Posts Tagged ‘Toy Story 3’

Filmtipp: Mein Nachbar Totoro

18. Februar 2018
Mein Filmtipp: Mein Nachbar Totoro - auch nach 30 Jahren immernoch schön.

Mein Filmtipp: Mein Nachbar Totoro – auch nach 30 Jahren immernoch schön.

Ich gestehe es: Ich hatte den Klassiker Mein Nachbar Totoro bisher nicht gesehen. Das sollte sich jetzt ändern, nachdem K2 auf dem Asien-Tripp ist. Da war es an der Zeit, Mein Nachbar Totoro auf Blu ray anzusehen, zudem der Film dieses Jahr seinen 30. Geburtstag feiert.
Bisher habe ich eine Vielzahl der Filme von Hayao Miyazaki gesehen und er hat mit seinem Studio Ghibli enormen Einfluss auf den Animationsfilm und ist für mich der Vater von Anime. Jeder Kreative von Pixar, den ich bisher gesprochen habe, fühlte sich von Hayao Miyazaki beeinflusst. In Toy Story 3 tritt sogar Totoro auf. Miyazakis Werk ist enorm bedeutend und so ist es ein absolutes Versäumnis den Film Mein Nachbar Totoro nicht gesehen zu haben. Ich schäme mich. Wenn bei dem Namen Hayao Miyazaki nicht der Groschen sofort fällt, dem sei nur die Anime-Serie Heidi genannt. Hier arbeitete Hayao Miyazaki 1974 als Zeichner für die 52 Teile mit. Die Zeichentrickserie Heidi war ein TV-Renner meiner Jugend.
Da ich mit dem Werk des großen japanischen Künstlers vertraut bin, erkannte ich bei Mein Nachbar Totoro die wiederkehrenden Motive. Die alte Kultur Japans in der Gegenwart, die Umwelt und Natur – hier natürlich in der wunderschönen Figur des Baumgeistes Totoro und seiner Familie.
Ich war von dem großen Totoro sofort angetan. Er ist ein gemütlicher Baumgeist, der nur von Kindern gesehen wird. Der große Totoro lässt Bäume wachsen und ist ein guter Kerl. Er war mir sofort in seiner Art sympathisch. Und auch die Buskatze oder Katzenbus ist eine wunderbare Idee. Sie fährt (?) mit ihren zwölf Beinen die menschlichen Kinder schnell von Ort zu Ort.
Der Film ist einfach stimmig und ist geeignet für die ganze Familie. Seine Erzählweise ist geradlinig. Die Figuren haben Charakter und besonders die Welt aus Kinderaugen ist sehr eindringlich gezeichnet. Er begeistert – was kann ein Film mehr leisten?
Auf der Blu ray ist noch ein Making of, dabei zeigt sich ein Synchronisationsfehler. Das Mädchen heißt im japanischen Original Satsuki, in der deutschen Fassung dagegen Saki. Den Grund weiß ich nicht und habe auch keine Infos über die Hintergründe. Gestört hat es mich nicht. Etwas stutzig dagegen hat mich das Gebet an den Kinderschutzgott Jizō gemacht, der in der deutschen Fassung Jesu heißt. Das passt nicht, stört aber nicht weiter.
Als Mein Nachbar Totoro zu Ende war, lehnten sich meine Frau und ich zurück und waren uns einig. Ein sehr schöner Film für die ganze Familie mit richtiger Aussage.
Der Film kam am 16. April 1988 in die Kinos und feiert dieses Jahr damit seinen 30. Geburtstag. Ich werde mich eine kleine Totoro-Figur als Kühlschrankmagnet zulegen und so den sympathischen Kerl immer vor Augen haben. Und ich habe meinen Bildschirmhintergrund vom iPhone mal in Totoro geändert.

 

Buchkritik: The Toy Story Films von Charles Solomon

5. Dezember 2012

toystory

Heute wird der neue Pixar-Film Merida – Legende der Highland auf Blu ray/DVD veröffentlicht, den ich bereits mehrfach empfohlen habe. Im Zuge der Veröffentlichung will ich daran erinnern, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass es computergenerierte Spielfilme gibt. Der erste Spielfilm dieser Art war Toy Story. Als ich den Film im Kino sah, konnte ich es kaum fassen. So ein geiles Ding haben diese Kreativen bei Pixar mit ihrem Computern gemacht. Technisch war der Film ein Hammer. Und was dazu kam: Die Story hatte Herz und war wunderbar erzählt. Hier waren vielleicht Computernerds am Werk, aber verdammt noch mal, sie konnten Geschichten erzählen. Ich war mit dem Pixar-Virus infiziert, der bis heute nicht geheilt ist. Ein neuer Pixar-Filme kam jedes Jahr ins Kino, doch Toy Story blieb immer in meiner Erinnerung.

Wer diese Zeiten wieder aufleben lassen möchte, dem rate ich zur Lektüre des Buches the Toy Story Films von Charles Solomon. Das Vorwort schrieb der geniale Hayao Miyazaki und das Nachwort John Lasseter. Erzählt wird die Geschichte aller drei Toy Story-Teile, die auch immer eine Geschichte von Pixar sind. Wir erfahren viel, wie sich Pixar von der Scheidungsmasse von George Lucas und dem Kauf von Steve Jobs entwickelt hatte. Obwohl Jobs Hardware verkaufen wollte, drehten die Kreativen seiner Filme immer wieder Kurzfilme und reichten sie unter anderem bei der Siggraph ein. Damit schuf sich Pixar in der 3D-Szene einen hervorragenden Ruf. Die Nerds und Wissenschaftler der Siggraph-Konferenz wollten mehr, nachdem Luxo Jr. gezeigt wurde. Es ist die L-1 von LUXO, die 1986 auf dem Schreibtisch von John Lasseter stand und die Grundlage des Erfolgs des Animationsunternehmens ist. Die Zuschauer vergaßen, dass sie einen animierten Film sahen. Und genauso erging es mir bei Toy Story. Schon nach wenigen Augenblicken vergaßen die Zuschauer, dass der Film nur aus Bits und Bytes besteht. Ich stritt mit meinen Freunden damals erbittert, ob das die Zukunft wird. Ich war zwar ein Fan von den klassischen Disney-Filmen, aber irgendwie hatte sich die Maschinerie tot gelaufen. Zeichentrickfilm brauchte neues Blut. So war ich überrascht von Heavy Metal oder den Arbeiten von Ralph Bashki. Als ich hörte, dass Disney den Vertrieb von Toy Story übernommen hatte, fühlte ich: Es passiert irgendetwas neues.

In diesem wunderbar illustrierten Buch tauche ich nochmals in die Entstehungsgeschichte der erfolgreichen Toy Story-Reihe ein. Ich liebe ja, die Art of-Bücher und habe finde die Ausgabe zu Toy Story 3 vom gleichen Autor besonders gelungen. Das vorliegende Buch liefert aber mehr als Konzeptzeichnungen, sondern viele gerenderten Bilder und Schnappschüsse – besonders schön, die modische Entwicklung von John Lasseter. Die technischen Ausführungen in dem Buch könnten tiefergehender sein: Es wird zwar die Software wie RenderMan angesprochen, aber nicht ausführlich behandelt. Da müssen Technikgeeks zu anderer Literatur greifen. Wer aber einen Überblick über das Toy Story-Trio haben will, schöne Bilder, nette Geschichten und ein wenig Background, der ist mit diesem Buch the Toy Story Films wunderbar zufrieden. Der Untertitel des Buches lautet „An animated Journey“ – genau das ist das Buch.

A113 – Humor in Pixar-Filmen

4. August 2011

Es ist allseits bekannt: ich liebe die Pixar-Filme und bei jedem Film gibt es Neues zu entdecken. Seit nunmehr 25 Jahren haben die Kreativen von Pixar die Filmwelt verändert. Obwohl im Pixar-Universum viele unterschiedliche Leute arbeiten, gibt es immer wieder Konstanten. So taucht die Kombination A113 in jedem der bislang 11 Pixarfilme auf:

In Toy Story (1996) trägt das Nummernschild des Minivans von Andys Mutter diese Nummer.

 

In Das große Krabbeln (1998) beschreibt A113 den Code auf einer Frühstücksflocken-Packung. In Toy Story 2 (2000) steht erneut A113 auf dem amtlichen Kennzeichen des Mini-Vans von Andys Mutter. Außerdem erfolgt im Flughafen ein Aufruf für „LassetAir Flug A113“, eine zusätzliche Anspielung auf den Regisseur John Lasseter. In Die Monster AG (2001) ist A113 auf einem Schild im Hintergrund zu lesen, als Sulley Needleman und Smitty beim Beladen einer Abfallpresse beobachtet. In Findet Nemo (2003) beschreibt A113 die Modellbezeichnung der Unterwasserkamera, mit der der Zahnarzt ein Foto von Nemo macht, bevor er ihn einfängt.

In Die Unglaublichen (2004) lautet die Nummer von Syndroms Konferenzraum, in dem Bob mit Mirage verabredet ist, A113. Außerdem wird Mr. Incredible in einem Gefängnis in Ebene A1 festgehalten. Seine Zelle besitzt die Nummer 13: A1+13. In Cars (2006) taucht die Zahl gleich zwei Mal auf: Einmal als Kennzeichen an Hook, zum anderen auf einer Lokomotive. In Ratatouille (2007) hat ein Familienmitglied von Remy ein Schildchen mit der Bezeichnung am Ohr baumeln.

In Wall•E – der Letzte räumt die Erde auf (2008) beschreibt A113 die Anweisung zur Meuterei durch Autopilot Otto.

In Oben (2009) bezeichnet A113 den Gerichtssaal, in dem Carls Fall verhandelt wird. Obwohl einige Jahre vergangen sind, hat Andys Mutter ihr altes Nummernschild mit der A113 auch in Toy Story 3 (2010) noch. Auch in CARS 2, der derzeit in die Kinos läuft, taucht die A113 natürlich wieder auf. Doch was hat es mit der A113 auf sich? In Raum A113 befand sich das frühere Klassenzimmer von John Lasseter, Brad Bird, Pete Docter und Andrew Stanton am CalArts, dem California Institute of the Arts, wo die vier studiert haben. Die Bezeichnung kommt in jedem Pixar Film vor. Das ist Humor, wie ich ihn mag.

Buchkritik The Art of Toy Story 3 von Charles Solomon

12. Mai 2011

Ich mag keine Fortsetzungsgeschichten – eigentlich. Wenn ich mir auf Blu ray den jüngsten Pixar-Streich Toy Story 3 [Blu-ray] ansehe, setze ich mal meine Bedenken aus. Der Film war schön, hatte wunderbare Animationen und eine hervorragende Story. Um über die Hintergründe des Films mehr zu erfahren, habe ich mir ein Buch aus der Reihe „The Art of …“ zugelegt. Art of Toy Story 3 ist um 16 Seiten dicker als die bisherigen Bände dieser Reihe.

Während andere Bücher sich fast nur in Zeichnungen und Sketches ergehen, bekommt der Leser hier Hintergrundinfos über den Plot. Wir erfahren, wie die Pixar-Kreativen mit der Story gerungen haben, wie sich die Figuren entwickelt haben. Wir sehen den Prozess der Charaktere und wie Emotionen durch Zeichnungen ausgedrückt werden. Und das ist die Genialität von Pixar. Die Verbindung von Story und Technik. Meines Erachtens gab es keinen technischen Durchbruch bei Toy Story 3: Während bei früheren Filmen der technische Erfolg auf die Darstellung von Haaren (Die Unglaublichen [Blu-ray]), von Raytracing (Cars [Blu-ray]) oder von Wasser (Findet Nemo) lag, wurde in Toy Story 3 die vorhandene Technik zwar optimiert, aber im Vordergrund stand die Weiterentwicklung der Story. Was passiert, wenn der Spielzeuginhaber auf eine weiterführende Schule geht und sein Spielzeug hinter sich lässt? Genial diese Idee und wunderbar die Umsetzung als Film. Im Buch sehen wir Bilder aus den Schuljahrbüchern von Pixar-Oberguru John Lasseter. Wie hat sich der kleine John im Laufe der Jahre verändert und wie verändert sich die Hauptperson Andy in Toy Story 3. Schöne Parallelen und eine schöne Darstellung, woher Pixar seine Kreativität schöpft. Die einzelnen Locations werden ebenso detailreich dargestellt, wie die Veränderung der Beleuchtung über den Tag hinweg – das ist großes Kino. Die Beleuchtung und damit die Farben verändern sich und schaffen Atmosphäre.

Genial für mich war der Western-Vorspann von Toy Story 3, ganz im Stile des Cliffhanger-Erzählstils von Indiana Jones oder James Bond. Die Situation für die handelnden Personen wird immer auswegloser und dennoch gibt es eine Lösung, bis es zum Ebenenbruch kommt. In anderen Filmen erwachen die Personen aus deinem Traum, hier ist es das Ende des Spiels – vielleicht auch eine Art Traum. Großartig Pixar und großartig in diesem Buch illustriert!

Besonderes Augenmerk in dem Buch wird auf die Persönlichkeit des erdbeerfarbenen Teddys Lotso gelegt. Hier wird mit Emotionen gespielt: Die nette Figur des netten Onkels verwandelt sich in einen verbissenen rachesüchtigen Tyrannen. Nach außen bleibt er der freundliche Bär, doch der wahre fiese Charakter bricht hervor. Diese Entwicklung zeigt das Buch wunderbar.

Dennoch ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Leider wird der Terror des Affens optisch nicht erläutert. Hier hätte ich mir gerne noch zwei, drei Seiten gewünscht, denn der Affenwärter ist ein Schock für die (kleinen) Zuschauer.

Es ist eine Anregung und ein Lehrbuch für jeden Animator zugleich. Dieses Buch zeigt wieder einmal, dass es sinnlos ist, sich sofort auf sein Maya oder Max oder C4D oder oder zu stürzen, sondern dass die Entwicklung der Story und der Personen fundamental ist. Obwohl Pixar eine digitale Company ist, steht das Ringen um die Geschichte im Vordergrund. Das macht die Stärke von Toy Story 3 und den anderen Pixar-Filmen aus.

Auf zur FMX

2. Mai 2011

Wer im 3D-Bereich in Deutschland unterwegs ist, trifft sich neben zahlreichen Hersteller-Roadshows auf mindestens zwei deutschen Veranstaltungen: Einmal die FMX in Stuttgart und einmal auf dem animago in Babelsberg.

Morgen beginnt die FMX, die 16th Conference on Animation, Effects, Games and Interactive Media, wie sie so schön heißt. Unsere Branche pilgert nach Stuttgart, um sich von internationalen Größen inspirieren zu lassen. Für mich ist es allerdings auch immer etwas frustrierend, wenn irgendein Technical Director aus Hollywood meint, zu diesem oder jenem Problem haben wir 50 Programmierer angesetzt und schon war das Problem gelöst. Diese 50 Programmierer für eine Lösung sind in unseren Landen eher eine Seltenheit. Dennoch möchte ich das Flair und die kreative Power der FMX nicht missen. Wir sehen uns auf der FMX zum Austausch. Ich freu mich. Ich bin für den Dosch Career Guide und Video2Brain unterwegs.

Neben einer spannenden Games-Reihe mit den Schwerpunkten Transmedia und 3D Stereo zählt eine exklusive VFX-Präsentation von Volker Engel zu den jüngsten bestätigten Konferenzbeiträgen. Engel gewährt den FMX-Besuchern bereits fünf Monate vor dem Kinostart Einblicke in den neuen Roland Emmerich-Film „Anonymous“. Dayne Cohen erläutert in seinem Vortrag die visuellen Effekte zum vierfachen Oscar-Gewinner „The King’s Speech“, Saschka Unseld präsentiert Pixars neuesten Geniestreich „Cars 2“ und Philippe Denis von DreamWorks Animation berichtet auf der FMX über die Arbeit am Film „Megamind“.

Ich habe hier mal die Schwerpunkte der FMX zusammengestellt:

Games – Schwerpunkt I: Interaktives Entertainment und transmediale Konvergenz

Games und interaktives Entertainment sind aus der rasant wachsenden Unterhaltungsindustrie heute nicht mehr wegzudenken. Dabei steigt auch die Erwartungshaltung der Nutzer, die Videospiele auf jeder Plattform und auf jedem Screen erleben möchten. Für die Games-Entwickler bedeutet dies, bei der Produktion ein Höchstmaß an transmedialer Konvergenz sicherzustellen. Diese und weitere Herausforderungen werden im AIAS Transmedia Track diskutiert: Zu den Referenten zählt Boyd Multerer von Microsoft, der die enormen Veränderungen erläutert, vor der die Branche auch im Hinblick auf neue Entertainmentformen und die zunehmend bedeutenderen Social Games steht.

Joseph Olin von der Academy of Interactive Arts & Sciences skizziert im AIAS Visual Arts Track den Status Quo der Gamesbranche und wagt einen interessanten Ausblick auf die Entwicklung der nächsten Jahre. Zu den weiteren Highlights der Reihe zählt der Vortrag „Building the Top 3D First-Person Shooter on Facebook“ von Benjamin Joffe (Cmune), der erläutert, wie 3D-Technologie und Echtzeit das Genre auf ein völlig neues Level befördern. TJ Galda (Electronic Arts) diskutiert, wie Games den Spieler für sich vereinnahmen können, und zeigt am Beispiel „Fight Night Champion“, dass eine Kombination aus Filmkunst und Real-Time-Rendering in einem spannenden Sports Game münden kann. Dabei erklärt Galda auch, wie Animation, Lighting, Rendering und Compositing bei der Designentwicklung des Spiels in Einklang gebracht wurden.

 Games – Schwerpunkt II: 3D Stereo

Die Entwicklung von stereoskopischen 3D-Spielen befindet sich noch in den Kinderschuhen – doch schon zum jetzigen Zeitpunkt ist gewiss, dass 3D Stereo nach der Filmindustrie auch die Gamesbranche nachhaltig verändern wird. Im Rahmen der „Stereoscopic Games“-Reihe diskutieren Experten die Herausforderungen und Schwierigkeiten, vor denen die Spiele-Entwickler zum jetzigen Zeitpunkt auch im Hinblick auf Virtual Reality-Games stehen.

Sebastien Schertenleib (Sony Computer Entertainment Europe Limited) erklärt, wie 3D-Spiele für Sonys Playstation 3 technisch realisiert werden können. Schertenleib zeigt Hardware- und Softwareperspektiven auf und erläutert die Vorteile, die 3D Stereo-Games dem Nutzer bei der Anwendung bieten. Seine Präsentation stellt verschiedene Lösungsansätze vor und stützt sich dabei auf Fallstudien verschiedener 3D-Spiele.

Dr. Bill Kapralos (University of Ontario, Institute of Technology) diskutiert die Ergebnisse von „The U-Decide Initiative“: Die bislang größte Studie auf diesem Gebiet untersuchte in diesem Jahr die Frage, was sich traditionelle 2D- und bereits mit 3D-Technologie in Kontakt gekommene Spieler von zukünftigen 3D Stereo-Games wünschen und mit welchen Erwartungen sie der neuen Technologie entgegentreten.

 Volker Engel präsentiert: „Anonymous“

Schon knapp fünf Monate vor dem weltweiten Kinostart am 30. September 2011 präsentiert der oscarprämierte Visual Effects Supervisor und Producer Volker Engel, Präsident von Uncharted Territory LLC, den FMX-Besuchern exklusiv die visuellen Effekte des neuen Roland Emmerich-Films „Anonymous“. Der Film spielt im London des 16. Jahrhunderts und basiert auf der Annahme, dass Edward de Vere, Earl of Oxford, der wahre Autor der Theaterstücke von William Shakespeare ist. Mit über 300 Visual Effect Shots kreierten Engel und sein Partner Marc Weigert ein detailgetreues virtuelles London, das so noch nie zuvor ein Publikum zu Gesicht bekommen hat. Die Effekte entstanden in den berühmten Babelsberger Filmstudios, in denen auch große Teile des Films gedreht wurden. Volker Engel und Marc Weigert traten für den Film zudem als ausführende Produzenten auf.

 Visual Effects in „The King’s Speech“

Dayne Cowan, Creative Director von Molinare VFX und Chair der UK Section der Visual Effects Society, diskutiert im Rahmen des VES-Reihe den vierfachen Oscar-Gewinner „The King’s Speech“. Obwohl die britische Produktion auf den ersten Blick nicht zu den Filmen zählt, die mit spektakulären Effekten aufwarten, war doch eine ganze Reihe von VFX Shots nötig, um „The King’s Speech“ zu realisieren. Cowan untersucht die „unsichtbaren“ Effekte des Films und erläutert dabei auch die Herausforderungen, die ein schmales Budget bei der VFX-Produktion mit sich bringt.

 Pixars „Toy Story 3“ und „Cars 2“

Saschka Unseld, Camera and Staging Artist bei Pixar, gewährt im Rahmen seiner Präsentation Einblicke in die tägliche Arbeit des erfolgreichen Animationsstudios. Anhand von Beispielen aus Pixars „Toy Story 3“ und dem brandneuen 3D-Film „Cars 2“, der in Deutschland Ende Juli in den Kinos startet, erläutert Unseld die Arbeitsabläufe bei Pixar im Hinblick auf Prä-Visualisierung, Staging und Cinematographie. Dabei untersucht er insbesondere das Layout und die Bedeutung des visuellen Erzählens vor dem Hintergrund des gesamten Produktionsprozesses.

 DreamWorks Animations „Megamind“

Philippe Denis, VFX Supervisor von DreamWorks Animation, stellt den FMX-Besuchern drei ausgewählte Sequenzen aus dem erfolgreichen Film „Megamind“ vor und diskutiert in seinem Vortrag den kreativen Entstehungsprozess des Films – beginnend bei der Pre-Production bis hin zur Fertigstellung. In seiner Präsentation erläutert Denis unter anderem das Lighting und die Entwicklung der Effekte und erklärt dabei sequenzenspezifisch die Herausforderungen, die DreamWorks bei der Produktion von „Megamind“ zu bewältigen hatte.

Pixar greift wieder zum Oscar

23. Februar 2011

Nach „Die Schöne und das Biest“ (1991) und „Oben“ (2010) ist Toy Story 3 erst als dritter Animationsfilm überhaupt ein kleiner Triumph gelungen. Der 11. Animations-Hit aus dem Hause Pixar wurde in der Oscar Königskategorie „Bester Film“ von der Academy Award Jury für einen Oscar nominiert. Bereits das zweite Jahr infolge kann sich das Erfolgsstudio Disney/Pixar somit nicht nur in der Konkurrenz um die Auszeichnung „bester Animationsfilm“ beweisen, sondern ist bereit für die große Sensation – denn noch nie gelang es einem Animationsfilm die begehrte Oscar Kategorie für sich zu entscheiden. Die Oscar-Verleihung 2011 findet am 27. Februar 2011 im Kodak Theatre in Los Angeles statt.

Walt Disney und Pixar Animation Studios Chef John Lasseter sagte über die Nominierung, “Es ist eine große Ehre für uns, dass Toy Story 3 in der Kategorie “Bester Film” nominiert wurde. Die Nominierung zollt Regisseur Lee Unkrich, Produzentin Darla Anderson und Drehbuchautor Michael Arndt sowie all den anderen Talenten bei Pixar, die so hart daran gearbeitet haben, das Niveau zu wahren und sich selbst und die Erwartungen der Fans und des Publikums überall auf der Welt noch zu übertreffen, große Anerkennung.”Neben den Nominierungen für „Bester Film“ und „Bester Animationsfilm“ bestehen aussichtsreiche Chancen in drei weiteren Kategorien: „Bester Song“ für „We Belong Together“, „Bester Tonschnitt“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“.

Wer zur DVD oder Blu-ray greift, kann sich gleich von der Qualität eines weiteren Oscar-Aspiranten überzeugen: Der liebenswerte Pixar-Short DAY & NIGHT ist im umfangreichen Bonusmaterial von Toy Story 3 enthalten und geht dieses Jahr in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ ins Oscar-Rennen.

Update aus der Oscar-Nacht: Der beste animierte Spielfilm ist „Toy Story 3“. Pixar darf sich freuen.

Neuer Trailer zu Toy Story 3

5. April 2010
Meine Familie entwickelt sich zum Pixar-Fan. Erst gestern haben wir die Hörbücher von Die Monster Ag und Toy Story. CD. Das Original- Hörspiel zum Film. angehört und die Kinder waren begeistert. Und dann kommt ja bald der neue Toy Story in die Kinos und es wird das erste Mal sein, dass Papa und Sohn zusammen ins Kino gehen.
Es ist eine Ewigkeit her, als der erste Teil von Toy Story die Filmwelt veränderte. John Lasseter schickte sich an mit seinen Kurzfilmen die Filmgeschichte auf den Kopf zu stellen und Steve Jobs als neuer Chef von Pixar glaubte an ihn.  Mit Toy Story präsentierten die Pixar Animation Studios 1996 den ersten computer-generierten abendfüllenden Kinofilm, ein Meilenstein in der Filmgeschichte. Drei Jahre später gab es ein Wiedersehen mit Cowboy Woody, Space-Ranger Buzz Lightyear und ihrer liebenswert-schrägen Toy-Gang in Toy Story 2. Jetzt öffnen die Macher wieder ihre Spielzeugkiste und lassen sie in Toy Story 3 erneut raus! Aus dem kleinen Andy, dem die Spielzeuge gehören, ist mittlerweile ein Teenager geworden, der gerade seine Sachen fürs College packt. Und da ist leider kein Platz mehr für Cowboys, Space-Ranger oder Dinosaurier. Für Woody und seine Freunde ist damit der Tag gekommen vor dem sie immer Angst hatten: Sie werden nicht mehr gebraucht…denken sie zunächst. Der neue Trailer hat wieder Atmosphäre und alles, was einen guten Pixar-Film ausmacht. Ich liebe das Zitat: „Mal sehen, was wir bei eBay wert sind.“
Regisseur Lee Unkrich (Co-Regisseur von „Toy Story 2“ und „Findet Nemo“) und sein Team schicken die beliebten Spielzeug-Helden in ihr bislang größtes  Abenteuer: in einen Kindergarten! In diesem Chaos aus klebrigen kleinen Händen, die es auf die „neuen“ Spielzeuge abgesehen haben, ist ihre größte Herausforderung erstmal zusammenzubleiben und sich – weder ganz noch in Teilen – zu verlieren: Kein Spielzeug darf zurückbleiben! Und plötzlich stehen sie auch noch den einheimischen Spielzeugen im Sunnyside Kindergarten gegenüber: einer wild gemischten Toy-Truppe um Anführer Lotso, ein Plüschbär, der nach Erdbeer riecht. Sind diese Spielzeuge wirklich alle so herzlich, aufgeschlossen und nett, wie es auf den ersten Blick scheint? Und apropos erster Blick: Für Barbie und Ken scheint es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick zu sein, als sie das erste Mal aufeinander treffen…
Genau 11 Jahre nach ihrem letzten erfolgreichen Abenteuer spielen die liebenswerten und smarten Helden aus Toy Story ganz groß auf: in ihrem dritten Leinwandauftritt, in Disney/Pixars 11. Animationsfilm und in Disney Digital 3D.! Die Erfolgsschmiede von Filmen wie „Findet Nemo“, „Ratatouille“, „Wall-E“ oder „Oben“ präsentiert mit Toy Story 3 ein von Pixar-Veteranin Darla Anderson („Cars“, „Die Monster AG“) produziertes witziges, turbulentes und warmherziges Abenteuer, für das Michael Arndt, Drehbuch-Oscar für “Little Miss Sunshine”, die Vorlage schrieb.
Ich bin gespannt und freu mich. Derweil schauen wir mal Toy Story [Blu-ray]

Neuer Pixar-Kurzfilm steht fest: Day und Night

13. März 2010

Der neue Pixar-Kurzfilm Day and Night.

Die Kurzfilme von Pixar sind eine Klasse für sich. Hier toben sich die Animationsmeister aus und probieren neue Techniken und kreative Ideen aus. Die Filme sind moralisch und unterhaltend zugleich – und immer ein richtiger Hammer. Die Kurzfilme gibt es natürlich auch auf einer eigenen DVD/Blu-Ray. In Fachkreisen heißen diese Filme übrigens „Shortie“. Der erste Kurzfilm Luxo Junior fegte mich schlichtweg vom Stuhl. So was hatte die Welt bis dato nicht gesehen. Auf der Kurzfilm Kollektion gibt es einen super Beitrag darüber, wie der Film auf der Siggraph eingeschlagen hat.
Nachdem in dem Kurzfilm „Teilweise wolkig“, der vergangenen  Jahr vor dem Kinohit „Oben“ lief, hinreichend die Frage geklärt wurde, wer die Babys eigentlich bringt, stellen uns die Pixar-Kreativen aus Emeryville nun vor die schwierige Frage: „Was passiert eigentlich, wenn Tag und Nacht aufeinandertreffen?“ – mit einer einleuchtenden Antwort! Der Film kommt als Kurzfilm vor dem neuen Pixar-Abenteuer „Toy Story 3“
Als Sonnenschein Day zum ersten Mal auf den finsteren Fremden Night trifft, fliegen die Fetzen! Day und Night sind verunsichert und beäugen sich argwöhnisch. Prompt haben sie einander auf dem falschen Fuß erwischt. Doch als sie sich besser kennen lernen und die einzigartigen Qualitäten des jeweils anderen erkennen, stellen sie fest, dass sie lediglich einen unterschiedlichen Ausblick auf ein und dieselbe Welt haben. Ihre Freundschaft eröffnet Day und Night eine ganz neue Perspektive …