Posts Tagged ‘Social Media’

Folgenreiche Social-Media-Posts

13. Januar 2022

Ein Problem in sozialer Kommunikation über das Netz sind die daraus entstehenden möglichen Missverständnisse. Schon oft ist es mir selbst passiert, dass ich auf meinen privaten Accounts die eine oder andere Bemerkung losgelassen habe und damit dem Empfänger auf die Füße getreten bin.

Eine falsche Bemerkung in sozialen Netzwerken und der wilde Affe kommt hervor.

Jüngstes Beispiel: In einer Facebook-Gruppe schrieb jemand zum traurigen Tode des großartiges Schauspielers Sidney Poitier. „Das Jahr fängt aber gut an.“ Es war ein ironisch gemeinter Post, doch bei mir kam diese Ironie nicht gut an und ich polterte zurück, dass man so einen Post auch falsch verstehe könne im Hinblick auf Rassismus. Und schon kamen die Hater aus dem Busch und die Post ging ab.

Bei beruflichen Accounts bin ich vorsichtiger. Aber das sind nicht alle. Allzu flotte und flapsige Bemerkungen in Sozialen Medien können gravierende Folgen haben – auch in der Arbeitswelt. So das Ergebnis einer weltweiten Kaspersky-Studie, die es hier zum kostenlosen Download gibt. Demnach hatten bereits vier Prozent der in Deutschland befragten Nutzer erhebliche Probleme am Arbeitsplatz in Folge eines Posts – bis hin zum Verlust der Stelle. Zehn Prozent haben sich zudem deswegen mit einer nahestehenden Person zerstritten, 14 Prozent ihre emotionalen Statements später bereut; bei den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar 21 Prozent. Acht Prozent hätten die Wortwahl ihrer Posts im Nachhinein geändert. Zudem sagen 11 Prozent, sie hätten lieber auf den Rückgang des eigenen Alkoholpegels warten sollen. Damit Soziale Medien nicht zur sozialen Falle werden, hat Kaspersky in einem #ShareAware Hub praktische Tipps und Hinweise für die Social-Media-Community zusammengestellt.

81 Prozent der in der Bundesrepublik Befragten nutzen aktuell Soziale Medien, 40 Prozent seit mindestens zehn Jahren. Trotz dieser Erfahrung passiert es vielen, dass so manches Foto oder Statement unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht – manchmal erst Jahre später. Vorsicht und Überlegung sind also angebracht, bevor eigene Posts in den Sozialen Medien unwiderruflich für Aufsehen sorgen, zu viele persönliche Daten offenbaren oder die eigene Sicherheit gefährden, bis hin zum Identitätsdiebstahl.

Folgen beim Posten: Verbraucher verkennen Auswirkungen auf ihr berufliches Umfeld
Offenbar sind sich die in Deutschland befragten Umfrageteilnehmer der Folgen ihrer Hinterlassenschaften in Sozialen Medien besonders dann bewusst, wenn es um Freunde (48 Prozent) beziehungsweise Familie (44 Prozent) geht. Weniger im Fokus stehen aktuelle, beziehungsweise zukünftige Arbeitgeber. An sie wird bei Posts stets oder regelmäßig nur von 31 Prozent beziehungsweise 28 Prozent gedacht. Demzufolge hatten bereits vier Prozent der Befragten genau dementsprechende Probleme.

Kompromittierung persönlicher Daten bei jedem Dritten
Fast jeder Dritte (30 Prozent) der Befragten in Deutschland (49 Prozent bei den 18-bis 34-Jährigen) gab innerhalb der Kaspersky-Studie an, dass seine persönlichen Daten in den Sozialen Medien bereits kompromittiert wurden. Weitere 36 Prozent (61 Prozent bei den 18-bis 34-Jährigen) kennen jemanden in ihrem Umfeld, der oder die über Social-Media aufgrund von Datenmissbrauch bloßgestellt wurde.

Buchkritik: Erfolgreich Influencer werden von Niklas Hartmann

20. November 2021

Ach so geht das! Ich muss nur das Buch Erfolgreich Influencer werden werden aufmerksam lesen und die Ratschläge von Niklas Hartmann befolgen, schon werde ich in diesem Neuland berühmt. Ein wenig YouTube hier, ein wenig Insta da – und Facebook für die Älteren nicht vergessen. Ja, ja, wenn es so einfach wäre.

Aber ich mag nicht spotten. Ich habe das Buch aufmerksam gelesen und zahlreiche Tipps und Tricks bekommen, um in den sozialen Medien mehr Follower, mehr Reichweite und vielleicht auch ein höheres Einkommen zu erzielen. So ganz hat es bei mir nicht funktioniert, also muss ich wohl den Fehler bei mir suchen, denn Autor Niklas Hartmann hat es nach eigenen Aussagen ja geschafft. Sein Linkedin-Profil hat aber keine große Reichweite, aber es zählt ja nicht die Masse, sondern die Qualität (so sagt man).

Aber ich mag ja nicht spotten, wie ich schon geschrieben habe. Das Buch, das mir freundlicherweise vom mitp-Verlag zur Verfügung gestellt wurde, sehe ich vielmehr als Inspirationsquelle und nicht als Schritt für Schritt Anleitung im Stile So werde ich erfolgreich.

Autor Niklas Hartmann bringt gute Ratschläge ins Spiel, wie ich mein digitales Auftreten optimieren kann, je nach Zielsetzung. Ach ja Ziele: Vielen angehenden Influencern ist ihre Zielgruppe und Zieldefinition nicht klar. Weiß ich erst einmal was ich will und für wen ich meinen Aufritt mache, dann ist vieles leichter. Und ich muss natürlich realistisch sein: Ich in meinem Alter werde wohl nie der flotte Influencer für den 16jährigen Konsumenten werden, das kann ich mir abschminken (und will es auch gar nicht). Interessant ist, dass bei meinen Besuchen an Schulen der Berufswunsch Influencer immer wieder geäußert wird. Entsprechende Werbung bei Playmobil befeuern diesen Berufswunsch.

Dann erfolgt natürlich die Wahl der Social Media-Kanäle. Jede Plattform hat ihre eigenen Gesetze und Formate. Einen Content für alle Plattformen ist natürlich Blödsinn – das bestätigt Niklas Hartmann mir auch. Die Tipps, die in diesem Buch gegebenen werden, sind nicht neu, aber sie sind gut zusammengefasst und geben einen Überblick. Natürlich geht dabei die Tiefe flöten, aber das will das Buch auch gar nicht. Wer sich für Soical Media Marketing oder SEO interessiert, der greift zur entsprechenden (digitalen) Fachliteratur. Ich habe das Buch erfolgreich Influncer werden als dankbare Anregung zur Reflexion der eigenen Strategie und des eigenen digitalen Auftretens wahrgenommen. Für ein wirkliches Lehrbuch ist Erfolgreich Influencer werden eher nicht geeignet.

Der Brand von Notre Dame in sozialen Netzwerken

16. April 2019

Es waren schreckliche Bilder, die wir gestern sehen mussten. Notre Dame in Flammen. Der Dachstuhl der französischen Kathedrale brannte. Ich habe das Unglück live in den sozialen Netzwerken verfolgt und mir immer wieder gedacht, in welcher Welt wir leben.

Die erste Anlaufmeldung kam bei mir aufs Smartphone über die App des Bayerischen Rundfunks. Feuer in Notre Dame. Ich erinnerte mich als ich das erste Mal Notre Dame besucht hatte. Es war auf der Klassenfahrt vor dem Abitur Ende der Achtziger Jahre des vergangen Jahrhunderts. Damals stand viel Kultur auf dem Programm. Ich besuchte unter anderem den Louvre, das Grab von Jim Morrison und Victor Hugo (Der Glöckner von Notre Dame) und natürlich auch Notre Dame selbst. Das Bauwerk machte auf mich einen imposanten Eindruck. 

Dieser Erinnerung an die Schulzeit kam wieder hoch als ich die Flammen aus Notre Dame in den sozialen Medien sah. Zunächst verfolgte ich die Entwicklung des Brandes in Twitter. Dort kamen immer neue Bilder und kurze Clips aus Paris. Verschiedene Hashtags waren im Umlauf. Während Twitter die News brachte, kamen in Facebook die ersten Erinnerungen von Menschen an den Bau. Hier zeigte sich die unterschiedliche Wirkung und Einsatzmöglichkeiten von Social Media. K2 berichtete, dass eine Schulfreundin drei Stunden vor dem Ausbruch des Feuers die Kirche sogar besichtigt hatte. Sie stand mit der Freundin via Messenger in Kontakt. 

Um das Unglück live mitzubekommen, schalte ich auf Periscope um. Der Twitter-Dienst zeigte Live-Videomaterial aus Paris. Viele Menschen richteten ihre Smartphone auf Notre Dame aus und gingen live auf Sendung. Der Übertragungswagen in der Hosentasche ist live dabei. Ich sah wie ein Spitzturm von Notre Dame zusammenbrach und erinnerte mich schlagartig an den 11. September. Damals sah ich den Zusammenbruch der Zwillingstürme live im Fernsehen, heute sehe ich den Brand live im Internet – welche Welt haben wir? 

Die Kommentare in Periscope drehten sich vor allem um Bestürzung und viele drückten ihr Mitgefühl aus. Immer wieder meldeten sich Hater und Trolle in die Timeline, die von einem Attentat schrieben. Ein paar von ihnen habe ich bei Periscope gemeldet, ob es etwas genützt hat, weiß ich nicht. Mir wurden diese Spinner und Verschwörungstheoretiker zumindest ausgeblendet. Zweitweise liefen bei uns mehrere Periscope-Streams nebeneinander. iPhone, iPad und MacBook Pro lieferten den Brand aus unterschiedlichen Bildperspektivem, Mein Schulfranzösisch reichte im Großen und Ganzen aus, um den Fortgang der Löscharbeiten zu verstehen. Menschen schienen nicht durch den Brand zu Schaden gekommen sein. Etwas unverständlich war für mich der Vorschlag von US-Präsident Trump, doch Löschflugzeuge einzusetzen. Die Wucht des abgeworfenen Wassers hätte das historische Gebäude aber zerstört. Da waren die Beileidsbekundigungen unserer deutschen Politiker dann doch angebrachter.  

Am frühen heutigen Morgen dann die Meldung, dass das Gebäude zu retten sei. Einige Kunstwerke konnten auch aus Notre Dame transportiert werden, aber der Dachstuhl sei abgebrannt. Gleich nach dem Aufwachen im Bett schaute ich via Periscope wie der Stand der Dinge war. Der Brand war wohl gelöscht, die Feuerwehr hatte einen hervorragenden Job gemacht. Der Dachstuhl fehlte. In Facebook und Twitter posteten viele Freunde Bilder von ihren Erinnerungen an Notre Dame. Ich muss die alten Fotoalben noch raussuchen. Mein erster Griff in den Buchschrank gehörte einem Bildband von Serge Ramelli, der HDR-Aufnahmen von Paris in Schwarz Weiß gemacht hatte und in seinem wunderbaren Buch Paris veröffentlichte. Darunter auch einige Bilder von Notre Dame. Ein Bild gefällt mir dabei besonders gut. Über eine Doppelseite ein wolkenverhangener Himmel über Notre Dame und Paris. So behalte ich Notre Dame in Erinnerung. 

Digitalisierung – der Angst entgegenwirken

10. Oktober 2017

Wir müssen den Menschen die Angst vor der Digitalisierung nehmen. Immer wieder gebe ich Seminare rund um Big Data, IT-Sicherheit, Social Media oder Künstliche Intelligenz und ich stelle fest, viele Menschen haben Angst vor Veränderung. Angst ist aber immer ein schlechter Ratgeber. Daher ist Information angesagt. Nur Wissen und Information kann den Menschen die Angst nehmen und treibt sie nicht in die Arme von seltsamen Heilsversprechern. Natürlich gilt es die Digitalisierung zu hinterfragen und zu diskutieren. Aber dies kann man nur durch Information.
Mir begegnen als Referent immer wieder Menschen, die irre stolz sind, wenn sie ihren Mailaccount beim Smartphone einrichten können. Für diese Menschen ist dies bereits ein großer Schritt in Richtung Digitalisierung. Da sind manche meiner Vorträge nahezu Science Fiction, wenn ich über KI oder Sprachassistenten spreche. Für uns IT-Fuzzis ist dies schon normal. Wir diskutieren die Feinheiten zwischen Siri, Alexa und Google Assistent. Die biometrische Gesichtserkennung beim kommenden iPhone X grenzt für diese Seminarteilnehmer nahezu an ein Wunder und von autonomem Fahren haben die Leute nur am Rande etwas gehört.

Die MS Hololens ist für viele Science Fiction.

Die MS Hololens ist für viele Science Fiction.

Hier greifen meine Vorträge zur Digitalisierung, denn ich will diese Leute mitnehmen in eine spannende technische Zukunft, die kritisch hinterfragt werden muss. Wenn ich im Spiegel lese, dass viele Wirtschaftslenker in Deutschland von Digitalisierung keine Ahnung haben, macht es mir um unser Land und unsere Wirtschaft Angst. Hier setze ich mit meinen Seminaren an – und sehe dies als Beitrag zur Medienkompetenz. Aber dazu braucht es auch aufgeschlossene, interessierte Zuhörer.
Vielen Menschen geht die technische Veränderung zu schnell. Sie fühlen sich überfahren, oft allein gelassen und von den Entwicklungen überfordert. Das darf aber in einem Bildungsland wie Deutschland meiner Meinung nach nicht sein.

Technische Neuerungen setzen sich langsam durch.

Technische Neuerungen setzen sich langsam durch.

Technische Neuerungen hatten früher lange gedauert. Ich erinnere mich als Kind, wie der erste Farbfernseher von Grundig die Schwarzweißröhre abgelöst hat, und dann veränderte sich jahrelang nichts mehr im elterlichen Wohnzimmer. Als der Videorekorder kam, musste ich ihn bedienen, meine Eltern waren überfordert. Von der Wählscheibe zum Tastentelefon war es auch ein langer Weg. Die Einführung von technischen Neuerungen beschleunigte sich und meine Eltern waren neugierig, geschockt und verharrten in ihrer alten, oftmals analogen Welt. Jetzt will ich die Erfahrungen mit meinen Eltern nicht auf die Gesellschaft übertragen und dennoch merke ich bei vielen Leuten eine Angst vor etwas Neuem.

Der Computer war eine Revolution.

Der Computer war eine Revolution.

Und im Vordergrund stehen auch immer Sicherheitsbedenken. Smart Home wird verteufelt, weil in irgendeiner Reportage gesagt wurde, wie leicht man ausspioniert werden kann. Ich will mich nicht über die Bedenken lustig machen, sondern wir müssen die Angst ernst nehmen und die Leute informieren. Nicht Panikmache ist wichtig, sondern Information. Information über die Chancen und Risiken, so dass ich am Ende ein Urteil fällen kann und die Digitalisierung in das Leben einbeziehen kann. Wir stehen erst am Anfang der Digitalisierung. Die digitale Welle ist schon am Horizont zu sehen und die Vogel-Strauß-Taktik ist sicher der falsche Weg.

blauweiß weißblau – egal, Hauptsache Twitter

16. April 2017

Nachdem ich meinen jüngsten Beitrag für die IronBlogger-Parade zum Thema blauweiß/weißblau über unsere Wellensittiche Lilly und Sinatra geschrieben habe, liegt es nahe, dass ich beim Gezwitscher bleibe: Welches Vögelchen passt am besten in eine solche Parade? Klar, der Twitter-Vogel.


Ich bin ein überzeugter Twitterer und zwitschere unter @redaktion42 den lieben langen Tag. Mit meiner Frau @spinosa1967 sind wir wie andere auch als als twitterndes Ehepaar bekannt. Aber Twitter ist für mich mehr als ein bisschen Zeitvertreib. Es ist für mich eine Art Stammtisch, der 24 Stunden 365 Tage lang geöffnet hat. Ich finde hier Weisheiten, dumme Sprüche, aktuelle News, schlüpfrige Anmache, Kampagnen, Provokationen, Hilferufe und vieles mehr unter einem Dach. Ich nutze Twitter zur Unterhaltung, als Inspiration, als Newsquelle, als Recherchetool und und und.
In meinem Seminaren über Medienkompetenz an Schulen kommt Twitter leider nur am Rande vor. Twitter ist vielen Leuten einfach zu blöd. Die formale Begrenzung auf 140 Zeichen sorgt dafür, dass Jugendliche in meinem Umfeld nicht so stark vertreten sind. In 140 Zeichen muss man mit der deutschen Sprache umgehen können und bei Donaudampfschifffahrtsgesellschaft wird es in Twitter recht eng. Auch der Humor mutet für viele Seminarteilnehmer etwas seltsam an. #hach, #flausch, #ausgruenden geht ja gerade so – bei #mimi blicke in in meinem Seminaren in fragende Gesichter. Wer will denn schon mit Beaker vom Muppet Labor von Professor Bunsenbrenner identifiziert werden, dessen einziger Wortschatz eben das mimi ist?

Ich sag nur mimi

Ich sag nur mimi

Aber egal: Twitter ist für mich eine wunderbare Bereicherung. Leute glauben manches Mal, dass man Twitter komplett auslesen muss. Viel Spaß dabei. Ich habe durch Twitter den Satz eines US-Studenten begriffen: „Wenn die Nachricht wichtig für dich ist, wird sie einen Weg zu dir finden.“ Für mich ist Twitter ein wichtiger Bestandteil meiner Social Media-Kultur. Auch für meine politische Kundschaft gehört Twitter dazu: @RegSprecher habt es in Deutschland vorgemacht, der US-Präsident hat die absolute Macht von Twitter verstanden und publiziert an den Medien vorbei direkt zu seinen Anhängern und zu den Medien. Twitter ist ein geniales Massenmedium mit Rückkanal – einfach der Hammer. Ich muss nicht via in Facebook befreundet sein, sondern kann folgen wem ich will, ohne dass ich mit ihm befreundet sein muss. Und wenn einer glaubt, dass er nur senden will im Sinne von traditionellen Massenmedien, dann wird er auch bald wieder entfreundet – so einfach ist das. Liebe Politiker – nur senden ist so 20. Jahrhundert.

Ich bin seit 24. Oktober 2008 dabei.

Ich bin seit 24. Oktober 2008 dabei.

In Twitter habe ich neue Bekanntschaften, ja sogar Freundschaften geschlossen. Einige sind auch wieder zerbrochen. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Ich habe durch Twitter Personen kennengelernt, die ich im realen Leben nie getroffen hätte. Ich wurde mit Meinungen konfrontiert, die niemals meine eigenen wären. Ich lernte durch Twitter mehr Toleranz, den anderen Blick auf eine Sache. Nicht so eine Filter Bubble wie in Facebook, in der ich nur in meiner eigenen Meinung bestätigt werde. Für mich bedeutet Twitter eine neue von Freiheit und Verantwortung zugleich. Der weiße Vogel auf blauem Hintergrund ist für mich ein Symbol der neuen Zeit geworden. Die Welt wäre ohne Twitter ärmer und es wäre schade, wenn dieses Tool verschwinden würde.
Twitter bedeutet Senisbilität. Ich habe Leute kennengelernt, die ohne dieses Tool noch einsamer wären als sie es ohnehin sind. Ich habe Selbstmordankündigungen erlebt und wie eine ganze Gemeinschaft zur Rettung eilte. Ich habe kollektive Trauer und Freude erlebt. Ich habe Trolle und Social Bots erlebt, die herumholzen. Und ich habe Aktionen wie Twittagessen oder Weihnachtstwicheln erlebt und ich bin im Mai 2014 zu den IronBlogger über Twitter gestoßen. Jeder hat seine Geschichte in Twitter und ich bin gespannt auf eure. Was bedeutet Twitter für dich?

Reportage: Mein erstes Mal im Schlachthof

9. Mai 2016

Ich weiß, dass dieser Tag kommen musste. Unausweichlich. Bisher habe ich mich um den Schritt gedrückt, den Gedanken daran verdrängt, mich abgelenkt. Aber nun ist es soweit – ich muss Farbe bekennen. Seit über einem Jahr arbeite ich als Social Media-Berater für einen Metzgereifachbetrieb, die Metzgerei Moser aus Landsberg am Lech. Und damit ist es klar, es geht um die Wurst.
Es steht der Blick hinter die Kulissen an, der Blick ins Schlachthaus. Heute wird ein Rind geschlachtet und ich bin als Beobachter dabei. Ich habe mir fest vorgenommen, dem Schlachten und Zerlegen des Tieres beizuwohnen.
Warum ich bei diesem Ereignis dabei bin, liegt an meinem Auftrag. Ein Fotograf des BEEF-Magazins fotografiert für eine große Geschichte des erfolgreichen Kochmagazins für Männer. Am 12. Mai wird die gewaltige Bildreportage erscheinen. Ich bin sehr gespannt, was die Kollegen von BEEF gemacht haben und werde mir gleich das Heft kaufen. Ich mache von dieser besonderen Art Fotosession einige Bilder für den Social Media-Auftritt der Metzgerei.

Der Fotograf von BEEF kam vorbei und fotografierte Metzgermeister Michael Moser.

Der Fotograf von BEEF kam vorbei und fotografierte Metzgermeister Michael Moser.

Der Schlachthof der Metzgerei Moser liegt im Landsberger Gewerbegebiet. Der Hof ist sauber, nahezu klinisch. Die Metzger haben flüssigkeitsabweisende Kleidung sowie rutschfeste Gummistiefel an. Das Tier, ein Rind, stammt von einem Landwirt aus der Gegend von Landsberg. Für Metzgermeister Michael Moser sind Tiere aus der Region wichtig. Regionalität ist wichtig. Er kennt den Bauern, kennt die Aufzucht und kennt die Pflege der Tiere. Regionale Produkte stehen bei der Metzgerei im Mittelpunkt der Produktion. Das finde ich gut. Die Tiere kommen aus der Umgebung und müssen daher keine weiten Wege zurücklegen, keine stundenlangen Viehtransporte.

Das Rind kommt aus der Umgebung.

Das Rind kommt aus der Umgebung.

Das Rind steht jetzt in einem Nebenraum, einen Stall. Es wurde bereits am Sonntag angeliefert und blieb eine Nacht in diesem Stall des Schlachthofs. Dabei kommt das Tier zur Ruhe. Am Montag ist Schlachttag. Ob es weiß, dass es bald getötet wird? Ich gehe näher an das Tier heran. Es ist angebunden und schaut mich mit großen Kuhaugen an. Es ist ein Lebewesen und muss mit Respekt behandelt werden.
Metzgermeister Moser und sein Kollege Andreas Menacher sprechen beruhigend auf das Rind ein. Hier ist der Respekt de Metzger gegenüber dem Lebewesen zu spüren. Dennoch wird das Rind in wenigen Minuten geschlachtet und zerlegt.
Ich trage einen Schutzanzug. Meine Haare sind unter einem Haarnetz, meine Schuhe befinden sich in einer Art Plastiktüte, wie im Museum. Im sicheren Abstand positioniere ich mich am anderen Ende des Schlachthofs. Das Rind kann gewaltige Kräfte entwickeln. Da will ich im Ernstfall eine sichere Rückzugsmöglichkeit haben. Die Metzger sind für diesen Fall solide ausgebildet, ich nicht – also Abstand und auf Nummer sicher gehen.

Das Tier wird in den Schlachthof geführt.

Das Tier wird in den Schlachthof geführt.

Das Rind wird in Schlachtraum geführt. Meine Anspannung steigt. Ich weiß, dass Rinder mit einem Bolzenschuss vom Leben zum Tode befördert werden. Schweine dagegen werden mit einem Elektroschock betäubt. Anschließend wird innerhalb einer Minute die Halsschlagader aufgeschnitten. Das Tier blutet in drei Minuten aus und ist tot.

Der Augenblick des Todes.

Der Augenblick des Todes.

Metzger Andreas Menacher ist ein Profi. Er übt seinen Beruf seit 34 Jahren aus und hat beim Vater von Michael Moser seine Ausbildung als Metzger gemacht. Andreas Menacher holt hinter seinem Rücken den Bolzenschussapparat hervor, zielt kurz und drückt ab. Ein Knall und durch das Rind geht ein mächtiger Ruck, dann bricht es zusammen. Es geht sekundenschnell. Andreas Menacher und Michael Moser sind ein eingespieltes Team. Jeder Handgriff sitzt. Während ich noch über den Augenblick des Todes nachdenke, hängen die beiden Metzger das Tier im Raum auf und schneiden die Halsschlagader durch. Das Ausbluten geht schnell, das Blut läuft in einem Kanal im Boden ab. Das Tier ist tot.
Jetzt beginnt das Zerlegen. Das Fell wird abgezogen und das Tier zerteilt. Eine große elektrische Säge kommt dabei zum Einsatz. Extrem scharfe Messer besorgen die Feinarbeit. So viel als möglich wird von dem Tier verwertet. Die Schlachtabfälle werden mit blauer Farbe markiert und werden gesondert gesammelt und extern verbrannt.

Das Rind wird für das Zerteilen vorbereitet.

Das Rind wird für das Zerteilen vorbereitet.

Während ich das Zerlegen beobachte, passiert in meinem Kopf etwas eigenartiges: Das Tier wandelt sich zum Produkt. Aus dem Rind mit seinen Kuhaugen, seinem braunen Fell wird ein Produkt für die Kühltheke. In einem angrenzenden Kühlraum werden die Teile gelagert und weiter verarbeitet. Hygiene ist ein extrem wichtiger Punkt bei der handwerklichen Fleischproduktion.

Für BEEF brauchen wir interessante Bilder.

Für BEEF brauchen wir interessante Bilder.

Ich esse Fleisch und mir ist durch die Schlachtung bewusst geworden, wie wichtig mir Qualität ist. Wie gesagt, ich esse Fleisch, aber es muss nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller sein. Aber ich will wissen, woher meine Nahrung kommt. Ich will, dass das Tier mit Respekt behandelt wird und ich weiß auch, dass Qualitätsfleisch seinen Preis hat. Und ich bin bereit, diesen Preis zu bezahlen. Das ist leider nicht immer so. Beim Schlachten kommt mir ein Post aus Facebook ins Gedächtnis. „Da hat man einen Weber Grill für 800 Euro und will seine Würstchen für 80 Cent haben.“ Das geht nicht, überhaupt nicht.

Michael Moser prüft die Aufnahmen.

Michael Moser prüft die Aufnahmen.

Was machen Spitzbogenfenster einer Kapelle im Hotel Prinz Luitpold Bad?

24. April 2016

Ich liebe es als Social Media-Berater und Journalist Geschichten zu erzählen. Und ich liebe es genauso, wenn ich Geschichten erzählt bekomme. Und mein Allgäuer Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang erzählt viele Geschichten. Anders als die sterilen Business-Hotels hat dieses Hotel einen wunderbaren Charme. Einige Geschichten habe ich in diesem Blog schon wiedergegeben, hier wieder eine neue aus dem 152 Jahre alten Gebäude.

Der Weg zu den Gästezimmern.

Der Weg zu den Gästezimmern.

Wenn der Gast sich zu den Zimmer begibt, dann wandelt er auf einen Teppich mit der Aufschrift „Zu den Gemächern der 1. Etage“. Der Teppich ist blau und trägt das goldene Logo des Hotels Prinz Luitpold Bad mit einem großem L, das von zwei Löwen getragen wird. Ein Pfeil weist die Richtung. Und dieser Pfeil lenkt den Blick des Gastes auch auf ein historisches Spitzbogenfenster.

Spitzbogenfenster im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu.

Spitzbogenfenster im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu.

Diese Spitzbogenfenster im Parterre und erstem Stock stammen von der Kapelle in Birgsau. Birgsau gehört zur Allgäuer Gemeinde Oberstdorf und umfasst zehn Häuser und eine Kapelle. Birgsau gilt als dunkelster Ort Deutschlands, also meteorologisch gemeint. In der Kapelle wird der Heilige Wendelinus verehrt. Was machen jetzt die Spitzbogenfenster der Kapelle im Hotel Prinz Luitpold Bad?
Die Kapelle in Birgsau wurde zwischen 1846 und 1848 erbaut und 1890 renoviert. Hierzu hatte der Prinzregent Luitpold einen Beitrag zur Renovierung der Kapelle geleistet. Bei einer neuerlichen Renovierung der Kapelle spendeten die Hoteliers des Hotels Prinz Luitpold Bad eine Summe an die Kirche und erhielten von Kirchenbetreuer Max Thaumiller dieser Fenster im Jahr 2010. Die Auflage war, dass die Spitzbogenfenster wieder in einem Gebäude verbaut werden müssen. Dieser Auflage kamen die Hoteliers Armin und Sabine Gross im Jahre 2015 gerne nach. Seitdem hängen diese Kostbarkeiten im Hotel Prinz Luitpold Bad und unterstützen optisch den Weg zu den Gästezimmern.

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Zehn Jahre Twitter und ich gratuliere #Twitter #lovetwitter

21. März 2016

Heute feiert Twitter seinen 10. Geburtstag.

Heute feiert Twitter seinen 10. Geburtstag.

Heute feiert Twitter seinen zehnten Geburtstag und ich will ganz artig gratulieren. Zehn Jahre Twitter bedeutet für mich zehn Jahre ein Massenmedium in der Hosentasche. Gut, ich bin erst seit dem 24. Oktober 2008 um 21:12 Uhr dabei, aber seit meinem Beitritt bin ich dabei und zwar heftig. Über 70.000 Tweeds habe ich als @redaktion42 versendet.

Ich bin seit dem 24. Oktober 2008 um 21:12 Uhr bei Twitter dabei.

Ich bin seit dem 24. Oktober 2008 um 21:12 Uhr bei Twitter dabei.

Ich möchte den Microblogging-Dienst für mein privates und berufliches Leben nicht missen. Wir haben soviel miteinander erlebt. Twitter hat mir neue Bekannte gebracht, hat mir andere Sichtweisen gebracht, hat mich zum Schmunzeln und Lachen gebracht – Twitter hat mir soviele Geschichten gebracht und dafür bin ich dankbar. Als Geschichtenerzähler ist Twitter eine unendliche Quelle an neuen Geschichten.
Durch Hashtags konnte ich an Weltereignissen und lokalen Ereignissen teilnehmen. Spektakuläre Beispiele waren die Attentate in Paris oder der Boston Marathon. Für mich war die Notlandung des US-Airways-Flug 1549 im Hudson der Durchbruch. Eine Notwasserung am 15. Januar 2009 war notwendig infolge von doppeltem Vogelschlag. Noch bevor Nachrichtenagenturen das Foto von der Notlandung verbreiteten, ging das Bild durch Twitter. Twitter wurde hier für mich zum Massenmedium.

Eine Notwasserung am 15. Januar 2009 war notwendig infolge von doppeltem Vogelschlag. Das Bild ging durch Twitter in die Welt. Foto: Wikipedia

Eine Notwasserung am 15. Januar 2009 war notwendig infolge von doppeltem Vogelschlag. Das Bild ging durch Twitter in die Welt. Foto: Wikipedia

Als Twitter sorgte dafür, dass ich wusste, was läuft und wie die Meinung dazu ist. Für mich als Journalist ist Twitter ein geniales Recherche- und Stimmungsmedium – 24 Stunden rund um die Uhr, 365 Tage. Dieser virtuelle Stammtisch, wie ich Twitter in meinen Seminaren bezeichne, bietet Abwechslung im Sekundentakt.
Und obwohl sich Twitter in Deutschland nur bei einer gewissen Kommuikationselite (doofes Wort) durchgesetzt hat und nur bedingt die breite Masse erreicht, ist es für mich ein unverzichtbares Tool geworden. Die deutschen Wörter sind für Twitter einfach zu lang, dies scheint das Hauptproblem zu sein, warum sich Twitter bei uns nicht voll durchsetzt. Twitter hat in Deutschland mehr als 12 Mio Nutzer pro Monat, sagt Deutschland-Chef Thomas de Buhr im Interview mit „Wired“. In meinen Social Media-Seminaren zeige ich gerne Twitter und die Reaktionen sind entweder: Volle Begeisterung oder volle Ablehnung – dazwischen gibt es scheinbar nichts. Auf den ersten Blick mutet die Sprache der Twitter seltsam an: #mimi #flausch #hach #ausgründen und mein Leitspruch: Irgendwas ist immer. Wer den Humor in Twitter versteht, der wird das Netzwerk lieben.
Nachdem auch Instagram sich der Filterblase von Facebook anschließt, ist Twitter für mich das einzige relavante Realtime-Medium, das mir alles zeigt, was mich interessiert. Das liebe ich an Twitter. Ich entscheide, was ich sehen will und nicht ein Algorithmus. Das ist eben Twitter.
Aber wir hatten auch unsere Sorgen mit Twitter. Zuletzt wurden uns unsere geliebten Faves durch doofe Herzchen ersetzt. Bäh. Gut, dass der Twitter-Häuptling auf uns gehört hat und das Alleinstellungsmerkmal von 140 Zeichen belassen hat. Wer mehr braucht, der soll doch zu Facebook rüber gehen und dort herumblubbern. Mit den Zukäufen von Vine habe ich ein bisschen herumgespielt, aber den richtig großen Wurf hat Twitter mit Periscope gemacht. Den Übertragungswagen in der Hosentasche. Überall wo ich bin, kann ich senden. Das mache ich für mich und meine Kunden wie hier. Dieses Tool halte ich für wegweisend, noch dazu als Meerkat die Grätsche gemacht hat. Die bayerische Regelwut der BLM kommt da nicht hinterher und so macht Twitter auch gleich mal nebenbei Rundfunkpolitik – gut so. Ich bin ein Live-Fernsehsender durch Periscope. Wie Sascha Welters von Twitter in München beim Trend Day Corporate Video 2016 verriet, wird Periscope voll in Twitter integriert. Hier das Video dazu.

Wie Sascha Welters von Twitter in München beim Trend Day Corporate Video 2016 verriet, wird Periscope voll in Twitter integriert.

Wie Sascha Welters von Twitter in München beim Trend Day Corporate Video 2016 verriet, wird Periscope voll in Twitter integriert.

Also Twitter: Alles alles Gute zum Geburtstag – auf die nächsten zehn Jahre.

Reiseführer ins Neuland

25. Februar 2016

Seit mehreren Jahren gebe ich intensiv Seminare zum Thema Medienkompetenz. In Bayern und Deutschland bin ich mit meinen Vorträgen unterwegs und bin als digitaler Nomade eine Art Reiseführer ins Neuland. Ich habe Erfolg und es macht Spaß. Aber wenn ich mir die neuen Ergebnisse von TNS Infratest ansehen, komme ich zu zwei Ergebnissen:
1) Das negative Ergebnis: Meine Schulungen und Seminare sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie überzeugen zwar meine Kunden, aber gesamtgesellschaftlich gesehen, hat es kaum Impact.
2) Das positive Ergebnis: Es besteht ein großer Bedarf über meine Schulungen zur Medienkompetenz. Es gibt noch genügend Leute, für die technische Themen noch wirkliches Neuland sind und die einen Reiseführer wie mich benötigen.

neuland
Da für mich das Glas immer halb voll statt halb leer ist, nehme ich die zweite Schlussfolgerung. Der Realität muss ich ins Auge sehen und den Markt angehen. Digitale Begriffe wie Wearables, mCommerce oder auch das Internet der Dinge sind den Bundesbürgern weitgehend unbekannt. 80 Prozent und mehr wissen nicht, worum es sich bei diesen Begriffen handelt. Auch die häufiger im Sprachgebrauch oder in den Medien zu hörenden Begriffe wie Big Data oder Industrie 4.0 sind drei Viertel der Bundesbürger kein Begriff. Insgesamt 14 Begriffe aus der digitalen Welt haben die EMNIDbusse exklusiv für das Magazin für Media-, Markt- und Werbeforschung Research & Results bevölkerungsrepräsentativ telefonisch zwischen dem 14. und 16. Januar abgefragt. 1.003 Personen antworteten auf die Frage, welche der aus dem täglichen Sprachgebrauch ausgewählten Begriffe unbekannt, zumindest dem Namen nach bekannt sind oder kurz inhaltlich beschrieben werden können.
Bezogen auf die Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre – Onliner wie Offliner – gibt es keinen bei nahezu allen Bundesbürgern auch nur bekannten Begriff. Wenn es um die genauere Vorstellung geht, so trauen sich nur wenige zu, einzelne Begriffe zu beschreiben. Am ehesten ist dies noch bei Begriffen wie Social Media (38 Prozent), Smart Home (25 Prozent) und Mobile Payment (24 Prozent) der Fall. Für insgesamt sieben der 14 Begriffe liegen die Werte unter zehn Prozent.
Der „durchschnittliche Bundesbürger“ kann also nur zu zwei der 14 Begriffe eine nähere Beschreibung abgeben. Es überrascht nicht, dass dieser Wert bei den unter 30-Jährigen mit durchschnittlich 4,1 Begriffen deutlich höher ist und bei den über 60-Jährigen mit durchschnittlich 0,6 Begriffen sehr gering. Selbst für die „digitale Generation“ der unter 30-Jährigen haben 8 der 14 Begriffe 50 – zum Teil über 70 Prozent noch nie gehört. Mit einer Ausnahme: Social Media ist bekannt und beschreibbar.
Daher auf geht es zur nächsten Medienkompetenz-Schulung. Ich freue mich, meine Teilnehmer ins Neuland zu begleiten und sich zurecht zu finden.

Endlich: Mehrere Accounts in Instragram

9. Februar 2016

instagram

Es sind die kleinen Dinge über die ich mich wirklich freuen kann. Und es geht nicht nur mir so, sondern wenn ich die virtuelle Welt ansehe, freuen sich anderen auch: Gemeint ist ein neues Update bei Instagram. Heute hat meine Bekannte Heike Stiegler es auch vermeldet.
Seit kurzem können mit der Instagram-App mehrere Accounts verwaltet werden. Was so simple klingt, ist für mich (und viele Social Media-Fuzzis) ein gewaltiger Durchbruch. Bisher musste ich mich, wenn ich einen Kundenaccount betreuen wollte, von meinem privaten Account abmelden und mit den Kundendaten neu anmelden. Ein elendes Gemurkse kann ich nur sagen. Die Folge war, dass ein Account gepflegt wurde, während andere eher brach lagen.
Das Elend hat jetzt ein Ende: Hurra! Wie werden die Accounts aktiviert? Am Smartphone auf die Profiseite gehen und rechts oben am Rädchen klicken.

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Dann nach unten scrollen bis zum Punkt Konto hinzufügen.

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Hier dann die anderen Accounts mit Nutzername und Passwort eingeben.

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Um zwischen den Accounts hin- und herzuschalten einfach unten rechts auf das Profilbild klicken und schon öffnet sich die Auswahl.

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Übrigens, meinen Instragam-Feed findet ihr hier.