Posts Tagged ‘Armin Gross’

Was machen chinesische Vasen im Allgäu?

5. November 2017

Das Allgäu ist berühmt für seine Handwerkskunst und bei meinem jüngsten Aufenthalt im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang entdeckte ich in einem zurückversetzten Teil des Salons eine Reihe von chinesischen Vasen. Große, kostbare Vasen mit feinen Verzierungen. Und sogleich stellt sich mir die Frage: Was machen chinesische Vasen im Allgäu?

Die Antwort gibt mir Hotelier Armin Gross. Seine Großmutter Maria Gross (geborene Zöttler) kaufte mit ihrem Mann Andreas Gross das Hotel Prinz Luitpold Bad im Jahre 1923. Sie liebte Antiquitäten und ersteigerte viele Gegenstände bei Auktionen in München. Ich muss sagen, die Dame hatte Geschmack. Unter den ersteigerten Exponaten waren auch zahlreiche chinesische Vasen.


Dann kam das Maleur. Der Großteil der Vasen sollte 1951 zu Lampen umfunktioniert werden und wurden dazu mit Gips ausgegossen. Das war ein Fehler. Die meisten Vasen zerbrachen beim Trocknen des Gipses.
Heute stehen die verbliebenen Vasen in einem Teil des Salon, der aus dem schottischen Lanrick Castle stammt und bilden eine wunderschöne Symbiose.

120 Jahre Todestag von Sebastian Kneipp – seine Ideen sind weiter aktuell

17. Juni 2017
Urlaub im Allgäu - da gehört der Kneipp einfach dazu.

Urlaub im Allgäu – da gehört der Kneipp einfach dazu.

Heute ist der 120jährige Todestag von Sebastian Kneipp und für mich sind die Ideen des schwäbischen Pfarrers aktueller denn je.
Seit meinen jüngsten Aufenthalt in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang bin ich ein regelrechter Fan vom alten Sebastian Kneipp geworden. Hotelier Armin Gross hat mich damals zu einem Beta-Test eingeladen, um sein Prinzen-Päckle an mir auszuprobieren. Dieser Einladung bin ich gerne gefolgt.

Mein Prinzen-Päckle mit Anwendungen von Sebastian Kneipp.

Mein Prinzen-Päckle mit Anwendungen von Sebastian Kneipp.

Das Prinzen-Päckle besteht aus mehreren Bausteinen: Eine Kombination aus Sport- und Meditationsprogramm verknüpft mit Anwendungen von Sebastian Kneipp und Methoden der bayerischen Infanterie von 1872 – klingt seltsam, macht aber Sinn. Seine Ideen hat Armin Gross in dem wunderbaren Buch Leben wie ein Prinz zusammengefasst.

Jeden Morgen mache ich jetzt also meine Prinzengymnastik. Es sind rund zehn Minuten Training, die eigentlich immer drin sein müssen. Zehn Minuten hat jeder Zeit – da gibt es keine Ausreden. Die Drück- und Zugmuskelatur wird gestärkt. Dann kommen die Beine dran. „Die Muskel sind unsere Freunde“, sagt mir Armin Gross und er hat recht.

Nur wenn die Muskeln belastet werden, dann wachsen sie und stärken den Körper.
Bei der anschließenden Dusche kommt der alte Sebastian Kneipp ins Spiel. Aufgüsse sind in jeder Dusche möglich. Kaltes Wasser ins Gesicht und der Bub ist wach. Damit beginnt meine Kneipp Kur. Während des Tages genehmige ich mir immer wieder einen Kneippschen Kaffee als Aufputschmittel. Ich lasse kaltes Wasser über meine Arme laufen und beginne mit dem rechten Arm – er ist am weitesten vom Herzen weg und gehe dann zum linken Arm. Gerade im Sommer eine tolle Erfrischung, die meinem Körper einen Schub gibt. Auch die anderen Ideen von Kneipp sind prima: Aromabäder, Spaziergänge, Schlaf – alles Sachen, die ich heute genieße.

Zum Runterkommen habe ich wie der alte Prinzregent Patiencen gelegt. Ich mag ja eigentlich keine Kartenspiele, aber Patiencen bringen mich in einen gewissen Flow. Mein unruhiger Geist schaltet ab und so soll es sein. Andere malen oder zeichnen Mandalas.

Mal sehen, was sich für mich als die ideale Abschaltmethode herausstellt.
Auf jeden Fall haben sich die Ideen von Armin Gross, basierend auf Sebastian Kneipp, für mich als richtig erwiesen. Vielleicht wirkt Kneipp auf jüngere Menschen unmodern und uncool, aber der alte Kneipp macht schon Sinn. Probiert es mal aus, gerade zum 120jährigen Todestag wäre es mal ein Anlass.

Moderne Ideen trotz 120jährigem Todestag von Sebastian Kneipp.

Moderne Ideen trotz 120jährigem Todestag von Sebastian Kneipp.

Buchtipp: Resturlaub von Tommy Jaud

28. April 2017
Nette Unterhaltung und mein Buchtipp für heute: Resturlaub

Nette Unterhaltung und mein Buchtipp für heute: Resturlaub

Keine große Literatur, aber für einen Tag nette Unterhalterung mit Lokalkolorit – so sehe ich das Buch Resturlaub: Das Zweitbuch von Tommy Jaud. Eigentlich lese ich solche Art von Romanen gar nicht, aber ich war neugierig.
Bei einem Abendessen mit dem Allgäuer Herrenausstatter Klaus Felbinger auf Einladung von Sabine und Armin Gross vom Hotel Prinz Luitpold Bad kamen wir auf die Franken zu sprechen. Ich arbeite sehr oft in Franken und mein bester Kumpel kommt auch aus Nürnberg. Die Allgäuer stellten fest, dass die Franken so ihre Marotten haben und ich konnte dem nur zustimmen. Da fiel Klaus Felbinger ein Buchtipp ein: Resturlaub von Tommy Jaud. Eine netter, harmloser Unterhaltungsroman, der zum Teil in Bamberg spielt. Nun, Bamberg ist mir gut bekannt, Franken sowieso und auf dem Nachhauseweg von der Esseneinladung bestellte ich mir auf gut Glück das Buch.
Innerhalb eines Tages hatte ich den Roman durch und musste – ich geb es gar nicht gerne zu – zeitweise richtig laut loslachen. Tommy Jaud, der eigentlich aus Schweinfurt kommt, spiegelte die fränkische Mentalität in diesem Buch sehr, sehr gut wider. Hinzu kommen noch Dialekteinflüsse aus Stuttgart und der Spaß ist komplett. Das ganze ist eine Art moderner Männerroman geworden. Ein Mann auf der Flucht vor sich selbst. Er will vor Freundin, Job und drohendem Einfamilienaus aussteigen, flieht nach Argentinien und kommt reumütig nach Bamberg in sein langweiliges Leben zurück. Trotz starker Humoreinlagen eigentlich ein tottrauriges Buch über ein fränkisches Spießerleben.
Wer also in seiner Midlife-Crisis ist, wer aus Franken kommt oder wer mal ein wenig laut loslachen will, der sollte sich dieses Buch für ein paar Stunden reinziehen. Wie gesagt, Resturlaub: Das Zweitbuch ist keine große Literatur, aber harmlose Unterhaltung mit einem – für mich – deprimierendem Ende. Mir hat es ganz gut gefallen.

Gold und Silbermünzen bei der Abreise aus Bad Hindelang

25. April 2017
Bei der Abreise aus Bad Hindelang bekomme ich Gold- und Silbermünzen.

Bei der Abreise aus Bad Hindelang bekomme ich Gold- und Silbermünzen.

Ich bin reich. Bei meiner Abreise aus meinem Ferienhotel Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang überreichte mir die freundliche Dame an der Rezeption ein blaues Stoffsäcken. Es war gefüllt mit Gold- und Silbermünzen. „Wir möchten Ihnen diese Münzen als Zeichen des Dankes überreichen“, sagte die Rezeptionistin. Ich war erst einmal sprachlos.
Die Idee dahinter ist großartig, denn dahinter verbirgt sich ein perfektes Kundenbindungsprogramm der Hotelierfamilie Sabine und Armin Gross. Die Gold- und Silbermünzen, Luitpoldtaler genannt, haben eine besondere Bedeutung. Auf ihnen ist das Allgäuer Hotel abgebildet und der Wert der Münze.


Die goldenen Luitpoldtaler entsprechen dem Wert 1 Münze zu 10 Euro. Diese werden bei einem erneuten Aufenthalt im Hotel Prinz Luitpold Bad vom Hotel in Zahlung genommen. Das ist ein netter Rabatt, den ich gerne beim nächsten Mal einlösen werde. Ich komme wieder, denn ich will ja sparen.
Die silbernen Luitpoldtaler sind eine Art Kennenlern-Gutschein für neue Gäste. Damit kann ich Freunde und Bekannte eine Freude machen. 10 Luitpoldtaler sind pro Person und Tag an der Rezeption einlösbar und anrechenbar auf die Hotelrechnung bei Direktbuchung und Privatbuchung. Die Münzen dann gleich beim Einchecken an der Hotelrezeption abgeben.
Ein Rückgeld und Barauszahlung ist freilich ausgeschlossen.

Angebot an Silbermünzen – Zuschuss für einen Hotelaufenthalt:
Da ich einige Silbermünzen habe, gebe ich diese gerne an Interessierte und Freunde weiter. Bitte einfach einen Kommentar bei diesem Blogpost hinterlassen und ich lass euch meine Silbermünzen zukommen, solange der Vorrat reicht. Schaut euch das Hotel Prinz Luitpold Bad im Web an und entscheidet dann.

 

Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

20. April 2017
Armin Gross ist stolzer Hobbywinzer.

Armin Gross ist stolzer Hobbywinzer.

Bei einer Fahrt ins sonnige Südtirol dachte sich der Allgäuer Hotelier Armin Gross einstmals: Warum keltern wir eigentlich nicht unseren eigenen Wein? Der Allgäuer Boden ist perfekt für einen Weinanbau, am Klima muss gegebenenfalls noch gearbeitet werden. Also packte der findige Hotelier vom Hotel Prinz Luitpold Bad aus Bad Hindelang einen mutigen Entschluss: Ein Wein aus dem Allgäu sollte angebaut werden.
Im Jahre 2007 wurden elf Rebstöcke der Sorte Solaris gepflanzt, denn mehr als erfrieren kann der Wein ja nicht. Solaris ist für harte Klima ideal, er reift früh und passt ideal ins Allgäu. Pro Rebstock kommt ein halber Liter Weißwein am Ende bei der Ernte heraus. 2010 kam es zur ersten Ernte, 860 Meter über dem Meeresspiegel. Hobbywinzer Armin Gross war begeistert vom der Süße seiner Trauben.
„Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang“ hatte Armin Gross damals der Presse erzählt. Der Freistaat Bayern hat sofort reagiert und 9. Januar 2011 gab es ein Einschreiben aus Veitshöchheim von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Es wurde mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren gedroht, wenn er einen Wein aus einem nichtgenehmigten Anbau in den Umlauf bringt. Daraus machte PR-Mann Armin Gross eine riesige PR-Aktion und spielte die Meldung mit Erfolg im ganzen Bundesgebiet. Die Massenmedien und Blogs berichteten über den Hotelier aus dem Allgäu.

So sieht sein Wein aus - Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

So sieht sein Wein aus – Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

Dann machte Armin Gross alles nach Vorschrift. Mit der Gründung der Winzergemeinschaft Oberallgäu 2011 legte Armin Gross den Grundstein für das langfristige Ziel: eine eigene Regionbezeichnung und die Neugründung des Weinanbaugebiets Allgäu. Die insgesamt 200 Quadratmeter des jüngsten und kleinsten Anbaugebietes in Deutschland tragen die Titel höchster und zweihöchster Weinberg. Der Wein wurde angemeldet. Und für den Hobbygebrauch darf der Wein produziert und an gute Freunde ausgeschenkt werden. Da ich ein Gläschen bekam, danke ich für diesen Freundschaftsbeweis.

Der Luitpolder Ochsenberg.

Der Luitpolder Ochsenberg.

Mit der Krönung der ersten Allgäuer Weinkönigin im September 2011 begann die Erfolgsgeschichte für den Allgäuer Wein. Die bayerische Staatsregierung konnte bisher keine gewerbliche Anbaugenehmigung erteilen. Allerdings soll der Anbauschutz fallen – und damit gibt es vielleicht noch eine Chance für einen Allgäuer Wein.


Ich trank also den Solaris 2015, als der bisher beste Wein. 60 Kilogramm wurden gelesen und verarbeitet. Zunächst wurde der Wein in einer mickrigen Tischpresse verarbeitet, dann aber schon mit einer professionellen Presse aus Italien. Dann stellte sich heraus, dass auch damit die harten Trauben aus dem Allgäu nicht zu pressen waren und es wurde auf Handarbeit gesetzt. Jede Traube wurde mit der Hand ausgedrückt – zwei Tage Handarbeit für die ganze Familie. Es wurden zwei Kunststofffässer mit 36 Litern angesetzt. Heraus kam der Luitpolder Ochsenberg. Die Qualität des Weins ist nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2015 brachten es die Trauben dank Ertragsreduzierung bei der Lese über 90 Grad Oechsle. Daraus entstand ein durchaus angenehmer spitziger Weißwein mit rund 12 Prozent Alkohol. Ausgeschenkt werden darf der Wein an Gäste nicht, aber „zugegeben, bei 36 Litern Ertrag schaffen wir das auch selbst“, so Armin Gross.

Chinesische Gobelins im Allgäu

14. April 2017
Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Hindelang gibt es viel zu entdecken.

Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Hindelang gibt es viel zu entdecken.

In meinem Lieblingsferienhotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu gibt es immer wieder erstaunliche Details zu entdecken. In jedem meiner Urlaube im Hotel Prinz Luitpold Bad gehe ich in diesem geschichtsträchtigem Haus auf Entdeckungsreise und werde fündig. Dieses Mal habe ich zwei interessante chinesische Gobelins entdeckt, von denen einer mir ans Herz gewachsen ist.

In einem Treppenaufgang des Hotels Prinz Luitpold Bads hängen Kostenberechnung Gobelins aus China.

In einem Treppenaufgang des Hotels Prinz Luitpold Bads hängen Kostenberechnung Gobelins aus China.

Im einem der zahlreichen Treppenaufgänge hängen zwischen zweiten und dritten Stock zwei kostbare Gobelins mit chinesischen Motiven, die einen Mann und eine Frau darstellen. Mir selbst gefällt das Frauenmotiv deutlich besser. Wahrscheinlich erinnert mich das schütternde Haar des Mannes zu sehr an mich selbst.


Wie kommen chinesische Gobelins nun in ein Hotel ins Allgäu? Armin Gross, Hotelier des Hotels Prinz Luitpold Bad, erzählte mir die wechselvolle Geschichte: Elisabeth Gross war zusammen mit ihrem Ehemann Alois Gross die zweite Generation der Gross-Familie im Hotel Prinz Luitpold Bad. Sie kam gebürtig aus Pforzheim und ihr Vater war Edelsteinhändler und Goldschmied. Elisabeths Mutter Friedl Schneider besuchte im Jahr 1928 einen wohlhabenden Juwelier in Barcelona. Begeistert bewunderte sie die beiden edlen Teppiche. Der Juwelier hatte sie von englischen Seefahrern erworben, die aus China in den Mittelmeerraum reisten. In Spanien war es damals Sitte, dem Gast, wenn ihm etwas besonders gut gefiel, es ihm zum Geschenk zu machen. So kamen diese Teppiche von China über Barcelona und Pforzheim nach Bad Hindelang und sind nun im Familienbesitz der Familie Gross.

Möbel und Kunstwerke aus aller Welt sind im Hotel vereint. Die Lobby stammt u.a. Aus Schottland.

Möbel und Kunstwerke aus aller Welt sind im Hotel vereint. Die Lobby stammt u.a. Aus Schottland.

Buchtipp: Leben wie ein Prinz von Armin Gross

15. März 2017
Ich kann das Buch allen angehenden Prinzen empfehlen.

Ich kann das Buch allen angehenden Prinzen empfehlen.

Wer diesen Blog kennt, weiß, dass ich den Autoren des Buches Leben wie ein Prinz gut kenne. Armin Gross ist Hotelier im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang in dem ich gerne meine Urlaube verbringe. Daher bin ich sicherlich etwas vorbelastet als ich mir das Buch Leben wie ein Prinz: Vom Sofahelden zum Märchenprinzen – gesund, fit, edel und gut von Armin Gross besorgt habe.
Im SPA und Wellnessbereich des Hotels gibt es neben Whirlpool, Saunen, Schwimmbecken unter anderem einen klassischen Gymnastikraum. Keine Muckibude, sondern ein klassischer Gymnastikraum mit zahlreichen Sportgeräten. An den Wänden dieses Raums hängen Drucke eines Buches über die gymnastische Übungen der Bayerischen Armee von 1872. Mich haben diese Bilder immer fasziniert.


Und diese gymnastischen Übungen der Bayerischen Armee von 1872 haben es Armin Gross angetan und er hat ein modernes Sport- und Fitness-Buch daraus entwickelt.
Es ist im Grunde eine Anleitung für ein gesundes, erfülltes, produktives und langes Leben, wie ein echter Prinz. Dabei geht es in dem Buch hauptsächlich um gesunde Lebensweise und Live-Hacks, wie sie bereits im 19. Jahrhundert genutzt wurden. Ich habe sie ausprobiert und die Sache ist ganz schön anstrengend. Ich habe das Buch Leben wie ein Prinz: Vom Sofahelden zum Märchenprinzen – gesund, fit, edel und gut als Papierbuch und elektronisches Buch für den Kindle. Im Papierbuch kommen die Bilder der Bayerischen Armee besser heraus, aber die Kindle-Variante ist einfach bequemer für unterwegs. Einige Übungen habe ich im Zug ausprobiert und seltsame Blicke zahlreicher Mitreisender auf mich gezogen, aber Fitness muss sein. Zu Ostern werde ich meine Ferien im Hotel Prinz Luitpold Bad verbringen und unter Anleitung von Armin Gross einige Übungen durchziehen.
Die im Buch beschriebenen Methoden sind erprobt und ihre Wirkungen belegt – sie sind einfach, günstig und nahezu überall einsetzbar. Dabei sind die Methoden natürlich und schonend. Wer jetzt Angst hat, den militärischen Drill der Bayerischen Armee von 1872 über sich ergehen zu lassen, den muss ich enttäuschen. Die Übungen basieren auf den Armeeübungen, wurden aber von Armin Gross durch Methoden von Kneipp, Yoga und modernes Hochintensitätsintervalltraining (HIIT) ergänzt, so dass ich ganz schön ins Schwitzen kam. Also eine klare Buchempfehlung von mir.

Als gedrucktes Werk oder Kindle für unterwegs

Als gedrucktes Werk oder Kindle für unterwegs

Wursterlebnisseminar als Weihnachtsgeschenk

15. Dezember 2016
Ein Wurstseminar ist ein tolles Geschenk.

Ein Wurstseminar ist ein tolles Geschenk.

Völlig überraschend kommt am 24. Dezember der Heilige Abend auf uns zu. Und völlig überraschend stellt man sich mal wieder die Frage: Was soll ich schenken? Wir haben doch schon alles.
Ich habe einen kleinen Tipp, der meiner Familie und mir richtig Spaß gemacht hat: Ein Wursterlebnis-Seminar von Claus Böbel. Ich habe ein Seminar bei ihm über seine Website umdiewurst.de gebucht und einen wunderbaren Nachmittag im fränkischen Rittersbach verbracht.


Auf dem Programm stand die Produktion der fränkischen Bratwurst. Nach einer kleinen Betriebsbesichtigung des mittelständischen Betriebes ging es los. Claus Böbel hat sich bundesweit einen Namen als führender Internet-Metzger gemacht. Ich habe ihn schon öfters getroffen und bei ihm Fleisch- und Wurst über das Internet bestellt. eFood ist für den Mittelständler Claus Böbel zu einem zweiten Standbein geworden. In meinem Blog habe ich des öfteren darüber berichtet.


Dann gibt es los: Grüne Mütze im CI von Claus Böbel auf den Kopf, wegen der zahlreichen Fotos für Facebook und Instagram und ab in das Kühlhaus, um das richtige Fleisch auszusuchen. Zug um Zug lernten wir die einzelnen Schritte der Produktion der fränkischen Bratwurst kennen. Aber nicht nur zuschauen war angesagt, sondern vor allem selbst anpacken. Unter den kritischen Augen des Metzgermeisters Claus Böbel wurde das Fleisch geschnitten. Der Umgang mit den extrem scharfen Messern will gelernt sein. Dazu trugen wir Schutzhandschuhe und Schutzwesten aus Metall. Es sah irgendwie nach den alten Rittersleut aus, aber Schutz muss sein. Auch das wussten die Ritter.


Die Ratschläge und Tipps von Claus Böbel zeugen von jahrelanger Erfahrung. Die Mischung von Fachwissen und Geschichten aus der Metzgerei passen perfekt zusammen, bilden und unterhalten zugleich.

Kein Wunder, dass Interessierte aus der ganzen Welt seine Wursterlebnisseminare buchen. Vor kurzem war eine Gruppe Japaner in Rittersbach zu Gast, um die fränkische Wurst zu produzieren.


Das Fleisch wurde in handliche Würfel geschnitten, gewürzt und dann durch einem Fleischwolf gelassen. Nicht so ein Haushaltsding, sondern ein richter Kaventsmann. Und nun kam der erste Gang. Es gab schmackhaftes Rindfleisch – mit gehackten Zwiebel eine Delikatesse. In Franken heißt es Bratwurstgehäck und ist mit frischem Brot eine echte Wucht.


Dann kam schon die nächste Attraktion. Claus Böbel brachte eine grüne Kiste mit allerlei Gewürzen hervor. Hier konnten wir unsere eigene Wurstkreation erstellen. K1/2 versuchten es mit Schokolade und Bratwurst, andere setzten auf eine mediterrane Variante und ich würzte kräftig mit Chilli. Ich sollte diese Tat später bereuen, aber ich mag es nunmal scharf. Die Idee ist genial – die eigene Bratwurstkreation.

Heraus kommt ein kulinarisches Experiement mit einem sehr kommunikativen Teil. Das Ganze wird dann die lauwarme Vorspeise zum Bratwurstmenü. Diese kulanarischen Events kann Claus Böbel in ganz Deutschland durchführen, er braucht dazu nur eine haushaltsübliche Küche.

Ablaufplan auf Fränkisch.

Ablaufplan auf Fränkisch.

Anschließend stand das Befüllen des Bratwurstdarms auf dem Programm. Wir Seminarteilnehmer konnten selbst die Bratwurstmaschine bedienen und unsere Würste selbst herstellen. Die einen waren etwas kürzer, die anderen etwas dicker, aber nach der Zeit kommt die Erfahrung.


In der Küche ging es dann ans Essen. Wir saßen in der Küche um die Herdplatte herum, tranken und hatten unseren Spaß. Starter war eine Bratwurstsulz. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Zunächst eine Spezialität: Saure Zipfel mit viel Zwiebel und dann die klassische fränkische Bratwurst. Ich hatte ein paar fränkische Bier zum Runterspülen und zum Abschluss gab es einen Bratwurstlikör.

Bratwurstlikör - freilich in den CI-Farben von Claus Böbel.

Bratwurstlikör – freilich in den CI-Farben von Claus Böbel.

Und als Erinnerung verschickten wir noch eine Wurstpostkarte. Ich formte aus meiner Wurst eine 42 und der Empfänger war mein Lieblingshotel, das Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Ich hoffe, Sabine und Armin Groß haben sich gefreut. K1 hatte die Karte an sich selbst geschickt und dann aufgegessen.

Meine 42 ging ins Allgäu.

Meine 42 ging ins Allgäu.

Kugelrund und vollgefressen ging es wieder nach Hause. Neben einem vernüglichen und schmackhaften Nachmittag in Franken wurde mir wieder einmal bewusst, welche handwerkliche Arbeit hinter dem Metzgerhandwerk steckt. Kleine und mittelständische Betriebe müssen erhalten bleiben. Für uns stand fest, dass wir diese handwerkliche Qualität bewahren und unterstützen wollen. Auch wenn es seinen Preis hat. Dafür muss eben nicht jeden Tag Fleisch und Wurst auf den Teller kommen. Auch dieses Seminar hat wieder dazu beigetragen, sich seines Verhaltens bewusst zu machen.
Ich kann das Wursterlebnis-Seminar bei Claus Böbel absolut empfehlen und wer noch ein Weihnachtsgeschenk benötigt, sollte sich auf der Website umschauen und einen Termin buchen. Es lohnt sich.

Und hier verrät Claus Böbel das Geheimnis der fränkischen Bratwurst:

Mystischer Nebel im Hotel Prinz Luitpold Bad

14. September 2016
Ardbeg Ceo im Einsatz.

Ardbeg Ceo im Einsatz.

Wir waren rücksichtslos und wir hatten unseren Spaß dabei. Gut, ich schäme mich, aber es war ein gewaltiges Erlebnis. Bei meinem jüngsten Besuch im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang/Allgäu hatte ich für den Hotelier Armin Groß eine Überraschung dabei: Einen Ardbeg Ceo.
Mit dem Ardbeg Ceo wird der Ardbeg Whisky vernebelt. Das heißt, der Alkohol wird verdampft und die zahlreichen Aromen des wunderbaren Getränks werden im Dampf gebunden. Zum ersten Mal durfte ich es auf der rpTEN ausprobieren und war begeistert. Das musste ich unbedingt meinen Freund und Whisky-Kenner Armin Groß demonstrieren.

Wir haben probiert.

Wir haben probiert.

Nachdem die Gäste des Hotel Prinz Luitpold Bad zu Bett gegangen sind, bauten wir unseren Ardbeg Ceo auf und genossen den Dampf des zehnjährigen Ardbeg. Zwischendurch wurde das eine und andere Glas noch gehoben und wir stießen auf unsere Gesundheit, unsere Familien, unser Glück an. Der Abend verlief entsprechend. Einfach wunderbar, welcher Geschmack sich durch den Ardbeg Ceo entfaltet. Und der Dampf hüllte den ganzen Raum vom Hotel Prinz Luitpold Bad, drang vom Speisesaal in den Salon in die Lobby. Überall der herrliche Duft von Ardbeg. Es hatte etwas von Hexenküche oder Whisky-Shisha. Der Dampf ging in den Mund und Gaumenbereich – auch dorthin wo Flüssigkeit nicht hinkommt, da kommt der Rauch hin.


Unsere fröhliche Runde dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Mit dem richtigen Spirit im Kopf (und Blut) gingen wir in den Morgenstunden zu Bett. Was wir nicht bedachten, dass der Speiseraum natürlich am Morgen zum Frühstück gebraucht wurde. Ich hätte gerne das Gesicht des Frühdienstes des Hotels Prinz Luitpold Bad gesehen, als sie zur Arbeit kamen und vom Ardbeg-Dampf im Erdgeschoss des Nobelhotels empfangen wurden. Neben der Arbeit des Herrichten eines exzellenten Frühstücks gehörte nun das ausgiebige Lüften der Räume dazu. Als ich ein verspätetes Murmeltier-Frühstück (so heißt das Frühstück für Nachzügler) einnahm, grinsten mich die Angestellten des Hotels an. „War wohl spät gestern?“ und „Was haben Sie denn da Feines mit dem Chef des Hauses getrunken?“ waren einige der Fragen.
Ich erzählte stolz vom Ardbeg Ceo. Ceo heißt im übrigen im Gällischen Nebel. Und ich berichtete und freute mich. Leider hatte ich vergessen, dass die guten Geister meine Nebelaktion mit Mehrarbeit ausbaden mussten. Nun, bei der Abreise gab es ein entsprechendes Trinkgeld für die Leute und meine Bitte um Verzeihung. Aber Spaß hat es der Ardbeg Ceo auf jeden Fall gemacht. Danke an Ardbeg für die Bereitstellung eines Gerätes.

Hirsch Poldi als Ingress-Portal vorm Hotel Prinz Luitpold Bad

13. Juni 2016

Im Tourismus wird mit allerlei Attraktionen gearbeitet, um auf seinen USP aufmerksam zu machen. Manches Mal bekommt ein Hotel auch Werbung ohne dafür etwas getan zu haben. Wie hier: Eine recht ungewöhnliche Konfrontation führte ich mit einem mir Unbekannten vor meinen Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Vor dem 152 Jahre alten Hotel steht ein Bronze Hirsch, den die Eltern von heutigen Hotelier Armin Gross aufgestellt haben.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Genau um diesen Hirschen, Poldi genannt, entbrannte ein heftiger Kampf. Aber der Kampf wurde ausschließlich virtuell ausgetragen.
Während meine Frau das Auto vom Hotelparkplatz holte, stand ich mit meinem Smartphone vor dem Hirschen und zuckte auf einmal. Ich hatte in Ingress den Hirschen gerade erobert. Ingress ist ein moderne Form von Geochaching von Google. Die gute und die böse Welt treten um die Weltherrschaft gegeneinander an. Ich bin grün und gehöre damit zur guten Fraktion. Inzwischen bin ich als redaktion42 auf Level 5. Für Google hat es den Vorteil, dass der Datensammler genau kontrollieren kann, wo ich mich gerade befinde. Sei es drum.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Auf jeden Fall hatte ich das Portal den Hirschen erobert und war gerade dabei das Vieh zu sichern, einen Schutzschild zu errichten. Dazu baut man als Spieler so genannte Resonatoren auf und errichtet ein wehrhaftes Schutzschild und versucht sich mit anderen Portalen zu verlinken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, sobald man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bitte fragt mich nicht nach dem Sinn.
Auf jeden Fall ist der Hirsch ein gutes, grünes Portal und als ich gerade gehen wollte, wurde mein frisch errichtetes Portal von der blauen Fraktion angegriffen. Einige Meter von mir entfernt stand ein unbekannter Mann mit seinem Smartphone und griff wohl mein Portal an. Das sind echte Probleme in der virtuellen Welt. Er feuerte ein paar Salven von einer virtuellen Waffe ab, aber meine Verteidigung hielt stand. Dann zog der Typ ab. Ich warf ihn einen bösen Blick hinterher, war aber stolz, dass ich gesiegt hatte. Poldi gehört für einige Zeit mir.
Ein Albay hat das Hirschportal angelegt. Wer das ist, wusste Armin Gross nicht. Er selbst ist kein Ingress-Spieler, freut sich aber dass der Poldi seiner Eltern in die virtuelle Welt Einzug gehalten hat. Tja, auch das ist Tourismus und hier wird mit harten Bandagen gekämpft.