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Google Mitarbeiter unterstützen Maisacher Togohilfe

30. Juni 2018
Ehrenamtliche Arbeit: Togohilfe Maisach und GoogleServe arbeiten Hand in Hand beim Beladen eines Containers für Togo.

Ehrenamtliche Arbeit: Togohilfe Maisach und GoogleServe arbeiten Hand in Hand beim Beladen eines Containers für Togo.

In Zeiten des Partikularinteresses halte ich ehrenamtliche Arbeit für andere für enorm wichtig. Bei uns im Dorf Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck engagiere ich mich daher für die Aktion PiT Togohilfe Maisach. Es galt, zwei Container für Togo zu beladen.
Das Togohaus in unserem Dorf war übervoll und ehrenamtliche Helfer des Vereins, aber auch interessierte und engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde packten mit an. Unterstützt wurden wir dieses Mal von Mitarbeiter des IT-Riesen Google. An zwei Tagen kamen Google-Mitarbeiter ins Dorf zur Togohilfe und luden die Spenden in die riesigen Schiffscontainer.

Google hat seit 2008 mit GoogleServe eine beeindruckende Tradition eingeführt. An einem Tag kann jeder Google-Mitarbeiter sich an einem sozialen Projekt ehrenamtlich beteiligen und das während der Arbeitszeit. Die Aktion PiT Togohilfe Maisach hat einen Paten, der bei Google arbeitet und er bewarb die Togohilfe intern bei Google. Und siehe da: Schon fanden sich engagierte junge Leute, die sich meldeten und in Maisach mithalfen. Ich finde GoogleServe eine wirklich tolle Idee. Im normalen Alltag sind die Google-Mitarbeiter klassische Software-Programmierer, in Maisach wurde aus ihnen tatkräftige Helfer, die mitanpackten.

Es galt schwere Nähmaschinen, Krankenhausbetten, Bänke und Stühle zu verladen. Es wurde nicht über Technik gesprochen, sondern über die Probleme in Afrika. Margret Kopp, die Vorsitzende der Aktion PiT Togohilfe Maisach, berichtete in den Pausen über die Arbeit des Vereins. Die Google-Mitarbeiter, die aus verschiedenen Länder kamen, stellten interessiert Fragen und die Maisacher stellten interessiert Fragen, wie es denn bei Google zugeht. Es war ein wunderbarer Austausch und eine wunderbare Zusammenarbeit. Hier ein kleines Interview:

Dass diese Arbeit der Togohilfe anerkannt wird, zeigte sich vor kurzem: Die Togohilfe gewann den 1. Preis des Bayerischen Eine Welt-Preises. Die Preisträger wurden auch dieses Jahr wieder von einer Jury ausgewählt, die aus Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, des Bayerischen Landtags, des Eine Weltnetzwerks Bayern e.V. und der Staatskanzlei bestand. Laudator Klaus Steiner, MdL, hob die intensive Teilhabe der ländlichen Bevölkerung in den Dörfern in Togo vom ersten Schritt des Dorfentwicklungsprogramm Village Aimes-Afrique – das lebenswerte Dorf an, die wissenschaftliche Begleitung der Projektmaßnahmen und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Partner-Verein Aimes-Afrique hervor, wodurch die Nachhaltigkeit des Projektes in beispielhafter Weise gewährleistet ist. „Das Projekt ist sehr gut durchdacht, arbeitet mit den Partnern auf Augenhöhe zusammen und mobilisiert dadurch die vorhandenen Kräfte und Kapazitäten zur Selbsthilfe in hervorragender Weise“, lobte Steiner.

Am Ende des Tages war das Togohaus wieder leer und freut sich auf neue Spenden. Im August geht der nächste Container.

Am Ende des Tages war das Togohaus wieder leer und freut sich auf neue Spenden. Im August geht der nächste Container.

Und mir wurde bewusst, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit bei uns ist, damit es nicht noch kälter bei uns wird.

Dank an GoogleServe für das Anpacken in Maisach.

Dank an GoogleServe für das Anpacken in Maisach.

KISS kommt voran – Togohilfe feiert Erfolg

16. April 2018
Ehrenamtliche Kräfte beladen einen Container für Togo.

Ehrenamtliche Kräfte beladen einen Container für Togo.

Immer wieder bin ich begeistert von der ehrenamtlichen Tätigkeit meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. Einmal wieder rief die Aktion PiT Togohilfe Maisach bei uns im Dorf und rund zwölf freiwillige Helferinnen und Helfer kamen zusammen und beluden einen Hilfscontainer für das afrikanische Togo.
Alle packten mit an und jeder half mit, um die Spenden zu verladen. Schwerstes Ladegut waren Krankenhausbetten aus Holz, die ziemlich unhandlich und schwer waren. Alle mussten mithelfen, die kiloschweren Betten in den Container zu buxieren. Vor einigen Wochen bekam die Togohilfe Stoffspenden, die ich damals von einem Spender-Lkw abgeladen hatte. Ich hatte ausführlich darüber gebloggt. Jetzt mussten wir die zwei Tonnen Stoffballen in den Container nach Togo verladen. Dabei wurde nicht schlecht geschwitzt.

Mit der Vorsitzenden der Aktion PiT Togohilfe Maisach führte ich zudem ein kleines Videointerview. Margret Kopp kehrte gerade aus Togo zurück und informierte sich über den Fortschritt der Hilfsprojekte. Dorfentwicklung und Schulspeisung KISS sind auf dem besten Wege, benötigen aber immer wieder finanzielle Unterstützung. KISS bedeutet Kinder Schul Speisung. Nur 25 Cent kostet eine Mahlzeit im KiSS-Programm für die Kinder in den Dorfschulen in Togo. Um ein Kind ein Schuljahr lang mit Schulspeisung zu versorgen, genügen 50,- €. Ein kleiner Betrag mit großer Wirkung. Schaut euch das Video an und überzeugt euch.

Zwei Tonnen Stoffe für Togo

16. Februar 2018
Über zwei Tonnen Stoffe für Togo mussten abgeladen und verstaut werden.

Über zwei Tonnen Stoffe für Togo mussten abgeladen und verstaut werden.

Den heutigen Vormittag habe ich mit einem meiner Ehrenämter verbracht. Ich habe Stoffballen bei der Aktion PiT Togohilfe Maisach abgeladen und verstaut.

Die Firma Taubert Textil aus Freising hat der Maisacher Togohilfe über zwei Tonnen Stoffe gespendet, die mit einem Lkw nach Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck geliefert wurden. Für die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins bedeutete dies beim Entladen des Lkw anzupacken und die Stoffballen im Lager der Aktion PiT Togohilfe Maisach zu verstauen. Insgesamt wurden sechs Paletten an Stoffballen unterschiedlicher Farben abgeladen und mit einem Hubwagen ins Lager gebracht. Dort wurden die Ballen von uns abgelagert. Im westafrikanischen Togo unterstützt die Aktion PiT Togohilfe mehrere Nähereien. Zu ihnen werden die Stoffe geliefert. Die nächste Container ist für April 2018 geplant.

Hier werden die Stoffballen mit mechanischen Nähmaschinen in den Container geladen. Das sind aber nur ein kleiner Teil der Hilfsgüter, die nach Togo verschifft werden. Als ich mithalf die Stoffballen zu stapeln wurde von einem Mitglied von einer Spende von chirurgischen Instrumenten berichtet. Ich finde es toll, wie sich die Mitglieder mit dem Verein identifizieren.

Blogparade: Bucket List – meine persönliche Reiseliste

13. Februar 2018

Durch den Reise- und Fotoblog Phototravellers wurde ich animiert an seiner Blogparade teilzunehmen: Bucket List, wohin würde ich gerne mal reisen. Zur Bucket List hat man früher Wunschliste gesagt und ich bin mal in mich gegangen, wohin ich gerne mal durchstarten will. Hier sind meine Reisewünsche – einige realistisch, einige unrealistisch – zumindest im Moment.

Reiseziel: Nahziel – das Allgäu
Für mich ist das Allgäu ein Ort zum Auftanken. Wer den Blog kennt, der kennt auch mein Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Hierhin zieht es mich immer wieder zurück. Und da es auf meiner Bucket List steht, will ich dieses Wunschziel in Kürze wieder ansteuern, um aufzutanken und zu genießen. Es ist nur rund 2 Stunden von meinem Wohnort entfernt und ich brauche immer wieder einen Abstecher dorthin zum Wandern, zum Sanieren, zum Genießen. Nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt.

Reiseziel: Von wegen sparsam: Schottland
Als ich die Fotos der Familie meines ehemaligen Chefs Jochen Jauch von deren Schottlandreise gesehen habe, kam der Wunsch wieder auf, dieses eindrucksvolle Land wieder zu sehen. Meine Frau und ich hatten unsere Hochzeitsreise nach Schottland gemacht und es wird einfach Zeit, dass wir Land und Leute wieder treffen. Schottland setze ich mich Ruhe gleich. Ich habe ein Bedürfnis nach Ruhe in meinem hektischen Leben. Und wenn ich dabei ein Glas Ardbeg in den Händen halte und alle vier Jahreszeiten in einer Stunde genießen kann, dann geht es mir gut. Und ich brauche unbedingt endlich ein Inverness-Cape, da ist Schottland das Land dafür. Harris-Tweed wird natürlich auf der Reise getragen, was sonst?

Reiseziel: Made in Japan
Ich war noch nie in Japan und gerne würde ich mal dieses Land kennenlernen. Ich bin gespannt auf die Gegensätze: es gibt soviel, das mich dort interessiert: Die Menschen, die Kultur, das Essen, der Overkill an Gadgets und die Impulse, die von diesem Land ausgehen. Ich liebe die Verrücktheit der Japaner – meine Kinder und ich lieben Nintendo und Sony, wir lieben die Ghibli-Studios und lesen Mangas und schauen Anime. Allerdings sind es meiner Frau zu viel Leute auf zu wenig Platz und zeigt erst einmal die rote Karte. Japan wird ein Traum bleiben – vorerst.

Reiseziel: Im Westen des schwarzen Kontinents – Togo
Vor rund 20 Jahren war ich zum ersten Mal im westafrikanischen Land Togo als Journalist. Ich begleitete einen Hilfstransport der Aktion PiT Togohilfe Maisach. Heute bin ich aktives Mitglied dieser Hilfsorganisation und setze mich für dieses Land ein. Togo war einstmals deutsche Kolonie und ich begab mich auf den Spuren der Kolonialzeit. Auf den Deutschen folgten die Franzosen und dann die Unabhängigkeit. Als ich das faszinierende Land besuchte, war es eine Militärdiktatur unter Gnassingbé Eyadéma, der 1984 den Bayerischen Verdienstorden (!) bekam. Heute ist sein Sohn Faure Gnassingbé Präsident des Landes. Ich möchte mich auf einer Reise überzeugen, wie sich das Land entwickelt hat. Durch Aktion PiT Togohilfe Maisach und anderen Hilfsorganisationen hat sich das Land verändert und davon möchte ich mich überzeugen. Vielleicht klappt es 2019, das ich meiner Frau den schwarzen Kontinent zeige, denn Afrika ist anders, ganz anders.

Reiseziel: K-Pop live hören in Südkorea
Wer bei uns das Haus betritt, der wird von (lauten) K-Pop-Klängen empfangen. K2 ist K-Pop-Fan und das bekommt jeder mit (oder man ist taub). K-Pop ist koreanische Popmusik. Natürlich südkoreanische Pop-Musik ist gemeint. Bands wie BTS, G Dragon, GOT 7, exo und viele mehr sind bei uns von Interesse. Und K2 interessiert sich über die Musik hinaus für die koreanische Kultur, lernt ein wenig die Sprache, versucht sich an der Küche. Und da ist es natürlich kein Wunder, dass der Wunsch besteht, einmal nach Südkorea zu reisen und das Land zu erleben. Durch die aktuelle Olympiade taucht das asiatische Land in unseren Medien auf und ich sammle schon ein paar Reisetipps für spätere Zeiten. Sicher ist auf jeden Fall, dass wir im Moment nicht nach Südkorea reisen werden – vor allem nicht, wenn sich die politische Situation mit dem Irren aus Nordkorea nicht entspannt. Aber natürlich muss K2 irgendwann nach Korea und als stolzer Papa bin ich natürlich mit an der Seite und wir werden dann ein K-Pop-Konzert besuchen.

Reiseziel: Fühle das Feuer in New Orleans
Vor Jahren besuchte ich die Siggraph-Messe in New Orleans im Süden der USA. Und ich verliebte mich schlagartig in die kreolische Küche. Als mein Vorstandskollege im Bloggerclub und langjähriger Kreuzfahrtblogger Franz Neumeier neulich Jambalaya kochte, erinnerte ich mich an die schöne Zeit in New Orleans. Damals durchstreifte ich das French Quarter, der älteste Stadtteil von New Orleans. Dort pulsiert das Leben. Hier lässt sich amerikanische Geschichte spüren. Ich hatte damals das Robbie Robertson Album Storyville über meinen iPod gehört, das New Orleans zum Inhalt hatte. Aber auch New Orleans muss warten. Ich warte bis der Donald sein Präsidentenamt abgibt und dann reise ich wieder in die USA.

Und dann wären noch …
Paris und London – Rom und Florenz – Stockholm und Luxembourg – und mein Kollege Franz Neumeier empfiehlt mir Kreuzfahrten – oh Mann, es gibt so viele Orte, wo ich mal wieder hin will oder neu entdecken will. Also vielen Dank für die Erinnerung an die Wunschliste. Und natürlich kann jeder an der Blogparade teilnehmen.

Weihnachtspakete für Togo

4. Dezember 2017

Vor Weihnachten ist es immer stressig, wenn man ehrenamtlich für eine Hilfsorganisation wie die Aktion PIT Togohilfe bei uns im Dorf Maisach arbeitet. Ich habe eigentlich bis kurz vor Weihnachten Seminare, aber zwei Termine habe ich für mein Ehrenamt freischalten können: Zum einen für das Beladen eines Hilfscontainers, zum anderen für einen Standdienst im Museum fünf Kontinente.

Millimeterarbeit beim Containerbeladen
Aber der Reihe nach: Es zählt jeder Millimeter Platz, wenn ein Container für das afrikanische Land Togo beladen werden muss. Die zahlreichen gespendeten Hilfsgüter müssen auf den Weg nach Afrika gebracht werden. Dieses Mal standen die Pakete für die Patenkinder im Vordergrund. Die Aktion PIT Togohilfe betreut rund 600 Patenkinder. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich gerne bei dem Hilfsorganisation melden, die seit über 35 Jahren aktiv ist. Ich selbst habe mit meiner Firma redaktion42 zwei Patenkinder und kann dafür einstehen, dass die Hilfe ankommt.
So einen riesigen Container auf die Reise zu schicken, das kostet Geld und daher muss der Platz optimal ausgenutzt werden. Ehrenamtliche Lademeister schauen, dass kein Platz verschenkt wird. Im Vorfeld wird genau geklärt, was unbedingt mit auf die Reise muss und was gegebenenfalls warten kann. Meine Frau Doris Ortlieb hat den verdienstvollen Job der Logistik übernommen. Genau zählt sie die Paletten mit den Spenden ab. Hier muss genau Buch geführt werden, denn der Zoll ist genau und gegenüber den Spendern muss Rechenschaft abgelegt werden.

Palette um Palette wird aus dem Lager mit Hubwägen herausgefahren und mit einem Ministapler in den Container gehoben. Ganze Familien haben sich eingefunden, um mitzuhelfen. Jeder hilft wo er kann. So funktioniert Ehrenamt bei uns auf dem Dorf. Es sind Teamplayer, die hier bei der Aktion PIT Togohilfe mitarbeiten.

Margret Kopp beschriftet die Pakete für künstliche Hüften.

Margret Kopp beschriftet die Pakete für künstliche Hüften.

Koordiniert wird die ganze Sache von der Vereinsvorsitzenden Margret Kopp zusammen mit ihrem Mann Christian. Nichts darf vergessen werden. So muss eine Spende von Musikinstrumenten ebenso verladen werden, wie künstliche Hüftgelenke. Diese werden in Togo sehnsüchtig erwartet. Margret Kopp reist dem Container nach Togo hinterher und koordiniert die Operationen anschließend in Togo. Sie hat auch ein deutsches Ärzteteam organisiert, das die Operationen vornimmt.

Eine Glocke aus Unterfranken für Togo
Fasziniert bin ich vor allem von einer Glocke, die auf den Weg nach Togo geschickt wird. Gegossen wurde sie von der unterfränkischen Abtei Münster Schwarzach. Stabil verpackt in einer Kiste wird die 100 Kilogramm schwere Glocke sicher verladen.

Afrikatag bringt Spenden für KISS
Um über die Arbeit der Aktion PIT Togohilfe zu informieren, war ich im Museum Fünf Kontinente mit dabei. Christian Kopp hatte von der Museumsleitung eine Einladung für einen Infostand auf dem Afrikatag des Münchner Museums bekommen. Morgens fuhren wir in das ehemalige Völkerkundemuseum, bauten unseren Stand auf und warteten auf die Besucher. Vom Aufbau habe ich dieses kleine Hyperlapse Video gedreht.

Mein Job war es, an Interessierte Buttons mit Namen aus Togo zu produzieren. In Togo bekommen die Kinder einen Zweitnamen. Dieser richtet sich nach dem Wochentag an dem sie geboren sind. Das Foto zeigt, welcher Name es ist.

Wie heißt du in Togo?

Wie heißt du in Togo?

Die Besucher des Afrikatages nannten mir ihr Geburtsdatum und ich schaute im Netz nach, um welches Tag es sich handelt. Dann produzierte ich einen Button mit dem jeweiligen Namen gegen eine Spende. Ich finde es eine gute, öffentlichkeitswirksame Idee.

Christian Kopp im Gespräch.

Christian Kopp im Gespräch.

Christian Kopp informierte derweil über die Fachthemen. Derzeit sammeln wir Spenden für die Aktion KISS. Es handelt sich um eine Kinder – Schul – Speisung (KISS). Nur 25 Cent kostet eine Mahlzeit im KiSS-Programm für die Kinder in unseren Dorfschulen in Togo. Um ein Kind ein Schuljahr lang mit Schulspeisung zu versorgen, genügen 50 Euro. Nur aufgrund von Bildung gehen Kinder in Togo nicht in die Schule, aber wenn Essen als Anreiz dabei ist, lernen die Schülerinnen und Schüler. Regelmäßiges Essen bedeutet bessere Gesundheit, bessere Konzentration, bessere Schulabschlüsse, bessere Aufstiegschancen und bessere Mitgestaltung. Wer mehr über KISS wissen möchte, kann dies hier tun. Hier ein paar Eindrücke des Afrikatages als Video:

Zudem wurde Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen geknüpft. Die Togohilfe Maisach ist ja seit Jahren bei vielen über die Medien bekannt, aber persönliches Kennenlernen der Hilfsorganisationen ist natürlich am besten.
Ein Konzert der Gruppe Seraphin Ministry habe ich auch besucht. Schaut euch den Auftritt mal an.

Afrika-Feeling durch den Togo Kalender

27. November 2017
Der Togo-Kalender der Aktion PIT Togohilfe kostet 5 Euro.

Der Togo-Kalender der Aktion PIT Togohilfe kostet 5 Euro.

Wer noch ein kleines Weihnachtsgeschenk sucht, dem kann ich den Togokalender 2018 der Aktion PIT Togohilfe empfehlen. Wie ihr wisst, bin ich dort ehrenamtlich tätig, weil ich es für richtig halte, etwas für die Menschen in Afrika zu tun. Mein Engagement liegt dabei in zwei Patenschaften, die mein Unternehmen redaktion42 hat, sowie ehrenamtliche Tätigkeit, wie das Beladen von Containern, Unterstützung bei Messen und Ausstellungen und ein wenig Öffentlichkeitsarbeit.

Der Togo-Kalender erscheint seit mehr als 15 Jahren sehr erfolgreich und kostet pro Ausgabe fünf Euro, die auch bei den Menschen in Togo ankommen. Der Druck des Kalenders ist bereits durch das Sponsoring von zwölf Unternehmen gedeckt, die zum Teil seit Jahren den Kalender mit ihrer Werbung unterstützen. Die Fotos des Kalenders wurden 2017 in Togo von Mitgliedern der Aktion PIT geschossen und zeigen die Vielfalt des Landes. Ich war bisher einmal in Togo und nach dem Durchblättern des Kalenders ist meine Reiselust wieder entbrannt. Im Grunde bringt der Kalender das Afrikafeeling für ein Jahr ins Heim, wie es die Vorsitzende der Aktion PIT Togohilfe Margret Kopp aus Maisach sagt.
Der authentische Togo-Kalender ist nicht nur für Einzelpersonen gedacht. Es gibt einige Unternehmen, die als Firmengeschenk diesen Kalender an ihre Kunden oder ihre Belegschaft verteilen – das finde ich gut und unterstützenswert.
Bestellungen nimmt natürlich die Aktion PIT auf ihrer Website entgegen. Fünf Euro, die meiner Meinung nach richtig investiert sind.

Bei einer Messe in München verkaufe ich den Kalender.

Bei einer Messe in München verkaufe ich den Kalender.

Stammtischparolen entgegenwirken durch Infos über Togo

20. Oktober 2017

Wie die Leser dieses Blogs wissen, engagierte ich mich ehrenamtlich für die Aktion PiT – Togohilfe Maisach, weil ich es für eine gute Sache halte. Es ist wichtig, den Menschen in Afrika eine Chance auf ein Leben in ihrem Land zu geben. Dazu trägt die Maisacher Togohilfe seit über 35 Jahren bei.
Eine besonders sinnvolle Art der Lobbyarbeit macht dabei die Vorsitzende des Verbandes Margret Kopp. Um das Thema Togo und Afrika immer wieder ins Gespräch zu bringen, diskutierte sie vor kurzem auf dem 48. Andechser Europatag der Paneuropa-Union. Sie zeigte den Anwesenden Hintergründe über das afrikanische Land auf.

Die Vorsitzende der Togohilfe berichtet auf dem 48. Andechser Europatag der Paneuropa-Union über Togo.

Die Vorsitzende der Togohilfe berichtet auf dem 48. Andechser Europatag der Paneuropa-Union über Togo.

Die ehemals deutsche, dann französische Kolonie vereinige auf einem Gebiet, das kleiner als Bayern sei, über 40 Stämme – „echte Völker mit unterschiedlichen Sprachen, Traditionen, Lebensgewohnheiten und Jahresabläufen“. Die zufällig gezogene Linealgrenze trenne die meisten von ihnen von ihrem Stamm im jeweiligen Nachbarland; mit dem Staat Togo könnten sie sich schwer identifizieren. „Auf diese Situation lassen sich europäische Demokratievorstellungen nicht übertragen“, so Margret Kopp. Sie rief daher die Politikwissenschaftler auf, eine dem angepasste Demokratieform zu entwickeln. Ähnlich vielfältig sei die Religionslandschaft, von Katholiken, Protestanten und Sekten über den Islam und Naturreligionen bis zum Vodoo-Kult. Das gestalte das Zusammenleben schwierig, schaffe aber auch Modelle dafür, „wie man miteinander auskommen kann.“
Togo sei sehr arm, es fehle an Bodenschätzen und Wertschöpfung. 80 Prozent der Bevölkerung lebten von ihren Feldern, für Handel gebe es weder Kaufkraft noch Infrastruktur. Ein großes Potential sei jedoch der Kinderreichtum – „50 Prozent sind unter 18! Und wollen was lernen und was machen.“ Eine kleine Schicht von gut ausgebildeten Leuten sei ebenfalls zum Handeln bereit, etwa in Europa perfekt ausgebildete Ärzte, die mit etwas Unterstützung daran arbeiten, auch am Land, wo es keine medizinische Versorgung gibt, Grundvoraussetzungen für ein Gesundheitssystem zu schaffen.
Durch solche Aktionen und Hintergrundgespräche schaffen wir Bewusstsein, wie es in anderen Teilen der Welt zugeht. Ich finde dieses Engagement sehr wichtig, denn durch Information wird Klarheit geschaffen und ich freue mich, dass ich mich in so einem Verein ehrenamtlich engagieren kann, um den Stammtischparolen entgegen zu wirken.

Tetris mit Hilfsgütern nach Togo

17. August 2017
Kurze Besprechung der ehrenamtlichen Helfer.

Kurze Besprechung der ehrenamtlichen Helfer.

Die Togohilfe Maisach hat gerufen. Gerne bin ich dem Ruf gefolgt und habe wieder ehrenamtlich einen Container für den afrikanischen Staat Togo mitbeladen. Alle zwei Monate schickt die Aktion PTT Togohilfe Maisach seinen Container auf die Reise nach Lomé und wenn ich Zeit habe, helfe ich mit. Ich habe schon ein paar Mal in meinem Blog über dieses meiner Meinung vorbildliche gesellschaftliche Engagement berichtet und so auch heute wieder.
Im Mittelpunkt der Ladeaktion standen zwei Dinge: Krücken und Schultaschen. Margret Kopp, Vorsitzende der Aktion PIT Togohilfe Maisach, brauchte Krücken und Schultaschen. Dieser hervorragende vernetzte Frau bat die Bevölkerung um entsprechende Spenden und ich bin begeistert über die enorme Spendenbereitschaft der Deutschen. Aus nah und fern wurden Krücken und Schultaschen geliefert.

Gemeinsam mit Dr. Kodom, seinem Verein Aimes-Afrique und einem Ärzteteam aus Trostberg bereiten die Maisacher Organisation einen Ärzteeinsatz in Togo vor, bei dem auch anspruchsvolle Hüftoperationen kostenlos für mittellose Patienten aus ländlichen Regionen vorgesehen sind. Dafür werden die Krücken benötigt.

Ich zählte rund 150 Paar Krücken und über 600 Schultaschen, die in den Container nach Togo verlanden wurden. Daneben wurden natürlich zahlreiche medizinische Hilfsgüter, mechanische Nähmaschinen und Stühle verladen. Ein extrem schweres Ultraschallgerät und andere medizinisch Ausrüstungsgegenstände gingen ebenso auf die Reise.
Das ehrenamtliche Team ist gut aufeinander eingespielt. Ein Teil der Leute ist im Container, ein Teil davor. Die Spenden auf Paletten werden mit einer Ameise in den Container gehoben und dann im Container verstaut. Mir kommt es vor, als ob Tetris mit Sachspenden gespielt wird. Kein Platz wird verschenkt, denn der Container nach Togo ist teuer und wird über Spenden finanziert. Da muss professionell gepackt werden. Zusammen mit K1 kümmerte ich mich um die Schultaschen, Ranzen und Rucksäcke. Ich führte das aus, was mir gesagt wurde – auch mal ein schönes Gefühl, wenn andere die Verantwortung haben.
Insgesamt drei Stunden hat die ganze Verladeaktion gedauert, dann konnte der Container samt Zugmaschine auf die Reise gehen. Ich habe ein Hyperlapse-Video mit der Bloggerkamera gedreht. Drei Stunden in knapp sechs Minuten zusammengefasst. Es wäre schön, wenn es immer so schnell gehen würde. Wer beim nächsten Mal mithelfen will, kann sich einfach bei der Aktion PIT Togohilfe Maisach melden.

Wassershow mit Tanz und Musik – die Nacht der Fontänen der Maisacher Togohilfe

11. August 2017

Ihr wisst ja, ich bin ein Togo-Fan und unterstütze den örtlichen Verein Aktion PiT-Togohilfe wann immer ich kann. Im Moment werden Schultaschen für Togo gesammt und in wenigen Tagen helfe ich wieder mit einen Container für Afrika zu beladen. Eine neue Form der Öffentlichkeitsarbeit schlug die Vorsitzende des Vereins Margret Kopp ein. Mit einer Mischung aus Musik, Tanz und Wassershow faszinierte die Nacht der Fontänen das Publikum im Stadtsaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld. Der Erlös des optisch und akustische Spektakel kam der Togohilfe zu Gute. Die Benefizveranstaltung ist Teil der Kreiskulturtage Fürstenfeldbruck. Meine Familie und ich waren mit von der Partie und haben den Abend genossen.

Margret Kopp und ie amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio

Margret Kopp und ie amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio

„Unsere Besucher trugen dazu bei, dass Aktion PiT-Togohilfe notleidenden Kindern und ihren Familien in Togo direkt geholfen wird und sich die Lebensbedingungen in diesem Teil Afrikas verbessern.“ Als Ehrengäste begrüßte sie unter anderem den neuen Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh und die amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio, die im Februar in Paris gewählt wurde und sich für soziale Anliegen im Ausland lebender Togolesen einsetzt. Wahnsinn, wie groß gewachsen diese Frau ist.

Der togolesische Arzt Dr. Kodom, der lokale Partner der Maisacher Togohilfe, war ebenfalls nach Fürstenfeldbruck angereist. In der Pause konnte ich mein Schulfranzösisch rauskramen und machte ein wenig Smalltalk. Ich erinnerte mich an meine Togo-Reise vor mehreren Jahren und freue mich, wenn ich das schöne Land wieder besuchen kann. Es wäre eine tolle Sache für diesen Blog.

Ratsch mit dem Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh

Ratsch mit dem Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh

Aber zurück zu der Nacht der Fontänen. Ich habe von dem Abend für die Togohilfe zahlreiche Bilder geschossen und den kompletten Abend für YouTube mitgedreht. Die Musik des Abends steuerte das prämierte Puchheimer Jugendkammerorchester bei. Es gab unter anderem Kammermusik und Serenaden von Rossini, Grieg und Tschaikowsky zu hören. Das Fürstenfeldbrucker Ballettstudio Sinzinger tanzte zu Vivaldis Vier Jahreszeiten.

Wasser und Licht marsch vom Regiepult

Wasser und Licht marsch vom Regiepult

Dazu gab es als optischer Star des Abends die eindrucksvolle Wassershow des Olchinger Unternehmens Water Act. Vor der Bühne des Stadtsaals war ein großes Wasserbassin errichtet worden, von dem die dynamischen Wasserfontänen mit wechselnder Lichtunterstützung aufstiegen. Unter dem Dach waren die Mitarbeiter von Water Act und steuerten Licht und Wasser via Keyboard-Tastatur. Es war interessant zu beobachten, wie das System gesteuert wurde und mit welcher Konzentration die Kreativen an die Arbeit gehen. Von oben sah die ganze Veranstaltung wunderbar aus. „Für alle beteiligen Künstler eine enorme Herausforderung, die Symbiose zwischen Musik, Tanz, Farben und Wasserspiel zu einem Erlebnis werden zu lassen und es ist wunderbar gelungen“, so Margret Kopp. Nach dem großen Erfolg wird im kommenden Jahr eine neue Nacht der Fontänen anstehen.

In seinem Grußwort lobte Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, den Einsatz der Maisacher Togohilfe: „Die Nacht der Fontänen ehrt das fast vierzigjährige Engagement einer der aktivsten und bekanntesten deutschen Vereine in der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit mit Togo.“ Das geht runter wie Öl und freut mich als Firmeninhaber, der mit redaktion42 zwei Patenschaften in Togo abgeschlossen hat. In seinem Grußwort schreibt der Entwicklungshilfeminister Gerd Müller weiter: „Bis 2050 wird sich die Bevölkerung Afrikas auf 2,4 Mlliarden Menschen verdoppelt haben. Dieser Trend ist auch in Togo bemerkbar. Über 40 Prozent der Menschen in Togo sind heute unter 14 Jahren alt.“ Daher hat Müller völlig recht und verschließt nicht die Augen vor dieser Herausforderung. „Erfolgreiche Entwicklsungszusammenabeit kann dabei helfen, die Chancen zu nutzen.“ Und darum unterstütze ich mit meiner Familie die Aktion PiT-Togohilfe bei uns in Maisach.

Hier das komplette Konzert:

und noch hier ein paar Bilder:

Container voller Medizingüter für Togo

4. Juni 2017

Alle eineinhalb Monate steht eine Hilfslieferung nach Togo an. Ich bin mit meinem Unternehmen redaktion42 seit Jahren Pate für zwei Kinder in Togo und helfe beim Beladen von Container für das afrikanische Land mit. Bei uns im Dorf ist die Aktion Pit – Togohilfe Maisach seit über 25 Jahren aktiv: Jetzt stand wieder das Beladen eines Containers an. Inhalt war dieses Mal medizinische Güter für Krankenstationen und Krankenhäuser, darunter Krankenbetten, medizinische Apparate, Krücken, Rollstühle, Matratzen, Verbandsmaterial.

Das Lager in Maisach in einem alten Postlager im Landkreis Fürstenfeldbruck war voll und dank einer Unterstützung vom BMZ konnte wieder ein Container auf dem Weg nach Lomé, der Hauptstadt von Togo auf die Reise gebracht werden.

Rund 3500 Euro kostet ein Transport von Tür zu Tür. Der rote Container wird per Lkw nach München Allach gebracht, dort auf die Bahn nach Hamburg verladen und schippert dann per Containerschiff nach Lomé. Dort wird der Container von den afrikanischen Partnern der Togohilfe in Empfang genommen.


Bis es soweit ist, musste der Container von den ehrenamtlichen Helfern der Togohilfe beladen werden. Die Vorsitzende des Vereins Margret Kopp hatte gerufen und engagierte Helferinnen und Helfer kamen und packten mit an. Auch meine Frau und ich waren wieder dabei. Bis der Container in Maisach auf einem Sattelzug eintraf, rollten wir die Hilfsgüter vom Lager auf den Hof. Die Lieferungen wurden genau dokumentiert und eine Vertreterin des BMZ führte Buch über unsere Aktion.


Die Gruppe von uns Freiwilligen ist gut organisiert, kann aber immer weitere kräftige Hände gebrauchen. Auch von anderen Hilfsorganisationen wie Kolping waren Sachen Verlagen. Die Hilfsgüter sind schwer und unhandlich. Es muss das Team gut zusammenarbeiten. Teamarbeit und gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig und das wird bei so einer vierstündigen Aktion eingeübt. Während ein Team in den Container klettert und die Hilfsgüter innen sicher stapelt, sorgt ein Team vor dem Lkw für regelmäßigen Nachschub. Die Organisation läuft rund – Hand in Hand wird gearbeitet. Ich sorge draußen für den Nachschub, schleppe Paletten weg, trage Betrachter für Röntgenbilder in den Kopf. Wir haben auch eine Ameise, die uns unterstützt – ohne diesem Gabelstapler wäre das Beladen unmöglich. Ein dummer Spruch hier, ein freundliches Wort da – das Team der Helfer versteht sich und Unterhaltung ist gut für die Stimmung. Auch Togolesen sind dabei, schließlich geht es um ihr Land und so ist es für sie eine Selbstverständlichkeit mit anzupacken. Ich nutze die Gelegenheit, mein Schulfranzösisch aufzubessern und mühe mich mit den Vokabeln ab. Belo ein freundlicher Togolese freut sich und klopft mir mit den bayerischen Worten auf den Rücken „Wird schon, mein Freund.“


Nach vier Stunden ist alles verladen. Am Ende jeder Verladeaktion gibt es noch ein schönes Ritual. Alle Beteiligten unterschreiben auf einem Plakat, das als letztes in den Container gepackt wird. Ich habe Matthias und meinen Twitternamen @redaktion42 geschrieben. In Togo wird der Gruß beim Auspacken als erstes wahrgenommen. Der Container wird verriegelt. Vorsitzende Margret Kopp verblombt den Container mit einer gelben Blombe und die Dame vom BMZ überwacht die ganze Aktion. Während unser Container auf die Reise geht, gibt es erst mal eine bayerische Brotzeit. Auch zusammen feiern gehört dazu. Der nächste Container für Togo wird am 11. August in Maisach beladen. Wer mithelfen will, ist gerne willkommen.