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10. Animuc – Cosplay in Kloster Fürstenfeld

9. April 2018
Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld war Gastgeber für die Animuc 2018.

Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld war Gastgeber für die Animuc 2018.

Es war meine erste richtige Cosplay-Veranstaltung und es wird nicht die letzte sein. Ich war begeistert von der Animuc 2018 in meiner Heimatstadt Fürstenfeldbruck. Es war die zehnte Animuc und ich hab mich richtig wohl gefühlt. Diese Art von Menschen sind sympathisch und äußerst engagiert. Und Fürstenfeldbruck präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein von seiner besten Seite.  

Eigentlich begann für mich die Animuc bereits einen Tag vorher. Meine Frau und ich waren von einem älteren Ehepaar zum Geschäftsessen eingeladen. Zu später Stunde kamen zu unserem Italiener eine Gruppe von Cosplayer samt Kostüme zum Speisen. Unsere Gastgeber waren von den jungen Leuten sehr angetan und fragten mich aus, was es denn mit diesen Figuren auf sich habe. Die Bildungsbürger staunten nicht schlecht über das Engagement der jungen Leute. Die Welt von Manga und Animie war ihnen bisher verschlossen geblieben. 

Kostüme aus dem Schrank

Am nächsten Tag hieß es für die ganze Familie: Auf gehts zur Animuc ins Kloster Fürstenfeld. K1 und Ehefrau zogen sich keine Kostüme an, K1 hängte sich einen grünen Umhang von Attack on Titan um und ich zwängte mich in die Offiziersuniform von Captain James Tiberius Kirk. Ich habe dieses Outfit vor Jahren teuer als Trekkie erstanden und irgendwie muss es über die Jahre im Schrank eingegangen sein. Naja, hilft nichts – ein bisschen Cosplay muss auch für mich sein. 

Am Veranstaltungsforum Fürstenfeld, dem Kloster Fürstenfeld, angekommen stellte ich fest: Mein Star Trek-Outfit passt nur ungefähr ins Ambiente. Ich war der einzige Trekkie, hab aber zu meiner Ehrenrettung noch ein paar Star Wars-Fans mit ihren Outfit als Sturmtruppen, Darth Vader oder imperiale Offiziere getroffen.

Großes Lob für meinen Bloggerkollegen Michi Bernhard, der altersgemäß als Obi Wan ging. Er musste drei Tage lang seine Tochter begleiten, die ein starkes Kostüm aus Black Butler trug. Und da waren schon meine Probleme. Viele der dargestellten Charaktere kannte ich gar nicht. Ich bin nicht die Generation, die mit Mangas und Animies aufgewachsen ist, meine Kinder dagegen schon.

Ich kannte freilich die japanischen Zeichentrickfilme meiner Jugend wie Heidi, Captain Future und Co, kenne die großen Filme der Ghibli-Studios, bin auch vertraut mit zahlreichen Figuren aus der Videospielewelt – allen voran natürlich Pokémon und Super Mario, doch bei den Feinheiten aus dem Cosplayer-Universum muss ich passen. Ich lese zwar, wie jeder Einsteiger Death Note (find ich gut), traue ich an Corpse Party heran, liebe abgöttisch Akira, aber dann wird es schon eng. K1 und K2 horten Hunderte von Mangas und kennen die Entwicklungen der Figuren genau. K2 ist Spezialist für Tokyo Ghoul, während K1 mehr auf Attack on Titan aus ist. 

Death Note muss sein.

Death Note muss sein.

Egal, ich habe mich mit der Masse der Cosplayer mitbewegt und bin in ihnen untergetaucht. Immer wieder habe ich von den freundlichen Wesen Fotos gemacht. Dabei haben sich die meisten in Szene gerückt und nett posiert. Ein paar gab es, die wollten nicht in ihren Kostümen fotografiert werden – warum sie dann auf eine Cosplay-Veranstaltung wie die Animuc gehen, weiß ich nicht, ist mir aber auch egal. 

Ich habe gesehen, mit welcher Detailliebe die Cosplayer an ihren Kostümen basteln, nähen, kleben. Es gibt sogar eine Art Erste Hilfe Stand mit Nähmaschinen und Stoffen, um kleinere Unfälle an Ort und Stelle zu richten. Dort wollte man nicht, dass fotografiert wird, dabei fand ich dies eine schöne Geschichte. 

Bei der Animuc spürt der Besucher soviel Zuneigung und Liebe, dachte ich mir immer wieder. Dann und wann tauchten auch junge Menschen auf, die man einfach umarmen konnte – schließlich trugen sie ein Schild „Hug me“ um den Hals. Ich umarmte nur einen zwei Meter Bären oder Tiger, um als alter Mann nicht in Erklärungsnöte zu kommen, warum ich ein junges Mädchen umarme. Da bin ich einfach zu alt, finde aber die Geste wunderbar. Ein paar pubertierende Jugendliche nützten es freilich aus mit dem anderen Geschlecht in Berührung zu kommen. 

Foto von Serge und Kicka auf der Animuc

Zudem gab es auf der 10. Animuc in Kloster Fürstenfeld ein umfangreiches Programm. Es gab beispielsweise zwei Ehrengäste Serge und Kicka – mit denen konnten Fans ein Foto machen. Dazu haben sich die Gattin und ich in eine lange Schlange eingereiht. Natürlich wurden wir angesprochen und junge Menschen wollten mit uns über Serge und Kicka reden. Selbstverständlich hatte wir keine Ahnung, wer Serge und Kicka überhaupt sind, also improvisierten wir. Als wir an der Reihe kamen, wurden wir in die Mitte genommen und Serge und Kicka postierten sich um uns herum. So bekam ich mit, dass Serge als Russland kam und Kicka aus Italien und beide irgendwie berühmt sind. Also gibt es jetzt ein Foto von meiner Frau und mir mit zwei Berühmtheiten aus der Cosplayer-Szene. K1/2 staunten nicht schlecht und die Likes des Fotos auf Facebook und Instagram sprechen Bände. 

Go-Spielen auf der Animuc

Gerne hätte ich auch einen Kochkurs-Workshop besucht, denn asiatisches Essen liebe ich und freue mich immer über Inspiration. Leider kamen wir zu spät. Nächstes Jahr muss ich dahin und mir Impulse für meine Küche holen. 

Richtig etwas gelernt habe ich beim Go-Kurs. Go ist ein asiatisches Brettspiel und was so leicht aussieht, ist saumäßig kompliziert. Meine Frau und ich haben uns von Thomas Furtner die Grundregeln erklären lassen und Thomas Furtner ist ein guter Lehrer selbst bei so begriffsstutzigen Schülern wie ich einer bin. Und ich muss sagen: Go macht Spaß und strengt die kleinen grauen Zellen gehörig an. Ich hatte mir eine Woche zuvor die Dokumentation AlphaGo angeschaut für ein Seminar zur Künstlichen Intelligenz. Dort tritt Software gegen Weltklasse-Go-Spieler an und fegt die Menschen vom Platz. Wirklich faszinierend und ich habe mir gleich eine Go-App für das iPad geladen.

Shoppen was das Cosplayer-Herz begehrt auf der Animuc

Und natürlich musste geshoppt werden. In der Tenne der Klosteranlage gab es zahlreiche Stände verschiedener Händler. Kostüme, Bücher, Schmuck, Waffen, Spielfiguren, Anhänger, Perücken – alles, was das Cosplayer-Herz begehrt. Die Preise sind nicht ohne und K1/2 warfen sich gleich in die Schlacht. Ich hatte im Flohmarktbereich die 19teilige Manga-Serie Battle Angel Last Order in Blick, aber 175 Euro waren es mir die sicherlich tollen Bücher nicht wert.

Froh war ich übrigens, dass ich keinen Stand mit Anime-Score und Soundtracks im größeren Stil gefunden habe. Das wäre garantiert mein Groschengrab geworden. K2 hat zwar viel BTS-Klamotte gefunden, aber kaum K-Pop CDs, oder wir haben sie übersehen. Das wäre auch noch eine Bereicherung gewesen.

Friedliche Animuc

Immer wieder schlenderte ich durch die Gärten des Klosters, unterhielt mich und war begeistert über die Liebe zum Detail. Ich traf auf Gandalf und andere Figuren wie Desmond Miles aus Assassin’s Creed.

Ich dachte mir: Wenn eine Gruppe von Hunderten von Erwachsenen auf einem Fleck sind, dann gibt es immer Ärger, Besoffene und Rangeleien. Bei der zehnten Animuc habe ich davon nichts gesehen. Cosplayer sind ein bezauberndes Volk und die nächste Veranstaltung in Mannheim ist bereits gebucht. Mir gefällt das Spektakel.

 

 

Wassershow mit Tanz und Musik – die Nacht der Fontänen der Maisacher Togohilfe

11. August 2017

Ihr wisst ja, ich bin ein Togo-Fan und unterstütze den örtlichen Verein Aktion PiT-Togohilfe wann immer ich kann. Im Moment werden Schultaschen für Togo gesammt und in wenigen Tagen helfe ich wieder mit einen Container für Afrika zu beladen. Eine neue Form der Öffentlichkeitsarbeit schlug die Vorsitzende des Vereins Margret Kopp ein. Mit einer Mischung aus Musik, Tanz und Wassershow faszinierte die Nacht der Fontänen das Publikum im Stadtsaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld. Der Erlös des optisch und akustische Spektakel kam der Togohilfe zu Gute. Die Benefizveranstaltung ist Teil der Kreiskulturtage Fürstenfeldbruck. Meine Familie und ich waren mit von der Partie und haben den Abend genossen.

Margret Kopp und ie amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio

Margret Kopp und ie amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio

„Unsere Besucher trugen dazu bei, dass Aktion PiT-Togohilfe notleidenden Kindern und ihren Familien in Togo direkt geholfen wird und sich die Lebensbedingungen in diesem Teil Afrikas verbessern.“ Als Ehrengäste begrüßte sie unter anderem den neuen Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh und die amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio, die im Februar in Paris gewählt wurde und sich für soziale Anliegen im Ausland lebender Togolesen einsetzt. Wahnsinn, wie groß gewachsen diese Frau ist.

Der togolesische Arzt Dr. Kodom, der lokale Partner der Maisacher Togohilfe, war ebenfalls nach Fürstenfeldbruck angereist. In der Pause konnte ich mein Schulfranzösisch rauskramen und machte ein wenig Smalltalk. Ich erinnerte mich an meine Togo-Reise vor mehreren Jahren und freue mich, wenn ich das schöne Land wieder besuchen kann. Es wäre eine tolle Sache für diesen Blog.

Ratsch mit dem Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh

Ratsch mit dem Botschafter der Republik Togo in Berlin Michel Komi Dagoh

Aber zurück zu der Nacht der Fontänen. Ich habe von dem Abend für die Togohilfe zahlreiche Bilder geschossen und den kompletten Abend für YouTube mitgedreht. Die Musik des Abends steuerte das prämierte Puchheimer Jugendkammerorchester bei. Es gab unter anderem Kammermusik und Serenaden von Rossini, Grieg und Tschaikowsky zu hören. Das Fürstenfeldbrucker Ballettstudio Sinzinger tanzte zu Vivaldis Vier Jahreszeiten.

Wasser und Licht marsch vom Regiepult

Wasser und Licht marsch vom Regiepult

Dazu gab es als optischer Star des Abends die eindrucksvolle Wassershow des Olchinger Unternehmens Water Act. Vor der Bühne des Stadtsaals war ein großes Wasserbassin errichtet worden, von dem die dynamischen Wasserfontänen mit wechselnder Lichtunterstützung aufstiegen. Unter dem Dach waren die Mitarbeiter von Water Act und steuerten Licht und Wasser via Keyboard-Tastatur. Es war interessant zu beobachten, wie das System gesteuert wurde und mit welcher Konzentration die Kreativen an die Arbeit gehen. Von oben sah die ganze Veranstaltung wunderbar aus. „Für alle beteiligen Künstler eine enorme Herausforderung, die Symbiose zwischen Musik, Tanz, Farben und Wasserspiel zu einem Erlebnis werden zu lassen und es ist wunderbar gelungen“, so Margret Kopp. Nach dem großen Erfolg wird im kommenden Jahr eine neue Nacht der Fontänen anstehen.

In seinem Grußwort lobte Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, den Einsatz der Maisacher Togohilfe: „Die Nacht der Fontänen ehrt das fast vierzigjährige Engagement einer der aktivsten und bekanntesten deutschen Vereine in der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit mit Togo.“ Das geht runter wie Öl und freut mich als Firmeninhaber, der mit redaktion42 zwei Patenschaften in Togo abgeschlossen hat. In seinem Grußwort schreibt der Entwicklungshilfeminister Gerd Müller weiter: „Bis 2050 wird sich die Bevölkerung Afrikas auf 2,4 Mlliarden Menschen verdoppelt haben. Dieser Trend ist auch in Togo bemerkbar. Über 40 Prozent der Menschen in Togo sind heute unter 14 Jahren alt.“ Daher hat Müller völlig recht und verschließt nicht die Augen vor dieser Herausforderung. „Erfolgreiche Entwicklsungszusammenabeit kann dabei helfen, die Chancen zu nutzen.“ Und darum unterstütze ich mit meiner Familie die Aktion PiT-Togohilfe bei uns in Maisach.

Hier das komplette Konzert:

und noch hier ein paar Bilder:

Die Nacht der Fontänen – auch so wird Togo geholfen

14. Juli 2017
Die Nacht der Fontänen der Togohilfe Maisach.

Die Nacht der Fontänen der Togohilfe Maisach.

Auch eine Hilfsorganisation muss neue Wege gehen, um an Gelder zu kommen. Es reicht nicht nur, mit Argumenten zu überzeugen. Dass es zusätzlich auch anders geht, zeigt die Aktion PiT Togo Hilfe in Maisach. Der Hilfsverein für Togo veranstaltet am 28. Juli 2017 in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck die Nacht der Fontänen.
Das ist eine Wassershow mit Tanz und Musik im Stadtsaal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld. In Anlehnung an Las Vegas und die Wasserspiele von Dubai präsentiert die „Nacht der Fontänen“ eine Symbiose aus Wasser, Licht und klassischer Musik: Musikalisch untermalt das Puchheimer Jugendkammerorchester Tanzvorführungen des Ballettstudios Sinzinger, während eine spektakuläre Show eindrucksvolle Effekte aus Licht und Wasser zaubert. Dazu wird in das Veranstaltungsforum ein großes Wasserbassin aufgebaut und mit kostbaren Nass befällt.
Und natürlich gibt es einen Togo-Bezug auch: Mit dabei ist auch die amtierende „Miss Togo Diaspora“ Pascaline Amagio, die im Februar in Paris gewählt wurde und sich für soziale Anliegen im Ausland lebender Togolesen einsetzt. Die Benefizveranstaltung zugunsten von Hilfsprojekten der Aktion PiT-Togohilfe e.V. ist Teil der Kreiskulturtage Fürstenfeldbruck.

Diese Werbezettel verteilte ich die vergangenen Tage.

Diese Werbezettel verteilte ich die vergangenen Tage.

Ich habe für meine ganze Familie Karten gekauft, um dem Spektakel beizuwohnen. Ich unterstützte die Togohilfe aktiv durch zwei Patenschaften durch mein Unternehmen redaktion42, packe Hilfscontainer für den afrikanischen Staat und jetzt auch durch diese ungewöhnliche Aktion Nacht der Fontänen. Ich liebe Kunstinstallationen und ich hoffe hier auf eine intensive visuelle und akustische Erfahrung durch Licht, Ton und Effekte. Das reizt mich und zugleich unterstützte ich eine gute Sache.
Die Technik selbst kommt aus einer Nachbargemeinde Olching. Das Unternehmen wateract hat sich auf Wasserspiele spezialisiert und hat langjährige Erfahrungen mit Fontänen aller Art. Ich habe im Netz ein Video gefunden, das ein wenig die Arbeit von wateract zeigt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Show mit der richtigen Musik und Tanz auf mir wirkt. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Nacht der Fontänen und bin neugierig, wen ich dort treffen werde. Karten gibt es direkt bei der Togohilfe, bei München Ticket oder an der Abendkasse.