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Achter Todestag von Steve Jobs

5. Oktober 2019

Heute vor acht Jahren verstarb Steve Jobs. Für mich wird dieses Genie immer in Erinnerung bleiben und ich werde seinen Todestag würdigen. Seine Unternehmen Apple und Pixar haben sich seit seinem Tod verändert, aber die DNA der Unternehmen ist immerfort noch Steve Jobs.

Macworld 2008: Steve Jobs und Homer

Macworld 2008: Steve Jobs und Homer

An seinem Todestag will ich auf Jobs Nachfolger bei Apple eingehen. Tim Cook. Ich lese gerade die Biografie Tim Cook: Das Genie, das Apples Erfolgsstory fortschreibt von Leander Kahney. Ein sehr lesenswertes Buch, das ich vom Verlag zur Verfügung gestellt bekam. Der Unternehmensführer Cook, der von The Donald als Tim Apple bezeichnet wurde. Cook änderte seinen kurzfristig seinen Twitter-Account daraufhin zu Tim Apple, soviel zum Humor des Mannes.

Tim Apple

Tim Apple

Er betont immer wieder, wie wichtig Steve Jobs für Apple und für ihn persönlich gewesen sei. Das glaube ich gerne.
Jobs wählte persönlich Cook zu seinem Nachfolger aus. Und Jobs wählte keine Kopie seiner eigenen Person. Cook ist ein anderer Typ, aber auf seine Art nicht minder erfolgreich, aber anders. Er ist in erster Linie ein Mann der Logistik, ein Mann der Zahlen und Finanzen. Auch er hat seine Visionen, aber sie sehen anders aus als die Visionen von Jobs. Mit der Apple Watch hat er sein eigenes Produkt auf den Markt gebracht und das sehr erfolgreich. Von seiner Persönlichkeit ist Cook wohl ein sportbegeisterter, fitter Zeitgenosse. Die Apple Watch als Wearable Device ist ein Gerät, die vor allem die Gesundheit und Fitness im Zentrum hat. Das war bei Jobs nicht so wichtig. Nun setzt Cook daran, die Services auszubauen: Apple Music steht prima da, Apple Arcade und Apple TV+ müssen sich bewehren.

Keynotes sind heute keine Oneman-Show mehr.

Keynotes sind heute keine Oneman-Show mehr.

Natürlich schaue ich mir als Apple Fan-Boy die Keynotes von Apple noch an. Die Veranstaltungen mit Steve Jobs hatte ich mehrmals live vor Ort in San Francisco gesehen – Tim Cook kenne ich nur vom Stream. Ich hatte leider noch keine Möglichkeit Tim Cook live zu genießen. Die Veranstaltungen von Jobs waren eine Art Gottesdienst. Er war der Hohepriester, der Apple zelebrierte. Wir waren die Jünger. Dies ist wohl nicht mehr so und dennoch auf ihre Art spannend. Eine Keynote von Jobs war in der Regel eine Oneman-Show, Cook setzt auf das Team, wobei ich schon fast den Überblick verliere, wer jetzt auf der Bühne zur Gemeinde spricht. Auf der jüngsten Keynote freute ich mich wie ein Schneekönig als Phil Schiller Auftrat und das neue iPhone in gewohnter Schiller-Manier anpries. Ich freute mich und ich glaubte, dass Schiller sich ebenso freute. Wie genial waren damals die Spielereien von Jobs und Schiller – erinnert sei an die Miss Marple Handtasche iBook. Natürlich würde ich gerne ein One more Thing hören, aber dazu wird es bei Cook wohl nicht kommen. Es ist eine andere Zeit. Danke Steve Jobs für deine Visionen und wir denken weiter an dich