Posts Tagged ‘Fürstenfeldbruck’

Wassershow mit Tanz und Musik – die Nacht der Fontänen der Maisacher Togohilfe

11. August 2017

Ihr wisst ja, ich bin ein Togo-Fan und unterstütze den örtlichen Verein Aktion PiT-Togohilfe wann immer ich kann. Im Moment werden Schultaschen für Togo gesammt und in wenigen Tagen helfe ich wieder mit einen Container für Afrika zu beladen. Eine neue Form der Öffentlichkeitsarbeit schlug die Vorsitzende des Vereins Margret Kopp ein. Mit einer Mischung aus Musik, Tanz und Wassershow faszinierte die Nacht der Fontänen das Publikum im Stadtsaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld. Der Erlös des optisch und akustische Spektakel kam der Togohilfe zu Gute. Die Benefizveranstaltung ist Teil der Kreiskulturtage Fürstenfeldbruck. Meine Familie und ich waren mit von der Partie und haben den Abend genossen.

Margret Kopp und ie amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio

Margret Kopp und ie amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio

„Unsere Besucher trugen dazu bei, dass Aktion PiT-Togohilfe notleidenden Kindern und ihren Familien in Togo direkt geholfen wird und sich die Lebensbedingungen in diesem Teil Afrikas verbessern.“ Als Ehrengäste begrüßte sie unter anderem den neuen Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh und die amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio, die im Februar in Paris gewählt wurde und sich für soziale Anliegen im Ausland lebender Togolesen einsetzt. Wahnsinn, wie groß gewachsen diese Frau ist.

Der togolesische Arzt Dr. Kodom, der lokale Partner der Maisacher Togohilfe, war ebenfalls nach Fürstenfeldbruck angereist. In der Pause konnte ich mein Schulfranzösisch rauskramen und machte ein wenig Smalltalk. Ich erinnerte mich an meine Togo-Reise vor mehreren Jahren und freue mich, wenn ich das schöne Land wieder besuchen kann. Es wäre eine tolle Sache für diesen Blog.

Ratsch mit dem Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh

Ratsch mit dem Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh

Aber zurück zu der Nacht der Fontänen. Ich habe von dem Abend für die Togohilfe zahlreiche Bilder geschossen und den kompletten Abend für YouTube mitgedreht. Die Musik des Abends steuerte das prämierte Puchheimer Jugendkammerorchester bei. Es gab unter anderem Kammermusik und Serenaden von Rossini, Grieg und Tschaikowsky zu hören. Das Fürstenfeldbrucker Ballettstudio Sinzinger tanzte zu Vivaldis Vier Jahreszeiten.

Wasser und Licht marsch vom Regiepult

Wasser und Licht marsch vom Regiepult

Dazu gab es als optischer Star des Abends die eindrucksvolle Wassershow des Olchinger Unternehmens Water Act. Vor der Bühne des Stadtsaals war ein großes Wasserbassin errichtet worden, von dem die dynamischen Wasserfontänen mit wechselnder Lichtunterstützung aufstiegen. Unter dem Dach waren die Mitarbeiter von Water Act und steuerten Licht und Wasser via Keyboard-Tastatur. Es war interessant zu beobachten, wie das System gesteuert wurde und mit welcher Konzentration die Kreativen an die Arbeit gehen. Von oben sah die ganze Veranstaltung wunderbar aus. „Für alle beteiligen Künstler eine enorme Herausforderung, die Symbiose zwischen Musik, Tanz, Farben und Wasserspiel zu einem Erlebnis werden zu lassen und es ist wunderbar gelungen“, so Margret Kopp. Nach dem großen Erfolg wird im kommenden Jahr eine neue Nacht der Fontänen anstehen.

In seinem Grußwort lobte Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, den Einsatz der Maisacher Togohilfe: „Die Nacht der Fontänen ehrt das fast vierzigjährige Engagement einer der aktivsten und bekanntesten deutschen Vereine in der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit mit Togo.“ Das geht runter wie Öl und freut mich als Firmeninhaber, der mit redaktion42 zwei Patenschaften in Togo abgeschlossen hat. In seinem Grußwort schreibt der Entwicklungshilfeminister Gerd Müller weiter: „Bis 2050 wird sich die Bevölkerung Afrikas auf 2,4 Mlliarden Menschen verdoppelt haben. Dieser Trend ist auch in Togo bemerkbar. Über 40 Prozent der Menschen in Togo sind heute unter 14 Jahren alt.“ Daher hat Müller völlig recht und verschließt nicht die Augen vor dieser Herausforderung. „Erfolgreiche Entwicklsungszusammenabeit kann dabei helfen, die Chancen zu nutzen.“ Und darum unterstütze ich mit meiner Familie die Aktion PiT-Togohilfe bei uns in Maisach.

Hier das komplette Konzert:

und noch hier ein paar Bilder:

Persönlicher Nachruf auf George R. Romero

17. Juli 2017
George R. Romero ist tot und ich mache einen Nachruf.

George R. Romero ist tot und ich mache einen Nachruf.

Ein großartiger Filmemacher war George R. Romero für mich nicht gewesen, aber er war ein verdammt wichtiger Filmemacher. Er spielte nie in der Liga eines Kubrick, Spielberg oder Hitchcock. Und doch: Ohne ihn gäbe es keine filmische Aufarbeitung der US-amerikanischen Rassenfrage im Horrorfilm. Und wenn Romero nicht gewesen wäre, dann hätten wir keine Konsumkritik in den Siebzigern und Achtzigern führen können. Seine Filme waren einen Szenepublikum vorbehalten, das treu dem Meister zur Seite stand und immer wieder in seine Filme ging. Das breite Publikum erreichte er nicht.
George R. Romero sorgte dafür, dass der Horrorfilm blutig wurde. Was schreibe ich blutig? Er war der Wegweiser des Splatter- des Gore-Filmes. In seinen Filmen ging es richtig zur Sache: Da zerplatzen Köpfe, Gliedmaßen wurden abgetrennt, Augen quollen heraus – ach ja, ohne George R. Romero hätte es die Gewaltdebatte im Videofilm nicht gegeben und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (wie die Behörde damals hieß) hätte weniger zu tun gehabt. Nach George R. Romero folgten die italienischen Vertreter des Genres, allen voran Lucio Fulci, die uns ihre preiswertere Version der Zombie-Saga erzählten wollten und Kasse machten.
Ohne George R. Romero hätte es fernsehtauglichen Zombie-Versionen nicht gegeben. Die Brutalität von Walking Dead ist um ein vielfaches höher als bei Dawn of the Dead und dennoch waren George R. Romeros Filme immer wieder ein Opfer der Zensur. Es wurde geschnitten und verstümmelt. Ich besorgte mir Schnittberichte und verglich Laufzeiten. Es war ein Aufwand, die Originalversionen zu erhalten. Es war immer schwer, an seine Filme in einer umgeschnittenen Version heranzukommen. Es gab und gibt gute Bezugsquellen in Österreich, die ich nutze. Mein erster Kontakt zu George R. Romero war eine Laserdisc von Dawn of the Dead von 1978, die ein Kumpel anschleppte. Im Kino hatte ich Dawn of the Dead nicht gesehen. Ich stand zwar vor dem Kinoplakat vor dem Capitol-Kino meiner Heimatstadt Fürstenfeldbruck mit der theatralischen Aufschrift „Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, dann kommen sie zurück auf die Erde.“ Das reizte mich schon. Aber ich war zu jung, die Kontrollen waren zu streng und das Internet gab es noch nicht. Der erste Romero-Film für mich war übrigens Crazies, den ich als 16 mm-Kopie in einem Filmclub sah. Noch ganz ohne Zombies, aber mit einem guten Thema der Umweltzerstörung und die Folgen auf eine Kleinstadt.
Im Laufe der Jahre schaute ich mir all seine Living-Dead-Filme an. 1985 „Zombie 2“ („Day of the Dead“); 2005 „Land of the Dead“; 2007 „Diary of the Dead“; und 2009 „Survival of the Dead“. Der Reiz an Gore-Effekten ließ nach und ich interessierte mich mehr für die Inhalte. Und da erkannte ich für mich, welch guter Film Die Nacht der lebenden Toten ist. Preiswert in schwarzweiß gedreht ging der Film dem Zuschauer an die Nerven und griff eine Diskussion über Rassismus auf. Kein Wunder, dass die Nacht der lebenden Toten heute als Kunst gilt und in das Museum of Modern Art wanderte.
George Romero starb im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer kurzen, aber schweren Lungenkrebserkrankung.

Die Nacht der Fontänen – auch so wird Togo geholfen

14. Juli 2017
Die Nacht der Fontänen der Togohilfe Maisach.

Die Nacht der Fontänen der Togohilfe Maisach.

Auch eine Hilfsorganisation muss neue Wege gehen, um an Gelder zu kommen. Es reicht nicht nur, mit Argumenten zu überzeugen. Dass es zusätzlich auch anders geht, zeigt die Aktion PiT Togo Hilfe in Maisach. Der Hilfsverein für Togo veranstaltet am 28. Juli 2017 in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck die Nacht der Fontänen.
Das ist eine Wassershow mit Tanz und Musik im Stadtsaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld. In Anlehnung an Las Vegas und die Wasserspiele von Dubai präsentiert die „Nacht der Fontänen“ eine Symbiose aus Wasser, Licht und klassischer Musik: Musikalisch untermalt das Puchheimer Jugendkammerorchester Tanzvorführungen des Ballettstudios Sinzinger, während eine spektakuläre Show eindrucksvolle Effekte aus Licht und Wasser zaubert. Dazu wird in das Veranstaltungsforum ein großes Wasserbassin aufgebaut und mit kostbaren Nass befällt.
Und natürlich gibt es einen Togo-Bezug auch: Mit dabei ist auch die amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio, die im Februar in Paris gewählt wurde und sich für soziale Anliegen im Ausland lebender Togolesen einsetzt. Die Benefizveranstaltung zugunsten von Hilfsprojekten der Aktion PiT-Togohilfe e.V. ist Teil der Kreiskulturtage Fürstenfeldbruck.

Diese Werbezettel verteilte ich die vergangenen Tage.

Diese Werbezettel verteilte ich die vergangenen Tage.

Ich habe für meine ganze Familie Karten gekauft, um dem Spektakel beizuwohnen. Ich unterstützte die Togohilfe aktiv durch zwei Patenschaften durch mein Unternehmen redaktion42, packe Hilfscontainer für den afrikanischen Staat und jetzt auch durch diese ungewöhnliche Aktion Nacht der Fontänen. Ich liebe Kunstinstallationen und ich hoffe hier auf eine intensive visuelle und akustische Erfahrung durch Licht, Ton und Effekte. Das reizt mich und zugleich unterstützte ich eine gute Sache.
Die Technik selbst kommt aus einer Nachbargemeinde Olching. Das Unternehmen wateract hat sich auf Wasserspiele spezialisiert und hat langjährige Erfahrungen mit Fontänen aller Art. Ich habe im Netz ein Video gefunden, das ein wenig die Arbeit von wateract zeigt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Show mit der richtigen Musik und Tanz auf mir wirkt. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Nacht der Fontänen und bin neugierig, wen ich dort treffen werde. Karten gibt es direkt bei der Togohilfe, bei München Ticket oder an der Abendkasse.

Persönlicher Nachruf auf Gunter Gabriel

23. Juni 2017

Als ich vom Tode von Gunter Gabriel gestern erfuhr, musste ich unwillkürlich an ein Jahresgespräch in einem Verlag denken, bei dem ich mal beschäftigt war. Der Verlagsleiter war ein fairer Chef und Mensch von dem ich viel gelernt habe. Ich eröffnete das Gespräch mit dem Klassiker: „Hey Boss, ich brauch mehr Geld!“ Der Verlagsleiter, gut bewandert in der Musik, antwortete mit einem Gunter Gabriel Zitat: „Wenn Du denkst, Du denkst, dann denkst Du nur, Du denkst.“ Insider wissen: Gabriel produzierte und komponierte für Juliane Werding. Nun, mehr Geld habe ich nicht bekommen, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.
Wenn ich an Gunter Gabriel denke, fällt mir auch mein Onkel ein, der mich musikalisch sozialisiert hat. Er liebte Elvis und Johnny Cash – und irgendwie war Gunter Gabriel auch als deutscher Johnny Cash dabei. Deutscher Country war nicht unbedingt mein Fall, obwohl ich einige Alben habe. Meine Eltern besaßen von Gunter Gabriel ein paar Singles und ich habe Das Tennessee Projekt noch als CD in Langfassung.

Später erschien die CD in gekürzter Form. Beim Tennessee-Projekt nahm Gabriel Songs von Johnny Cash auf Deutsch auf und Cash sang sogar mit.
Einmal habe ich Gunter Gabriel bei einem Trucker- und Countryfest in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck live gesehen. Ich war beim Münchner Merkur als Mitarbeiter tätig und erzählte in der Redaktionskonferenz, dass ich den Gunter Gabriel nicht unbedingt schlecht fände und durch diese unvorsichtige Bemerkung war ich schlagartig der Country-Berichterstatter und durfte über Country, Square Dance und Trucker berichten. Was macht man nicht alles in seiner Zeit als Lokalreporter? Gabriel lieferte einen soliden Auftritt ab, aber ein Interview habe ich mit ihm nicht gemacht. Im Nachhinein schade, denn Gunter Gabriel hatte sicherlich viel erzählen können. Wenn ich die Nachrufe heute in den Massenmedien lese, tut es mir leid, mich so wenig mit dem deutschen Johnny Cash beschäftigt zu haben.

Protest gegen AfD bei uns im Dorf

20. März 2017
Bürgerinnen und Bürger aus Maisach demonstrieren gegen die AfD.

Bürgerinnen und Bürger aus Maisach demonstrieren gegen die AfD.

Ich bin ein politischer Mensch. Allerdings ist dieser Blog im Grunde frei von großen politischen Stellungnahmen. Heute eine Ausnahme, denn ich nahm an einer Protestveranstaltung gegen die AfD bei uns am Ort teil. Ich musste als Europäer einfach Flagge gegen diese Engstirnigkeit und dumpfen Nationalismus dieser Gruppierung zeigen. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD Alexander Gauland kam ins Maisacher Bräustüberl, um eine Strategiesitzung mit dem AfD-Abgeordneten für unseren Wahlkreis abzuhalten. Maisach ist im Landkreis Fürstenfeldbruck, rund 20 Kilometer westlich von München.

Im Bräustüberl Maisach tagte die AfD und Maisacher zeigen Flagge gegen diese Gruppierung.

Im Bräustüberl Maisach tagte die AfD und Maisacher zeigen Flagge gegen diese Gruppierung.

Im Vorfeld haben die örtlichen Parteien diskutiert, ob und was man gegen die Gruppierung unternehmen kann. Unser Ortsbürgermeister von der CSU hat abgewunken mit der Begründung, da dies das öffentliche Interesse mehr anfache als es die AfD verdiene. Da ich anderer Meinung bin, wollte ich Flagge zeigen und mich in die Menschenkette vor dem Bräustüberl Maisach einreihen. Ich halte das Gedankengut der AfD für gefährlich. Als Demokrat und Europäer wende ich mich eindeutig gegen diese Leute. Ich will mir später nicht von meinen Kindern vorwerfen lassen, ich habe mich nicht engagiert. Ich stelle mich gegen diesen dumpfen Nationalismus, gegen diese fremdenfeindlichen Parolen, gegen dieses antieuropäische Bashing.
Interessant war die Reaktion mancher Dorfbewohner während der Protestveranstaltung. Die einen fragten, was wir hier machen. Die anderen reihten sich für eine Zeit ein, andere gingen einfach mit frischen Semmeln an uns vorbei, schließlich war es Sonntag vormittag. Ab und zu hutsche jemand ins Bräustüberl – ob er zur AfD wollte oder zum Frühschoppen am Sonntag, das weiß ich nicht.

Ich stand neben Margret Kopp von der Togohilfe.

Ich stand neben Margret Kopp von der Togohilfe.

Ich stand neben Margret Kopp in der Protestreihe. Sie ist Kreisrätin der CSU und Vorsitzende des Togohilfsprojekts und wir unterhielten uns. Ein örtlicher Unternehmer fuhr mit Stinkefinger vorbei. Leider hatte ich das iPhone im Moment nicht bereit für ein Foto, denn das wäre mir schon eine Anzeige gegen den Herrn wert gewesen. Ich weiß allerdings, bei wem ich nicht mehr meine Dienstleistung in Anspruch nehmen werde.

Der Pressefotograf der örtlichen SZ lichtete die Protestler ab.

Der Pressefotograf der örtlichen SZ lichtete die Protestler ab.

Die örtliche Pressevertreter waren da und ich sprach mit den alten Kollegen. Klassische Massenmedien werden am nächsten Tag über den Protest berichten. Die Veranstalter sprachen von 200 Teilnehmern. Das halte ich für zu viel, aber es freut mich sehr, dass unser Dorf Flagge gegen diese Hetzer gezeigt hat. Hat durch die AfD Aufmerksamkeit durch die Berichterstattung in Massenmedien und sozialen Netzwerken bekommen? Ja, das hat sie – aber nicht in dem Sinne, wie es diese engstirnige Truppe möchte. Ich zeige klar, dass mir die AfD nicht gefällt.

Grünkohl selbst gemacht

14. Februar 2017

gruenkohl_3175

Bei uns in Bayern ist Grünkohl eher selten anzutreffen. Dabei schmeckt Grünkohl richtig gut. Wenn ich Grünkohl und Pinkel essen möchte, dann bestellte ich meine Portionen bei Ludger Freese, der umgehend das eFood zu mir nach Bayern liefert.
Durch Zufall stieß meine Frau in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck auf einen Gemüsehändler, der die Ware aus dem Nordne führte und kaufte gleich mal 1,5 Kilogramm Kohl ein. Es war klar: Wir wollten Grünkohl zu Hause servieren.

Frischer Grünkohl vom Gemüsehändler.

Frischer Grünkohl vom Gemüsehändler.

Ich probierte es das erste Mal den Grünkohl zu bereiten und muss sagen, die ganze Sache hatte mir geschmeckt. Die benötigte Wurst hatte ich noch in der Gefriertruhe und auch von etwas Senf von Freese war da, fehlte also nur der Kohl.

Blätter vom Stumpf befreien.

Blätter vom Stumpf befreien.

Zunächst befreite ich die Blätter vom Stumpf. Stiele ließ ich aber an den Blättern. Zunächst stand das Blanchieren auf dem Programm. Rund fünf Minuten in Salzwasser aufkochen und dann mit kaltem Wasser abschrecken. Die Blätter bekommen dann ihre wundervolle grüne Farbe.

Zwiebel zerkleinern.

Zwiebel zerkleinern.

Während des Blanchierens habe ich zwei große Zwiebeln kleingeschnitten. Ich setzte dafür ein Wiegemesser ein. Ich hab mir für den Zweck ein preiswertes Wiegemesser angeschafft. Wichtig war mir dabei, dass das Schneidebrett eine Mulde hat, so dass von der Zwiebel nichts vom Brett fallen kann. Ich bin ein Fan von einem Wiegemesser mit einer Klinge. Es gibt auch eine Doppelklingen-Variante mit der ich allerdings nicht so gut zurecht kommen.

gruenkohl_3143
Die abgekühlten Grünkohlblätter wurden zusammen mit den Stielen dann klein geschnitten. Zum Einsatz kam dabei – ich weiß nicht ganz stilecht – mein Global 48 Santoku Fischmesser. Ich liebe dieses Messer und nehme es in der Regel für Sushi her. Jetzt musste es für die große Menge an Grünkohl herhalten – wäre es halt kein Messer geworden.


Zwiebel in einen großen Topf andünsten. Von den norddeutschen Freunden wurde mir dazu Butterschmalz empfohlen. Hatte ich nicht im Hause und haben stattdessen klassisches neutrales Öl genommen. Und dann den geschnittenen Grünkohl dazu. Dann eine halbe Stunde köcheln lassen. Derweil kamen die Kartoffeln in den Dampfgarer und die Wurst wurde aufgewärmt.

Zwiebel dünsten.

Zwiebel dünsten.

Neben Salz und Pfeffer kommt noch halben Teelöffel Piment hinzu und der Grünkohl wird mit zwei Esslöffel Haferflocken gebunden.
Fertig ist die Sache. Vom Kollegen Michael Bernhard habe ich noch den Hinweis bekommen, auch Wirsing dazu zu packen. Probiere ich beim nächsten Mal aus, denn Wirsing war natürlich auch keiner im Haus.

und fertig

und fertig

Wahrscheinlich muss man einen guten Korn zum Essen schlucken. Schluss mit Schnacken, Kopf in Nacken. Den Korn hatte ich aus Whisky-Haushalt auch nicht da. Ich habe polnischen Wodka genommen, den mir ein Kollege aus der Gastronomie empfohlen hat. Der hat seinen Dienst auch getan.

Wann kommt endlich das offene WLAN?

15. Juli 2016

Offenes WLAN in den Städten und Gemeinden, wann kommst du endlich flächendeckend? Bei meiner Heimatstadt Fürstenfeldbruck ist es seit kurzem soweit: In der Innenstadt gibt es kostenloses, freies WLAN und das ist gut so. Und selbst in Terenten, mein Urlaubsort für zwei Tage, ein Nest in Südtirol gibt es am Marktplatz kostenloses WLAN. Und wie steht es bei uns so im Allgemeinen?

Die Kreisstadt Fürstenfeldbruck hat offenes WLAN - gut so.

Die Kreisstadt Fürstenfeldbruck hat offenes WLAN – gut so.

Auf der Fahrt in den Urlaubsort Terenten ist mir kurz vor Österreich eingefallen, dass ich im Navigon am iPhone, die österreichischen und italienischen Kartensätze gar nicht geladen hatte. Ich Depp! Papierkarten sind schon lange nicht mehr im Auto und als ehemaliger Student der Geografie wusste ich so ungefähr, wo es lang geht. Aber eben nur so ungefähr. Eine Karte wäre schon was feines. Und die rund 400 MByte an Kartenmaterial wollte ich nicht über LTE herunterladen, um nicht meine Volumengrenze zu sprengen. Internet im Ausland geht aufgrund der unverschämten Roaminggebühren schon gar nicht – elende Raumritter die TK-Anbieter.

Ich Depp fahr in den Urlaub ohne das Kartenmaterial zu aktualisieren.

Ich Depp fahr in den Urlaub ohne das Kartenmaterial zu aktualisieren.

Mit flächendeckenden WLAN in den Städten und Gemeinden wäre das alles kein Problem, aber im Zukunftsstaat Bayern ist das ein handfestes Problem – von wegen Laptop und Lederhose. Wir fuhren durch Garmisch-Partenkirchen auf der Suche nach einem offenen Hotspot. Vielleicht weiß der Einheimische, wo so ein Ding ist, aber ich war zu faul, den WiFi-Finder zu aktivieren und auf die mühsame Suche zu gehen. Aber ich weiß, dass Ketten wie Burger King, McDonald’s oder Starbucks ein offenes Herz und ein offenes WLAN für ihre Kunden haben. Navi aktiviert und das Automobil zu einem Fastfood-Riesen gesteuert. Dort habe ich mir das Fastfood eingezogen, während ich im kostenlosen WLAN die benötigten Karten von Österreich und Italien geladen habe. Gerne hätte ich gut gegessen, aber hat das Speiselokal WLAN?

Im McDonald’s fand ich einen kostenlosen Hotspot.

Im McDonald’s fand ich einen kostenlosen Hotspot.

Ich frage mich, muss das eigentlich sein? Okay, ich hätte im Vorfeld daran denken können und mich besser auf meinen Kurzurlaub vorbereiten können. Aber ich meine es grundsätzlich: Wir reden so gerne von der Digitalisierung, gehen wir bitte endlich diesen Weg und zwar ganz, ganz schnell.

Bergchor Coro Peralba (Dolomiten) singt für 20 Jahre Eisdiele Alberto in Maisach

10. Juli 2016
Alberto und Romina nehmen den Dank der Maisacher entgegen.

Alberto und Romina nehmen den Dank der Maisacher entgegen.

Wenn das keine gelebte Integration ist! Seit 20 Jahren besteht die Eisdiele Alberto bei uns am Dorf in Maisach. Seit 20 Jahren kommen Groß und Klein zu Alberto und Romina aus den Dolomiten und genießen das köstliche Eis. Immer zu einem Schwätzchen aufgelegt, erfährt man hier den Klatsch und Tratsch aus unserem Dorf im Landkreis Fürstenfeldbruck. K1 und K2 lieben das Eis, wie schon Generationen von Kindern zuvor. Albert und Romina haben die Kinder unseres Dorfes aufwachsen sehen. Jetzt feierte die Eisdiele Alberto ihr 20jähriges Betriebsjubiläum und hatte sich für das Dorf eine besondere Überraschung ausgedacht. Der Bergchor Coro Peralba aus seiner Heimat den Dolomiten gab in der Pfarrkirche Maisach ein Chorkonzert.


Viele waren erschienen, auch meine Familie besuchte das Konzert und staunte, welch gute Stimmen aus den Dolomiten kommen. Der Bürgermeister dankte Alberto, es gab Blumen und Gedenkteller und alle freuten sich. Schön wars.
Den Erlös des Konzerts spendete Albert zu 100 Prozent den Maisacher Kindergärten – eine gute Investition in die Zukunft. Wenn es um Eis bei uns im Dorf geht, dann geht es um Alberto. Und wenn bei den warmen Temperaturen schaut die Familie gleich wieder auf ein Eis vorbei – und ich nehme noch einen Espresso dazu.

Ich habe mal das Konzert für YouTube mitgeschnitten und werde es Alberto als kleines Dankeschön auf DVD brennen.

Gehirnoperation beim Mähroboter Automower 105 von Husqvarna

2. Juli 2016
Unser Mäher war defekt - quasi hirntot.

Unser Mäher war defekt – quasi hirntot.

R2Mäh2 hat ein neues Gehirn. R2Mäh2 war konfus und musste in die Klink. Jetzt ist er wieder da und macht seinen Job. R2Mäh2 heißt unser Robo-Rasenmäher, der im Garten seinen Job verrichtet. R2Mäh2 war krank und dann war auch noch seine Homebase krank und so holten wir uns professionelle Hilfe. R2Mäh2 ist eigentlich ein Mähroboter Automower 105 von Husqvarna, der früher mal Automower 310 hieß.

Reparatur für Automower-Mäher
Die Hilfe kam in Person von Ursula Jais. Sie ist die kompetente und sympathische Juniorchefin von Gartengeräte Jais aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Sie brachte R2Mäh2 zurück in sein Arbeitsleben.

Einige Tage war der Mäher krank, jetzt mäht er wieder, Gott sei Dank.

Einige Tage war der Mäher krank, jetzt mäht er wieder, Gott sei Dank.

Die Hauptplatine des Robomähers hatte irgendwie einen Schlag bekommen, vielleicht durch den Regen der jüngsten Zeit. Seitdem war R2Mäh2 seltsam und benahm sich daneben. Er produzierte Fehlermeldungen, wozu es gar keinen Grund gab. R2Mäh2 war krank, sein Gehirn war krank. Und dann noch: Seine Ladestation hatte zudem auch einen Fehler, weil eine Nacktschnecke auf dessen Platine gekrochen ist und das Teil lahmlegte. Die Schnecke hat den Kurzschluss auch nicht überlebt. Wir kamen aus dem Urlaub und stellten fest: Das Gras des Gartens war hoch gewachsen und R2Mäh2 rührte sich nicht mehr.

 

Ursula Jais rettet unseren Mähroboter 
Ursula Jais kam auf Krankenbesuch, untersuchte bei der Visite unseren R2Mäh2 und stellte die Diagnose: Sofort ab in die Klink. R2Mäh2 wurde verpackt, kam in den Krankenwagen, sprich Transporter der Firma Jais und wurde innerhalb von kurzer Zeit von Ursula Jais im Krankenhaus operiert, also in der Werkstatt repariert. Als unser Mäher wieder einsatzbereit war, stellten wir den beschriebenen Fehler in der Ladestation fest. Eine Nacktschnecke schleimte die Platine voll. Kurzerhand klemmte Ursula Jais die Station ab und ließ als super Kundenservice eine Ersatzladestation da. Das nenn ich Service. Ursula Jais verheiratete unseren R2Mäh2 mit ihrer Ladestation und schon konnte der Robomäher wieder seinen Job nachgehen. Nach getaner Arbeit rollte er zum Auftanken wieder auf seine Leih-Ladestation. Das Teil sah übrigens cooler aus, als die langweilige weiße Ladestation von Husqvarna. Die Austauschstation war von einem Maler individuell verziert und sieht sehr interessant aus. Den Kontakt zum Maler stellt Ursula Jais gerne her. Sie brachte mich auch auf die Idee, den Mäher mit Leuchtfarbe zu bemalen. Mal sehen, ob K2 noch Leuchtfarbe von den Modellarbeiten irgendwo herumliegen hat.


Die Vorteile eines Mähroboters habe ich schon mehrmals beschrieben. Im Moment schaue ich dem Mäher gerne von der Terrasse zu. Dank des Mähsystems arbeitet der Automower sehr diskret und leise. Das Zuschauen hat etwas meditatives. Um den Mäher menschlicher zu machen, hat er einen Namen bekommen R2Mäh2 und zudem hab ich zwei Augen aufgeklebt. Die Türe im Garten haben vor dem Kameraden zwar Respekt, aber keine Angst. Eine dicke Amsel hüpft hinter dem Mäher hinterher und holt die Würmer aus dem Gras. Ich warte nur mal darauf, dass der Vogel auf dem Mäher fliegt und sich durch den Garten fahren lässt.

Jetzt zieht R2Mäh2 wieder seine Kreise - mit Augen.

Jetzt zieht R2Mäh2 wieder seine Kreise – mit Augen.

Leidenschaft: Retrogames – Videospiele aus der 8 Bit-Ära

2. April 2016

Was brachte mich ins digitale Zeitalter? Ich wurde angefixt durch Videospiele oder Telespiele, wie ich sie damals nannte. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts machte ich als Jugendlicher mit meinen Eltern Urlaub am Gardasee in Italien. Mich interessierte weniger Pizza oder Kultur, mich interessierte ein faszinierender, fast magischer Ort – eine Spielhölle. Spielhölle – so nannten meine Eltern zumindest diese kleine Spelunke in einer Seitenstraße, die mit allerlei Arkadeautomaten vollgestopft war. In Italien durfte ich anders als in Deutschland diesen magischen Ort betreten und an Videospielautomaten zocken. Während meine Eltern sich der Kultur hingaben, gab ich einer neuen Spielkultur hin, die ich bis dato nicht kannte. Videospiele

Ich bin ein Retrogamer - das ist eine meiner Leidenschaften.

Ich bin ein Retrogamer – das ist eine meiner Leidenschaften.

Die Automaten wurden mit Lire (die damalige Währungseinheit in Italien) gefüttert und ich versank in der 8 Bit-Welt. Diese Spielhöllen hatten einen bestimmten Sound und heute bin ich noch immer von diesem Sound fasziniert.
Wieder in Deutschland angekommen, stellte ich fest, dass das Spielen von Videogames an Automaten sehr teuer war. 1 Mark – da bekam ich in Italien fünf Spiele à 200 Lire dafür. Eine Arkademaschine stand bei uns im Kaufhaus X in Fürstenfeldbruck in der Spielwarenabteilung: Asteroids – ein dreieckiges Rauschiff musste sich gegen den Ansturm von digitalen Felsbrocken erwehren – und das alles in Schwarzweiß. Es war das leidenschaftliche Zentrum unserer Jugend. Meine Kumpels kamen zusammen und wir verzockten unser Taschengeld. Außerdem stellten wir fest, dass Münzen aus Griechenland, die Drachme, ein ähnliches Gewicht wie die D-Mark hatte, aber nur einen Bruchteil des Wertes der D-Mark hatte. Also tauschten wir bei allen griechischen Gastarbeiter in unserem Ort D-Mark gegen Drachme und konnten zu günstigem Kurs Asteroids zocken. Erwischt wurden wir nie.

Asteroids
Eines Tages waren meine Eltern beim Einkaufen und ich lümmelte mich auf dem Familiensofa herum. Aufgeregt rief mich meine Mutter über ein Münztelefon an – das war das Zeitalter lange vor Handy und Smartphone. In einem Einkaufszentrum hätte sie ein Telespiel entdeckt, das im Preis gesenkt war. Sie wüsste nicht genau, ob ich es wollte und ich sollte vorbeikommen. Also schnappte ich mein Fahrrad und radelte wie ein Besessener zu einem Café, wo meine Eltern auf mich warteten. Gemeinsam besichtigten wir das Telespiel.
Ich hatte Angst, dass es so eine simple Art von Videospiel war, das ein paar Spiele im Speicher hatte. Aber nein, meine Eltern führten mich zu dem Klassiker schlechthin – sie führten mich zum Atari 2600.
Ich verliebte mich in das schwarze Plastikdesign mit Holzimitat. So wurde das Atari 2600 meine erste Gameskonsole. Über den Antennenstecker schloss ich das Atari 2600 an meinen Schwarzweiß-Fernseher an, den ich im Kinderzimmer stehen hatte. Diesen Fernseher hatte mir meine Großmutter zu Weihnachten gekauft – Farbe war damals zu teuer. Und aus meinen Kinderzimmer wurde eine Spielhölle. Die Spiele waren auf Cartridge gespeichert, eine Art Steckmodul. Diese wurden in das Atari 2600 gesteckt, dann Neustart und dann zocken. Auf den Cartridges waren bunte Bildchen, die einen Spielspaß versprachen.
Und es sage noch einer, dass Videospiele einsam machen. Wir spielten, wenn es möglich war, immer in Gruppen. Freunde kamen zu mir und im Laufe der Zeit bekamen diese Freunde von ihren Eltern auch ein Atari 2600 und wir zogen dann um. Bei einem Kumpel durften wir sein Atari 2600 sogar an den Grundig-Farbfernseher im elterlichen Wohnzimmer anschließen – ein Antennenumschalter machte es möglich. Die 16 Grundfarben des Gerätes hauten mich vom Hocker und der 8 Bit-Sound aus den TV-Boxen zogen mich in die digitale Welt. Hammer.

Atari 2600 als Darth Vader-Edition in meinem Arbeitszimmer.

Atari 2600 als Darth Vader-Edition in meinem Arbeitszimmer.

Jeder von uns hatte seine Lieblingsspiele. Ich hatte zwei: Es handelte sich um Defender und später dann um Empire strikes back. Beide Spiele hatten das gleiche Prinzip. Ballern bis der Finger wehtat.


Heute, fast 35 Jahre später bin ich meiner alten Leidenschaft wieder erlegen. Trotz Next-Gen Konsolen wie Playstation 4 kaufte ich mit meinem Sohn ein altes Atari 2600 mit ein paar Spielen. Ich beobachte meinen Sohn beim Spielen – er hat die gleiche Leidenschaft wie ich in seinem Alter. Und was mich besonders freute, trotz grottiger Grafik und Sound des Atari 2600 verglichen mit der Playstation 4 hat mein Sohn das Retro-Spielprinzip verstanden und akzeptiert. So zocken wir an einem alten Röhrenfernseher, den ich bei meinen Eltern im Keller gefunden habe. Wir spielten zunächst Pac Man und im Laufe der Zeit kaufte ich die alten Cartridges nach. Auch Defender war dabei und meine alte Leidenschaft war wieder voll entbrannt.

Retrogaming_
In einem Laden entdeckte ich die Darth Vader-Edition des Atari 2600. Sie hieß so, weil sie ganz in Schwarz war. Gesehen, probiert und gekauft. Also nun steht dieser Klassiker im Arbeitszimmer und es darf gerne gezockt werden. Mein zweites Lieblingsspiel Empire strikes back war selten, aber ich machte ein gutes Geschäft und erwarb die Cartridge von Parker. Der Kampf Luke Skywalker gegen die ATAT auf Hooth – was gab es damals cooleres? Nichts! Das Spiel war der Hammer und heute erklären mir Erwachsene Spieletipps zu diesem Klassiker, ist das nicht stark? Ich hatte ein Foto bei Instagram gepostet und der Zuspruch war enorm. Leidenschaft pur.

Empire als Zifferblatt auf meiner Apple Watch.

Empire als Zifferblatt auf meiner Apple Watch.

Auf ZDFinfo kam im linearen Fernsehen ein Themenabend über Videogames, den ich mir zusammen mit meinen Kindern anschaute. Sie interessieren sich sehr für die Spiele meiner Jugend. Dort kam auch ein Spiel vor, dass eine tiefe Wunde in mein Spielerdasein riss. ET – der Außerirdische auf dem Atari 2600, basierend auf den Filmklassiker von Steven Spielberg. Meine Eltern wollten mir die Cartridge von ET damals zu Weihnachten nicht kaufen. Sie hatten schon etwas anders besorgt – einen schönen Pullover (OMG). Ich konnte ET nur bei Kumpels spielen. Und was soll ich sagen: Das Spiel war hundsmiserabel. ET fiel in Löcher und kam wieder heraus – das war es dann. Wir waren alle damals enttäuscht. Das Spiel war Müll und Atari hatte sich verzockt. Bei uns kamen auch langsam die ersten Home Computer und eine neue digitale Ära begann. Bei mir waren es der ZX81 und dann der Commodore 64. Atari hatte dem nichts entgegenzusetzen.
Atari verschrottete das ET-Spiel auf einer Deponie. Die Aktion wurde zum Mythos. Als Journalist dachte ich immer wieder daran, auf die Deponie zu fahren und den ET-Schatz zu heben. Andere Leute hatten wohl auch diesen Traum und vor ein paar Jahren wurden die Tausenden Cartridges des ET-Spiels wieder von der Mülldeponie ausgegraben und als schlechtestes Videospiel aller Zeiten verkauft. Ich habe mir auch endlich meine Version von ET gekauft und was muss ich sagen. Nach all den Jahren ist das ET-Spiel für das Atari 2600 nicht besser geworden. Es war damals Müll und es ist heute noch Müll. Aber mein Atari 2600 liebe ich noch immer.

Leidenschaft bei den IronBloggern München

Leidenschaften hab ich viele, ganz viele: Musik, Film, Kochen, Foto und vieles mehr. Dieser Blogpost ging über die Leidenschaft Atari 2600. Die IronBlogger München, eine Vereinigung von Bloggern, haben eine Blogparade zum Thema Leidenschaft ausgerufen und dies ist der erste Beitrag dieser Parade. Jeden Tag im April wird ein IronBlogger einen Blog über Leidenschaft erstellen – viel Spaß beim Lesen. Morgen ist Alexander an der Reihe in seinem Blog. Ich bin gespannt.

ibmuc-blogparade-leidenschaft