal zeichnet Ursula Männle, die neue Vorsitzende der HSS die Künstler aus. In der Vergangenheit hatten die Juroren immer ein glückliches Händchen und aus den Nachwuchskünstlern wurden Stars. Einer von ihnen ist mein persönlicher Favorit und eine Art Freund geworden: Dominik Plangger. Bei all den großen Stars der Szene freue ich mich persönlich über seinen Auftritt.

Konstantin Wecker und Matthias Brodowy. Foto: Lange

Konstantin Wecker und Matthias Brodowy. Foto: Lange

Moderiert wird der Abend von Matthias Brodowy. Auch mit ihm verbindet mich eine Art Freundschaft. Hoch professionell und charmant führt der Vertreter des gehobenen Blödsinns wieder durch das Programm und ich freue mich auf die Gespräche hinter der Bühne. Ähnlich wie 2013 werde ich nach dem Konzert meine Eindrücke niederschreiben. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf die Songs zu einem Sommerabend 2014.

Auf ihn freue ich mich besonders: Dominik Plangger. Foto: Ortlieb

Auf ihn freue ich mich besonders: Dominik Plangger. Foto: Ortlieb

 

Glenmorangie Lasanta – Gutes noch besser machen

28. Juni 2014
Thomas Gerlach, Karen Fullerton und Matthias J. Lange von redaktion42.

Thomas Gerlach, Karen Fullerton und Matthias J. Lange von redaktion42.

Kann man etwas Gutes noch besser machen? Ja, man kann. Dies schmecke ich am Beispiel des alten und neuen Glenmorangie Lasanta. Vor kurzem war ich zu einer exklusiven Whisky-Verköstigung nach Berlin in die Bar Lebensstern über dem Cafe Einstein geladen. Gebeten hatte Moet Hennessy Deutschland und so eine Gelegenheit darf ich mir als Freund der gepflegten schottischen Unterhaltung nicht entgehen lassen. Präsentiert wurde eine Neuauflage des Glenmorangie Lasanta.

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Mich erwartete die bezaubernde Schottin Karen Fullerton, ihres Zeichens Glenmorangie Global Ambassador. Vorab konnte ich die neue Kollektion von Glenmorangie probieren und ich muss sagen: Lecker, lecker, lecker.

Auch als Fan des eher herben Ardbegs gefiel mir dieser vergleichsweise mildere Whisky sehr gut. Dieser elegante aber vollmundige Whisky ist zehn Jahre lang in Ex-Bourbon-Fässern aus Amerikanischer Weißeiche gereift, bevor er weitere zwei Jahre lang in Oloroso-Sherry-Fässern aus Jerez in Spanien extra-gereift wurde.

Karen Fullerton erklärte mit Begeisterung: “Lasanta is Gälisch für Wärme und Leidenschaft, eine Erinnerung nicht nur an den spanischen Ursprung dieser Oloroso-Sherry-Fässer, sondern auch eine Anspielung auf die köstlich weiche Textur und das tiefe, verführerisch süße Aroma dieser Abfüllung.”

Wunderbares Ambiente in der Bar Lebensstern.

Wunderbares Ambiente in der Bar Lebensstern.

Um mehr über den Glenmorangie Lasanta zu erfahren, führte mein Kollege Thomas Gerlach und ich mehrere Videosinterviews mit Karen Fullerton. Sie erklärte uns zum einen wie Glenmorangie Lasanta richtig ausgesprochen wird, zum anderen was ich beim Genießen des Getränks verspüre.

Aroma: Warme Geschmäcker vermischen sich mit milden, mit Schokolade überzogenen Rosinen, Honigwabe und Karamel-Toffee.

Geschmack: Köstlich süße Sultaninen mit Sherry-Aroma, Orangenstücke, Walnüsse und Butterscotch treffen zusammen und erzeugen komplexe, warme Beigeschmäcker.

Abgang: Langer und befriedigender Abgang mit Gewürzorange und mit Schokolade überzogenenen Haselnüssen.

 

Star Wars: Messerblock in Form eines X-Wing-Fighters

27. Juni 2014

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Mitte August soll ein neues Star Wars-Merchandising-Produkt auf den Markt kommen, das mich als heimischer Küchenchef interessiert. Ein Messerblock in Form eines X-Wing. Mein Twitter-Kollege Jörg Helf hat mich darauf aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür.

Wir Star Wars-Fans können nun in der Küche auf traditionelle Messer setzen und müssen nicht immer unser Lichtschwert zum Zerteilen der Nahrung nutzen. Das Set umfasst fünf Messer:  Cook’s knife: 8″ (200mm), Bread knife: 8″ (198mm), Carving Knife: 9″ (225mm), Utility knife: 5″ (122mm) und Paring knife: 3.5″ (85mm). Insgesamt hat der Messerblock eine Länge von 34 Zentimeter, nimmt also relativ viel Raum in der Küche ein.

Genau das stellt mich vor ein Problem. Ich greife die Messer logischerweise mit dem Griff, also muss der Messerblock so gestellt werden. Aber richtig cool sieht der Messerblock in X-Wing-Form aber nur von vorne mit den Messerspitzen aus. Dumm – und einen Spiegel in der Küche für einen Messerblock will ich nicht montieren. Mal sehen, ob mir eine Lösung einfällt, die mich befriedigt. im Moment bin ich noch dabei, mein Star Wars-Kochbuch durchzukochen.

Geliefert wird der Messerblock ab August in einer Verpackung mit dem Logo von Star Wars IV, der bei uns unter Krieg der Sterne lief. Die Vorbestellungen werden jetzt schon entgegen genommen. Vor kurzem berichtete ich bereits über einen Salz- und Pfefferstreuer, der schon in die heimische Küche eingezogen ist. Ob der Messerblock nun folgt, muss die Macht im Hause entscheiden. Nett sieht er allerdings schon aus, oder?

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Tesla oder das wichigste Buch des Jahres: The Innovators Dilemma

26. Juni 2014

Das wichtigste Buch, das in den vergangenen Monaten gelesen habe, war für mich The Innovators Dilemma von Clayton M. Christensen. Es beschreibt, warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren. Es hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich glaube, dass wir am Beispiel von Tesla wieder in so einer Umbruchphase sind.

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Ich habe lange in Verlagen gearbeitet und wir haben Print immer weiter optimiert, Befragung um Befragung durchgeführt und hat es was genutzt? Kaum etwas – als Chefredakteur habe ich vor allem eingespart, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Online hat den Print-Verlagen mehr und mehr das Wasser abgegraben, aber wir hatten nicht die Manpower, um dem etwas entgegen zu stellen. Investitionen in Apps oder Online waren von den meisten Verlagen halbherzig. Solche Innovationen wurden nach außen gegeben, weil man es intern nicht mehr leisten kann.

Die Frage ist doch: Warum versagen großartige Unternehmen im Wettbewerb um Innovationen, obwohl sie alles richtig machen? Sie beobachten ihren Wettbewerb, befragen ihre Kunden oder verfügen über stattliche F&E-Budgets. Trotzdem verlieren sie ihre Marktführerschaft, sobald bahnbrechende Veränderungen bei Technologien oder Marktstrukturen auftreten. Als Beispiel werden in dem Buch Mobiltelefonie, Musikindustrie oder Verlage genannt, weil sie nur nach den vorherrschenden Managementmethoden handeln. Unternehmen mit ausgeprägtem Kundenfokus werden z.B. Schwierigkeiten haben, neue Produkte für neue Märkte oder Kunden zu finden. Überspitzt ausgedrückt: Fragten die Pferdestall-Betreiber ihre Pferdebesitzer, was sie sich wünschen, dann antworteten sie: Ein schnelleres Pferd. Auf ein Auto kam niemand.

Diese Firmen sind zu sehr damit beschäftigt, bestehende Kunden zu pflegen, die in der Regel von Innovationen nichts hören wollen. Autor Clayton M. Christensen gibt in diesem lesenwerten Buch ein paar Regeln für einen erfolgreichen Umgang mit bahnbrechenden Innovationen. Diese Regeln werden Managern helfen zu entscheiden, wann es sinnvoll ist, nicht auf bestehende Kunden zu hören, in weniger leistungsfähige Produkte mit geringen Margen zu investieren oder in noch kleine, aber wachstumsstarke Marktsegmente einzusteigen.

Ist Tesla, hier in Gatwick, eine disruptive Technologie?

Ist Tesla, hier in Gatwick, eine disruptive Technologie?

Wenn disruptive Technologien auftauchen, dann sind bestehende Industrien in Gefahr. Und ich denke, wir haben im Moment wieder so eine Umwälzung, Am Flughafen London Gatwick habe ich mich lange mit einem Vertreter von Tesla unterhalten. Tesla stellt Elektroautos her und hat vor kurzem seine Patente verschenkt. Ich habe immer wieder für die Automotive-Industrie gearbeitet und da war das oberste Gebot die Geheimhaltung. Es besteht eine regelrechte Hexenjagd, dass ja keine Informationen nach außen gehen.

Und was macht Tesla? Tesla verschenkt seine Patente. Ich hätte gerne die Gesichter der deutschen Automobilvorstände bei VW, Audi, Mercedes oder BMW gesehen.

Was passiert jetzt? Zerstört Tesla den bestehenden Automobilmarkt mit seinen Open Source-Patenten? Teslas Chef, der Milliardär Elon Musk, könnte mit dieser Entscheidung eine disruptive Technologie vorantreiben und den fest aufgeteilten Automarkt aufbrechen.

Ich empfehle das ausgezeichnete Buch The Innovators Dilemma jedem, der sich Gedanken über seine Zukunft machen will – egal in jeder Branche. Es bringt einen zum Nachdenken.

 

Musiktipp: Pompeii von Clinton Shorter

25. Juni 2014

Das hätte ich nicht erwartet. Pflichtbewusst als VFX-Fan quälte ich mich durch den Film Pompeii als mir der Soundtrack auffiel. Zunächst dachte ich an den üblichen Hans Zimmer-Mist, aber dann hörte ich genauer hin. Für mich auf jeden Fall eine positive Überraschung – so die Musik von Clinton Shorter.

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Ich muss zugeben, den Kanadier hatte ich bisher überhört. Er hat schon ein paar Sachen gemacht, wie beispielsweise die Musik zu District 9, aber irgendwie war er meiner Aufmerksamkeit entgangen. Das sollte sich mit der Musik zu Pompeii ändern. Es ist ein großer, lauter Score geworden. Klar, das Thema nimmt wie so oft Anleihen von Carl Orff und Jerry Goldsmith, aber es macht Spaß, die Musik zu hören (auch wenn man den schrecklichen Film nicht gesehen hat). Durch den musikalischen Erfolg von Pompeii kommt jetzt auch Shorters Kompositionen zu 2 Guns zur Veröffentlichung.

Die Musik von Pompeii ist eine interessante Mischung zwischen Liebesthema, Gladiatorenmusik und Katastrophenfilm. Schwierig diese Kombination musikalisch umzusetzen ohne bei berühmten Vorbilder zu stehlen. Aber Clinton Shorter hat es prima gemacht und er hat selbst zur Gitarre gegriffen. Nach dem eher elektronisch gesprägten Soundtrack zu District 9 konnte Shorter seine orchestralen Fähigkeiten zur Geltung bringen. Der von Allan Wilson dirigierte Chor kam aus Bratislawa und wurde in der Slowak Radio Concert Hall aufgenommen. Das Orchester kommt dank deutscher Filmförderung aus Berlin-Brandenburg. Dirigent Lorenz Dangel sorgte mit dem Berliner Filmchor für die richtige Stimmung und das deutsche Filmorchester Babelsberg für die orchestrale Unterstützung. Das Medienbord Berlin-Brandenburg hat hier wieder bewiesen, wie die Zusammenarbeit mit US-Filmfirmen geht.

Insgesamt wurden 80 Minuten Score aufgenommen, wobei rund 45 Minuten auf CD von Milan Records veröffentlicht wurden. Vielleicht gibt es irgendwann eine neue Version des Soundtracks Pompeii mit der gesamten Musik.

 

Parfüm Box als Getränkekarte im Ritz-Carlton

24. Juni 2014

Auf eine interessante Idee einer Getränkekarte bin ich im Berliner Nobelhotel Ritz-Carlton gestoßen. Zu vorgerückter Stunde stellte mir der Assistent Bar Manager Burak Köseoglu eine ganz spezielle Getränkekarte in Form einer Parfüm Box vor.

Was verbirgt sich dahinter? Die Gäste können an den verschiedene Parfüms in der Parfüm Box riechen. Wenn ihnen ein Geruch gefällt, bekommen sie von den Barkeepern des  Ritz-Carlton das entsprechende Getränk gemixt.

Getränkeaufnahme im Ritz-Carlton zu Berlin.

Getränkeaufnahme im Ritz-Carlton zu Berlin.

Diese Parfüm Box baut die Berührungsängste ab. Nicht jeder Gast der Bar des Ritz-Carlton ist fit in Sachen Alkoholgeschmack und kann sich unter den zahlreichen Getränken etwas vorstellen. Sie bleiben dann auf Nummer sicher und nehmen ein Standard-Getränk und das ist schade. Daher die Parfüm Box als ideale Getränkekarte.

Wichtig: Alle Inhaltsstoffe, die in den zahlreichen Parfüms enthalten sind, gibt es dann auch als Getränk. Den Duft in der Nase und dann den Geschmack im Mund. Das bedeutet: der Barkeeper muss enorm viel Wissen über Kräuter und Getränke haben. Dieses Wissen haben sich die Fachkräfte im Ritz-Carlton über Jahre angesammelt. “Bar ist meine Passion”, so   Burak Köseoglu.

Als zu nächtlicher Stunde dann auf einmal laute Musik losgeht und der alte achtziger Jahre Song “Eye of the Tiger” konnte Barkeeper Burak zeigen, was er kann. Mit viel Showelementen, Feuer und Effekten mixte er einen Drink. Viele Gäste schauten verschreckt, als die laute Musik In der renommierten Hotelbar losdonnerte.

Was steckt dahinter: Jeder Barkeeper hat seinen eigenen Song. Immer wenn ein bestimmtes Getränk geordert wird, beginnt die Show. Bei Burak war es eben “Eye of the Tiger”. Leider kann ich den Film aufgrund der GEMA-Richtlinen nicht bei YouTube einstellen. Burak hat einen flambierten Cocktail gemixt. Das Getränk basiert auf einem Ardbeg Whisky, zufällig einer meiner Lieblings Whiskys. Das nächste Mal im Ritz-Carlton bin ich vorbereitet und bestelle mir das Getränk zu “Eye of the Tiger”. Dann gehen die Lichter aus und ich genieße den Auftritt von  Burak Köseoglu.

 

Kompletter Müll: Film und Soundtrack zu Murderrock

23. Juni 2014

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Ich bin ja als Fan vieles gewöhnt und hab auch für vieles Verständnis. Die Kombination Lucio Fulci und Keith Emerson hätte funktionieren können. Hätte, hätte, Fahrradkette – die Kombination ist absoluter Schrott, wie das Beispiel des Films und Soundtracks Murderrock zeigt.

Lucio Fulci ist ein großer Meister des italienischen Horrorfilms, eigentlich des Gorefilms oder dessen Italo-Version die Giallo. Jugendschützer hatten Schaum vor dem Mund, wenn man in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seinen Namen nannte. Derb, billig und provokativ waren seine Filme und immer ein bisschen zu viel des Guten. Jetzt kam ich dazu, die restaurierte Fassung seines Films von 1984 anzusehen: Murderrock.

Ganz, ganz großer Mist ist der Film – im Original hieß der Streifen Uccide a passo di danza, in den USA hieß der Film Dancing Death, The Demon Is Loose oder Slashdance. Wobei Slashdance dem Thema am besten entsprach. Geprägt von dem Tanzfilm Flashdance wurde Lucio Fulci vom Produzenten eine Art Tanzfilm mit Gore-Elementen zu drehen. Das war einfach Mist.

Und für den Soundtrack eines Tanzfilms den großen Tastenzauberer Keith Emerson zu wählen, war eine vorhersehbare Fehlbesetzung. Emerson ist ein großes Talent und hat die Rockmusik mit ELP bewegt, doch Tanzmusik der 80er Jahre konnte und kann er einfach nicht. Aber Keith Emerson brauchte wohl Geld. Seine große Zeit war vorbei und er klimperte sich durch zahlreiche Soundtracks, die interessant oder absolut katastrophal waren. Murderock war einer der letzteren. Die Originalfassung des Soundtracks hatte ich noch mit 11 Tracks auf Langspielplatte und vor kurzem entdeckte ich eine erweiterte Version aus dem Jahre 1993. Das japanische Label SLC brachte die Fassung mit Archivmaterial aus dem Cinevox-Archiven heraus. Es handelt sich um Hintergrundmusik zu den Slasher-Szenen – ohne Gesang, sondern rein Keith Emerson. Wegen dieser vier Stücke mit einer Gesamtlänge von rund sieben Minuten hab ich mir das Album Murderock nochmal gekauft. Und – so ungern ich es als Fan sage: Es war ein Fehlkauf.

Hier der deutsche Trailer zum Film

Und hier ein Auftritt von Keith Emerson im italienischen Fernsehen

The People’s Monarch: Kunst mit der Queen

22. Juni 2014

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Auch wenn das spanische Königspaar durch den Thronwechsel im Moment in aller Munde ist, bin ich ein Fan von Queen Elisabeth II. Bei meinem jüngsten Besuch in London stieß ich am Flughafen London Gatwick auf das beeindruckende Kunstprojekt The People’s Monarch.

Das Projekt der BBC South East hängt im Eingangsbereich des Flughafens und jeder der London über Gatwick besucht, wird es zu sehen bekommen. Das Kunstwerk stand am Ende eines sechswöchigen Projektes der königstreuen BBC-Hörer. Die Hörer wurden aufgefordert eine Fotografie an den Radiosender einzusenden, um damit das diamantene Thronjubiläum von Elisabeth II. zu feiern. Ich selbst hatte es mit einem wunderbaren Buch aus dem Taschen Verlag gefeiert und darüber gebloggt.

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Tausende Radiohörer folgten dem Aufruf der BBC. Sie schickten Bilder von sich, von ihrem Familien, von ihren Häusern und Wohnungen – sie schickten eben Bilder von Britannien. Insgesamt wurden 5500 Bilder eingeschickt. Dann begann die Arbeit der Künstlerin Helen Marshall. Sichten, sortieren und künstlerisch tätig zu werden, Sie baute zwei große Bilder-Mosaik. Die Planungen erfolgten am Rechner und Unterstützung bekam sie von der Mosaik-Experten Polly Tiles.

Am Ende kamen zwei wunderbare Mosaik-Bilder zum 60. Thronjubiläum heraus. Ein Mosaik zeigt Elisabeth als junge Frau, eines die gereifte Königin. Ich finde diese Bilder eindrucksvoll, zeigen sie auch die Verbundenheit der Briten zu ihrer Königin. Jetzt bin ich mit Sicherheit kein Royalist, aber das hat mich doch sehr beeindruckt. Übrigens, bei der Ausreise von Gatwick gab es im Touristenshop die Queen zum 60. Thronjubiläum als Figur für ein britisches Pfund. Hier begann dann der Ausverkauf der Monarchie. God save the Queen.

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Besuch im Fanshop des TSV 1860 München

21. Juni 2014

Was haben ein Futterhäuschen, ein Wackeldackel, ein Weißbierglas und ein Toaster gemeinsam? – Nun sie sind alles Fanartikel im Fanshop des TSV 1860 München. Jetzt bin ich gewiss kein Fußball-Fan und werde die Faszination Fußball auch trotz Weltmeisterschaft nicht verstehen, aber das Geschäft mit dem Fanartikel reizt mich doch.

Der Fanshop des TSV 1860 München.

Der Fanshop des TSV 1860 München.

Ich stattete dem Fanshop des Münchner Traditionsvereins einen Besuch ab und war begeistert, welche unterschiedlichen Fan-Artikel es gab. Freilich hatte ich an Schal, Kappen, Trikots erwartet, aber welche Fülle an Merchandising-Artikel ich vorfand, war auch für mich überwältigend.

 

Ich will mich nicht darüber amüsieren, bin ich als Star Wars-Fan im Merchandising-Imperium von George Lucas doch allerhand gewohnt. Aber Fußball ist dann doch für mich eine andere Liga. Während ich bei Star Wars sogar Salz- und Pfefferstreuer oder einen Jedi-Bademantel kaufe (ich habe darüber gebloggt), schüttle ich bei Fußball nur den Kopf. Wer braucht das Zeug?

Aber die Frage ist falsch gestellt – noch dazu einem überzeugtem Löwenfan, den ich im Shop traf und der eine Fahne erstehen wollte. Dieses Fan-Utensil war aber ausverkauft, Nachschub kommt in rund drei Wochen. Einfach im Online-Store vorbeischauen, lautete der Rat des TSV-Vertreters hinter der Kasse.

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Der Besuch im Fanshop des TSV 1860 München hat mich eines gelehrt. Es gibt nichts was es nicht gibt und der Fan, sei er Fußballfan oder Star Wars-Fan, ist schon eine besondere Spezies. Also Vorsicht vor uns.