Posts Tagged ‘Die Unglaublichen’

Buchtipp: The Art of Monsters, Inc. und was kommt jetzt?

15. März 2013

monster

Der Pixarfilm Monster AG war für mich eine Revolution. Ich hatte so etwas als Animationsfilm noch nicht gesehen – vor allem die Haare hatten es mir angetan. Die Art, wie die Haare, das Fell glänzen war eine technische Meisterleistung. Ich war einmal zu Besuch bei Apple in Cupertino. Da standen die Figuren mit ihrem wunderbaren Fell im Foyer und jeder Besucher strich den Monster durchs Fell. Haare waren in diesem Film eine Spitzenleistung, sie wurden später bei den Unglaublichen und bei Merina weiter optimiert. Das Monster Sullivan zum Beispiel hat über 2,3 Millionen Haare, die bewegt werden müssen – was für eine Rechenpower.

Die Story hatte zudem Charme und war ungewöhnlich. Schreie als Energielieferant für die Stadt Monstropolis. Und der Film hatte wunderbare Charaktere. Wie sich diese Charaktere bei der Monster-Geschichte entwickelt haben, zeigt das Buch The Art of Monster, Inc..

Achtung, dieses Jahr kommt Monster AG wieder in die Kinos, allerdings als Stereo 3D-Fassung. Das Buch verliert kein Wort über CGI oder 3D, geschweige denn Stereo 3D. Es sind Zeichnungen, aber was für welche? Wunderbare Skizzen, Farbexperimente und Charakterstudien – ich konnte stundenlang in dem Buch blättern. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Blu ray anzusehen und gleichzeitig die entsprechenden Zeichnungen im Buch herausgesucht – hier zeigt sich, welche große Kreativität Pixar hier an den Tag legt.

Ich kann das Buch The Art of Monster, Inc jedem Kreativen empfehlen, der sich für Film und Animation interessiert. Und es steckt voller liebenswerter Details. Ich fand die Filmszene im Szene-Restaurant Harryhausen’s besonders wunderbar. Es erinnert an den großen Ray Harryhausen, den Meister des Stop Motion. Das Buch zeigt die verschiedenen Entwürfe der Sushi-Bar. Ob solche Gags bei der Fortsetzung auch enthalten sind?

Übrigens, die Fortsetzung Monster Uni wird im Sommer 2013 in die Kinos kommen. Der liebenswerte, blauflauschige James P. „Sulley“ Sullivan und der giftgrünen Einäuger auf zwei Beinen Mike Glotzkowski treten wieder auf und wir erfahren, wie alles anfing! In ihrem neuesten Abenteuer erobern Sulley und Mike als Studenten Die Monster Uni, ab 20. Juni 2013 in den deutschen Kinos.
Und was geht es? Aller Anfang ist schwer… Und das gilt auch für Monster wie Sulley und Mike. Denn als sich die beiden an der Monster Universität kennenlernen, können sie sich auf den Tod nicht ausstehen. Kein Wunder, schließlich haben beide dasselbe Ziel: Sie wollen die größten Erschrecker von ganz Monstropolis werden. Die Monster Uni zeigt wie sich die beiden unterschiedlichen Monster doch noch zusammenraufen und nicht nur das Dreamteam unter den Erschreckern, sondern auch die besten Freunde werden.
Regisseur Dan Scanlon („Tracy“), der u.a. als Storyboard Artist bei Disney/Pixars Kinohit Cars (2006) seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte, holt zwei der beliebtesten und verrücktesten Charaktere aus dem Pixar-Universum auf die Kinoleinwand zurück – begleitet von einigen alten Bekannten und vielen neuen, frischen Monstergesichtern!

Bis es soweit ist, schau ich mir die Zeichnungen zum Erstlingswerk Monster AG an.

Merida – Legende der Highlands als Film und Konzeptbuch

14. November 2012

Obwohl Brave oder wie er seltsamerweise in Deutsch heißt Merida – Legende der Highlands nicht der absolute Blockbuster von Pixar war, mag ich ihn trotzdem, wie ich hier geschrieben habe. In wenigen Tagen am 5. Dezember wird der Film auf DVD/Blu ray veröffentlicht und ich werde mir gleich meine Kopie für die Weihnachtsferien sichern. Als Schottlandfan muss ich natürlich Brave haben.

Die bewährte Marketingmaschinerie von Disney läuft bereits auf Hochtouren. Pünktlich zu Weihnachten holt der gelockte Rotschopf uns die Schönheit und Mythen der schottischen Highlands auf den heimischen Bildschirm.

Kurz zur Handlung: Inmitten der rauen Wildnis der schottischen Highlands träumt die talentierte Bogenschützin Merida davon, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch im Hause des schottischen Königs hat nur eine das Sagen – Meridas Mutter, Königin Elinor. Und die hat eine ganz klare Vorstellung davon, wie die Zukunft ihrer Tochter aussehen soll: Das aufmüpfige Mädchen mit den wilden roten Locken soll möglichst bald unter die Haube, vermählt werden mit einem der Clan-Söhne aus dem Königreich. Also lädt Elinor den klobigen Lord MacGuffin, den mürrischen Lord Macintosh und den streitsüchtigen Lord Dingwall und ihre Söhne zu Highland Games ein. Der Sieger des Bogenschießwettkampfes soll Merida zur Frau bekommen, doch sie verlangt als Erstgeborene des Königs selbst teilnehmen zu dürfen und beleidigt durch ihren Sieg die anderen Clans. Die Lords schäumen vor Wut. Als Merida nach einem Riesenkrach mit der Mutter voller Zorn auf ihrem Pferd in den Wald flüchtet, nehmen die Dinge ihren unheilvollen Lauf. Ein magischer Fluch fordert all ihre Kräfte und ihren Mut, wenn sie ihre Familie und ihr Königreich retten will … Dann kommt noch ein fetter Schuss des misslungenen Disney-Films Bärenbrüder hinzu, aber mehr will ich nicht verraten.

Alle Rothaarigen sind eingeladen, sich den Film anzusehen.

Alle Rothaarigen sind eingeladen, sich den Film anzusehen.

Bereits drei Tage vor Veröffentlichung rührt Disney nochmals die Werbetrommel. The Walt Disney Company und Maria Okon, die deutsche Repräsentantin des Redheaddays in den Niederlanden, laden alle Rothaarigen ein, am 2. Dezember in Berlin zur exklusiven Filmvorführung ein. Das Kino ist das CineStar Berlin – CUBIX am Alexanderplatz Rathausstraße 1 10178 Berlin. Achtung: Der Einlass erfolgt ausschließlich über Gästeliste. Wer sich spätestens bis zum 23. November 2012 bei rothaarige.berlin@gmail.com meldet und rote Haare hat, ist mit dabei.

Naja, ich bin blond und zudem in Bayern, also muss ich wohl auf mein Abendteuer von Mark Andrews (Story Supervisor „Die Unglaublichen – The Incredibles“ und „Ratatouille“) und Brenda Chapman („Der Prinz von Ägypten“) warten. Vielleicht melde ich mich trotzdem an und setze eine rote Perücke auf. Ich hoffe, die Crew von Disney schmeißt mich nicht raus Aber vielleicht warte ich doch auf die Bu ray. Ich freue mich besonders auf die Special Features. Neben den Kurzfilmen La Luna und Die Legende von Mor’du gibt es insbesondere auf den Blu-ray-Editionen zahlreiche Extras.

Bis es soweit ist, widme ich mich ausgiebig dem Buch The Art of Brave. Wer diesen Blog kennt, weiß, dass ich diese Art of-Bücher liebe. Als Freund von CGI und 3D-Animation sind mir Zeichungen und Skizzen wichtig. Hier zeigt sich, ob die Figuren durchdacht sind. Und das sind sie im Falle von Pixar in der Regel immer. Vor allem die Konzeptzeichungen der schottischen Natur haben es mir als Schottland-Fan angetan. Mit welcher Detailliebe und -versessenheit die Künstler bei ihrer Arbeit vorangehen, ist phänomenal. Anhand von zahlreichen Locationfotos entsteht auf Papier ein fanatsievolles Schottland von Merida. Die stimmungsvollen Highlands mit ihren Schlössern versetzen mich in eine andere Welt. Und dann ist natürlich das Energiebündel Merida mit ihrem feuerrotem Haar und durchdringenden, wachen Augen. Die Personen sind schön skurill und haben Charakter. Und das ist die Stärke von Pixar: Figuren mit Charakter. Jeder Pixarfilm konnte davon profitieren, auch Merida. Beim Schmökern des Buches The Art of Brave bekomme ich wieder Lust auf den Film. Klare Kaufempfehlung für Film und Buch.

Neuer Pixar-Film 2012: Merida – Legende der Highlands (Brave)

6. Januar 2012
Merida – Legende der Highlands mit rotem Haare.

Merida – Legende der Highlands mit rotem Haare.

Der Kinosommer wird ein doppeltes Highlight für mich: Zum einen kommt ein neuer Pixar-Film – zum anderen spielt der Film in Schottland, meinen absoluten Lieblingsland. Also die Voraussetzung für perfekte Unterhaltung möchte ich meinen.

Auch Pixar geht mit der Zeit: Die Hauptrolle spielt eine Frau, nämlich besagte Merida. Vor der Kulisse der schottischen Highlands entführt das 13. Animationshighlight der Pixar Animation Studios in eine urtümliche und geheimnisvolle Welt, in der seit Menschengedenken die alten Geschichten von epischen Schlachten und mystischen Legenden von Generation zu Generation weitergegeben werden. Merida – Legende der Highlands reiht sich ein in den Reichtum dieser Sagenwelt mit einer mutigen jungen Heldin, die den Traditionen, ihrem Schicksal und der schrecklichsten aller Bestien die Stirn bietet. Im Original heißt der Streifen übrigens Brave.

Schauen wir uns einmal die Story genauer an: Inmitten der rauen Wildnis der schottischen Highlands träumt die talentierte Bogenschützin Merida davon, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch im Hause des schottischen Königs hat nur eine das Sagen – Meridas Mutter, Königin Elinor. Ob das eine Anspielung auf die Männerwirtschaft im Hause Pixar/Apple sein soll?

Hier hat der Mann das Sagen!

Hier hat der Mann das Sagen!

Und die stolzen Schotten haben eine ganz klare Vorstellung davon, wie die Zukunft ihrer Tochter aussehen soll: Das aufmüpfige Mädchen mit den wilden roten Locken soll möglichst bald unter die Haube, vermählt werden mit einem der Clan-Söhne aus der Umgebung. Also lädt Elinor den klobigen Lord MacGuffin, den mürrischen Lord Macintosh (nein, das soll kein Hinweis auf Apple sein und Steve Jobs sein) und den streitsüchtigen Lord Dingwall und ihre Söhne zu Ritterspielen ein, bei denen der Nachwuchs um die Hand von Merida kämpfen soll. Oh, Oh ich wittere schon wieder einen Fehler. Liebe US-Freunde von Pixar. In Schottland gibt es keine Lords, sondern Lairds. Sie sind die Herrscher über die Highlands gewesen und nicht mit dem englischen Lords vergleichbar. Ich hoffe, dass es nur ein simpler Übersetzungsfehler in der deutschen Fassung ist, sondern wäre es ein böser Fehler.

Schottische Lords oder Lairds aus den Highlands?

Schottische Lords oder Lairds aus den Highlands?

Und es kommt in der Geschichte, wie es kommen muss: Heimlich nimmt auch Merida – als Ritter verkleidet – an den Spielen teil und stellt die aussichtsreichen Kandidaten mehr als bloß. Die Lords schäumen vor Wut. Als Merida nach einem Riesenkrach mit der Mutter voller Zorn mit ihrem Pferd in den Wald flüchtet, nehmen die Dinge ihren unheilvollen Lauf. Ein magischer Fluch fordert all ihre Kräfte und ihren Mut, wenn sie ihre Familie und ihr Königreich retten will… Und wie das Plakat zeigt, werden wohl blaue Steine eine gewisse Rolle spielen.

Mit den blauen Steinen geht der Ärger richtig los.

Mit den blauen Steinen geht der Ärger richtig los.

Mit Merida – Legende der Highlands inszenierten Mark Andrews (Story Supervisor „Die Unglaublichen – The Incredibles“ und „Ratatouille“) und Brenda Chapman („Der Prinz von Ägypten“). Übrigens, es gab Krach bei der Produktion: Regisseur Mark Andrews ersetzte die frühere Regisseurin und Autorin des Films Brenda Chapman. Merida – Legende der Highlands markiert das erste Märchen der Pixar Animation Studios und erobert ab 02. August 2012 die deutschen Kinoleinwände – auch in Disney Digital 3D und in ausgewählten Kinos in IMAX 3D.

Nachdem Cars 2 nur im produktionstechnischen Bereich wie Raytracing und weniger in Sachen Story Maßstäbe gesetzt hat, will ich bitte wieder einen Top-Pixar-Film sehen. Die Story scheint etwas düster zu sein und die Figur der Merida ist gut herausgearbeitet. Ich denke, es wird kein reiner Kinderfilm werden, sondern etwas mit Tiefgang und ich bin auf die Moral gespannt. Und ich hoffe inständig, dass der Film über den Pixar-typischen Humor verfügt, den wir zuletzt in Wall E oder Oben genossen haben. Und ich bin gespannt, wie in dem Pixar-Film die wichtige Zahl A 113 auftaucht. Technisch wird er das Thema Haare weiterbringen, nachdem Pixar bei Monster AG und den Unglaublichen viel geleistet hat.

A113 – Humor in Pixar-Filmen

4. August 2011

Es ist allseits bekannt: ich liebe die Pixar-Filme und bei jedem Film gibt es Neues zu entdecken. Seit nunmehr 25 Jahren haben die Kreativen von Pixar die Filmwelt verändert. Obwohl im Pixar-Universum viele unterschiedliche Leute arbeiten, gibt es immer wieder Konstanten. So taucht die Kombination A113 in jedem der bislang 11 Pixarfilme auf:

In Toy Story (1996) trägt das Nummernschild des Minivans von Andys Mutter diese Nummer.

 

In Das große Krabbeln (1998) beschreibt A113 den Code auf einer Frühstücksflocken-Packung. In Toy Story 2 (2000) steht erneut A113 auf dem amtlichen Kennzeichen des Mini-Vans von Andys Mutter. Außerdem erfolgt im Flughafen ein Aufruf für „LassetAir Flug A113“, eine zusätzliche Anspielung auf den Regisseur John Lasseter. In Die Monster AG (2001) ist A113 auf einem Schild im Hintergrund zu lesen, als Sulley Needleman und Smitty beim Beladen einer Abfallpresse beobachtet. In Findet Nemo (2003) beschreibt A113 die Modellbezeichnung der Unterwasserkamera, mit der der Zahnarzt ein Foto von Nemo macht, bevor er ihn einfängt.

In Die Unglaublichen (2004) lautet die Nummer von Syndroms Konferenzraum, in dem Bob mit Mirage verabredet ist, A113. Außerdem wird Mr. Incredible in einem Gefängnis in Ebene A1 festgehalten. Seine Zelle besitzt die Nummer 13: A1+13. In Cars (2006) taucht die Zahl gleich zwei Mal auf: Einmal als Kennzeichen an Hook, zum anderen auf einer Lokomotive. In Ratatouille (2007) hat ein Familienmitglied von Remy ein Schildchen mit der Bezeichnung am Ohr baumeln.

In Wall•E – der Letzte räumt die Erde auf (2008) beschreibt A113 die Anweisung zur Meuterei durch Autopilot Otto.

In Oben (2009) bezeichnet A113 den Gerichtssaal, in dem Carls Fall verhandelt wird. Obwohl einige Jahre vergangen sind, hat Andys Mutter ihr altes Nummernschild mit der A113 auch in Toy Story 3 (2010) noch. Auch in CARS 2, der derzeit in die Kinos läuft, taucht die A113 natürlich wieder auf. Doch was hat es mit der A113 auf sich? In Raum A113 befand sich das frühere Klassenzimmer von John Lasseter, Brad Bird, Pete Docter und Andrew Stanton am CalArts, dem California Institute of the Arts, wo die vier studiert haben. Die Bezeichnung kommt in jedem Pixar Film vor. Das ist Humor, wie ich ihn mag.

Buchkritik The Art of Toy Story 3 von Charles Solomon

12. Mai 2011

Ich mag keine Fortsetzungsgeschichten – eigentlich. Wenn ich mir auf Blu ray den jüngsten Pixar-Streich Toy Story 3 [Blu-ray] ansehe, setze ich mal meine Bedenken aus. Der Film war schön, hatte wunderbare Animationen und eine hervorragende Story. Um über die Hintergründe des Films mehr zu erfahren, habe ich mir ein Buch aus der Reihe „The Art of …“ zugelegt. Art of Toy Story 3 ist um 16 Seiten dicker als die bisherigen Bände dieser Reihe.

Während andere Bücher sich fast nur in Zeichnungen und Sketches ergehen, bekommt der Leser hier Hintergrundinfos über den Plot. Wir erfahren, wie die Pixar-Kreativen mit der Story gerungen haben, wie sich die Figuren entwickelt haben. Wir sehen den Prozess der Charaktere und wie Emotionen durch Zeichnungen ausgedrückt werden. Und das ist die Genialität von Pixar. Die Verbindung von Story und Technik. Meines Erachtens gab es keinen technischen Durchbruch bei Toy Story 3: Während bei früheren Filmen der technische Erfolg auf die Darstellung von Haaren (Die Unglaublichen [Blu-ray]), von Raytracing (Cars [Blu-ray]) oder von Wasser (Findet Nemo) lag, wurde in Toy Story 3 die vorhandene Technik zwar optimiert, aber im Vordergrund stand die Weiterentwicklung der Story. Was passiert, wenn der Spielzeuginhaber auf eine weiterführende Schule geht und sein Spielzeug hinter sich lässt? Genial diese Idee und wunderbar die Umsetzung als Film. Im Buch sehen wir Bilder aus den Schuljahrbüchern von Pixar-Oberguru John Lasseter. Wie hat sich der kleine John im Laufe der Jahre verändert und wie verändert sich die Hauptperson Andy in Toy Story 3. Schöne Parallelen und eine schöne Darstellung, woher Pixar seine Kreativität schöpft. Die einzelnen Locations werden ebenso detailreich dargestellt, wie die Veränderung der Beleuchtung über den Tag hinweg – das ist großes Kino. Die Beleuchtung und damit die Farben verändern sich und schaffen Atmosphäre.

Genial für mich war der Western-Vorspann von Toy Story 3, ganz im Stile des Cliffhanger-Erzählstils von Indiana Jones oder James Bond. Die Situation für die handelnden Personen wird immer auswegloser und dennoch gibt es eine Lösung, bis es zum Ebenenbruch kommt. In anderen Filmen erwachen die Personen aus deinem Traum, hier ist es das Ende des Spiels – vielleicht auch eine Art Traum. Großartig Pixar und großartig in diesem Buch illustriert!

Besonderes Augenmerk in dem Buch wird auf die Persönlichkeit des erdbeerfarbenen Teddys Lotso gelegt. Hier wird mit Emotionen gespielt: Die nette Figur des netten Onkels verwandelt sich in einen verbissenen rachesüchtigen Tyrannen. Nach außen bleibt er der freundliche Bär, doch der wahre fiese Charakter bricht hervor. Diese Entwicklung zeigt das Buch wunderbar.

Dennoch ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Leider wird der Terror des Affens optisch nicht erläutert. Hier hätte ich mir gerne noch zwei, drei Seiten gewünscht, denn der Affenwärter ist ein Schock für die (kleinen) Zuschauer.

Es ist eine Anregung und ein Lehrbuch für jeden Animator zugleich. Dieses Buch zeigt wieder einmal, dass es sinnlos ist, sich sofort auf sein Maya oder Max oder C4D oder oder zu stürzen, sondern dass die Entwicklung der Story und der Personen fundamental ist. Obwohl Pixar eine digitale Company ist, steht das Ringen um die Geschichte im Vordergrund. Das macht die Stärke von Toy Story 3 und den anderen Pixar-Filmen aus.

Cars 2 startet am 28. Juli 2011

29. Dezember 2010
Cars 2 kommt am 28. Juli 2011 in die deutschen Kinos.

Cars 2 kommt am 28. Juli 2011 in die deutschen Kinos.

In den Zimmern meiner Kinder gibt es viele Helden, aber einer wird richtig geliebt: Lightning McQueen
Sie erinnern sich? Das ist der Held des Pixar-Hits Cars. Meine Kinder lieben ihn, weil er ein toller Held ist. Ich liebe ihn, weil er von meiner Lieblingsanimationsfirma Pixar kommt. Daher ist es ok, wenn es bei uns zu Hause Cars Geschirr, Bettwäsche, Rennautos, Filme, Malbücher, Zahnbürsten, Puzzles und und und von Cars gibt.
Muss ich mir Sorgen machen? In jüngster Zeit findet die Jugend keinen rechten Gefallen mehr an Lightning McQueen. Er ist zum Alltag geworden, der Zauber ist ein wenig verfolgen. Schließlich kam Cars 2006 auf die Leinwand. Es wird also Zeit für einen Schuss neue Magie. Und die bringt uns Pixar mit Cars 2. Der deutsche Start ist der 28. Juli 2011.
Regie führt wieder Pixar-Frontman John Lasseter und ich bin gespannt. Wenn ich die Handlung betrachte, wird es eine Mischung aus Cars 1 und der Bond-Parodie „Die Unglaublichen.“
Hier schon mal die Inhaltsangabe, wie sie von Disney verbreitet wird: Lightning McQueen ist das schnellste Rennauto der Welt! Das glaubt er zumindest. Und um das zu beweisen, begibt er sich mit seinem besten Freund, dem etwas in die Jahre gekommenen Abschleppwagen Hook, auf eine  Reise rund um den Globus und bis nach Europa! Denn Lightning McQueen tritt in CARS 2 im allerersten World Grand Prix gegen die Rennelite der ganzen Welt an. Aber der Weg zum Champion ist lang. Und nicht nur Lightning muss in diesem Wettkampf  alles geben, auch der liebenswerte Hook erlebt das Abenteuer seines Lebens, als er unwissentlich geradewegs mitten in eine Spionage-Affäre hineingerät. Hin und her gerissen, seinem Freund bei dessen wichtigstem Rennen zur Seite zu stehen und gleichzeitig seine eigene, actiongeladene Geheimagenten-Mission zu erfüllen, begibt sich Hook vor den Augen der Welt und mit seinen Freunden im Schlepptau, auf eine explosive Verfolgungsjagd durch Japan und Europa. Soviel der etwas redigierte PR-Text.
CARS 2 entstand unter der Koregie von Brad Lewis („Ratatouille“), als Produzentin fungierte Visual Effects Veteranin Denise Ream (“Oben”). CARS 2 startet am 28. Juli 2011 auf den deutschen Leinwänden in ausgewählten Kinos auch in Disney Digital 3D und IMAX 3D.
Ich bin sehr gespannt auf den Film und freue mich, ein neues Werk von Pixar zu erleben. Mal sehen, was die Steve Jobs-Company an technischen Effekten zu bieten hat: Cars 1 brachte das Rennfeeling perfekt animiert auf die Leinwand. Als Fan freu ich mich, wohin die Reise dieses Mal geht. Und die ganze Familie freut sich über die neuen Fan-Artikel aus dem Hause Disney.