Archive for Januar 2019

Gastro-Kritik: Snacks in der Deutschen Bahn

31. Januar 2019
Ich probierte die neuen Snacks der Deutschen Bahn aus.

Ich probierte die neuen Snacks der Deutschen Bahn aus.

Über den Wegfall der Vollkornschnitten in den ICE-Bistros der Deutschen Bahn habe ich mich ja schon ausgelassen und meine Unzufriedenheit formuliert. Als Ersatz hat die Deutsche Bahn unter anderem zwei neue Snacks in ihre Speisekarte aufgenommen: Die Mediterrane Salami Stulle und Sandwich Hähnchen Sweet-Chili – das Motto lautet „Genuss auf ganzer Strecke“.
Ich habe jetzt beide Snacks ausprobiert. Als Bahnfahrer schaffe ich es oft nicht an Bahnhöfen mich mit Essen und Trinken auszustatten und greife daher auf den Service der Deutschen Bahn zurück. So auch dieses Mal. Bei einer Reise von München nach Berlin probierte ich beide Snacks aus: Mein persönliches Fazit: Das Hähnchen ist ganz okay, die Salami-Stulle schmeckt mir nicht.

Mediterrane Salami Stulle
Die Snacks kommen in Plastik verpackt daher. Es sind je vier Scheiben Brot. Zwischen zwei Scheiben ist der Belag.
Beim der Mediterranen Salami Stulle mit dem Gewicht von 200 Gramm ist mir persönlich zu viel Mediterran auf dem Brot. Die Salami ist zwar vorhanden, aber der Geschmack geht komplett unter. Ich schmecke von der Salami kaum etwas, dafür vom restlichen Belag wie Grillgemüse wie Zucchini und Zwiebel, Eigelb, Senfmehl. Das hat mich enttäuscht und es wird für mich der letzte Kauf der Salami-Variante sein.

Sandwich Hähnchen Sweet-Chili
Besser ist da schon das Sandwich Hähnchen Sweet-Chili mit dem Gewicht von 180 Gramm. Das helle Weizenbrot schmeckte mir einfach besser und der Geschmack von gebratenen Hähnchenbruststreifen mit der Würzsoße Chili kam beim Verzehr durch. Es ist alles keine Sterneküche, aber für einen kleinen Hunger im Zug durchaus ok. Eben eine nette Art von Essen auf Rädern.

Probiert mal den Service der Deutschen Bahn aus. Wie gesagt, ich vermisse die Vollkornschnitte, aber mit dem Hähnchen Teil kann ich leben. Zurück bleibt Plastikmüll und Pappe – früher wanderte nur die Plastikverpackung in den Wertstoffkreislauf.

Zurück bleibt Plastik und Pappe.

Zurück bleibt Plastik und Pappe.

 

Deutschlandpremiere: Der Golem, wie er in die Welt kam mit Klavierbegleitung von Richard Siedhoff

30. Januar 2019

Der expressionistische Stummfilm ist eines meiner Hobbys. Und dieses Hobby führte mich nach Berlin in die Deutsche Kinemathek, wo im Arsenal-Kino die Berlin-Premiere des Klassikers Der Golem wie er in die Welt aufgeführt wurde. Dabei traf ich auf Richard Siedhoff, der den Film von Paul Wegener am Klavier live begleitete. Nach der Aufführung trafen wir uns zusammen mit Oliver Hanley von der Filmakademie Babelsberg Konrad Wolf beim Bier und interessanten filmhistorischen Geschichten. 

Eine neue restaurierte Version von Paul Wegeners Der Golem, wie er in die Welt kam.

Eine neue restaurierte Version von Paul Wegeners Der Golem, wie er in die Welt kam.

Bisher gab es vom Golem nur verstümmelte Fassungen. Immer wieder wurde an dem Film herumgedoktert. Wegener drehte drei Golem-Filme, wobei die dritte Version „Der Golem, wie er in die Welt kam“, die wichtigste ist. Von den anderen beiden existieren nur Standfotos. Nun wurde der Golem-Film aufwändig restauriert. Die Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung bringt den Film Der Golem, wie er in die Welt kam im März auf Bluray raus und diese Version wurde in Berlin einem begeisterten Publikum gezeigt. 

Stummfilmpianist Richard Siedhoff begleitete den Golem am Klavier.

Stummfilmpianist Richard Siedhoff begleitete den Golem am Klavier.

Allerdings: Es wird an einer zweiten restaurierten Version im Münchner Filmmuseum gearbeitet. Deren Veröffentlichungstermin ist noch unklar. Ich hoffe mal auf das Jahr 2020, wenn der Stummfilmklassiker seinen 100. Geburtstag feiert. Das Besondere der längeren Version des Münchner Filmmuseums: Er enthält die Originalmusik von Hans Landsberger, die als verschollen galt. Bei seinen Recherchen entdeckte Stummfilmpianist Richard Siedhoff die Partitur und möchte die Filmmusik für das Münchner Filmmuseum mit großem Orchester einspielen. Die Filmmusik von Hans Landsberger muss unheimlich komplex sein. Die Leitmotive der Figuren sind ineinander verwoben. Bisher existierten nur euphorische Kritiken aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sowie ein Programmheft mit Noten-Auszügen.

Eine filmhistorische Sensation. Richard Siedhoff entdeckte die verschollen geglaubte Partitur von Hans Landsberger.

Eine filmhistorische Sensation. Richard Siedhoff entdeckte die verschollen geglaubte Partitur von Hans Landsberger.

Aber Siedhoff entdeckte die Originalnoten. Wo, wollte er nicht verraten. Er arbeitet an einem wissenschaftlichen Aufsatz für die Filmakademie Konrad Wolf und wird dort sicherlich das Geheimnis lüften. Ich bin gespannt, wie sich die Musik anhört. Siedhoff schwärmte in meinem Gespräch von der Musik von Landsberger. Der jüdische Komponist Hans Landsberger selbst ist verschwunden. Er starb 1941 in deutscher Gefangenschaft. Ob er sich selbst ermordete oder ob ihn die Nationalsozialisten ermordeten ist unklar. An der Musik Landsbergers orientierte sich die Montage der Münchner Version des Golems, die längerer sein wird als die Version der Murnau-Stiftung. In der Murnau-Version enden Szenen abrupt oder Personen springen. Die Münchner-Version soll rund 6 Minuten länger sein als die Murnau-Version. Bei Bier und Pizza sprachen die Filmexperten über den Film und lüfteten ein paar Geheimnisse:

Kommentar: Was soll das?

Für mich als Filmfan ist es absolut unverständlich, warum beide Institutionen Murnau-Stiftung und Münchner Filmmuseum nicht im Sinne der Kunst zusammenarbeiten können. Ich hätte nichts gegen eine Deluxe-Version mit beiden Versionen, um zu vergleichen. Warum muss jeder sein eigenes Süppchen kochen? Für uns Filmfreunde bedeutet dies, den Film zweimal zu kaufen und dann zu vergleichen. Ich vermute kommerzielle Interessen, aber kenne freilich keine Details. Mal ehrlich: Als ob der Golem kommerziell ein Renner wird. 

Golem in 4K 

Auf jeden Fall freute es mich, den Golem in einer fast perfekten 4K-Version zu sehen. Ein paar Szenen waren beschädigt – die sollen in der Münchner Fassung dagegen perfekt sein. Die Filmreihe Filmspotting startete 2019 mit Paul Wegeners Stummfilmklassiker „Der Golem, wie er in die Welt kam“ aus dem Jahr 1920. Ausgehend von einem in der cinémathèque royale de belgique, Brüssel, wieder entdeckten Originalnegativ erstellte die Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung eine in 4K-Auflösung visuell optimale Restaurierung der ursprünglichen Farbfassung. Diese erlebte bei den vergangenen Internationalen Filmfestspielen von Venedig ihre Premiere und war bei meinem Berlin-Besuch erstmals in Deutschland zu sehen. Wenn ich ehrlich bin, gab es schon eine nichtöffentliche Aufführung bei der Hochschule Konrad Wolf. Die musikalische Interpretation der Originalmusik übernahm der Stummfilmpianist Richard Siedhoff, der an der Rekonstruktion der ursprünglichen Partitur gearbeitet hat. Siedhoff ist Composer in Residence des Metropolis Orchesters Berlin.

Oliver Hanley von der Filmakademie Babelsberg Konrad Wolf hielt im Arsenal-Kino den Einführungsvortrag zum Film.

Der Inhalt des Films 

Der Inhalt: Prag im 16. Jahrhundert: Der Rabbi Löw erschafft den Golem, einen Lehmriesen, um ein prophezeites Unheil von seiner Gemeinde abzuwenden. Doch der Golem lässt sich nach vollbrachter Rettung nicht mehr beherrschen und zündet das Ghetto an. Diese Verfilmung der jüdischen Legende gehört zu den Klassikern der Stummfilmära. Die Kulisse (entworfen von Hans Poelzig), die Lichtführung und die Figur des Golems waren bahnbrechend und beispielhaft für das Genre. 

 

Europäischer Datenschutztag: Nachdenken über Daten als Wirtschaftsgut

28. Januar 2019

Der Datenskandal vor wenigen Wochen hat gezeigt: Wir haben ein Problem. Teile der Gesellschaft sind noch nicht in der Digitalisierung angekommen, einige sträuben sich sogar mit Händen und Füßen gegen den Wandel der Zeit. 

Aber die neue Zeit kommt und wir sollten uns darauf vorbereiten. Für mich gilt der Ausspruch: Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts und die Wirtschaft wandelt sich von einer Dienstleistungsgesellschaft zu einer Informationsgesellschaft. Bürgerinnen und Bürger müssen erkennen, was ihre Daten wert sind. Aber noch zu viele füttern die Datenkrake mit dem wertvollsten was sie haben: Informationen. 

Für mich persönlich ist die größte Seuche WhatsApp. Bei meinen Vorträgen begegne ich oft unglaubliche Naivität und Unwissenheit über diesen Messenger. Ja, das Ding kostet kein Geld, aber es kostet eure Daten. Wie naiv kann man eigentlich sein und die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts nicht verstehen (wollen). Mark Zuckerberg ist für mich ein Genie. Ich denke, der Mann weiß genau was er tun und schafft seine Reichtümer durch das Verarbeiten von Daten. Die Kombination von Big Data, biometrische Scans und KI schafft perfekte Musteranalysen und künftig Mustervorhersagen. Dazu kommt das blöde Geschwätz wie: „Ich hab doch nichts zu verbergen!“ oder „Was interessiert denn den Zuckerberg, wohin ich in den Urlaub fahre!“ Blöder geht es wirklich nicht. 

Zum Tag des Europäische Datenschutzes, der heute stattfindet, wird es die WhatsApp-Alternative Threema zum reduzierten Preis geben. Das war zumindest in der Vergangenheit so. Der Europäische Datenschutztag wurde 2006 auf Initiative des Europarats ins Leben gerufen und wird seit 2007 jährlich begangen. 

Threema ist für mich DER Messenger schlechthin. Threema ist für mich DER Messenger schlechthin.

Threema ist für mich der Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones und Tablets. Im Jahr 2018 nutzen über 5 Millionen Privatnutzer Threema und 2 Millionen Nutzer „Threema Work“ in 3000 Firmen bzw. Institutionen. Die zugehörige Software ist für die Betriebssysteme Android (ab Version 4.1), iOS (ab Version 9.0) und Windows Phone (ab Version 8) kostenpflichtig verfügbar. Heute wird wohl Threema reduziert und damit für alle Schotten, Schwaben und Geizhälse ein Grund, Threema aus den jeweiligen Stores zu laden.

Holocaust-Gedenktag 2019: Auschwitz in 360 Grad

27. Januar 2019
Foto: Lange

Foto: Lange

Heute ist der Holocaust Gedenktag und bei einem Spaziergang dachte ich über dieses und andere Verbrechen der Nazis nach. Ich erinnerte mich an meinen Besuch in Auschwitz und welche Gefühle des Schreckens damals bei mir zu Tage kamen. Ich habe in der Schule und in meinem privaten Umfeld viel über Auschwitz und die Gräuel gehört, aber selbst an dem Ort des Verbrechens zu sein, ist noch einmal etwas anderes. Nie wieder, nie wieder darf sich so etwas wiederholen und nie dürfen wir vergessen. Gerade dem Erstarken des Nationalismus muss sich jeder Demokrat und jeder Mensch entschlossen entgegen stellen. 

Foto: Lange

Foto: Lange

Bei meinen Gedanken über Auschwitz kam mir ein Besuch der re:publica 2017 in den Sinn. Diese Social-Media-Messe re17 stand damals unter dem Motto Love out loud. Am letzten Messetag wanderte ich mit einer Freundin durch die Hallen und wir kamen zu einer Aktionsbühne, hörten uns auf Kissen Vorträge an und genossen den Tag. Im ersten Stock gab es zahlreiche VR-Vorführungen. Ich mag das Thema VR, drehe selbst 360 Grad Videos und es galt die coolen Sachen auszuprobieren. Dann kamen wir zum Stand des WDR. Dort war es mit dem Fun und der Coolness vorbei. Es gab die 360 Grad Version von Auschwitz. 

Zu sehen gab es die Doku Inside Auschwitz, die 2017 für den Grimme Preis normiert war. Der WDR zeigt mit seiner 360-Grad Dokumentation eine neue Sichtweise auf das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Ein Journalisten-Team besuchte den historischen Ort und erzählt die Geschichten von drei überlebenden Frauen.

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 veröffentlichte der WDR die weltweit erste 360°-Doku über das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Der User kann seine eigene Perspektive wählen, um die Monstrosität des Lagers zu erfassen.

Ich habe es ausprobiert und war erschüttert. Die Gefühle von meinem Besuch in Auschwitz kamen wieder hoch und am heutigen Tag habe ich mir die zehnminütige Dokumentation nochmals angesehen. Niemals dürfen wir vergessen.

 

 

Heute ist Marvel Tag – lest ihr noch Comics?

26. Januar 2019
Hier ein Teil meiner Marvel Comics.

Hier ein Teil meiner Marvel Comics.

Am heutigen 26. Januar ist Marvel Tag. Für die Insider ist es ein wichtiger Tag, für den Rest der Welt ist es ein Tag wie jeder andere. Für mich bedeutet Marvel meine Jugend. Die große Frage meiner Kindheit war: Marvel oder DC?
Ich war aus der Zeit von Entenhausen als Jugendlicher herausgewachsen und wandte mich neuen Einflüssen zu. Ich begann Superhelden-Comics zu lesen und da gab es zwei konkurrierende Verlage, eben Marvel oder DC. Es war oftmals eine Glaubensfrage, welche Comics man als junger Mensch sich reinzog. Ich mochte Marvel mehr, obwohl ich als Kind die Schrift in den Comics schwerer lesen konnte als beim Mitbewerber.

Anlässlich des Marvel Tags am 26. Januar 2019 bin ich in mein Archiv gegangen und habe ein paar Marvel-Comics ausgekramt. Aus erstes stieß ich auf eine Kiste mit Tarzan-Comics, die ich schon vergessen hatte. Tarzan Comics mochte ich nur kurzzeitig und hatte diesen Helden verdrängt. Dann kamen meine Lieblingscomics von Marvel ans Tageslicht: Die Gruft des Grafen Dracula. Ich habe alle Sammelbände und zwei unterschiedliche Ausgaben komplett – über diese Comic-Reihe werde ich einmal separat blocken. Aus dem Archiv zauberte ich die Spinne/Spider Man und die fantastischen Vier hervor. Die Hefte müssen aus den siebziger Jahren sein, ein paar vielleicht aus den frühen achtziger Jahren. Ich weiß es nicht genau und habe auch nicht recherchiert. Ich habe ein bisschen gelesen und die Teile wandern wieder ins Archiv.

Die Gruft des Grafen Dracula habe ich komplett.

Die Gruft des Grafen Dracula habe ich komplett.

Gleichzeitig gibt es zum Marvel Tag einen Neustart. Wie der zuständige Verlag Panini mitteilt, soll es neue neue Geschichten mit den legendären Helden des Marvel-Universums geben. Die neue Ära bietet einsteigerfreundliche Storys, behält dabei aber die langjährige Historie der Heroen bei. Die Helden wurden in den letzten Geschichten der laufenden Serien erzählerisch wieder zu ihren Wurzeln zurückgeführt, bleiben aber modern – ein sanfter Neubeginn, könnte man sagen.
Das Problem: Superhelden altern nicht, aber die Leser tun es. Es sterben alte Leser weg und neue wachsen nach. Das Nichtaltern haben sie mit allen Comic-Figuren gemein und es ist gleichsam Fluch wie Segen. Einerseits bedeutet es, dass es endlose Abenteuer mit den Figuren gibt. Andererseits aber auch, dass die Geschichten oftmals auf der Stelle treten. Zwar sind Comics aufgrund ihrer Erscheinungsdynamik immer ein Spiegel der Zeit, eine Momentaufnahme von Gesellschaft, Kultur, Mode und Politik – die Helden selbst tun sich mit Wandel allerdings schwer, da ihre Alterslosigkeit es ihnen nur bedingt möglich macht, sich im Gleichschritt mit der Umwelt zu entwickeln. Auf der Suche nach neuen Lesern warf man bei Marvel genau deswegen in den vergangenen Jahren viel Tradition über Bord und ließ den Autoren Raum für Experimente.

Hier das Bild einer Berliner Künstlerin, deren Name ich leider vergessen habe. Das Bild hängt auf dem Weg in mein Arbeitszimmer.

Hier das Bild einer Berliner Künstlerin, deren Name ich leider vergessen habe. Das Bild hängt auf dem Weg in mein Arbeitszimmer.

Der jetzige Neustart gibt neuen Lesern außerdem eine hervorragende Möglichkeit, in die Geschichten ihrer Helden einzusteigen. Schließlich gilt es, neue Leser für Comics zu gewinnen.
Beim Marvel-Tag (26. Januar) haben die teilnehmenden Comic-Händler und -Shops alle im Januar erscheinenden neuen Serien und die dazugehörigen Sammler-Variants von Panini natürlich parat. Außerdem ein Marvel-Tag exklusives Avengers-Variant und die streng limitierte Marvel-Neustart-Metallbox, die die Variants der drei neuen Heft-Serien und limitierte Prints enthält, sowie Thor 1 und Tony Stark: Iron Man 1 im exklusiven Vorverkauf. Solange der Vorrat reicht, können die Händler außerdem gratis einen speziell für den Tag aufgelegten Marvel-Comic, Pins, Postkarten und vieles mehr an ihre Kunden verteilen – ein Gang zum Comic-Händler des Vertrauens lohnt sich also. Mal sehen, ob ich Zeit habe.

Godzilla als Spardose – Vorbereitung für Godzilla: King of the Monsters

25. Januar 2019

Einer der wichtigsten Filme für mich ist dieses Jahr neben Star Wars 9 und Battle Angel Alita die Fortsetzung von Godzilla, der Ende Mai in den USA starten wird. Godzilla: King of the Monsters heißt der Streifen und es spielen neben Godzilla auch dessen Erzfeind King Ghidorah sowie Mothra und Rodan mit.

Als Vorbereitung für diese Klopperei auf der großen Kinoleinwand hat mir K2 ein besonderes Geschenk gemacht. Es handelt sich um eine Spardose, Sparbüchse mit Godzilla. Godzilla als Sparschwein? 

Noch ist alles ruhig ...

Noch ist alles ruhig …

Die rechteckige Büchse zeigt eine Wasserszene. Ein aufgewühltes Meer, ein Schiff und eine Art Gebirge oder Insel. Wird nun eine Geldmünze auf das Wasser gelegt und ein wenig angedrückt, kommt Godzilla zum Vorschein. Das Meer teilt sich und der Deckel hebt sich an. Godzilla schaut mit bösen Augen hervor und eine Pranke des Monsters zieht die Münze zu sich in die Tiefe. Dazu gibt es unterschiedliche Sounds, wie das Brüllen von Godzilla oder sogar Auszüge aus dem Score von Akira Ifukube von 1954.

... aber dann schlägt Godzilla zu.

… aber dann schlägt Godzilla zu.

Wir Godzilla-Fans wissen ja: Das charakteristische Brüllen Godzillas entstand nach unbefriedigenden Tonexperimenten mit verschiedenen Tierstimmen. Akira Ifukube schlug schließlich vor, für die Stimme ein Musikinstrument zu verwenden. Das Brüllen wurde mit einem Kontrabass erzeugt, über dessen Saiten ein mit Kiefernharz bestrichener Lederhandschuh der Länge nach gestrichen wurde.

Mir macht die Sache einen riesigen Spaß und ich hab ein Video davon gemacht. Die Spardose verkürzt die Wartezeit auf Godzilla. 

London: Harry Potter an Kings Cross

24. Januar 2019
Harry Potter am Kings Cross an der berühmten Plattform.

Harry Potter am Kings Cross an der berühmten Plattform.

Harry Potter ist ein unglaubliches Phänomen. Meine Frau und die Kinder haben die Bücher, die Lego-Videospiele und die Filme verschlungen, ich habe das Hörspiel auf meinen langen Reisen gehört. Da war es endlich an der Zeit, Harry Potter in London auf die Spur zu kommen. Bei einem Kurztrip nach London stand dabei ein Besuch des Bahnhofs Kings Cross Station auf dem Programm.

Potter Fans wissen: Hier in der Haupthalle fährt der Hogwarts-Express von dem geheimen Gleis 9¾ ab. Aktuell befindet sich das Fan-Gleis seit 2012 in der neuen Eingangshalle, rechter Hand auf dem Weg zu den Gleisen 9, 10 und 11 (Western Departures). Dort gibt es auch einen Harry-Potter-Shop – und es gibt immer eine Traube von Menschen, die sich für die Reise nach Hogwarts interessieren. Darunter war meine Familie und ich selbstverständlich auch.

Ein Fotograf und zwei Assistenten stattet die willigen Fotomotive mit Potter-Schal und Zauberstab aus und postieren sie an der Plattform. Der Gepäckwagen ist bereits zur Hälfte in der Wand verschwunden und damit auch die Koffer und der Eulenkäfig. Der Schal wird in die Höhe geworfen und der Fotograf drückt ab. Alle freuen sich. Je nach Fotomodell jubelt die Traube an Fans, die die Szenerie beobachtet oder selbst aufweinen Fototermin wartet. Das fertige Foto kann dann im Harry Potter Shop gegen Bares abgeholt werden.

Als Potter-Fan sollte man Kings Cross einen Besuch abstatten. Wer sich für Harry Potter nicht interessiert, kann sich an der futuristischen Architektur des Bahnhofs erfreuen.

Der Harry Potter Shop am Kings Cross
Wer Hardcore-Fan ist, der muss natürlich die Türschwelle überschreiten zum Harry Potter Shop an der Plattform 9¾. Es ist der Himmel an Merchandising pur. Ach ja Himmel: Schaut man an die Decke des Ladens hängen zahlreiche Eulenkäfige von der Decke. Das sieht sehr schön aus und schafft Atmosphäre.
Alles um die Harry Potter-Marke wird zu Geld gemacht. Es gibt Kuscheltiere – vor allem, Eulen in verschiedenen Größen, Gläser, Zauberstäbe, Umhänge, Schlüsselanhänger, Karten, Hüte, Schals, Stifte, Taschen und vieles vieles mehr. Es herrscht Ordnung in dem Laden, denn der ganze Merch wird fein säuberlich in die vier Häuser von Hogwarts eingeteilt.

Es gibt auch Harry Potter-Bücher, spezielle englische Ausgaben in verschiedenen Farbumschläge und Größen. Was es nicht gibt – und das verstehe ich absolut nicht – es gibt keine Soundtracks oder die Harry Potter Filme auf DVD, Blu-ray oder UDH. Ich hätte gerne verschiedene Versionen des Scores gekauft, aber hier war absolute Fehlanzeige. Wahrscheinlich gibt es hier ein Lizenzproblem mit Warner, wobei diese Soundtracks und Filme auch nicht in den Harry Potter Warner Studios außerhalb von London aufzufinden waren. Den Grund werde ich wohl nie erfahren.

Während die Kinder sich um klassischen Merch bemühten, schaute ich mir die Sammlerfiguren in den Vitrinen an. Ich habe zwar einige Sammelfiguren aus der Filmwelt, doch konnte ich mich bei Harry Potter nicht so erwärmen. Gut für meine Geldbörse. Schön anzusehen waren auch die Modellzüge des Hogwarts-Express und das Hogwarts-Internat. Aber auch da blieb ich kalt: Eisenbahn hatte ich nie als Hobby und das Schloss ist fein, kostet aber Platz. Ich spielte mit den Gedanken, Manschettenknöpfe zu kaufen, aber wollte mich nicht so sehr als Fan outen. Ich trage an besonderen Tagen Star Wars- und Star Trek-Manschettenknöpfe, das muss reichen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren bei unserem Besuch sehr freundlich, very british und das trotz vollem Haus. Trotz dem Trubels habe ich mich sehr wohl gefühlt und für alle Fans von Harry Potter, die gerade mal in London sind, ist der Besuch von Gleis und Shop an Kings Cross eigentlich eine Pflichtveranstaltung.

Tag der Handschrift – wie schreibt ihr?

23. Januar 2019

Heute ist der Tag der Handschrift. Zu was es nicht alles einen Gedenktag gibt! Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich eine Sauklaue als Handschrift. Ich kann meine Schrift lesen, aber meine Umwelt tun sich schwer. Wenn ich mich wirklich bemühe, dann ist meine Handschrift lesbar, aber nicht zu vergleichen mit der Handschrift von K2. Das Kind übt sich in Kalligrafie und ich bin beeindruckt, wie sich das Kind grafisch ausdrücken kann. Da ist ein Gefühl von Typografie vorhanden. 

Bei einem Seminar habe ich eine Schülerin getroffen, die Bullet-Journale anfertigt. Wunderschöne Handschrift.

Und dennoch: Ich liebe es mit dem Bleistift oder mit dem Füller zu schreiben, auch wenn es kaum einer lesen kann. Vor allem weiche Bleistifte haben es mir angetan. Damit mache ich meine Notizen oder Mindmaps. Zudem habe ich eine Reihe von Füllern in Gebrauch. Je nach Anwendung wähle ich aus einer Füllersammlung aus. Mein Lieblingsfüller ist ein Montblanc aus der Poe-Serie, der nur zum Unterschreiben verwendet wird. Einmal habe ich K2 erwischt als K2 mit dem Montblanc malen wollte. Das Kind hat den Füller vom Schreibtisch stibitz und wollte gerade ansetzen, als ich in den Raum betrat und den Spuk ein Ende setzte. Irgendwann werde ich noch einen Alfred Hitchcock-Füller aus der Montblanc-Reihe kaufen. Der gefällt mir wirklich gut. In London habe ich mir die Beatles-Variante von Montblanc näher angesehen – ein schönes Stück. 

 

Eine Augenweide - der Beatles Füller von Montblanc.

Eine Augenweide – der Beatles Füller von Montblanc.

Immer wieder erwerbe ich neue Füller. Vor kurzem bei uns am Dorf bei der Aktion Weihnachtszauber. Dort erwarb ich einen handgedrechselten Holzfüller bei Alois Steidele. 

Mach mal den John Hancock

Kommen wir zurück zum heutigen Tag der Handschrift. Er geht zurück auf den Geburtstags von John Hancock. Hancock war der dritte US-Präsident und unterzeichnete die Unabhängigkeitsurkunde mit schwungvoller Unterschrift. Sie misst ganze 13 Zentimeter und ist damit in den USA das Synonym für Unterschrift. US-Freunde sagen zu mir, wenn ich unterschreiben soll: „Please, put your John Hancock here!“

Digitalisierte Handschrift

Ich stelle aber auch fest, dass die Digitalisierung bei mir einzieht. Postkarten schreibe ich nicht mehr, Briefe entstehen am Mac und werden nach dem Ausdruck handschriftlich unterschrieben. Der letzte handschriftliche Brief war wohl ein Liebesbrief an meine Frau. 

Heute nutze ich stark den Rechner und mobile Endgeräte wie Tablet und iPhone. Dort diktiere ich viel. Die Spracherkennung wird immer besser. Und ich greife beim iPad Pro immer wieder zum digitalen Stift, Apple Pencil genannt. Im Moment bin ich bei der zweiten Generation des Apple Pencils angelangt. Da ist ein deutlicher Sprung nach vorne festzustellen. Meine wichtigste App ist Notability, die ich für Handschriften empfehlen kann. 

Westminster Abbey: Märtyrer des 20. Jahrhunderts

21. Januar 2019
Die Westminster Abbey in London.

Die Westminster Abbey in London.

Kennt ihr die Märtyrer des 20. Jahrhunderts? Bei meinem jüngsten Besuch in London bin ich auf sie gestoßen. Eigentlich wollte ich das Grab von Stephen Hawking in der Westminster Abbey in London besuchen, wo die Urne des großen Physikers im Juni 2018 neben Isaac Newton und Charles Darwin zur letzten Ruhe gebettet wurde. Der Andrang war mir aber zu groß und der Eintrittspreis zu hoch. So schaute ich mir das imposante Gotteshaus von außen in Ruhe an. 

An einem Ausgang entdeckte ich dabei die Märtyrer des 20. Jahrhunderts und versuchte sie zu erkennen. Ein paar kannte ich, viele sind mir unbekannt. Über dem Ausgangsportal stehen zehn Figuren in Stein gehauen. Links und rechts neben der gotischen Tür stehen symbolisch Wahrheit (truth), Gerechtigkeit (Justice) sowie Gnade (Mercy) und Frieden (Peace).

Hier die Märtyrer des 20. Jahrhunderts, - aus Bild klicken, damit es größer wird.

Hier die Märtyrer des 20. Jahrhunderts, – aus Bild klicken, damit es größer wird.

Die Figuren von links nach rechts sind: Maximilian Kolbe, Manche Masemola, Janani Luwum, Elisabeth von Russland, Martin Luther King, Oscar Romero, Dietrich Boenhoeffer, Ester John, Lucian Tapiedi und Wang Zhiming. Ich gestehe, ich musste bei einigen in Wikipedia nachsehen. Kanntet ihr alle? 

Hier das Portal als 360 Grad Video.

 

Heute ist Popcorn Tag

19. Januar 2019
Popcorn und Kino gehören für mich zusammen.

Popcorn und Kino gehören für mich zusammen.

Süß oder salzig? Das ist hier die Frage. Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern des wütenden Geschicks erdulden oder, sich waffnend gegen eine See von Plagen, durch Widerstand sie enden? 

Ok, es war ein doofer Einstieg. Den großen Willi Shakespeare mit banalen Popcorn zu vermischen. Aber sei es drum. Heute am 19. Januar ist Popcorn Tag in den Vereinigten Staaten. Zeit, ein wenig inne zu halten und dem Popcorn zu gedenken.

Popcorn assoziiere ich eindeutig mit Kino. Und ich mag die süße Variante des Puff- oder Knallmaises, wie Popcorn früher mal in unserer Familie hieß. Als Kind war ich fasziniert, als meine Mutter Mais in einen Topf mit Öl gab und das Ganze erhitze. Erst passiert nichts, dann ploppte es hier und da – und dann ging das ganze Geballere los, wenn der Mais sich in Popcorn verwandelte. Als ich den Topfdeckel abnahm, um neugierig zu schauen, wie der Transformationsprozess vor sich ging, sprang das Popcorn durch die ganze Küche. Damit war es erst einmal vorbei mit dem Knallmais.

Meine nächste Erinnerung an Popcorn stammte aus den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ich besuchte ein Journalismusseminar und in einem Zimmer unserer Bildungseinrichtung hatte ein lieber Kollege eine Popcornmaschine dabei. Er stellte sie auf eine Kommode und ließ das Popcorn in eine geöffnete Schublade ploppen. Plop, plop, plop. Wir quatschen, ratschten und irgendeiner fütterte die Popcornmaschine weiter und weiter. Das Resultat: Die Schublade war irgendwann voll, das Popcorn verteilte sich im ganzen Raum und es gab eine riesige Sauerei. Der Kollege musste es am nächsten Tag bei der Bildungseinrichtung ausbaden.

Jahre später als Chefredakteur eines 3D-Magazins mit Namen Creative Live mussten wir uns gegen einen starken Mitbewerber behaupten. Und wir machten dies mit Popcorn. Wenn wir auf Messen, Roadshows und Veranstaltungen der Community gingen, hatte ich immer eine eigene Popcornmaschine dabei. Bei uns gab es Popcorn mit Salz, Zucker, Zimt oder Pfeffer und siehe da: Die potentiellen Leser kamen zu uns an den Stand und wir schrieben das eine oder ander Abo. Ich hatte Input für Artikel und schön war die Welt. 

Popcorn Tüte zu Star Wars - der letze Jedi. Das Popcorn war das Beste an dem Film.

Popcorn Tüte zu Star Wars – der letze Jedi. Das Popcorn war das Beste an dem Film.

Die Popcorn Maschine liegt heute im Keller. Popcorn nehme ich nur noch im Kino zu mir und meistens ist die Tüte im ersten Drittel des Films bereits leer. Beim Popcorn-Kino gehört Popcorn einfach dazu. Ein einziges Mal hab ich mich über mich selbst geärgert. In meinem Kino Scala in Fürstenfeldbruck wird einmal im Jahr die Premiere von Richard Wagner-Opern aus Bayreuth übertragen. Wagner ist für mich heilige Musik. Nur einmal bin ich mit Popcorn und Cola in eine Wagner-Kinovorstellung gegangen und hab mich geschämt. Beim nächsten Mal natürlich Richard Wagner ohne Popcorn – ich gelobe es am Tag des Popcorns.

Popcornmaschine und Popcon-Single.

Popcornmaschine und Popcon-Single.

Zur Feier des Tages habe ich eine alte Single von Anarchic System ‎aus dem Jahre 1972 rausgeholt und spiele es. Der Text ging so:

Like a pop-corn in your hand

is your castle made of sand

life goes up and life goes down

and life goes round and round and round.

Ich geb zu, die Instrumentalversion fand ich aber immer besser: