Posts Tagged ‘Apple Watch’

Ein Presenter für das iPad und iOS

11. Februar 2017
Für meine Präsentationen habe ich mir für iOS den Kensington PresentAir Pro gekauft.

Für meine Präsentationen habe ich mir für iOS den Kensington PresentAir Pro gekauft.

Ich bin sehr oft für Vorträge in Sachen Medienkompetenz unterwegs und ich gestehe es, ich bin faul. Ich mag nicht schweres Equipment durch die Gegend schleppen. Meine Präsentationen habe ich auf Apple Keynote an einem der Bürorechner vorbereitet, aber ich will mein goldenes Seminar-MacBook nicht immer durch die Gegend schleppen. Das habe ich nur dann und wann auf Seminare dabei, wenn es um DTP oder so geht.
Da ich nicht Keynote auf einen Stick spielen möchte und dann vor einer Windows-Kiste beim Kunden stehe will, muss ich doch mein eigenes Zeug mitnehmen. In der Regel wähle ich dazu mein iPad Pro 12 Zoll.
Da ich bei meinen Präsentationen gerne ein wenig herumlaufe und mich nicht hinter dem iPad verstecken möchte, brauche ich einen Presenter. Bisher habe ich die Keynote-Präsentationen via iPhone oder AppleWatch gesteuert, aber das ist manches Mal eine Fummelei und sieht außerdem doof aus, wenn man die ganze Zeit auf das Smartphone glotzt. Also muss ein klassischer Presenter her.


Für den Mac habe ich einen Standard Kensington Presenter und so einen wollte ich für das iPad mit iOS auch haben. Apple hat dafür nichts im Angebot und nach ein wenig Recherche kaufte ich den Kensington PresentAir Pro. Das Ding sieht aus wie ein schwarzer Stift und liegt gut in der Hand. Mit dem roten Laserpointer hatte ich das Gefühl eines Laserschwertes, aber hier bricht der Star Wars-Fan in mir durch. „Luke ich bin dein Vater“ sagte ich, als ich das rote Licht entzündete.


Zurück zum Presenter. Kensington ist nicht gerade fit, wenn es um die Vermarktung des PresentAir Pro geht. Es steht auf der Packung groß, dass das Ding für Windows und Android geeignet sei. Die Schlafmützen haben iOS vergessen und lassen sich damit ein fettes Geschäft durch die Lappen gehen. Viele iOS-Jünger sind auf der Suche nach einem Presenter. Via Bluetooth verbindet sich der PresentAir Pro mit dem iPad und schon kann es losgehen. Ich kann meine Präsentationen abspielen und steuern – und wenn ich will, auch meinen Laserpointer einsetzen, wobei den kleinen roten Punkt kaum einer im Publikum sieht. Dafür verwende ich einen klassischen Zeigestab als den elektronischen Schnickschnack.
Der Presenter hat noch einen Touch-Kopf fürs Smartphone, den ich allerdings nicht brauche. Betrieben wird er von einer AAAA-Batterie und ich muss mir noch eine Ersatzbatterie besorgen, nicht dass schlagartig das Energieteil schlapp macht.

Apple Watch unterwegs laden

1. Dezember 2016

Ich habe mir die zweite Auflage der Apple Watch zugelegt und bin sehr zufrieden mit dem Device. Ich nutze die Uhr natürlich für die Smart-Funktionen, aber am meisten nutze ich die Uhr als Fitness-Tracker. Ich wünsche, fahre Indoorrad und ich rudere indoor. Ich will und muss etwas für meine Fitness tun und die Uhr unterstützt mich mit Gamification. Das macht Spaß und ich fühle mich besser.


In der Regel reicht die Batterie der Apple Watch rund eineinhalb bis zwei Tage. Nachdem ich viel unterwegs auf Seminarvorträge bin, muss ich immer ein spezielles Apple-Ladekabel mit mir führen, um Strom zu tanken. Leider ist die Ladestation der Apple Watch noch nicht so verbreitet wie das Lightning-Kabel und so kann ich nicht einfach in die Runde fragen, wer ein Kabel für die Apple Watch dabei hat.


Neulich ist es mir passiert: Ich hatte eine andere Seminartasche dabei und darin waren zwar alle Kabel gepackt, aber nicht das Ladekabel der Apple Watch. Doofe Sache. Aber ich hatte noch eine Lösung an meinem Schlüsselbund. Mit der Flagpower Powerbank hängt ein kleiner Akku an meinem Schlüsselbund. Dieser Akku liefert eine Leistung von 700 mA und reicht für einen vollen Ladezyklus der Apple Watch. Für eine Kurzreise war dieser Powerbank ideal. Der Akku ist nicht schwer, hängt am Schlüsselbund und zeigt über vier LED an, wieviel Power noch in der Powerbank ist. Der Akku ist geeignet für die Apple Watch 38 mm und 42 mm und bietet Schutz vor Überhitzung, Überstrom- und Überladung. Ich bin von dieser kleinen Notlösung begeistert.

flagpower

Interessant: Wasserdichtes Apple Watch Case

19. Januar 2016

Ganz ehrlich – meine erste Reaktion war: Was für ein Quatsch, wer braucht das denn? Aber nachdem sich die Meldung gesetzt hatte, ist sie dann doch interessant: Gemeint ist ein wasserdichtes Apple Watch Case von Catalyst.
Auf der CES wurde das Case vorgestellt und nun ist es bereits in Deutschland für rund 65 Euro erhältlich. Naiv wie ich bin, dachte ich zunächst bei wasserdicht ans Tauchen. Das ist aber weniger gemeint. Das Case ist staub- und wasserdicht nach IP68. IP68 Schutzklasse bedeutet Staubdicht (das ist die erste Ziffer 6) und Schutz gegen dauerndes Untertauchen (das ist die zweite Ziffer 8).

Catalyst-Case-for-Apple-Watch
Damit kann ich meine Apple Watch beim Klettern, Trekking und Wandern tragen. Bisher habe ich die Apple Watch beim etwas wilderen Aktionen abgenommen. Ich hatte Angst, dass mein digitaler Begleiter Schaden nimmt. Mit dem Apple Watch Case von Catalyst muss ich das nicht mehr. Ich habe auch mit Jäger und Förster sowie Landwirten gesprochen, die eine Apple Watch tragen. Das kommt bei dieser Zielgruppe sehr gut an.
Jedes einzelne Apple Watch Case, das auf der CES 2016 mit dem Innovation Award ausgezeichnet wurde, wird auf Wasserdichtigkeit getestet, um einen umfassenden Schutz und vollständige Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Das Gehäuse weist keine störende Displayabdeckung auf, um einen freien Zugriff auf das Touchscreen zu erlauben, sondern besitzt Silikonabdichtungen an den Rändern, die das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern. Auch die Sensoren auf der Rückseite der Uhr bleiben frei zugänglich, sodass ein Abnehmen der Hülle nicht nötig ist, um das Gerät aufzuladen, die Herzfrequenz zu messen oder andere Funktionen zur  Aktivitätsüberwachung zu nutzen. Das dünne Profil passt sich ideal dem schlanken Apple-Design an. Das System wiegt 35 Gramm.
Sicherlich Geschmackssache sind die in poppigen Farben gestalteten Drehknöpfe an der Seite, die gleichzeitig ein Markenzeichen von Catalysts Produkten sind. Das Apple Watch Case ist in drei Farbausführungen und zusammen mit einem leicht anzubringenden Silikonarmband für die 42 mm Apple Watch verfügbar. Für die 38 mm Watch geht das System nicht. Die neongrüne Knopfvariante geht nach meinem Geschmack gar nicht, die schwarze ist langweilig. Also werde ich wohl die Rote-Knopf-Ausführung nehmen, die passen zu meinen roten Schuhen.
Das Case für das iPhone ist separat bei Catalyst erhältlich.

Neues Armband für die Apple Watch

27. August 2015

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Ich dachte ursprünglich, verschiedene Armbänder für die Apple Watch sind ein Quatsch und so etwas brauche ich nicht. Ich hatte beim Kauf meiner Apple Watch das Malaise-Armband gewählt und bin auch zufrieden damit.
Doch es kam zu folgender Situation: Bei einer Einladung zu einem englischen Abend wählte ich Braun- und Grüntöne, also braunes Lederschuhwerk, Tweed-Jacke und so. Das Metallarmband der Apple Watch störte mich in diesem Fall, aber auf die Uhr wollte ich nicht verzichten. Also musste ein braunes Lederarmband her. Meine Wahl fiel auf den Hersteller CASEual. Der Hersteller bleibt sich seiner Stilrichtung treu und präsentiert in gewohnter Qualität schlichte und elegante Apple Watch Armbänder aus Echtleder und Edelstahl. Ich wählte für meine 42mm Apple Watch ein braunes Lederarmband. Es ist hochwertig verarbeitet und der Wechsel der Armbänder per Knopfdruck war Applelike einfach.

AppleWatch2
Wert legte CASEual darauf, das Material der Armbänder auf die Edelstahl-Version der Apple Watch abzustimmen. Die Adapter fügen sich optisch nahtlos ein, sodass die Armbänder perfekt mit der Uhr harmonieren. Die Kompatibilität mit der Apple Watch Sport und Apple Watch Edition ist ebenso gewährleistet für alle, die mal einen wilden Materialmix ausprobieren möchten, was aber nicht mein Stil ist.

Apple Pay und wir spielen nicht mit

13. Juni 2015
eCash made by Apple mit Apple Pay und Wallet.

eCash made by Apple mit Apple Pay und Wallet.

Wir Deutschen sind schon ein seltsames Volk. Wir reden gerne von Technik und Innovation, aber eigentlich sind wir im Moment eher auf dem Nummer Sicher-Tripp.
Mir geht es gerade so, wenn ich das Thema Digitalisierung im Finanzbereich anspreche. Erst neulich hatte ich meinem Fischhändler eine lange Diskussion, warum er kein eCash annimmt. Terminals seien teuer und seine Kunden wollten so was nicht. Ich sagte ihm dann, dass ich eigentlich sein Kunde sein wollte, aber wenn er mein Geld als eCash nicht will, dann besorge ich mir einen anderen Fischdealer.
Die dpa meldete vor kurzem, dass Bankgeschäfte haben viel mit Vertrauen zu tun haben. Und aus genau diesem Grund tun sich viele Deutsche schwer, mit dem Smartphone zu bezahlen. 88 Prozent fürchten, dass bei mobilen Bezahlverfahren Daten gehackt und missbraucht werden, wie eine repräsentative Umfrage von PwC ergab. 85 Prozent fürchten zudem, dass ihnen ihr Handy gestohlen wird und damit dann kriminelle Geschäfte gemacht werden.

Apple Pay kommt nach GB.

Apple Pay kommt nach GB.

Und dann sehe ich, wie jetzt in Großbritannien Apple Pay eingeführt wird. Tja, aber nicht bei uns und das ärgert mich. Auf der WWDC wurde bekannt gegeben, dass die Finanznation Großbritannien ab Juli auf den neuen Smartphone-Service von Apple setzt. Ob beim Lebensmitteleinkauf, beim schnellen Kaffee unterwegs, beim Mittagsimbiss oder der Fahrt mit der U-Bahn, Kunden in Großbritannien können bald viele ihrer täglichen Einkäufe mit Apple Pay erledigen. Zum Startzeitpunkt werden über 250.000 Anlaufstellen Apple Pay akzeptieren. Acht der renommiertesten Banken Großbritanniens werden Apple Pay mit Kredit- und Bankkarten aller großen Anbieter unterstützen. In den Läden ist Apple Pay schnell und erfordert keine weiteren Schritte – dazu hält man das iPhone in die Nähe des kontaktlosen Kartenlesers, während ein Finger auf der Touch ID bleibt. Mit Apple Watch muss man nur den seitlichen Knopf zweimal drücken und das Zifferblatt zum kontaktlosen Lesegerät halten, um direkt vom Handgelenk aus einen Kauf zu tätigen.

Jennifer Bailey zeigt den neue Geldbeutel.

Jennifer Bailey zeigt den neue Geldbeutel.

Interessant ist, wenn ich Leuten dieses News erzähle, kommt sofort das Thema Sicherheit. Und das ist auch gut so. Man darf sich nicht über die Ängste der Bevölkerung hinwegsetzen. Gegen Angst hilft Aufklären und Informieren. Dieses Rezept gilt nicht nur beim Geld.
Sicherheit und Privatsphäre sind das Kernstück von Apple Pay. Beim Hinzufügen einer Kredit- oder Bankkarte werden die tatsächlichen Kartennummern weder auf dem Gerät noch auf Servern von Apple gespeichert. Stattdessen wird eine einzigartige Geräte-Kontonummer erstellt, verschlüsselt und sicher in Secure Element auf dem Gerät gespeichert. Zusätzlich wird jede Überweisung über einen einmaligen, individuellen und dynamischen Sicherheitscode autorisiert.

Bildschirmfoto 2015-06-10 um 19.43.55Und die Banken Britanniens vertrauen diesem Service. Apple Pay wird britische Kredit- und Bankkarten von American Express, Master Card und Visa Europe unterstützen, die von vielen der Banken in Großbritannien ausgegeben werden, darunter first direct, HSBC, NatWest, Nationwide Building Society, Royal Bank of Scotland, Santander und Ulster Bank. Andere große Banken werden im Herbst folgen, inklusive Bank of Scotland, Coutts, Halifax, Lloyds Bank, MBNA, M&S Bank und TSB Bank.
Interessant finde ich, dass Pinterest, das soziale Netzwerk für Mädchen, voll auf Apple Pay setzen wird. In Kürze kann der User aus Pinterest Waren via Apple Pay kaufen – freilich nur in den USA und nicht bei uns.

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Und die Läden machen mit.

Apple führte gleich mal die Geschäfte auf, die Apple Pay in Großbritannien akzeptieren: Ab Juli können Nutzer von iPhone 6, iPhone 6 Plus und Apple Watch überall dort einkaufen, wo kontaktloses Bezahlen möglich ist. Zusätzlich zu den 39 Apple Stores in Großbritannien zählen Boots UK, BP, Costa Coffee, Dune, JD Sports, KFC UK & Ireland, Liberty, LIDL, Marks & Spencer (M&S), McDonald’s UK, Nando’s, New Look, Post Office, Pret A Manger, SPAR, Starbucks, SUBWAY Stores, Wagamama und Waitrose zu den führenden Anlaufstellen, die Apple Pay akzeptieren werden. Verkehrsmittel in London werden Apple Pay ebenfalls akzeptieren, sodass beim Reisen oder täglichen Pendeln mit iPhone oder Apple Watch bezahlt werden kann. Man stelle sich einmal so eine Innovation beim Münchner MVV vor – hahaha. Aber im Grunde könnte ich heulen. Und ich wollte doch nur meinen Fisch elektronisch bezahlen.

Nein, der Münchner MVV macht nicht mit - aber London Transportion

Nein, der Münchner MVV macht nicht mit – aber London Transportion

Mein erstes Fazit zur Apple Watch

11. Juni 2015

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Ja, ich bin zufrieden mit meiner Apple Watch. Nachdem ich immer wieder von Kollegen danach befragt werde, ziehe ich heute ein erstes Fazit. Die Smartwatch aus Cupertino hat mein Leben nicht revolutioniert, aber sie hat mein Leben angenehmer gemacht und sie hat mein Leben ein wenig verändert.
Es ist schön, wenn daher die Apple Watch ab Freitag, 26. Juni in Italien, Mexico, Schweiz, Singapur, Spanien, Südkorea und in Taiwan über den Apple Online Store, in den Apple Retail Stores und bei ausgewählten autorisierten Apple Händlern verfügbar sein wird. Ich selbst habe die Uhr am ersten Tag bestellt und hatte Glück mit der Lieferung. Und ich muss sagen, das Unboxing-Video mit meinem Kollegen Thomas Gerlach hat Spaß gemacht – übrigens hat er auch inzwischen seine Uhr erhalten.

Apple selbst haut ganz schön auf die Pauke und bezeichnet das Devise wie folgt: „Apple Watch, das bisher persönlichste Produkt von Apple, ist ein unglaublich präziser Zeitmesser, ein persönliches und direktes Kommunikationsgerät und ein bahnbrechender Begleiter für Gesundheit und Fitness.“
Als erstes stelle ich fest: Ich greife wegen der Uhr weniger zum iPhone. Mein Telefon bleibt öfters in der Tasche. Nachdem eine Zeitlang mein Telefon mit meiner Hand verwachsen war, kann ich sie wieder frei bewegen. Das ist schön. Es ist eine ungewohnte Freiheit. Ich habe meine liebgewonnene Seamaster in Rente geschickt und trage nun das die Apple Watch mit 42mm Edelstahlgehäuse und Milanaise-Armband. Eigentlich liebe ich kleinere Uhren, aber meine Augen sind zu schlecht für das 38 mm-Display. Die Wahl von 42 mm war bei mir absolut richtig. Ich hatte ein bisschen Muffe vor dem Milanaise-Armband, denn Metallarmbänder früherer Uhren haben immer die Härchen am Armgelenk eingeklemmt und das war mir unangenehm. Ja, ich bin ein Weichei. Das Einklemmen passiert beim Milanaise-Armband nicht und die Uhr ist angenehm zu tragen.

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Als zweites stelle ich fest: Ich höre auf die Uhr. Ich achte auf die Aktivitätsanzeigen. Was ich schon bei meinen Nike Fuelband früher gemacht habe, mache ich jetzt auch bei der Apple Watch. Das ganze Thema Fitness ist stärker in mein Bewusstsein gerückt. Das bedeutet nicht, dass ich mich zum Sportler entwickelt habe, aber mir ist der gesamte Fitness-Aspekt in meinem Leben wichtiger geworden. Auch hier hat Apple das Ziel erreicht.
Mit der Akku-Laufzeit der Smartwatch komme ich bisher zurecht. Über Nacht wird die Uhr aufgeladen und für Reisen habe ich mir schon ein zweites Ladekabel besorgt, dass in meiner Reisetasche neben dem Lightning-Kabel fürs iPhone liegt. Technik und Kabel auf Reisen wären da so ein eigenes Thema für einen Blog.
Das Display ist großartig und die Bedienung der Apps ist super, sobald ich das System mit der Krone verstanden habe. Bei den Apps besteht zum Teil noch Optimierungsbedarf. Twitter müsste mir Notifications anzeigen und für mich gerade ganz wichtig: Die Kamera-App sollte nicht nur Fotos auslösen, sondern vor allem Videos. Hier bitte unbedingt ein Software-Update nachschieben. Vor kurzem lief die Keynote zur WWDC und Apple hat ein Update auf watchOS 2 angekündigt. watchOS so heißt jetzt das Betriebssystem für die Uhr. Für Apple Watch-Nutzer ab Herbst erhältlich, beinhaltet watchOS 2 zudem neue Zifferblätter, Informationen von Drittanbieter-Apps als Komplikationen auf dem Zifferblatt und neue Kommunikationsmöglichkeiten in Mail, Freunde und Digital Touch. Auch an die Integration von FaceTime Audio wurde gedacht. Ob ich Video auf der Uhr will, weiß ich noch nicht, aber das Abspielen von Videos soll künftig auch möglich sein. Sehr nett ist für mich auch ein Weckermodus, welcher die Apple Watch in einen Nachttischwecker verwandelt bei dem die Digital Crown und die seitlichen Tasten als Snooze- und Ausschalter für den Wecker dienen.

Hey Siri

Hey Siri

Großes Lob an Apple für Siri auf der Uhr. Da es keine Eingabe über Tastatur gibt, gebe ich meine Texte in Mitteilungen via Sprache ein. Und Siri versteht mich erstaunlich gut, obwohl ich nicht für eine klare Aussprache bekannt bin. Entweder habe ich meinen Satzbau deutlich vereinfacht oder Siri ist sehr leistungsstark.
Wenn ich die Keynote der WWDC richtig verstehe, dann soll die Apple Watch künftig auch mit einem bekannten WLAN zusammenarbeiten. Bisher funktioniert die Uhr nur via Blauzahn mit dem iPhone ab Version 5. Es sollen einige Funktionen der Uhr nun im WLAN funktionieren, wie Mitteilungen und Siri. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Apple Watch als Spionage-Tool meiner biometrischen Daten?

30. April 2015

In wenigen Tagen werde ich, wenn Apple will, meine Apple Watch am Arm tragen. Ich freue mich schon auf meine Apple Watch. Apple steigt damit in ein komplett neues Geschäftsfeld ein und ich als User muss mir mehrGedanken über meine biometrischen Daten machen. Meinen Fingerabdruck hat Apple bereits durch TouchID auf dem iPhone. Jetzt kommen meine Gesundheitsdaten dazu.

Die Apple Watch - ich bin so so gespannt.

Die Apple Watch – ich bin so so gespannt.

In meinem Seminaren über Medienkompetenz erkläre ich immer: Die größte Lüge im Internet ist der Satz: „Ja, ich habe die AGB gelesen.“ Kaum jemand schaut sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen näher an – ich auch nur manchmal. Aber gerade im Hinblick auf meine biometrischen Gesundheitsdaten sollten wir User es besser tun. Ich erinnere mich noch an eine Android-Taschenlampen-App, die 2013 das komplette Adressbuch und die Standortdaten ausgelesen und nach Hause geschickt hat. Dieses System ist bei Fitness-Armbändern – und dazu gehört die Apple Watch – auch kritisch.
Die Verbraucherschützer mahnten zur Vorsicht bei der Apple Watch. Die Uhr kann die Herzfrequenz messen und Schritte zählen. Die eingebauten Sensoren können Körperfunktionen ausforschen. „Verbraucher haben keine Wahl, auf die Sensoren zu verzichten. Sie sind in jeder Version der Uhr enthalten“, kritisiert Christian Gollner, Datenschutzexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. In Verbindung mit dem iPhone erlaubt die Apple Watch technisch eine umfassende Kontrolle der körperlichen Aktivitäten. Spezielle Apps können mit den gesammelten Daten zum Beispiel nicht nur vage den Kalorienverbrauch errechnen, sondern auch eine gesunde oder ungesunde Lebensweise versuchen zu ermitteln. Das Gleiche gilt für die Fitness-Armbänder anderer Hersteller.
Das ist richtig und ich möchte dieses System für meine persönliche Fitness einsetzen. Solche gesundheitsbezogenen Überwachungsfunktionen können nützlich sein, um einen genauen Einblick in die eigene Kondition zu erhalten. Also werde ich die Apple Watch mit der Health-App koppeln. Aber, wie immer, hat die Medaille zwei Seiten. Was passiert denn, wenn Versicherungen an diese biometrischen Daten herankommen und unterschiedliche Versicherungstarife vorschlagen. Das wäre das Ende der Solidargemeinschaften im Versicherungswesen. „Werden die höchst sensiblen Daten personenbezogen weitergegeben und ausgewertet, können sie Schaden anrichten“, erklärt Gollner. „Unternehmen könnten ihre Werbung, Angebote und Preise anhand des Gesundheitsprofils zum Nachteil der Verbraucher anpassen oder ihnen wegen des Gesundheitszustands bestimmte Leistungen verweigern.“
Die Verbraucherschützer raten: Der beste Datenschutz besteht, wenn Daten gar nicht erst erhoben werden können. Das wäre für mich gegen den technischen Fortschritt. Ich muss die Health-App ja nicht nutzen. Und denn leisten die Verbraucherschützer hier eine wertvolle Arbeit.


Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz setzt sich bei der Reform des EU-Datenschutzrechts für eine Umsetzung der Prinzipien „Privacy by Design“ und „Privacy by Default“ ein. Danach müssen Geräte und Dienste von Grund auf so gestaltet oder zumindest voreingestellt sein, dass sie nur die Daten erheben, die für die Nutzung tatsächlich erforderlich sind. Das war bei der Taschenlampen-App nicht der Fall.
Für meinen Teil werde ich die Uhr einsetzen, aber die Branche genau verfolgen, welche App, was tun. Durch die Diktatur von Apple in eigenen App-Store habe ich zumindest den Glauben daran, dass nicht jede App den Weg in den Store findet. Das sieht in der Android-Welt anders aus.

Wie trägt sich die Apple Watch? – subjektive Erfahrung

23. April 2015
Ich schaute im Apple Retail Store vorbei, um "meine" Apple Watch anzuprobieren.

Ich schaute im Apple Retail Store vorbei, um „meine“ Apple Watch anzuprobieren.

Es ist ja noch ein paar Tage hin bis meine Apple Watch bei mir eintrifft. Ich habe sie am Erstverkaufstag um 9:05 Uhr bestellt und ich werde meine Uhr wohl ab 12. Mai geliefert bekommen. Im Netz wurde der Niedergang von Apple proklamiert und ich sage: lasst sie ruhig schwätzen. Ich bin davon überzeugt, dass so ein Wearable mein Leben verändern kann.

Die Apple Watch - ich bin so so gespannt.

Die Apple Watch – ich bin so so gespannt.

Marktforscher Carl Howe von Think Big Analytics erklärte vor wenigen Tagen, dass über 3 Millionen Uhren vorbestellt wurden. darunter 1,8 Millionen Watch Sport, 1,3 Millionen Watch und 40.000 Watch Edition. Das bringt etwa einen Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar innerhalb der ersten zwei Verkaufswochen. Ja, ja mit Apple geht es bergab, ihr dummen Schwätzer!
Bis zum Auslieferungsdatum ab 12. Mai ist allerdings noch ein paar Tage hin und ich wollte die Apple Watch doch mal anprobieren. Schließlich habe ich das Ding blind im Vertrauen auf Apple gekauft. Vor allem wegen der Größe war ich mir unsicher. Ich habe die 42 mm-Variante geordert, vor allem wegen meinen schlechten Augen.

Ab 12. Mai soll meine Uhr bei mir sein. Ich bin gespannt und warte.

Ab 12. Mai soll meine Uhr bei mir sein. Ich bin gespannt und warte.

Bei einem Termin in München entschloss ich kurzerhand zu einem Besuch im Apple Retail Store am Marienplatz. Freundlich würde ich empfangen und bekam in rund 15 Minuten einen wiederum sehr freundlichen Kundenberater, der mir die Uhr erklärte. Mir ging es weniger um die Ausführungen als vielmehr um das Tragegefühl. Erster Eindruck: die Uhr sitzt prima. Das Metallarmband meiner Apple Watch, 42 mm Edelstahlgehäuse mit Milanaise-Armband klemmt keine Haare ein, wie es meine Seiko tut. Der Magnet des Armbandes schließt leicht und ist fest am Handgelenk. Die Uhr ist tadellos verarbeitet und die Krone ist extrem innovativ als Eingabegerät. Das Display ist rattenscharf und die Animationen laufen darauf flüssig ohne Ruckeln. Es zeigte sich, dass die Wahl des 42 mm Displays die richtige Entscheidung für mich war.

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Leider konnten wir aus Datenschutzgründen das Koppeln mit meinem iPhone 6 plus nicht testen. Somit war auch kein Empfang von Mails oder Musik möglich.


Beim Herumspielen mit der Uhr ist mir als erstes das Fehlen einer App aufgefallen, die für mich wichtig wäre. Es geht mir eine App ab mit der ich Keynote steuern kann. Ich präsentiere sehr viel in meinen Vorträgen mit dem iPhone via Keynote. Ich habe schon lange keinen Rechner bei Tagesveranstaltungen mehr dabei. Für iPhone und iPad gibt es Keynote Remote-App, um Keynote vom Mac aus zu steuern. Das wünsche ich mir für die Apple Watch, um Keynote auf dem iPhone zu steuern. Und als ob Tim Cook mir auf den Rechner schaut. In dem Moment als ich diese Zeilen schreibe, erfolgte eine Aktualisierung von Apple von Keynote. Mein Wunsch wurde erhört und das zeigt mir, wie nahe Apple am User ist. Apple stellt Keynote Remote für Apple Watch bereit. Ich bin glücklich und freue mich noch mehr auf meine Uhr.

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Wie sagte einst Steve Jobs: Apple präsentiere Produkte von denen der Kunde gar nicht wüsste, dass er sie in dieser Form brauche. Das ging mir mit dem iPhone und iPad so und es wird mir mit der Apple Watch auch so gehen. Die Diskussion um die Batterielaufzeiten muss ich in der Praxis testen. Hier wird die Akku-Technik sich entwickeln. Für mich heißt es nun warten bis ich meine Wearable Device in den Händen bzw am Arm trage. Apple mach endlich zu. Erste Entwickler haben eine Versandmeldung schon bekommen. Ich will auch und ihr wisst ja, Geduld ist mein zweiter Vorname.

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Warum zeigt die Apple Watch 10:09 Uhr als Uhrzeit?

10. April 2015

Die Bestellung der Apple Watch steht bei mir an und bei der Qual der Wahl welche Uhr ich nehmen soll, habe ich mir eines gefragt: Warum zeigt das Zifferblatt der Apple Watch eigentlich immer 10:09 Uhr als Uhrzeit an?

Die frage ist doch: Warum zeigt die Apple Watch 10:09 Uhr als Uhrzeit an?

Die frage ist doch: Warum zeigt die Apple Watch 10:09 Uhr als Uhrzeit an?

Als Fanboy und ehemaliger Chefredakteur einer der größten Mac-Zeitschriften Europas kenne ich ja die Spielereien, die Apple bei seinen Produkten macht. So zeigte das iPhone immer 9:41 Uhr als Uhrzeit – zu diesem Zeitpunkt präsentierte damals 2007 Steve Jobs das erste iPhone.
Bei der Uhr machte es Apple offentsichtlicher. Ich dachte zunächst an eine ähnliche Logik von Tim Cook wie bei Steve Jobs. Aber die Uhrzeit passte nicht. Es ist viel einfacher. Dazu musste ich mir Prospekte und Websites von tradiionellen Uhrenherstellern ansehen. Dort stehen die Zeiger auf 10:10 Uhr. Rolex zeigt 10:10:31 Uhr, TAG Heuer zeigt 10:10:37 Uhr. Die Apple Watch ist diesen Uhren um eine Minute voraus: 10:09 Uhr. So erhebt Apple den Anspruch, ganz vorne dabei zu sein und die alten Uhrenhersteller buchstäblich alt aussehen zu lassen. Für mich ist klar: Apple leitet mit der Apple Watch ein neues Zeitalter ein – nicht mehr, nicht weniger.

Apple provoziert etablierte Uhrenhersteller mit seiner Werbung.

Apple provoziert etablierte Uhrenhersteller mit seiner Werbung.

Warum stehen eigentlich die Zeiger auf 10:09 Uhr oder 10:10 Uhr? Ich hab andere Zeiten auf meiner Seamaster ausprobiert. Da sieht die Uhr lange nicht so gut aus. Um 10:09 Uhr oder 10:10 Uhr sehen Logo und Uhr am Handgelenk am elegantesten aus. Die Uhr wirkt schmal. Da Apple mit einer Apple Watch ein Design- und Modeaccessoire vorlegt, muss hier Optik stimmen.
Übrigens, bei mir wird es wohl die Apple Watch mit Milanaise-Armband in der 42 mm Version werden.

Diese Apple Watch wird es wohl bei mir werden.

Diese Apple Watch wird es wohl bei mir werden.

ResearchKit: Apple positioniert sich im Gesundheitsmarkt

10. März 2015
ResearchKit ist Open Source

ResearchKit ist Open Source

Natürlich stand Hardware im Mittelpunkt des Apple Events vom März 2015: Apple Watch und MacBook wurden vorgestellt und beides werde ich mir als Fanboy wohl zulegen. Aber richtig interessant fand ich das Open Souce-Tool ResearchKit. Das Werkzeug soll Mediziniern medizinische Studien erleichtern. Die ersten Apps sind bereits in den USA erschienen und dienen der Erforschung von Asthma, Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Parkinson.
Damit weitet Apple sein Geschäftsmodell vom klassischen Fitnessmarkt auf den Gesundheitsmarkt aus. Was deutschen Usern wohl wichtig ist: Apple erklärt eindeutig, dass man keinen Einblick in die Gesundheitsdaten seiner Nutzer hat. Es heißt: Anwender entscheiden selbst, ob sie an einer Studie teilnehmen möchten und wie ihre Daten geteilt werden.
Ich finde es interessant, wie sich Apple hier an einen neuen Markt herantastet. Die Mitbewerber am Markt stellen einfach neue Computer, Mobiltelefone oder jetzt neue Smartwatches her. Apple blickt über den Tellerrand hinaus und greift Google mit seinen Gesundheitsvorhersagen an.


Was kann ResearchKit? Es ist eine Open Source Softwareumgebung für Medizinier. ResearchKit hilft je nach programmierter App Gesundheitsdaten von Teilnehmern zu sammeln, die iPhone Apps nutzen. Forschungsinstitute haben bereits Apps mit ResearchKit entwickelt, um Studien über Asthma, Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Parkinson durchzuführen.
„Mit Hunderten Millionen von iPhones im weltweiten Einsatz sahen wir eine Möglichkeit für Apple, eine sogar noch größere Wirkung zu erzielen, in dem wir Menschen befähigen sich an der medizinischen Forschung zu beteiligen und dazu beizutragen“, sagt Jeff Williams, Senior Vice President of Operations von Apple. „ResearchKit gibt der Gemeinschaft der Wissenschaftler Zugang zu einer vielschichtigen Bevölkerung auf der ganzen Welt und bietet mehr Möglichkeiten Daten zu erheben als jemals zuvor.“ Warum macht Apple das alles? Der Medizinmarkt ist einer der größten Märkte überhaupt. Das Zauberwort hinter den gesammelten Daten heißt schlichtweg Big Data und Apple hat mit den iPhones eine ungeheuere Marktmacht und weiß sie zu nutzen. Aber Tim Cook weiß hoffentlich, dass er diese Daten niemals missbrauchen darf. Hoffentlicht weiß das die NSA auch.

Apple zeigt Flagge im Gesundheitsmarkt.

Apple zeigt Flagge im Gesundheitsmarkt.

Klar ist: Laut Apple wird durch ResearchKit das iPhone zu einem starken Werkzeug für die medizinische Forschung. Wenn der Anwender die Erlaubnis gibt, können die Apps auf Daten der Health App zugreifen. Das sind beispielsweise Gewicht, Blutdruck, Blutzuckerspiegel oder die Nutzung von Asthmasprays, die durch Geräte und Apps von Drittherstellern gemessen werden. Ich selbst habe die Withings-App am Laufen, um Daten der Waage und des Blutdruckmessgerätes einzulesen.
Mit der Apple Keynote wurde zeitgleich auch iOS 8.2 veröffentlicht. Hier wurde fleißig an der Health App optimiert. Neben zahlreichen Verbesserungen gibt es jetzt eine neue Datenschutz-Einstellung. Diese ermöglicht jetzt das Deaktivieren der Protokollierung von Schritten, Wegstrecken und erklommenen Stockwerken.
Software für Health entstammen der Softwareumgebung HealthKit. Diese wurde durch ResearchKit nochmals aufgewertet und mächtiger gemacht. ResearchKit kann von einem Anwender den Zugriff auf Beschleunigungssensor, Mikrofon, Gyroscope und GPS-Sensoren im iPhone anfragen, um Informationen über den Gang, die motorische Verfassung, seine Fitness, Sprache und den Gedächtniszustand des Patienten zu bekommen.
Eine Bekannte aus dem Medizinbereich begrüßte die Möglichkeiten von ResearchKit in Sachen Langzeitstudien. ResearchKit macht es einfacher für Mediziner, entsprechende Teilnehmer für Langzeitstudien zu rekrutieren, weil es eine breite Auswahl der Bevölkerung anspricht und nicht nur diejenigen, die in Reichweite zum Institut wohnen. Studienteilnehmer können Aufgaben erledigen oder Zugriffsrechte an der Studie über die App einräumen, so dass die Forscher weniger Zeit mit Datenverwaltung und mehr Zeit mit der Datenanalyse verbringen können. ResearchKit ermöglicht es Forschern zudem einen interaktiven Einwilligungsprozess anzubieten. Anwender können auswählen, an welcher Studie sie partizipieren und welche Daten sie bei welcher Studie zur Verfügung stellen möchten.
Das bestätigen laut einer Apple-Meldung auch die Partner von Apple, was freilich nicht verwundert. „Wir sind erfreut die neuen ResearchKit-Werkzeuge von Apple zu nutzen, um mehr potentielle Teilnehmer ansprechen zu können und noch mehr Daten durch die einfache Nutzung einer iPhone App zu erlangen. Die zur Verfügung gestellten Daten bringen uns bei der Entwicklung individuellerer Hilfe einen Schritt weiter“, sagt Patricia Ganz, MD, Professor an der Fielding School of Public Health der UCLA und Director of Cancer Prevention & Control Research im Jonsson Comprehensive Cancer Center der UCLA. „Zugang zu vielschichtigen, von den Patienten übermittelten Gesundheitsdaten, hilft uns, mehr über Langzeitnachwirkungen von Krebsbehandlungen zu erfahren und gibt uns ein besseres Verständnis der Erfahrungen von Brustkrebspatienten.“
Ich bin mal gespannt, wann sich deutsche Mediziner äußern und wann sie ResearchKit überhaupt mitbekommen. Allgemein stimmt es mich nachdenklich, warum solche Entwicklungen eigentlich in den USA stattfinden. Was macht unsere Medizinbranche eigentlich außer Geldverdienen?

US-Medizinier arbeiten mit Apple zusammen. Wo sind unsere?

US-Medizinier arbeiten mit Apple zusammen. Wo sind unsere?

Apple legt in den Lobpreisungen noch nach und betont das Thema Big Data indirekt. „Wenn es darum geht bei der Forschung bessere Diagnosen und Krankheitsvorbeugung zu erzielen, sind Zahlen alles. Durch den Einsatz von Apples neuer ResearchKit-Umgebung sind wir in der Lage, die Teilnahme über unseren lokalen Radius hinaus auszuweiten und signifikant mehr Daten zu erfassen, die uns dabei helfen zu verstehen, wie Asthma funktioniert“, sagt Eric Schadt, PhD, der Jean C. und James W. Crystal Professor of Genomics an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai und Gründungsdirektor des Icahn Institute for Genomics and Multiscale Biology. „Durch die Verwendung der fortschrittlichen iPhone-Sensoren sind wir in der Lage den Zustand des Asthmapatienten besser abzubilden und das ermöglicht es uns dann, eine persönlichere, noch präzisere Behandlung durchzuführen.“

Die Asthma Health App ist so konzipiert, dass sie Schulung und Selbstkontrolle von Asthmapatienten erleichtert.

Die Asthma Health App ist so konzipiert, dass sie Schulung und Selbstkontrolle von Asthmapatienten erleichtert.

Und die Forscher haben gleich eine eigene App dazu auf den Markt gebracht, derzeit nur für den US-Store. Entwickelt von der Icahn School of Medicine am Mount Sinai und LifeMap Solutions ist die Asthma Health App so konzipiert, dass sie Schulung und Selbstkontrolle von Asthmapatienten erleichtert, positive Veränderung am Zustand kommuniziert und an das Einhalten des Behandlungsplans nach aktuellen Asthmarichtlinien erinnert. Die Studie misst Symptome von individuellen und potentiellen Auslösern von Verschlimmerungen des Zustands, so dass Forscher neue Möglichkeiten bei der individuellen Asthmabehandlung erfahren können.
Die Share the Journey-App vom Dana Farber Cancer Institute, Penn Medicine, Sage Bionetworks und dem Jonsson Comprehensive Cancer Center der UCLA entwickelt, ist eine Forschungsstudie, dessen Ziel es ist herauszufinden, warum einige Patienten, die den Brustkrebs überlebt haben, sich schneller erholen als andere, warum ihre Symptome über die Zeit variieren und was getan werden kann, um die Symptome zu verbessern. Share the Journey wird Studien und über iPhone-Sensoren erfasste Daten verwenden, um Müdigkeit, Stimmungsbild, kognitive Veränderungen sowie Schlafstörungen und eine Verringerung der Anzahl an Übungen zu sammeln und zu beobachten.

Daten ist das Zauberwort in der medizinischen Forschung.

Daten ist das Zauberwort in der medizinischen Forschung.

Die MyHeart Counts-App, entwickelt von Stanford Medicine, misst die Aktivität und nutzt Risikofaktoren und Studienergebnisse, um Forscher dabei zu unterstützen genauer zu beurteilen, wie Aktivität und Lebensstil eines Patienten sich zum Herz-Kreislauf-Zustand verhalten. Dadurch, dass diese Verhältnisse auf einer breiten Basis verglichen werden können, sind Forscher besser in der Lage zu verstehen, wie man das Herz gesünder halten kann.
Das Massachusetts General Hospital hat die GlucoSuccess-App entwickelt, um zu verstehen, wie verschiedene Aspekte im Leben eines Menschen – sei es Diät, körperliche Anstrengung und Medikationen – den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Die App kann Teilnehmer auch bei der Erkenntnis unterstützen, wie sich ihr Essverhalten und ihre Aktivität in Relation zu ihren optimalen Zuckerwerten verhalten und sie somit in die Lage versetzen, Abhängigkeiten klar zu erkennen und eine aktivere Rolle für ihr eigenes Wohlbefinden einzunehmen.
Von Sage Bionetworks und der Rochester-Universität entwickelt, hilft die Parkinson mPower-App Menschen, die mit der Parkinsonkrankheit leben müssen, ihre Symptome durch die Aufnahme der Aktivitäten über die iPhone-Sensoren zu beobachten. Diese Aktivitäten beinhalten ein Gedächtnisspiel, Fingerübungen, Sprechen und Gehen. Die Aktivitäts- und Studiendaten vom Mobiltelefon werden mit Daten einer Vielzahl anderer Teilnehmer kombiniert, um die Forschung über Parkinson auf ein bisher noch nie erreichtes Niveau zu treiben und dies zur weltweit größten und umfangreichsten Studie über diese Krankheit macht.