Archive for the ‘Corona’ Category

Buchtipp: Von der Impffront von Dr. Rainer Jund

9. September 2021

Ich empfehle diese Buch ausdrücklich, weil es hautnah und authentisch die Vorgänge um das Impfen aus der Sicht eines Impfarztes zeigt. Dr. Rainer Jund, HNO-Arzt aus Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck und erfolgreicher Autor des eindringlichen Buches Tage in Weiß, hat vor kurzem seinen subjektiven Erlebnisbericht in Buchform Von der Impffront: Aus dem Alltag eines Arztes veröffentlicht aus dem Alltag eines Arztes.

Dr. Rainer Jund berichtet von der Impffront.

Als es möglich war, dass Haus- und Fachärzte gegen Covid-19 impfen konnten, beteiligte er sich und bot seinen Patienten den Impfstoff an – wenn er ihn denn bekommen sollten.

Am Beispiel der ersten 31 Tage beschreibt Jund die Vorgehensweise, die Reaktionen, den Egoismus, die Lügen, die Wut und das Glücksgefühl und die Dankbarkeit, die ihm beim Impfen in seiner Praxis begegnet sind. Er nimmt den Leser in deutlichen, sachlichen Worten auf eine Reise mit an die Impffront, denn es herrscht Krieg da draußen. Krieg gegen eine Pandemie mit weltweiten Ausmaß, die noch keiner von uns erlebt hat. Aber es ist nicht nur ein Krieg der Wissenschaft gegen Covid-19, es ist auch eine Auseinandersetzung mit Impfgegner und Schwurblern, die sich der Wissenschaft verweigern. Corona ist noch lange nicht besiegt. Die Herdenimmunität ist nicht erreicht. Daher geht der Kampf gegen Covid-19, gegen die Mutationen und gegen die Ignoranz der Impfgegner weiter.

Die Geschichten in dem Buch Von der Impffront: Aus dem Alltag eines Arztes sind gut geschrieben – der Arzt hat absolutes Talent für Texte und es ist kein sperriges Fachbuch geworden, sondern Jund ist ein hervorragender Storyteller mit medizinischen Background. In seinen Geschichten schaut er genau hin und berichtet von seinen Erlebnissen mit seinen Patienten, freilich ohne den Datenschutz bei diesem sensiblen Thema zu verletzten. Aber er blickt auch auf sein Team seinen Mini-Impfzentrums in seiner Praxis. Seine Mitarbeiter müssen sich am Telefon mit Patienten auseinandersetzen, den wenigen Impfstoff in Absprache koordinieren – oftmals an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Auch interessant, wieviele Leute sich an den Arzt erinnern und auf guten Kumpel machen, als der Impfstoff knapp war und der Urlaub in Corona-Zeiten vor der Tür stand.

Ich habe mit Dr. Rainer Jung ein Videointerview an der Impffront geführt.

Stimmungsbild in der Tourismusbranche

19. Juli 2021

Eine Branche, die durch Corona massiv getroffen wurde, ist der Tourismus. Das Stimmungsbild ist verheerend. Und ich merke es an mir selbst: Während ich vor Corona vor allem beruflich unterwegs samt, bin ich jetzt kaum auf Reisen, ein bisschen geschäftlich, aber gar nicht privat. Meine BahnCard ist im vergangenen Jahr ausgelaufen und ich werde sie dieses Jahr nicht erneuern, obwohl die Deutsche Bahn mir wunderbare Angebote macht. Ich warte 2021 ab.

In meinem Umfeld ist es anders: Dort wird Reisen wieder großgeschrieben – irgendwie glauben alle, Corona sei vorbei. Nein, ist es nicht. Aufgrund von Abi-Fahrten ist in meiner direkten Umgebung Corona wieder ausgebrochen. Die Abi-Feier an der Schule meiner Kinder wurde gestrichen. Kinder an anderen Schulen haben sich angesteckt – nein, Corona ist noch nicht vorbei, auch wenn es die Tourismusbranche gerne so darstellt und ein Gefühl der Sicherheit vermitteln will. Dabei muss ich genau unterscheiden, wohin und zu wem ich fahren würde, wenn ich urlauben würde.

Eine neue Studie zur Branche gibt ganz gut Anhaltspunkte zum Zustand der Tourismusbranche. Die Reiseindustrie steht nach den langen Monaten des Lockdowns vor enormen wirtschaftlichen Herausforderungen. In einer aktuellen Branchenumfrage des asr Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. bewerteten zwei Drittel der Befragten die Situation ihres Unternehmens als schlecht oder existenzbedrohend. Ähnlich düster sieht demnach die Lage in Urlaubsdestinationen aus. Vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer kämpfen um ihr touristisches Überleben. Die Ergebnisse der Umfrage, die in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg (DHBW) erstellt wurde, belegen auch die große Verunsicherung, die derzeit unter Verbrauchern herrscht. Und meines Erachtens ist die Verunsicherung gerechtfertigt. Die vierte Welle baut sich auf.

Knapp 250 Expertenaussagen unter Reisebüros, Reiseveranstaltern und weiteren touristischen Leistungsträgern in Deutschland hat der asr zusammen mit dem DHBW ausgewertet. Deutlich wird dabei, dass das Vertrauen in politische Institutionen und Medien als sehr gering eingeschätzt wird.
Warum? Weil nicht alles freigegeben wird? Weil die Menschen keine Lust mehr auf Corona haben? Die jüngsten Corona-Ansteckungen geben Politik und Medien recht und den Lobbyverbänden eben nicht. Ich bin kein Virologe, aber ich sehe, dass die Impfmüdigkeit und gar die Impfverweigerung nicht dafür sorgen, dass wir so etwas wie einen Normalzustand erreichen. Auch wenn der Wuschelkopf von der Insel Johnson erklärt, alles sei wieder gut.

Zudem haben wir ein massives Problem. Nicht wegen des Tourismus, sondern wegen des Aufkommens von Verschwörungsmythen und Schwurblern, die unsere Demokratie destabilisieren, schwindet das Vertrauen „in die da oben“. Die Politik hatte es noch nicht mit einer solchen Krise zu tun gehabt. Eine weltweite Pandemie verändert die Welt und bedroht Existenzen und sorgt für Furcht. Die Lobbyverbände und Interessenvertretungen heizen die Stimmung an, sähen Zweifel und vertreten die Interessen ihrer Mitglieder.
Und so heißt es in der Studie auch: „Touristische Verbände genießen dagegen bei rund 40 Prozent ein hohes Vertrauen.“ Zeigt sich ja an den steigenden Ansteckungen – ok, das war jetzt böse.

Zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung des Covid-19 sind laut Aussagen der Umfrageteilnehmer nicht nachvollziehbar. So bewerten knapp 35 Prozent Ausgangssperren und 29 Prozent Reiseverbote für Freizeitreisen als gar nicht verständlich, während sich rund die Hälfte für einen sogenannten „Grünen Pass“ und etwa 48 Prozent für Testmöglichkeiten für Reisende aussprechen.

Fehlende Ausgaben in Milliarden-Höhe
In Destinationen weltweit hat sich die Lage nach Kenntnis der Reiseexperten dramatisch verschlechtert. Für das südliche Afrika prognostizieren etwa 63 Prozent eine existenzbedrohende Situation. Moment, drehen in Südafrika nicht alle gerade am Rad – bürgerkriegsähnliche Zustände in Teilen des Landes, weil der Verbrecher Zuma in den Knast wandert. Da muss ich echt nicht mach Südafrika zum Urlauben. Aber as hat mit Corona nichts zu tun, sondern weil sich ethnische Gruppen die Köpfe einhauen.

Auch für Mittel- und Südamerika sowie die Türkei und Nordafrika stimmen rund die Hälfte der Befragten dieser Aussage zu. Vielleicht setzt sich bei dem einen oder anderen aber auch die Erkenntnis durch, dass ich Despoten wie den türkischen Machthaber nicht mit meinen Reiseetat unterstützen will.

Mit Blick auf die touristischen Anbieter halten die Umfrageteilnehmer vor allem Nationalparks für gefährdet, denn der Stellenwert von Naturschutz sinkt in Zeiten der wirtschaftlichen Krise rapide. „In Entwicklungs- und Schwellenländern fehlen derzeit touristische Ausgaben in Höhe von 19 Milliarden US-Dollar“, warnt Prof. Dr. Alexander Dingeldey, Studiengangsleiter an der DHBW für Reiseverkehr und Reisevertrieb. „Die Einkommenssituation der im Tourismus beschäftigten Bevölkerung ist katastrophal und gefährdet akut das Gleichgewicht aus Ökologie, Sozialem und Ökonomie.“ Das glaube ich gerne.

Reisebüros als wichtiger Anker für Urlauber
Die Sehnsucht nach Urlaub und einer Auszeit ist bei Gästen spürbar, gaben 92 Prozent der Befragten an. Trotz der gegenwärtigen Öffnungen sind viele Menschen noch stark verunsichert und sehen von Buchungen ab, so 86 Prozent der Experten. Wertvolle Hilfestellung leisten hier die Reisebüros, die aufgrund des gestiegenen Informationsbedürfnisses der Kunden durchschnittlich 31 Minuten länger für ein Beratungsgespräch aufwenden müssen als vor der Pandemie. Kann ich mir auch vorstellen, aber Zeit ist ja vorhanden, wenn kaum Kunden den Laden betreten.
Interessante Frage an mich: Wann habe ich das letzte Mal ein Reisebüro genutzt? Bei einem Besuch in einem Reisebüro in meiner direkten Umgebung war ich entsetzt, wie wenig Wissen bei den Mitarbeitern vorhanden ist. Ins Internet blicken, das kann ich auch. Eine gute Freundin meiner Frau betreibt dagegen ein gut geführtes Reisebüro und wir hatten über sie einst ein Hotel in London gebucht und waren zufrieden. Da fühlte ich mich im Reisebüro gut aufgehoben. Es wird sich die Spreu vom Weizen trennen.
In meinem geschäftlichen Umfeld stelle ich fest: Die größeren Firmen verzichten oft auf Geschäftsreisen. Der Mittelstand will dagegen wieder auf Geschäftsreisen gehen. Allerdings: Für 20 PowerPoint-Folien eignen sich ideal virtuelle Treffen. Auch auf Messeteilnahme wird verzichtet – warum soll ich eigentlich noch eine Messe besuchen? Ein wichtiger Grund kann vielleicht das Netzwerken sein – und hier entstehen gerade interessante digitale Alternative.

„Durch ihre kompetente Beratung vermitteln Reisebüros ihren Kunden eine enorme Sicherheit“, erklärt Anke Budde, Geschäftsstellenleiterin asr Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. „Pauschalreise-Urlauber können sich auf ihren Reiseveranstalter verlassen, der sich bei Problemen um sie kümmert und im Notfall auch in die Heimat zurückholt.“ Für einen gelungenen Neustart wünschen sich mit etwa 98 Prozent der befragten Touristiker klare Regeln in Bezug auf Risikogebiete und Quarantäne sowie 95 Prozent langfristige Planungssicherheit. „Die Branche ist auf den Neustart bestens vorbereitet. Hygiene und Sicherheit waren bereits vor Corona unverzichtbar für ein gelungenes Urlaubserlebnis“, erläutert Jochen Szech, Präsident asr Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. „Reiseveranstalter haben sich in der Krise immer wieder als wichtige Stützpfeiler erwiesen, die ihrer Verantwortung nachkommen und ihre Kunden nie allein gelassen haben.“ War da nicht 2019 die Pleite von Thomas Cook? Im ersten Halbjahr 2020 war es bereits zu einer Verdoppelung der Insolvenzen kleiner Reiseveranstalter gekommen, weiß die R+V Versicherung. Und die große Welle werde erst noch erwartet.

Preiskampf bedroht Qualität der Urlaubsreisen
Für die Zukunft rechnen rund 88 Prozent der Umfrageteilnehmer mit höheren Preisen für Urlaubsreisen. Beratung und Sicherheit sprechen dabei etwa 91 Prozent einen höheren Stellenwert zu. „Auch wenn der Preiskampf härter wird, dürfen touristische Produkte auch in Zukunft nicht unter Wert verkauft werden“, fordert Prof. Dr. Alexander Dingeldey. „Geschäftsmodelle, die nur auf Schnäppchen aufgebaut sind, erhöhen den Druck auf Anbieter und Mitarbeiter massiv und führen zu einer gefährlichen Preisdumping-Spirale. Letztlich leidet darunter vor allem die Qualität der Reiseangebote.“ Urlauber tragen eine wichtige Mitverantwortung und unterstützen mit ihrer Buchungsentscheidung die faire Bezahlung der Leistungsträger im Tourismus. Geiz ist geil.

Auch wenn Urlaub in Deutschland seit Beginn der Pandemie einen Boom erlebt hat und die aktuellen Öffnungen den Tourismus in der Heimat ankurbeln: Die fehlende Planungssicherheit wirkt sich weiter negativ auf das Buchungsverhalten aus. Rund 42 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass Deutschlandurlaub lediglich aufgrund der fehlenden Alternativen beliebt war und die Nachfrage wieder nachlassen werde, sobald Reisen in andere Länder wieder möglich sind. Um nachhaltig vom Urlaub in Deutschland profitieren zu können, benötigt der Reisevertrieb passgenauere Informationen und einfach buchbare Angebote zu marktfähigen Konditionen.

Buchtipp: Corona ante portas von Isolde Stöcker-Gietl

15. Juli 2021

Als langjähriger Tageszeitungsjournalist weiß ich, wie schwer es ist, eine Glosse zu schreiben. Ich konnte meinen Volontären alle journalistischen Darstellungsformen beibringen, doch für die Glosse muss der Verfasser Talent haben. Die einen haben es, die anderen – und das sind die meisten, – haben es eben nicht. Mit dieser Tatsache müssen sich der Journalist und der Leser abfinden.

Daher war ich entsprechend nervös und neugierig zugleich, als mir der battenberg gietl Verlag mir das Buch Corona ante portas – eine Redaktion lüftet durch zur Verfügung stellte. Das Buch Corona ante portas: Eine Redaktion lüftet durch, herausgegeben von Isolde Stöcker-Gietl, umfasst Glossen aus der Mittelbayerischen Zeitung zum Thema Corona. Also nicht berichtende Artikel über Infektionszahlen und Intensivbetten, sondern meinungsbildende Geschichten aus dem Alltag im HomeOffice mit Familie, Arbeit und Alltag.

Von den schreibenden Kollegen kenne ich leider keinen persönlich. Aber durch ihre kurzen Geschichten bin ich ein Stück näher an ihren Alltag und ihr Leben herangerückt. Bei einigen der Geschichten musste ich schmunzeln, bei anderen lachte ich sogar laut auf. Aber bei wiederum anderen verstand ich die Glosse und das dahinterstehende Weltbild nicht. Es kann eben nicht jeder ein begnadeter Glossist und Edelfeder sein.
Ich stelle mir bei der Lektüre die Frage: Darf man sich über Corona lustig machen? Darf man über die Pandemie lachen? Ja, ein klares Ja, denn diese Glossen nehmen Corona ernst, halten uns aber einen Spiegel vor unser Leben. Wir glauben und auch die Autoren des Buches glauben, dass wir einfach so weitermachen können, trotz dieser Einschnitte. Das alte Leben muss auch unter neuen Voraussetzungen weiterlaufen und dies muss zwangsläufig scheitern. Diese Einstellung vermitteln diese Geschichten und daraus kommt der Wortwitz: Weitermachen, aber unter anderen Umständen. Jeder kommt mit Corona anders zurecht.
Jetzt ist eine Glosse nicht das Medium für nachdenkliche Zeilen wie Ausführungen in einem Kommentar oder einem Essay. Vielmehr überzeichnet die Glosse den Alltag des Einzelnen mit der Jagd nach Toilettenpapier oder Hefe.

Ich habe mich bei vielen Geschichten dieses Büchleins Corona ante portas: Eine Redaktion lüftet durch amüsiert, aber auch Systemkritik gefunden: Digitalisierung ist bei vielen noch ein Fremdwort, HomeOffice am Küchentisch funktioniert nur bedingt. HomeSchooling zeigt die brutalen Lücken in unserem Bildungssystem. Die familiären Situationen, die zwar hier humorvoll beschrieben sind, zeigen aber auch die angespannte soziale Situation der Familien. Und auch das Thema Tod wird nicht ausgespart.
In dem Moment, wenn ich diese Zeilen schreibe, gehen die Infektionen wieder hoch. Wenn wir nicht aufpassen, dann droht uns die vierte Welle. Sind wir denn dafür gerüstet?

Digitalpremiere des Streamingformats #HSStag

6. Juli 2021

Neue Zeiten verlangen nach neuen Formaten. Corona hat die Digitalisierung vorangebracht und für mich gilt es weitere Erfahrungen in den digitalen Welten zu sammeln und an Kunden weiterzugeben. Aus diesem Grund arbeitete ich zusammen mit meinen Kollegen Christian Jakubetz und Thomas Gerlach an einem neuen Live-Format für Karl-Heinz Keil von der Hanns-Seidel-Stiftung. Das Format nennt sich #HSStag

Es ist politisches Plauderformat zum Thema Digitalisierung im freundlichen Ton. Gestern hatte dieses Format Premiere und es lief wie am Schnürchen. Ich bin zufrieden und hab viel gelernt.
Wir drei Digitalexperten diskutierten mit einem Gast über das Thema digitaler Wahlkampf. Unser Gast war die Bürgermeisterin der oberbayerischen Gemeinde Anzing Kathrin Alte. Kathrin Alte sammelte Digitalerfahrung in verschiedenen Funktionen wie im Bayerischen Landtag, der CSU-Fraktion des Landtags, des Bayerischen Bauministeriums und mehr.

Unser Fazit der Veranstaltung: Der Wahlkampf wird digitaler und auch die Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene muss digitaler werden durch Streaming von Gemeinde- und Stadtratssitzungen, Bürgerversammlungen oder Bürgersprechstunden. Auf kommunaler Ebene geht noch mehr. Und obwohl die analoge Seniorengeneration im anstehenden Bundestagswahlkampf wohl wahlentscheidend sein wird, müssen die richtigen Weichen in den Wahlkampfteams und Rathäusern gestellt werden.

Die Veranstaltung wurde in Webex durchgeführt und auf den Youtube-Seminarkanal der Hanns-Seidel-Stiftung zudem gestreamt. Den Stream gibt es hier zum Anschauen.

Die Vorbereitung und Abstimmung für das neue Format waren nicht ohne. In zahlreichen Online-Meetings wurde an dem Konzept gefeilt. Die Rollenverteilung musste ebenso geklärt werden, wie die technische Betreuung während der Veranstaltung. Webex kann eine verflucht komplizierte Sache sein. Hier sprang der Kollege Ronald Kaiser ein. Das OnAir-Design wurde von Thomas Gerlach konzipiert und die verschiedenen Einspieler wurden von Christian Jakubetz produziert, nachdem unser Trio die Videoeinspieler vor Greenscreen aufgesagt hatte. Die Kollaborationsplattform im Hintergrund unseres Trios war Google Drive um Sendepläne und Konzepte abzulegen. Cloud-Computing funktioniert. Und natürlich musste alles vom Kunden Karl-Heinz Keil von der HSS abgenommen und abgestimmt werden.

Gelernt habe ich sehr viel über Abläufe, Technik, Organisation. Mit der ersten Sendung bin ich zufrieden. Und nach der ersten Sendung kommt die zweite. Die Planungen für die nächste #hsstag laufen bereits. Sendetermin ist Donnerstag, 29. Juli um 18 Uhr. Wir haben das Thema: Die großen Vier im Internet: Amazon, Apple, Facebook und Google.

Wer in meinem Newsletter aufgenommen will und die Einladungen erhalten möchte, kann sich gerne bei mir melden – einfach in die Kommentare schreiben. Ich schalte den Kommentar nicht frei, sondern nehme die Adresse in meine Datenbank auf.

HomeOffice: Wir packen unsere sieben Sachen

1. Juli 2021
Seit heute heißt es wieder: Ab ins Büro

Seit heute packen meine Nachbarn ihre sieben Sachen und kutschieren wieder ins Büro. Die HomeOffice-Pflicht für Unternehmen endet am 1. Juli und scheinbar viele Arbeitgeber bestehen darauf, dass der Mitarbeiter wieder brav im Büro sitzt. Gearbeitet wird schließlich nur, wer im Büro anwesend ist, so das Denken so mancher Abteilungsleiter und Chefs. Das zeigt, welches Menschen- und Mitarbeiterbild hier vorherrscht.

HomeOffice ist für mich als selbstständiger Kopfwerker keine Ausnahme, sondern die Regel. Daher sehe ich vieles vielleicht durch eine subjektive Brille. Ich muss nur raus, wenn ich zu Seminaren oder Beratungen vor Ort muss, die per Web nicht gewünscht sind. Aber bei meinen Gesprächen habe verschiedene Eindrücke gewinnen können: Mitarbeiter waren zu Hause ausgeglichener, wenn sie sich zum Arbeiten zurückziehen konnten. Ein Nachbar zog mit seinem Laptop ins Dach. Ein anderer zog sich in seinen Wohnwagen zurück, der vor dem Haus parkte. Viele haben es genossen, sich zu Hause nach einer Tasse Kaffee vor den Rechenknecht zu setzen und sich die zum Teil enormen Anfahrtswege zur Arbeit gespart. Die Lebensqualität hat für einige deutlich zugenommen. Ich stelle heute eine deutliche Verkehrszunahme fest, nachdem die HomeOffice-Pflicht weggefallen ist: Die Straßen und der ÖPNV sind voller.

Work-Life-Balance war im HomeOffice kein Fremdwort mehr. Man hatte mehr Zeit für die Familie, für seine Hobbies, war ausgeglichener und – was nicht zu unterschätzen ist – man hat ausgewogener gegessen.
Meine Nachbarn erzählten mir, dass sie auch leistungsfähiger waren und deutlich effektiver. Die Ablenkungen waren zu Hause deutlich geringer als im Büro, wenn der nervige Kollege von nebenan etwas will.
Allerdings ist auch klar: HomeOffice klappt nur, wenn die Rollen in der Familie geklärt sind und jeder seinen Beitrag leistet: Kinder, Küche und Kehrwoche darf nicht an einer Person hängen bleiben. Und HomeOffice klappt nur bei einer digitalen Infrastruktur. Auch wir zu Hause haben technisch aufgerüstet und die Bandbreite erhöht, weil zum Teil bis zu vier Personen das Netz nutzen mussten.

Subjektive Eindrücke contra Umfragen
Ich werfe mal einen Blick auf die veröffentlichte Meinung. Nach dem Auslaufen der Homeofficepflicht wollen einer DAK-Bayern-Studie zufolge 90 Prozent auch künftig mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit daheim ableisten. 46 Prozent wollen höchstens zur Hälfte, zehn Prozent fast gar nicht mehr ins Büro zurück. Während der zweiten Corona-Welle waren laut DAK rund 40 Prozent der Beschäftigten in Bayern im Homeoffice – bei hoher Arbeitszufriedenheit und Produktivität.

Gasthof Heinzinger – Wiedereröffnung nach Lockdown

21. Juni 2021
Zu Gast in Rottbach.

„Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen“, diesen Leitspruch meines Foodblogger-Kollegen Thomas Gerlach habe ich mir zu Herzen genommen. Klar Plan: Ich gehe nach dem Lockdown nur noch in Restaurants zum Essen, bei denen ich hochwertiges, qualitatives Essen genießen kann. Ich will keine 08/15-Küche mit Essen aus der Metro, was mir oftmals in der Vergangenheit vorgesetzt wurde und ich teuer bezahlt habe. Das ist eine Lehre für mich aus Corona.

Und daher führte mich mein erster Weg nach dem Lockdown in den Gasthof Heinzinger nach Rottbach im Landkreis Fürstenfeldbruck zur berühmten Küche von Denis Kleinknecht.

Ich kenne die Lokalität seit langem und war immer wieder dort zu Gast. Und als ersten Besuch einer Gastronomie wollte ich auf Nummer sicher gehen. Denis Kleinknecht und sein Team haben die harte Zeit des Lockdowns sinnvoll genutzt und die Küche und die Gasträume auf Vordermann gebracht. Stein- und Holzböden wurden verlegt.

Aber vor allem hat der seit 1392 bestehende Gasthof eine neue Küche auf Gourmetniveau bekommen. Eine maßgefertigte Küche von Lohberger wurde eingebaut – Branchenkenner wissen, was das heißt. Der Arbeitsplatz der Köche um Denis Kleinknecht ist ein energiesparend, effizient, ergonomisch mit perfekter Abluft – so macht Kochen Spaß. Diese neue Küche ist ein Traum und ich werde Denis Kleinknecht in naher Zukunft bitten, mir die Küche genau zu erklären. In der Wiedereröffnungsphase nach dem Lockdown war dafür im Moment keine Zeit.

Die Gäste drängen hinein und es tut gut zu sehen, dass die Gäste dem Gasthof Heinzinger in Rottbach die Treue gehalten haben. Es war bei meinem Besuch ein Kommen und Gehen. Wer dort speisen will, sollte daher unbedingt online oder telefonisch reservieren – auch im Hinblick auf das ausgeklügelte Hygienekonzept des Hauses.

Für den Gast ist natürlich das Essen das Wichtigste. Global Cuisine heißt das Erfolgsrezept – internationale Klassiker regional hochwertig interpretiert. Meine Frau und ich genossen folgende Speisen:

Der Gruß aus der Küche war ein Sellerieschaum-Süppchen.

Zur Vorspeise gab es ein Kalbskopfcarpaccio mit Wildkräutersalat und steirischem Kürbiskernöl sowie handgeschnittenes Beef Tatar mit kleinem Salat und hausgebackenem Brioche. Die Brioche, im Deutschen gelegentlich als „Apostelkuchen“ bezeichnet, ist ein feines Tafelgebäck aus ei- und fettreichem Hefeteig.

Als Hauptgerichte wählten wir Kalbstomahawk, dry aged, ca. 750g mit Grillgemüse. Das Kalbstomahawk habe ich mir zuvor im Reifeschrank genau angesehen und mich dafür begeistert. Es wurde auf urigem Holzbrett serviert. Meine Frau wählte ein Filet Birnbaum-Saibling mit karamellisiertem Blumenkohl, Blumenkohl-Kokospüree und Blaumohn-Kartoffel-Gnocchi. Die Präsentation auf grünem Teller überzeugte uns.

Die Nachspeisen waren hausgemachtes Eis und Nougatknödel in Vanillesoße.

Kein Musiktipp: Latest Record Project von Van Morrison

12. Mai 2021

Ich war schon lange ein Fan von Van Morrison. Ich glaube mein erstes Album auf Schallplatte war Common One, die ich mir 1980 gekauft habe. Seitdem war ich ein glühender Fan des einzigen weißen Bluessänger aus Irland.

Musikalisch mag ich Van the Man, aber dieses Mal ist er ein Schwurbler – schäm dich Van Morrison

Meine Begeisterung für Van Morrison hat sich geändert seit ich sein neues Album Latest Record Project Vol.1 mehrmals durchgehört habe. Musikalisch gefällt es mir, aber textlich ist es eine absolute Frechheit, eine Provokation.

Wenn ich einen Brief/Mail an Van the man schreiben sollte, dann würde ich es wohl so machen: „Van sind dir eine 75 Jahre auf die Birne geschlagen? Du reihst dich in die Schar der Schwurbler, Masken- Coronaverweigerer ein. Und ich schreib es mit allen Respekt vor deinem Lebenswerk: Van, du bist ein Depp.
Was ist mit dir passiert? Ein bisschen Gegenkultur, ein bisschen Revolution bei deinem enormen musikalischen Talent, das muss so dann und wann sein. Ich habe viele deine musikalischen Wendungen mitgemacht, mal die Erleuchtung, mal die Folklore, mal Jazz, mal Country und immer viel Blues. Zuletzt hast du immer eine Kombination aus allem abgeliefert und ich habe brav deine Alben gekauft. So auch mit dem Latest Record Project mit dem Untertitel Volume 1. Soll vielleicht von der textlichen Querdenkerei noch mehr folgen? Bitte nicht, bitte verschone uns mit deinem verquerten Gedanken.“

Das 36. Album Latest Record Project Vol.1 kündigte sich bereits 2020 an, als Van Morrison „No More Lockdown“ trällerte. Und jetzt: Von den 28 Songs sind vielleicht vier, fünf unpolitische Liebeslieder. Aber über den Rest lässt sich treffend streiten. Van Morrison lehnt die Corona-Politik ab, ich dagegen kann mit vielen leben, denn ich will leben – trotzdem füge ich mich aus Vernunftsgründen den Corona-Maßnahmen. Und da haben wir – Van und ich – einen Konflikt. Van steigt in die Verschwörungsblase ein und heizt die Diskussion mit Songs wie „They Own the Media“ und Zitat „They control the story we are told“ an. Meinungsfreiheit bedeutet, dass du diesen Mist singen darfst. Meinungsfreiheit bedeutet aber auch, dass ich diese gefährliche Meinung ablehne.

Also nochmal zum Mitschreiben: Musikalisch mag ich den alten Sturschädel, aber was er mit seinem jüngsten Doppelalbum abgeliefert hat, geht auf keine Kuhhaut. Ich habe mir den Teaser seines Konzerts für Streaming angeschaut und musikalisch genossen. Aber ein Ticket kaufe ich für den Schwurbler sicherlich nicht mehr. Und auf absehbare Zeit kein Album. Van Morrison, schäm dich.

Erster Todestag meines Vaters

8. Mai 2021

Um 4.11 Uhr verstarb vor einem Jahr mein Vater und seitdem hat sich in meinem Leben so viel geändert. Ich vermisse meinen Papa jeden Tag. Er ist immer präsent, obwohl er körperlich nicht mehr da ist. Ich denke oft an ihn, ich spreche oft mit ihm.

Sohn und Vater im Gespräch – schon länger her.

Meine Verantwortung für die Familie ist durch seinen Tod gestiegen. Zusammen mit meiner Frau mussten wir uns durch Unmengen von Papierkram schlagen, weil es meine Mutter einfach nicht mehr kann. Ich musste mein Leben neu organisieren, weil ich mich um Sachen kümmern musste und muss, die eigentlich mein Vater immer erledigt hatte. Das ist nun meine Aufgabe. Das ist schwer und ich bin dankbar, dass ich meine Frau an meiner Seite habe. Sie hilft mir unglaublich viel.
Da meine Mutter krank ist und in Corona-Zeiten nicht mehr alles im Alltag leisten kann, muss ich als einziger Sohn ihr zur Seite stehen. Ich will nicht klagen. Es ist der Lauf der Dinge, aber es wird mir immer wieder bewusst, dass es nun an mir liegt.
Die Stunden vor seinem Tod waren meine Frau und ich bei ihm am Sterbebett und ich hoffe, er hat bemerkt, dass wir ihn in den schweren letzten Stunden Trost spenden wollten. Trost durch Streicheln, Worte, Singen. Ich bin den Ärzten der Herzklinik dankbar, dass wir trotz Corona-Maßnahmen 2020 bei ihm sein durften. Nein, mein Vater ist nicht an oder wegen Corona verstorben. Sie informierten uns mitten in der Nacht und wir eilten zu ihm.

Keine Ahnung, ob der Tod für ihn eine Erlösung war. Ich hätte gerne noch Jahre mit ihm gehabt, aber es war uns nicht vergönnt. Der Körper war schwach und wurde schwächer, so dass eine OP notwendig war. Aber der Körper konnte nicht mehr und starb. Ich erinnere mich, dass wir nach seinem Tod das Fenster in seinem Zimmer kippten. Ich weiß nicht, warum wir das taten. Wir hörten das Singen eines Vogels, der den Morgen des 8. Mai begrüßte. Das war ein unheimlich schönes Geräusch, so natürlich, so positiv, so bejahend. Die Medizintechnik im Zimmer war abgeschaltet und wir hörten nur noch das Singen des Vogels. Ich glaube, es war eine Amsel, die ihr Lied sang. Immer wenn ich morgens durch Vogelgezwitscher wach werde, erinnere ich mich an diesen Moment als der Schmerz aus meines Vaters Körper wich und er seine Ruhe fand.

Viel geregelt hatte mein Vater nicht, aber er hatte eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht unterschrieben. Ich kann nur an jeden appellieren, dies sofort zu regeln. Ohne diese Papiere wird der Tod in Deutschland für die Erben zur bürokratischen Qual.
Unsere Familie hat Verfügungen, Testament, digitales und materielles Erbe geklärt und ich habe auch meine Wünsche meines eigenen Begräbnisses festgelegt. Das war eine rationale Lehre, die ich zog. Die emotionale Lehre war, dass unser Leben lebenswert ist.

Buchtipp: Out of Office von Elke Frank und Thorsten Hübschen

5. Mai 2021

Während andere am 1. Mai demonstrieren, habe ich mein Arbeitszimmer aufgeräumt. Dabei fiel mir ein Buch von 2015 in die Hände: Out of Office – warum wir die Arbeit neu erfinden müssen.

Geschrieben wurde es von den damaligen Microsoft-Managern Elke Frank und Thorsten Hübschen. Im Jahre 2015 habe ich mir viele Gedanken zu dem Buch gemacht, deshalb unterbrach ich mein Aufräumen und las wieder in dem Buch. Beide Autoren haben schon vor längerem Mircosoft verlassen und dennoch sind die Aussagen des Buches für mich noch immer gültig.

Es traf mich aus heiterem Himmel: Verdammt, die beiden Autoren hatten mit ihren damaligen Thesen recht. Ich blicke in mein Arbeitszimmer und nahm die Veränderung wahr. Corona war der Beschleuniger dieser Veränderung der Arbeitswelt, meiner Arbeitswelt. War ich bis März 2020 drei, vier Tage die Woche unterwegs bei Kunden, bin ich seit Corona zu Hause und habe meinen persönlichen Workflow komplett geändert – Out of Office eben.

Da wird am 1. Mai von den Gewerkschaften vom digitalen Proletariat geredet und ich stelle fest, dass ich mehr und mehr zu einem Wissensarbeiter geworden bin. Ich war von der Lektüre von Out of Office derart gefesselt, dass ich das Aufräumen auf einen späteren Tag verschob und mich mit einem Espresso niederließ und las.

Ich brauche kein externes Büro anbieten, da ich ein großzügiges Arbeitszimmer habe. Die Kinder hatten im HomeSchooling ihre Arbeitsplätze, nur die Gattin ist ins zwei Kilometer entfernte Büro geradelt, um die heimische Internet-Leitung nicht zu stark zu strapazieren. Ein Büro im eigentlichen Sinne, also einen extra angemieteten Raum, braucht unsere Familie nicht. Ja, ich weiß, es gibt andere Familien mit Platzproblemen. Aber bei uns ist Out of Office kein Problem und ich muss sagen: Ich genieße es, dass ich zu Hause bin und nicht unterwegs sein muss. Damit wir uns richtig verstehen: Ich lehne Corona ab und freue mich auf den Tag, wenn wir wieder unter Leute kommen und ich wieder vor Ort sein darf. Aber die Zeit vor Corona lässt sich nicht zurückdrehen. Zoom, Teams, Webex und Co haben viel verändert und ich möchte es nicht missen. Im Moment plane ich den nächsten Schritt. Wenn es soweit ist, dann an dieser Stelle mehr.

Corona hat den Umbau der Arbeitswelt beschleunigt. Der Untertitel des Buches Out of Office heißt dann auch folgerichtig: „Warum wir die Arbeit neu erfinden müssen“. Von Corona haben die Autoren damals 2015 natürlich nichts gewusst, aber sie hatten eine Ahnung, das eine Veränderung vor der Tür steht. Ich hoffe nur, dass unsere bundesdeutsche Gesellschaft diesen Veränderungsprozess mitgeht. Allerdings habe ich ein schlechtes Gefühl: Viele in meiner Umgebung wollen die Zeit vor März 2020 zurückdrehen.

Out of Office bei SAP
Vor kurzem meldete sich auch Cawa Younosi, Personalchef bei SAP Deutschland in einer Diskussionsrunde auf der didacta digital 2021 zum Thema Digitalisierung zu Wort. „Sie ist Fluch und Segen zugleich. Vieles wird niedrigschwelliger, wenn die technischen Grundvoraussetzungen vorhanden sind. Der Fluch ist, dass man darauf achten muss, sich nicht selbst aus zubeuten und zu wissen, wann man den Rechner runterfahren sollte.“ Interessant war die Antwort Cawa Younosis auf die Frage: Welche Entwicklungen aus der Pandemie werden sich langfristig durchsetzen? „Die Flexibilität im Hinblick auf den Arbeitsort wird zunehmen. Der Anteil der Arbeit, die nicht im Büro erbracht wird, wird nochmal steigen. Was sich ebenfalls fortsetzen wird, ist die Vermenschlichung der Arbeitswelt. Ich bin nicht mehr nur Cawa, sondern gleichzeitig Familienvater, vielleicht auch Hunde- oder Katzenbesitzer, man weiß, wie meine Wohnung aussieht. Kurz: Wir sind menschlicher geworden.“

Out of Office
Das Autorenduo Frank/Hübschen beschreibt ihre Version der Zukunft der Arbeit in einer Welt der kommerzialisierten Büroarbeit. Sie wissen natürlich, dass es die Welt des Handwerks, der Industrie, des Verkaufs gibt, aber sie kümmern sich in ihrem Buch um die spannenden Veränderungen der Büroarbeit. „Wir können nicht länger an einen Ort binden und von ihnen ihre Arbeits- und Schaffenskraft einfordern, ohne ihnen eine angemessene und individuelle Arbeitsumgebung zu schaffen.“ Interessant. Vertrauen ohne Überwachung – da würden einige meiner alten Überwachungschefs tot umfallen. Das bedeutet, dass Gespräche über Zielvorgaben nicht nur einmal Jahr stattfinden, sondern wie bei MS alle viertel Jahre projektbezogen. „Flexibles Arbeiten sollte auf einer gesunden Mischung aus Vertrauen, Kommunikation und Zielvereinbarung basieren.“

Die Autoren kritisieren den mangelnden Veränderungswillen von Unternehmen, die geprägt sind im Denken der industriellen Revolution und des Taylorismus. Doch die heutige Welt der Wissensarbeiter sieht anders aus und ist keine „organisierte Legehennenhaltung.“

So gehts: iPhone trotz Maske mit Apple Watch entsperren

28. April 2021

Diese Funktion der Kombi iPhone & Apple Watch habe ich in Corona-Zeiten wirklich gebraucht. Seit den Updates auf iOS 14.5 und WatchOS 7.4 ist es möglich trotz Maske das iPhone zu entsperren. Ein wirklich praktisches Feature in Corona-Zeiten. Und so geht es:
Voraussetzung ist freilich die vorherige Installation von iOS 14.5 und WatchOS 7.4. Um die Zusammenarbeit der mobilen Devices zu aktivieren, geht man wie folgt vor:


Am iPhone unter Einstellungen das Menü FaceID & Code aufrufen.

Dann seinen persönlichen Code eingeben:

Etwas runter scrollen und den Punkt Apple Watch von … aktivieren.

Nochmals aktivieren bestätigen

Es dauert ein paar Sekunden und die AppleWatch sollte natürlich in der Nähe sein. Dann ist alles bereit.

Maske aufziehen und testen. Und dennoch gilt: Abstand halten und bleibt gesund.