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Corona-Virus: Tag 42 der Ausgangsbeschränkung – Homeschooling belastet das Familienleben

2. Mai 2020

Corona bedeutet nicht nur für Schüler und Lehrer den Ausnahmezustand. Nein, auch die Eltern sind im Homeschooling gefordert. Neben dem Beruf, den sie im HomeOffice ausüben, fallen eine Betreuung der Kinder sowie andere Haushaltsabläufe an. „Das geht ganz schön an die Substanz“, wie die Maisacherin Dr. Larissa Tetsch zugibt.
Zusammen mit ihrem Mann hat sie drei Kinder im Grundschulalter: Flora (6), Elsa (8) und Timo (9). Sie besuchen die erste, zweite und dritte Klasse der Grundschule Maisach und müssen nun zu Hause betreut werden. Homeschooling nennt sich das Verfahren neudeutsch. Früher hieß es Fernunterricht.

Larissa Tetsch mit ihren Kindern Von links nach rechts: Flora (6), Timo (9) und Elsa (8).

Larissa Tetsch mit ihren Kindern Von links nach rechts: Flora (6), Timo (9) und Elsa (8).

„Die Lehrer geben sich alle Mühe und nach den Osterferien hat sich die Versorgung mit Aufgaben für die Schulkinder verbessert“, erklärt Larissa Tetsch. Sie ist Doktor der Biologie und als Chefredakteurin eines Biologiemagazins quasi eine Kollegin von mir aus dem B2B-Umfeld. Sie hat ihr Redaktionsbüro in Maisach und steht unter dem klassischen Termindruck einer Heftproduktion, die trotz Corona weitergeht. Ihr Mann ist Gymnasiallehrer, der seine Schüler betreut.
„Die Kinder brauchen eine enge Betreuung. Einfach die Aufgaben in die Hand drücken, geht natürlich nicht. Es muss vieles vorgelesen und erläutert werden. Zudem muss immer wieder motiviert werden, das kostet Zeit und Kraft“, erzählt Larissa Tetsch. Ein Teil der Lehrer schickt klassische Arbeitsblätter per Mail, andere bieten Aufgaben per App an. „Homeschooling ist uneinheitlich und wirkt improvisiert. Aber das ist kein Fehler der Lehrer, die sich wirklich alle Mühe geben. Aber es gibt kein Konzept einer digitalen Schule.“
Das Schulgebäude in Maisach darf von Eltern und Kindern nicht betreten werden, also besteht der Kontakt zu den Lehrern rein virtuell. Und bei drei Kindern und zwei arbeitenden Erwachsenen kommt es auch zum Engpass an Endgeräten wie Computer, Smartphone oder Tablets. Und es kommt auch zu Tonerproblemen, wenn Arbeitsblätter reihenweise und in Farbe ausgedruckt werden müssen. Korrekturen werden dann von den Eltern durchgeführt. Manche Lösung wird per Foto-Mail an die Lehrer geschickt.
Zusätzlich stehen Zoom-Konferenzen mit den Lehrern auf dem Programm. Diese überschneiden sich auch, so dass nicht alle Kinder daran teilnehmen können – von der Bandbreite ganz zu schweigen, denn die Arbeit im HomeOffice muss ja weitergeben. „Ich kann die Kinder ja nicht einfach in eine Zoom-Konferenz mit ihrem Lehrer setzen und erwarten, dass sie wie Erwachsene funktionieren. Also muss Mama oder Papa dabei sein. Solche Konferenzen über das Internet motivieren die Kinder enorm, kosten aber Zeit der ganzen Familie.“ Das bedeutet ein neues Familienmanagement, da ja der Hort wie auch die Schule geschlossen ist. „Unser Leben hat sich durch Corona komplett geändert“, sagt Larissa Tetsch. Die Kinder wünschten sich Oma und Opa zu sehen, was aber durch die Kontaktsperre natürlich nicht geht.

Die Situation ist nicht nur in der Familie Tetsch so. Auch anderen geht es ähnlich – sicher auch uns. Gut, meine Aufträge sind alle weggebrochen, so dass ich mehr Zeit für die Betreuung der Kinder und Eltern habe. Aber jetzt zeigen erste Ergebnisse einer Studie, dass viele Eltern die Beziehung zu ihren Kindern durch das Homeschooling belastet sehen. Der Unterricht zuhause wird zudem vor allem von den Müttern gestemmt.
Die Ergebnisse einer Studie der Uni Koblenz-Landau sind ernüchternd: Ein Viertel der Eltern, die ihre schulpflichtigen Kinder während der Corona-Krise zuhause betreuen, sehen durch das Homeschooling eine Belastung der Beziehung zu ihren Kindern. Die Mehrheit der deutschen Familien (63 Prozent) betreibt täglich rund drei Stunden mit Homeschooling – und das alles neben dem Beruf.
Während die Abschlussklassen seit Montag wieder in die Schule müssen – trotz Corona und Ausgangsbeschränkung. Ich halte das für einen Fehler und hab auch darüber gebloggt. Das hat für mich auch kein Konzept. Insgesamt zeigt sich, dass Digitalisierung in Deutschland konzeptionslos ist – leider.

Corona-Virus: Tag 39 der Ausgangsbeschränkung – Freibad bleibt erst einmal geschlossen

29. April 2020

Das Maisacher Freibad ist eines der absoluten Pluspunkte an meinem Wohnort. Dieses Bad ist für mich Luxus pur und viele Freunde beneiden uns für dieses geniale Bad. Durch die Ausgangsbeschränkung und Corona bleibt das Bad in Maisach erst einmal geschlossen, aber die Gemeinde bereitet sich hinter den Kulissen auf eine mögliche Öffnung vor.
Fällt die Badesaison wegen Corona aus? – diese Frage stellen sich die Maisacher. Im Mai beginnt offiziell die Freibadsaison, doch in diesem Jahr wird der Start im Freibad Maisach (zunächst) ausfallen. Wer keinen Pool im Garten hat, muss darauf erst mal verzichten. Wegen der Corona-Pandemie bleibt vorerst alles noch zu.

Aber wir geben die Hoffnung nicht auf. Auf der Website der Gemeinde werden Bademeister und Rettungsschwimmer für das Freibad gesucht. Das ist ein klares Zeichen, dass die Gemeinde sofort öffnen will, wenn es von staatlicher Seite erlaubt ist. Sicherlich gelten Abstandsregeln in dem weitläufigen Areal weiterhin. Die Bad- und Liegewiesen haben großzügige 17.300 Quadratmeter. In Abstimmung mit den Experten aus den medizinischen und infektiologischen Fachbereichen werde über eine Öffnung der bayerischen Bäder entschieden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Die Probleme sind wohl der Beckenrand oder die Duschgriffe. Ach ja – es gilt ja weiterhin die Ausgangsbeschränkung, obwohl sich immer weniger Leute daran halten.
Bürgermeister Hans Seidl kommentierte in Facebook die Situation mit den Worten: „Unabhängig von der derzeit bestehenden Nutzungsuntersagung von Badeanstalten bereiten wir unser Freibad weiterhin auf den Betrieb vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Badeanstalt, wo sich mehrere hundert Menschen auf engem Raum begegnen geöffnet werden dürfen, halte ich derzeit für gering. Aber sollte es eine Möglichkeit geben, wollen wir auch ohne zeitliche Verzögerung gerüstet sein.“ Freilassings Freibad dagegen bleibt für die Saison komplett geschlossen – das haben die Verantwortlichen beschlossen.
Persönliches Highlight im Freibad waren die Frühbadetage. Dienstags und donnerstags wurden in der Vergangenheit Frühbadetage von 06.00 Uhr bis 08.00 Uhr angeboten. Hier war Schwimmen für mich wunderbar möglich.

Corona-Virus: Tag 36 der Ausgangsbeschränkung – Geschäft der Brauerei Maisach eingebrochen

26. April 2020

„Es geht uns alles andere als gut“, so diplomatisch beschreibt Michael Schweinberger, Chef der Brauerei Maisach, die wirtschaftliche Lage der mittelständischen Brauerei. Die Corona-Krise und die Ausgangsbeschränkungen sowie der Lookdown der Gastronomie bringen die Traditionsbrauerei in ernste Schwierigkeiten.
Seit 1556 gibt es die Brauerei. Michael Schweinberger hat das Unternehmen vor vier Jahren übernommen. Durch Corona ist das Geschäft jetzt komplett eingebrochen. Das Bier wird in der Regel nur noch über Getränkemärkte verkauft. Der Ausschank in der Gastronomie ist durch die Allgemeinverfügung der Staatsregierung nicht mehr möglich, da die Gasthäuser, Volksfeste und Biergärten geschlossen haben. „Etwa 70 Prozent des Geschäfts sind komplett eingebrochen“, sagt Schweinberger. „Ich verstehe nicht, was Söder da reitet.“ Für eine Absage der Wiesn habe Schweinberger zwar Verständnis, aber in den „normalen Gasthäusern tanzt keiner auf den Tischen.“

Die Konsequenz in der Brauerei Maisach ist seit langem Kurzarbeit für einen Teil des 14köpfigen Teams. „Die Brauer arbeiten noch, mit der Betonung auf noch“, so Schweinberger weiter. Die Abnehmer des Maisacher Biers sind Getränkemärkte und Supermärkte. Aber deren Umsatz reiche natürlich nicht, um den Rückgang der Gastronomie aufzufangen. Schweinberger ist pessimistisch. „Wenn es so weitergeht, bleiben nur 50 Prozent der Wirte übrig.“ Aber auch die Lage bei den Brauereien ist dramatisch. Die bayerischen Brauereien leiden unter der Corona-Krise. Am schlimmsten ist laut Georg Rittmayer vom Verband Privater Brauereien für die Hersteller, dass Restaurants und Biergärten geschlossen sind. Vor allem für die kleinen Brauereien sei das eine Katastrophe. Sie fürchten einen Umsatzeinbruch von 50 Prozent. Dazu komme, dass Sportveranstaltungen und Volkfeste ausfallen. Der bayerische Brauerbund fordert, die Biergärten zu öffnen. Dort sei genügend Platz – und die Menschen wüssten doch mittlerweile, dass sie nicht dicht an dicht sitzen dürfen.
Verärgert ist Schweinberger über das Verhalten der Banken in der Krise. „Sie haben nichts gelernt und haben noch ein Denken der alten Welt.“ Immer mehr Sicherheiten werden bei Krediten gefordert.
Jetzt gilt es, dass die Politik reagiert, so Schweinberger. Unsere Verbände und jeder einzelne Wirt hat Vorschläge vorgelegt, aber es „geht um die politische Ebene“.

Übrigens: Die Fotos zu diesem Beitrag stammen von einem Besuch der Facebook-Gruppe Fotofreunde Landkreis FFB

Corona-Virus: Tag 33 der Ausgangsbeschränkung – Start von Ramadan in der Corona-Krise

23. April 2020

Heute abend beginnt für die Muslime der Fastenmomat Ramadan. Ramadan startet am Abend von Donnerstag, 23. April und endet am Abend vom Samstag, 23. Mai. Und dieses Jahr wird Ramadan aufgrund Corona und Ausgangsbeschränkung auch in Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck unter besonderen Umständen begangen.
Leider kann nicht ermittelt werden, wie viele Muslime in der Gemeinde Maisach wohnen. Der Leiter des Maisacher Einwohnermeldeamtes erklärte auf Anfrage: „In unserem Einwohnermeldeamtsverfahren werden nur steuererhebende Religionen erfasst. Dazu zählt der muslimische Glauben nicht dazu.“

Die sympathischen Jungs vom Deniz Kebap-Haus in Maisach

Die sympathischen Jungs vom Deniz Kebap-Haus in Maisach

Aber natürlich sind es viele Moslems. Wie die sympathischen Jungs vom Deniz Kebap-Haus in Maisach. Sie begehen Ramadan innerhalb der Familie, ohne große Zusammenkünfte. Die Moschee in Fürstenfeldbruck sei zudem geschlossen. „Dieses Jahr ist alles etwas anders.“
Leider weiß ich zu wenig über diese große Weltreligion. Ich frage deshalb bei meinem Kollegen Fabian Schmidmeier nach. Er ist Islamwissenschaftler M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg und dort Co-Koordinator der Forschungsstelle „Key Concepts in Interreligious Discourses“ (KCID). Er ist ein langjähriger Bloggerkollege und bloggt zu Islam- und Nahost-bezogene Themen auf www.abrahamicstudies.com

Am Donnerstag beginnt Ramadan. Was bedeutet dieses Fest für Muslime?
Schmidmeier: Der Fastenmonat Ramadan ist für viele Muslime eine der Zeiten, auf die sie sich im Jahr am meisten freuen. Nach muslimischer Tradition begann in diesem Monat die Offenbarung des Korans an den Propheten Muhammad in der sogenannten „Nacht der Bestimmung“ (Lailatu l-Qadr). Das Fasten (ṣaum/ ṣiyām) während dieses Monats ist eine der fünf Säulen des Islams, also eine der zentralen Pflichten für alle Muslime. In Sure 2:183-185 im Koran wird dies beschrieben und festgelegt. In dieser Zeit soll man in sich kehren, zur Ruhe kommen, den Koran lesen und auch mal für ein paar Stunden gewisse Entbehrungen spüren, die gerade wir in unseren Breitengraden nicht kennen. Ausgenommen von der religiösen Pflicht sind alle, denen das Fasten nicht möglich ist, z.B. aufgrund von Reisen, Krankheiten, Schwangerschaft, weil sie Ärzte im OP sind u.a. Es ist auch ein Monat für Wohltätigkeiten gegenüber Bedürftigen. Am Ende des Fastenmonats soll eine Almose an Arme und Bedürftige gegeben werden (Zakāt al-Fiṭr). Das alles endet mit dem Zuckerfest (‚Eid al-Fiṭr), das bei Muslimen etwa ähnlich intensiv gefeiert wird wie Weihnachten bei Christen.

Wie läuft Ramadan ab?
Schmidmeier: Fasten soll man ab Beginn des Sonnenaufgangs bis Sonnenuntergang, was häufig eine große Herausforderung ist, denn man verzichtet sowohl auf Essen als auch auf Trinken. Zudem ist der Konsum von Tabak oder auch Geschlechtsverkehr tagsüber aus religiöser Sicht nicht gestattet. Um den Tag besser durchhalten zu können stehen viele Muslime morgens vor Tagesanbruch für ein Frühstück (Saḥūr) auf, um etwas zu essen und vor allem genügend zu trinken. Der Körper soll keinesfalls geschädigt werden. Abends wird dann gemeinsam das Fasten gebrochen (Iftār). Dies geschieht oft im Kreise der Familie, mit Freunden oder in der Gemeinde. In Moscheen gibt es häufig kostenlos Essen für alle, ob nun muslimisch oder nicht.

Die Moschee in FFB ist im Moment geschlossen.

Die Moschee in FFB ist im Moment geschlossen.

Moscheen sind wie christliche Kirchen im Moment geschlossen. Wie feiert Moslems jetzt ihre Gottesdienste?
Schmidmeier: In Zeiten von Corona ist das Gemeinschaftsgebet in der Moschee genauso wenig möglich, wie in Kirchen oder Synagogen. In den islamischen Überlieferungen gibt es tatsächlich Präzedenzfälle für ein Verhalten Seuchen oder Naturkatastrophen, bei denen ein normales Gemeindeleben nicht mehr fortgeführt werden konnte. So wurde jetzt in zahlreichen mehrheitlich muslimischen Ländern der Gebetsruf analog zu verschiedenen Prophetenüberlieferungen dahingehend geändert, dass man nicht zum Gebet in die Moschee kommen, sondern zuhause beten solle. (hierzu auf meinem Blog🙂 Der Schutz von Menschenleben und der körperlichen Unversehrtheit sind Prämissen im islamischen Glauben. Die Menschen beten also zuhause, manche Gottesdienste, wie zB das Freitagsgebet, werden inzwischen aber auch live gestreamt.

Zur Tradition gehört das gemeinsame Essen nach Sonnenuntergang. Hat sich durch Corona daran etwas geändert.
Schmidmeier: Ja, die Pandemie ändert natürlich alles. Die zahlreichen Besuche während des Ramadan, das gemeinsame Fastenbrechen in der Gemeinde etc. gehen jetzt natürlich nicht. Das wird etwas ganz neues. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man auch hier z.B. live streamt oder aber im kleinen Kreis daheim das Fasten bricht. Hoffentlich wird möglichst bald ein Impfstoff gefunden, sodass es im nächsten Jahr wieder normal ablaufen kann.

Gibt es Vorgaben für Ramadan von der WHO?
Schmidmeier: Gelehrte orientieren sich hier auch weitgehend an den Empfehlungen der WHO. Es wurde sogar über eine Verschiebung des Fastens diskutiert. Doch im Islam gibt es keine oberste Instanz, wie bei der katholischen Kirche der Papst. Ein islamisches Gutachten (Fatwa) hat immer nur den Charakter einer unverbindlichen Empfehlung, in sofern muss der einzelne Gläubige hier für sich entscheiden, was richtig ist. Von der WHO gibt es tatsächlich eine Handreichung extra für den Fastenmonat Ramadan mit Tipps und Daten für ein sicheres Fasten während dieser Pandemie:

Ab Montag gilt in Bayern Maskenpflicht in Geschäften und ÖPNV. Eine praktische Frage: Wohin mit dem Bart bei der Maske?
Schmidmeier: Der Bart, sofern überhaupt vorhanden, soll natürlich möglichst unter die Maske kommen. Das wird bei den meisten Muslimen insbesondere hierzulande wohl auch kein Problem sein.

Corona-Virus: Tag 30 der Ausgangsbeschränkung – Kopf freibekommen auf dem Räuber Kneißl Radweg

20. April 2020
Ausblick vom Räuber Kneißl-Rastplatz in Frauenberg.

Ausblick vom Räuber Kneißl-Rastplatz in Frauenberg.

Am Sonntag fiel uns die Decke auf den Kopf. Wir mussten raus mit dem Rad, um den ganzen Druck von Corona und Ausgangsbeschränkung hinter uns zu lassen. Am Morgen erinnerte uns Bürgermeister Hans Seidl via Facebook die Heimat zu genießen. Und das machten wir auch: Meine Frau und ich fuhren den Räuber Kneißl Radweg entlang durch die Gemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Eigentlich wird der Räuber Kneißl Radweg erst offiziell am 26. April eröffnet, aber so lange wollten wir nicht warten. Unsere Heimat hat so viel zu bieten und wenn es nun einen offiziellen Radweg gibt, dann müssen wir ihn auch ausprobieren.
Der Radweg führt durch die sieben Gemeinden der WestAllianz München – Bergkichen, Gröbenzell, Karlsfeld, Maisach, Odelzhausen, Paffenhofen a.d. Glonn und Sulzemoos. Entlang der Wegstrecke lernen die Radler die Historie des Mathias Kneißl zwischen 1857 und 1902 kennen.

Pause muss auch sein.

Pause muss auch sein.

Die offiziellen Kneißl-Rastplätze mit den Infotafeln über den Räuber Mathias Kneißl sind noch nicht aufgestellt, aber wer hier wohnt, der kennt die Geschichte vom Kneißl sicher.
Als Lokalpatrioten wählten wir die dritte Route des Räuber Kneißl Radwegs von 23,2 Kilometern Länge mit zwei Kneißl-Rastplätzen bei Überacker und Frauenberg. Beide befinden sich noch im Bau, aber die Website gibt schon interessante Infos. Eigens angelegt für den Räuber Kneißl Radweg gibt es GPS Daten für diesen Abschnitt. Zudem gibt es Radwegkarten aus Papier und als PDF. Papier belastet nur, also wählten wir die PDF-Karte zum Download. Für Mathias Kneißl war die Gemeinde Maisach sein Schicksal. Es erwartete ihn Verhaftung, Verhandlung und Hinrichtung.
Von der vergeblichen Suche mürbe gemacht, wird das Kneißl-Polizeiaufgebot verkleinert. Da gibt Kneißls Cousine Mathilde Lorenz dem Münchner Sicherheitskommissär Bossert den entscheidenden Hinweis. Auf dem Weg zu einem eingefädelten Treffen mit ihm in Pischertshofen streut sie Orangenschalen für die Verfolger. Am 4. März ist Kneißl im Anwesen der Familie Märkl in Geisenhofen. Etwa 150 Schutzleute und Gendarmen werden zusammengezogen. Sie wechseln sich mit der Bewachung des Anwesens schichtweise ab. Rasch verbreitet sich die Nachricht von Kneißls bevorstehender Verhaftung. Schaulustige reisen aus München und Augsburg an, um dabei zu sein. Am 5. März 1902 wird der Stadel des Anwesens mit ca. 1.500 Schuss Munition beschossen, Kneißl verwundet und ihm der Prozess gemacht. Er wird in Ausgburg hingerichtet.

Erste Etappe von Maisach nach Überacker
Unsere Radtour begann nach einem Eis bei Alberto in der Kandlerstraße in Maisach und ging über die Brauerei Maisach – das Bräustüberl ist aufgrund von Corona geschlossen – weiter nach Überacker zur Kapelle St. Wolfang.

Die Kapelle ist geschlossen. Es ist ein kleiner Saalbau mit polygonalem Chorschluss, Lisenengliederung und Dachreiter mit Spitzhelm aus den Jahren 1700/01. Den Spinnweben nach zu urteilen war schon lange keiner mehr da. Vor der Kapelle sind zwei wunderbare Lindenbäume samt Vogelnest. Die Infotafeln wurden noch nicht aufgestellt. Aber den Platz mag ich gleich.

Zweite Etappe in Überacker zu St. Bartholomäus

Die kurze Fahrzeit durch Überacker endet mit dem Besuch der Kuratiekirche St. Bartholomäus. Leider war die Kirche verschlossen, aber der Aufstieg zur Kirche hat mir imponiert.

Dritte Etappe von Überacker nach Einsbach

Vierte Etappe von Einsbach über Prack und Wenigmünchen

Fünfte Etappe von Dürabuch nach Englertshofen

Sechste Etappe von Englertshofen über Germerswang nach Frauenberg

Hier ist dann der zweite Kneißl-Rastplatz in der Gemeinde Maisach. Auch er ist noch im Bau, bietet aber schon jetzt einen wunderbaren Blick.

Ich freue mich über so einen schönen Radweg, der durch unsere Gemeinde führt. Ich bin gespannt, wann er offiziell eröffnet wird. Vielleicht kann ich ja bei der Eröffnungsfeier dabei sein. Es würde mich auf jeden Fall freuen.

Ach ja, bevor Fragen kommen. Die Aufnahmen entstanden mit einem iPhone und dem DJI Osmo Mobile 3

Corona-Virus: Tag 29 der Ausgangsbeschränkung – Lebensmittel aus dem Automaten

19. April 2020

Die Versorgungslage mit Lebensmitteln in der Gemeinde Maisach ist gesichert. Die Supermärkte und Wochenmärkte haben geöffnet. Liefer- und Abholdienste sind eingerichtet. Und als zusätzliche Stütze der Versorgung haben sich Lebensmittelautomaten von Selbstvermarktern im Gemeindegebiet von Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck etabliert.
In Zeiten von Corona boomen die Automaten scheinbar. Mir wurde berichtet, dass sie öfters als früher von ihren Betreiber aufgefüllt werden, weil die Nachfrage nach den Produkten gestiegen ist. Gründe sind wohl die Ausgangsbeschränkung, HomeOffice und die Osterferien. Menschen bleiben zu Hause und orientieren sich am Ort nach Lebensmitteln aus der Region. Und wir haben einige Lebensmittelautomaten zu bieten.


Auf der Straße Richtung Überacker gibt es beim Autohaus Walter an der Tankstelle den Wurst- und Fleischautomaten vom Widmann. Ich selbst bin Fan von den Ochsenfetzen, die ich für die Familie auf den Grill lege. Frisch, aus regionaler Schlachtung. Natürlich kaufe ich auch beim heimischen Metzger, aber wenn ich aufgrund Abstandshaltung keine Lust aufs Warten habe, nehme ich den Weg über den Fleischautomaten. Hier ein Video von mir aus dem Jahre 2016 wie so ein Ding funktioniert:

Frische Kartoffeln gibt es in der Kartoffelhütte in der Hauptstraße. Es ist ein blaues Häuschen. Darin gibt es Kartoffeln und frische Eier vom Bauern. Zudem gibt es Heu und Stroh, für das ich persönlich allerdings keine Verwendung habe.

Daneben gibt es den überdachten Automaten vom Schlammerl-Hof mit regionalen Produkten wie Eier, Nudeln und Brotaufstrich. Mir schmeckt es und die ganze Sachen nutze ich regelmäßig. Für die Landwirte, die diese Automaten und Hütten betreiben, ist es eine zusätzliche Einnahmequelle in der Zeit.

Im Ortsteil Malching gibt es einen Eier-Automat vom Dinkel. Dazu gibt es Brucker Land Produkte. Es ist eine schöner Ergänzung zum Hofladen mit festen Öffnungszeiten.

Ach ja, der Franz Käser in Malching hat eine Feuerholzverkaufshütte. Wer was zum Anschüren braucht, ist da an der richtigen Adresse. Vielleicht etwas für Fans der Feuerschale, denn der Kachelofen hat im Moment Pause.


Bei all meiner Begeisterung für diese Automaten und Hütten, mich stört, dass ich nicht elektronisch bezahlen kann. ECash geht nicht, schade. Aber vielleicht ist dies nur mein Problem.
Wie sind eure Erfahrungen mit Automaten in der Gemeinde Maisach? ich brauche keine Bashing wegen Anonymität oder Aussagen wie „ich kaufe nur in den Geschäften ein und brauch das neumodische Zeugs nicht“. Gibt es weitere Automaten im Gemeindegebiet? Ich hab welche in Bergkirchen und FFB gesehen.

 

Corona-Virus: Tag 26 der Ausgangsbeschränkung – Schulungen für das lokale medizinische Personal in Togo

16. April 2020

Wenn der Corona-Virus in einem entwickelten Land wie Deutschland schon für Verwirrung und Unsicherheit führt, wie sieht es dann in einem afrikanischen Entwicklungsland wie Togo aus?
Dazu informierte ich mich bei Margret Kopp, die die Aktion PiT Togohilfe seit Jahren ehrenamtlich leitet. Ich selbst bin Mitglied des Vereins und mein Unternehmen redaktion42 unterstützt zwei Patenkinder. Der größte Togoverein Deutschlands hatte jahrelang seinen Vereinssitz in Maisach und ist im vergangenen Jahr in die Kreisstadt Fürstenfeldbruck umgezogen.

Menschen in Togo trifft Corona besonders hart. Foto: Kopp

Menschen in Togo trifft Corona besonders hart. Foto: Kopp

„Ich wünsche Ihnen allen viel Geduld und ausreichend Rückhalt, um diese Krise zu überstehen. Für die Menschen in Togo aber ist sie ungleich dramatischer: Es gibt dort kein belastbares Gesundheitssystem, das sich auf die Behandlung der betroffenen Patienten vorbereiten könnte. Zudem existiert kein umfassendes landesweites Informationssystem und kein kein tragfähiger Staatsapparat, der finanzielle Hilfen bei bedrohten Lebensgrundlagen leisten könnte“, so Margret Kopp.
Besonders die ländliche Bevölkerung ist von jeder Information und Hilfe abgeschnitten. „Unser Partner Dr. Kodom hat mit seinem gut aufgestellten Verein Aimes-Afrique sehr schnell reagiert und sofort Schulungen für das lokale medizinische Personal angeboten“, berichtet sie weiter.
Mit den wenigen Mitteln, die er zur Verfügung hat, verbreitet er über sein ausgeklügeltes Netzwerk Video-Botschaften und Informationen, um die Menschen in den Dörfern zu sensibilisieren und die Ansteckungsgefahren weitest möglich zu reduzieren.

Es gilt über Schutzmaßnahmen  in Togo aufklären. Foto: Kopp

Es gilt über Schutzmaßnahmen in Togo aufklären. Foto: Kopp

Schulungen und Callcenter
Gleichzeitig ist es ihm ein Anliegen, das wenige geschulte Personal mit Schutzmaterial auszustatten, damit die unvermeidbar Erkrankten zumindest versorgt werden können. Er möchte die Herstellung von Seife und Desinfektionsmittel massiv ausbauen und dafür ebenfalls die Strukturen und Einrichtungen von Aimes-Afrique in Lomé und vor Ort im Landesinneren nutzen.
Das Netzwerk Aimes-Afrique besteht derzeit aus fünf Landkreisbüros mit insgesamt 65 Mitgliedern, 60 kantonale Komités mit insgesamt 420 Mitgliedern und 662 Dorfkomités.
Callcenter sollen in den einheimischen Sprachen Anrufern Auskunft über die Gefahren und Risiken des Corona-Virus geben und Ratschläge zur Prävention und zum Umgang mit Krankheitssymptomen erteilen. „Wir versuchen daher, zusätzliche Geldmittel zu beschaffen, um die Kapazitäten von Aimes-Afrique maximal wirksam werden zu lassen“, berichtet Margret Kopp weiter. Hier gibt es Informationen über die Aktion von Dr. Kodom auf der Seite der Togohilfe auf Deutsch und auch die Möglichkeit einer Spende.

Foto: Kopp

Foto: Kopp

Corona-Virus: Tag 25 der Ausgangsbeschränkung – Bis zu 50 Masken pro Tag

15. April 2020
Foto: Carmen Convent Foto: Carmen Convent

Ein Frachtflugzeug hat vor kurzem acht Millionen Schutzmasken aus China nach Bayern gebracht. Diese sollen vor allem an Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeeinrichtungen verteilt werden. Gewaltige Zahlen. Kleinere Brötchen backen die Näherinnen und Näher in Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. Eine von den engagierten Näherinnen ist Carmen Convent von Racker‘s Patchwork „Nähwerkstatt“ in Maisach.
Die Mutter von drei Kindern produziert während der Ausgangsbeschränkung im Idealfall bis zu 30 Behelfsmasken pro Tag für Arztpraxen, Firmen und Privatpersonen. „Ja, ich bin seit der Corona-Krise fleißig am Masken nähen“, erzählt sie. 2015 hat sie mit Racker‘s Patchwork „Nähwerkstatt“ ihr Hobby zum Beruf gemacht, nachdem sie von Zeitverträgen genug hatte. Es begann mit einer Patchwork-Decke für eine Freundin zum Geburtstag. Die Decke kam so gut an und die Nachfrage stieg. Neben Näharbeiten bietet Carmen Convent auch Reparaturen und Änderungen an. Kreativ ist sie beim Upcycling. So fertigte sie zum Beispiel aus 60 Krawatten eindrucksvolle Kissenbezüge. Seit Jahren ist sie auch regelmäßig beim „Kunst im Stadl“ in Anzhofen dabei.
Seit März 2020 produziert sie im Moment, neben den Patchworkdecken, Kleidung und anderen Auftragsarbeiten, fast ausschließlich nur noch Masken. „Ich habe im Netz gelesen, dass ein riesiger Bedarf besteht und habe angefangen Masken zu nähen“, erzählt sie. Die Patchwork- und Quiltstoffe kommen aus ihrem umfangreichen Stofflager. Sie verwendet ausschließlich eine hohe Stoffqualität. Der Stoff ist dichter gewebt und gleichzeitig ist es ein leichter Stoff, der gut zu tragen ist. Dabei hat sie das Schnittmuster der Essener Maske modifiziert und sich dabei mit verschiedenen Ärzten beraten. Die Masken liegen gut an und lassen sich gut reinigen. Carmen Convent stellt nur Behelfsmasken mit Bändern an, da diese für jeden passen.

„Ich halte das Bändchen auch für hygienischer. Man braucht die Behelfsmaske nicht am Mundteil anfassen.“ Sie ist gegenüber Billigstoffen sehr misstrauisch. „Viele billige Stoffe haben Ausdünstungen und wenn man diese die ganze Zeit vor Mund und Nase tragen muss, dann ist das sicher kontraproduktiv.“
Verärgert ist sie über Abmahnungen von Juristen wegen der Bezeichnung Schutzmasken. „Sie haben den Ernst der Lage nicht wirklich verstanden und es ist jetzt auch nicht die Zeit, die Situation so auszunutzen.“ Bei den Behelfsmasken, wie sie Carmen Convent näht, handelt es sich nicht um eine Atemschutzmaske. Der medizinische MNS (Mund-Nasen-Schutz) wird beispielsweise bei Operationen vom medizinischen Personal getragen, damit keine Keime in die offene Wunde gelangen. Auch Pflegepersonal in Senioreneinrichtungen nutzt sie.
Die Behelfsmaske vermindert die Verbreitung von Flüssigkeitströpfchen aus Mund und Nase des Trägers. Wer eine solche Maske trägt, schützt also andere.
Die Behelfsmasken hat sie zum Selbstkostenpreis von 5 Euro pro Stück abgegeben. Ein sehr fairer Preis, wie ich finde. Dabei verwendet sie keine dunklen Stoffe. „Ich mag fröhliche Farben.“ Daher haben u.a. auch Kinderarztpraxen bunte Masken bei ihr geordert.
Übrigens: Die Masken können über Racker‘s Patchwork „Nähwerkstatt“ auf Facebook, per Email info@rackers-patchwork.de  und telefonisch geordert werden. Und nicht nur Masken. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag hat sie ihre Werkstatt in der Wiesenstraße 5a in Maisach normalerweise zum Verkauf geöffnet. Carmen Convent hofft, dass die Beschränkungen durch die Corona-Krise bald wieder gelockert werden und sie ihre Kunden wieder persönlich begrüßen kann.

Corona-Virus: Tag 23 der Ausgangsbeschränkung – Neue Wege das Osterfest zu begehen – Aufruf an Künstler und Sportler

13. April 2020

Als ich am Ostersonntag vor die Tür trat, traf ich in Maisach auf einen Ostergruß in Form von Kreidesprüchen auf den Straßen und Wegen. „Der Herr ist auferstanden“ (nicht aufgestanden), „Jesus lebt“, „Frohe Ostern“ oder „Halleluja“ war zu lesen. Eines der Hochfeste der Christenheit wurde anders als sonst in unserem Dorf begangen.

Es gab kein organisiertes Osterfeuer am Volksfestplatz, der Gottesdienst in den evangelischen und katholischen Gotteshäusern blieb aus – Ostern wurde 2020 aufgrund von Corona anders, persönlicher gefeiert. Man blieb zu Hause, wahrte Abstand und suche andere Wege das Fest zu feiern. Natürlich durften Eier an Osterbüschen nicht fehlen.

Bei uns in Maisach hat der katholische Pfarrverband eine führende Rolle im Live-Streaming übernommen. Pater Terence hatte gestern via Zoom die Ostermesse feierlich zelebriert und zahlreiche Gläubige sind der Einladung gefolgt. Ich finde es absolut großartig, wie modern sich hier die Pfarrgemeinde präsentiert und welchen Weg sie voranschreitet. Das Bayerische Fernsehen brachte sogar einen TV-Beitrag über den Streaming-Gottesdienst zum Palmsonntag.

Die Corona-Krise kann bei den Menschen Kreativität hervorbringen. Überall in der Welt finden beispielsweise Wohnzimmerkonzerte statt. Musiker übertragen ihre Konzerte vom Wohnzimmer aus ins Netz. Das könnte doch auch ein Vorbild für unsere Künstler im Gemeindegebiet von Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck sein.
In den vergangenen Tagen der Ausgangsbeschränkung habe ich viel an diesen Wohnzimmerkonzerten als Gast teilgenommen. Gerne würde ich ein Instrument spielen können. Meine Kinder bekommen ihren Unterricht in Klavier und Schlagzeug von ihren Lehrern via Skype, nachdem ja die Musikschulen geschlossen sind. Ich finde es inspirierend, was die neue Technik so alles möglich macht.
Gerne würde ich Musiker unserer zahlreichen Kapellen und Musikgruppen im Live-Streaming sehen. Sicher haben wir Talente, die zum Wohnzimmerkonzert einladen könnten, wie in den umliegenden Gemeinden auch. Wer hat den Mut, wer macht den Anfang?
Marcus Bölt aus Maisach macht beispielsweise eine Radiosendung im Web unter dem Titel Radio Smirne. Witzig, was heute möglich ist. Hier die Sendung vom 12. April 2020.


Die TSG Maisach bringt Videos für den Sport zu Hause in Corona-Zeiten. Wie wäre es, wenn die eigenen Fitnesstrainerinnen und -trainer ein Live-Streaming machen würden? Das könnte doch die Gemeinschaft im Dorf stärken. Gerade beim HomeOffice mit Kindern wäre das doch eine wunderbare Abwechslung (und natürlich auch eine hervorragende Werbeveranstaltung für die Sportart). Ich bin mal gespannt, ob das auf die Beine gestellt wird von unserer lebendigen Vereinswelt in Maisach.

Corona-Virus: Tag 20 der Ausgangsbeschränkung – Maisach das Dorf der grünen Herzen – aktualisierte Liste: Wer liefert was in Maisach

10. April 2020

Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck ist über Nacht ein Dorf der Herzen geworden. Dies wird optisch klar, wenn man in die Schaufenster des gemeindlichen Einzelhandels blickt. Zwar sind viele Geschäfte noch im Rahmen der Ausgangsbeschränkung wegen Corona geschlossen, aber es gilt den Maisachern in Erinnerung zu rufen, warum man im Ort einkaufen sollte.
Evi Huttenloher vom Gewerbeverband hatte die Aktion in meinem Blog angekündigt und Evi Huttenloher hat nun mit ihrem Team geliefert. Die Geschäfte, die Mitglied im örtlichen Gewerbeverband sind, können sich ein großes, grünes Herz ins Schaufenster hängen mit der Aufschrift. „Halten Sie uns die Treue — und bleiben Sie gesund.“

Und gestern abend übermittelte mir Evi Huttenloher noch die aktuelle Liste: Wer liefert was in Maisach. Die erste Fassung wurde nach umfangreichen Feedback und Mithilfe der Maisacher überarbeitet und daher die neue Liste. Für Anregungen und Ergänzungen bitte an Marktreferenten Uwe Furthmann per E-Mail: uwe.furthmann@live.com wenden. Gerne stelle ich die Liste zum Download bereit. Ich finde es toll, dass der Gewerbeverband neue Wege in unserem Dorf geht. Ein paar Ideen hab ich noch.

Und wenn man durch das Dorf spaziert, springen diese sympathischen, grünen Herzen sofort ins Auge. Beim Weg zum Maisacher Wochenmarkt hatte ich einige Geschäfte mit diesem Symbol gesehen und fotografiert. Es sind längst nicht alle – die Fotos sind nur eine Auswahl, die auf meinem Weg zum Wochenmarkt lagen.

Bunte Wandersteine vor dem Rathaus
Herzen sind schöne Symbole in der Krise, die uns allen Kraft geben. Auch Kinder beteiligen sich und sind Mutmacher. Im Rathausgarten haben Unbekannte eine Steinschlange mit bemalten Steinen geschaffen. Immer wieder werden neue Steine hingelegt von Kindern und es kommt zu Wandersteinen. Wenn Corona besiegt ist, wandern die Steine überall in die Gemeinde hin. Ich finde es eine prima Idee.