Archive for Februar 2016

Bahn vs SEV: Vollsperrung zwischen Bamberg und Lichtenfels

29. Februar 2016

Mit erhöhtem Puls lese ich einen Artikel, indem die Bahn ankündigt, Umsteigern mehr Zeit zu geben. Ich lese: Bahnfahrer sollen Anschlusszüge künftig nicht mehr so oft verpassen. Wie der Verkehrsvorstand der Deutschen Bahn sagte, will das Unternehmen im Fernverkehr künftig länger als bisher auf verspätete Züge warten, um Fahrgästen mehr Zeit zum Umsteigen zu geben. Bis Mitte des kommenden Jahres werde diese Praxis bei den ersten Anschlüssen verwirklicht.
Im Moment ist der Zustand eine Frechheit. Beruflich pendle ich sehr viel von München nach Lichtenfels (Franken). Aufgrund von umfangreichen Baumaßnahmen ist die Bahnstrecke ab Bamberg bis nach Lichtenfels gesperrt. Seit 11. Januar 2016 ist die Bahnstrecke zwischen Bamberg und Lichtenfels 34 Wochen lang komplett gesperrt. Betroffen ist auch die ICE-Verbindung nach Berlin. Grund für die Sperrung: das größte Schienenbauprojekt Deutschlands. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet.


Das bringt Verzögerungen mit sich, aber als Bahnreisender bin ich ja Kummer gewohnt. Die Idee vom SEV ist: Es gibt drei unterschiedliche Buslinien, die zwischen Bamberg und Lichtenfels pendeln. Eine rote Linie, die Bamberg bzw. Lichtenfels direkt anfährt. Eine blaue Linie, die zwei, drei Zwischenstopps einhält und eine gelbe Linie, die an jeder Milchkanne hält. Leider wird gleichzeitig die Autobahn auf eine Spur reduziert, so steht der Bus im Stau.


Beim ersten Ausprobieren fuhr ich wie immer mit dem ICE von München nach Nürnberg und stieg in den Regionalexpress nach Bamberg um. Der Zug war komplett überfüllt und als wir in der Bischofsstadt Bamberg ankamen, war die rote Buslinie gerade abgefahren. Was soll das?

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Wozu ist denn ein SEV da, wenn er die Bahnreisenden des einzigen Zugs nicht mitnimmt. Ich maule via Twitter die Bahn an, doch ohne Ergebnis. Freundlich war das Twitter-Team der Bahn allerdings.


Es regnete, es regnete sehr und so stieg ich in die gelbe Linie. Der Bus brachte mich nach Bad Staffelstein an die Therme. Leider wollte ich nicht hierhin zum Entspannen, sondern ins etwas weiter entfernte Kloster Banz. Leider gab es an der Therme in Bad Staffelstein keinen Taxistand. Der ist am Bahnhof und die Gemeinde hat zu meinem damaligen Zeitpunkt einer Verlegung des Taxistandes an die Therme nicht zugestimmt. Bürokratie pur. Leider gab es auch kein Hinweisschild, wie denn die Taxi-Telefonnummer der Gegend heißt. Da ich die Gegend kenne, hatte ich die Nummer in meinen iPhone-Kontakten.

An der Therme Bad Staffelstein gibt es keine Taxi-Nummer.

An der Therme Bad Staffelstein gibt es keine Taxi-Nummer.

Nummer gewählt, im Regen aufs Taxi gewartet, das alte Lied von DÖF gesummt (Ich steh in der Költn und wort auf a Taxi, aber es kummt net, kummt net, kummt net. Ich wort auf des Brummen von ein Mercedes-Diesel, aber es brummt net, brummt net, brummt net. Die Dame vom Funk, die sagt zu mir „Der Wagen 734 ist in vier Minuten hier“) und dann zum Arbeitsort abgeholt worden. Meine Laune war gewaltig im Keller.
Die zweite Reise an einem anderen Wochenende führte mich von Lichtenfels nach Bamberg. Ich wählte die rote Buslinie, um schneller nach Bamberg zu kommen. Um 19 Uhr sollte der Bus losfahren, doch wir kamen erst um 19:05 Uhr los. Und damit kamen wir bei Verkehr verspätet in Bamberg an. Zwei Minuten nach dem Eintreffen vor dem Bahnhofsgebäude fuhr der Regionalexpress von Bamberg nach Nürnberg ab. Der Zug, der die SEV-Fahrgäste aufnehmen sollte, fuhr einfach ab. Da ich die Chaostruppe langsam kenne, bin ich gerannt wie ein junger Hund und habe den Anschluss mit hängender Zunge und komplett durchgeschwitzt erreicht. Das Herz schlug bis zum Halse.


Meine Mitreisenden des SEV kamen mit ihren Koffern und Taschen so schnell nicht hinterher und durften eine Stunde am Bahnhof Bamberg warten. Ich empfehle den örtlichen MacDoof, der hat wenigstens WLAN. Meine Beschwerde bei der Bahn via Twitter hat nichts gebracht. Freundlich haben die Bahnkollegen zugehört, geändert hat sich aber nichts.

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Bis September 2016 soll die Bahnstrecke gesperrt bleiben. Die Vollsperrung muss ich hinnehmen, doch die SEV-Lösung ist eine Beleidigung. Und dann lese ich, dass die Bahn ab nächstem Jahr besser auf die Anschlussreisenden Rücksicht nehmen will. Sagt mal, gehts noch?

Das Oscar-Papier kommt aus dem bayerischen Gmund

28. Februar 2016
Das Papier für die heutige Oscar-Verleihung kommt aus Gmund vom Tegernsee.

Das Papier für die heutige Oscar-Verleihung kommt aus Gmund vom Tegernsee.

In der Nacht zum Montag werden wieder die Oscars in Hollywood verliehen. So eine Auszeichnung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences bedeutet einen Geldsegen an der Kinokasse.
Die Zeremonie läuft auf der Bühne immer gleich ab. Zwei Prominente stellen die Nominierten vor – und dann mit viel Tamtam wird der Oscar-Umschlag geöffnet und der Sieger verkündet. „And the Winner is …“
Der Umschlag für den Oscar kommt aus Bayern, genauer von der Büttenpapierfabrik Gmund vom Tegernsee. Das Papier wird in die USA geliefert und von der Academy geprägt.

Die 24 Kategorien und 24 Umschläge sind gefertigt aus dem Papier Gmund Treasury direkt vom Tegernsee.  Der Designer Marc Friedland aus Los Angeles ist seit Jahren großer Fan von Gmund Papieren. Die spezielle Mikroprägung, die Brillanz und die in allen Farben schimmernden Goldpartikel sind die einzigartigen Eigenschaften von Gmund Treasury, die das Papier am 28. Februar auf der Bühne in besonderem Licht erstrahlen lassen und zu dem begehrtesten Umschlag der Welt machen.


„Das Geheimrezept von Gmund Treasury beinhaltet Naturpigmente, die ein breites Farbspektrum dank einer speziellen Mikroprägung auf der Oberflächenstruktur wiedergeben. So wirkt das Papier nicht nur, wenn man es in den Händen hält, selbst von weitem hinterlässt es einen bleibenden Eindruck für die Zuschauer auf der ganzen Welt“, so Florian Kohler stolz, Inhaber und Papiermacher in 4. Generation.

Videos von Zimmerchecks in Hotels – Teil 6

27. Februar 2016

Meine Arbeit macht es notwenig, dass ich auf Reisen gehe. Da ich manches Mal über Nacht bleibe, bette ich mein müdes Haupt in dem einen oder anderen Hotel zur Ruhe. Bevor es aber ans Auspacken geht, drehe ich ab und zu mal ein Video von meinem Zimmer. Es ist eine Art spontaner Hotel- und Zimmercheck, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es sind nur spontane Eindrücke, die ich sammle. Ab und zu werde ich in meinem Blog einige dieser Hotel- und Zimmerchecks vorstellen – viel Spaß.

Hotel- und Zimmercheck Hotel Grunau, Bayreuth 

 

Hotel- und Zimmercheck Königsburg, Legoland Günzburg

 

Hotel- und Zimmercheck Balancehotel Obermüller, Untergriesbach

 

Hotel- und Zimmercheck – Wildbad Kreuth, Hanns Seidel Stiftung

 

Hotel- und Zimmercheck Rizzelli in Neustadt (Aisch)

 

 

Theoretisch eine gute Idee – mobiles Hotel für Smartphone und Laptop

26. Februar 2016
Gute Idee - ein Hotel für Smartphone und Co in den Reim Arkaden in München.

Gute Idee – ein Hotel für Smartphone und Co in den Reim Arkaden in München.

Auf der Suche nach Sushi schaute ich bei den Riem Arcaden vorbei und entdeckte ein mobiles Hotel für Smartphone und Laptop. Hinter der Nordsee im Erdgeschoss gibt es einen Sitzbereich für mehrere Schnellrestaurant. An den Tischen finden sich WLAN und Steckdosen – sehr löblich für einen digitalen Nomaden wie mich, der sein iPhone aufladen will/muss.
Im hinteren Bereich habe ich ein so genanntes mobiles Hotel entdeckt. Im Grunde sind es Schließfächer mit Stromanschluss. In der Theorie kann der Kunde hier sein digitales Endgerät für den Einkauf einsperren (warum sollte ich das tun) und gemütlich bummeln. Während des Bummelns kann sich das Device mit Strom auftanken. Bis 20 Uhr muss er seine Gerätschaften wieder abgeholt haben, sonst leert die Putztruppe das Hotel. Eine nette Idee, zumindest in der Theorie.
In der Praxis waren zahlreiche Stromanschlüsse von Idioten herausgerissen. Es waren viele Kabel kaputt. Das mobile Hotel verkommt zum schnöden Schließfach. Die Menschheit kann so doof sein und steht dem digitalen Wandel entgegen.

Reiseführer ins Neuland

25. Februar 2016

Seit mehreren Jahren gebe ich intensiv Seminare zum Thema Medienkompetenz. In Bayern und Deutschland bin ich mit meinen Vorträgen unterwegs und bin als digitaler Nomade eine Art Reiseführer ins Neuland. Ich habe Erfolg und es macht Spaß. Aber wenn ich mir die neuen Ergebnisse von TNS Infratest ansehen, komme ich zu zwei Ergebnissen:
1) Das negative Ergebnis: Meine Schulungen und Seminare sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie überzeugen zwar meine Kunden, aber gesamtgesellschaftlich gesehen, hat es kaum Impact.
2) Das positive Ergebnis: Es besteht ein großer Bedarf über meine Schulungen zur Medienkompetenz. Es gibt noch genügend Leute, für die technische Themen noch wirkliches Neuland sind und die einen Reiseführer wie mich benötigen.

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Da für mich das Glas immer halb voll statt halb leer ist, nehme ich die zweite Schlussfolgerung. Der Realität muss ich ins Auge sehen und den Markt angehen. Digitale Begriffe wie Wearables, mCommerce oder auch das Internet der Dinge sind den Bundesbürgern weitgehend unbekannt. 80 Prozent und mehr wissen nicht, worum es sich bei diesen Begriffen handelt. Auch die häufiger im Sprachgebrauch oder in den Medien zu hörenden Begriffe wie Big Data oder Industrie 4.0 sind drei Viertel der Bundesbürger kein Begriff. Insgesamt 14 Begriffe aus der digitalen Welt haben die EMNIDbusse exklusiv für das Magazin für Media-, Markt- und Werbeforschung Research & Results bevölkerungsrepräsentativ telefonisch zwischen dem 14. und 16. Januar abgefragt. 1.003 Personen antworteten auf die Frage, welche der aus dem täglichen Sprachgebrauch ausgewählten Begriffe unbekannt, zumindest dem Namen nach bekannt sind oder kurz inhaltlich beschrieben werden können.
Bezogen auf die Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre – Onliner wie Offliner – gibt es keinen bei nahezu allen Bundesbürgern auch nur bekannten Begriff. Wenn es um die genauere Vorstellung geht, so trauen sich nur wenige zu, einzelne Begriffe zu beschreiben. Am ehesten ist dies noch bei Begriffen wie Social Media (38 Prozent), Smart Home (25 Prozent) und Mobile Payment (24 Prozent) der Fall. Für insgesamt sieben der 14 Begriffe liegen die Werte unter zehn Prozent.
Der „durchschnittliche Bundesbürger“ kann also nur zu zwei der 14 Begriffe eine nähere Beschreibung abgeben. Es überrascht nicht, dass dieser Wert bei den unter 30-Jährigen mit durchschnittlich 4,1 Begriffen deutlich höher ist und bei den über 60-Jährigen mit durchschnittlich 0,6 Begriffen sehr gering. Selbst für die „digitale Generation“ der unter 30-Jährigen haben 8 der 14 Begriffe 50 – zum Teil über 70 Prozent noch nie gehört. Mit einer Ausnahme: Social Media ist bekannt und beschreibbar.
Daher auf geht es zur nächsten Medienkompetenz-Schulung. Ich freue mich, meine Teilnehmer ins Neuland zu begleiten und sich zurecht zu finden.

Betreuungslehrer für Schülerzeitungen – ab zum Seminar

24. Februar 2016
Schülerzeitungen machen Spaß und fördern die Schulgemeinschaft.

Schülerzeitungen machen Spaß und fördern die Schulgemeinschaft.

Bei all meinen Seminaren mag ich besonders die Schülerzeitungsseminare. Es herrscht dort eine wunderbare Win-Win-Situation. Die Schüler bekommen aktuelles Know-how zu Print- und Online-Schülerzeitungen und ich erhalte Zugang zu neuen Denkweisen und Jugendtrends. Jetzt möchte ich mich auch intensiv um die Betreuungslehrer von Schülerzeitungen kümmern.
In der Regel sind die Betreuungslehrer von Schülerzeitungen die Deutschlehrer. Entsprechend gut sind die Zeitungen inhaltlich aufgestell, gute Artikel, interessante Themen und kaum Rechtschreibfehler. So viel Deutschlehrer über Texte wissen, so wenig wissen sie allerdings über Gestaltung, Typografie und Layout. Noch weniger Wissen ist vorhanden, wenn wir von der Druckvorstufe und PDF-Erzeugung sowie Marketingmaßnahmen reden.
Daher bin ich nun Referent eines Schülerzeitungsseminars für Betreuungslehrer. Das Seminar wird veranstaltet von der Hanns Seidel Stiftung und findet von 1. bis 3. April 2016 in Kloster Banz (Franken) statt. Das genaue Programm und die Modalitäten gibt es hier als PDF Betreuungslehrerseminar.


Meine Bitte: Wenn jemand einen Betreuungslehrer kennt, schickt ihm diesen Post weiter. Es wäre toll, wenn dieses Seminar stattfinden kann und wir genügend Anmeldungen haben.
Inhaltlich werden wir uns nicht ums Schreiben kümmern, sondern viel mehr um technische Abläufe, Redaktionsworkflow und Redaktionsmanagement. Die Lehrer bekommen Wissen um PDF-Erstellung und geeignete DTP-Software. Außerdem will ich mich um das Thema Foto kümmern, dass leider in Schülerzeitungen stiefmütterlich behandelt wird. Immer wieder kommt es vor, dass Schülerzeitungen einfach Bilder aus dem Netz klauen und sich damit angreifbar machen. Daher sind die Themen Fotorecherche und noch besser das Fotoshooting auch Bestandteil des Seminars.
Gerne stehe ich für Fragen zur Verfügung und freue mich auf dieses Seminar. Das Seminar ist für alle Schularten geeignet und natürlich können sich auch Lehrer anmelden, die für den Jahresbericht ihrer Schule zuständig sind. Hier mich ist das ein aktueller Beitrag zur Medienkompetenz.

Ein Resultat einer früheren Fortbildung war eine Schülerzeitung für fünfte Klassen. Der kleine Sobbit – in Anlehnung an den kleinen Hobbit ist ein klasse Projekt des Gymnasiums Schrobenhausen. Entwickelt wurde eine Schülerzeitung für die fünfte Klassen, die im September neu an das Gymnasium kommen. Hier ein kleines Video mit den engagierten Betreuungslehrern.

Fotoshooting in der Milka-Eventbox #milkacollage

22. Februar 2016
Ich mach bei #milkacollage mit.

Ich mach bei #milkacollage mit.

Die lila Kuh habe ich nicht entdeckt, aber interessant war es allemal, wie neue Produkte bei Milka eingeführt werden. Es muss ein Event sein. Am Samstag schaute ich in den Pasing Arcaden in München vorbei und sah die violette Eventbox von Milka.
Trotz strömenden Regens stellten sich die Leute an, um bei #milkacollage mitzumachen und eine Tafel Karamell oder Himbeere mit ihrem Konterfei abzustauben.

Ich war freilich auch dabei. Zunächst ging alles etwas schleppend voran. Die Milka Eventbox sah zwar gut aus, aber die Technik wollte zunächst nicht. Das Programm stürzte ab oder hängte sich auf. So wurde die Software auf den Großbildmonitoren neu gestartet. Dann muhte es auch wieder und das Display zeigte die Collagen der Besucher.


Die Tafel Schokolade gab es natürlich nicht umsonst. Zunächst hieß es warten und frieren. Die sympathischen Eventdamen von Milka hatten dicke lila Anoraks, Handschuhe und einen Milka-Regenschirm (sah schon sehr gut aus). Wir Wartenden hatten nichts, aber die Eventdamen versuchten die Stimmung trotz Kälte und Nässe mit Durchhaltesprüchen zu heben. Wir standen vor der Milka Eventbox an und wurden Zug um Zug ins Innere gelassen. Zuvor galt es aber die Datenschutzerklärung von Milka zu unterzeichnen, schließlich wurde man ja fotografiert und in der Milkacollage gezeigt. Was mache ich nicht alles für eine Tafel Schokolade?


In der Box endlich angekommen, war es warm, ziemlich warm. Meine Brille beschlug sofort. In der kleinen Box arbeitete das Milka-Team zügig und professionell. Die unterschriebenen Datenschutzerklärungen wurden eingesammelt und ich konnte probieren: Karamell oder Himbeere – ich kostete beide Proben. Karamell schmeckte mir besser, eindeutig. Ich bin bei Schokolade ganz konservativ. In der Regel esse ich von Milka nur Alpenmilch und Noisette – bloß keine Experimente. Aber Karamell schmeckt.

Ja, wir hatten Spaß bei #milkacollage

Ja, wir hatten Spaß bei #milkacollage

Als ich an die Reihe kam, sollte ich mich verkleiden: Schnurrbart, Perücke, Sonnenbrille und so Outfit. Ich wählte einen Zylinder und die Milka-Fotografin setzte mich in Szene. Drei, vier Mal wurde abgedrückt und das Ergebnis auf einem Laptop sofort begutachtet. Ich wählte ein Foto aus und es wurde an den Drucker geschickt. Schließlich sollte ich meine Tafel Schokolade (Karamell) mit meiner Banderole mit meinem Gesicht darauf bekommen. Aber der Samsung-Drucker wusste wohl, dass ich ein Apple-User bin und verweigerte. Es kam erst einmal zum Papierstau. Irgendwie war bei der hohen Luftfeuchtigkeit das Papier verklebt.

Samsung mochte nicht - Papierstau.

Samsung mochte nicht – Papierstau.

Die Milka-Mannschaft versorgte uns derweil mit Schokolade, die Leute vor der Tür standen weiter im Regen und wir spielten in der Box mit iPads herum und ließen uns unsere Bilder per Mail nach Hause schicken. Als der Drucker wieder lief, kam auch die Banderole aus dem koreanischen Gerät und wurde von einer Milka-Mitarbeiterin um meine Karamell-Tafel gepackt.
Vor der Eventbox schaute ich noch auf den großen Monitor und freute mich über mein Collagenfoto bei #milkacollage. Noch schnell einen Tweet mit dem Hashtag via Twitter abgesendet und ein Bild angehängt. Noch ein Video und dann ist alles paletti. Danke liebes Milka-Team, es hat trotz Wetter Spaß gemacht. Für euch geht es jetzt nach Norden in die Republik. Bremen und Hamburg stehen auf der Reiseroute. Fazit: Karamell schmeckt, Himbeere nicht.

Rarität – Die eigene Steiff-Figur: Das Schwefelmännchen

20. Februar 2016
Armin Groß - stolzer Besitzer des Steiff Schwefelmännchens.

Armin Groß – stolzer Besitzer des Steiff Schwefelmännchens.

So ein bisschen sammle ich seltene Steiff-Figuren, nicht professionell, aber ich kauf so dann und wann eine Figur. Ich hab ein paar schöne Stücke im Laufe der Jahre zusammengekauft und über die eine oder andere Figur gebloggt wie die Lagerfeld-Figur oder Godzilla. Als große Ehre empfinde ich es, wenn man seine eigene Steiff Figur hat. So eine Rarität ist beispielsweise das Schwefelmännchen.


Armin Groß, Hotelier vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang, ist so ein Glückspilz. Schwefelwasser ist heute genauso schwer zu verkaufen wie in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Urgroßvater von Armin Groß war ein findiger Mann und hatte die Idee des Schwefelmännchens als Maskottchens für sein Bad. Das Schwefelmännchen sollte der Werbeträger des Schwefelwassers sein, denn im Hotel Prinz Luitpold Bad gibt es eine heilende Schwefelquelle. Eine Berliner Designerin schuf im Auftrag der Familie eine Figur. Das Schwefelmännchen war geboren. Es hatte eine grüne Mütze und eine Knollennase. Die Entwürfe landeten irgendwann bei der Firma Steiff. Ein Sohn der legendären Margarete Steiff gefiel einer der Entwürfe und ließ das Schwefelmännchen produzieren. Allerdings beachtete er das Urheberrecht der Berliner Designerin nicht und es kam zum Rechtsstreit.
Rund 1000 Schwefelmännchen wurden produziert und verkauft.

Das seltene Schwefelmännchen von Steiff.

Das seltene Schwefelmännchen von Steiff.

Dann wurde die Produktion aus juristischen Gründen abgebrochen. In der Familie Groß hatten der Vater und die Tante von Armin Groß das Schwefelmännchen als Spielzeug. Aber im Laufe der Jahre gingen die Steiff Figuren verloren. Als Armin Groß auf die Geschichte stieß besorgte er sich ein gut erhaltendes Schwefelmännchen. Es wird wohl in der Lobby des Hotels Prinz Luitpold Bad irgendwann ausgestellt. Für mich eine großartige Geschichte als Freund der Steiff-Figuren.

Micro-USB passt, egal wie ich ihn einstecke

19. Februar 2016
Das genaue Hinschauen beim Anschließen des Kabels an ein beliebiges Micro-USB-Gerät wird überflüssig, denn egal mit welcher Seite nach oben, der Stecker passt so oder so.

Das genaue Hinschauen beim Anschließen des Kabels an ein beliebiges Micro-USB-Gerät wird überflüssig, denn egal mit welcher Seite nach oben, der Stecker passt so oder so.

Irgendwie ist es ein Luxusproblem und dennoch ein Problem. Wie wird ein USB-Kabel richtig angeschlossen? Die Chancen stehen 50:50. Ich habe das Gefühl, dass die wirklichen Chancen 90:10 stehen, denn ich stecke gefühlsmäßig den USB-Stecker falsch herum an. Daher bin ich von meinem MacBook 12 Zoll mit USB-C begeistert – der Stecker passt immer.
Wenn ich auf Micro-USB gehe, dann beginnt die große Fummelei. Da gibt es jetzt eine Lösung von Scosche. Sie brachten mit EZTip das erste, reversible Micro-USB-Kabel auf den Markt und ich hab es ausprobiert. Das genaue Hinschauen beim Anschließen des Kabels an ein beliebiges Micro-USB-Gerät wird überflüssig, denn egal mit welcher Seite nach oben, der Stecker passt so oder so. Ich fluche bei meinen schlechten Augen immer beim Anschließen meines Amazon Kindle Paperwhite. Meine Flucherei hat nun ein Ende.


Scosche verspricht die Kompatibilität mit allen Micro-USB-Geräten – angefangen bei Digitalkameras, über Lautsprecher und Ladebatterien bis zu Smartphones und Tablets – ohne dass erst überprüft werden muss, mit welcher Seite nach oben der Stecker angeschlossen werden muss. Möglich wird das durch das trapezförmige und symmetrische Design des Steckers, sodass sich die Ränder gut an die Micro-USB-Buchse anpassen können und kein Kurzschluss verursacht wird. Das Gehäuse besteht aus robustem Polycarbonat, das vor Kabelbruch schützt und dank der schmalen Form wird der Einsatz auch in Verbindung mit dickeren Handyhüllen nicht beeinträchtigt. Mit USB 2.0 wird der schnelle Datentransfer bei der Synchronisation gewährleistet.
Das 1,2 Meter lange Kabel EZTip kostet rund 10 Euro, die sich im Hinblick auf meine Nerven lohnen.

Meine Meinung: Danke Apple für dieses Statement!

18. Februar 2016

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Ich muss schon sagen, ich bin stolz auf den Apple-Brief an mich und die anderen Apple-Kunden. Wir erinnern uns: Am 16. Februar 2016 postete Tim Cook A Message to Our Customers über die Apple Website und ich hab ihn gelesen. Apple weigert sich, mit den US-Behörden zusammen zu arbeiten.
Ein US-Gericht hat Apple aufgefordert, dem FBI eine Software zum iPhone-Zugriff zur Verfügung zu stellen. Apple macht das nicht, weigert sich und Apple-CEO Tim Cook hat stattdessen einen offenen Brief veröffentlicht. Ein richtiger Schritt, der mir Mut macht.

A Message to Our Customers

A Message to Our Customers

Es freut mich und ich halte diese Reaktion von Apple für richtig. Die Sicherheit der Nutzer sei in Gefahr, so Cook und auch das ist richtig. Chapeau Apple – und ich bin stolz auf euch.
Natürlich habt ihr als US-Unternehmen mit dem FBI zusammengearbeitet und das ist auch ok. Im Speziellen ging es um das iPhone des Killers aus San Bernardino. Am 2. Dezember verübte in San Bernadino ein Ehepaar einen islamistischen Terroranschlag und tötete 14 Menschen. Das iPhone der Killer wurde sichergestellt und es ist dem FBI bisher nicht gelungen, das iPhone zu hacken. Die Sicherheitsstandards von Apple sind zu hoch. Apple hat sogar Mitarbeiter abgestellt, um das FBI zu beraten. Aber das iPhone des Killers zu hacken, hier will Apple nicht mitmachen, obwohl ein US-Gericht Apple genau dazu verdonnerte.
Wenn Apple hier nachgibt und eine Art Generalschlüssel zum Knacken von iPhones an das FBI herausgibt bzw in iOS einbaut, dann untergräbt das Unternehmen seine und auch meine Vorstellungen von Sicherheitsstandards. Das heißt nicht, wie ich es in verschiedenen Anti-Apple-Posts gelesen habe, dass Apple mit seiner Weigerung nun den Terror unterstützt. Blödsinn. Es heißt vielmehr, dass Apple klar bei seinen hohen Sicherheitsstandards bleibt. Bitte Tim Cook bleib weiter standhaft! Seit iOS 8 wurden die Sicherheitsstands deutlich verbessert und geht bitte weiter in diese Richtung.
Natürlich habe ich als Apple-User alter Tage viel Kritik an dem Unternehmen aus Cupertino. Aber hier stehe ich hinter Apple. Wenn die Entwickler absichtlich Software-Schlüssel für staatliche Hacker einbauen, dann ist für mich nicht weniger als die Freiheit in Gefahr. Der letzte Satz von Tim Cook bringt es auf den Punkt: „And ultimately, we fear that this demand would undermine the very freedoms and liberty our government is meant to protect.“ Wie recht Tim Cook hat und danke für die klare Positionierung. Vielleicht nimmt Tim Cook auch auf der anstehenden Produktvorstellung zum iPhone 5SE am 18. März dazu auf der Bühne Stellung.