Posts Tagged ‘Feuerwehr’

Buchtipp: Das Jahrtausendhochwasser Simbach am Inn

11. Juli 2018
Interessante Dokumentation über das Hochwasser in Simbach am Inn.

Interessante Dokumentation über das Hochwasser in Simbach am Inn.

Vor kurzem hatte ich ein Seminar in Niederbayern und eine Teilnehmerin berichtete mir vom Hochwasser in ihrer Heimat Simbach. Am 1. Juni 2016 zerstörte ein Hochwasser Teile der Ortschaft. Der kleine Fluss Simbach verwandelte die gleichnamige Ortschaft zu einem Chaos.
Die Seminarteilnehmerin zeigte mir zusammen mit ihrem Mann einen selbstgefertigten Fotoband, wie die Flut die Heimat zerstörte. Innerhalb von Minuten kam das Wasser und der Schlamm. Keller und Erdgeschoss wurden innerhalb von Minuten überschwemmt. Der Mann, der zufällig zu Hause war, packte seine Kamera und dokumentierte die Katastrophe. Er flüchtete ins Obergeschoss und wurde nach Tagen von Helfern von THW und Feuerwehr gerettet. Alles im Keller und Erdgeschoss wurde vernichtet, darunter ein wertvoller Steinway-Flügel, der gerade erst gekauft wurde. In Simbach kam es zu sieben Todesopfern, die in den Fluten ums Leben kamen, weil sie sich unter anderem nicht mehr aus dem Keller retten konnten. Die Erzählungen des Ehepaars haben mich berührt.
Leider kann ich die persönlichen Bilder von der Flut der Familie nicht zeigen, aber ich habe mir ein Buch gekauft: „Das Jahrtausendhochwasser“. Es wurde von der Stadt Simbach herausgebracht. Das Titelfoto von Walter Gering ist das Bild, das um die Welt ging. Der freie Fotograf drückte ab und die PNP veröffentlichte das Foto. Dann wurde es von den Massenmedien und den sozialen Netzwerken aufgegriffen und weiterverbreitet. Innhalb eines Tages war das sehr gute Reportagefoto in allen Köpfen. Und auch ich verbinde das Hochwasser in Simbach mit diesem Foto.
Das Buch ist eine Dokumentation der Ereignisse. Es zeigt, wie es zur Flut kommen konnte, wie das Wasser sich seinen Weg bahnte und wie die Bevölkerung zusammenhielt, um Folgen der Katastrophe zu bewältigen. Ergänzt werden die umfangreichen Fotos von Statements von Politiker, Helfern und Betroffenen. Die Schicksale haben mich berührt. Von Gesprächen habe ich gehört, dass die Entschädigung der Familien noch lange nicht geklärt ist. Das ist für mich ein Skandal.
Und es wundert mich, dass erst jetzt, zwei Jahre nach Flut der Ausbau des Hochwasserschutzes in Simbach am Inn beginnt. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. So rollen im Moment die Bagger an. Damit das Wasser bei Starkregen in Zukunft besser abfließen kann, soll der Bach, der mitten durch die Stadt fließt, ein breiteres Bett bekommen.

 

Silvester in New York – Meine Reiseimpressionen Teil 6

10. Januar 2017
Perfekt ausgestattet für den Silvesterabend in New York.

Perfekt ausgestattet für den Silvesterabend in New York.

Silvester war der eigentliche Grund, weshalb ich mit meiner Familie nach New York reiste. Wir wollten das neue Jahr an einem anderen Ort begrüßen und da kam uns der Big Apple gerade recht. Ich hatte K2 diese Reise versprochen, für den Fall, dass Donald Trump das US-Präsidentschaftsamt gewinnt.
Silvester in New York heißt in der Regel Silvester am Times Square. Dort findet der so genannte Ball Drop statt: Der Times Square Ball ist ein Kristallball, der seit 1907 an Silvester auf dem Dach des Wolkenkratzers One Times Square 23 Meter an einer Stange herabgelassen wird. Diese Ball Drop genannte Show beginnt 60 Sekunden vor dem Jahreswechsel. Um ehrlich zu sein: Diesen Zirkus am Times Square wollten wir uns nicht antun. Wir wollten nicht mittags auf den Platz sein und bis 0 Uhr in der Kälte warten. Der Platz ist einfach voll, richtig voll. Und außerdem ertrage ich Mariah Carey nicht, die an diesem Abend zu Silvester singen sollte. Ja sollte, aber sie tat es nicht. Mariah Careys Playback versagte und auch ihre Tänzer waren nicht so, wie es die zickige Sängerin haben wollte. Im Internet sah ich mir später die chaotische Show an und war glücklich, dass uns diese Peinlichkeit erspart bliebt. Mariah Carey brach nach sechs Minuten ab.
Also am Times Square waren uns zu viele Leute. Daher entschlossen wir uns, Silvester im Central Park zu feiern. Die grüne Lunge New Yorks bietet genug Platz zum Feiern und genug Platz für viele Leute.

Läufer aus Sindelfingen in der U-Bahn fahren zum Silvesterlauf.

Läufer aus Sindelfingen in der U-Bahn fahren zum Silvesterlauf.

Die U-Bahn brachte uns zum Central Park. In der U-Bahn begegneten uns Läufer aus aller Herren Länder. Für viele Sportler in New York ist der Silvesterlauf im Central Park die wahre Party am New Years Eve. Im Central Park startet genau um Mitternacht der Emerald Nuts Midnight Run des Läuferclubs New York Road Runners. Etwas mehr als sechs Kilometer läuft man um Mitternacht ins neue Jahr. Dabei ist viel Show wichtig. Neben mir saßen seltsame Läufer als Kakerlaken verkleidet und auch eine Seniorenläufergruppe „Midnight Madness 2017“ aus Sindelfingen fieberte dem sonderbaren Laufereignis entgegen. In der U-Bahn feuerte sich die Gruppe auf schwäbisch gegenseitig an. Ausstiegsplatz für die Gruppe war die 72. Straße beim Dakota, dem einstigen Wohnort von John Lennon, vor dem der ehemalige Beatles erschossen wurde.


Wer nicht laufen, sondern nur feiern wollte, der fand sich bei der Tavern on the Green weiter südlich ein. Die Polizei hatte Absperrungen errichtet. Am Eingang zum Central Park wurde ein großer Scheinwerfer aufgebaut und die Polizisten führten stichprobenartig Kontrollen durch. Es war auffällig, wie wenig Gedränge es trotz der großen Menschenmassen gab. Vor dem Ausflugslokal Tavern on the Green teilte sich die Menge auf und verstreute sich. Als Neuling wussten wir zunächst nicht, wo wir hinblicken sollten. Wo findet jetzt das Feuerwerk statt? Ich ging zunächst davon aus, dass die südliche Skyline von Manhattan erleuchtet wird. Leider falsch. Also mussten wir uns umdrehen. Die Besucher des Parks waren ausgelassen, aber nicht betrunken. Ich habe keine grölenden Betrunkenen gesehen. Die New Yorker-Polizei tolerierte keinen Alkohol in der Öffentlichkeit. Ein paar Besucher hatten Klappstühle dabei, einige ließen sich auf den Bänken im Park nieder. Und wir als Familie standen eben herum.


Zehn Sekunden vor Jahreswechsel ging der Countdown los: 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, happy new year. Die Null ging im Jubel der Masse unter. Gleichzeitig startetet das zentrale Feuerwehr im Central Park. Rund 15 Minuten brannte ein großes Brillantfeuerwerk mit lautem Krachen und Zischen ab. Rakete um Rakete stiegen in den Himmel und explodierten mit einem Donnern. Dann war alles vorbei. Kein Geballere mehr. Die Leute lagen sich in den Armen. Unsere Familie wünschte sich ein gutes neues Jahr. Wir küssten uns, nahmen uns in die Arme und freuten uns auf ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2017.
Nach rund 30 Minuten war alles vorbei. Die Menge löste sich auf. Auch wir gingen Richtung U-Bahn und dann zurück zum Hotel.

Kommentar: Ich will bei uns ein anderes Silvester

Nicht alles in den USA ist gut, aber im Vergleich zu unserem Silvesterfest in Deutschland hat mir Silvester im Central Park außergewöhnlich gut gefallen. Ich plädiere künftig für ein zentrales Feuerwerk in deutschen Städten. Private Feuerwerke braucht kein Mensch.
Durch das zentrale Feuerwerk gab es keinen öffentlichen Verkauf von Feuerwerkskörpern. Der Einzelhandel bei uns würde zwar kotzen, aber die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach. Durch ein zentrales Feuerwerk gibt es keine Böllerei vor und nach dem Jahreswechsel. Es gibt keine Verletzten durch irgendwelche Deppen, der an ihren Feuerwerkskörpern herumdoktern und ihnen das Zeug um die Ohren fliegt.
Überlasst das Abbrennen doch einfach den Profis. Die Feuerwehr steht bei einem zentralen Fest bereit und kann im Ernstfall eingreifen. Bei uns passieren Brände durch Raketen, enorme Kosten durch das Ausrücken der Floriansjünger.

Frohes neues Jahr - ich plädiere für ein zentrales Feuerwehr zu Silvester.

Frohes neues Jahr – ich plädiere für ein zentrales Feuerwehr zu Silvester.

Durch das zentrale Abbrennen der Feuerwerkskörper leiden keine Haustiere in dem Maße wie bei uns in Deutschland. Meine Wellensittiche scheinen durch das Feuerwerk nicht groß gestört zu sein, die Hunde und Katzen der Nachbarn leiden durch die Böllerei.
Auch eine Konsequenz: Es gab keinen großen Raketenmüll am nächsten Tag. Die Putztruppe in New York trat gleich nach dem Abbrennen des Feuerwerks in Aktion und räumte auf. Wenn ich bei uns dagegen nach Silvester durch die Straßen gehe, treffe ich auf Müll im öffentlichen Raum. Zum Teil gibt es noch Blindgänger, zerschlagene Flaschen, ausgebrannte Feuerwerkskörper, China-Böller, Raketen.
Die Massen in New York sind groß, sehr groß sogar und dennoch ging es friedlich zu. Es gab keine besoffenen Deppen, die herumpöbeln, provozieren oder randalierten. Das sehe ich bei uns im Dorf immer wieder, dass Menschen mit Alkohol nicht umgehen können. Zwar wurde im Central Park auch mit einem Sekt angestoßen, aber öffentliche Alkoholleichen mit entsprechender Kotzerei hab ich nicht gesehen. Das fand ich sehr gut. Und bei einem zentralen Fest kommen die Leute aus der Gemeinde oder des Stadtteils zusammen und unterhalten sich, feiern zusammen und begrüßen zusammen das neue Jahr. Silvester kann auch eine gesellschaftliche Angelegenheit sein.
Gerade in Deutschland wird viel über Feinstaub diskutiert und polemisiert. Nach Abbrennen des Feuerwerks legte sich auf deutsche Straßen und Plätze eine Feinstaubglocke. Dieses Mal war bei uns im Dorf sogar Nebel mit dabei, dass einem das Atmen schwer fiel, da an jeder Ecke ein Feuerwerk abgebrannt wurde. Ich hab im Netz einen Film gesehen, bei dem München unter einer Nebelglocke lag und das Feuerwerk im Nebel explodierte. Sah interessant aus, aber der Feinstaub war enorm. Also hört endlich auf mit dieser Umweltschweinerei. Einfach mal über den Tellerrand schauen und Betrachen, wie es andere machen.

Auffallend: Mein Gürtel Bob von Feuerwear

18. Juli 2013

Ich bin sehr oft für Schulungen gebucht, mal bei Schulen, mal bei KMU und auch sehr oft bei der bayerischen Ministerialverwaltung. Da stellt sich natürlich immer die Frage, was zieht man an? Ich meiner jüngsten Schulung für die Mitarbeiter der bayerischen Staatskanzlei probierte es etwas aus und zog zum dunklen Anzug den Bob an. Bob? –  Bob ist mein neuer Gürtel von Feuerwear in rot.

Ich hab den Bob in rot.

Ich hab den Bob in rot.

Bob besteht aus einem gebrauchten Feuerwehrschlauch inklusive Einsatzspuren und individueller Aufdrucke und ist stylischer Hingucker. Und Bob fordert zu Reaktionen. Nach der Veranstaltung wurde ich angesprochen, ob ich denn mit dem Gürtel zum Empfang auf Schloss Schleißheim gehe. Dorthin lud der Freistaat Bayern rund 3000 Helfer von THW, Feuerwehr und Rettungskräfte, um sich für ihre Arbeit im Kampf gegen das Hochwasser zu bedanken. Und Bob wurde sofort als ehemaliger Feuerwehrschlauch erkannt. Ich musste meinen Gesprächspartner enttäuschen, denn ich hatte keine Einladung bekommen. Aber ich war begeistert, dass Mitarbeiter der bayerischen Staatskanzlei die stylische Marke Feuerwear kennen.

Es entwickelte sich ein nettes Gespräch über Bob und Feuerwear. Fest steht für mich: Das brandheiße und individuelle Accessoire hinterlässt bei jedem Outfit einen nachhaltigen Eindruck. Neben dem auffälligen Material sorgt auch die kunstvoll geschmiedete nickelfreie Schnalle mit rauchig-geprägtem Feuerwear-Logo im Used-Look für besondere Hingucker. Gürtel Bob ist vier Zentimeter breit, 130 Zentimeter lang und kann problemlos auf die gewünschte Länge individuell gekürzt werden.

Bob schützt nicht nur vor rutschenden Hosen, sondern auch die Umwelt: Jedes Produkt von Feuerwear wird aus gebrauchtem Feuerwehrschlauch gefertigt, der sonst als Abfall die Umwelt belasten würde. Durch das Upcycling wird der Lebenszyklus des robusten Materials verlängert. Die nachhaltige Produktionsweise bei Feuerwear stellt zudem sicher, dass wertvolle Rohstoffe und Ressourcen eingespart werden.

Mal sehen, wann Feuerwehrschlauch Bob wieder zum Einsatz kommt. Zum dunklen Anzug kann ich Bob auf jeden Fall tragen.

 

Hochwasserschutz: Interview mit Birgit Gehr von Floodsax

10. Juni 2013

Aufmerksame Leser des Blogs haben es bemerkt, mir gefallen die Floodsax-Kissen, quasi mit dem Babywindel-Prinzip gegen Hochwasser. Ich habe daher mit der Geschäftsführerin Birgit Gehr ein Interview geführt.

Birgit Gehr von Floodsax

Birgit Gehr von Floodsax

FloodSax ist ein High-Tech-Kissen gegen Hochwasser. Was ist FloodSax eigentlich?

Birgit Gehr: Die “Floodsax” (englisch etwa: “Flut-Säcke”) sind im Grunde ein Baumwollgemisch, das es in verschiedenen Größen gibt. Innendrin steckt ein spezielles Granulat – Fachleute reden hier von einem “hydrophilen Polymer”. Das kann enorm viel Wasser aufnehmen. Am Ende enthält der Floodsax mehr als das hundertfache seines Eigengewichts an Wasser. Aus 200 Gramm Gewicht werden 25 Kilo. Das Prinzip ist das gleiche wie bei einer Babywindel – nur größer.

Bisher werden bei Überschwemmungen meistens Sandsäcke verwendet. Warum sind die Floodsax besser?

Birgit Gehr: Der größte Vorteil ist: Die Floodsax füllen sich von alleine. Niemand muß mehr mühsam Sand schaufeln und Säcke hin- und herwuchten. Die Floodsax legt man einfach im leeren Zustand ins Wasser – sie füllen sich dann ganz von alleine. Das dauert nicht länger als drei Minuten. Ein einziger Floodsax ersetzt dabei mehr als zwei herkömmliche Sandsäcke.

Gibt es noch weitere Vorteile?

Birgit Gehr: FloodSax sind mindestens 5 Jahre lagerfähig, da sie in Lagen zu jeweils 5 Stück vakuumverpackt geliefert werden. So brauchen sie nur sehr wenig Platz im Lager. Ein Karton mit 20 FloodSax-Kissen kann ohne Probleme von einem Menschen getragen und vor Ort gebracht werden; selbst eine Palette mit 400 FloodSax passt in einen Kleintransporter und ersetzt 1000 Sandsäcke.

Wie kann FloodSax eingesetzt werden?

Birgit Gehr: FloodSax haben drei Funktionen. Erstens: Sie saugen sehr viel Wasser auf. Das kann man zum Beispiel nutzen, wenn daheim die Waschmaschine undicht wird oder ein Wasserrohr geplatzt ist. Einfach einen oder mehrere Floodsax in die Pfütze legen – fertig. Zweitens können vollgesaugte Floodsax als Schutzmauer gegen Wasser dienen – genau wie klassische Sandsäcke, nur besser. Und drittens kann man mit Floodsax natürlich auch Wasser umleiten. So lassen sich beispielsweise Baustellen trocken halten oder Hochwasserströme umleiten, etwa in die Kanalisation.

Wie funktioniert FloodSax eigentlich genau?

Birgit Gehr:  Ein FloodSax enthält wasserabsorbierende Innenpads. Diese bestehen aus einer Mischung von geflocktem Zellstoff und einem selbstaktivierenden Polymer, dem sogenannten Superabsorber. Das Polymer in den Pads hält das Wasser über Wasserstoffbrückenbindungen dauerhaft, bis zu 3 Monaten, im Inneren der FloodSax gespeichert. Jedes dieser absorbierenden Innenpads hat dann noch eine aus Vlies bestehende Außenhaut, mit der es vernäht ist. Zusammen in drei Reihen, nebeneinander, sowie übereinander ergeben sie die typische Form der FloodSax.

Für wen ist FloodSax gedacht?

Birgit Gehr:  Zu unseren Kunden gehören Mitarbeiter von Feuerwehren, THW, Rettungskräfte sowie Bauhöfe, die gegen Hochwasser und Flut ankämpfen müssen. Aber auch für Privatleute, die ihren Keller gegen Hochwasser schützen wollen. Die Säcke arbeiten wie eine Art Mauer und machen das Durchdringen für Wasser unmöglich. So bleiben wichtige Geräte, Räume oder ganze Häuser vor Wasser geschützt.

Das Afrika-Fest in Würzburg ist komplett abgesoffen. Total schade.

Das Afrika-Fest in Würzburg ist komplett abgesoffen. Total schade.

Hochwasser kommt Gott sei Dank nicht alle Tage vor. Kann ich FloodSax auch außerhalb von Krisenzeiten einsetzen?

Birgit Gehr: Natürlich. Wasserschäden gibt es leider öfter, als es den meisten Leuten lieb ist. Sei es bei einem Rohrbruch, einer defekten Waschmaschine oder einer auslaufenden Spülmaschine: Überall, wo Wasser im Spiel ist, kann das System eingesetzt werden. Die Floodsax haben sich in allen denkbaren Situationen schon bewährt. Viele Kunden haben FloodSax auf Vorrat gekauft und lagern sie platzsparend im Keller, damit sie im Notfall sofort griffbereit sind.

Thema Umweltbelastung: Ist das Material im FloodSax umweltschädlich und wie muss es entsorgt werden?

Birgit Gehr: Wenn das Hochwasser vorbei ist, kann das System unbedenklich über den Hausmüll entsorgt werden. Wenn keine Gifte im Spiel sind, wie etwa bei einem einfachen Wasserrohrbruch, können die Säcke auch in einer Anlage für Bioabfälle verwertet werden, da alle Bestandteile der FloodSax biologisch abbaubar sind. Der „Carbon-Footprint“ – die CO2-Belastung – ist auch aus diesem Grund wesentlich geringer als bei herkömmlichen Sandsäcken.

Welche verschiedenen Arten von Floodsax gibt es?

Birgit Gehr: Für Feuerwehren, THW und Rettungskräfte gibt es das Commercial Pack, bestehend aus einem Karton mit 4 einzelnen, vakuumverschweißten Einzelpacks, die jeweils fünf FloodSax enthalten (insgesamt 20 Stück FloodSax). Privatleute greifen auf das Home Pack zurück. Es wurde speziell für den privaten Gebraucht zum aktiven Schutz gegen Hochwasser, Sturmfluten oder sonstige Wassereinbrüche, sowie Leckagen konzipiert. Sie können damit selbständig und schnell Türen, Tore, Fenster, Luftschächte, Rückschlagklappen, undichte Leitungen, Kellerinstallationen, etc. vor eindringendem Wasser schützen. Das Home Pack enthält einen speziellen FloodSax Türschlauch und vier kleinere FloodSax. Alle Produkte kann man beziehen über unsere Homepage unter www.floodsax.de.

Kampf dem Hochwasser: Das Ende des Sandsacks – wie eine Babywindel

3. Juni 2013

29 Aug 017

Nachdem ich mich am Wochenende  gegen ein mögliches Hochwasser gerüstet habe, gehe ich lieber auf Nummer sicher und hab aufgestockt. Ich habe weitere Floodsax-Kissen geordnet, die umgehend per Kurier bei mir eingetroffen sind. Perfekter Service.

Im Moment habe ich ein Problem mit einer Sickergrube. Wenn es weiter regnet, kann die Grube das Regenwasser nicht mehr fassen und läuft voll. Das Wasser drückt dann in den Keller. Daher habe ich für den Notfalls mit Floodsax-Kissen besorgt, für den Fall der Fälle.

Die weißen Floodsax-Kissen sehen unscheinbar aus. Sie saugen sich voll Wasser und wachsen dann zur vollen Größe an. Das Produkt wird gegen Hochwasser eingesetzt. Ein Floodsax enthält wasserabsorbierende Innenpads. Diese bestehen aus einer Mischung von geflocktem Zellstoff und einem selbstaktivierenden Polymer. Nachdem auch das Handelsblatt in der heutigen Ausgabe einen Artikel über das System gebracht hat, waren bei mir alle Zweifel zerstreut.

Umgehend traf Nachschub von Floodsax-Kissen per Kurier bei mir ein.

Umgehend traf Nachschub von Floodsax-Kissen per Kurier bei mir ein.

Floodsax hat sich in drei Bereichen bewährt: Wasseraufnahme, Wasserbarriere und Wasserumleitung. Die Kissen nehmen in Sekundenschnelle Wasser auf und verhindern damit Wasserschäden. „Die Floodsax füllen sich quasi selbst“, sagt mir Birgit Gehr. „Leer wiegt ein Sack nur 200 Gramm, vollgesaugt fast 25 Kilo.“ Die Münchner Unternehmerin Gehr führt die neuen Säcke gerade auf dem deutschen Markt ein. Das Geniale daran: Man braucht die Säcke eigentlich nur auszulegen, sie saugen sich dann von selbst mit Wasser voll. Das dauert nicht mehr als drei Minuten. Es funktioniert im Prinzip wie eine Babywindel, die leer auch sehr leicht ist, aber dennoch viel Flüssigkeit aufnehmen kann. Das mühsame und zeitintensive Befüllen von Sandsäcken entfällt vollkommen. Zudem habe ich im Fernsehen gesehen, dass Sandsäcke an einigen Orten knapp werden.

Ein einzelner Floodsax ersetzt mehr als die doppelte Anzahl Sandsäcke. Die Säcke arbeiten wie eine Art Mauer und machen das Durchdringen für Wasser unmöglich. So bleiben wichtige Geräte, Räume oder ganze Häuser vor Wasser geschützt. Zudem können mit Floodsax Wasserströme umgeleitet werden (z.B. in die Kanalisation). Damit sind plötzliche Sturzfluten kein Problem mehr. „Gerade bei Hochwasser kann man so den Helfern die Arbeit extrem erleichtern“, sagt Flut-Expertin Birgit Gehr. Die platzsparenden Floodsax-Säcke kann ich ganz einfach im Keller einlagern und bin für alle Fälle gerüstet.

Für mich als Privatmann gibt es ein spezielles HomePack mit fünf Floodsax, das für die meisten alltäglichen Einsatzgebiete ausreicht. Nach dem Einsatz können die Säcke, die in verschiedenen Größen zu haben sind, ganz normal über den Hausmüll entsorgt werden. Sie sind komplett ungiftig und biologisch abbaubar. Für Feuerwehren, THW und Rettungskräfte gibt es das Commercial Pack, bestehend aus einem Karton mit 4 einzelnen, vakuumverschweißten Einzelpacks, die jeweils fünf Floodsax enthalten (insgesamt 20 Stück Floodsax).

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Besser als Sandsäcke gegen Hochwasser: Floodsax

2. Juni 2013

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Das Hochwasser trifft Bayern mit voller Wucht. Bisher habe ich mich mit Sandsäcken gegen die Fluten geschützt. Mein Keller ist hochwassergefährdet. Auf einem Seminar entdeckte ich eine eine bessere Lösung gegen das Nass, das sowohl für private Haushalte als auch für Feuerwehren, Katastrophenschutz und andere Helfer geeignet ist: Floodsax.

Alexandra Wehner und Birgit Gehr von bluESProtec GmbH aus München waren bei mir Seminarteilnehmerin und vertreiben mit ihrer Firma die Säcke. Bei dem System handelt sich um einen Hochwasserschutz mit einfacher Handhabung, geringsten Eigengewicht und Platzbedarf. Im Grunde sehen die weißen Kissen unscheinbar aus. Sie saugen sich voll Wasser und wachsen dann zur vollen Größe an. „Ein hydrophiles Polymer zusammen mit einem organischen Additiv sorgen für ein mehr als hundertfaches Wasseraufnahmevermögen des FloodSax“ erklärt Alexandra Wehner. Die Füllung von 210 Gramm kann bis zu 25 Liter Wasser aufnehmen. Das hat mich vollkommen überzeugt und ich brauche keine Sandsäcke mehr, um meinen Keller zu schützen.

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Die Teile sind mindestens 5 Jahre lagerfähig, da sie in Lagen zu jeweils 5 Stück vakuumverpackt geliefert werden. So brauchen sie nur sehr wenig Platz bei mir im Keller. Im Moment greifen Feuerwehren und anderen Helfern auf die Lösung zurück. Die Lager von bluESProtec GmbH sind bei dem Hochwasser gut gefüllt und noch gibt es Nachschub.  Ein Karton mit 20 FloodSax-Kissen kann ohne Probleme von mir getragen und vor Ort gebracht werden; selbst eine Palette mit 400 FloodSax passt in einen Kleintransporter und ersetzt 1000 Sandsäcke, also ideal für Feuerwehren oder andere Hefter.

Ein FloodSax enthält wasserabsorbierende Innenpads. Diese bestehen aus einer Mischung von geflocktem Zellstoff und einem selbstaktivierenden Polymer, dem sogenannten Superabsorber. Das Polymer in den Pads hält das Wasser über Wasserstoffbrückenbindungen dauerhaft, bis zu 3 Monaten, im Inneren der FloodSax gespeichert. Jedes dieser absorbierenden Innenpads hat, aus Vlies bestehende Außenhaut, mit der es vernäht ist. Zusammen in drei Reihen, nebeneinander, sowie übereinander ergeben sie die typische Form der FloodSax.

Bei mir zu Hause funktioniert das System ideal: Das FloodSax Home Pack wurde extra für den aktiven Außenschutz von Gebäude vor Hochwasser, Sturmfluten oder Wassereinbrüchen bei Starkregen konzipiert. Es besteht aus einem FloodSax-Türschlauch (90 cm x 19 cm) und 4 FloodSax (45 cm x 35 cm). Ich kann als Hausherr mit dem Home Pack selbständig und schnell meine Türen, Tore, Fensterschächte, Rückschlagklappen und Kellerinstallationen sicher vor Hochwasser schützen. FloodSax bieten auch innerhalb des Gebäudes Schutz. Größere Wasserschäden durch gebrochene oder geplatzte Leitungen, gerissene Zu- und Ablaufschläuche, bei Installation und bei Reparaturen können vermieden oder schnell eingedämmt werden. Das System gibt es hier zu kaufen.

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Wenn das Hochwasser vorbei ist, kann das System unbedenklich über den Hausmüll entsorgt werden, Wenn keine Kontaminationen zu befürchten sind, wie bei einem einfachen Wasserrohrbruch, können die Säcke auch in einer Anlage für Bioabfälle verwertet werden, da alle Bestandteile der FloodSax biologisch abbaubar sind. Der „Carbon-Footprint“ – die CO2-Bilanz ist auch aus diesem Grund wesentlich geringer als jener von herkömmlichen Sandsäcken.

Im Moment sehe ich drei Einsatzmöglichkeiten bei mir zu Hause:

  • Wasseraufnahme: Die Kissen nehmen in Sekundenschnelle Wasser auf, damit Wasserschäden verhindert werden. Ich kann innerhalb innerhalb von 3 Minuten 25L Wasser aufsaugen, ein einzelner FloodSax ersetzt 5 Sandsäcke.
  • Wasserbarriere: Die Säckearbeiten wie eine Art Mauer oder Verschluss und machen das Durchdringen für Wasser unmöglich. Somit bleiben wichtige Geräte oder ganze Räume vor Wasser geschützt!
  • Wasserumleitung: Mit FloodSax können Wasserströme umgeleitet werden (z.B. in die Kanalisation). Somit sind plötzliche Sturzfluten kein Problem mehr.

Update: Das System im Video:

Heizer auf E-Loks oder warum der BJV die Welt nicht versteht

12. November 2012
Foto vom Sturmschaden. Brauch ich da einen Pressefotografen?

Foto vom Sturmschaden. Brauch ich da einen Pressefotografen?

Erinnern wir uns: In Großbritannien setzten die Gewerkschaften in den 1950er-Jahren durch, dass Heizer auch auf E-Loks mitfuhren. Was haben wir gelacht. Aber ist es in unserer Journalistenzunft nicht ebenso. Ein aktuelles Beispiel gefällig?

Jetzt beschwert sich der bayerische Journalistenverband, dass Feuerwehren von ihren Einsätzen selbst Foto schießen und an die Öffentlichkeit verteilen. Das geht doch nicht, denn freie Journalisten verdienen jetzt mit den Fotos kein Geld mehr. So eine Sauerei!

Ich bin selbst seit den achtziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts Journalist und ich habe meinen Lebensunterhalt auch mit Polizeifotos verdient. Ich bin nachts rausgefahren an die Unfall- oder Brandorte und habe Fotos mit meiner Nikon geschossen, die Filme schnell entwickelt und vergrößert und die Abzüge an die Redaktionen verkauft. Aber Leute, das Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr und ich musste mir eine neue Nische suchen und mich weiter entwickeln. So schule ich heute unter anderem Rettungskräfte in Sachen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Wie mache ich gute Pressefotos?

Aber die Verbandsvertreter vom BJV wollten den Lauf der Welt aufhalten und die Zeit zurückdrehen. Sie schreiben an die Berufsfeuerwehren einen offenen Brief. Der BJV kritisiert die zunehmende Konkurrenz durch Einsatzkräfte. „Redaktionen und Agenturen werden inzwischen großzügig und kostenlos von den Einsatzkräften oder den Pressestellen mit Bildmaterial beliefert. Das führt dazu, dass sich die ohnehin prekäre Situation der freien Bildjournalisten verschlechtert“, erklärt der BJV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Stöckel in dem Schreiben. Und es wird schön mit der Angst argumentiert: „Wenn Sie im Krankenhaus liegen, wollen Sie doch auch von einem Chirurgen und nicht von einem Laien operiert werden. Oder bei einem Brand wissen, dass der Mann hinter der Wasserspritze sein Handwerk versteht. Warum sollten wir dann im Journalismus andere Maßstäbe anlegen?“

Journalismus ist ein Handwerk – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und wenn die Einsatzkräfte richtig geschult sind, dann können sie auch gute Bilder machen. Dazu braucht es uns Journalisten nicht mehr. Dazu braucht es talentierte Menschen mit Verstand und Verantwortungsbewusstsein.

Die Welt ändert sich und weinen wir als Journalisten nicht vergangenen Zeiten nach. Der Setzer wurde auch durch den DTP-Journalisten ersetzt und die Welt ist nicht untergegangen. Lieber Verbandsvertreter: Gestalten Sie die Zukunft ihrer Mitglieder, sonst haben Sie bald keine mehr.

Knallgelbe Feuerwear-Hülle fürs iPhone 5

23. September 2012
Knallgelb ist die neue iPhone-Hülle Mitch, die es am 1. Oktober gibt.

Knallgelb ist die neue iPhone-Hülle Mitch, die es am 1. Oktober gibt.

Das iPhone 5 ist da, installiert und nun geht der Kauf verschiedener Peripherie-Geräte. Dazu gehört auch eine neue Hülle für das Apple-Smartphone. Nachdem ich auf meinen Reisen immer wieder auf meine Feuerwear-Taschen angesprochen werde, schaute ich mal, was Feuerwear zum neuen iPhone bringt. Und ich hatten den richtigen Riecher. Am 1. Oktober kommt das Gelbste, was meinen neuen iPhone 5 je passieren konnte: Am 1. Oktober präsentiert das Label aus Köln die neue Version seiner nachhaltig und in Handarbeit produzierten Smartphone-Hülle Mitch in einer auf 250 Exemplare limitierten Sonderedition. Die neongelbe „Lightline“ aus seltenem Feuerwehr-Signalschlauch macht jede Hülle nicht nur wegen ihrer Farbe zum Hingucker. Auch die unterschiedlichen Aufdrucke und Einsatzspuren lassen jede Hülle zum Unikat werden.

Die Hülle Mitch von Feuerwear ist jetzt auch für das iPhone 5 geeignet: Etwas länger als sein Vorgänger ist auch der neue Mitch ein handgefertigtes Unikat aus gebrauchtem Feuerwehrschlauch. Den Verkaufsstart am 1. Oktober feiert das Kölner Kult-Label mit der auf 250 Stück limitierten Sonderedition „Lightline“ aus seltenem neongelben Schlauch im Webshop.

Mit seinem im Einsatz erprobten robusten Außenmaterial schützt Mitch seinen Inhalt zuverlässig vor Stößen oder Kratzern, während innen feines Mikrofasergewebe das Display und die Rückseite des Smartphones schont. Mit den abgerundeten Kanten passt Mitch auch optisch perfekt zum neuen iPhone. Damit das iPhone sicher an Ort und Stelle bleibt, hat Feuerwear an der Oberseite der Hülle eine Lasche mit Klettverschluss angebracht. Beim Öffnen wird das iPhone automatisch ein Stück herausgezogen. Auf der Rückseite befindet sich eine Gürtelschlaufe – ideal für seinen Feuerwear-Kollegen, den Gürtel Bill.

Mitch ist ab dem 1. Oktober als limitierte Sonderedition „Lightline“ in strahlendem Gelb exklusiv im Webshop von Feuerwear erhältlich. Der Preis beträgt 49 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versand. Natürlich schützt Mitch auch die Vorgängermodelle sowie viele andere Smartphones mit den Außenmaßen von maximal 63 x 125 x 13mm.

Wer kein Exemplar aus der begehrten Sonderedition ergattern kann, besorgt sich Mitch in Rot, Weiß oder Schwarz zum Preis von 39 Euro.

Sturm im Wohnzimmer

3. Februar 2009

burg

Ein Sturm ist durch die Burg gefegt. Mauerteile sind abgebrochen, Türme sind eingestürzt und liegen zerborsten im Burghof. Edle Ritter und Bogenschützen wurden in Massen dahingerafft. Waffen, Ausrüstung, Fässer sind verstreut. Ein Angriffsturm hängt schief an einem Fachwerkhaus. – Unser Wohnzimmer sieht aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hat. Dabei sind doch nur die roten Drachen der Drachenritter über die gegnerische Burg gekommen und haben alles kurz und klein geschlagen.

Eine Ausnahme? Nein, nicht wirklich. Mein Sohn hat mit seinen Playmobil-Figuren gespielt und alles in die Schlacht geworfen, was er so hatte. Da macht es auch nichts, wenn in der Ritterburg auch die Feenwelt seiner Schwester auftaucht oder ein Sheriff aus dem wilden Westen neben einem Baukran der Moderne steht. Es ist die Ansicht des Spielers, was passt und was nicht. Sohnemann ist auf jeden Fall in seine Playmo-Welt versunken und spielt begeistert mit dem Plastik aus Franken.  Unterstützt wird es durch gerippte CDs, die über iTunes laufen: Das Hörspiel: Die Playmos: Dinos greifen an, ist derzeit ein Renner. Selbst ich kann schon einige Dialoge fehlerfrei mitsprechen. Also Sohn liebt Playmobil.

Genauso wie sein Vater übrigens. Ich war und bin auch ein Playmo-Fan. Bei mir begann es um 1974/75 als meine Eltern mit eine Ritterausstattung kauften. Ich wollte zu Beginn keine Figuren, was sich kurz darauf als blöde Entscheidung entpuppte. Ich wollte Ritterzubehör: Bänke, Tische, Waffenständer, Hellebarden, Schwerter und ich glaube, Schilder waren auch dabei. Teile von dem Zeug haben wir noch heute und es kommt in der aktuellen Ritterwelt des Sohns zum Einsatz. Spielzeug, das Generationen einsetzen.

Bei mir begann es mit Ritter, dann kamen Bauarbeiter hinzu – später natürlich die klassische Berufe wie Feuerwehr und Polizei. Ich machte einen Abstecher in den wilden Westen, zum Camping und landete irgendwann auch bei britischen Garden des 18. Jahrhunderts. Mit Wachhäuschen und Gewehr mit Bajonett waren sie eine Zeitlang meine Lieblingsfiguren. Ganz hohes Ansehen hatte bei mir übrigens ein Kamerateam. Es hatte eine weiße Fernsehkamera, die auf einen blauen Ständer befestigt war. Leider wurde die Kamera in jugendlichen Leichtsinn etwas schief beklebt. Ich denke, dieses TV-Team war der Auslöser meiner späterer Journalistenkarriere.

Heute müssen die Playmos aber ruhen. Gestern habe ich im Twitter der Bild gelesen, dass der Playmobil-Erfinder Hans Beck im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Trauer ist bei den Figuren angesagt, wenn der Papa  von ihnen gegangen ist. 2,2 Milliarden Figuren wurden gefertigt und ich habe das Gefühl, ein Großteil davon steht in unserem Wohnzimmer. Firmeninhaber Horst Brandstätter hatte den gelernten Möbeltischler und passionierten Modellbauer 1958 aus über 20 Bewerbern ausgewählt und es war die richtige Entscheidung. Die Playmo-Welten haben mich begleitet und auch meinen Sohn. Und wenn meine Kinder mal Kinder haben sollten, werde ich ihnen als Opa auch Playmo schenken. Vielleicht auch Ritter, damit dann das Wohnzimmer meiner Kinder genauso wie ein Saustall aussieht, wie das meinige jetzt.