Posts Tagged ‘DC Comics’

Filmkritik: Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn

14. Februar 2020
„Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ hat mich ratlos hinterlassen. Auf dem ersten Blick besitzt der Film aus dem DC-Universum keinerlei Sympathie-Figuren. Alle Figuren sind ordinär, brutal, gewalttätig, gewissenlos – es ist Trash pur, was uns Regisseurin Cathy Yan und der Drehbuchautorin Christina Hodson da präsentieren. Der Spaß, Familien die Haut von den Gesichtern zu ziehen, erschließt sich mir einfach nicht.
Ich hatte eine Einladung zum Kinobesuch von meinem Kollegen Markus von Filmreport bekommen, der wiederum zwei Eintrittskarten und Cocktails von der 35mm Bar im Münchner Mathäser gewonnen hatte – vielen Dank dafür.
Ich hatte den Vorgänger „ Suicide Squad“ von 2016 kaum etwas Unterhaltendes abgewinnen können, so war ich auf die Fortsetzung „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ gespannt. Wie wird entwickelt sich die Figur der wahnsinnigen Harley Quinn weiter? Nachdem der Joker seine Freundin fallen ließ, dreht die Dame nun völlig ab und mordet sich durchs Leben. Aber es gibt noch schlimmerer Halunken in dem Film, was das Morden der schrillen Dame relativieren soll.
Schrill, bunt, obszön ist ihre Welt der Fäkalsprache. Natürlich müssen Comicverfilmungen überzogen sind, aber so richtig gezündet hat die bunte Welt der Bilder bei mir nicht. Und das ging anderen wohl auch so. In den USA wurde kurzerhand der Titel des Films geändert, damit die Zuschauer ins Kino kommen. Harley Quinn Wurde im Titel vorangestellt, um eine Google-Optimierung zu erreichen. Am Startwochenende hatte Warner mit 50 Millionen US-Dollar in den USA gerechnet, es kamen aber 33 Millionen US-Dollar in die Kassen. Als Grund wurden der seltsame Humor und die Erzählstruktur genannt.
Interessant fand ich an dem Film dagegen wirklich die Erzählweise. Immer wieder wird der Zuschauer durch Rückblenden und Zeitsprünge aus dem Erzählfluss gerissen. Der Film springt zurück, setzt neu an und zeigt dadurch andere Sichtweise. Vielleicht hat das den einen oder anderen Zuschauer verwirrt, mir hat diese ungewöhnliche Erzählweise in einem Blockbuster gefallen.
Und als Filmfan habe ich die Anspielungen genossen. Da wird wunderbar zitiert aus Tope Hoopers „ Das Kabinett des Schreckens“ von 1981 zitiert, es scheint ein wenig Kubricks Der Tiger von New York durch und auch Bösewicht Scaramanga aus dem Bond-Film „der Mann mit goldenem Colt“ von 1974 lässt grüßen.
Wie geschrieben fand ich „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ auf den ersten Blick einen belanglosen und unnötigen Trash. Einen Tag später drehen sich meine Gedanken um die Emanzipation der Figuren. Auf einer tieferen Ebene ist „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ ein wirklich ein emanzipatorischer Kampf gegen Unterdrückung, ein Auflehnen gegen die Macho-Kultur, wie sie oft auch in Comic-Verfilmungen zu finden ist. Weibliche Superhelden hatten bisher eng sitzende Kostüme, vielleicht mit ein ein bisschen Leder und knappen Stoff. Das ist hier nicht der Fall.
Die Macherinnen des Films, die handelnden Charaktere sind weiblich und haben unter Männern in ihrem Umfeld gelitten. Es ist keine Drei Engel für Charlie-Variante, sondern eher Thelma & Louise. Dr. Harleen Quinzel/Harley Quinn (Margot Robbie) hatte sich in den Joker verliebt und wurde von ihm abserviert. Zuvor bestand ihr Leben aus Schläge und Ablehnung. Sie biss sich durch, erlangte den Doktortitel und fiel nach ihrer Trennung in den white Trash zurück. Die Polizistin Renee Montoya (Rosie Perez) wird im Revier von Männern übergangen. Ihr Boss ist korrupt, die anderen Polizisten ebenso. Die kleine Taschendiebin wächst bei gewalttätigen Pflegeeltern auf der weibliche Robin Hood mit Armbrust hat gar die ganze Familie verloren. Ach ja, die Sänger – vergessen wir es. Die Figuren sind eindimensional und trotz interessanter Ansätze werde ich mir ein weiteres Sequel nicht mehr antun.
Bemerkenswert ist höchstens der Score von Daniel Pemberton – das Musikalbum mit Bum-Bum-Sängern kann mir gestohlen bleiben.

Heute ist Marvel Tag – lest ihr noch Comics?

26. Januar 2019
Hier ein Teil meiner Marvel Comics.

Hier ein Teil meiner Marvel Comics.

Am heutigen 26. Januar ist Marvel Tag. Für die Insider ist es ein wichtiger Tag, für den Rest der Welt ist es ein Tag wie jeder andere. Für mich bedeutet Marvel meine Jugend. Die große Frage meiner Kindheit war: Marvel oder DC?
Ich war aus der Zeit von Entenhausen als Jugendlicher herausgewachsen und wandte mich neuen Einflüssen zu. Ich begann Superhelden-Comics zu lesen und da gab es zwei konkurrierende Verlage, eben Marvel oder DC. Es war oftmals eine Glaubensfrage, welche Comics man als junger Mensch sich reinzog. Ich mochte Marvel mehr, obwohl ich als Kind die Schrift in den Comics schwerer lesen konnte als beim Mitbewerber.

Anlässlich des Marvel Tags am 26. Januar 2019 bin ich in mein Archiv gegangen und habe ein paar Marvel-Comics ausgekramt. Aus erstes stieß ich auf eine Kiste mit Tarzan-Comics, die ich schon vergessen hatte. Tarzan Comics mochte ich nur kurzzeitig und hatte diesen Helden verdrängt. Dann kamen meine Lieblingscomics von Marvel ans Tageslicht: Die Gruft des Grafen Dracula. Ich habe alle Sammelbände und zwei unterschiedliche Ausgaben komplett – über diese Comic-Reihe werde ich einmal separat blocken. Aus dem Archiv zauberte ich die Spinne/Spider Man und die fantastischen Vier hervor. Die Hefte müssen aus den siebziger Jahren sein, ein paar vielleicht aus den frühen achtziger Jahren. Ich weiß es nicht genau und habe auch nicht recherchiert. Ich habe ein bisschen gelesen und die Teile wandern wieder ins Archiv.

Die Gruft des Grafen Dracula habe ich komplett.

Die Gruft des Grafen Dracula habe ich komplett.

Gleichzeitig gibt es zum Marvel Tag einen Neustart. Wie der zuständige Verlag Panini mitteilt, soll es neue neue Geschichten mit den legendären Helden des Marvel-Universums geben. Die neue Ära bietet einsteigerfreundliche Storys, behält dabei aber die langjährige Historie der Heroen bei. Die Helden wurden in den letzten Geschichten der laufenden Serien erzählerisch wieder zu ihren Wurzeln zurückgeführt, bleiben aber modern – ein sanfter Neubeginn, könnte man sagen.
Das Problem: Superhelden altern nicht, aber die Leser tun es. Es sterben alte Leser weg und neue wachsen nach. Das Nichtaltern haben sie mit allen Comic-Figuren gemein und es ist gleichsam Fluch wie Segen. Einerseits bedeutet es, dass es endlose Abenteuer mit den Figuren gibt. Andererseits aber auch, dass die Geschichten oftmals auf der Stelle treten. Zwar sind Comics aufgrund ihrer Erscheinungsdynamik immer ein Spiegel der Zeit, eine Momentaufnahme von Gesellschaft, Kultur, Mode und Politik – die Helden selbst tun sich mit Wandel allerdings schwer, da ihre Alterslosigkeit es ihnen nur bedingt möglich macht, sich im Gleichschritt mit der Umwelt zu entwickeln. Auf der Suche nach neuen Lesern warf man bei Marvel genau deswegen in den vergangenen Jahren viel Tradition über Bord und ließ den Autoren Raum für Experimente.

Hier das Bild einer Berliner Künstlerin, deren Name ich leider vergessen habe. Das Bild hängt auf dem Weg in mein Arbeitszimmer.

Hier das Bild einer Berliner Künstlerin, deren Name ich leider vergessen habe. Das Bild hängt auf dem Weg in mein Arbeitszimmer.

Der jetzige Neustart gibt neuen Lesern außerdem eine hervorragende Möglichkeit, in die Geschichten ihrer Helden einzusteigen. Schließlich gilt es, neue Leser für Comics zu gewinnen.
Beim Marvel-Tag (26. Januar) haben die teilnehmenden Comic-Händler und -Shops alle im Januar erscheinenden neuen Serien und die dazugehörigen Sammler-Variants von Panini natürlich parat. Außerdem ein Marvel-Tag exklusives Avengers-Variant und die streng limitierte Marvel-Neustart-Metallbox, die die Variants der drei neuen Heft-Serien und limitierte Prints enthält, sowie Thor 1 und Tony Stark: Iron Man 1 im exklusiven Vorverkauf. Solange der Vorrat reicht, können die Händler außerdem gratis einen speziell für den Tag aufgelegten Marvel-Comic, Pins, Postkarten und vieles mehr an ihre Kunden verteilen – ein Gang zum Comic-Händler des Vertrauens lohnt sich also. Mal sehen, ob ich Zeit habe.

Das Batman-Fieber kommt wieder

22. Juli 2011

Im Juli 2012 soll der neue Batman ins Kino kommen. Sein Titel „The Dark Knight Rises“. Ich bin sehr gespannt auf die Verfilmung, denn die ersten beiden Teile von Christopher Nolan haben mir ganz gut gefallen und ich habe darüber geschrieben.. Nolan hat auch die Regie von Teil 3 inne. Auch die Besetzung ist gleich geblieben: Christian Bale als „Bruce Wayne / Batman“, Gary Oldman als „Commissioner Gordon“, Morgan Freeman als Tüftler „Lucius Fox“ und Michael Caine als Butler „Alfred“. Die Bösewichter sind Tom Hardy als „Bane“ und Anne Hathaway als „Selina Kyle / Catwoman“.

Es wird sicherlich ein schönes Popcorn-Kino werden und das Teil muss ein Erfolg werden. Die Werbemaschinerie läuft schon an. Der erste, allerdings nichtssagende Trailer wurde bereits veröffentlicht. Außer großen Worten bekommt der Zuschauer nichts mit, aber er erfüllt seinen Zweck, die Zuschauer auf Julli 2012 aufmerksam zu machen.

Bis es soweit ist, warte ich auf das neue Batman-Videogame: Warner Bros. Interactive Entertainment und DC Entertainment veröffentlichen einen neuen Trailer zum Action-Adventure Batman: Arkham City, welches am 21. Oktober 2011 für Xbox 360, PS3 und Games for Windows PC erscheint. In diesem Video dreht sich alles um den Riddler – Gotham Citys berüchtigten Bösewicht mit der Zwangsneurose immer im Mittelpunkt stehen zu müssen. In Batman: Arkham City setzt der Riddler auf volles Risiko und greift nicht nur Batman, sondern auch die unschuldigen Bewohner von Arkham City an… wird ihm dies gelingen?

Batman: Arkham City wird von Rocksteady Studios entwickelt und greift die dichte Atmosphäre von Batman: Arkham Asylum auf. Die Spieler werden in Arkham City abgesetzt, dem neuen Hochsicherheits-„Heim“ für alle Gangster, Ganoven und wahnsinnigen Superverbrecher von Gotham City. Das Action-Adventure spielt innerhalb der verstärkten Festungsmauern dieses weitläufigen Bezirks im Herzen von Gotham City. Diese sehnlich erwartete Fortsetzung bietet eine vollkommen neue Geschichte mit einer Starbesetzung aus klassischen Figuren und blutrünstigen Bösewichten aus dem Batman-Universum. Darüber hinaus liefert das Spiel eine große Bandbreite an neuen und verbesserten Gameplay-Eigenschaften, die den Spielern eine nette Spielerfahrung als „Dunkler Ritter“ bieten. Batman: Arkham City basiert auf der ursprünglichen Batman Lizenz von DC Comics.