Posts Tagged ‘Monster AG’

Buchtipp: The Art of Inside Out

1. Januar 2016

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Als ich den Trailer zum Pixar-Film Alles steht Kopf zum ersten Mal sah, dachte ich mir enttäuscht: eine belanglose Komödie über das Erwachsenwerden aus der Animationsschmiede. Ich kam mir vor als ob ich einen Otto Sketch meiner Jugend sah: Hirn an Faust … Richtig begeistert war ich aufgrund des deutschen Trailers vom Film nicht, schaute mir aber pflichtbewusst den Film Alles steht Kopf im örtlichen Kino an. Schließlich hatte mich Pixar in der Vergangenheit noch nie enttäuscht.
Und was soll ich sagen? Der Film war ganz, ganz anders als der Trailer es versprochen hatte. Der 15. Pixar Film war wahnsinnig unterhaltsam und hatte eine große Tiefe, genau wie ich es von einem Pixar-Film erwarte.


Im Februar 2016 wird der Film als DVD, Blu ray und Download erscheinen. Zudem gibt es eine limitierte 3-Disc Special Edition. Als Bonus gibt es ein Wiedersehen mit Riley und ihren Emotionen in der exklusiven Premiere des Kurzfilms „Rileys erstes Date?“ sowie der paradiesisch-schöne Kurzfilm „Lava“.
Im Grunde geht es bei Alles steht Kopf um Emotionen. Es geht um die Kombination von Freude, Zorn, Ekel, Kummer und Angst. Der alte Freud hätte seine Freude an diesem Film gehabt. Regisseur Peter Docter, der uns schon Monster AG und Oben brachte, hat ganze Arbeit geleistet und wurde von den beiden Hirnforschern Paul Ekman und Dacher Keltner fachlich unterstützt.


Meine Neugierde über die Entstehungsgeschichte des Films war geweckt. Nachdem Alles steht Kopf technisch keine Neuerungen aufwies, musste die Innovationen auf anderen Gebieten liegen. Technisch war Pixar immer vorne mit dabei. Als Chefredakteur der wichtigsten deutschsprachigen 3D-Zeitschriften erlebte ich die Wasserspiegelungen in Findet Nemo, die Haare in die Unglaublichen und das Fell in Monster AG. Alles steht Kopf brachte in dieser Hinsicht keine Erneuerung durch die Software Renderman und Marionette. Pete Docter setzte auf erzählerische Tiefe und Kreativität.
Diese Kreativität kommt bei dem Buch The Art of Inside Out voll zum Tragen. Anders als die frühen Pixar-Filme wurde hier gleich zu Beginn mit digitalen Werkzeugen gearbeitet. Kreide, Marker, Pinsel kommen aber ebenso weiterhin zum Einsatz. Diese Abwechslung bringt unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema Emotionen. Die Frage ist doch: Wie stellt ein Künstler Emotionen bildlich dar? Nicht, wie erzeugt ein Künstler Emotionen? Da wäre der Film beim Walt Disney-Konzern an der richtigen Adresse. Disney ist Spezialist, wenn es um das Erzeugen von Emotionen geht. Da braucht es dann schon Pixar, um die Emotionen selbst darzustellen. Und das gelingt in diesem Buch fabelhaft.
Deutlich bemerkt der Leser den Einsatz von Farben, die in unserem Kulturkreis mit Emotionen besetzt sind, wie Rot für Zorn. Ich würde gerne den Film mit Leuten aus anderen Kulturkreisen ansehen und mit ihnen über die Farben und Emotionen diskutieren. Für mich ist die Darstellungsweise meine gewohnte westliche Sichtweise.


Beim Lesen des Buches bzw. Betrachten der Bilder habe ich mir Gedanken über Emotionen gemacht. Es hat mich entsetzt, dass ich Helden meiner Jugend ebenso vergessen habe, wie die Helden in dem Film. Was ist das Gehirn doch für ein seltsamer Ort?
Ich empfehle jedem den Film Alles steht Kopf und das Buch The Art of Inside Out, wenn er sich über Gefühle Gedanken machen will, wenn er etwas über Kunstgeschichte lernen will, wenn er sich selbst kennenlernen will. Und Gott sei Dank ist kein Film/Buch auf Otto Niveau herausgekommen.

Rund um die Monster Uni

28. Juni 2013

Die Monster Uni lautet der neue Hit von Pixar. Als Fan der 3D-Schmiede musste ich mir den Animationsfilm gleich ansehen und habe mich gut amüsiert. Der Film macht Spaß, hat aber nicht mehr die Power früherer Pixar-Filme. Die Luft ist ein wenig raus, aber dennoch: Monster Uni ist besser als der ganze Animationsschrott, der sonst so im Kino kommt.

Auge auf!

Auge auf!

Bei Monster Uni handelt es sich um ein Prequel zu Monster AG, den ich besonders ins Herz geschlossen habe. Wir sehen, wie sich die Figuren entwickeln und alles in allen erinnert es mich an die harmlosen Studentenfilme wie Porky´s aus den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Ich hätte gerne eine Fortsetzung von den Unglaublichen, aber da bin ich wohl mit meiner Meinung alleine. Und so habe ich mir gerne Monster Uni angeschaut und kann den Film den Familien empfehlen. Immer wieder staune ich, welche technischen Meisterleistungen Pixar hervorbringt. Und ich meine in diesem Fall die Fellhaare der Monster – ich kann sie mir stundenlang ansehen, wobei die Story in diesem Prequel etwas zu kurz kam. Charakter waren fein, aber Story geht ein bisschen mehr – und das war immer eine Stärke von Pixar.

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Aber freilich hab ich mir gleich das Buch The Art of Monsters University gekauft. Wer diesen Blog liest, der kennt ja meine Vorliebe für diese Art von Büchern. Und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Im Unterschied zu anderen Büchern aus der Pixar-Filmreihe ist, dass dieses Mal deutlich mehr digitale Bilder im Buch enthalten sind. Ich meine jetzt nicht finale Renderings, sondern digitale Skizzen. Es war herrlich zu lesen, wie sich die Pixar-Mitarbeiter an ihre ehemalige Studentenzeit erinnern. Diese Erinnerungen, Gedanken, Emotionen sind in die Animationen des Films wunderbar eingeflossen. Ich glaube, dass vor einem die Kleidung der Protagonisten hier wunderbar aus Erinnerungen an die Vergangenheit rekonstruiert wurde. Der wunderbare Retro College Style ließ mein Herz höher schlagen. Also für mich wieder mal eine absolute Kaufempfehlung für das Buch The Art of Monsters University. Und weil wir gerade dabei sind: Die Musik Monsters University zum Film stammt wieder vom Pixar-Hauskomponisten Randy Newman und ist – was soll ich sagen – mal wieder göttlich. Also gleich mit anhören und kaufen.

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Meine Erinnerungen an Ray Harryhausen

8. Mai 2013

Die Nachricht schockierte mich. Im Alter von 92. Jahren verstarb der Vfx-Pionier Ray Harryhausen. Ich habe leider diesen großen Künstler nie persönlich getroffen. Seine Kunst begegnete mir dagegen auf Schritt und Tritt. Seit meiner frühesten Jugend habe ich die Stop Motion-Effekte von Ray Harryhausen genossen.
Meine allerste Erinnerung reicht an den Zyklopen bei Sindbads siebte Reise zurück. Das einäuige Monster aus der Mythologie schnappte sich Sindbads Weggefährten und grillte sie über offenem Feuer. Das war für mich als junger Mensch zuviel. Tagelang träumte ich von dieser Szene. Genauso erging es mir bei Jason und die Argonauten.
Viele Filme kamen und gingen. Ich liebte das fantastische Kino und immer wieder erinnerte ich mich an Sindbad und Tricks von Ray Harryhausen. Kämpfende Skelette, angriffslustige Drachen, die gnadenlose Medusa – all dies hat sich in mein visuelles Filmgedächtnis eingebrannt. 1980 stürmte ich in Kampf der Titanen – und lange vor CGI packte mich das Geschehen auf der Leinwand. Ray Harryhausen war ein Pionier und ein großer Künstler seiner Zeit. Zu Hause versuchte ich mich an Stop Motion-Filme mit meiner Super 8-Kamera. Heute drehe ich mit meinen Kindern und der Boinx-Software iStop Motion Filme mit Legofiguren. So gebe ich das Erbe von Ray Harryhausen an meine Kinder weiter, die sich die Geschichten des Künstlers anhören müssen.
Als Chefredakteur der beiden 3D-Zeitschriften Creative Live und DIGITAL PRODUCTION führte ich zahlreiche Interviews mit Größen der CGI-Szene. Alle Gesprächspartner verehrten Ray Harryhausen auf ihre Weise. Ohne Harryhausen wäre CGI nicht da, wo es heute steht. Ohne Harryhausen gäbe es kein fantastisches Kino in der heutigen Form.
Die schönste Homage an Ray Harryhausen ist für mich persönlich der Pixar-Streifen Monster AG. Dort sitzen die Figuren in der Harryhausen-Sushi-Bar. Der Dialog läuft wie folgt:
Celia: „So, uh, are we going anywhere special tonight?“
Mike: „l…I just got us into a little place called, um, Harryhausen’s.“
Celia: „Harryhausen’s? But it’s impossible to get a reservation there.“
Mike: „Not for Googley Bear.“
Im Kino hab ich sehr gelacht und später in einem Interview mit Pixar-Kreativchef John Lasseter ging das Lachen weiter. Es gab verschiedene Szenen in dem Cafe, Kneipe und Sushi-Bar mit Anspielungen auf Finding Nemo. Ich denke, Ray Harryhausen hatte diese Szene gefallen.

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Buchtipp: The Art of Monsters, Inc. und was kommt jetzt?

15. März 2013

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Der Pixarfilm Monster AG war für mich eine Revolution. Ich hatte so etwas als Animationsfilm noch nicht gesehen – vor allem die Haare hatten es mir angetan. Die Art, wie die Haare, das Fell glänzen war eine technische Meisterleistung. Ich war einmal zu Besuch bei Apple in Cupertino. Da standen die Figuren mit ihrem wunderbaren Fell im Foyer und jeder Besucher strich den Monster durchs Fell. Haare waren in diesem Film eine Spitzenleistung, sie wurden später bei den Unglaublichen und bei Merina weiter optimiert. Das Monster Sullivan zum Beispiel hat über 2,3 Millionen Haare, die bewegt werden müssen – was für eine Rechenpower.

Die Story hatte zudem Charme und war ungewöhnlich. Schreie als Energielieferant für die Stadt Monstropolis. Und der Film hatte wunderbare Charaktere. Wie sich diese Charaktere bei der Monster-Geschichte entwickelt haben, zeigt das Buch The Art of Monster, Inc..

Achtung, dieses Jahr kommt Monster AG wieder in die Kinos, allerdings als Stereo 3D-Fassung. Das Buch verliert kein Wort über CGI oder 3D, geschweige denn Stereo 3D. Es sind Zeichnungen, aber was für welche? Wunderbare Skizzen, Farbexperimente und Charakterstudien – ich konnte stundenlang in dem Buch blättern. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Blu ray anzusehen und gleichzeitig die entsprechenden Zeichnungen im Buch herausgesucht – hier zeigt sich, welche große Kreativität Pixar hier an den Tag legt.

Ich kann das Buch The Art of Monster, Inc jedem Kreativen empfehlen, der sich für Film und Animation interessiert. Und es steckt voller liebenswerter Details. Ich fand die Filmszene im Szene-Restaurant Harryhausen’s besonders wunderbar. Es erinnert an den großen Ray Harryhausen, den Meister des Stop Motion. Das Buch zeigt die verschiedenen Entwürfe der Sushi-Bar. Ob solche Gags bei der Fortsetzung auch enthalten sind?

Übrigens, die Fortsetzung Monster Uni wird im Sommer 2013 in die Kinos kommen. Der liebenswerte, blauflauschige James P. „Sulley“ Sullivan und der giftgrünen Einäuger auf zwei Beinen Mike Glotzkowski treten wieder auf und wir erfahren, wie alles anfing! In ihrem neuesten Abenteuer erobern Sulley und Mike als Studenten Die Monster Uni, ab 20. Juni 2013 in den deutschen Kinos.
Und was geht es? Aller Anfang ist schwer… Und das gilt auch für Monster wie Sulley und Mike. Denn als sich die beiden an der Monster Universität kennenlernen, können sie sich auf den Tod nicht ausstehen. Kein Wunder, schließlich haben beide dasselbe Ziel: Sie wollen die größten Erschrecker von ganz Monstropolis werden. Die Monster Uni zeigt wie sich die beiden unterschiedlichen Monster doch noch zusammenraufen und nicht nur das Dreamteam unter den Erschreckern, sondern auch die besten Freunde werden.
Regisseur Dan Scanlon („Tracy“), der u.a. als Storyboard Artist bei Disney/Pixars Kinohit Cars (2006) seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte, holt zwei der beliebtesten und verrücktesten Charaktere aus dem Pixar-Universum auf die Kinoleinwand zurück – begleitet von einigen alten Bekannten und vielen neuen, frischen Monstergesichtern!

Bis es soweit ist, schau ich mir die Zeichnungen zum Erstlingswerk Monster AG an.

Neuer Pixar-Film 2012: Merida – Legende der Highlands (Brave)

6. Januar 2012
Merida – Legende der Highlands mit rotem Haare.

Merida – Legende der Highlands mit rotem Haare.

Der Kinosommer wird ein doppeltes Highlight für mich: Zum einen kommt ein neuer Pixar-Film – zum anderen spielt der Film in Schottland, meinen absoluten Lieblingsland. Also die Voraussetzung für perfekte Unterhaltung möchte ich meinen.

Auch Pixar geht mit der Zeit: Die Hauptrolle spielt eine Frau, nämlich besagte Merida. Vor der Kulisse der schottischen Highlands entführt das 13. Animationshighlight der Pixar Animation Studios in eine urtümliche und geheimnisvolle Welt, in der seit Menschengedenken die alten Geschichten von epischen Schlachten und mystischen Legenden von Generation zu Generation weitergegeben werden. Merida – Legende der Highlands reiht sich ein in den Reichtum dieser Sagenwelt mit einer mutigen jungen Heldin, die den Traditionen, ihrem Schicksal und der schrecklichsten aller Bestien die Stirn bietet. Im Original heißt der Streifen übrigens Brave.

Schauen wir uns einmal die Story genauer an: Inmitten der rauen Wildnis der schottischen Highlands träumt die talentierte Bogenschützin Merida davon, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch im Hause des schottischen Königs hat nur eine das Sagen – Meridas Mutter, Königin Elinor. Ob das eine Anspielung auf die Männerwirtschaft im Hause Pixar/Apple sein soll?

Hier hat der Mann das Sagen!

Hier hat der Mann das Sagen!

Und die stolzen Schotten haben eine ganz klare Vorstellung davon, wie die Zukunft ihrer Tochter aussehen soll: Das aufmüpfige Mädchen mit den wilden roten Locken soll möglichst bald unter die Haube, vermählt werden mit einem der Clan-Söhne aus der Umgebung. Also lädt Elinor den klobigen Lord MacGuffin, den mürrischen Lord Macintosh (nein, das soll kein Hinweis auf Apple sein und Steve Jobs sein) und den streitsüchtigen Lord Dingwall und ihre Söhne zu Ritterspielen ein, bei denen der Nachwuchs um die Hand von Merida kämpfen soll. Oh, Oh ich wittere schon wieder einen Fehler. Liebe US-Freunde von Pixar. In Schottland gibt es keine Lords, sondern Lairds. Sie sind die Herrscher über die Highlands gewesen und nicht mit dem englischen Lords vergleichbar. Ich hoffe, dass es nur ein simpler Übersetzungsfehler in der deutschen Fassung ist, sondern wäre es ein böser Fehler.

Schottische Lords oder Lairds aus den Highlands?

Schottische Lords oder Lairds aus den Highlands?

Und es kommt in der Geschichte, wie es kommen muss: Heimlich nimmt auch Merida – als Ritter verkleidet – an den Spielen teil und stellt die aussichtsreichen Kandidaten mehr als bloß. Die Lords schäumen vor Wut. Als Merida nach einem Riesenkrach mit der Mutter voller Zorn mit ihrem Pferd in den Wald flüchtet, nehmen die Dinge ihren unheilvollen Lauf. Ein magischer Fluch fordert all ihre Kräfte und ihren Mut, wenn sie ihre Familie und ihr Königreich retten will… Und wie das Plakat zeigt, werden wohl blaue Steine eine gewisse Rolle spielen.

Mit den blauen Steinen geht der Ärger richtig los.

Mit den blauen Steinen geht der Ärger richtig los.

Mit Merida – Legende der Highlands inszenierten Mark Andrews (Story Supervisor „Die Unglaublichen – The Incredibles“ und „Ratatouille“) und Brenda Chapman („Der Prinz von Ägypten“). Übrigens, es gab Krach bei der Produktion: Regisseur Mark Andrews ersetzte die frühere Regisseurin und Autorin des Films Brenda Chapman. Merida – Legende der Highlands markiert das erste Märchen der Pixar Animation Studios und erobert ab 02. August 2012 die deutschen Kinoleinwände – auch in Disney Digital 3D und in ausgewählten Kinos in IMAX 3D.

Nachdem Cars 2 nur im produktionstechnischen Bereich wie Raytracing und weniger in Sachen Story Maßstäbe gesetzt hat, will ich bitte wieder einen Top-Pixar-Film sehen. Die Story scheint etwas düster zu sein und die Figur der Merida ist gut herausgearbeitet. Ich denke, es wird kein reiner Kinderfilm werden, sondern etwas mit Tiefgang und ich bin auf die Moral gespannt. Und ich hoffe inständig, dass der Film über den Pixar-typischen Humor verfügt, den wir zuletzt in Wall E oder Oben genossen haben. Und ich bin gespannt, wie in dem Pixar-Film die wichtige Zahl A 113 auftaucht. Technisch wird er das Thema Haare weiterbringen, nachdem Pixar bei Monster AG und den Unglaublichen viel geleistet hat.

Neuer Trailer zu Toy Story 3

5. April 2010
Meine Familie entwickelt sich zum Pixar-Fan. Erst gestern haben wir die Hörbücher von Die Monster Ag und Toy Story. CD. Das Original- Hörspiel zum Film. angehört und die Kinder waren begeistert. Und dann kommt ja bald der neue Toy Story in die Kinos und es wird das erste Mal sein, dass Papa und Sohn zusammen ins Kino gehen.
Es ist eine Ewigkeit her, als der erste Teil von Toy Story die Filmwelt veränderte. John Lasseter schickte sich an mit seinen Kurzfilmen die Filmgeschichte auf den Kopf zu stellen und Steve Jobs als neuer Chef von Pixar glaubte an ihn.  Mit Toy Story präsentierten die Pixar Animation Studios 1996 den ersten computer-generierten abendfüllenden Kinofilm, ein Meilenstein in der Filmgeschichte. Drei Jahre später gab es ein Wiedersehen mit Cowboy Woody, Space-Ranger Buzz Lightyear und ihrer liebenswert-schrägen Toy-Gang in Toy Story 2. Jetzt öffnen die Macher wieder ihre Spielzeugkiste und lassen sie in Toy Story 3 erneut raus! Aus dem kleinen Andy, dem die Spielzeuge gehören, ist mittlerweile ein Teenager geworden, der gerade seine Sachen fürs College packt. Und da ist leider kein Platz mehr für Cowboys, Space-Ranger oder Dinosaurier. Für Woody und seine Freunde ist damit der Tag gekommen vor dem sie immer Angst hatten: Sie werden nicht mehr gebraucht…denken sie zunächst. Der neue Trailer hat wieder Atmosphäre und alles, was einen guten Pixar-Film ausmacht. Ich liebe das Zitat: „Mal sehen, was wir bei eBay wert sind.“
Regisseur Lee Unkrich (Co-Regisseur von „Toy Story 2“ und „Findet Nemo“) und sein Team schicken die beliebten Spielzeug-Helden in ihr bislang größtes  Abenteuer: in einen Kindergarten! In diesem Chaos aus klebrigen kleinen Händen, die es auf die „neuen“ Spielzeuge abgesehen haben, ist ihre größte Herausforderung erstmal zusammenzubleiben und sich – weder ganz noch in Teilen – zu verlieren: Kein Spielzeug darf zurückbleiben! Und plötzlich stehen sie auch noch den einheimischen Spielzeugen im Sunnyside Kindergarten gegenüber: einer wild gemischten Toy-Truppe um Anführer Lotso, ein Plüschbär, der nach Erdbeer riecht. Sind diese Spielzeuge wirklich alle so herzlich, aufgeschlossen und nett, wie es auf den ersten Blick scheint? Und apropos erster Blick: Für Barbie und Ken scheint es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick zu sein, als sie das erste Mal aufeinander treffen…
Genau 11 Jahre nach ihrem letzten erfolgreichen Abenteuer spielen die liebenswerten und smarten Helden aus Toy Story ganz groß auf: in ihrem dritten Leinwandauftritt, in Disney/Pixars 11. Animationsfilm und in Disney Digital 3D.! Die Erfolgsschmiede von Filmen wie „Findet Nemo“, „Ratatouille“, „Wall-E“ oder „Oben“ präsentiert mit Toy Story 3 ein von Pixar-Veteranin Darla Anderson („Cars“, „Die Monster AG“) produziertes witziges, turbulentes und warmherziges Abenteuer, für das Michael Arndt, Drehbuch-Oscar für “Little Miss Sunshine”, die Vorlage schrieb.
Ich bin gespannt und freu mich. Derweil schauen wir mal Toy Story [Blu-ray]

„Kampf der Titanen“ kommt wieder

19. November 2009

Einer der ganz Großen in der VFX-Szene ist Ray Harryhausen. Er gilt als Großmeister der StopMotion-Technik. Hier werden Motive animiert, indem sie für jedes einzelne Bild des Filmes immer nur geringfügig verändert werden. So entsteht beim Abspielen der Eindruck von mehr oder weniger flüssigen Bewegungen. Harryhausen erhob diese Technik zur Perfektion. Größen wie Pixar verneigen sich noch heute vor Harryhausens Schaffen, wie wenn in beispielsweise in „Monster AG“ ins Cafe Harryhausen geladen wird.

Der letzte Film des Meisters war 1981 „Kampf der Titanen“. Er erzählt die Geschichte der griechischen Mythologie. Bei Kosten von 15 Mio. US-Dollar spielte der Film allein in den USA 41.092.328 US-Dollar wieder ein und belegte Platz 13 der US-Kinocharts 1981.

Derzeit wird „Kampf der Titanen“ neu verfilmt. Bei YouTube fand ich den neuen Trailer. Der Film soll 2010 in die Kinos kommen und kostet rund 70 Millionen US-Dollar. Die Bilder zeigen: StopMotion ist vobei, der Film ist CGI pur.

Obwohl eine klassische griechische Tragödie vorliegt, werden es die Drehbuchautoren wieder mal schaffen, eine Geschichte zu verhunzen. Davor hab ich echt Angst, das die Geschichte um Medusa, Perseus, Poseidon, Zeus und Athene den Bach runter geht. Hoffentlich sagt es einer demn Kollegen Lawrence Kasdan in Hollywood: Es geht nicht nur um fliegende Pferde, 2köpfige Hunde, und ein gigantisches Seeungeheuer und die eindrucksvolle Medusa.

Es ist zu hören, dass eine ähnliche Greenscreen-Technik wie bei „300“ verwendet werden soll, aber mehr Fotorealismus beinhaltet, so Regisseur Louis Teterrier. Was das genau bedeutet, werden wir sehen. Ich fand die Stimmung bei „300“ hervorragend, während ich die Bauten von „Troja“ oder „Alexander“ eher als moderne Variante des Sandalenfilms ansehe.