Archive for Februar 2011

Hohner Bob Dylan Signature Mundharmonika

28. Februar 2011
Mein Dylan-Mundharmonika von Hohner.

Mein Dylan-Mundharmonika von Hohner.

Musik ist mein Leben, aber nur auf der passiven Seite. Zwar folgte ich als Jugendlicher den Ruf ein Rock´n Roll-Star zu werden, aber die Realität holte mich doch schnell ein. Zu Hause haben wir noch mehrere Gitarren und Klaviere, die die Restfamilie eifrig benutzt. Ich überlass Musik machen anderen Berufenen – ich konzentriere mich eher aus Konsumieren.

Aber: Ich habe mir eben wieder ein Musikinstrument gekauft: Eine Mundharmonika. Aber keine Angst, es wird kein Comeback von mir als Musiker geben. Ich habe mich für ein Instrument von Hohner entschieden. Hohner produziert und vertreibt Musikinstrumente seit 1857 und ist damit einer der weltweit ältesten Musikinstrumente Hersteller. Seit 2008 gibt es eine spezielle Bob Dylan-Serie mit vier verschiedenen Ausführungen und die Hohner Bob Dylan Signature C-Dur ist nun meine. Während seiner gesamten Laufbahn hat Bob Dylan eine besondere Beziehung zur Firma Hohner gehabt und stets Hohner Mundharmonikas in seiner Musik eingesetzt. Und ich glaube, für den Instrumentenhersteller war es ein ganz schönes Gerenne, das Management des Meisters von der Kooperation zu überzeugen. Und als Dylan-Fan brauche ich natürlich so ein Teil. Der Klang ist fein, die Verarbeitung hervorragend – also Optik und Klang sind der Hammer und ich bin mit meinem Kauf voll zufrieden.

Leider habe ich keine der Special Edition in der hochwertige Schmuckschatulle bekommen. Diese hätte eine original Marine Band classic Mundharmonika mit persönlicher „Hand-Signatur“ von Bob Dylan in C-Dur Das Teil ist limitiert auf exklusive 100 Stück weltweit. Einziger Wehrmutstropfen: Das Teil kostet 25.000 US-Dollar, selbst mir als Fan zuviel. Hohner hat hier eine schöne Website zum Thema gestaltet.

etyBLU2: Bluetooth Headset fürs iPhone

27. Februar 2011
Mein neues Etymotic EtyBlu2 Bluetooth Headset für mein iPhone.

Mein neues Etymotic EtyBlu2 Bluetooth Headset für mein iPhone.

Seit kurzem bin ich auch wieder Business-Kasper. Sie wissen schon, die Menschen, die am Flughafen mit sich selbst reden, wenn sie in der Schlange beim Einchecken sind. Ja, ich habe ein neues Bluetooth Headset für mein iPhone. Nachdem ich Held mein Apple Originalteil verloren hab, brauchte ich dringend Ersatz, denn Autofahren ohne Headset ist nicht drin und das Auto hat nun mal keine Freisprechanlage. Außerdem will ich wichtig sein und telefonieren, ohne mit dem iPhone das Hirn zu grillen.

Ich probiere viele Sets aus und bin schließlich beim etyBLU2 von Etymotics gelandet und kann es nur empfehlen. Das Etymotic EtyBlu2 Bluetooth Headset bietet 30 dB Lärmunterdrückung am Mikrofon und 30 dB Lärmunterdrückung am Ohr. Dadurch sorgt das schnurlose Headset für eine hohe Schalldämpfung sowohl beim Sprechen als auch beim Hören. Sein flexibler Bügel, der mit einem nah am Mund gelegenen Zweirichtungsmikrofon ausgestattet ist, bietet einen guten Ausgangspegel und gute Klangqualität. Das hat mich überzeugt.

Das Teil ist für mich als Vieltelefonierer und berüchtigter Nuschler bestens geeignet. Bei dem etyBLU2 ermöglicht das nah am Mund gelegene Mikrofon dem Nutzer in normalem oder sogar in leisem Ton zu sprechen und dennoch klar verstanden zu werden. Eine spezielle Technologie, im PR-Deutsch die ACCU•Location-Mikrofon-Technologie, sorgt dafür, dass ich selbst bei hoher Geräuschkulisse quatschen kann. Sie sorgt für eine deutliche Reduzierung der Außengeräusche.

Zum Lieferumfang gehört neben einem USB-Ladekabel auch ein Windschutz. Wie alle Etymotic-Produkte lässt es sich gegen einen Aufpreis von 99 Euro über des Etymotic-CUSTOM•FIT-Otoplastik-Programm individuell anpassen. Ich bekomme ein Ohrteil, das speziell für mein Ohr ausgelegt ist. Etymotic ist der Erfinder der In-Ear-Technologie.

Bei all meiner Begeisterung hat das ganze Headset für mich nur einen Nachteil. Der Bügel, der das Headset hinterm Ohr festhält, ist wacklig und geht schnell verloren. Nach einer Woche war das Teil spurlos verschwunden. Ein Drah dient als Ersatz, sieht aber natürlich nicht so schick aus.

Schocktrailer von „Dead Island“ tut der Branche keinen Gefallen

26. Februar 2011

Vor kurzem erschien der Teaser zu „Dead Island“ auf YouTube und erschütterte mich. Ich bin gewiss kein Weichei, aber dieser Trailer von Techlands und Deep Silver hat es in sich. Ich möchte mich als CGI-Profi nicht auslassen, über technische Qualität und Dramaturgie des Spots. Das Rendering ist der Hammer. Hier gibt es nichts zu meckern. Falls das Spiel nach der ersten Ankündigung vor vier Jahren doch noch 2011 zum Verkauf ansteht, wird das Gameplay interessant werden. Eine offene Spielelandschaft mit nacktem Terror sowie unterschiedliche Allianzen der Darsteller liefern sicherlich beeindruckende Duelle auf hohem technischen Niveau für Xbox 360 und PC. Ob die PS3 zum Einsatz kommt, ist fraglich.

Aber das moralische Niveau des Trailers von Dead Island ist unterste Schublade. Als Vater habe ich ein großes Problem mit dem Trailer, bei dem ein Kind gemeuchelt wird. Das geht mir zu weit, eindeutig zu weit. Das muss ich in einem Trailer nicht sehen, auch wenn ich die Idee eines Zombiespiels auf einer Insel reizvoll finde. Gewalt gegen Kinder ist eine absolute Sauerei. Ich bin mir sicher, dass die Bundesprüfstelle hier auf den Plan gerufen wird. Ich geh jede Wette ein, dieses Spiel wird nicht ungekürzt in Deutschland erscheinen.

So ein Trailer wie von Dead Island polarisiert und bringt die ganze Spieleindustrie wieder in Verruf. Ich höre schon wieder die Debatten auf uns zukommen, dass wir Gamer alles potentielle Massenmörder sind. Das ist natürlich Quatsch, aber das Dahinschlachten eines (virtuellen) Kinders erweist der Branche keinen Dienst. Medienkompetenz erwarte ich nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von den Herstellern.

Jetzt warte ich erst einmal ab, welche Details Techland und Deep Silver weiter in diesem Jahr veröffentlichen. Ich kann mir vorstellen, dass das aufwändige Rendering sich nicht im Gameplay fortsetzt und der Mord an der Familie gar keine Rolle im finalen Spiel einnimmt. Der Einsatz der neuen Chrome Engine 5 zeigt aber optisch hervorragende Wirkung. Aber ich bleibe dabei: Der Schocktrailer von „Dead Island“ tut der Branche keinen Gefallen

 

Stanley Kubricks Barry Lyndon auf Blu ray

25. Februar 2011

Meine Gebete wurden erhört. Am 10. Mai erfüllt sich endlich ein langgehegter Wunsch: mein Stanley Kubrick Klassiker Barry Lyndon wird endlich auf Blu ray veröffentlicht. Gleichzeitig gibt es Uhrwerk Orange als Special Edition zum 40. Geburtstag und außerdem Lolita. Zudem hat Warner eine neue Stanley Kubrick Collection angekündigt, die in den USA und Deutschland in unterschiedlichen Versionen erscheint.

Leser dieses Blogs wissen, wie wichtig Kubrick für mich ist. Er ist ganz entschiedenen der wichtigste Filmemacher aller Zeiten. Es gibt im Olymp des Films einige Helden wie Alfred Hitchcock, Andrej Tarkowski, Ingmar Bergmann, Steven Spielberg, aber es gibt nur einen Regiegott, der alle überstrahlt: Stanley Kubrick.

Sein Gesamtwerk fasziniert, begeistert, provoziert. Alle seine Filme leben von einer Ästhetik, einer künstlerischen Tiefe ohnegleichen. Sie schlagen den Filmfan sofort in den Bann. Und genauso erging es mir mit Barry Lyndon aus dem Jahre 1975. Es gab die Kritik, dass der Film zu kalt geworden ist. Ich finde ihn dagegen wunderschön und die Figuren berühren mich auf einer anderen Ebene. Der Aufstieg und Fall von Redmond Barry ist ein Symbol für das ewige Streben des Menschen. Doch wie es am Schluss heißt: „Ob arm, ob reich – am Ende sind sie alle gleich.“ Es ist auch ein Symbol dafür, wie determiniert der Mensch ist. Redmond Barry versucht als Barry Lyndon aufzusteigen, auszubrechen und er scheitert – am Ende scheiterte aber die gesamte Gesellschaft, denn das Jahr 1789 naht und wird ganz Europa verändern.

Eigentlich sollte der Film ja Napoleon werden. Doch Kubrick schockierte Warner mit seiner Detailverliebtheit. Ihr Erbsenzähler hättet das Geld bereit stellen sollen, dann hätten wir heute DIE Napoleon-Verfilmung schlechthin. Jahre später wurden die Bildersammlungen und das Drehbuch von Napoleon veröffentlicht. Ich könnte heulen, dass wegen ein paar Tausend US-Dollar dieses Meisterwerk nie gedreht wurde. Das war ein klarer Fehler.

Kameramann John Alcott fing in Barry Lyndon mit NASA-Objektiven die Stimmung der Zeit ein. Heraus kamen Filmgemälde und das im wahrsten Sinne des Wortes. Jedes dieser Filmbilder könnte ein Gemälde sein – jedes könnte in der Tate-Gallery hängen. Und ich hoffe, dass die Blu ray auch die entfallenen Szenen enthält.

Geschnittene Szene bei Barry Lyndon - ich hoffe, die Blu ray enthält das Material.

Geschnittene Szene bei Barry Lyndon - ich hoffe, die Blu ray enthält das Material.

Zudem erscheint am 10. Mai eine Neuauflage von Clockwork Orange. Dieser Film ist reine Gewalt und ein Plädoyer für den freien Willen. Nach 40 Jahren hat der Film von seiner Brisanz nichts verloren. Gewalt ist heute allgegenwärtig. Die Gretchenfrage: Darf ein Mensch zum Guten gezwungen werden oder verliert er durch den Verlust des freien Willens die Menschlichkeit von der er sich als Gewalttäter verabschiedet hat? Der Film erscheint als Doppel-Blu ray mit ein paar Interviews.

Zudem kommen zwei Editionen der Stanley Kubrick Collection auf den Markt. In der US-Version mit Spartacus und Dr. Seltsam – in Europa aus Rechtegründen ohne diese Filme.

Als ich einmal den Apple-CEO traf: Happy Birthday Steve Jobs

24. Februar 2011
Steve Jobs bei der Keynote 2007. Foto: Lange

Steve Jobs bei der Keynote 2007. Foto: Lange

Alles Gute zum Geburtstag Steve Jobs. Heute feiert einer meiner Helden seinen 56. Geburtstag. Sein Lebenslauf und seine Verdienste sind allseits bekannt. Da brauch ich nichts mehr hinzufügen. Steve Jobs ist und bleibt ein IT-Genie, auch wenn ich nicht unbedingt unter ihm arbeiten möchte. Ich war einmal auf dem Campus in Cupertino, da herrschte eine seltsame Stimmung. Keiner wollte seinem CEO unbedingt über den Weg laufen. Ich erinnere mich an die Kantine, wo eine strikte Mülltrennung herrschte und auch ein ebenso striktes veganisches Essen. Bei einem Interview sagte mir John Lasseter von Pixar: „Steve ist Inspiration pur“. Dies bestätigte mir auch der andere Steve – Steve Wozniak: „Jobs hat viele Talente.“ Beide haben mit Jobs gearbeitet und beide müssen es wissen.

Richtig stolz bin ich allerdings, dass ich den CEO von Apple einmal live sprechen konnte. Der Tag, an dem ich Steve Jobs sprach. Es war 2002 auf der Macworld Expo. Steve Jobs stellte auf einer seiner berühmten Keynotes gerade den Lampen iMac vor. Das Time-Magazin verriet bereits vor der Macworld das „One more thing“ und Steve war entsprechend sauer. Das Cover mit dem iMac wurde vor der Keynote auf der Time-Website verbreitet. Es war die große Stunde von Apple-Designchef Jonathan Ive.

Nach der Keynote war es üblich, dass der Chef an dem Apple Stand Huldigungen der Jünger entgegen nahm. Die Chance nutze ich und stellte Steve Jobs ein paar Fragen. Steve antwortete ruhig und sprach konzentriert über den G5-Prozessor, während seine blonde Pressedame an seiner Seite immer nervöser wurde und in ihren Papieren wühlte. Nach ein paar Minuten unterbrach sie höflich unser Gespräch und fragte, ob ich denn von ABC-Fernsehen sei. Ich verneinte und antwortete, dass ich für die PC Professionell aus Deutschland arbeite. Gleich zwei Reizwörter: PC und Deutschland. Steve schüttelte den Kopf, lachte, wandte sich sofort ab und wies Marketing-Chef Phil Schiller an, das Interview mit mir weiter zu führen. Steve hatte seine Bühnenklamotten wie Jeans und schwarzem Rollkragenpulli an, und auch Schiller trug seine Standardkleidung: Sein Polo-Shirt hing über den dicken Bauch und wir lachten beide köstlich über meine PC-Geschichte.

Also lieber Steve, bleib uns noch lange erhalten, werd noch gesund und immer wieder denke ich an deine Stanford-Rede zurück, die ich jedem empfehle: Stay hungrey, stay foolish. Danke für alles.

Pixar greift wieder zum Oscar

23. Februar 2011

Nach „Die Schöne und das Biest“ (1991) und „Oben“ (2010) ist Toy Story 3 erst als dritter Animationsfilm überhaupt ein kleiner Triumph gelungen. Der 11. Animations-Hit aus dem Hause Pixar wurde in der Oscar Königskategorie „Bester Film“ von der Academy Award Jury für einen Oscar nominiert. Bereits das zweite Jahr infolge kann sich das Erfolgsstudio Disney/Pixar somit nicht nur in der Konkurrenz um die Auszeichnung „bester Animationsfilm“ beweisen, sondern ist bereit für die große Sensation – denn noch nie gelang es einem Animationsfilm die begehrte Oscar Kategorie für sich zu entscheiden. Die Oscar-Verleihung 2011 findet am 27. Februar 2011 im Kodak Theatre in Los Angeles statt.

Walt Disney und Pixar Animation Studios Chef John Lasseter sagte über die Nominierung, “Es ist eine große Ehre für uns, dass Toy Story 3 in der Kategorie “Bester Film” nominiert wurde. Die Nominierung zollt Regisseur Lee Unkrich, Produzentin Darla Anderson und Drehbuchautor Michael Arndt sowie all den anderen Talenten bei Pixar, die so hart daran gearbeitet haben, das Niveau zu wahren und sich selbst und die Erwartungen der Fans und des Publikums überall auf der Welt noch zu übertreffen, große Anerkennung.”Neben den Nominierungen für „Bester Film“ und „Bester Animationsfilm“ bestehen aussichtsreiche Chancen in drei weiteren Kategorien: „Bester Song“ für „We Belong Together“, „Bester Tonschnitt“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“.

Wer zur DVD oder Blu-ray greift, kann sich gleich von der Qualität eines weiteren Oscar-Aspiranten überzeugen: Der liebenswerte Pixar-Short DAY & NIGHT ist im umfangreichen Bonusmaterial von Toy Story 3 enthalten und geht dieses Jahr in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ ins Oscar-Rennen.

Update aus der Oscar-Nacht: Der beste animierte Spielfilm ist „Toy Story 3“. Pixar darf sich freuen.

Star Wars Spielzeug von Revell

22. Februar 2011
Star Wars Bausätze von Revell.

Star Wars Bausätze von Revell.

Ich gestehe: Als Jugendlicher habe ich Revell-Bausätze geliebt. Ich hatte vor allem Panzerstreitkräfte des Zweiten Weltkriegs und sowie Lord Neslons Victory, um die Schlacht von Trafalgar nachzuspielen. Komisch, bei mir gewann ab und zu Spanien. Richtig geliebt habe ich aber meine Apollo Saturn V von Revell. Als Science Fiction-Fan verschlag ich alles rund um Raumfahrt. Die Saturn-Rakete thronte auf meinem Schreibtisch.

Heute ist nichts mehr von meinen damaligen Revell Bausätzen übrig geblieben. Aber ich entdecke gerade für meinen Sohn eine neue Generation von Bausätzen aus dem Star Wars-Universum. Als absoluter Fan von Lego Star Wars bekam der Herr Sohn zu Weihnachten einen Adventskalender von Revell-Star Wars-Modellen geschenkt. Und er liebte sie: Er fieberte jeden Tag neu entgegen, um ein neues Türchen zu öffnen. Und er liebt das Zusammenbauen der Modelle. Und er liebt das Anmalen. Ich habe das Bemalen nie gemocht, denn es meine Geschicklichkeit hielt sich in Grenzen und hinzu kam meine Ungeduld. Ich habe unendlich Geduld, aber es muss schnell gehen.

Bei der jüngsten Spielwarenmesse in Nürnberg entdeckte der Kollege Heiko neue Bausätze von Revell, die dieses Jahr erscheinen werden. Und er schoss auch gleich ein paar Fotos. Ob er es durfte, weiß ich nicht, aber egal. Danke auf jeden Fall dafür.

Die neuen Modelle stammen aus der Clone-Kriege-Phase. Mein Sohn mag sie sehr, ich habe noch Schwierigkeiten damit, weil ich eher in den alten Star Wars-Teilen zu Hause bin. Aber ich bin hier nicht wichtig. Mal sehen, was mein Sohn zu den neuen Bausätzen sagt.

Geheime Fotos von der Spielwarenmesse.

Geheime Fotos von der Spielwarenmesse.

Bob Dylan: Hard Rain als DVD

21. Februar 2011

Irgendwann in meiner Jugend habe ich im Bayerischen Fernsehen ein seltenes Dylan-Konzert von 1976 gesehen, dass mir auf seine ungewöhnliche Art in Erinnerung geblieben ist: Hard Rain von der Rolling Thunder Tour. Jetzt habe ich bei Amazon zufällig das Konzert Rolling Thunder Revue auf DVD wiederentdeckt, veröffentlicht von einer Firma mit dem ominösen Namen Woodstock Tapes. Also so richtig legal dürfte es bei den Aufnahmen nicht zugehen, aber als Dylan-Fan muss ich die Aufnahme haben. Selbstverständlich.

Und ich wurde nicht enttäuscht: Zu sehen ist eine Art Punk-Dylan mit seiner legendären Rolling Thunder-Besetzung sowie natürlich die unvermeidliche Joan Baez an seiner Seite. Mit dabei auch Ramblin´ Jack Elliot und Roger McGuinn. Ort des Geschehens Fort Collins und wie der LP-/CD-Titel Hard Rain sagte, bei fettem Regen.

Die Band stolziert umher wie die Mannschaft eines Piratenschiffs um ihren wahnsinnigen Kapitän. Fast alle Bandmitglieder haben sich Kopftücher oder sonstige Fetzen über den Kopf gezogen. Von einem geordneten Konzert mit einstudierter Bühnenshow kann keine Rede sein. Es ist Punk pur. Selten habe ich Dylan so aggressiv, aber dennoch engagiert singen gehört. Rolling Thunder war einer der kreativen Höhepunkte des Meisters. Aber Warnung: die Aufnahmen sind nur für Dylan Hartgesottene ein Genuss. Der Freund des Mainstreams, der ene Best of-Show erwartet, wird irritiert den ruppigen Songs lauschen und sich über die Figuren auf der Bühne seine Gedanken machen. Sonnenbrille und Cowboyhüte bei Regen, was haben die Musikanten denn alles eingeworfen? Aber wenigstens tragen sie keine Masken, wie in einem Teil des Rolling Thunder-Zirkuses. Auch der Griff in den Farbeimer ist reduziert, nur Frau Baez hat ein wenig Rouge aufgetragen. An alle Musiker unter den Lesern: Schaut euch den Bassisten Rob Stoner und dann entscheidet, ob ihr Bass spielen könnt oder nicht – genial.

Als das Konzert damals auf Langspielplatte herauskam, blieb es in den Schallplattenläden wie Blei liegen. Von der Elegant der Studioalben Desire oder Blood on the Tracks war nicht viel zu hören. Hard Rain provozierte, eckte an, war auf keinen Fall gefällig. Die hat sich mit der später veröffentlichten CD und jetzt mit der DVD Gott sei Dank nicht geändert. Es ist Rock´n Roll und Punk pur, selbst wenn Dylan und Baez an einem Mikro Klassiker der Folk-Szene herunterschrappeln. Schön sind dabei die Szenen, wenn Goldkelchen Baez in die Ferne beim Singen schaut. während Ex-Lover Dylan sie von der Seite beobachtet. In dem leider noch nicht veröffentlichten Dylan-Film Renaldo & Clara kommt die Heiratsdiskussion zwischen ihnen nochmals auf – Fans erinnern sich.

Nun die schlechte Nachricht. Die technische Qualität der DVD ist grottenschlecht. Die Aufnahmen sind in NTSC vom US-Fernsehen gemacht und NTSC bedeutet auch Never The Same Color. Alle Kritikpunkte am NTSC-Format treten hier in voller Form zu Tage. Und zudem haben die (Schwarz-)Kopierer von Woodstock Tapes die Aufnahmen der Asia-TV-Ausstrahlung vervielfältigt. Das bedeutet, es gibt störende Untertitel und Bauchbinden mit asiatischen Übersetzungen. Leider verdecken diese zeitweise das gesamte Bild. Das nervt erheblich. Aber das Cover der DVD brauche ich kein Wort zu verlieren. Es ist sch…

Aber wer den Meister in einer seiner Hochphasen erleben will, sollte die paar Euro für Rolling Thunder Revue riskieren. Wann und ob Sony Music irgendwann die Originalshows auf den Markt bringt, ist zweifelhaft. Daher zugreifen, über die Fehler hinwegsehen, und genießen.

Augmented Reality: Den Todesschuss erleben

20. Februar 2011

Der WWF begleitet mich journalistisch bereits einige Zeit. So erschien eine Story über Überfischung anhand eines 3D-Delifins in einer meiner ersten 3D-Zeitschriften Creative Live. Das ist lange her, doch der WWF war führend in neuen Techniken.

Jetzt habe ich wieder einen Spot vom WWF entdeckt, der wiederum auf neue Techniken setzt: Augmented Reality. Dieses Mal geht es darum, sibirische Tiger zu vor dem Abschluss zu schützen.

Und der WWF und die Macher von Leo Burnett aus Moskau gehen geschickt vor: Die Kunden eines Modeladens ziehen sich ein T-Shirt an und betrachten sich vor einem Spiegel. Per Augmented Reality wird Blut eingespielt. Drastisch, hart, schonungslos. So erleben die Kunden den Tod eines Tigers. Der Schock sitzt tief. Schauen Sie selbst.

Gratulation: Photoshop wird heute erwachsen

19. Februar 2011

Photoshop wird heute 21 Jahre alt und ist damit erwachsen. Ich gratuliere von ganzem Herzen. 21 Jahre ist es her, seit Adobe die von den Gebrüdern Knoll entwickelte erste Adobe Photoshop Version 1.0 am 19. Februar 1990 lancierte. Was für eine lange Zeit. Ich bin seit der Version 3.01 dabei, die auf einem alten Mac vor sich hinwerkelte. Ich glaube, bei Version 3 waren die Ebenen die Neuerung und sie hauten mich damals vom Hocker. Ebenen sind wir durchscheinendes Butterbrotpapier – so erkläre ich es wenigstens in meinen Seminaren und die Teilnehmer verstehen es sofort.

Später kamen viele Neuerungen, wie vor allem den Workflow verbesserten und Photoshop zum Industriestandard-Tool der Bildbearbeiter und Pixelschubser machten. Derzeit aktuell ist die Version CS5 und nach wie vor ist Photoshop mein Tool, wenn es um Bilder geht. Am meisten freut es mich, dass sich die Adobe-Software in Richtung 3D bewegt. Ich bin davon überzeugt, dass 3D der nächste große Weg bei Bildbearbeitung wird und ich meine jetzt nicht Stereoskopie, sondern Animation und Visualisierung. Derzeit sind die 3D-Elemente eher sparsam, aber der Weg ist vorgezeichnet. 2D-Artists müssen sich künftige mit 3D beschäftigen, sonst werden sie auf Dauer keine Aufträge mehr bekommen – ähnliches gilt für Fotografen.

Also heißt es immer wieder lernen: Lernen, lernen, lernen. Als Freund des gedrucktes Wortes liebe ich Bücher, aber ich kann Software noch besser durch Videos lernen. Und hier kommt der Anbieter Video2Brain ins Spiel. Wenn ich Lernvideos zu IT-Themen brauche, dann klicke ich auf die Seite von Gerhard Koren und seinem Team. Dort finde ich in der Regel die Videos für aktuelle Software. Ich überlege mir, ob ich da einsteige, denn das Konzept überzeugt mich. Hier kann man einige Sachen ausprobieren.

Update: Ich seh gerade: Bei Video2Brain gibt es eine coole Aktion. Bis Dienstag 22. Feb gibt es eine super Geburtstagsaktion. Wer Online-Videotrainings kauft, kann 21 Prozent sparen. Einfach den Aktionscode photoshop21 eingeben und 21 Prozent sparen.  So gehts: Öffne den Warenkorb und füge bei der Bestellung den Gutschein-Code hinzu.