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Corona: Vorbildliches Hygienekonzept mit QR-Codes im Gasthaus Heinzinger, Rottbach

3. August 2020
Vorbildliches Hygienekonzept im Gasthaus Heinzinger in Rottbach.

Vorbildliches Hygienekonzept im Gasthaus Heinzinger in Rottbach.

Corona macht der Gastronomie stark zu schaffen. Ich bin gerne bereit, die lokalen Wirte zu unterstützen, wenn Qualität und Service passen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Auch unterschiedliche Hygienekonzepte in den Wirtshäusern sind festzustellen.
Mein Lieblingslokal im Landkreis Fürstenfeldbruck ist bei uns um die Ecke, das Gasthaus Heinzinger. Der Wirt Denis Kleinknecht ist in der nationalen Gastro-Szene wohlbekannt und die ganze Familie liebt sein Essen. Also nichts wie raus nach Rottbach. Es gab Wiener Schnitzel für meine Mutter, Kuddeln für die Gattin und für mich ein Tomahawk, zuvor Radieschenkaltschale und panierter Schweinskopf als Grüße aus der Küche. Absolut lecker.

Bemerkenswert ist aber auch das Hygienekonzept. Kontaktnachverfolgung ist ja üblich. Aber wenn ein Wirt sein Konzept ernst nimmt, dann muss die Speisekarte nach jedem Gast gereinigt werden. Das ist aufwändig und bindet Personal. Leider habe ich schon einige Gasthäuser auch im Dorf erlebt, die dieses Corona wohl nicht so eng sehen.
Denis Kleinknecht dagegen hat seine Speisekarte ins Netz gestellt und gibt eingeschweißte QR-Codes aus. Die Gäste können sich via Smartphone die Karte auf ihr Mobiltelefon laden und auswählen. Da wir auf dem Land in Bayern sind und kein Netz vorhanden ist, bietet Denis Kleinknecht seinen Gästen einen kostenlosen WLAN-Zugang. Das ist Digitalisierung in Corona-Zeiten. Die eingeschweißten Karten werden dann abgewischt. In diesem Video erklärt Denis Kleinknecht sein Konzept:

Für die Gäste, die kein Smartphone haben oder mit dem QR-Code und Technik generell überfordert sind, hält Denis Kleinknecht Papierausdrucke seiner Speisekarte bereit, die nach dem Bestellvorgang vernichtet werden.
Also im Gasthaus Heinzinger esse ich nicht nur gerne, weil Qualität und Service stimmen. Nein, ich fühle mich auch sicher, weil der Gastronom den Schutz seiner Kunden sehr ernst nimmt.

Urlaub daheim: Räuber-Kneißl-Radweg

27. Juli 2020
Kneißl-Rastplatz in Überacker.

Kneißl-Rastplatz in Überacker.

Wenn ich dieses Jahr schon nicht in den Urlaub fahre und aufgrund Corona zu Hause bleibe, will ich meine Heimat näher erkunden. Da trifft es sich gut, dass der Räuber Kneißl Radweg vor kurzem offiziell eröffnet wurde. Ich hab den Weg vor der Eröffnung während der ersten Corona-Welle mal abgefahren und darüber mit vielen Videos gebloggt. Hier der Link zu meinen ersten Eindrücken.
Jetzt kam eine Einladung der WestAllianz ins Postfach, die eine Presse- und Bloggertour des Räuber Kneißl Radwegs in meiner Heimatgemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck durchführten. Klar, bin ich da mitgefahren. Neben Bewegung gab es auch Geschichte und Kultur zu erleben. Die Themen-Strecke ist in vier Etappen unterteilt und führt über 110 Kilometer durch die Gemeinden Bergkirchen, Gröbenzell, Karlsfeld, Maisach, Sulzemoos, Odelzhausen und Pfaffenhofen a.d. Glonn, die im Wirtschaftsverbund WestAllianz zusammengeschlossen sind. Was die WestAllianz eigentlich ist, erklärte Helmut Zech, Leiter der Arbeitsgruppe Naherholung und Tourismus der WestAllianz und gleichzeitig Bürgermeister von Pfaffenhofen a.d. Glonn. Er erklärte uns in Maisach den Hintergrund in diesem Video.

Auf der Website www.räuber-kneissl-radweg.de gibt es Hintergrundinformationen zum Radweg, zudem stehen die GPS-Daten der Etappen, die offizielle Radwanderkarte sowie ein Audio Guide zum Download bereit. Der kleine Tross von Medienmenschen ist natürlich nicht die ganze Strecke geradelt, sondern haben symbolisch rund 10 Kilometer des Kneißl-Radwegs erkundet (und sogar dabei noch abgekürzt). Hier ein Zeitraffervideo unserer Tour von Maisach über Überacker und Frauenberg.

Das neue Ausflugsziel ist nach Mathias Kneißl (1875-1902) benannt, der in den Gemeinden der WestAllianz gelebt hat und als „Kneißl Hias“, „Räuber Kneißl“ oder auch „Schachenmüller- Hias“ in die Lokalgeschichte einging. Zahlreiche Bücher, Schriften, Lieder, Filme und Theaterstücke widmeten sich seinem Leben, das von Armut und Dramatik, aber auch von Kriminalität geprägt war.

„Wir haben einen Themenweg geschaffen, der nicht nur landschaftlich überaus vielseitig ist und entlang vieler Attraktionen des Münchner Westens führt“, betont Helmut Zech. „Vielmehr erfährt man an den Informationstafeln in den Gemeinden auch viel Wissenswertes rund um das Leben von Mathias Kneißl, an dem sich ja bis heute die Geister scheiden.“ Wichtig war den Organisatoren, den durchaus umstrittenen Namensgeber keinesfalls zu glorifizieren. Die bewegende Geschichte des Räuber Kneißls wurde von Kulturwissenschaftlerin Dr. Annegret Braun erzählt.

Entlang der Strecke sind neun offizielle „Kneißl-Rastplätze“ eingerichtet. Tische und Bänke laden zum Verweilen ein, zudem gibt es Info-Tafeln rund um den Namensgeber sowie Fahrradständer und eine dekorative Stele, die der Künstler Helmut Fischer entworfen hat. Aber auch zu den Besonderheiten der einzelnen Gemeinden der WestAllianz und zu ihren Sehenswürdigkeiten wird in Wort und Bild informiert. Für den Notfall steht in jeder Gemeinde übrigens auch die nötige Ausrüstung zur Reparatur des Fahrrads bereit.

In der Radwanderkarte zur neuen Räuber-Kneißl-Route eingezeichnet sind lokale Sehenswürdigkeiten wie Klöster, Kirchen, Kapellen, Schlösser, Mühlen, Bademöglichkeiten, E-Bike-Ladestationen und Campingplätze sowie besondere Attraktionen wie der Kneißlkeller in Maisach, das Heimat- und Torfmuseum in Gröbenzell oder die Kapelle Maria Stern in Odelzhausen. Annegret Braun erzählte auch von einem nachgebauten Klassenzimmer wie zu Kneißls-Zeiten in Sulzemoos als Attraktion für die ganze Familie.

Die Streckenabschnitte, Sehenswürdigkeiten, Stationen und Rastplätze im Überblick
Abschnitt 1: Karlsfeld – Gröbenzell (30,2 Kilometer)
Karlsfeld
• Heimatmuseum (www.heimatmuseum-karlsfeld.de) mit E-Bike-Ladestation
• Ludl Kapelle, Andachts- und Feldkapelle von 1899
• Karlsfelder See
• Kneißl-Rastplatz am Waldschwaigsee
Gröbenzell
• Heimat- und Torfmuseum (www.torfmuseum.de) im historischen Schulhaus
• Lochhauser Sandberg, ein botanisches Naturdenkmal
• Kneipp-Anlage im Gröbenbach mit Armbadbecken
• Camping am Langwiedersee
• Kneißl-Rastplatz an der im Jugendstil errichteten Russenbrücke (1916) über den Gröbenbach

Abschnitt 2: Bergkirchen (25 Kilometer)
Bergkirchen
• Sankt Johann Baptist Kirche
• Kleiner Ampersee und Camping bei Geiselbullach
• Romantische, historische Eichenallee „Am Kreuzweg“ in Lauterbach, zu Beginn des
Verbindungswegs zu Abschnitt 3
• Kneißl-Rastplatz am Eisolzrieder See und am Aussichtspunkt in der Nähe der Pestsäule
und Mariengrotte von Kreuzholzhausen

Abschnitt 3: Maisach (23,3 Kilometer)
• Heilig Blut Kirche am Ende des Verbindungswegs von Abschnitt 2 in Einsbach
• Sankt Bartholomäus Kirche in Überacker auf der Strecke nach Maisach
• Sankt Vitus Kirche
• Räuber Kneißl Keller, Wirtshaus und Museum

• Idyllischer Aussichtspunkt vor Aufkirchen
• Kneißl-Rastplatz bei der Kapelle St. Wolfgang in Überacker und am Aussichtspunkt
Weinbergstraße südlich von Frauenberg

Abschnitt 4: Sulzemoos – Odelzhausen – Pfaffenhofen a.d. Glonn (27,3 Kilometer)
• Gut Schloss Sulzemoos und Sankt Johannes Baptist Kirche in Sulzemoos
• Sankt Florians Kirche in Wiedenzhausen und Maria Stern Kapelle kurz vor Odelzhausen
• Schlossgut Odelzhausen und Sankt Benedikt Kirche in Odelzhausen
• Furthmühle zwischen Odelzhausen und Pfaffenhofen a.d. Glonn
• Kirche St. Michael in Pfaffenhofen a.d. Glonn
• Kneißl-Rastplatz in allen drei Gemeinden

Und zum Schluss noch eine nette Fluchtgeschichte vom Räuber Kneißl. In einem Odlfass entkam der gesuchte Mathias Kneißl. Annegret Braun weiß mehr:

Arbeiten in Corona-Zeiten bei der HSS

29. Juni 2020

Am vergangenen Wochenende ging es wieder los. Ich durfte in die Bütt – ich durfte ein mehrtägiges Seminar vor Menschen halten. Auftraggeber war die Hanns-Seidel-Stiftung. Seminarort war Kloster Banz in Oberfranken und mein Thema war unter anderem Roger Stone und Ray Cohn. Nachdem meine Mutter eine Hochrisikopatentin ist, war ich vor allem an dem Hygienekonzept des Bildungsanbieters interessiert.


Vorbildlich, durchdacht und konsequent umgesetzt, so mein Eindruck. Diesen Eindruck bekommt man als Besucher schon am großen Eingangsportal des Klosters. Es herrscht Maskenpflicht. Gleich nach dem Eintritt wird klar, hier haben Mitarbeiter und Führung gemeinsam an einem Konzept gearbeitet und es umgesetzt. Es gilt eine Einbahnstraßenregelung und das ist auf den Wegen klar gekennzeichnet.

Im Foyer gibt es Plexiglas und die Mitarbeiter tragen zudem Masken. Wer als Gast seine Maske vergessen hat, wird spätestens hier freundlich, aber deutlich darauf hingewiesen, dass eine Maskenpflicht im Hause herrscht, sobald man sich bewegt. Wer keine Maske hat, kann sich an der Rezeption für kleines Geld eine kaufen.

Bevorzugte Bezahlweise der Seminargebühr ist e-Cash. Die Getränke, die man als Gast während des Seminars konsumiert, werden aufs Zimmer geschrieben und bei Abreise elektronisch bezahlt. Apple Pay funktioniert. Das gefällt mir. Die Unterschrift für Seminaranmeldung wird wenn möglich mit dem eigenen Stift geleistet.
Die Plexiglasscheiben im Hause werden mehrmals am Tag gereinigt. Hygiene steht im Vordergrund. Spender mit Desinfektionsmittel sind ausreichend vorhanden – Hinweisschilder ebenso.


Es werden noch wenige Seminare in Banz angeboten. Die HSS will Erfahrung sammeln. Mein Seminar The Race zum US-Wahlkampf ist auf 12 Teilnehmer begrenzt. Die Sitzplätze im Seminarraum stehen ausreichend auseinander, der Mindestabstand von 1,50 Meter wird eingehalten und die Seminarunterlagen werden vom Seminarleiter persönlich überreicht. Kein Durchgeben von Unterlagen und Stiften mehr. Wir Referenten tragen beim Referieren Gesichtsvisiere, ich trage im Hinblick auf meine Mutter meine Maske Urbandoo von Sina Trinkwalder sowie Baumwollhandschuhe. Während des Seminars bleibe ich konsequent am Platz sitzen, stehe ab und zu mal auf, aber bleibe am Platz, obwohl ich gerne beim Referieren durch den Seminarraum wandere. Aber Corona sorgt für Veränderung und neue Bedingungen.

Die Gruppenräume und auch die Freizeiträume sind für die einzelnen Gruppen entzerrt. Die einzelnen Seminare sollen sich so wenig als möglich begegnen. Es sind noch drei weitere Seminare im weitläufigem Haus, von denen ich praktisch kaum etwas mitbekomme. Auch die Essenseinnahme ist gestaffelt. Kein Buffet, das Essen wird serviert. Reduzierte Teilnehmeranzahl, neue Küchenchefin und Köche vor ihrer Abschlussprüfung sorgen für ein vorzügliches Essen. Auch in unserem Speisesaal wird auf Abstand und Hygiene geachtet. Beim Essen darf freilich die Maske abgenommen werden. Die Tischdeckel sind zudem noch mit einer durchsichtigen Plastikfolie überzogen, die nach dem Essen sofort gereinigt wird. Es sitzen nur zwei Personen an den langen Tischen, was zugegeben die Kommunikation ein wenig erschwert, aber Sicherheit geht vor.

In den Kaffeepausen schenkt ein Mitarbeiter den Kaffee aus und Seminarleiter und Referenten sorgen wieder für Abstand unter den Teilnehmer. Das gilt auch abends beim Zusammensitzen auf der Maintalterasse – Abstand auf einer Bierbank. Die anderen Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbad, Sauna oder Fitnessraum sind natürlich gesperrt.
Mein Fazit: Es tat mir gut, wieder direkt vor Menschen zu referieren, auch mein Firmenkonto als Selbstständiger freut sich. Das Hygienekonzept und die Umsetzung bei diesem Kunden ist vorbildlich. Ich fühle mich sicher und komme gerne wieder, wenn ich gebucht werde.

Jean-Michel Jarre: VR-Konzert Alone together – so geht Innovation

22. Juni 2020

Durch Corona leidet die Veranstaltungsbranche massiv. Konzerte fallen aus. Ich bin als Referent auch ein Opfer von Corona, aber auch als Konzertbesucher leide ich. Zwei Events wurden verschoben. Aufgrund der Ansteckungsgefahr halte ich aber die Maßnahmen für richtig.
Neue Wege gehe ich durch verstärkte Webinare. Und ich sehe auch, dass Künstler neue Wege beschreiten (müssen). Einen radikalen Weg eines Live-Konzerts ging der französische Elektronikkünstler Jean-Michel Jarre ein. Er übertrug am Sonntag abend live ein VR-Konzert ins Netz. Es war schlichtweg der Hammer, was der 71jährige da mit seinem Team auf die Beine gestellt hat. Unter dem Titel „Alone together“ wurde im VRChat ein Konzert vor Avataren gegeben, bei dem JMJ live spielte. Es war eine Weltpremiere, die in VR und 2D ausgestrahlt wurde, in Kooperation mit VRrOOm. Eine komplette virtuelle visualisiere Performance mit starker elektronischer Musik, obwohl ich als Purist natürlich gerne etwas von seinem Frühwerken gehört hätte. Aber es gab kein Equinoxe oder Oxygene – oder ich habe es in dem Techno-Gewitter der beiden Alben Electronica 1: The Time Machine und Electronica 2: the Heart of Noisenicht herausgehört.
JMJ zeigte mit dem Konzert, dass Musiker durch VR, augmented reality und künstlicher Intelligenz neue Wege gehen können – und wir sind noch lange nicht am Ende. Natürlich werden Puristen jetzt sofort schreien, dass Musiker auf die Bühne in einer Halle gehören vor Live-Publikum, aber so eine Haltung verweigert sich der Weiterentwicklung von Performance.

Ich war beim Konzert sprachlos. Die Avatare wie Frankenstein, Hamster oder Fuchs tanzten vor der virtuellen Bühne. Vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber durchaus nett anzusehen und eine Einladung zum Mittanzen. Die Musik dazu passte jedenfalls. JMJ betrat die Bühne, spielte an seinen Synthesizer und hinter ihm, um ihm veränderte sich die virtuelle Welt in Farben, Formen, Bewegungen. Ein LSD-Tripp ohne Drogen.
Zum Ansehen in VR brauchte das Publikum VR Headsets wie Oculus Rift, HTC Vive, Valve Index, Samsung Odyssey oder Windows MR. Leider war die Sony VR nicht kompatibel. Am Rechner konnte man es im VRChat ansehen, aber auch ganz konventionell in 2D in Facebook Live oder YouTube. Nach einer knappen Stunde war alles vorbei – es gab noch einen Chat mit den Avataren, aber ich war erst einmal geschafft.
Hier das Konzert bei Youtube – es beginnt bei Minute 25:40

Urbandoo – Maske aus dem Hause Sina Trinkwalder

11. Juni 2020

Ich habe kein Verständnis um die Diskussion zum Tragen der Masken in Corona-Zeiten. Ich habe Vertrauen zur Wissenschaft und Politik und halte mich an die Vorgaben. Massenaufläufe ohne Abstand und Masken halte ich für leichtsinnig und sogar gefährlich. In meiner Familie leben Hochrisikobetroffene, die will ich nicht gefährden oder gar verlieren. Und ganz so jung bin ich auch nicht mehr.

Neuanschaffung - Masken von Urbandoo.

Neuanschaffung – Masken von Urbandoo.

Meine Frau hat mit ihrem handwerklichen Geschickt Masken für die ganze Familie genäht und ein paar Masken haben wir gekauft. Dieser Tage kam nach 14tägiger Lieferzeit meine neue Maske von Urbandoo an. Urbandoo ist ein Produkt aus der Schmiede von Manomama, also von der engagierten und streitbaren Sina Trinkwalder. Ich kenne Sina seit einigen Jahren und beobachte aufmerksam ihren Werdegang. Nicht mit allen Äußerungen von ihr bin ich einverstanden, aber ich respektiere sie, weil sie ihren Weg konsequent geht. Zu diesem Weg gehört auch mein „Schutzschild in Loopform“, wie es bei Urbandoo heißt.

Die Maske wird über den Kopf gezogen und mit einem Sicherheitsstopp hinter dem Kopf festgezogen. Vor dem Gesicht wird der Stoff über die Nase gezogen und hält dort prima durch eine Silikon-Beschichtung. Auch meine Brille beschlägt dadurch nicht. In die Maske ist antibakterielles Messing eingenäht, das abdichtet. Und nun das Wichtigste: Unter dem Stoff gibt es ein Filter-Inlay. Laut Urbandoo filtert das Ding gemäß DIN EN 149 bis zu 99,7 Prozent der Schadstoffe aus der Atemluft. Für K1, das schwer unter Pollen leidet, ermöglicht die Maske ein besseres Atmen und K1 geht mit der Maske wieder in die Natur – für K1 ist Urbandoo ein Stück Lebensqualität und dafür bin ich Sina Trinkwalder und ihrem Team dankbar. Da sind die rund 40 Euro für die Maske in Größe L eine hervorragende Investition. Allerdings: Und das ist wichtig: Urbandoo ist kein zertifiziertes Medizinprodukt und keine zertifizierte PSA.

Und wie man es bei Sina gewohnt ist, kommt das ökosoziale Produkt aus Deutschland und sichert dort Arbeitsplätze.
Ich nutze weiterhin die Maske meiner Frau und nun auch Urbandoo von Sina Trinkwalder und hoffe, dass bald ein Impfstoff gegen Corona gefunden wird.

Autokino in Fürstenfeldbruck

29. Mai 2020
Aufbau des Autokinos Fürstenfeldbruck.

Aufbau des Autokinos Fürstenfeldbruck.

Gleich vorweg: Ich liebe Kino. Ich mag diesen magischen Ort der Träume, der Sehnsüchte. Ich mag das Gefühl gemeinsam zu lachen, zu weinen, zu fiebern oder erschreckt zu werden. Ich genieße die gesamte Atmosphäre, die Spannung auf den Film, wenn sich der Vorhang öffnet. Nun, durch Corona ist damit Schluss und wenn in Bayern die Kinos am 15. Juni wieder offiziell öffnen dürfen, wird es nicht dieselbe Atmosphäre sein – und es werden die Filme fehlen, weil Filme bundesweit bzw. weltweit starten und nicht auf Kinoöffnungen der einzelnen Bundesländer warten. Berlin öffnet seine Kinos am 2. Juni.
Ein Rettungsanker für die finanziell angeschlagene Branche sind Autokinos, die jetzt aus dem Boden gestampft werden. Ein gutgemeinter Akt der Verzweiflung in schlimmen Tagen. Das letzte Mal, dass ich mir im Autokino einen Film ansah, war die Deutschlandpremiere von Cars im September 2006. Regisseur John Lasseter und die Synchronsprecher wurden mit einem lauten Hupkonzert gefeiert. Das Konzept des Autokinos kommt aus den USA. 1933 lief der erste Film in einem Autokino in Camden, New Jersey. Die Hochphase des Autokinos war in den 50er und 60er Jahren.

Auch bei uns wird es wieder ein Autokino geben. In der Kreisstadt Fürstenfeldbruck wurde auf dem Volksfestplatz eine Leinwand aufgebaut und ab 29. Mai soll es losgehen. Das Autokino FFB läuft täglich bis 11. Juli. Karten gibt es aufgrund Corona nur online.


Der erste Teil des Programms bis 14. Juni wurde veröffentlicht. Das Problem ist: Der mangelnde Content.
Die gezeigten Filme sind bereits über die Leinwand geflimmert. Natürlich gibt es keine neuen Filme und so haben es die Programmmacher schwer, Filme zu finden, die publikumswirksam sind und den Volksfestplatz voll machen. 19 Euro pro Auto kostet der Eintritt für alten Content, den ich bereits gesehen habe. Eine echte Zwickmühle für alle Beteiligten. Ich hätte mich über Rennfilme wie LeMans, LeMan 66, Rush, Cars oder unbedingt American Graffiti gefreut – aber die sind bisher nicht vorgesehen.
Als Filmfan würde ich mir vielleicht the Big Lebowski von 1998 (!) ansehen, weil ich den Dude und den Film Noir gut finde. Aber nur, wenn ich mit meinem Auto weit vorne bin. Der Volksfestplatz in Fürstenfeldbruck ist keine Theresienwiese, aber wenn ich mit einem Auto hinten stehe, dann ist die imposante Leinwand doch gar klein. Dann kann ich mir den Film auch auf dem iPad ansehen. Immer wenn ich Papataxi bin und auf meine musikalischen Kinder warte, die beim Unterricht sind, habe ich meine spezielle Form von Autokino. Ich schau mir am iPad Pro einen Film an. Autokino mit klasse Bild und klasse Ton. Hab ich das wirklich beim realen Autokino auch, wenn ich den Sound über UKW empfange? Der Filmton wird direkt ins Radio des Autos übertragen. Die UKW-Frequenz lautet 90,4 MHz. Ich würde den Sound am Smartphone mit einer Radioapp empfangen und Blauzahn-Boxen mitnehmen, damit ich das Radio auslassen, Autobatterie sparen und guten Sound genießen kann. Laut Bundesnetzagentur gibt es derzeit so viele Anträge auf die Erteilung von Frequenzen für Autokinos wie noch nie. 39 allein für Bayern.
Interessant ist aber bei uns in Fürstenfeldbruck das Politikum, das sich bei der Vergabe für das Autokino abgespielt hat. Es gibt zwei Kinos am Ort, die sich beide für die Veranstaltung beworben haben. Ein Kino wird von München aus betrieben, ein zweites von einer lokalen Unternehmerin. Meiner Meinung nach wäre es die Aufgabe der Stadt gewesen, dem örtlichen Gewerbetreibenden und Gewerbesteuerzahler den Zuschlag zu erteilen. Am Kino hängen 40 Mitarbeiter dran, die in Kurzarbeit sind. Das ist nicht der Fall. Der Münchner Betreiber bekam den Zuschlag und der Verein, der dem Kino nahesteht, sucht jetzt freiwillige Helfer, die Platzanweiser machen oder plakatieren. Ich selbst bin bei diesem Verein Mitglied.

Aber was mich noch mehr beschäftigt: Die Stadt hat einen großen Etat für Volksfeste, Altstadtfeste usw., der aufgrund Corona nicht ausgeschöpft wird. Warum organisiert die Stadt nicht das Autokino als kulturelle Aufgabe für die Bevölkerung und beauftragt die beiden örtlichen Kinos mit der Durchführung? Das wäre Kulturförderung im wahrsten Sinne des Wortes. So muss in Corona-Zeiten bei leeren Kassen von privater Seite wieder investiert werden. Das ist aus meiner Sicht komplett verfehlte Kulturpolitik und ein Armutszeugnis für meine ehemalige Heimatstadt und die politisch Verantwortlichen.
Übrigens: Hupen im Autokino Fürstenfeldbruck verboten. Dennoch wünsche ich den Besuchern viel Spaß.

Zur Transparenz: Ich bin Mitglied in der IG Lichtspielhaus und habe bis Juli 2019 den Blog des Scala-Kinos betrieben. Und dieses nette Bild Vom WDR wollte ich nicht vorenthalten:

 

Buchtipp zu Corona: Udo Lindenberg – Stärker als die Zeit von Tine Acke

21. Mai 2020
Moderne Konzertfotografie und Dokumentation von Udo Lindenberg.

Moderne Konzertfotografie und Dokumentation von Udo Lindenberg.

Verständlicherweise werden aufgrund Corona reihenweise Konzerte abgesagt oder verschoben. Dafür habe ich Verständnis. Um dieser Situation als Konzertgänger wenigstens etwas Positives abgewinnen zu können, ziehe ich mich mit Live-Aufnahmen aufs Sofa zurück und blättere Fotobücher von Konzertveranstaltungen durch.
Und ich habe in meinem Bücherschrank gegriffen und mir das imposante Buch Udo Lindenberg – Stärker als die Zeit, Der Bildband zur großen Stadiontour herausgeholt. Ich bin ein Fan der alten Lindenberg-Platten und respektiere die neuen Aufnahmen. Konzerte des neuen Lindenbergs habe ich mir nie angeschaut. Aber ich freue, dass der alte Recke noch einmal großen Erfolg hat.

Wenn ich den Fotoband Udo Lindenberg – Stärker als die Zeit mir so durchschaue, bin ich neidisch auf die Fotografin Tine Acke. Sie kommt nah ran, richtig nah ran. Das ist aber kein Wunder, denn Tine Acke ist die Lebensgefährtin von Udo Lindenberg und hat dadurch eine gewisse Sonderstellung unter den Konzertfotografen. Und sie nutzt diese Sonderstellung schamlos aus, was vollkommen okay ist. Aber Tine Acke ist auch ohne diese Position eine absolute Top-Fotografin. Technisch hoch professionell, aber vor allem voller Energie und Empathie. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich die Stadiontour nicht besucht habe, auch wenn ich die neue Musik von Lindenberg nicht so mag. Aber es wurden ja nicht nur neue Songs gespielt. Die Show muss einfach stark gewesen sein, wenn ich den Bildband so betrachte.
Anders als zu früheren Zeiten, in denen der wackere Musikant einfach die Bühne betrat, sind die modernen Shows perfekt durchchoregrafiert. Das wird in dem Buch wunderbar deutlich. Das Buch wurde im 16:9-Format gedruckt und entfaltet dadurch seine Wirkung um so mehr. Mitglieder des Panikorchesters kommen dort ebenso vor, wie der Chef selbst – mal in Starpose, mal privat in Unterhose (aber immer mit Hut). Dabei gibt es immer wieder die netten Zeichnungen von Lindenberg, die für mich zwar keine große Kunst sind, aber unheimlich Spaß machen und die er für gutes Geld unters Volk bringt. Hier hat er von seinem verstorbenen Bruder Erich Lindenberg gelernt. Während Erich als Künstler wenig Erfolg hatte, schaffte es Udo dafür um so mehr.
In seinen Konzerten und damit auch im Buch gibt es ausgefeilte Licht- und Stellproben. Mit kleinen Männchen wird auf einer Minibühne geprobt – ein Männchen hat sogar einen Hut auf. So gelingt Tine Acke ein schöner Blick hinter die Kulissen des modernen Showgeschäfts. Sex, Drugs und Rock‘n Roll sind der Professionalität gewichen und Udo hat nach seiner Suff-Phase die Kurve bekommen.
Aber nicht nur die Bilder sind klasse. Auch die Textbeiträge können sich sehen lassen. Benjamin von Stuckrad-Barre aber vor allem der von mir sehr verehrte Tim Pröse haben Gedanken zu Papier gebracht. Ich habe gleich darauf zum Buch Panikherz von Benjamin von Stuckrad-Barre gegriffen, der sehr eng an Udo Lindenberg gebunden war und selbst abstürzte. Eindrucksvolles Buch und ich stelle nach der Lektüre fest: Ich führe ein langweiliges Leben. Journalistenkollege Tim Pröse schreibt Udo Lindenberg in seinem Buch Samstag Abend Helden sehr einfühlsam. Ich habe mal eine Lesung mit ihm erlebt und gefilmt.

Aber zurück zum Bildband Udo Lindenberg – Stärker als die Zeit. Das Buch hat bei mir nicht nur die Lust auf Musik geweckt, es hat bei mir auch wieder die Lust auf Fotografie geweckt. In der Vergangenheit durfte ich einige Konzerte fotografieren. Ich denke, ich werde mich wieder mehr mit Licht und Schatten und Bildkomposition beschäftigen. Danke Tine Acke für diese Inspiration.

Corona-Virus: Tag 45 der Ausgangsbeschränkung – Krise als Chance nutzen

5. Mai 2020
Kleine Läden setzen auf Online-Shops.

Kleine Läden setzen auf Online-Shops.

Am liebsten wollen einige die Corona-Krise vergessen und schnell hinter sich bringen. Am besten so weitermachen, wie vor dem Start von Corona und Ausgangsbeschränkung gelebt und gewirtschaftet wurde. Ich denke, ein weiter so wird es in vielen Bereichen nicht geben. Corona hat die Schwachpunkte der Digitalisierung in unserer Gemeinde Maisach eklatant aufgedeckt. Und in der Krise liegt jetzt eine Chance.
Viele Einzelhändler und Gaststätten hatten keine aktuelle Website nach dem Motto, so was brauchen wir nicht, denn unser Geschäft ist die Laufkundschaft. Doch wie soll der Kunde wissen, was man im Angebot hat? Ein paar Posts in Facebook und vor allem Facebook-Gruppen – das war es dann auch schon mit dem digitalen Kommunikationskonzept.

Mein Gefühl bei meinen Gesprächen war, dass Digitalisierung was unangenehmes ist. Die Zeit sollte zurückgedreht werden. Dabei sehen wir doch, was gerade möglich ist. Vereine machen ihr Vorstandssitzungen virtuell, die Chöre wie die Fridolinspatzen oder der Maisacher Kirchchor proben via Videokonferenzsoftware. Alles Sachen, die vor Corona völlig unmöglich gewesen werden. Homeschooling läuft je nach technischer Ausstattung und Engagement. Ergreifen wir die Chance bei uns im Dorf. Es geht nicht mehr um Schwarz oder Weiß. Wir werden diese unnötige Diskussion nicht mehr führen. „Wir werden das Digitale zu schätzen wissen und es bewusster nutzen, um unser analoges Leben besser zu machen.“

Damit beende ich nach 45 Teilen meine Serie zum Thema Corona und Ausgangsbeschränkung in Maisach. Ich hoffe, der Blog hat Spaß gemacht und Inspiration gebracht. Danke an alle, die mich unterstützt und mitgemacht haben.

 

Corona-Virus: Tag 44 der Ausgangsbeschränkung – Mein Kommentar: Masken achtlos in die Gegend geworfen

4. Mai 2020
Klarer Hinweis bei Alberto.

Klarer Hinweis bei Alberto.

Wer beim Bahnhof Maisach aufmerksam hinschaut, findet immer wieder wild abgelagerten Hausmüll, der dann auf unsere Kosten vom Bauhof entsorgt wird. Seit der Maskenpflicht durch Corona gibt es aber eine neue Art von Müll, die überall in der Gemeinde herumfliegt: Masken und Handschuhe.

Ich verstehe meine Mitmenschen nicht. Achtlos werden Maske oder Handschuhe in die Gegend geworfen. Mir doch egal, wer meinen Dreck aufräumt, lautet wohl das Motto. Da bekomm ich echt Puls. Noch heftiger wird es, wenn Dreckschweine ihre Maske in einem Einkaufswagen liegen lassen und man als nächster Kunde dann den Wagen mit der gebrauchten Maske nutzen soll. Das ist schlichtweg eine Unverschämtheit und eine riesengroße Sauerei.

Die gebrauchten Masken gehören in den Restmüll. Ich habe schon welche beim kleinen Wertstoffhof am Bahnhof gesehen, die im Papiercontainer lagen. Aber nein, gebrauchte Masken eignen sich nicht zum recyceln. Ebenso Taschentücher und Desinfektionstücher – nicht einfach in die Toilette, sondern besser in den Restmüll. Sollte jemand an Corona erkrankt sein, dann Masken und Tücher in einen Plastikbeutel und den gut verschlossen in den Restmüll. Die Müllabfuhr fasst den Müll nicht an und der Restmüll wird in der landkreiseigenen Verbrennungsanlage Geiselbullach automatisiert verbrannt. Jeder händische Kontakt mit dem Müll wird vermieden und dennoch gehören Corona-Masken in einen Beutel.
Was meint ihr? Mich regt es in der Krise maßlos auf, dass manche Mitmenschen sich ungehörig aufführen. Oder ist es der Lauf der Dinge bei Corona und Ausgangsbeschränkung in Maisach?

Corona-Virus: Tag 43 der Ausgangsbeschränkung – Virtuelle Kirchenchorprobe übt via Videokonferenz

3. Mai 2020

„Es tat so gut, die Chormitglieder wieder einmal zu sehen“, gesteht Susanne Grünfelder, die Leiterin des Maisacher Kirchenchors, ein. Durch die Ausgangsbeschränkung in der Corona-Krise konnte sich der Kirchenchor nicht mehr zum gemeinsamen Singen im Pfarrheim treffen. Jetzt geht der Kirchenchor neue Wege im Internet. Via Zoom gab es die erste virtuelle Chorprobe.
„Ich habe mir Online-Seminare des Bayerischen Sängerbundes angeschaut und beschlossen, das ist auch etwas für unseren Kirchenchor“, erzählt Susanne Grünfelder, die seit 2003 den Chor in Maisach leitet. Natürlich unterscheidet sich eine virtuelle Chorprobe von einer Chorprobe im Pfarrheim. Es können nicht alle gleichzeitig singen. „Ich habe alle auf stumm geschaltet und alle hörten meine Stimme und das Klavier. Dann konnte jeder mitmachen und einsteigen“, so Grünfelder über den ersten Chorabend. Gesungen wurde Signum – Singt mit Liebe das Wunder eurer Freude! von Tielman Susato. „Es ist eine andere Art von Chorprobe, aber wichtig war allen die Gemeinschaft. Es hat mich persönlich enorm motiviert“, so Grünfelder.

Der Maisacher Kirchenchor übt via Zoom.

Der Maisacher Kirchenchor übt via Zoom.

Natürlich konnten nicht alle Mitglieder des Kirchenchors daran teilnehmen, weil nicht alle die technische Ausstattung haben oder im Umgang mit der Technik nicht so versiert sind. „Manche ganz alte Mitglieder haben keinen Computer samt Webcam, aber wer will, den binden wir künftig per Telefon zu Zoom künftig ein.“ Das bedeutet, Susanne Grünfelder und der Chor wollen weitermachen. Nächste Probe ist wohl am Mittwoch.

Der Kirchenchor im Dorf geht digitale Wege.

Der Kirchenchor im Dorf geht digitale Wege.

Der Anfang war von technischen Fragen geprägt. Es dauerte eine Zeit bis alle mit der Videokonferenz-Software Zoom klarkamen, aber schließlich klappten alle Kameras und Mikros.“ Es machte den Teilnehmern einen enormen Spaß und dabei kam auch das menschliche nicht zu kurz. Irgendwann kamen die Kinder von Susanne Grünfelder mal ins Bild und wollten „gute Nacht“ sagen – „wahrscheinlich sind sie so neugierig gewesen, was die Mama da macht“, berichtet Susanne Grünfelder. Gestört hat diese Unterbrechung aber keinen der Teilnehmer. Kinder gehören einfach dazu und natürlich habe man geschaut, was im Hintergrund abläuft, wie die anderen Chormitglieder so wohnen.
Unterschätzen darf man diese Chorproben allerdings nicht. Videokonferenzen kosten Kraft und Aufmerksamkeit. Die Abläufe müssen klar sein, alle müssen sich an Regeln halten. „Wenn alle Mikros an sind und alle durcheinander reden, dann ist schnell Chaos da.“
Aber es sei schon interessant, was durch Corona alles möglich ist. Virtuelle Chorproben hätte es früher nicht gegeben, durch die Krise werden alte Ängste über Bord geworfen und neue Wege beschritten. Die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperre für Gottesdienste sind ja jetzt durch die Staatsregierung gelockert worden. Dennoch ist der Auftritt des Kirchenchors im Gottesdienst noch untersagt.
„Wir freuen uns auf unser nächstes Treffen in Zoom und irgendwann auch wieder mittwochs im Pfarrheim Maisach von 20 bis 21:30 Uhr“, so Susanne Grünfelder.