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Bei der Macht der Erinnerung: He-Man kehrt auf die große Leinwand zurück

5. Juni 2026

Der neue „Masters of the Universe“-Film ist vor allem dann am stärksten, wenn man ihn nicht als nüchterne Neuinterpretation eines alten Stoffes betrachtet, sondern als liebevolle Rückkehr in ein Kinderzimmer-Universum, das für viele Fans nie ganz verschwunden ist. Regisseur Travis Knight bringt He-Man, Skeletor, Teela, Man-At-Arms und die Welt von Eternia wieder als großes, buntes Kinoereignis auf die Leinwand. Ich habe den Film in meinem Lieblingskino Scala in Fürstenfeldbruck mit der Familie gesehen. Mein Sohn und ich waren begeistert, meine Frau schüttelte den Kopf.

In Deutschland ist der Film am 4. Juni 2026 gestartet, in den USA folgt der Kinostart am 5. Juni 2026; in den Hauptrollen sind unter anderem Nicholas Galitzine als Prince Adam/He-Man, Jared Leto als Skeletor, Camila Mendes als Teela, Idris Elba als Man-At-Arms und Alison Brie als Evil-Lyn zu sehen. 

Die große Stärke des Films liegt in seiner Haltung: Er weiß sehr genau, dass „Masters of the Universe“ nie nur klassische Fantasy war. Dieses Franchise war immer ein wilder Mix aus Rittermythos, Science-Fiction, Muskelhelden, Magie, Monstern, Laserwaffen, Totenkopf-Ikonografie und Spielzeugregal-Fantasie. Genau darin liegt der Reiz. Wer als Kind die Zeichentrickserie gesehen, die Comics gelesen oder vor allem die Actionfiguren gesammelt hat, erinnert sich nicht nur an Geschichten, sondern an ein ganzes Gefühl: an Castle Grayskull im Kinderzimmer, an Battle Cat, an Skeletors höhnisches Grinsen, an Figuren mit übergroßen Waffen und an die Vorstellung, dass ein einziger Satz — „Bei der Macht von Grayskull!“ — aus einem jungen Prinzen den mächtigsten Mann des Universums machen kann. Der neue Film nimmt diese Nostalgie ernst, ohne sie museal einzufrieren. Er spielt mit ihr, er überhöht sie, und er erlaubt sich zugleich, die Absurdität dieses Kosmos mit Humor anzunehmen.
Und es gibt natürlich einen erwarteten Camo-Auftritt. Im Fitnessstudio wird Adam (Nicholas Galitzine) von einem Mann ermahnt, weil er ihm im Weg – oder besser gesagt: an seinem Platz – stehe. Anschließend gibt ihm der durchtrainierte Unbekannte noch einen guten Rat mit auf den Weg. Und eben dieser Mann wird gespielt von Dolph Lundgren, dem He-Man-Darsteller aus der ersten Realverfilmung von „Masters of the Universe“ aus dem Jahr 1987. Das Kino-Publikum lachte.

Gerade im Vergleich zur ersten Realverfilmung von 1987 wird deutlich, wie sehr sich die Möglichkeiten des Fantasy-Kinos verändert haben. Der alte Film mit Dolph Lundgren als He-Man und Frank Langella als Skeletor hatte unbestreitbar seinen eigenen Charme, litt aber sichtbar unter den Begrenzungen seiner Zeit. Statt Eternia wirklich groß auszubreiten, verlagerte die Handlung große Teile auf die Erde; vieles wirkte aus heutiger Sicht eher wie ein improvisierter Mix aus Endzeitkulisse, 80er-Jahre-Science-Fiction und B-Movie-Fantasy. Trotzdem hat gerade diese Version bei Fans Kultstatus erreicht. Langellas Skeletor war theatralisch, bedrohlich und erstaunlich präsent, Lundgren brachte die körperliche Ikone mit, und die Atmosphäre hatte trotz aller Schwächen etwas Eigenwilliges. Der Film von 1987 war vielleicht keine perfekte Umsetzung der Vorlage, aber er war für viele Kinder der erste Moment, in dem die Plastikfiguren aus dem Regal plötzlich „wirklich“ wurden.

Der neue Film hat es deshalb leichter und schwerer zugleich. Leichter, weil moderne Technik endlich erlaubt, Eternia so opulent, farbenprächtig und überlebensgroß darzustellen, wie es die Fantasie der Fans schon immer getan hat. Schwerer, weil die Erwartungen inzwischen viel höher sind. Wer mit den Figuren aufgewachsen ist, bringt nicht nur Nostalgie mit ins Kino, sondern auch Besitzansprüche: He-Man muss heroisch sein, aber nicht lächerlich; Skeletor muss böse sein, aber nicht eindimensional; Teela darf nicht bloß Begleitfigur sein; und Castle Grayskull muss sich nach Mythos anfühlen, nicht nach beliebiger Fantasy-Kulisse. Der neue Film scheint diese Fan-Erwartung bewusst zu kennen. Er will nicht bloß ein altes Produkt verwerten, sondern eine emotionale Brücke schlagen zwischen den Kindern von damals und einem heutigen Publikum, das Superhelden, Fantasy-Franchises und ironische Popkultur längst gewohnt ist.
Es sind die kleinen Lacher, die den Film sympathisch machen: Der erste unfreiwillige Comedy-Moment geht an Skeletor. Der selbsternannte Schrecken von Eternia hält eine hochdramatische Rede über seine finsteren Pläne und setzt zum krönenden Abschluss das obligatorische manische Bösewicht-Lachen obendrauf – vermutlich direkt aus dem Standardwerk „Schurke werden leicht gemacht“. Je länger er lacht, desto mehr sehen seine Handlanger allerdings aus, als würden sie innerlich kündigen und sich fragen, ob es noch zu spät ist, zu He-Man überzulaufen. Als auf das große Finale seiner Showeinlage niemand reagiert, ist He-Mans Knochengesicht-Erzrivale hörbar beleidigt und versucht umständlich zu erklären, welche überwältigende Wirkung sein Auftritt doch eigentlich haben sollte – was die Szene endgültig zur Slapstick-Nummer macht.

Nicholas Galitzine ist dabei eine interessante Wahl für He-Man, weil er nicht einfach nur als muskelbepackte Lundgren-Kopie angelegt ist. Natürlich gehört die körperliche Verwandlung zur Rolle — Galitzine berichtete selbst von einem extremen Training und einer massiven Gewichtszunahme für die Figur.  Aber entscheidender ist, dass diese Version von Prince Adam stärker als Figur mit einem Weg erzählt wird. He-Man ist nicht nur das fertige Symbol von Stärke, sondern jemand, der erst in seine Bestimmung hineinfinden muss. Das passt zu einer modernen Lesart, ohne den Kern der alten Figur zu verraten. Denn auch in der Zeichentrickserie war He-Man letztlich nie nur Muskelkraft. Die Figur stand für Verantwortung, Mut, Schutz der Schwächeren und eine sehr klare, fast kindlich reine Vorstellung von Gut und Böse.

Gerade diese Klarheit ist heute fast schon wieder erfrischend. Viele moderne Blockbuster versuchen, ihre Helden möglichst gebrochen, zynisch oder moralisch ambivalent zu machen. „Masters of the Universe“ darf dagegen wieder an das große, einfache Abenteuer glauben. Das ist nicht naiv, sondern konsequent. He-Man war nie als düsterer Antiheld gedacht. Er ist eine Projektionsfläche für Stärke ohne Grausamkeit, Macht ohne Missbrauch und Heldentum ohne Ironiepanzer. Wenn der neue Film diese Haltung mit einem Augenzwinkern versieht, funktioniert er am besten: Er lacht nicht über die Vorlage, sondern mit ihr.

Besonders spannend ist auch der Umgang mit Skeletor. Die Figur ist seit jeher eine der großen Popkultur-Schurkenmasken der 80er-Jahre: halb Dämon, halb Zauberer, halb Comic-Bösewicht — und natürlich mathematisch unmöglich, weil er aus zu vielen Hälften besteht. Genau das macht ihn so reizvoll. Jared Leto tritt hier in große Fußstapfen, denn Frank Langellas Skeletor aus dem 1987er-Film ist für viele Fans bis heute der heimliche Höhepunkt dieser alten Realverfilmung. Der neue Skeletor muss also nicht nur bedrohlich wirken, sondern auch diese herrlich überlebensgroße Theatralik bedienen, die zu „Masters of the Universe“ gehört. Wenn der Film Skeletor als selbstbewussten, leicht überdrehten, aber ernstzunehmenden Gegenspieler inszeniert, trifft er einen wichtigen Nerv: Dieser Schurke darf nicht realistisch sein. Er muss aussehen und klingen, als käme er direkt aus einem Albtraum, einem Comicpanel und einer Spielzeugverpackung zugleich.

Die Nostalgie der Fans ist dabei mehr als bloße Erinnerung. Viele, die heute ins Kino gehen, haben damals nicht nur eine Serie geschaut. Sie haben eine Welt gesammelt. Jede Figur hatte eine eigene Form, eine Funktion, ein Gimmick, einen Geruch von Kunststoff, eine Mini-Biografie auf der Verpackung. Die Comics, die oft den Figuren beilagen, öffneten kleine Fenster in einen größeren Mythos. Die Zeichentrickserie machte daraus ein ritualisiertes Nachmittagsabenteuer. Für eine ganze Generation war „Masters of the Universe“ weniger eine lineare Geschichte als ein Baukasten der Fantasie. Man konnte die Abenteuer selbst weitererzählen, Figuren gegeneinander antreten lassen, Allianzen erfinden und Eternia auf dem Teppichboden neu erschaffen. Ein neuer Film muss deshalb nicht nur eine Handlung erzählen, sondern dieses alte Gefühl von Möglichkeit zurückbringen.

Genau hier liegt der wohlwollendste Blick auf den aktuellen Film: Er ist dann gelungen, wenn er die Fans nicht nur an früher erinnert, sondern ihnen erlaubt, für zwei Stunden wieder zu fühlen, warum sie dieses Universum überhaupt geliebt haben. Nicht alles an „Masters of the Universe“ muss elegant, subtil oder psychologisch ausgefeilt sein. Manches darf groß, bunt, albern und pathetisch sein. Der Satz „Bei der Macht von Grayskull“ funktioniert nicht, wenn man sich für ihn schämt. Er funktioniert nur, wenn der Film den Mut hat, ihn mit voller Brust auszusprechen.

Natürlich kann man einem solchen Film leicht vorwerfen, dass er letztlich auch ein Stück Markenpflege ist. He-Man war immer eng mit Spielzeug, Vermarktung und Popkulturindustrie verbunden. Aber gerade bei diesem Franchise wäre es fast unehrlich, so zu tun, als ließe sich Kunst und Kommerz sauber trennen. Die Figuren waren Spielzeuge, bevor sie für viele zu Helden wurden. Die Serie war Werbung, aber sie war eben auch Mythologie im Kinderzimmerformat. Der neue Film bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Er verkauft Nostalgie, ja — aber im besten Fall schenkt er ihr auch etwas zurück: Größe, Bildgewalt, Musik, Tempo und eine neue Bühne.

Im Vergleich zur Realverfilmung von 1987 wirkt der neue „Masters of the Universe“ deshalb wie eine späte Wiedergutmachung und zugleich wie ein respektvoller Nachfolger. Der alte Film bleibt ein kurioses Kultstück seiner Zeit, mit Ecken, Schwächen und einer ganz eigenen Faszination. Der neue Film darf nun endlich stärker das liefern, was sich viele Fans damals schon gewünscht hatten: mehr Eternia, mehr Mythos, mehr Figuren, mehr visuelle Opulenz und ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass He-Man nicht nur eine Muskelpose ist, sondern ein Symbol. Kein kompliziertes Symbol, aber ein wirksames.

So betrachtet ist „Masters of the Universe“ vor allem ein Film für Menschen, die sich noch daran erinnern, wie es war, eine Actionfigur in die Hand zu nehmen und sofort eine ganze Welt vor Augen zu haben. Er spricht die Kinder von damals an, ohne die Erwachsenen von heute völlig auszublenden. Er lebt von Nostalgie, aber er muss sich nicht allein auf sie verlassen. Wenn man bereit ist, sich auf Pathos, Farbe, Fantasy und ein bisschen 80er-Jahre-Wahnsinn einzulassen, dann ist dieser neue He-Man-Film ein sympathisches, liebevoll gemachtes Abenteuerkino — nicht unbedingt, weil es das Rad neu erfindet, sondern weil es versteht, warum dieses Rad für so viele Fans überhaupt einmal geglänzt hat.
Ein Wort noch zum empfehlenswerten Score. Der Score des neuen „Masters of the Universe“ tritt sehr präsent in den Vordergrund und hilft entscheidend dabei, den Ton des Films zu setzen. Komponist Daniel Pemberton, der schon mit modernen, rhythmusbetonten Soundtracks aufgefallen ist, kombiniert hier ein kraftvolles Orchester mit elektronischen Elementen und deutlichen Retro‑Vibes, die an die 80er‑Herkunft des Stoffes erinnern. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Mitarbeit von Brian May, dessen markante Gitarrenparts einigen Stücken eine fast rockige, Queen‑eske Wucht geben. Besonders einprägsam ist ein zentrales „Eternia“-Thema, das in einer eher chorlastigen Filmscore‑Version und in einer Endcredit‑Variante mit Gitarrenaufbau existiert und sich zu einem bombastischen Sci‑Fi‑Fantasy‑Track steigert. Insgesamt vermittelt die Musik eine bunte, energetische Science‑Fantasy‑Atmosphäre, die stilistisch in Richtung eines verspielten, aber sehr epischen Blockbuster‑Scores geht und dem Film ein klares eigenes Profil verleiht.

Filmkritik: Fantastic Four: First Steps – Retro-Charme und Familienbande im Superheldenkosmos

24. Juli 2025

Fantastic Four: First Steps versucht, das legendäre Superhelden-Quartett in einem neuen Licht zu zeigen – und das gelingt dem Film in vielerlei Hinsicht, auch wenn er nicht frei von Schwächen ist. Im Gegensatz zu früheren Verfilmungen konzentriert sich diese Version weniger auf brachiale Action oder globale Bedrohung, sondern legt den Fokus stärker auf die Anfänge, auf die zwischenmenschlichen Spannungen und die Entwicklung einer ungewöhnlichen Familie – und verleiht dem Ganzen eine überraschend emotionale Tiefe. Gleichzeitig ist der Film eine stilistische Verbeugung vor der Ära, aus der die Fantastic Four stammen: den 1960er-Jahren. Stan Lee und Jack Kirby würden diesen Film eher akzeptieren, anders als die meist unglücklichen Fantastic Four-Filme zuvor.

Retro in Stil und Ton
Bereits visuell fällt der Retro-Ansatz sofort ins Auge: die Farbpalette ist gedeckt, fast körnig, die Kameraführung bewusst klassisch, und der Score erinnert an die orchestrale Dramatik alter Science-Fiction-Filme. Danke Michael Giacchino. Ich habe mich musikalisch an die Unglaublichen erinnert gefühlt.

Die Technologie ist bewusst „old-school“ inszeniert – mit blinkenden Konsolen, analogen Schaltern und spacigem Design irgendwo zwischen Raumschiff Enterprise und Die Jetsons. Damit schafft der Film eine Atmosphäre, die sich angenehm von der glattpolierten, geistlosen Marvel-Ästhetik der vergangenen Jahre abhebt. Er ist kein lautes Effektgewitter, sondern ein Film, der sich Zeit nimmt – für Dialoge, Blickwechsel, innere Konflikte. Und ich mag die 60er Jahre Optik, die auch an das Artdesign der Unglaublichen von Pixar erinnert. Irgendwann kaufe ich mir einen runden Fernseher.

Diese Rückbesinnung auf das Ursprüngliche ist mehr als ein stilistischer Kniff. Sie ist ein Kommentar: auf die Wurzeln des Genres, auf die Zeit, in der Comics gesellschaftlich subversiv und fantasievoll zugleich waren. First Steps versteht sich als Liebeserklärung an diese Zeit – ohne in Kitsch zu verfallen. Stattdessen fühlt sich der Retro-Look wie ein ehrliches Fundament an, auf dem die Geschichte gebaut wird.

Familie statt Faustrecht
Im Zentrum des Films steht nicht der Kampf gegen das Böse – sondern der Versuch, als unfreiwillige „Familie“ zusammenzuwachsen. Die Four – Reed Richards, Sue Storm, Johnny Storm und Ben Grimm – sind durch ein wissenschaftliches Experiment miteinander verbunden, aber emotional meilenweit voneinander entfernt. Die Superkräfte sind hier eher eine Belastung als ein Geschenk: Reeds Dehnbarkeit wird zur Metapher für seine Unfähigkeit, Nähe zuzulassen. Sue kämpft mit ihrer Unsichtbarkeit nicht nur physisch, sondern auch emotional. Johnny ist der aufbrausende Teenager, der sich hinter Flammen und Arroganz versteckt. Und Ben – „The Thing“ – ist tragischer denn je, ein Mann im Körper eines Monsters, geplagt von Einsamkeit.

Der Film nimmt sich Zeit, diese Konflikte auszuspielen – leise, glaubwürdig, berührend. Besonders die Beziehung zwischen Ben und Sue entwickelt sich zu einem emotionalen Ankerpunkt. Es geht um Vergebung, um das Aushalten von Differenzen, um Verantwortung füreinander. „Familie“ wird hier nicht als Blutsbande verstanden, sondern als etwas, das entsteht – durch Entscheidungen, durch Nähe, durch Fehler. Und Gott sei Dank wird nicht mehr die Geschichte erzählt wie die vier zu den fantastischen Vier werden. Das kennen wir doch,

Schwächen: Tempo und Zielgruppenfokus
So sehr der Film in Ton und Thema überzeugt, so sehr leidet er in Teilen unter seinem langsamen Erzähltempo. Gerade jüngere Zuschauer oder Fans klassischer Superhelden-Action könnten sich schwer tun mit der gedämpften Dramaturgie. Auch die Bösewichtfigur bleibt blass – mehr Katalysator als Charakter. Doch vielleicht ist das auch bewusst so: Der wahre Konflikt liegt nicht im Außen, sondern im Inneren der vier Protagonisten. Und ich liebe die Silver Surferin.

Ich will nicht spoilern, aber im Grunde wird hier eine wirklich große Geschichte erzählt. Sie ist im Buch Genesis, Kapitel 22, zu finden und wird oft als „Bindung Isaaks“ (hebräisch: Akeda) bezeichnet. Gott stellt Abraham auf die Probe, indem er ihn auffordert, seinen Sohn Isaak, den er sehr liebt und den Gott ihm im hohen Alter geschenkt hatte, als Brandopfer darzubringen. Allerdings kratz Hollywood wieder die Kurve und löst sich von der biblischen Vorlage und geht wieder zurück in den Familienkommerz.

Fantastic Four: First Steps ist ein mutiger, eigenständiger Beitrag im Superheldengenre. Er verzichtet auf Krachbumm und Spektakel zugunsten von Tiefe, Atmosphäre und einer überraschend berührenden Auseinandersetzung mit dem, was Familie wirklich bedeutet. Wer Retro-Charme und Charakterentwicklung schätzt, wird hier viel entdecken – ein Film, der nicht laut ist, aber lange nachhallt. Kein Neuanfang mit Paukenschlag, sondern ein leiser, stilvoller Schritt zurück zu den Wurzeln. Und genau darin liegt seine Stärke. Und der Film soll die Vorbereitung auf den Eintritt der Fantastic Four in das Marvel Cinematic Universe (MCU) sein, worauf ich allerdings verzichten kann. Andeutungen gibt es bereits im Abspann.