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Podcast: Bürgerenergie Maisacher Land startet Podcast „Energiewende dahoam“

16. Mai 2026

Arbeit künftig noch transparenter. Mit dem neuen Podcastformat „Energiewende dahoam“ sollen Mitglieder, Interessierte und Bürgerinnen und Bürger regelmäßig erfahren, woran die Genossenschaft arbeitet, welche Projekte vorankommen und wo es Herausforderungen gibt. In der ersten Folge sprach ich mit dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Köck.

Köck, Gründungsmitglied und Vorsitzender der Bürgerenergie Maisacher Land, sieht die Genossenschaft als lokalen Beitrag zur großen Energiewende. Der Vorstand ist dabei für das operative Geschäft zuständig – von der Mitgliederverwaltung über Projektentwicklung und Vertragsmanagement bis hin zu Kommunikation, Finanzthemen und Rechnungswesen. Diese Aufgaben werden in verschiedene Ressorts aufgeteilt. Besonders bemerkenswert: Die Arbeit geschieht ehrenamtlich und zusätzlich zu den beruflichen Verpflichtungen der Beteiligten.

Für Köck war der Beitritt zur Bürgerenergiegenossenschaft eine bewusste Entscheidung. Die Energiewende vor Ort voranzubringen, sei eine „ehrbare Sache“, sagt er. Zugleich bringt er fachliche Erfahrung mit: Der Ingenieur arbeitet seit mehr als 25 Jahren im Energiebereich, vor allem im Bereich Energienetze, Netzausbau, Regulierung, Projektmanagement und Netzbetrieb. Dieses Wissen hilft der Genossenschaft bei der Planung und Umsetzung ihrer Vorhaben.

Aktuell zählt die Bürgerenergie Maisacher Land mehr als 400 Mitglieder. Köcks Ziel ist deutlich höher gesteckt: Rund 1.000 Mitglieder sollen es langfristig werden. Bezogen auf die Einwohnerzahl der Gemeinde Maisach hält er das für erreichbar. Energiefragen seien mal stärker, mal weniger stark in der öffentlichen Wahrnehmung präsent. Doch die Abstände, in denen Energiepreise, Versorgungssicherheit und Klimaschutz spürbar würden, würden kürzer. Deshalb rechnet Köck weiter mit wachsendem Interesse.

Die Genossenschaft hat bereits Photovoltaikprojekte umgesetzt und will diesen Bereich weiter ausbauen. Besonders interessant sind große Dächer auf gewerblichen, industriellen oder öffentlichen Gebäuden. Hier versteht sich die Bürgerenergie Maisacher Land als Partner, der Planung, Umsetzung und Bürgerbeteiligung zusammenbringt. Eigentümer geeigneter Dachflächen können sich an die Genossenschaft wenden.

Ein nächster größerer Schritt ist die Beteiligung an einer Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Stefansberg. Dort soll ein weiterer Bauabschnitt realisiert werden. Parallel richtet sich der Blick auf den geplanten Windpark Rottbach, genauer im Bereich Prack. Gemeinsam mit den Stadtwerken Fürstenfeldbruck soll dafür eine Projektgesellschaft entstehen. Vertragsunterlagen und Beteiligungsprozesse werden vorbereitet, damit die Finanzierung und Einzahlung der Beteiligung planmäßig erfolgen können.

Dass solche Projekte nicht immer so schnell vorangehen, wie manche es sich wünschen, kann Köck nachvollziehen. Gleichzeitig verweist er auf die komplexen Abläufe. Grundstücksfragen, Planung, Naturschutz, Baurecht, Genehmigungsverfahren, Einspeisezusagen nach dem EEG, Finanzierung und späterer Betrieb müssten sauber geklärt werden. Verzögerungen von mehreren Monaten seien in solchen Verfahren möglich. Mit den Stadtwerken Fürstenfeldbruck habe man jedoch einen starken Partner an der Seite. Die Zusammenarbeit habe sich sehr positiv entwickelt.

Neben Rottbach sind bereits weitere mögliche Projekte im Blick, unter anderem in Richtung Malching und Stefansberg. Damit zeigt sich: Die Bürgerenergie Maisacher Land will nicht bei einzelnen Anlagen stehen bleiben, sondern Schritt für Schritt neue Vorhaben entwickeln. Entscheidend sei dabei, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen und regelmäßig über Fortschritte zu informieren.

Dazu soll auch der neue Podcast beitragen. „Energiewende dahoam“ will sichtbar machen, was sonst oft im Hintergrund geschieht. Denn zwischen erster Idee und fertiger Anlage liegen viele Arbeitsschritte, Verhandlungen und Genehmigungen. Köck kündigt an, künftig kontinuierlicher zu berichten – ohne laufende Verfahren durch zu viel Offenlegung zu gefährden.

Auch personell bleibt die Genossenschaft offen für Unterstützung. Vorstand und Aufsichtsrat seien derzeit organisiert und besetzt, doch in vielen Arbeitsbereichen werde Hilfe gebraucht: bei IT, Kommunikation, Mitgliederverwaltung oder Projektarbeit. Gesucht werden Menschen mit beruflicher Erfahrung, Zeit und Lust, sich ehrenamtlich einzubringen. Interessierte können sich über die zentrale E-Mail-Adresse oder über die auf der Homepage genannten Ansprechpartner melden.

Die erste Folge von „Energiewende dahoam“ macht deutlich: Die Bürgerenergie Maisacher Land versteht sich als praktische Kraft für die Energiewende vor Ort. Sie setzt auf Bürgerbeteiligung, fachliches Know-how und langfristige Projektarbeit. Der Weg ist anspruchsvoll, aber das Ziel klar: Mehr erneuerbare Energie aus der Region – getragen von Menschen aus der Region.

Spannend: Apples historischer Führungswechsel: Tim Cook übergibt an John Ternus

21. April 2026

Apple hat einen historischen Führungswechsel angekündigt: Nach 15 überaus erfolgreichen Jahren wird Tim Cook am 1. September 2026 als CEO zurücktreten und das Zepter an den bisherigen Hardware-Chef John Ternus übergeben. Cook bleibt dem wertvollsten Konzern der Welt jedoch als Vorsitzender des Verwaltungsrates erhalten, womit eine sorgfältig geplante Ära des Übergangs beginnt. Als Apple-Fanboy und Aktienbesitzer sage ich Dank an Cook.

Das Ende einer Ära
Tim Cook trat 2011 das wohl schwerste Erbe der Wirtschaftsgeschichte an, als er den visionären Gründer Steve Jobs ablöste. In tiefer Dankbarkeit blickt die Tech-Welt auf einen unaufgeregten, aber brillanten Strategen zurück, der den Börsenwert von Apple verzehnfachte und zu einer beispiellosen Marktkapitalisierung von über vier Billionen US-Dollar führte. Mit seiner besonnenen Art navigierte er den Konzern durch stürmische Zeiten und bewies eindrucksvoll, dass unermüdliche Empathie und wirtschaftlicher Rekorderfolg perfekt harmonieren. Cook ist als Typ anders als der emotionale Jobs. Er kopierte Jobs nicht, sondern ging seinen eigenen Weg, oftmals spröde, aber sehr sehr erfolgreich.

Werte und Innovationen
Unser besonderer Dank gilt Cooks Einsatz für eine bessere Welt, da er Apple mutig zu einem Vorreiter für Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Menschenrechte formte. Neben dieser starken werteorientierten Führung etablierte er in seiner Amtszeit alltagsprägende Produktkategorien wie die Apple Watch, die AirPods und die für mich revolutionäre Apple Vision Pro. Er hinterlässt ein moralisch und strukturell gefestigtes Lebenswerk, das die Art und Weise unserer täglichen Interaktion nachhaltig zum Positiven verändert hat. Als CEO musste er mit Trump arbeiten, aber die moralische Distanz zum US-Präsidenten war sichtbar. Da wurde Cook schon in Mails als Tim Apple vom orangefarbenen Gegenüber bezeichnet.

Der neue Steuermann
Mit John Ternus übernimmt nun ein echtes Apple-Urgestein das Steuer, das bereits seit 2001 im Unternehmen tätig ist und Apples Hardware-DNA tief verinnerlicht hat. Als Chef der Hardware-Entwicklung verantwortete der 50-Jährige in den letzten Jahren maßgeblich die höchst erfolgreiche Umstellung der Mac-Reihe auf die hauseigenen Apple-Silicon-Chips. Tim Cook lobt seinen Wunschnachfolger treffend als herausragende Führungskraft, die das analytische Denken eines Ingenieurs mit der Seele eines echten Innovators vereint.

Die Führungspersönlichkeiten
Die Laufbahnen der beiden Manager weisen sowohl faszinierende Parallelen als auch klare generationsbedingte Unterschiede auf. Ein direkter Vergleich verdeutlicht die markanten Stationen, die sie letztlich an die Spitze des kalifornischen Tech-Giganten geführt haben.

Ein nahtloser Übergang
Bis zur offiziellen Amtsübergabe im September 2026 werden Cook und Ternus eng zusammenarbeiten, um einen absolut reibungslosen Übergang an der Konzernspitze zu garantieren. Dass Tim Cook dem Aufsichtsrat danach als Executive Chairman erhalten bleibt, sichert dem Unternehmen weiterhin seine unschätzbar wertvolle strategische Erfahrung. Dieser von langer Hand geplante Generationswechsel ist ein weitsichtiger Schritt, der Apples ambitionierte Zukunftsvision für die nächsten Jahrzehnte auf ein sicheres Fundament stellt.

Zwischen Krisen, Kraft und klaren Kanten: Markus Söder wirbt für ein starkes Bayern in unsicheren Zeiten

18. März 2026

Beim Internationalen PresseClub München hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor Journalisten und Gästen zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen Stellung genommen. Im Mittelpunkt seines Auftritts standen die Folgen internationaler Krisen, die Lage der deutschen und bayerischen Wirtschaft, die Kommunalwahlen in Bayern sowie Fragen zur Energiepolitik.

Zu Beginn ging Söder auf die Kommunalwahlen ein und zeigte sich mit dem Abschneiden der CSU zufrieden. Trotz Zugewinnen der AfD habe sich die CSU in Bayern stabil gehalten. Zugleich betonte er, dass die Grünen in vielen Teilen Bayerns deutlich verloren hätten. In München verwies Söder auf die laufende Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt und erklärte, dass er sich persönlich heraushalte, zugleich aber Verständnis für die Empfehlung der Münchner CSU habe, Amtsinhaber Dieter Reiter zu unterstützen. Kommunalwahlen seien heute stark von Persönlichkeiten geprägt. Die CSU könne in jeder Stadt gewinnen, aber auch in jedem Dorf verlieren, sagte Söder. Hier die komplette Veranstaltung

Mit Blick auf die AfD bekräftigte der Ministerpräsident seine ablehnende Haltung gegenüber einer Zusammenarbeit. Es gebe in Bayern keine Kooperation mit der AfD, weder auf kommunaler noch auf anderer Ebene. Zur Begründung verwies er nicht nur auf programmatische Unterschiede, sondern vor allem auf das Demokratieverständnis, die Sprache und das Personal der Partei. Gleichzeitig warnte Söder davor, die AfD allein mit moralischer Abgrenzung bekämpfen zu wollen. Wer Probleme nicht löse, sondern nur über die AfD rede, stärke sie am Ende eher. Entscheidend sei es, bei Themen wie Migration, innerer Sicherheit und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit konkrete Lösungen anzubieten.

Ein zentrales Thema seines Auftritts war die wirtschaftliche Lage. Söder zeichnete das Bild einer Welt im Dauerkrisenmodus, verwies aber zugleich darauf, dass Krisen auch früher zum politischen Alltag gehört hätten. Neu sei heute vor allem die Geschwindigkeit, mit der sich Entwicklungen zuspitzen und medial verbreiten. Mit Sorge blickte er auf die Belastungen für die exportorientierte bayerische Wirtschaft. Zölle, hohe Energiepreise, internationale Konflikte und strukturelle Schwächen der deutschen Industrie träfen Bayern besonders, weil der Freistaat stark von Maschinenbau, Autoindustrie und Chemie geprägt sei. Söder warnte vor Steuererhöhungen und sprach sich stattdessen für Steuersenkungen aus, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken.

Ausführlich äußerte sich Söder auch zur Energiepolitik. Deutschland brauche mehr Energie, nicht weniger, sagte er. Angesichts von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, Rechenzentren, Elektromobilität und neuer industrieller Entwicklungen werde der Strombedarf in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen. Deshalb dürfe sich Deutschland nicht auf einzelne Energieformen beschränken. Söder sprach sich zwar für einen weiteren Ausbau erneuerbarer Energien aus, verwies aber zugleich auf Gaskraftwerke, neue Technologien und die Notwendigkeit, alle Optionen offen zu halten. Dabei warb er auch für eine neue Debatte über sogenannte Small Modular Reactors, also kleine modulare Atomreaktoren. Die klassischen großen Kernkraftwerke seien aus seiner Sicht kein realistisches Zukunftsmodell mehr, bei kleineren Reaktoren und neuen Formen der Kerntechnik wolle Bayern aber in Forschung und Entwicklung vorn mit dabei sein. Auch auf Kernfusion setzte Söder große Hoffnungen. Bayern wolle hier eine führende Rolle einnehmen und strebe an, Standort für neue Demonstrationsprojekte zu werden.

Im Zusammenhang mit den stark gestiegenen Spritpreisen infolge der Krise im Nahen Osten sprach Söder sich für schärfere kartellrechtliche Eingriffsmöglichkeiten aus. Es sei nicht akzeptabel, dass die Preise schon stiegen, bevor sich eine tatsächliche Verknappung beim Rohstoff bemerkbar mache. Zugleich verteidigte er die von ihm durchgesetzte Erhöhung der Pendlerpauschale und brachte erneut ins Gespräch, staatliche Mehreinnahmen aus höheren Energiepreisen an die Bürger zurückzugeben. Die CO2-Bepreisung sei davon allerdings zu unterscheiden. Hier sprach sich Söder grundsätzlich dafür aus, zusätzliche Belastungen für Unternehmen zu begrenzen, um Wettbewerbsnachteile gegenüber China und den USA zu vermeiden.

Mit Blick auf die internationale Lage äußerte Söder Verständnis für das Vorgehen Israels im Nahen Osten und bezeichnete das iranische Regime als eines der schlimmsten der Welt. Zugleich zeigte er sich unsicher, welche Strategie die USA in der Region langfristig verfolgten. Die Sperrung der Straße von Hormus und die daraus resultierenden Folgen für die Energiepreise bereiteten ihm Sorgen. Unabhängig davon mahnte er, den Krieg in der Ukraine nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Leistungen der Ukrainer bezeichnete er als nahezu übermenschlich. Deutschland und Europa müssten deshalb weiter an ihrer Verteidigungsfähigkeit arbeiten und insbesondere den Schutz der östlichen Partner ernst nehmen.

Auch auf innenpolitische und gesellschaftliche Fragen ging Söder ein. Er betonte die Bedeutung von Ehrenamt, Vereinen, Feuerwehren und kommunalem Engagement in Bayern. Die Vorstellung eines weitgehenden gesellschaftlichen Rückzugs in private Räume teile er nicht. Bayern sei nach wie vor stark von bürgerschaftlichem Engagement geprägt. Zugleich hob er die Bedeutung direkter Begegnungen hervor und verteidigte seine starke Präsenz in sozialen Medien als zeitgemäße Form politischer Kommunikation. Diese könne das persönliche Gespräch nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.

Kritisch äußerte sich Söder erneut zum Länderfinanzausgleich. Bayern trage dort eine aus seiner Sicht überproportionale Last. Der Freistaat zahle inzwischen den größten Teil des Volumens und wolle deshalb weiter rechtlich gegen die bestehende Regelung vorgehen. Bayern sei wirtschaftlich stark genug, um eigenständig bestehen zu können, sagte Söder in einem scherzhaft formulierten, aber bewusst zugespitzten Seitenhieb auf die bundesstaatlichen Finanzstrukturen.

Insgesamt präsentierte sich Söder im PresseClub als Politiker, der auf technologische Modernisierung, wirtschaftliche Stärke und politische Handlungsfähigkeit setzt. Er warb für mehr Mut zu Zukunftstechnologien, schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und eine Politik, die Probleme nicht verwalte, sondern aktiv löse. Seine zentrale Botschaft lautete, dass Bayern in einer unsicherer gewordenen Welt nur dann stark bleibe, wenn es wirtschaftlich leistungsfähig, technologisch mutig und politisch entschlossen handle.

BistroTalk: Wind der Veränderung: Wie Maisach mit eigener Kraft die Energiewende schafft

6. August 2025

Nach einer erfolgreichen Premiere ging mein BistroTalk im Bistro SixtyFour in Maisach in die zweite Runde. Dieses Mal hatte ich den Vorsitzenden der Bürgerenergie Maisacher Land Thomas Köck. In meinem Format BistroTalk lade ich in regelmäßigen Abständen interessante Persönlichkeiten aus der Gemeinde ein und talke mit ihnen eine Stunde lang. Die Themen waren heiß: Energiewende und lokale Windkrafträder.

Mal zu mal lerne ich mehr. Dieses Mal hatte ich drei Kameras über ein ATEM mini als Mischer im Einsatz und wie das erste Mal wurde die Veranstaltung live über YouTube gestreamt nach dem Motto: Live. Lokal. Echt. Die ganze Aktion ist ein Familienprojekt. Die Technik steuerte die Gattin, der Sohn wird gerade geschult. Hier die Aufzeichnung:

Die Ergebnisse des BistroTalks können sich sehen lassen: Die Bürgerenergie Maisacher Land eG geht mit einem zentralen Projekt in die nächste Phase der lokalen Energiewende: dem geplanten Windpark Rottbach. Zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 11 Megawatt sollen künftig rund 2.500 Haushalte mit sauberem Strom versorgen – direkt aus der Region, für die Region.

Nach Abschluss des immissionsrechtlichen Genehmigungsverfahrens und vorbehaltlich etwaiger Einwände läuft derzeit die Vorbereitung auf die Teilnahme an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur. Der Bau der Anlagen ist für das kommende Jahr vorgesehen. Getragen wird das Projekt von einer gemeinsamen Gesellschaft der Bürgerenergie Maisacher Land, den Stadtwerken Fürstenfeldbruck und der Gemeinde Maisach. „Der Windpark Rottbach ist für uns ein Meilenstein“, so Thomas Köck. „Er steht für regionale Wertschöpfung, Energieunabhängigkeit und ein starkes bürgerschaftliches Engagement in Zeiten globaler Umbrüche”, so Köck.

Beteiligung durch Nachrangdarlehen – Energiewende in Bürgerhand
Um die Finanzierung des Windparks auf eine breite, bürgernahe Basis zu stellen, ruft die Bürgerenergie Maisacher Land zur Beteiligung über Nachrangdarlehen auf. Diese Form der Finanzierung erlaubt es Mitgliedern der Genossenschaft, sich mit Beträgen ab 2.000 Euro zu engagieren. Zur Auswahl stehen zwei Modelle:
10 Jahre Laufzeit mit einer garantierten jährlichen Verzinsung von 4,25 %,
20 Jahre Laufzeit mit einer Verzinsung von 5,25 % jährlich.

Die Tilgung erfolgt je nach Modell gestaffelt über die Laufzeit, sodass eine stabile, planbare Rückzahlung gegeben ist. Die Nachrangdarlehen dienen als Eigenkapitalersatz und sind damit ein wesentlicher Baustein für die Realisierung des Windparks. Die erste Beteiligungsrunde unter Genossenschaftsmitgliedern war bereits ein Erfolg – nun wird der Kreis weiter geöffnet.

„Wer sich beteiligen möchte, hilft nicht nur dem Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern erhält auch eine attraktive, nachhaltige Geldanlage mit klarem regionalem Bezug“, betont Thomas Köck, Vorsitzender der Bürgerenergie Maisacher Land. „Das Modell verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Nutzen – und es stärkt die Gemeinschaft.“

Mitgliedschaft als Voraussetzung
Voraussetzung für die Vergabe eines Nachrangdarlehens ist die Mitgliedschaft in der Energiegenossenschaft. Bereits mit einem Anteil von 200 Euro ist eine Beteiligung möglich. Neben dem finanziellen Engagement erhalten Mitglieder Stimmrecht in der Generalversammlung und gestalten so aktiv die Energiezukunft der Gemeinde mit. Wer sich beteiligen möchte, kann sein Interesse auf der Website der Bürgerenergie bekunden.

Der nächste Bistrotalk findet am Mittwoch, 10. September um 18 Uhr statt und wird auch wieder gestreamt. Zu Gast habe ich den Maisacher Feuerwehrkommandanten Andreas Müller.

Und hier noch die Aufzeichnung des ersten BistroTalks mit Bürgermeister Hans Seidl.