Posts Tagged ‘Soziale Netze’

Social Media Tipp: „Facebook, Twitter und Co.@Politik“ diesen Donnerstag

30. April 2012

Während die digitale Avantgarde in Berlin auf der 6. re:publica herumtanzt, haben die Daheimgebliebenen die Chance auch ein wenig Blogger- & Social Media-Feeling zu bekommen. Die Hanns-Seidel-Stiftung veranstaltet am Donnerstag , 3. Mai, ihren Kongress „Facebook, Twitter und Co.@Politik“. Bisher haben rund 150 Leute zugesagt, aber es sind noch Restplätze in dem Konferenzzentrum der HSS frei.

Um was geht es? Klar, es geht um Politik in den sozialen Netzwerken. Nach dem Bundeskongress der Piraten ist das Thema heiß. Die CSU hatte ihren Netzkongress und nun ordnet die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung die Diskussionen ein. Aber keine Angst, es kommen nicht nur konservative Meinungen zu Wort, denn die HSS will „demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage“ fördern – damit kann ich sehr gut leben und so habe ich es auch immer erlebt.

Renate Dodell, MdL

Renate Dodell, MdL

Das Podium ist wunderbar besetzt und bietet eine hervorragende Gelegenheit zum Diskutieren. Es sind dabei: Renate Dodell, MdL. Renate Dodell ist stv. Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion und sie arbeitet exzellent u.a. mit Facebook. Dabei schafft sie es, private und politische Äußerungen zu kombinieren. So ist Renate Dodell auch eine ambitionierte Hobby-Fotografin. Ihre Fotos, gerade aus dem bayerischen Oberland, sind eine Augenweide und sie kommt auch so in Kontakt zu Leuten, die nicht unbedingt der CSU nahe stehen. Ich bin sehr gespannt auf ihre Ausführungen. Ihr Twitter-Account ist hier.

Prof. Dr. Daniel Michelis

Prof. Dr. Daniel Michelis

Der nächste im Bunde ist Prof. Dr. Daniel Michelis von der Hochschule Anhalt. Sein Schwerpunkt ist Digitale Kommunikation und er ist auch Herausgeber des „Social Media Handbuchs“. Ich bin sehr interessiert, wie sich Social Media aus wissenschaftlicher Sicht präsentiert. Sein Twitter-Account ist hier.

Andreas Jungherr

Andreas Jungherr

Ebenso ein Mann der Wissenschaft ist Andreas Jungherr, M.A.. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Soziologie mit dem Forschungsprojekt: „Politische Kommunikation in sozialen Netzen“ an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, ein Franke im Netz also. Sein Twitter-Account ist hier.

Andreas Bachmann

Andreas Bachmann

Ein alter Kollege ist Andreas Bachmann, der Redaktionsleiter „Kontrovers – Das Politikmagazin“ Bayerischer Rundfunk. Gerade Massenmedien müssen auf die Sozialen Netzwerke reagieren. Das klassische Sender-Empfänger-Modell klappt nicht mehr. Nicht zuletzt gab es bei Phoenix auf dem Parteitag der Piraten die Diskussion, ob Massenmedien wie Fernsehen komplett dabei sein sollen. Die Berichterstattung in den Sozialen Netzwerken ging auch ohne Fernsehen sehr gut weiter. Ich fühlte mich von der Netzberichterstattung gut informiert. Also, es ist spannend, wie Fernsehen auf das Massenmedium Facebook & Co reagiert. Der Twitter-Account von Bachmann ist hier.

Tomás Vio Michaelis

Tomás Vio Michaelis

Sehr gut finde ich die Idee des Organisators Karl Heinz Keil auch den Blick über den Tellerrand zu werfen. Mit auf dem Podium ist Tomás Vio Michaelis, ein Rechtsanwalt aus Chile, und  Student LL.M. im Deutschen Recht LMU München. Der Altstipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung kann einen Einblick geben, was in Lateinamerika passiert. Facebook ist dort nicht wichtig. Dort ist das Google Netzwerk Orkut die Nummer eins in der Social Media-Szene. Wir erinnern uns noch gut an die Facebook-Revolutionen in Arabien. Kann es zu so etwas auch in Lateinamerika kommen? Sein Twitter-Account ist hier.

Matthias J. Lange

Matthias J. Lange

Ach ja, und ich bin auch noch auf dem Podium. Als in meiner Rolle als Berater, Trainer und Buchautor will ich hoffentlich viel Input geben und die Fahne für Blogs und die digitale Welt hochhalten. Und mein Twitter-Account ist hier.

Wer also Interesse hat, sollte bei der Veranstaltung „Facebook, Twitter und Co.@Politik“ unbedingt vorbeischauen. Hier gibt es das Programm zum Download und hier kann man sich online anmelden. Auf Twitter (@HSS0305) gibt es ergänzende Informationen. Sie können auch Fragen stellen, die auf dem Podium diskutiert werden soll. Dazu gibt es den Hashtag #HSS0305

Social Media: Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit ist den Usern wichtig

13. Dezember 2011

In meinen Seminaren frage ich oft bei Schülern nach, in welchen sozialen Netzwerken sie sind: Lokalisten, Schüler VZ, Facebook lauten die meisten Antworten. Wenn ich dann nachfasse, ist es im Grunde aber nur Facebook. In den anderen Netzwerken sei man zwar angemeldet, doch habe man schon lange nicht mehr hineingeschaut. Wir sind in Facebook, weil alle unsere Freunde dort auch sind, lautete die einfache, wie überzeugende Antwort.

Hier passt eine neue BITKOM-Studie gerade recht. Die Verbandsvertreter haben  herausgefunden, dass den Deutschen drei Aspekte bei den sozialen Netzwerken wichtig sein: Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit. Dabei gaben 96 Prozent der Nutzer an, bei der Auswahl einer Community sei die Sicherheit ihrer persönlichen Daten wichtig. 93 Prozent nennen die Einstellungen zur Privatsphäre als wichtiges Kriterium, 88 Prozent die Benutzerfreundlichkeit. Für 82 Prozent der Nutzer ist wichtig, ob ihre Freunde in demselben Netzwerk angemeldet sind. Die einzelnen Funktionen der Netzwerke (78 Prozent) und ihre Internationalität (43 Prozent) sind im Vergleich weniger entscheidend. Warum dann aber alle bei Facebook sind, wird aber durch diese Studie nicht klar, denn Facebook steht doch in der Kritik der Politik es mit Privatsphäre nicht so genau zu nehmen oder wann haben Sie das letzte Mal Ihre Freundesliste überarbeitet?

40 Millionen Bundesbürger sind Mitglieder in sozialen Netzwerken. Das entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer. 2010 waren es erst 30 Millionen, innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen. Ich merke in meinen Schulungen und Vorträgem dass das Thema Medienkompetenz absoluten Vorrang hat. Die Leute sind einfach unsicher, was soziale Netzwerke angeht. Zwei Dritteln der Community-Nutzer (65 Prozent) fehlen nach eigener Einschätzung noch Informationen, was sie für den Schutz ihrer Daten tun können.

Hier die wichtigsten Datenschutztipps des BITKOM für soziale Netzwerke:

1. Geschützte Adressdaten

Ohne persönliche Daten geht es nicht: Die meisten Netzwerke verlangen zumindest Name, Anschrift und/oder E-Mail-Adresse. Das dient auch der Sicherheit der Nutzer, weil so einem Missbrauch der Online-Plattform vorgebeugt wird. Die Adressdaten sind in der Regel nicht öffentlich lesbar, wenn es die Nutzer nicht anders bestimmen. Es empfiehlt sich aber in jedem Fall, die Datenschutzerklärung zu lesen. Communitys müssen zumindest nach deutschem Recht strenge Datenschutzregeln erfüllen. So müssen sie Mitglieder verständlich informieren, zu welchen Zwecken sie Daten speichern. Im Zweifel vor der Registrierung per E-Mail nachfragen, so die BITKOM. Und ich wette, kaum einer hat dies bei Facebook je getan.

2. Voller Name oder Pseudonym?

Communitys leben vom Vertrauen der Nutzer untereinander. Wenn mit offenen Karten gespielt wird, fühlen sich die Mitglieder meist sicherer. In vielen Netzwerken ist es daher Pflicht, dass sich Nutzer mit ihrem vollen Namen registrieren. Zweck von Communitys ist, reale soziale Beziehungen im Netz abzubilden. Auf Plattformen, wo das nicht zutrifft, spricht aber nichts gegen Pseudonyme („Nicknames“). Das gilt etwa für Einträge in Fach-Foren oder Verbraucherportalen. Auch bei Kindern kann ein Pseudonym angezeigt sein, um die Privatsphäre stärker zu schützen.

 

3. Das richtige Maß an Offenheit

Im täglichen Leben würden die meisten Menschen Unbekannten kaum ihr ganzes Privatleben offenbaren. Auch im Web haben es die Nutzer in der Hand, den Zugang zu privaten Infos zu beschränken. In Communitys lässt sich zwischen Freunden und Fremden unterscheiden: Freunde haben Zugriff auf die neuesten Fotos, andere nicht. Gleiches gilt für persönliche Kontaktdaten oder Infos zum eigenen Freundeskreis. Gerade für junge Menschen ist das richtige Maß an Privatsphäre wichtig. Frei zugängliche Partyfotos können etwa bei Bewerbungen schaden. Auch in beruflichen Netzwerken wie Xing werden neben Beruf und Arbeitgeber zahlreiche weitere Informationen zum Lebenslauf abgefragt. Hier sollte ebenfalls jeder bewusst entscheiden, was er preisgeben will.

4. Darstellung in Suchmaschinen

In den Einstellungen zur Privatsphäre können Nutzer festlegen, ob ihr Profil von Suchmaschinen wie Google oder Bing gefunden wird. Das geht bei den meisten Netzwerken nur, wenn die Nutzer es ausdrücklich wollen. So wird sichergestellt, dass nur Mitglieder die Seiten lesen können, aber nicht jeder Internet-Surfer. Da es auch Communitys gibt, die dies anders handhaben, sollte jeder diese Einstellung bei der Registrierung prüfen.

5. Der Umgang mit Werbung

Wie andere kostenlose Angebote finanzieren sich auch Online-Netzwerke weitgehend über Werbung. Nur einzelne Communitys, vor allem im Business-Bereich, bieten auch Abonnement-Modelle. Wer Gratis-Angebote nutzt, bekommt in der Regel Anzeigen zu sehen. Verbreitet sind „zielgruppenspezifische“ Werbe-Einblendungen. Dabei können die werbenden Unternehmen zum Beispiel festlegen, dass ein Produkt nur männlichen Nutzern zwischen 20 und 25 Jahren gezeigt wird. Das Netzwerk sorgt für einen entsprechenden Filter, übermittelt den Firmen aber in der Regel keine persönlichen Nutzerdaten. Dies sollten Nutzer in den Geschäftsbedingungen überprüfen. Bei manchen Plattformen ist es möglich, Zielgruppen-Werbung auszuschalten – dann bekommen aber zum Beispiel auch Männer Werbung für Lippenstift angezeigt.

Social Media: Erfolg für mittelständischen Friseur

25. Mai 2011

Wie Social Media bei einem mittelständischen Friseur erfolgreich sein kann, zeigt mein Beispiel des Haarstudios Wieser in Mammendorf. Ich unterstütze den Friseurmeister Josef Wieser mit seinen vier Salons in Mammendorf, Fürstenfeldbruck, Eichenau (Mittelpreissalons – alle Landkreis Fürstenfeldbruck) sowie München (Hochpreissalon). Nach Aufsetzen einer Facebook-Seite und eines YouTube-Kanals baten wir die Mitarbeiter der Friseursalons ihren Freunden die Facebook-Seite zu empfehlen. Damit hatten wir ein gewisses Grundrauschen an Usern. Nach einer Schulung der Mitarbeiter hatte Friseurmeister Josef Wieser die Idee eines Wettbewerbs, der über Facebook beworben wurde. Gesucht wurde das Wieser-Gesicht des Jahres 2011. Die Wettbewerbsbedingungen wurden auf der WordPress-Seite und in einem Videointerview bei YouTube erklärt.

Die Idee des Wettbewerbs: Die Kundinnen des Haarstudios konnten sich in einem der vier Salons fotografieren lassen. Anschließend konnten die Kunden des Haarstudios über einen Monat abstimmen. Zu gewinnen gab es für die ersten drei Siegerinnen ein professionelles Fotoshooting mit Modefotograf Andreas Ortner sowie ein Jahr kostenloses Hairstyling und ein Wochenende mit einem Volvo-Cabrio.

Wir setzen eine kostenlose WordPress-Seite auf und stellten die geschossenen Fotos ein. Anschließend begann das Voting. Beworben wurde es über die Facebook-Seite des Salons. Insgesamt nahmen 32 Amateurmodelle am Voting teil und wir bekamen über 24.000 Klicks. Es konnte alle sechs Stunden neu abgestimmt werden. Der Erfolg haute uns von den Socken. Natürlich versuchten die Freunde von dem einen oder anderen Modell mit einem IP-Wechsler zu schummeln, wurden aber entlarvt, noch dazu weil sich so mancher in Facebook damit brüstete. Das Netz vergisst nichts.

Das Konzept von Josef Wieser voll ging auf. Nicht nur die Votingklicks gingen in die Höhe, sondern auch die Freunde der Facebook-Seite explodierten. Freude luden andere Freunde ein. Damit veränderte sich auch die Kundschaft der vier Friseursalons. Viele junge Kundinnen interessierten sich für die Friseurleistungen und buchten einen Friseurtermin. Also auch der wirtschaftliche Erfolg setzte ein.

Nur eine Voting-Aktion isoliert zu machen, darf nicht sein. Das Voting sorgte dafür, dass wir die Klickzahlen einen Monat drastisch steigern konnten. Doch wichtig war es, dauerhaft zielgruppenrelevanten Content zu produzieren. Um zu vermeiden, dass nach Abschluss des Votings die Klickzahlen einbrachen, setzte die nächste Stufe unseres Marketingplans ein. Das Haarstudio Wieser veranstaltete eine große Modenschau in Fürstenfeldbruck. Dort wurden die Gewinnerinnen des Votings verkündet und eine richtig fette, innovative Friseurenshow gezeigt. Die Modenschau wurde über klassische Werbung und über Website und sozialen Netzen beworben. Der Erfolg: Über 600 Gäste genossen die großartige Show. Die hier geschossenen Fotos wurden natürlich wieder in die Sozialen Netzen eingestellt und sorgten wieder für Klicks. An jeden Besucher der Modenschau wurde eine Postkarte verteilt, auf denen die Adresse der Facebook-Seite und des Salons abgedruckt wurde. Zusätzlich gab es einen QR-Code, um noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Und es funktionierte: Die Facebook-Freunde stiegen wiederum und es wurde diskutiert und kommentiert.

Postkarte mit Facebook und Webadresse und QR-Code.

Postkarte mit Facebook und Webadresse und QR-Code.

In der nächsten Stufe werden nun die Mitarbeiter der vier Salons geschult und berichten über Aktionen, Frisuren und Mode aus der lokalen Ebene. Ich bin davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg weiterhin erfolgreich ist.

Social Media: Standortbezogene Dienste als neue Chance

27. Oktober 2010

Standortbezogene Dienste im Netz werden wichtiger. Das mobile Web nimmt zu und bereiten standortbezogenen Dienste den Weg. Die Vertreter dieser Tools sind Foursquare, Gowalla, aka-aki oder Google Latitude. Das System ist grundsätzlich das Gleiche. Ich bin unterwegs und checke an einem Standort ein. Zum Beispiel Hauptbahnhof München. Dann sehe ich, welcher meiner Freunde hier war. Je mehr Leute an dem System teilnehmen, desto eher besteht die Chance, dass ich einen meiner virtuellen Freunde im realen Leben an dem Ort treffe. Gowalla und Foursquare basieren auf dem gleichen Prinzip und verknüpfen standortbezogene Informationen mit persönlichen Kontakten.

Gleichzeitig lassen sich die Standorte fotografieren und mit Infos ausstatten. So lässt sich eine neue Form von Reiseführern erstellen. Eine absolute Chance im Web 2.0 für Tourismusregionen: Der Bayerische Wald in Gowalla und Foursquare. Das ist preiswert, aktuell und schlägt jeden Reiseführer. Im jüngsten Urlaub habe ich spielerisch an so etwas gearbeitet und gerne übernehme ich die Produktion für Regionen – soweit der Werbeblock. Und das Beste: Die Community arbeitet kostenlos mit.

Nachdem Karten bereits durch Google Maps und Co abgelöst wurden, kommen jetzt die Papierreiseführer an die Reihe. Zudem lassen sich die standortbezogenen Dienste sofort mit Websites verbinden und Zusatzinfos versorgen.

Nun der absolute Hammer: Standortbezogene Dienste haben einen großen Schritt gemacht. Der Astronaut Doug Wheelock befindet sich derzeit im Weltall auf einer Nase-Mission. Er twitterte den Satz: „I just unlocked the “NASA Explorer Badge” und twitterte  seinen Standort Foursquare. Ist das cool? Die erste Location eines standortbezogenen Dienstes im Weltall.

Richtig cool, wird es, wenn man nachschaut, welches Alien schon da war und Fotos hinterlassen hat. Ein kleiner Schritt für Doug Wheelock, aber ein großer Schritt für Social Media.

 

Social Media für (Firmen-)Einsteiger

29. Juli 2010
10 Tipps für den Einstieg ins Social Media Marketing

10 Tipps für den Einstieg ins Social Media Marketing

Gestern hatte ich wieder so ein Gespräch: „Was soll das ganze Zeug mit Social Media und was bringt es mir konkret?“ Auf einer Party sprach ich mit einem Brauereibesitzer, der seine Produkte lokal vertreibt. Eigentlich ist er ein prima Kerl, aber die Sache mit dem Internet, geschweige denn Web 2.0 hat er nicht begriffen. Vielleicht schicke ich ihn mal eine neue Broschüre des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. Die Herrschaften haben vor kurzem ein PDF zum Thema „10 Tipps für den Einstieg ins Social Media Marketing“ veröffentlicht.

Der Leitfaden der Fachgruppe Social Media im BVDW spricht unter anderem Unternehmen an, die bisher noch keine Kampagnen im Social Web umgesetzt haben, beziehungsweise ihre ersten Aktivitäten überprüfen möchten. Auch für Agenturen und Selbständige bietet der Ratgeber hilfreiche Tipps, angefangen bei der Planungsphase und Zielgruppenanalyse über Kampagnenformate bis hin zur Erfolgsmessung und Auswertung. Ziel ist es, anhand einer Social Media-Kampagne messbare Erfolge zu generieren.

Und vielleicht sollte ich mal meinem Brauereifreund diese Aussage weitergeben: „Social Media Marketing ist nicht nur für große Unternehmen und Marken interessant. Auch kleine Existenzgründungen und Einzelhänder können sich zum Beispiel im lokalen Umfeld einen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, so Patrick Wassel (Tribal DDB),  stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im BVDW.

Die 10 Tipps in der Übersicht – im PDF werden die Punkte ausführlicher behandelt:

1. Orientieren Sie sich auch im Social Media Marketing an den Grundregeln erfolgreicher Kommunikationsplanung

2. Legen Sie konkrete Zielvorgaben fest

3. Nutzen Sie Targeting

4. Behalten Sie die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Zielgruppe im Blick

5. Beweisen Sie Kreativität

6. Wählen Sie die richtige Art und die richtigen Orte der Ansprache

7. Messen Sie den Kampagnenerfolg und überprüfen Sie mögliche Wechselwirkungen

8. Entscheiden Sie sich für den richtigen Mix in der Erfolgsmessung

9. Achten Sie auf die Erhebung relevanter Daten zur Erfolgsmessung

10. Berücksichtigen Sie die Erfolgsfaktoren von Social Media-Kampagnen

Social Media muss Bestand des Marketings sein

17. Juni 2010
Social Media muss Bestand des Marketings sein

Social Media muss Bestand des Marketings sein

„Es interessiert doch keinen, was ich zu Mittag esse“, solche oder ähnliche Aussagen höre ich immer wieder, wenn ich Kunden im Bereich Social Media berate. Viele Unternehmen haben noch nicht begriffen, worin die Macht von Social Media besteht: Emotionalisierung

Die Folge ist, dass nur jedes dritte deutsche Unternehmen eine Social Media Strategie hat. Dabei bin ich der Meinung, dass nicht das klassische Marketing sofort durch Social Media ersetzt werden muss – zumindest jetzt nicht. Aber die Augen vor einer eindeutigen Entwicklung in den Medien und der Wirtschaft zu verschließen – das halte ich für grob fahrlässig. Twitter & Co. sind heute noch nicht in der Chefetage angekommen. Nur gut jede zehnte Geschäftsführung ist selber im Web 2.0 aktiv.

Dies sind die Ergebnisse einer Umfrage der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. Mehr als 1.700 Pressesprecher und PR-Fachleute haben sich beteiligt. Nur ein Drittel der deutschen Unternehmen verfügt über eine Social-Media-Strategie. Gut jede vierte Firma stellt zusätzliche finanzielle Mittel für die Web2.0-Kommunikation bereit. Ich denke, dass man Mittel aus dem klassischen Marketing (TV-, Radio- oder Printwerbung) abziehen kann und stattdessen in Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook investieren sollte. Im B2C-Bereich allemal, aber auch zunehmend im B2B-Bereich.

Die Umfrage im Einzelnen: Dass ihr Unternehmen bereits über eine Strategie im Web 2.0 verfügt, meinten 32,5 Prozent der befragten Mitarbeiter aus Pressestellen. Gut jeder zweite berichtet zumindest, derzeit an einer Strategie zu arbeiten (52,2 Prozent), während jeder zehnte zugab, sich noch gar nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben (10,2 Prozent). Gut jedes zwanzigste Unternehmen will auch in Zukunft von kommunikativen Maßnahmen in sozialen Netzwerken die Finger lassen (4,3 Prozent). Am aktivsten setzten Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich bei der Kommunikation auf das Web 2.0. Von ihnen haben 38 Prozent bereits eine Social-Media-Strategie. Das Schlusslicht bilden Verwaltungen und Verbänden: weniger als ein Viertel von ihnen engagiert sich strategisch bei Twitter, Facebook & Co. (23,6 Prozent).

Social Media: Geldwäsche per Facebook

11. Juni 2010

Cyberkriminelle nutzen schon seit einigen Jahren so genannte „Money Mules“ zur Geldwäsche. Über diese Geldkuriere werden die illegalen Gewinne von einem Konto auf ein anderes transferiert und so gewaschen. Für gewöhnlich werden Money Mules über Spam-Mails mit zweifelhaften Teilzeitjobangeboten geködert. Stimmt man dem Job zu, wird man gebeten eine Summe an Geld entgegen zu nehmen und dieses an ein Konto bei Western Union zu überweisen. Doch woher kommt das Geld? Sie stammen von wsnpoem, welcher die Bank Daten von infizierten Rechner ausspioniert hat. Die dort geklauten Bank Login Daten werden verwendet um Geld von den Bankkonten zu stehlen Um die Identität der Phisher zu verschleiern, muss der Datentransfer über mehrere Konten geschehen. Genau hier kommen die angeworbenen Money-Mules zum Einsatz.

Kaspersky Lab entdeckte nun eine Facebook-Gruppe, deren Mitglieder als Money Mules angeworben werden. Die Vorgehensweise der Cyberkriminellen erinnert dennoch an klassische Money-Mule-Rekrutierungen. In diesem Fall stellten die Kriminellen über Facebook ihren potentiellen Opfern einen Monatslohn von über 6.000 US-Dollar in Aussicht. Kein schlechtes Honorar bei einer angeblichen Wochenarbeitszeit von weniger als 18 Stunden. Die Facebook-Gruppen-Seite integriert ein GeoIP-Javascript, damit sie möglichst den lokalen Gegebenheiten der Nutzer entspricht. Ein durchaus zeitgemäßer und effektiver Ansatz. Denn diese zweifelhafte Facebook-Gruppe umfasst bereits über 224.000 Mitglieder! Man kann also davon ausgehen, dass das ein oder andere Gruppenmitglied auf diesen neuartigen Social-Engineering-Trick hereinfiel und als Money Mule missbraucht wurde.

Social Media: Twitterpower findet Unfallfahrer

29. Mai 2010

Neulich diskutierte ich mit einem Kunden über den Sinn und Unsinn von Twitter. Er behauptete, dass der Mircoblogging-Dienst auf dem absteigenden Ast sei und die Zukunft im Blogging läge. Ich dagegen beharrte darauf, dass es der Mix macht. Blogs seien wichtig, um schnell und authentisch ein Thema aufzugreifen. Für die Verbreitung dagegen setze ich auf Twitter und Facebook.

Dass die sozialen Netzwerke sogar zur Aufklärung von Verbrechen dienen können, zeigt ein Beispiel Anfang Mai. Ich bekam einen Tweet, dass ein Vater den Unfallfahrer seines Sohnes sucht. Der 24jährige Sohn wurde von einem weißen Kastenwagen auf der B 57 bei Mönchengladbach überfahren. Der Spiegel sei wohl beschädigt und der Sohn verstarb tragischerweise. Der verzweifelte Vater richtete einen Aufruf nach der Tätersuche auch über das Web und nutzte Twitter zur Verbreitung. Und die Community half mit. Der Tweet des Vaters wurde retweetet, also weiterverbreitet. „Es kamen mehr als 2000 Reaktionen pro Tag, ich habe alles der Polizei weitergeleitet“, sagte der trauernde Vater. Und der feige Unfallfahrer, der den Sohn tötete, wurde entdeckt. Ein 27jähriger gestand den Unfall.

Natürlich wurde die Suche auch in den traditionellen Medien betrieben, doch der Mix macht es.