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Todestag von Prinz Luitpold und was mein Urlaub damit zu tun hat

12. Dezember 2018
Der Namenspatron vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang hat heute seinen Todestag.

Der Namenspatron vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang hat heute seinen Todestag.

Heute am 12. Dezember ist der Todestag des bayerischen Prinzregenten Luitpold. Er hat Bayern 26 Jahre regiert und genießt ein hohes Ansehen. Was habe ich mit dem Prinzregenten Luitpold zu tun? Nicht viel und dennoch ganz viel. Ich genieße meine Urlaube gerne in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Luitpold verstarb übrigens am 12. Dezember 1912.

In meinem Urlaubshotel gibt es eine kulinarische Neuerung neben der klassischen Prinzregententorte. Dort findet sich das hochwertige Restaurant Saphir. Das engagierte Hotelehepaar Sabine und Armin Gross haben einen Teil ihres Hotels zum Spitzenrestaurant umgewidmet. Das Saphir ist inzwischen ein neues kulinarischer Anziehungspunkt im Allgäu geworden. Der Name Saphir hat übrigens einen historischen Hintergrund: Vorfahren der Hotelfamilie waren Edelsteinschleifer und da liegt der Edelstein Saphier als Name für ein gehobenes Restaurant nicht fern. Mir zumindest hat die Idee gut gefallen.

Hotelier Armin Gross mit der Speisekarte des Saphir.

Hotelier Armin Gross mit der Speisekarte des Saphir.

Durch Zufall war ich im Hotel zu Gast als der Küchenchef die Speisen für die Saphir-Karte kombiniert und probiert hatte. Ich durfte am Probeessen mit der Hotelfamilie teilnehmen und kann das Essen absolut empfehlen. Natürlich gibt es eine wechselnde Menüfolge.

Das Haus selbst hat eine lange und interessante Geschichte. Der Prinzregent Luitpold war der Gegend um Hindelang eng verbunden. Nach und nach hatte er sein Jagdrevier in dieser Gegend auf eine Größe von 60000 Hektar ausgeweitet. Neben der Jagd liebte er auch das Bad in den Gewässern der Umgebung. Im heutigen Hotel liegt Deutschlands höchstgelegene Schwefelquelle. Das Wasser der Quelle entspringt an der Südflanke des Iselers. Am 11. Mai 1866 wurde die Bewilligung erteilt, ein Heilbad zu eröffnen.
Bereits zwei Jahre später am 14. Februar 1888 wurde das Bad nach Luitpold nannt. Schön ist die Anfrage: „Seine königliche Hoheit Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern Verweser, haben allergnädigst zu genehmigen geruht, dass das im Gemeindebezirk Hindelang, königl. Bezirksamt Sonthofen befindliche Schwefelmineralbad Oberdorf fortan die Bezeichnung ‚Prinz Luitpold Schwefelmineralbad‘ führe.“ Luitpold war mehrfach Gast in dem Etablissement, wenn er sich zur Jagdzeit in Hinterstein aufhielt.
Heute wird sicherlich im Hotel an den Todestag des Namenspatrons gedacht. Und ich denke mal wieder darüber nach, ein paar Tage Urlaub zu machen.

 

Social Media im Tourismus

24. August 2014

„Noch nie zuvor war Qualität so transparent wie heute“ erklärte Stefan Winners von Burda auf einer Veranstaltung des Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). Gemeint hatte Winners den zunehmenden Erfolg von Bewertungsplattformen im Internet – vor allem im Tourismus. Und er hat recht: Seien es Holydaycheck, Tripadvisor, Yelp, Google Places, Foursquare und Facebook Locations – überall wird im Tourismus bewertet. Wir müssen im Rahmen von Medienkompetenz lernen, diese Bewertungen richtig zu lesen. Wir müssen lernen Fake-Bewertungen von echten Bewertungen zu unterscheiden. Dazu gehört eine gewisse Übung.

Stefan Winners, Ministerin  Ilse Aigner und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt

Stefan Winners, Ministerin Ilse Aigner und vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt

An meinem Urlaubsort in Bad Hindelang im Allgäu, den habe ich übrigens auch bewertet, durfte ich zum Thema Social Media im Tourismus meinem Gastgeber Armin Gross, dem Hotelier des vorzüglichen Hotels Prinz Luitpold Bades, ein Videointerview geben. Armin Gross hat es für seinen Hotel-Blog aufgezeichnet und ich habe mein iPhone für meinen Blog mitlaufen lassen. Hier der direkte Link auf den Beitrag mit mir samt Kommentare. Anbei die beiden – inhaltlich identischen – Versionen:

 

Aufgenommen wurde das Interview übrigens im Regentenzimmer des Hotels Prinz Luitpold Bad. Ich hatte die große Ehre in dem Schreibtischstuhl des bayerischen Prinzregenten Luitpold von Bayern Platz zu nehmen. Der Stuhl stand bis 1911 im ehemaligen Jagdhaus in Hinterstein. Seitdem steht er im Hotel Prinz Luitpold Bad. Ich muss sagen, der Prinzregent hatte Geschmack und an den Stuhl kann ich mich gewöhnen. Man sitzt echt gut. Interessant sind die Verzierungen an den Stuhllehnen. Irgendein Vogelgetier und bitte keine Kommentare über die Backen der Vögel.

Ich habe den Teufel im Allgäu gesehen

19. August 2014
Mein Blick ins Tal vom Höllerundweg.

Mein Blick ins Tal vom Höllerundweg.

Mit meiner Familie habe ich einige Tage Urlaub im Allgäu gemacht. Entspannen, abschalten, runter kommen – das war unsere Ziele und diese Ziele kamen wir durch wandern näher. Große Touren waren aufgrund des Wetters nicht möglich und so entschieden wir uns für ein- bis zweistündige Wanderungen. Auf einer Wanderung habe ich den Teufel gesehen.

In ein bis zwei Stunden ist der Höllerundweg zu bewältigen.

In ein bis zwei Stunden ist der Höllerundweg zu bewältigen.

Wir entschieden uns für den Höllerundweg in den Allgäuer Hochalten. Der Weg führte uns von unserem Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang ins nahegelegene Hinterstein. Dort startet der Höllerundweg, der ein leichter Wanderweg für die ganze Familie ist. Der Aufstieg geht entlang des Eckbachs. Der Eckbach im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen zählt zu den letzten unverbauten Wildbächen im Oberallgäu. Hier haben verschiedene Tier und Pflanzenarten ihre Rückzugsgebiete gefunden.

Der Eckbach im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen zählt zu den letzten unverbauten Wildbächen im Oberallgäu.

Der Eckbach im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen zählt zu den letzten unverbauten Wildbächen im Oberallgäu.

Am Ende des Aufstiegs überquert der Wanderer beim Höllerundweg den Eckbach über eine gut gesicherte Stahlbrücke. Auf der anderen Seite erblickt der Wanderer dann den Teufel. Das Gesicht des Teufels ist in Stein gehauen und beim Vorbeigehen übersieht man ihn leicht. Auf der gegenüberliegenden Bachseite ist das Teufelsgesicht in aller Pracht zu bewundern.

Hier ein Video:

 

Wer gut hinschaut, kann den Teufel sehen.

Wer gut hinschaut, kann den Teufel sehen.

Der Teufel höchst persönlich in Stein gehauen.

Der Teufel höchst persönlich in Stein gehauen.