Posts Tagged ‘Clayton M. Christensen’

Meine Buchtipps zu Social Media und Digitalisierung

31. Dezember 2018
Ich freue mich auf meine Kunden auch im Jahre 2019.

Ich freue mich auf meine Kunden auch im Jahre 2019.

Nach Seminaren und Vorträgen kommt oftmals die Frage von Kunden oder Besuchern: „Kann ich bitte Ihre Folien haben?“ – „Nein, können Sie nicht, weil es sich um mein geistiges Eigentum handelt“, lautet meine Antwort. Aber gerne stelle ich meinen Seminar- und Vortragsteilnehmern eine Bücherliste von empfehlenswerten Social Media- und Digitalisierungsbüchern zusammen. Es sind Bücher, die ich empfehlen kann, die mich und mein Wissen bereichert haben. Wer mich übrigens für Seminare und Vorträge, Keynotes oder Diskussionsrunden buchen will, kann dies gerne tun. Termine ab dem zweiten Quartal 2019 sind noch frei. Kontakt über meine Website redaktion42.de

Aber hier meine Buchtipps. Sicher ist etwas für Sie dabei – viel Spaß beim Lesen und Fortbilden: 

Nicholas Negroponte: Total digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder Die Zukunft der Kommunikation

Jeff Jarvis: Was würde Google tun?: Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert

Jeff Jarvis: Mehr Transparenz wagen!: Wie Facebook, Twitter & Co die Welt erneuern

Jaron Lanier: Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst

Jaron Lanier: Wem gehört die Zukunft?: „Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt.“

Chris Anderson: The Long Tail – Der lange Schwanz

Chris Anderson: Free – Kostenlos: Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets

Sherry Turkle: Verloren unter 100 Freunden: Wie wir in der digitalen Welt seelisch verkümmern

Nassim Nicholas Taleb: Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse

Yuval Noah Harari: Homo Deus: Eine Geschichte von Morgen

Yuval Noah Harari: 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

Richard David Precht: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

Susan Pinker: The Village Effect: Why Face-to-face Contact Matters

Patrick Tucker The Naked Future: What Happens in a World That Anticipates Your Every Move?

David Weinberger: Das Cluetrain Manifest. 95 Thesen für die neue Unternehmenskultur im digitalen Zeitalter.

Tobias Kollmann: Deutschland 4.0: Wie die Digitale Transformation gelingt

Christoph Keese: Disrupt Yourself: Vom Abenteuer, sich in der digitalen Welt neu erfinden zu müssen

Sarah Diefenbach: Digitale Depression: Wie neue Medien unser Glücksempfinden verändern

Clayton M. Christensen: The Innovators Dilemma: Warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren

Tesla oder das wichigste Buch des Jahres: The Innovators Dilemma

26. Juni 2014

Das wichtigste Buch, das in den vergangenen Monaten gelesen habe, war für mich The Innovators Dilemma von Clayton M. Christensen. Es beschreibt, warum etablierte Unternehmen den Wettbewerb um bahnbrechende Innovationen verlieren. Es hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich glaube, dass wir am Beispiel von Tesla wieder in so einer Umbruchphase sind.

delimma

Ich habe lange in Verlagen gearbeitet und wir haben Print immer weiter optimiert, Befragung um Befragung durchgeführt und hat es was genutzt? Kaum etwas – als Chefredakteur habe ich vor allem eingespart, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Online hat den Print-Verlagen mehr und mehr das Wasser abgegraben, aber wir hatten nicht die Manpower, um dem etwas entgegen zu stellen. Investitionen in Apps oder Online waren von den meisten Verlagen halbherzig. Solche Innovationen wurden nach außen gegeben, weil man es intern nicht mehr leisten kann.

Die Frage ist doch: Warum versagen großartige Unternehmen im Wettbewerb um Innovationen, obwohl sie alles richtig machen? Sie beobachten ihren Wettbewerb, befragen ihre Kunden oder verfügen über stattliche F&E-Budgets. Trotzdem verlieren sie ihre Marktführerschaft, sobald bahnbrechende Veränderungen bei Technologien oder Marktstrukturen auftreten. Als Beispiel werden in dem Buch Mobiltelefonie, Musikindustrie oder Verlage genannt, weil sie nur nach den vorherrschenden Managementmethoden handeln. Unternehmen mit ausgeprägtem Kundenfokus werden z.B. Schwierigkeiten haben, neue Produkte für neue Märkte oder Kunden zu finden. Überspitzt ausgedrückt: Fragten die Pferdestall-Betreiber ihre Pferdebesitzer, was sie sich wünschen, dann antworteten sie: Ein schnelleres Pferd. Auf ein Auto kam niemand.

Diese Firmen sind zu sehr damit beschäftigt, bestehende Kunden zu pflegen, die in der Regel von Innovationen nichts hören wollen. Autor Clayton M. Christensen gibt in diesem lesenwerten Buch ein paar Regeln für einen erfolgreichen Umgang mit bahnbrechenden Innovationen. Diese Regeln werden Managern helfen zu entscheiden, wann es sinnvoll ist, nicht auf bestehende Kunden zu hören, in weniger leistungsfähige Produkte mit geringen Margen zu investieren oder in noch kleine, aber wachstumsstarke Marktsegmente einzusteigen.

Ist Tesla, hier in Gatwick, eine disruptive Technologie?

Ist Tesla, hier in Gatwick, eine disruptive Technologie?

Wenn disruptive Technologien auftauchen, dann sind bestehende Industrien in Gefahr. Und ich denke, wir haben im Moment wieder so eine Umwälzung, Am Flughafen London Gatwick habe ich mich lange mit einem Vertreter von Tesla unterhalten. Tesla stellt Elektroautos her und hat vor kurzem seine Patente verschenkt. Ich habe immer wieder für die Automotive-Industrie gearbeitet und da war das oberste Gebot die Geheimhaltung. Es besteht eine regelrechte Hexenjagd, dass ja keine Informationen nach außen gehen.

Und was macht Tesla? Tesla verschenkt seine Patente. Ich hätte gerne die Gesichter der deutschen Automobilvorstände bei VW, Audi, Mercedes oder BMW gesehen.

Was passiert jetzt? Zerstört Tesla den bestehenden Automobilmarkt mit seinen Open Source-Patenten? Teslas Chef, der Milliardär Elon Musk, könnte mit dieser Entscheidung eine disruptive Technologie vorantreiben und den fest aufgeteilten Automarkt aufbrechen.

Ich empfehle das ausgezeichnete Buch The Innovators Dilemma jedem, der sich Gedanken über seine Zukunft machen will – egal in jeder Branche. Es bringt einen zum Nachdenken.