Archive for September 2015

#Lustwandeln – Tanja Praske setzt Maßstäbe für die Schlösserverwaltung im Freisaat Bayern

28. September 2015

Da sage noch einer, die bayerische Verwaltung hat nichts mit Social Media am Hut. Genau das Gegenteil ist der Fall – wie ich am Beispiel der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung feststellen konnte. Dort wurde ein schöner Plan ausgeheckt, um eine App für den Schlosspark von Nymphenburg zu bewerben. Die ganze Aktion lief unter dem Hashtag #Lustwandeln und hatte einen riesigen Erfolg. Das Bayerische Finanzministerium, zu dem die Schlosserverwaltung gehört, kann gehörig stolz auf solche Mitarbeiter sein.
Die #Lustwandeln -Aktion ist jetzt schon ein paar Tage her und wurde im März 2015 durchgeführt. Jetzt schlagen die Wellen wieder hoch, denn die Aktion wurde für den renommierten Virenschleuder-Preis #vsp15 nominiert und ich drücke die Daumen, dass die Aktion gewinnt. Bei der Nominierung wurde das ganze Projekt noch einmal aufgerollt und bei meinen Schulungen (auch vor Angehörigen der bayerischen Ministerialverwaltung) stelle ich den Tweetwalk zu #Lustwandeln als vorbildlich heraus.
Die Schlösserverwaltung veranstaltete für Blogger, Twitterer und Instgrammer einen exklusiven Spaziergang durch den Garten von Schloss Nymphenburg. Man kam an Orte, die für die Öffentlichkeit gesperrt sind. Es herrschte daher eine gewisse Exklusivität vor. Als exklusiver Medienpartner wurde mit der SZ ein klassisches Holzmedium gewonnen, die auch sehr gut über die Aktion berichtet haben. Alle Teilnehmer des Tweetwalk erhielten eine Führung durch die Gartenexperten der Schlosserverwaltung und natürlich wurde unter dem Hashtag #Lustwandeln den ganzen Tag in den sozialen Netzen darüber berichtet.

Das Monitoring zeigt, Lustwandeln ist ein Erfolg.

Das Monitoring zeigt, Lustwandeln ist ein Erfolg.

„Wir wollten dem Englischen Landschaftsgarten zu viraler Wucht verhelfen“, sagte mir Tanja Praske. Die Kunsthistorikerin und erfolge Social Media-Frau zog das ganze Projekt durch – von der App-Erstellung bis hin zum Tweetwalk. Hut ab vor so einer Leistung und Hut ab vor der Schlösserverwaltung, die sich auf so ein Experiment eingelassen hat. Die ganze Sache mit dem #Lustwandeln wurde ein Erfolg. Das Monitoring des Hashtags #Lustwandeln lief vom 23.3. bis zum 7.5.15. Es kamen 3.167 Tweets mit einer potentiellen Reichweite von 3.696.300 Impressions zustande. Und ich muss zugeben: Ich habe mich geärgert, dass ich damals nicht dabei sein konnte. Ich hatte einen Kundenauftrag und musste arbeiten. Gerne hätte ich zum Erfolg von #Lustwandeln live beigetragen. So konnte ich nur retweeten, faven und kommentierten.
Vor kurzem traf ich mich mit Tanja Praske. Sie ist wie ich ein Mitglied der IronBlogger München. Ich führte mit Tanja Praske ein langes, inspirierendes Gespräch. Ihr Projektauftrag bei der Schlösserverwaltung ist nun zu Ende und sie hofft auf neue Aufträge aus dem Kulturumfeld. Ich drücke ihr die Daumen bei ihren Vorhaben. Für mich steht fest: Kultur im Netz hat eine Zukunft, solange es solch engagierte Kunsthistoriker wie Tanja Praske gibt. Schaut euch das Interview an, dass ich mit ihr geführt habe.

Megafail bei Paketdienst DPD – wo ist mein Paket?

26. September 2015

Schade, wir haben Sie verpasst – so lautet der Zettel, den der Paketdienst DPD bei uns in den Briefkasten geworfen hat. An sich sollte diese Nachricht kein Problem sein, denn DPD hat so wie Hermes, UPS und DHL eine Ablagegenehmigung. Sie können an einem sicheren Ort die Paketsendungen hinterlegen.
Aber dieses Mal klappte es nicht. Der Grund ist oftmals ein Fahrerwechsel – Paketdienste haben bei uns in der Gegend eine hohe Fluktuation. Über diese Gründe will ich hier nicht spekulieren. Auf jeden Fall, unser Paket war nicht da und ein Zettel lag im Briefkasten.

Diesen Zettel hinterließ DPD heute in meinem Briefkasten.

Diesen Zettel hinterließ DPD heute in meinem Briefkasten.

Und jetzt beginnt der Horror. Auf dem Benachrichtungsschein von DPD war weder ein Name vermerkt (in unseren Haushalt gibt es verschiedene Nachnamen). Und noch schlimmer: Das Paket wurde wohl in der Nachbarschaft abgegeben. Doch wo? Als Name oder Ort wurden kryptische Zeichen hinterlassen: BRK oder MRK. Was soll jetzt das? Ich bin kein Codeknacker, ich will keine Rätsel lösen, ich hab keinen Bedarf etwas zu entziffern. Ich will einfach nur unser Paket. Die Nachbarschaft ist hier groß, sehr groß. Und ich kann wirklich nicht von Tür zu Tür gehen und fragen, ob ein Paket für mich abgegeben wurde. Das ist echt nicht meine Aufgabe.
Und natürlich ist es Samstag: Die Hotline ist nur Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr besetzt und kostet mich als Kunde zudem 59 Cent pro Minute.

DPD - was soll das? Was soll das heißen?

DPD – was soll das? Was soll das heißen?

So schreibe ich diesen Blogbeitrag als verärgerter Kunde und werde in Facebook und Twitter bei DPD die Frage posten, was das eigentlich soll. Es ist und bleibt eine Frechheit, so etwas als Dienstleistung zu verkaufen. Also DPD, ab in die Ecke und schämt euch und noch wichtiger: Bringt mir unser Paket!

Ein Lightning-Kabel in Roségold

25. September 2015
Apple hat nur Weiß, Kanex hat auch andere Farben

Apple hat nur Weiß, Kanex hat auch andere Farben

Es ist ein Kabel, nur ein Kabel und dennoch mach ich mir Gedanken darüber. Der Verkauf von Apple iPhone 6s geht los, die ersten Schlangen sind vor den Apple Retail Stores zu sehen. Neben einer Vielzahl von technischen Neuerungen hat Apple eine neue Farbe für seine iPhone 6s und iPhone 6s plus eingeführt: Roségold
Ich werde jetzt nicht schwach und kaufe ein neues Smartphone. Mein bisheriges iPhone 6 (in Gold) reicht noch ein Jahr bis zum iPhone 7 aus. Aber das Roségold finde ich schon sehr hübsch.
Apple liefert zu den iPhones ein weißes Lightning Kabel aus. Die weiße Farbe hat sich seit dem ersten iPhone nicht geändert. Individualismus hört bei der Kabelfarbe aus. Das ist die Chance von Drittherstellern. Und der erste dieser Anbieter ist Kanex. Pünktlich zum Verkaufsstart des iPhone 6s kündigte Kanex an, neben den silbernen, goldenen und grauen Lightning-Kabeln nun auch ein passendes für die Roségold-Variante des iPhones anzubieten. Die Premium-Kabel sind MFi-zertifiziert, besitzen ein Aluminiumgehäuse und eine widerstandsfähige Nylonummantelung in geflochtener Optik, um ein Verknoten zu verhindern. Mit drei verschiedenen Längen zwischen 1,2 Meter, 2 Meter und 3 Meterist für jeden Bedarf das Richtige dabei. Die Roségold-Variante wird ab Mitte Oktober ab einem Preis von 19,95 € erhältlich sein. Die Farben Silber, Gold und Grau sind bereits verfügbar.
Bisher hatte ich mehrere weiße Kabel im Einsatz. Vielleicht sollte ich für mein goldenes iPhone 6 auch ein goldene Kabel besorgen. Neben dem Aussehen hat ein goldenes Kabel einen weiteren Vorteil: Der Streit um das Kabel innerhalb meiner Familie ist schlagartig zu Ende. Meine Frau hat ein graues iPhone und bekommt ein graues Kabel und die Kinder werden die weiße Kabel nehmen. So hat jeder sein Kabel und es gibt keinen Streit mehr.

Lego Star Wars: Darth Vader Lego 75111

24. September 2015
Lego Star Wars: Darth Vader 75111

Lego Star Wars: Darth Vader 75111

Als Glückspilz konnte ich mir ein Vorabexemplar des neuen Lego Star Wars Modells Darth Vader Lego 75111 sichern und baute es mit meinem Sohn zusammen.

Die neue Figurenreihe umfasst im ersten Schwung die Charaktere Darth Vader, Jango Fett, Commander Cody, General Grievous, Obi-Wan Kenobi sowie Luke Skywalker. Leider muss ich feststellen, dass die Figuren mit Maske also Vader, Fett, Cody und Grievous deutlich besser gelungen sind, als die Figuren mit Gesichtern Kenobi und Skywalker. Diese finde ich zu holzschnittartig.

Lord Vader in 160 Teile.

Lord Vader in 160 Teile.

Darth Vader umfasst 160 Teile und ist in einer guten halben Stunde aufgebaut. Er hat in der rechten Hand ein rotes Laserschwert. Der schwarze Umhang ist vergleichsweise hochwertig.

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Die Konstruktion der Figuren ist in der Tradition der Lego Bionicle-Figuren und der Aufbau verläuft problemlos. Das Konstruktionsheft von Lego 75111umfasst insgesamt 48 Seiten und ist Legolike gut aufgebaut.
Ab Oktober sind alle Figuren in Deutschland offiziell zu haben. Die ersten Exemplare in Deutschland wurden auf der Spielwarenmesse Nürnberg gesichtet. Vader Lego 75111 selbst erblickte zum ersten Mal am 14. Februar 2015 auf der New York Toy Fair das Licht der Sammlerwelt.

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Meine Tools für mobilen Journalismus

21. September 2015

Immer wieder kommt die Frage, welche Apps und Geräte ich eigentlich als digitaler Nomade nutze. Durch die digitale Revolution hat sich meine Arbeitsweise als Journalist und Blogger komplett verändert. Smartphone und Tablet gehören zu meine täglichen Werkzeugen, schließlich leben wir im Post PC-Zeitalter. Vor kurzem hatte ich wieder ein Seminar zum Thema „Mobiler Journalismus und Pressearbeit“ durchgeführt und einige Werkzeuge vorgestellt, die ich im Einsatz habe.
Als Kameras nehme ich in der Regel mein iPhone 6 plus, die GoPro Hero3+ und die Bloggerkamera Canon LEGRIA mini X sowie mein iPad mini 2 und ab und zu ein Google Nexus Tablet (wenn es gar nicht anders geht).
Ich möchte die Software clustern und habe als Empfehlung jetzt nur kostenlose Software im Einsatz. Natürlich habe ich noch weitere Software am Start, aber für den Anfang als mobiler Journalist sollte es genügen. Ich habe geschaut, dass es die Software für iOS und Android gibt, beim Windows Phone kenne ich nicht so aus.

Video
Hyperlapse
iMovie (nur iOS), PowerDirector Videobearbeitung (nur Android)
YouTube
Periscope
Vine
Google Studio/Youtube Studio

Audio
iRig Recorder

Bildbearbeitung
Adobe Photoshop Express
Snapspeed

Zusammenarbeit
Mindmeister
Toodledo
Wunderlist
Evernote
Dropbox
Trello
Doodle
Google Übersetzer
iTranslate Voice

Text
Google Drive
Ulysses nur iOS
Pages/Keynote/Numbers nur iOS

Blogging
Jimdo
Wordpress

Social Media
Twitter
Facebook
Instagram
Hootsuite
Google Hangout
Skype

Hardware
In der Regel habe ich allerhand Hardware dabei. Die muss ordentlich verpackt sein. Das ganze Kabelzeugs und Adapter und Akkus habe ich in Cases von Amazon.

Tasche

Als Taschen verwende ich die Pride and Soul Umhängetasche aus Leder Ethan und als Laptoptasche in der Regel die Booq. Je nach Einsatz und Kunde setze ich auf Rimowa, Tweed oder College. Strom ist kostbar und nichts ist schlimmer, als wenn unterwegs der Saft ausgeht.

Anker

Für längere Einsätze habe ich den Anker Astro E7 26800mAh dabei, wenn ich nur ein paar Stunden unterwegs bin, dann reicht der Anker 2. Gen. Astro E4 13000mAh. Akkus unter 10000mAH braucht man nicht ernst nehmen.

Anker2

Tastatur
In der Regel versuche ich meine Texte mit Siri zu diktieren. Das klappt bei guter Internetverbindung. Mit iOS 9 ist es spürbar besser geworden. Natürlich muss nachgearbeitet werden. Wenn ich in Gesellschaft bin und nicht laut diktieren kann, dann muss natürlich eine Tastatur ran. Für das iPad mini habe ich mehrere Bluetooth-Tastaturen im Einsatz, mal mit Hülle, mal nur als Case.

Tastatur

Ich verwende das Logitech Ultrathin Magnetic Keyboard . Der Anschlag ist ok, aber das Problem ist der Tastenabstand. Vielleicht sind meine Finger zu dick. Daher nutze ich meist die externe Bluetooth-Tastatur von Apple. Wenn ich faul bin und nichts tragen will (und Eindruck schinden möchte), verwende ich die Epic RGOMCQZ virtuelle Laser Tastatur. Ich freue mich schon auf das iPad Pro mit der Apple-Tastatur, die einen geschmeidigen Anschlag haben soll. Nur die graue Farbe gefällt mir nicht.

Laser

Stative
Natürlich dürfen YouTube-Aufnahmen auch bei mir wackeln, das erhöht die Authentizität, aber irgendwann ist Schluss mit der Wackelei. Ich habe zwei Arten von Tischstativen im Einsatz. Das Gorilla kann man schön biegen und auch via Magnet auf entsprechenden Untergrund befestigen.

Tischstativ

Standfester ist allerdings mein Manfrotto PIXI Tischstativ. Wenn es etwas größer sein muss, aber leicht, dann schwöre ich auf mein Tamrac ZipShot Stativ. Das System klappt wie ein Zeltstangensystem. Das Ganze ist bei Wind nicht zu gebrauchen, weil es umkippt. In Räumen ist es aber okay und vor allem leicht. Schwerer und in den semiprofessionellen Bereich gehört da mein Reisestativ Rollei Compact Traveler No. I .

Klappstativ

Das ist ein Zwischending, aber für mobilen Journalismus habe ich keine Lust meine schweren Manfrotto-Stative mitzunehmen, obwohl sie für den Profi-Einsatz unschlagbar sind. Da die Stative in der Regel ein Drehgewinde haben, braucht es zur Befestigung meines iPhones noch einen Adapter.

Tripod

Ich nehme hier den, weil ich ihn in der Größe verändern kann – iPhone 5s und jetzt iPhone 6 plus haben doch unterschiedliche Ausmaße und der Adapter wächst mit. Ich habe mir zahlreiche Halter angeschaut und bin vom Glif tripod angetan.

Rollei
Wenn es ein wenig eleganter werden soll, habe ich ein kleines Steadycam Mantona Schwebestativ dabei. Es ist zwar nur eine Notlösung, macht aber ganz annehmbare Bilder. Vor Gebrauch sollte man allerdings ein wenig üben, um den Dreh heraus zu haben.

Steadycam
Und ich habe eine neue Selfie-Stange im Einsatz. Ich hatte lange Zeit ein schwere Variante und bin jetzt aufgrund eines Tipps von Jürgen Pieperhoff auf die Anker Bluetooth Selfie Stange umgestiegen und bin sehr angetan.

Anker_Stange
Da ich in der Regel mehrere Stative dabei habe, kann ich eines als Lichtstativ verwenden. Manches Mal brauche ich für meine Einsätze externes Licht und die Taschenlampenfunktion des iPhones reicht nicht aus. Aus alten 16mm Zeiten hatte ich noch Halogen-Scheinwerfer samt Akku, aber hier hebe ich mir einen Bruch und die Dinger werden extrem heiß. Daher setze ich auf LED-Leuchten, deren Licht ich angenehm regulieren kann. Hier habe ich mich für Manfrotto LED-Licht Midi Plus entschieden.

Licht

Audio
Der Ton ist im mobilen Journalismus immer ein Problem. Wunderbar ist der Klang bei der Canon Legria mini X. Aber die Kamera hat ein extremes Weitwinkel, kann also nicht immer eingesetzt werden. Zudem ist die App-Verbindung ein Gemurkse.
Ich habe eine Reihe von Mikros, wie das iRig Mic Handgehaltenes Mikrofon oder iRig Mic Cast Ultra-compact microphone und wenn ich meine teuren XLR-Mikros einsetze, verwende ich ein iRig Pre Universal Microphone Interface. In Interviews setzte ich auf Rode smartLav+ Lavalier-Mikrofon .

Röde

Bei Konferenzen gibt es oftmals schrecklich viel Papier. Und viele Veranstalter verteilen die Dateien nicht digital. Ich habe ein paar Smartphone-Scanner im Einsatz, aber wenn es richtig etwas zum Scannen und Weiterverarbeiten gibt, dann kommt mein Fujitsu iX100 ScanSnap  mobiler Scanner aus der Tasche. Er scannt das Zeug perfekt via WiFi weg und die Dateien können ideal weiterverarbeitet werden. Die entsprechende App gibt es kostenlos und ist zu empfehlen.

Scanner

Diese Aufstellung hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ist lediglich eine Empfehlung aus meiner täglichen Praxis. Und natürlich gibt es immer wieder neues Zeug.

Urlaubsort Bad Hindelang wird Zukunftsstadt

20. September 2015
Blick auf das schöne Bad Hindelang von meinem Hotelzimmer aus.

Blick auf das schöne Bad Hindelang von meinem Hotelzimmer aus.

In meinem Urlaubsort Bad Hindelang habe ich eine Entdeckung gemacht. Der Ort Bad Hindelang im Allgäu will Digitalisierung, Tourismus und Ökologie in Einklang bringen. Das Ganze ist ein Beitrag im Wettbewerb „Zukunftsstadt” im Wissenschaftsjahr 2015.


Einer der Partner vor Ort ist der Hotelier Armin Groß in dessen Hotel Prinz Luitpold Bad ich ein paar Tage Urlaub verbracht habe. „Für die Stadt der Zukunft gibt es viele Ideen, die das Leben in der Stadt verbessern. Diese mit den Bürgern zu diskutieren, gemeinsame Visionen für die Zukunft zu entwickeln und in ersten Städten zu erproben – darum geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung“, erklärt mir Armin Groß. Bad Hindelang ist eine von 51 Städten in Deutschland, die ausgewählt wurden. Ziel ist es eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ zu entwickeln. Klingt gut, jetzt schaun wir mal, was daraus wird. Bad Hindelang sei in der Startphase, so Armin Groß. Sein Hotel arbeitet hier mit dem Tourismusdirektor Maximilian Hillmeier, dem Allgäuer Anzeigeblatt, dem Elektrizitätswerk Bad Hindelang eG, dem Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik, dem Tourismusbeirat Bad Hindelang und dem freien Journalisten Thomas Niehörster zusammen.
In Phase 1 des Wettbewerbs werden dafür gemeinsame Ziele und Synergien bereits angestoßener Digitalisierungs-Initiativen identifiziert. Präferenzen und Prioritäten werden diskutiert. Ideen gibt es scheinbar schon einige, jetzt müssen sie mit Leben erfüllt werden. Eine gemeinsame Vision über die digitale Tourismusgemeinde soll entstehen. Dem vielfach bereits in der Wirtschaft praktizierten „Open-Innovation-Ansatz“ zum Vorbild werden verschiedene Akteure am Prozess beteiligt. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Projekt entwickelt und ich werde es mir immer wieder ansehen.

Digitale Kompetenzen für alle Arbeitnehmer

19. September 2015
Simone Frömming, Country Manager Deutschland bei VMware, stellt die Studie vor.

Simone Frömming, Country Manager Deutschland bei VMware, stellt die Studie vor.

Es ist ein Kreuz mit der digitalen Kompetenz in der Geschäftswelt. Chefs fordern von ihren Mitarbeitern digitale Kompetenzen. Jetzt geben Mitarbeiter den schwarzen Peter an ihre Chef zurück. Nach einer interessanten Studie des Cloud-Unternehmens VMware zeigt sich, dass Mitarbeiter aller Altersgruppen den hohen Stellenwert digitaler Kompetenzen für Unternehmenswachstum und Wettbewerbsvorteil erkennen.
Ach ja: Unter digitaler Kompetenz versteht VMware: Die Fähigkeit, die Technologie seiner Wahl so einzusetzen, dass man in der Lage ist, auf digitale Informationen und Daten zuzugreifen, diese zu analysieren und auszutauschen, um die Art und Weise der Zusammenarbeit zu verbessern.
Die Studie zeigt, dass längst nicht nur die „Generation Y“ Einfluss auf die digitale Transformation in Unternehmen hat. Mitarbeiter aller Altersgruppen sind im Boot. Für die Studie wurden 5.700 Mitarbeiter in Europa, dem Mittleren Osten und Asien (EMEA) befragt.


Mehr als zwei Drittel der befragten Deutschen (68 %) sind der Überzeugung, dass der Einsatz von digitalen Kompetenzen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verbessern kann. 64 % sind der Meinung, dass hierdurch eine bessere Zusammenarbeit unter Kollegen möglich wird. 63 % glauben, dass digitale Kenntnisse innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Umsatzanstieg und eine verbesserte Profitabilität von Unternehmen bewirken können.

Blogger Matthias J. Lange bei der VMware-Pressekonferenz.

Blogger Matthias J. Lange bei der VMware-Pressekonferenz.

Mehr als die Hälfte der Befragten (59 %) sind dazu bereit, sich neue digitale Fertigkeiten und Arbeitsweisen in ihrer Freizeit anzueignen, um die Produktivität des Unternehmens zu verbessern. Dies unterstreicht die hohe Relevanz digitaler Kenntnisse sowie die Bereitschaft von Arbeitnehmern, sich diese anzueignen. Gerade ältere Mitarbeiter verfolgen aktiv den Ausbau ihrer technischen digitalen Fertigkeiten: 46 % der 45- bis 54-Jährigen bilden sich im Bereich mobiler Apps weiter; ein Drittel (38 %) der 55-Jährigen (und älter) besucht Fortbildungen zum Thema Online-Inhalte und Websites.
Das klingt alles sehr, sehr gut, aber jetzt kommt der Pferdefuß. Scheinbar sind die Unternehmen der Hemmschuh in der digitalen Transformation. Trotz dieser Zahlen ist die Hälfte der Mitarbeiter aller Altersgruppen (49 %) der Meinung, dass sie ihre digitalen Kenntnisse nicht vollständig in ihren Arbeitsalltag einbringen können. Hindernisse beim Einsatz ihrer digitalen Fähigkeiten sehen die Befragten vor allem darin, dass digitale Aktivitäten nicht Teil ihrer persönlichen Zielvorgaben sind (48 %), gefolgt von fehlendem Budget (43 %), mangelnder Unterstützung der IT (36 %) sowie restriktiven Unternehmensrichtlinien (36 %).
In zahlreichen Verlagen und Betrieben habe ich beispielsweise die IT-Abteilung nicht als Unterstützer meiner Arbeit kennengelernt, sondern als Verhinderer. Wenn wir von Ideen wie unabhängiges Arbeiten oder #OutofOffice dachten, machte uns die IT einen Strich durch die Rechnung.
VMware sieht freilich den positiven Aspekt.

„Der erfolgreiche digitale Wandel wird von der Unternehmenskultur, den Mitarbeitern und ihren Fähigkeiten bestimmt“, sagt Simone Frömming

„Der erfolgreiche digitale Wandel wird von der Unternehmenskultur, den Mitarbeitern und ihren Fähigkeiten bestimmt“, sagt Simone Frömming

„Die Herausforderung und Chance zugleich liegt darin, die Teams aus älteren Mitarbeitern, die über langjährige Erfahrung in einer prä-digitalen Welt verfügen, mit jüngeren Talenten, die neue Expertise, Fähigkeiten und Motivation mitbringen, zusammenzuführen. Jedes Unternehmen muss hart dafür arbeiten, dass die Zusammenarbeit von Mitarbeitern unterschiedlichster Generationen bestens funktioniert – etwa indem altbewährte Strukturen, da wo sie sinnvoll sind, beibehalten werden und zugleich neue Arbeitsweisen und Ideen gefördert werden“, so die Meinung von VMware.
Die Abstimmung zwischen IT und dem höheren Management spielt eine signifikante Rolle bei der erfolgreichen Transformation zu einem Unternehmen des digitalen Zeitalters – darüber sind sich die befragten Mitarbeiter in Deutschland einig: Für sie ist zunächst die IT-Abteilung (37 %) dafür verantwortlich, den digitalen Wandel im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Erst dahinter folgen Geschäftsführung (25 %), Vorstand (12 %) und Abteilungsleiter (11 %).
Darüber hinaus ist zwar gut die Hälfte der Befragten (48 %) der Meinung, dass das höhere Management bereits neue Wege der Zusammenarbeit fördere, fordert aber zugleich, dass es eine weitaus aktivere Rolle bei der Digitalisierung des eigenen Unternehmens spielen muss. Für die Entwicklung der Kompetenzen verlangt mehr als die Hälfte von Arbeitgebern mehr Investitionen in Trainings und Kurse (53 %) sowie eine bessere Entlohnung und Anerkennung der vorhandenen Kompetenzen (53 %). Zudem sollte laut 39 % der Befragten das Management deutlich an die Belegschaft kommunizieren, dass die digitalen Fähigkeiten der Mitarbeiter eine Priorität darstellen.
„Der erfolgreiche digitale Wandel wird von der Unternehmenskultur, den Mitarbeitern und ihren Fähigkeiten bestimmt“, sagt Simone Frömming, Country Manager Deutschland bei VMware. „Unternehmen investieren zu Recht viel in digitale Talente, die über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen, um Innovationen voranzutreiben und Kunden einen deutlich höheren Mehrwert zu liefern – beides ist grundlegend für den Erfolg eines Unternehmens verantwortlich.“ Auch ihr Kollege Martin Niemer erklärt: „IT darf kein Selbstzweck sein. IT muss Mehrwert für Zielgruppen schaffen.“

Kostenfalle: WLAN Assist bei iOS9 ausschalten

18. September 2015

Das Update auf iOS9 klappte bei mir ohne Probleme und innerhalb von zwölf Minuten war der Update-Zirkus am iPhone 6 plus erledigt. Rund 1,2 GByte mussten von den Apple Servern geladen werden – frühere Versionen waren bei 6 GByte und höher.

Der Tim stellt iOS9 vor.

Der Tim stellt iOS9 vor.

Zug um Zug probiere ich die Neuerungen aus. Bisher klappt alles einwandfrei. Eines vorweg: Siri scheint wirklich leistungsfähiger zu sein und erkennt mehr und mehr Befehle. Andere neue Funktionen werden sich in der Praxis beweisen müssen. Apple hat dieses Mal viel unter der Motorhaube geschraubt.
Sobald meine Kinder mit ihren iPhones auf iOS9 upgedatet haben, werde ich allerdings eine Kostenfalle im neuen System bei ihnen ausschalten. Die Kostenfalle heißt WLAN Assist.
Der WLAN Assist ist unter Einstellungen – Mobiles Netz und dort ganz am Ende der Liste zu finden. Nach dem Update auf iOS9 setzt Apple den Schieberegler automatisch auf aktiv. Der WLAN Assist sorgt dafür, dass bei einer schlechten WLAN-Verbindung automatisch die Funktion mobile Daten verwendet wird.

Dies kann je nach Vertrag teuer werden. Innerhalb von kürzester Zeit kann das Datenvolumen des Handyvertrages so aufgebraucht werden und neue Kosten anfallen. Hier hat Apple eine Kostenfalle installiert, die aber aus Sicht von Apple nur konsequent ist. Apple setzt auf WLAN-Vernetzung, scheitert aber an der bundesrepublikanischen Wirklichkeit. Wir reden zwar gerne von WLAN, von Laptop und Lederhose, bevorzugen allerdings dann doch die Lederhose und müssen uns mit katastrophalen Internetgeschwindigkeiten zufrieden geben. Daher gehört zur Medienkompetenz erst einmal WLAN Assist auszuschalten.

Wandertipp: Der Weg durch die Klausenbachklamm

17. September 2015

Klausenbachklamm4

Den Kopf freizubekommen – da gibt es für mich nichts besseres als in der Natur zu wandern. Bei einem Besuch in Reit im Winkel fand ich auf einem so genannten Premiumwanderweg ein schönes Fleckchen Natur: Den Wanderweg durch die Klausenbachklamm.
Gestartet wurde beim wunderbaren Hotel Gut Steinbach durch die Wälder Richtung Spielplatz Reit im Winkel.

Gut Steinbach war der Ausgangspunkt meiner Wanderung.

Gut Steinbach war der Ausgangspunkt meiner Wanderung.

Dort begann der offizielle Wanderweg, der als mittelschwer eingestuft wird. Festes Schuhwerk sollte der Wanderer schon anhaben, vor allem, wenn er in die Klamm hinabsteigt. Genau das haben wir getan, weil uns der klassische Spazierweg auf Dauer zu eintönig war.


Also ging es hinab, hinab in die Klamm und da war gutes Schuhwerk wichtig. In der Klamm geht es feucht zu. Kinderwägen oder Sandalen sind hier klar Fehl am Platze. Über zahlreiche Wurzeln und Stufen geht es vom befestigten Weg hinab in die Klausenbachklamm. Der Weg ist machbar, dennoch sollte man aufpassen, wohin man tritt. Nicht immer ist das Licht ideal und man kommt bei Fehltritten gerne ins Rutschen.


Wir hatten Glück, denn außer meiner Frau und mir war niemand unterwegs, so konnten wir das Naturschauspiel Klamm ohne Störung genießen. Durch die Hitze der vergangenen Wochen war die Klamm vergleichsweise trocken. Sollte es regnen, wird das Bächlein sicher stärker und gefährlicher. Der Schluchtweg durch die Klausenbachklamm hat mich fasziniert. Immer wieder hielten wir inne und lauschten der Ruhe.
Wer einmal zur Ruhe kommen will, dem kann ich diesen Wanderweg samt Naturschauspiel empfehlen.

Bryan Ferry in München 2015

16. September 2015
Bryan Ferry im Münchner Circus Krone - toller Auftritt.

Bryan Ferry im Münchner Circus Krone – toller Auftritt.

Irgendwie war er immer da. Er war nie im Fokus meiner Aufmerksamkeit, aber er lief immer so mit und seine Musik war immer präsent: Gemeint ist Bryan Ferry. Der Dandy des Rock’n Roll gastierte jüngst in München. Der elegante Brite ließ sich im vollbesetzten Circus Krone Bau von seinen zumeist älteren Fans feiern und bedankte sich dafür mit einer fulminanten Show.
Und verdammt, der alte Womanizer kann es immer noch. Im vergangenen Jahr musste er seine Tour aufgrund von Stimmprobleme abbrechen, aber 2015 ist Bryan Ferrys Stimme wieder voll da. Hey und der Knabe ist bald 70 Jahre alt – seinen Geburtstag am 26. September wird er in Berlin feiern.


Ferry verlässt sich in München auf Bewährtes: Das gilt für Singmaterial und Band. Die Band bestand aus alten Recken wie Paul Beard Piano & Keyboards, Jacob Quistgaard Lead Guitar, Neil Hubbard Rhythm Guitar, Luke Bullen Drums, Jimmy Sims Bass, Lucy Wilkins Violin, Jorja Chalmers Sax & Keyboards, Fonzi Thornton Backing Vocals, Bobbie Gordon Backing Vocals und Rhianna Kenny Backing Vocals. Vor allem die Multiinstrumentalistin Jorja Chalmers im kurzen Rock (klar Bryan Ferry) hatte es dem Münchner Publikum angetan. Die coole, hübsche Australierin wurde vom Meister immer wieder in den Mittelpunkt gestellt.


Immer wieder schloss ich die Augen, lauschte auf die perfekt arrangierte Musik und der coolen Stimme von Bryan Ferry – schlagartig wurde mir bewusst, wie lange mich die Musik von ihm schon begleitet. In meiner Jugend hatte man entweder das Avalon-Album und war dabei – oder man blieb außen vor. Wie oft schaute ich mir als Jugendlicher die Covers von Roxy Music-Schallplatten vom Landleben an – die Insider wissen, was ich meine. Und auch Jerry Hall war einst eine hübsche Siren-Frau, noch vor Mick Jagger.
Bryan Ferry war ein solider Solokünstler, aber er war sich nicht zu fein, die Werke anderer Künstler zu interpretieren. Immer wieder nahm er Klassiker auf und hauchte ihnen ein neues Leben ein. Auf dem Münchner Konzert durften Bob Dylan Songs wie Bob Dylan’s Dream und Don’t Think Twice It’s All Right dabei nicht fehlen, nachdem Ferry mit Dylanesque ein Album mit Dylan-Covers vorlegte.

Auch die Lightshow hat in München bei Bryan Ferry gepasst.

Auch die Lightshow hat in München bei Bryan Ferry gepasst.

Die Songs in München war eine Best-Of-Show des Meisters. Avonmore – Driving Me Wild – Slave To Love – Ladytron –  Bob Dylan’s Dream – Don’t Think Twice It’s All Right – Smoke Gets In Your Eyes – Bete Noire – Zamba – Stronger Through The Years – Tara – Take A Chance With Me – One Night Stand – Midnight Train – More Than This (Full band version) – Avalon – Love Is The Drug – Virginia Plain – Do The Strand – für mich persönlich der Höhepunkt Jealous Guy – Editions Of You. Schade, schade, dass er Let’s stick together nicht gespielt hat, wie in anderen Orten. Und leider ließ Ferry seine Jazz-Phase komplett aus. Ich hätte gerne den Sound der 20er Jahre von ihm live gehört. Nicht Jazz, sondern Synthi waren angesagt. Früher war es mir zu viel Gefühlsduselei, aber heute gefällt mir es. Auch ich werde im Alter weiser und ruhiger. Wie sehr Bryan Ferry mich durch die Jahre begleitete, stellte ich fest, als ich fast jeden Songs mitsingen konnte. Und ich bin wahrlich kein ausgesprochener Bryan Ferry-Fan. Der Mann schreibt einfach gute, sehr gute Songs oder interpretiert fremde Songs einzigartig. Ein bisschen Tanzen hier, ein wenig Träumen da und am Ende jedes Songs die übliche Verbeugung als ob er mit einem imaginären Federhut grüßt. Die ganze Show war würdevoll, ja so würde ich es bezeichnen: Einfach würdevoll – keine hektischen Bewegungen, alles fließt und Bryan Ferry hatte mit kleinen Gesten, Augenzwinkern und Verbeugungen die Fäden in der Hand.


Übrigens, großen Eindruck machte auch die Vorband Femme Schmidt aus Berlin auf mich. Ich kannte die Dame und ihre Band vorher nicht. Vorbands haben einen undankbaren Job als Einheizer für den großen Star zu fungieren. Femme Schmidt machte einen hervorragenden Job und spielte sich mit ihrer Musik in die Herzen des Publikums. Noch im Circus Krone bestellte ich ihre CD Femme Schmidt. Toll fand ich auch, dass Bryan Ferry die Leadsängerin Elisa Schmidt nochmals in seiner Show erwähnte. Das kommt nicht oft vor. Vielleicht liegt es daran, dass der alte Schwerenöter die 25jährige Berliner Sängerin einfach unterstützen will.