Archive for Dezember 2011

Buchtipp: Business-Knigge: Die besten Tipps für stilsicheres Auftreten von Kai Oppel

26. Dezember 2011

Ich stieß auf den Business-Knigge: Die besten Tipps für stilsicheres Auftreten durch eine Amazon-Empfehlung und besorgte mir die Kindle-Version. Nach der Lektüre bin ich zwiegespalten. Ich habe mich über oberlehrerhafte Tipps geärgert und ich habe dem Autor Kai Oppel immer wieder zugestimmt. Ich weiß nicht genau, was ich von den Buch mit seinen Ratschlägen halten soll? Vielleicht liegt es daran, dass mich meine Eltern gut erzogen haben und ich die meisten der vorgeschlagenen Ratschläge wusste, viele davon befolge. Aber wenn ich alle Regeln dieses Business-Knigges befolgen würde, wäre das Geschäftsleben total öde und steif. So manches Mal kam ich mir beim Lesen in die miefigen 50er Jahre versetzt.

Meine Eltern bekamen zur Hochzeit einen Ratgeber „1×1 des guten Tons“ geschenkt. Und viele Tipps des aktuellen Knigge-Buches aus dem Jahre 2007 kommen mir übernommen vor, aber nicht an die aktuelle Zeit angepasst. Wenn es mehr Leben und etwas mehr Spaß in der Geschäftswelt geben würde, dann müssten nicht alle herumlaufen, wie Banker und Versicherungstypen (und wir wissen ja, wie letztere Klientel die Sau rauslässt, wenn sie sich unbeobachtet fühlen).

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass dieses Buch wohl eher für die klassische Finanz- und Verwaltungsbranche geschrieben ist. Ich kenne genug andere Branchen, in denen es lockerer und farbenfroher zugeht und wo so ein Buch mit diesen Tipps nur Kopfschütteln hervorbringen würde. Nein, die Welt ist bunter und das ist gut so.

Aber dennoch empfehle ich das Buch Business-Knigge: Die besten Tipps für stilsicheres Auftreten, dass manches Mal deutlich ausführlicher sein könnte. Gerade vielen jungen Kollegen könnten sich ein paar Tipps abschauen, sei es in Modefragen (Tennissocken oder Flip-Flops im Geschäftsalltag), sei es vor allem im Umgang im ÖPNV und Tischsitten. Etwas mehr Stil könnte der Umgang mit Kollegen manchmal schon vertragen. Auch eine Einschränkung: Dieses Buch ist nur für den Umgang in Deutschland mit Deutschen geeignet. In Zeiten der interkulturellen Kommunikation gehört der Knigge dann doch ins 18. Jahrhundert der Nationalstaaten.

Pulgasari – der Monsterfilm aus Nordkorea

25. Dezember 2011

Als Kind liebte ich die japanischen Monsterfilme Godzilla und seine Freunde. Jeden Samstag nachmittag bin ich in die Jugendvorstellung des örtlichen Kinos Capitol in die Kreisstadt Fürstenfeldbruck geradelt und habe mir um 14:30 Uhr japanischen Monstermist reingezogen. Ich glaube, der Eintritt kostete 2,50 Mark. So bekam ich vieles zu sehen: Frankenstein und die Monster aus dem All, Gamera gegen Gaos, U 2000 Tauchfahrt des Schreckens und immer wieder Godzilla. Ich liebte es, wenn Männer in Gummi-Anzügen Tokio platt machen, wenn Godzillas Baby auf dem Schwanz von Mama Godzilla hüpfte oder wenn aufgeregte japanische Soldaten mit Panzer und futuristischen Waffensystem gegen die Monster aus dem Erdinneren ankämpften. Als Kind brauchte ich keine vfx.Orgien, es reichte Suitmation. Der schlüpfte ein Akteur in ein Gummikostüm, schwitze wie die Sau und ließ die Sau raus – super. Da erschreckte mich die Godzilla-Version von Roland Emmerich schon, als ich 1998 die Tricks von Volker Engel sah.

Zu einem meiner Geburtstage lud ich sogar ein paar Freunde zum Klassiker: Frankenstein – der Schrecken mit dem Affengesicht ein. Handlung: In Hiroshima entdecken Wissenschaftler das Herz des Monsters Frankenstein – ja, so werden Klassiker gemacht.

Viele von den Heulern kaufte ich mir Jahre später auf DVD und bei schlechter Laune kommen die Filme aus dem Hause Toho.

Heute habe ich einen neuen Monster-Film entdeckt: Pulgasari. Der Film ist genauso schlecht, wie die japanischen Vorbilder, stammt allerdings von dem irren Diktator Kim Jong-il aus Nordkorea. Nach ein wenig Recherchen erfuhr ich die dramatischen Hinergründe, wie der Film zustande kam. Der Regisseur Shin Sang Ok wurde aus Südkorea entführt. Der Film sollte 1985 in die Kinos kommen, doch Regisseur und Gattin türmten. Auf YouTube gibt es eine schlechte VHS-Kopie von Pulgasari zu sehen. Leider ist mein Koreanisch zu schlecht, um etwas zu verstehen, aber ich glaube, die Handlung ist nix neues. Eine Puppe soll sich durch den Kontakt mit Blut in ein eisenfressendes Ungeheuer verwandeln – auch mal eine Variante. Allerdings kommt fett kommunistische Propaganda auf die Leinwand. Egal: Die Typen in den Gummikostümen waren wieder da. Es heißt, dass sogar der Godzilla-Darsteller in dem Kostüm von Pulgasari steckte.

Geschenktipp: München: 50 Jahre in Bildern

19. Dezember 2011

Zu Weihnachten sollten die Geschenke schon etwas Besonderes sein. Vor kurzem entdeckte ich ein wunderbares Geschenk für alle Freunde der ambitionierten Fotografie. Das Buch München: 50 Jahre in Bildern ist einfach großartig.

Für mich steht fest: Wer sein Herz am rechten Fleck hat, wird dieses Buch zu schätzen und lieben wissen.

Die Idee ist einfach und genial. Anlässlich des 850. Geburtstags der Stadt München und anlässlich des 80. Geburtstags der Münchner Fotografin Chris Nowotny, hatte ihr Sohn Nikolai A. Behr die Idee zu diesem Buch. Er stöberte im Archiv seiner Mutter und begab sich anschließend an all jene Orte, die sie fast 50 Jahre vor ihm portraitierte. Er schoss Aufnahmen der selben Motive, aber zum Teil aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Außerdem ergänzte er die Auswahl der Fotos um zahlreiche Gebäude und Plätze, die erst in den vergangenen Jahren entstanden sind.

Diese Zusammenstellung des alten und neuen Münchens lebt von den Kontrasten und ist eine eindrucksvolle Zeitreise in die jüngere Vergangenheit der Stadt München. Ich hab genug von den klassischen Bildbänden, aber das ist eine Perle. Künftig bekommen meine Besucher aus aller Welt diesen Bildband geschenkt, denn er zeigt wie ich die Landeshauptstadt, wie ich mein München sehe. Ich empfehle allen Fotografen, München-Freunden, Touris, historisch interessierten einen kritischen Blick zu wagen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein.

Natürlich bin ich ein wenig vorbelastet, denn ich kenne Nikolai A. Behr seit Jahren und wir laufen uns heute ab und zu über den Weg. Nikolai brachte mir in den achtziger Jahren das Fotografieren näher und ich wenn ich dieses Buch sehe, dann weiß ich, was ich an meinem Lehrer gehabt habe. Er hat einfach den Blick, die Ideen und auch den Ehrgeiz, sein Wissen kommerziell umzusetzen. Bravo Nikolai!

Für das Buch München: 50 Jahre in Bildern  gibt es auch eine eigene Website und natürlich lässt sich das Buch dort oder natürlich gibt es München: 50 Jahre in Bildern auch bei Amazon.

Filmtipp zu Weihnachten: Das 1. Evangelium – Matthäus

16. Dezember 2011

Weihnachten kommt dieses Jahr am 24. Dezember. Zu Weihnachten gehören auch die üblichen Jesus-Verfilmungen, die über die Mattscheibe flimmern werden. Ich möchte an zwei Filme erinnern, die mir gefallen haben: Zum einen Die letzte Versuchung Christi vom großen kleinen Martin Scorsese und zum anderen absolut sehenswert Das 1. Evangelium – Matthäus des großen Provokateurs Pasolini.

Gerade die Interpretation des Atheisten und Kommunisten Pier Paolo Pasolini ist für mich bemerkenswert. Wie kann ein Kommunist und Christusverweigerer den besten Jesus-Film überhaupt drehen? Ganz einfach: Er hatte ein cooles Drehbuch: Die Bibel. Der Film Das 1. Evangelium – Matthäus hält sich weitgehend an den Originalbibeltext. Und der gefällt der Zielgruppe. Als der Film in den sechziger Jahren im Vatikan aufgeführt wurde, gab es 40 minütigen donnernden Applaus von kirchlichen Würdenträgern in Richtung Pasolini. Früher hätten sie ihn auf den Scheiterhaufen verbrannt, jetzt aber loben und preisen sie ihn. Der Film ist Zündstoff pur.

Pier Paolo Pasolini drehte mit Laiendarstellern, aber er wählte sie hervorragend aus. Sein Jesus ist ein zorniger Mann, der klare Positionen an den Tag legt und sich mit dem Establishment anlegt. Das gefällt Pasolini. Sein Jesus ist ein Querdenker, ein Revolutionär, der auf Seiten der Unterprivilegierten steht. Er wirft die Händler aus dem Tempel, ist aber eine Seele von Mensch gegenüber Kindern.

Aus heutiger Sichtweise ist der Film mit 131 Minuten langatmig und zerrt an den Nerven von modernen Sehgewohnheiten. Lange Einstellungen, Stille, getragene Dialoge – aber die Botschaft ist genial. Das sahen Publikum und Kritiker ebenso. Der in Schwarzweiß komponierte Film wurde bei den Filmfestspielen in Venedig 1964 mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet. Er war auch für den Oscar nominiert, ging aber am Ende leer aus. Soviel Respekt hatte das kommerzielle Hollywood dann doch gegenüber dem Kommunisten Pasolini und seiner Version des Evangeliums nicht. Bemerkenswert ist auch der Soundtrack des Films. Mozart und Spirituals sowie Rhythmen werden gemixt. So einen Soundtrack gab es eigentlich sehr viel später und hier erwies sich Pasolini als Wegbereiter Sehr schön, ist die Version von „Sometimes I feel like a Motherless Child“ von Odetta.

Also schaut euch diesen Jesus-Film und lasst die Glotze bei dem üblichen Hollywood-Schund aus. Es ist mit Abstand die beste Jesus-Verfilmung.

Social Media: Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit ist den Usern wichtig

13. Dezember 2011

In meinen Seminaren frage ich oft bei Schülern nach, in welchen sozialen Netzwerken sie sind: Lokalisten, Schüler VZ, Facebook lauten die meisten Antworten. Wenn ich dann nachfasse, ist es im Grunde aber nur Facebook. In den anderen Netzwerken sei man zwar angemeldet, doch habe man schon lange nicht mehr hineingeschaut. Wir sind in Facebook, weil alle unsere Freunde dort auch sind, lautete die einfache, wie überzeugende Antwort.

Hier passt eine neue BITKOM-Studie gerade recht. Die Verbandsvertreter haben  herausgefunden, dass den Deutschen drei Aspekte bei den sozialen Netzwerken wichtig sein: Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit. Dabei gaben 96 Prozent der Nutzer an, bei der Auswahl einer Community sei die Sicherheit ihrer persönlichen Daten wichtig. 93 Prozent nennen die Einstellungen zur Privatsphäre als wichtiges Kriterium, 88 Prozent die Benutzerfreundlichkeit. Für 82 Prozent der Nutzer ist wichtig, ob ihre Freunde in demselben Netzwerk angemeldet sind. Die einzelnen Funktionen der Netzwerke (78 Prozent) und ihre Internationalität (43 Prozent) sind im Vergleich weniger entscheidend. Warum dann aber alle bei Facebook sind, wird aber durch diese Studie nicht klar, denn Facebook steht doch in der Kritik der Politik es mit Privatsphäre nicht so genau zu nehmen oder wann haben Sie das letzte Mal Ihre Freundesliste überarbeitet?

40 Millionen Bundesbürger sind Mitglieder in sozialen Netzwerken. Das entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer. 2010 waren es erst 30 Millionen, innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen. Ich merke in meinen Schulungen und Vorträgem dass das Thema Medienkompetenz absoluten Vorrang hat. Die Leute sind einfach unsicher, was soziale Netzwerke angeht. Zwei Dritteln der Community-Nutzer (65 Prozent) fehlen nach eigener Einschätzung noch Informationen, was sie für den Schutz ihrer Daten tun können.

Hier die wichtigsten Datenschutztipps des BITKOM für soziale Netzwerke:

1. Geschützte Adressdaten

Ohne persönliche Daten geht es nicht: Die meisten Netzwerke verlangen zumindest Name, Anschrift und/oder E-Mail-Adresse. Das dient auch der Sicherheit der Nutzer, weil so einem Missbrauch der Online-Plattform vorgebeugt wird. Die Adressdaten sind in der Regel nicht öffentlich lesbar, wenn es die Nutzer nicht anders bestimmen. Es empfiehlt sich aber in jedem Fall, die Datenschutzerklärung zu lesen. Communitys müssen zumindest nach deutschem Recht strenge Datenschutzregeln erfüllen. So müssen sie Mitglieder verständlich informieren, zu welchen Zwecken sie Daten speichern. Im Zweifel vor der Registrierung per E-Mail nachfragen, so die BITKOM. Und ich wette, kaum einer hat dies bei Facebook je getan.

2. Voller Name oder Pseudonym?

Communitys leben vom Vertrauen der Nutzer untereinander. Wenn mit offenen Karten gespielt wird, fühlen sich die Mitglieder meist sicherer. In vielen Netzwerken ist es daher Pflicht, dass sich Nutzer mit ihrem vollen Namen registrieren. Zweck von Communitys ist, reale soziale Beziehungen im Netz abzubilden. Auf Plattformen, wo das nicht zutrifft, spricht aber nichts gegen Pseudonyme („Nicknames“). Das gilt etwa für Einträge in Fach-Foren oder Verbraucherportalen. Auch bei Kindern kann ein Pseudonym angezeigt sein, um die Privatsphäre stärker zu schützen.

 

3. Das richtige Maß an Offenheit

Im täglichen Leben würden die meisten Menschen Unbekannten kaum ihr ganzes Privatleben offenbaren. Auch im Web haben es die Nutzer in der Hand, den Zugang zu privaten Infos zu beschränken. In Communitys lässt sich zwischen Freunden und Fremden unterscheiden: Freunde haben Zugriff auf die neuesten Fotos, andere nicht. Gleiches gilt für persönliche Kontaktdaten oder Infos zum eigenen Freundeskreis. Gerade für junge Menschen ist das richtige Maß an Privatsphäre wichtig. Frei zugängliche Partyfotos können etwa bei Bewerbungen schaden. Auch in beruflichen Netzwerken wie Xing werden neben Beruf und Arbeitgeber zahlreiche weitere Informationen zum Lebenslauf abgefragt. Hier sollte ebenfalls jeder bewusst entscheiden, was er preisgeben will.

4. Darstellung in Suchmaschinen

In den Einstellungen zur Privatsphäre können Nutzer festlegen, ob ihr Profil von Suchmaschinen wie Google oder Bing gefunden wird. Das geht bei den meisten Netzwerken nur, wenn die Nutzer es ausdrücklich wollen. So wird sichergestellt, dass nur Mitglieder die Seiten lesen können, aber nicht jeder Internet-Surfer. Da es auch Communitys gibt, die dies anders handhaben, sollte jeder diese Einstellung bei der Registrierung prüfen.

5. Der Umgang mit Werbung

Wie andere kostenlose Angebote finanzieren sich auch Online-Netzwerke weitgehend über Werbung. Nur einzelne Communitys, vor allem im Business-Bereich, bieten auch Abonnement-Modelle. Wer Gratis-Angebote nutzt, bekommt in der Regel Anzeigen zu sehen. Verbreitet sind „zielgruppenspezifische“ Werbe-Einblendungen. Dabei können die werbenden Unternehmen zum Beispiel festlegen, dass ein Produkt nur männlichen Nutzern zwischen 20 und 25 Jahren gezeigt wird. Das Netzwerk sorgt für einen entsprechenden Filter, übermittelt den Firmen aber in der Regel keine persönlichen Nutzerdaten. Dies sollten Nutzer in den Geschäftsbedingungen überprüfen. Bei manchen Plattformen ist es möglich, Zielgruppen-Werbung auszuschalten – dann bekommen aber zum Beispiel auch Männer Werbung für Lippenstift angezeigt.

Kostenlose Leseprobe: Social Media für Friseure

12. Dezember 2011
Mit den roten Flyern werde ich für mein Buch.

Mit den roten Flyern werde ich für mein Buch.

Nachdem immer mehr Leute fragen, was es mit dem Buch „Social Media für Friseure“ auf sich hat und um was es in diesem Buch überhaupt geht, haben der Herausgeber und ich beschlossen eine kostenlose Leseprobe und das Inhaltsverzeichnis ins Netz zu stellen. Dieses Material gibt es hier auf den Seiten des Landesinnungsverbandes des bay. Friseurhandwerks.

Das Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick. Aber ich habe auch schöne, journalistische Lesegeschichten in meinem Buch. Hier habe ich ein Beispiel einer erfolgreichen Social Media-Kampagne im Friseurbereich vorgestellt und ausführlich beschrieben. Zudem sind in dem Buch unter anderem inspirierende Geschichten über Modeblogger Heiko Kunkel, die Safttante oder Fleischer Ludger Freese veröffentlicht. Die Kritiken der Branche sind allesamt positiv ausgefallen und das gibt mir Mut, in diese Richtung weiterzumachen. Schön war ein Kommentar, dass diese Buch nicht nur für Friseure, sondern für alle anderen Handwerker auch geeignet sei. Dem gibt es nicht mehr hinzu zu fügen 🙂

iPhone-Handschuhe im Winter: Roeckl Intelligence

9. Dezember 2011

Es wird kalt, nachdem es auch schon Dezember ist. Und das bedeutet: Es ist wieder Zeit für Handschuhe. Ich liebe Handschuhe und kann leider nicht mehr als ein Paar anziehen, dabei gibt es doch so schöne. Vor Jahren habe ich in San Francisco North Face-Handschuhe für das iPhone gekauft. Meine bisherigen Handschuhe konnten das iPhone nicht aktivieren. Die North Face Etip Gloves iPhone konnte das, denn die Fingerspitzen waren mit Metallzeugs versehen, so dass ich bei Eiseskälte die Handschuhe nicht ausziehen musste. Inzwischen sind diese Handschuhe von North Face und anderen Anbietern auch in Deutschland zu haben.

Aber richtig schöne Handschuhe kaufe ich eigentlich in München beim Roeckl. Ich liebe die Atmosphäre und das klassisches Ambiente beispielsweise vom Roeckl Eck an der Adresse: Theatinerstraße 44. Anprobieren wird hier zum Erlebnis und was ganz wichtig ist: Bei dem Preis stimmt auch die Beratung des Roeckl-Teams.

Heimat der Handschuhe: Roeckl Eck in München.

Heimat der Handschuhe: Roeckl Eck in München.

Vor kurzem hab ich auch ein Weihnachtsgeschenk für meine Frau entdeckt: Roeckl Intelligence – Nachdem die North Face Handschuhe sportlich aussehen, aber nicht klassisch, gefällt mir die neue Linie von Roeckl sehr gut.  Die Smartphone-Handschuhe sehen perfekt aus und erfüllen ihren Zweck.

Die Roeckl Intelligence sehen heiß aus.

Die Roeckl Intelligence sehen heiß aus.

Das Geheimnis liegt in der zum Patent angemeldeten Schnittführung: Die eleganten, bis in die Fingerspitzen weich gefütterten Haarschafnappaleder-Handschuhe sitzen wie eine zweite Haut und sorgen für optimale Bewegungsfreiheit der Finger. So ermöglicht die Schnittführung in Kombination mit einem leitfähigen Material an Daumen und Zeigefinger das spielend leichte Bedienen der Touchdisplays.

Jetzt müssen wir nur noch einkaufen gehen oder bei Amazon die Roeckl Intelligence shoppen.

Social Media: QR-Codes im Einsatz für Bücher

8. Dezember 2011

QR-Codes sind ja schon ein paar Tage alt, aber mir machen sie immer noch Spaß. Gerne bin ich bereit, dieses Marketingtool auszuprobieren und setze es auch gelegentlich ein. Es funktioniert. Auf einer meiner zahlreichen Reisen zu Social Media-Vorträgen stieß ich auf zwei interessante Versionen des QR-Codes.

Hugendubel-Werbung mit QR-Code.

Hugendubel-Werbung mit QR-Code.

Zum einen war es der Buchhändler Hugendubel, auf dessen Anzeige ich beim Warten auf die S-Bahn aufmerksam wurde. Unter dem Brand „Hugenbubel to go“ warb der Buchhändler mit QR-Codes. Scannen und gewinnen lautete die Devise. Da ich sowieso auf die Bahn warten musste, probierte ich die Einladung gleich aus. iPhone gezückt und QR-Code gescannt. Ich wurde auf eine Website geleitet „Zu gewinnen: Bücher so viele Sie tragen können.“ Es wurde gefragt, wie viele Bücher die Dame auf dem Plakat gestapelt hat. Gute Idee, denn so muss das Plakat mit den neuen Büchern nochmals angeschaut und die Bücher gezählt werden. Der Werbeeffekt wäre noch größer gewesen, wenn es echte Bücher gewesen wären. Denn sobald ein Buchfreund Buchrücken sieht, fängt er auch an zu lesen. In unserem Fall bekam ich nur Dummys zu sehen. Das wäre noch verbesserungswürdig. Gewonnen hab ich übrigens nichts.

QR-Code am Boden des Münchner Hauptbahnhofs.

QR-Code am Boden des Münchner Hauptbahnhofs.

Zum anderem weckte ein riesiges Plakat am Boden des Hauptbahnhofs München mein Interesse. Wieder ging es um Bücher und wieder ging es um Marketing durch einen QR-Code. Sobald ich den Code fotografierte, bekam ich eine kostenlose Leseprobe aufs Handy geschickt. Genial, denn auf Zugfahrten freue ich mich über Lesestoff, den ich nicht extra tragen muss. Jetzt müsste mich nur noch das Thema des Buches interessieren, dann wäre alles in Ordnung. Das Buch „Kapital“ machte reißerisch mit dem Slogan auf: „Sex ist nicht wichtig. Sex ist entscheidend.“

Ich finde: QR-Codes im Alltag setzen sich durch. Diese beiden Beispiele zeigen es wieder.

Toller Amazon-Kundenservice

7. Dezember 2011

Ich muss heute für Amazon eine Lanze brechen. Zwar kam das Unternehmen in den sozialen Netzen vor kurzem schlecht weg, als dort Arbeitsmaßnahmen ohne Bezahlung durchgeführt wurden. Dennoch: Ich bin von dem Service des Online-Versenders restlos begeistert.

Vor kurzem gab es ein Problem mit einer Bestellung. Ich wollte ein Angebot für Weihnachten nutzen und Mario Kart 7 samt Hülle für das Nintendo 3Ds als Schnäppchen für den Sohn erstehen. Doch leider machte das System keinen Schnäppchenpreis am Ende meiner Abrechnung, sondern berechnete den Vollpreis der Einzelsendungen.

Ich nahm über den Amazon-Chat Kontakt am Sonntag auf und innerhalb von Sekunden hatte ich eine Mitarbeiterin, der ich mein Problem schildern konnte. Nach kurzer Erklärung bekam ich meinen Schnäppchenpreis und war vollauf zufrieden. Nach ein paar Sekunden kam noch eine Feedbackmail, die ich auch brav ausfüllte. Ja, ich bin zufrieden und kann heute Amazon voll und ganz empfehlen.

ELP wollen nicht mehr – und das ist gut so

6. Dezember 2011

Eine Supergroup meiner Jugend wird wohl nicht mehr zusammen auftreten: Emerson, Lake & Palmer (ELP) haben sich wohl endgültig getrennt – und wenn ich ehrlich bin: Gut so, denn die Luft war irgendwie raus.

ELP waren für mich beim ersten Hören eine Offenbarung. Ich lauschte sie zum ersten Mal im Musikunterricht an der Schule. Unser progressiver Musiklehrer brachte uns Programmmusik näher und da hörte ich erstmals die Bilder einer Ausstellung von Mussorgski in der Interpretation von ELP: Pictures at an Exhibition. Da war es um mich geschehen. Der Sound haute mich vom Hocker. Eine Engelsstimme von Greg Lake, Powerdrums von Carl Palmer und die Keyboard-Orgien von Keith Emerson. Ich kaufte die Schallplatten des Trios. Ich lernte sogar Gitarre und versuchte mich an den Läufen von The Sage von Greg Lake.

Für mich waren die besten Scheiben Tarkus, Brain Salad Surgery und das 3er Live-Album Welcome Back My Friends to the Show That Never End. Von Brain kaufte ich mir sogar einen Original Giger. Die anderen ELP-Alben waren ok, aber nicht unbedingt richtungsweisend. Interessant waren die zahlreichen Bootlegs der Band. Die Zeit des Art-Rocks brachte hervorragendes Material von Genesis, Yes und von Pink Floyd.

Im neuen Jahrtausend war es ruhiger um ELP geworden. Ich wollte eigentlich zum Londoner High Voltage Rock Festival 2010 fliegen, als ELP seinen Auftritt zum 40. Bandjubiläum hatte. Aber irgendwie schaffte es nicht. Ich kaufte mir später die Aufnahme über Kanäle aus London und war schlichtweg enttäuscht. Engelchen Lake kann nicht mehr singen, Palmer ist müde (lag auch an einem Auftritt, den er mit Asia davor hatte) und nur noch Emerson hatte noch ein paar Glanzpunkte. In Youtube kursieren Videos von dem Auftritt und ich entdeckte auch eine Blu ray mit dem 40th Anniversary Reunion Concert.

Vorsicht: Es ist wirklich nur was für Hardcore-Fans. Wer ELP nicht kennt, schaut euch die Sache nicht an. Es gibt geile Aufnahmen bei YouTube, aber das ist nur noch was für alte Männer wie mich, die sehsüchtig an alte Zeiten zurückdenken.