Posts Tagged ‘Godzilla’

Zuckeraugen in Landshut – ein Paradies für Backfreaks

7. Juli 2018

Meine Kinder K1/2 haben das Backen für sich entdeckt. Ich halte es für enorm wichtig, dass Kinder kochen (und auch backen) können. Während sich K1 mehr mit Kuchen beschäftigt, ist K2 in Sachen Muffins, Plätzchen, Keksen und vor allem mit Cake Pops unterwegs. Bei einem Besuch in Landshut haben wir das Back-Paradies in Form des Ladens Zuckeraugen entdeckt. Das Fachgeschäft für Backzubehör und Tortendeko hat auch eine Website.

Als wir an dem Laden in der Landshuter Innenstadt Neustadt 502 vorbeigingen, fielen uns sofort die unterschiedlichen Backformen im Schaufenster auf. Es gab Gitarre, Bären, Affen, Drachen und vieles mehr. Ich hatte mal eine Backform in Form der Maske von Darth Vader – und als K2 kleiner war eine Backform in Hello Kitty-Design. 

Also nichts wie rein und die Familie war begeistert über die Auswahl. Als Fliegenträger fiel mir sofort verschiedenfarbige Fliegen als Verzierung für Torte auf. Wunderbare Idee für eine festliche Torte mit einer individuellen Note. Die Vielfalt im Ladengeschäft ist überwältigend. Es gibt dort eine große Auswahl an Backzubehör und alles was wir zur Dekoration für Cupcakes, Torten und Cake Pops benötigen, z.B. Wilton Icing Color Lebensmittelfarbe, Candy Melts, Funcakes Rollfondant, Satin Ice, Keksausstecher, bunte Cake Pop Stiele, Blütenpaste, Zuckeraugen, Silikonmolds. Meine Gattin und K2 schnappten sich einen Einkaufskorb und machten sich ans Einkaufen. 

Ich sah mir derweil die Ausstechformen an. Zug um Zug arbeitete ich mich durch, sah einfache und komplizierte Formen. Nachdem meine Gattin ein Hahn-Fan ist, gab es Hähne, ich wählte eine Art Drachen und sah darin Godzilla, K2 holte Bärchen, Saurier und es gab auch Gothik-Formen wie RIP, Särge oder Grabsteine. Zuckeraugen gibt es rund drei Jahre und wir haben ihn leider jetzt erst entdeckt, obwohl wir alle halbe Jahre wegen einem Friseurbesuch nach Landshut fahren.

Am Ende des Bummels durch Zuckeraugen war der Einkaufskorb voll mit süßen Kram, Verzierungen und anderen Deko-Artikel. Und ihr könnt euch vorstellen, was wir zu Hause gemacht haben. 

Filmkritik Kong Skull Island

7. August 2017
Ich verpasste den Kong Skull Island im Kino

Ich verpasste den Kong Skull Island im Kino

Ich habe mir erst gedacht, lass sie alle reden, so schlecht wird der Film nicht sein. Das Thema ist doch gut, die Titelfigur ist berühmt, da kann man doch keinen schlechten Film machen. Denkste – falsch gedacht. Der Film ist noch viel, viel schlechter als ich es mir in meinen schlimmsten Träumen ausmalen konnte. Was habt ihr Idioten mit Kong gemacht? Warum musstet ihr den Affen so verhunzen? Was hat euch King Kong denn angetan? Ich habe mir Kong Skull Island angeschaut und ich hätte in der Zeit Holz hacken oder Unkraut zupfen sollen. Im großen und ganzen ist der Film reine Zeitverschwendung und es tut mir wirklich, wirklich leid.
Aus dem Thema hätte man etwas machen können. Ich liebe Monsterfilme, allen voran Filme mit King Kong und Godzilla. Das ist meine Jugend und die will ich mir bewahren. Und als ich vergangenes Jahr hörte, dass ein neuer, aufwendiger Kong-Film in die Kinos kommen soll, freute ich mich wirklich. Kong, ich komme.
Aus familiären Gründen hatte ich dann keine Zeit fürs Kino, aber als die Blu ray auf den Markt kam, bestellte ich mir meinen Kong und schaute mir Kong: Skull Island voller Spannung und Erwartung an. Kopfhörer auf, Zimmer abgedunkelt und volle Konzentration. Ich hoffte, der Film spielt in einer Liga wie das Original oder die Peter Jackson-Verfilmung oder ein wenig darunter. Ich mochte die Dino DeLaurentis Version von 1976 nicht, aber im Vergleich zu Kong Skull Island ist das große Kinokunst. Kong Skull Island ist so unsagbar schlecht, dass ich mich echt aufregen könnte. Ich kann kaum etwas Gutes an den Film finden.

Die Darsteller von Kong Skull Island
Beginnen wir mit den Darstellern. Samuel L. Jackson als Lieutenant Colonel Packard und John Goodman als Bill Randa könnten doch eigentlich nicht schlecht sein. Doch, sind sie und zwar grottenschlecht. Samuel L. Jackson spielt völlig ausdruckslos und kalt – wahrscheinlich hat er beim Drehen geahnt, welch schlimmer Film herauskommen wird.
Brie Larson als Mason Weaver darf mit der Analogkamera herumknipsen und das war es auch dann. Einmal, ganz kurz, taucht so etwas wie Emotion bei ihr auf. Den besten Part hat noch John C. Reilly als Weltkriegsveteran Hank Marlow. Er schafft es, dass der Zuschauer sich für die handelnden Personen interessiert, weil der Rest der Darsteller ist uns als Zuschauer eigentlich egal. Aha, Kong reißt dem Soldaten den Kopf ab – fein, aha, der Dino frisst den Soldaten hier, fein, aha. Die Personen berühren den Zuschauer nicht im Geringsten und das ist ein klares No Go für den Film.

Das Originalset von Kong Skull Island
Gedreht an Originalschauplätzen sieht das ganze Set nach Greenscreen aus und zwar nach schlechten Greenscreen. Da hat der Film die geilsten Locations auf diesem Planeten und die Regie setzt es in Szene, als ob es eine Studiokulisse wäre. Soviel Unvermögen muss man erst mal aufbringen.

Die Spezialeffekte von Kong Skull Island
Wenn Industrial Light & Magic (ILM) die Tricks macht, lässt sich großes erwarten und wenn John Dykstra seine Finger als Visual Effects Supervisor im Spiel hat, kann eigentlich nichts schiefgehen. Doch, geht es leider. Kong ist ohne Regung. Die CGI-Tricks sind technisch fein gemacht, aber es kommen keine Emotionen bei der Figur rüber. Wie kann man das so versauen? Wenn die bösen Monster angreifen, schaue ich als Zuschauer auf die Uhr, wie lange es denn noch dauert. Das darf bei einem Monsterfilm nicht passieren. Wollt ihr was Gutes lesen? Nun, die Hubschrauberfights sind fein gemacht. In einem Cockpit sitzt ein Wackelkopf von Richard Nixon. Er wackelt und schüttelt den Kopf, weil er weiß, wie der Film ausgeht. Sein Wahlspruch: First, destroy the tapes kann für den ganzen Film gelten.

Die Musik von Kong Skull Island
Hurra, ein Lichtblick ist der Soundtrack von Kong Skull Island. Wir haben auf der einen Seite den Rock der Siebziger des vergangenen Jahrhunderts mit CCR und vor allem Black Sabbath. Paranoid passt wunderbar in den Film. Dann läuft noch We’ll Meet Again von Vera Lynn am Ende des Films. Moment! Das ist doch das Ende von Dr. Seltsam, den früheren Kubrick Klassiker. Naja, wollen wir es mal als Hommage gelten lassen. Der Score ist von Henry Jackman und ich habe leider bisher noch nicht die CD erwerben können. Jackman stammt aus der Schule des unsäglichen Hans Zimmer und das ist für mich auch das Problem. Jackman hat aber auch gute Sachen abgeliefert wie 2014 Kingsman: The Secret Service und 2015: The Man in the High Castle. Der brummende Score von Kong Skull Island ist solide, klingt aber immer wieder nach anderen Meistern. Höre ich da vielleicht Bernhard Hermann heraus? Aber der Score passt zum Film und wenn ich die CD mal in die Finger bekomme, dann erfolgt eine Einzelkritik.

Persönlicher Nachruf zum Tod von Keith Emerson

12. März 2016

Zum ersten Mal hörte ich ihn im Schulunterricht in den achtziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Im Musikunterricht nahmen wir gerade Programmmusik durch. Gustav Holst – die Planeten und von Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung waren meine Highligts. Am Ende der Unterrichtsstunde holte unser Musiklehrer Herr Kemper eine Schallplatte hervor und spielte uns die Rockversion von Bilder einer Ausstellung vor: Emerson, Lake & Palmer: Pictures at an Exhibition. An den Keyboards der legendäre Keith Emerson, der jetzt im Alter von 71 Jahren verstarb.
Mich haute es im Musiksaal der Schule vom Stuhl. So einen Sound haben meine jungen Ohren damals noch nicht gehört. Das Zusammenspiel der drei Musiker war perfekt. Die Abfolge war damals: Promenade: – The Gnome – Promenade und dann ein Synthesizersolo. Was war jetzt das?
So einen Klang kannte ich nicht. Ich war von den Top Ten im Radio den Klang von Roland gewohnt, Mike Oldfield spielte gerade ein wenig mit dem Fairlight herum, Jean-Michel Jarre experimentierte mit Loops. Doch der Klang vom Moog auf der Schallplatte von ELP überragte einfach alles. Ich war gebannt, fasziniert, begeistert über die Wärme dieses elektronischen Instruments. Ich wollte mehr, viel viel mehr. Keith Emerson war für mich der Zauberer – der Magier, der aus dem riesigen Moog-Koloss mit Kabel, Schalter und Lichter so eine Musik hervorbringen konnte. Von dieser Minute an war ich Fan dieser progressiven Formation. Bis heute häufe ich Aufnahmen von ELP an, kaufte die Alben auf LP, später auf CD, orderte Bootlegs, und saugte YouTube-Videos auf. Ich verfolgte die wechselvolle Geschichte der Band. Höhenflüge, Bankrott, Vereinigungen, Trennungen, Aufbäumen und immer wieder neue Ansätze.
Natürlich gab es für mich viele gute Keyboarder: Richard Wright von Pink Floyd, Rick Wakeman von Yes seien hier stellvertrend genannt. Aber Keith Emerson war im Tasten-Olymp. Der Richard Wagner des Rocks spielte nicht nur fantastisch, sondern war auch eine richtig coole Frontsau. Er zeigte, dass Keyboarder nicht im Hintergrund stehen müssen – nein: Keith Emerson stand gleichberechtigt auf der Bühne. Bei ELP waren drei Vollblutmusiker voll präsent – die wenigste Show machte vielleicht Frontman Greg Lake. ELP brachte die Gigantomie auf die Bühne. Das Klavier schwebte und drehte sich, die Orgel wurde mit Messern traktiert. Das alles machte auf mich Eindruck. Ich war als Zuhörer und als Zuschauer Teil der Show: Welcome back my friends to the show that never ends.


Ich folgte Keith Emerson auch auf seinen Solopfaden. Ich erwarb gute und schwache Alben von ihm aus dem Soundtrack-Genre. Irgendwie musste Emerson sein Einkommen sichern. Italo-Horror und Godzilla vertonte er, bei Nighthaws versuchte er sogar zu singen. Ich hab die Alben alle, aber die Begeisterung stellte sich nicht mehr ein. Ein Verbrechen war übrigens das Christmas Album.
Mein wirkliches Interesse kam erst wieder bei Emerson, Lake & Powell zurück. Hier blühte für mich Keith Emerson wieder auf. Three war ok, das Comeback von Nice war wunderschön und die anschließende Keith Emerson Band war hörenswert.
Nun ist Keith Emerson von uns gegangen. Weggefährte und Ausnahmedrummer Carl Palmer veröffentlichte in Facebook einen schönen Nachruf: Keith Emerson habe “ein zartes Gemüt, dessen Liebe zur Musik und Leidenschaft für die Performance als Keyboard-Spieler noch viele Jahre unerreicht bleiben werden.“

Der Nachruf via Facebook von Carl Palmer über Keith Emserson.

Der Nachruf via Facebook von Carl Palmer über Keith Emserson.

Gerade eben starb George Martin und dieses Jahr 2016 ist ein grausames Jahr für meine Musikwelt: David Bowie und Lemmy machten den Anfang. Jetzt ist ein weiterer Held meiner Jugend gestorben. Keith Emerson hat mein musikalisches Bewusstsein erweitert, hat mich zu neuen musikalischen Ufern gebracht und er wird immer einen Platz in meinem Herzen haben. Nach Angaben der Polizei hat sich Keith Emerson erschossen – die Gründe gehen uns nichts an. Die Musikwelt hat einen weiteren Ausnahmemusiker verloren. What a Lucky Man he was.

Musiktipp: Soundtrack zu Star Wars The Force Awakens von Williams

20. Dezember 2015
John Williams hat wieder den Soundtrack zum neuen Star Wars VII komponiert.

John Williams hat wieder den Soundtrack zum neuen Star Wars VII komponiert.

Nur ein Takt von ihm und Hans Zimmer und Konsorten können einpacken. Der Meister des Soundtracks hat wieder zugeschlagen und dies mit 83 Jahren. Gemeint ist der legendäre John Williams und sein neuer Wurf ist der Soundtrack zu Star Wars The Force Awakens.
Meine Erwartungshaltung war gigantisch und natürlich muss auch ein John Williams daran scheitern. Der Soundtrack zu Star Wars: The Force Awakens – Das Erwachen der Macht ist hervorragend, reicht aber nicht an frühere Werke heran, die aus der Feder von Williams stammen. Das bedeutet nicht, dass der Score zu Star Wars The Force Awakens irgendwie schlecht ist. Er ist nur nicht so perfekt wie andere Kompositionen von ihm und bei weitem besser als was sonst so auf dem Markt ist.
John Williams ist sich in vielen Sachen treu geblieben. Er setzt wie bisher auf die bekannten Leitmotive, die er sich vom genialen Richard Wagner abgeschaut hat. Studiokopfhörer aufgesetzt, Augen geschlossen und schon erzeugt das orchestrale Werk Bilder in meinem Kopf. Ich erkenne die alten Leitmotive, die Fanfaren, die Klänge, die mich durch die vergangenen Jahre immer begleitet haben. Motive, die zum Kulturgut der Menschheit geworden sind. Sie sind so unheimlich schön.
Und die neuen Motive? Rey’s Theme ist sehr gut geworden, aber es ist kein Imperial March. Es ist leicht, beschwingt und geht schön ins Ohr. Generell habe ich mehr Leitmotive erwartet, die ich den handelnden Personen zuordnen kann. Das war ein absoluter Pluspunkt bei den Star Wars-Soundtracks von John Williams. Hier hat sich der Meister dieses Mal zurückgehalten und einen soliden Soundtrack abgeliefert. Als Pedant stört es mich übrigens, dass John Williams die Musik nicht wie sonst mit dem London Symphony Orchestra eingespielt hat, sondern die Musik wurde in LA von Musikern aus Williams Umfeld aufgenommen. Auf dem Cover der CD wird kein Orchester vermerkt, nur über die Star Wars Website wurde darüber berichtet.
Williams stand beim Komponieren vor einem Dilemma. Im YouTube-Channel von Star Wars sagte er sinngemäß: „Ich kann mir das ohne Bezüge zu den Filmen, die wir schon kennen, gar nicht vorstellen, und da ist es angemessen, ja notwendig, einige der früheren Themen zu verarbeiten. Und das war ja das, was mir immer so Spaß gemacht an der Arbeit, an jedem einzelnen dieser Filme, denn jedes Mal konnte ich auf altes Material zurückgreifen und neues entwickeln, so dass beide Seite an Seite funktionieren und sich dann anfühlen wie ein Teil des ganzen Film-Gefüges.“ Und so erfreue ich mich an verschiedenen Anklängen aus der Vergangenheit. So wie Jeffrey Jacob Abrams mich mit Star Wars VII in meine Jugend zurückversetzt hat, so hat mich auch John Williams an die Hand genommen und mich mit der Zeitmaschine gesetzt. Ich weiß noch, wie ich die Doppel-LP zu Krieg der Sterne in meinem Kinderzimmer wieder und wieder abgespielt habe.
So viel symphonische Soundtracks mit Klasse gibt es nicht mehr. Im Olymp sind Williams, gefolgt von Jerry Goldsmith. Dann gibt es viele gute Leute – die Maschinerie von Hans Zimmer gehört nicht dazu. Leider habe ich es nicht geschafft, John Williams zu treffen, bzw ihn live zu hören. Der Mann ist 83 Jahre, ich muss mich also beeilen.
Es wird wohl der letzte Star Wars Soundtrack von John Williams sein. Den Teil VIII Rogue One komponiert Alexandre Desplat. Ihm traue ich sehr viel zu, spätestens mit Godzilla hat er einen starken Score geliefert.
Zur Veröffentlichung selbst: Ich erwarte übrigens, dass es in den nächsten Monaten noch eine Fassung mit dem kompletten Score gibt. Die Musik aus dem ersten Trailer ist bisher nicht erschienen. Universal hat zum Start des Films zwei Fassungen des Werks herausgebracht – eine Standard-Version und eine Deluxe-Version. Als Sammler habe ich freilich beide gekauft. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Verpackung. Bei der Deluxe-Version Star Wars: The Force Awakens – Das Erwachen der Macht gibt es ein Cover aus Pappe mit Bildchen, während die Standard-Version von Star Wars: The Force Awakens – Das Erwachen der Macht in der Plastikhülle daher kommt. Mehr Musik ist auf der Deluxe-Version nicht enthalten. Also klassische Geldmacherei des Disney-Konzerns.

Bedingter Soundtracktipp: Harry Potter Soundtrack

4. März 2015
Völlig unnötig.

Völlig unnötig.

Nachdem meine Kinder derzeit auf dem Harry Potter-Filmtripp sind, schaue ich die Filme wieder mit an. Ich bin kein großer Fan der Filmserie und so döste ich in meinem Sessel vor mich hin. Dabei achtete ich vor allem auf den Soundtrack der Filme und da gibt es gewaltige Unterschiede.


Die ersten drei Teile Harry Potter und der Stein der Weisen, Harry Potter und die Kammer des Schreckens und Harry Potter und der Gefangene von Askaban wurden komponiert von Altmeister John Williams und sind über jeden Zweifel erhaben. Teil 4 Harry Potter und der Feuerkelch wurde von Patrick Doyle beigesteuert und dann folgten zwei Soundtracks von Nicholas Hooper Harry Potter und der Orden des Phönix und Harry Potter And The Half-Blood Prince , die ich allesamt nicht berauschend finde.
Richtig wach wurde ich, als ich den beiden letzten Potter-Filme lauschte und die Musik des Franzosen Alexandre Desplat genoss. Die fand ich prima. Daher erwarb ich ein Exemplar einer auf 10.000 Exemplaren limitierten Sonderausgabe des Soundtracks von Harry Potter And The Deathly Hallows I.

Harry_Potter2Alexandre Despat lernte ich das erste Mal 2006 musikalisch kennen, als er die Musik zum wunderbaren Film The Queen komponierte. Musik und Film hatten mir damals im Kino und bei einem spätere USA-Flug gefallen. Nach einem interessanten Soundtrack (aber schrecklichem Film) Goldenen Kompass folgte der wieder hörenswerte seltsame Fall des Benjamin Button und auch Kings Speech. Mit Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I und II gelang Alexandre Desplat der internationale und kommerzielle Durchbruch. Vor kurzem habe ich über seinen Soundtrack zu Godzilla gebloggt.
Jetzt entschied ich mich für die exklusive Potter Box und bin sehr gespalten über das Ergebnis. Die Box enthält vier Datenträger, den Originalsoundtrack, eine zweite CD mit weiteren Stücken. Dann gibt es eine DVD mit einer kleinen (nichtssagenden) Doku über Desplat samt Originalsoundtrack in 5.1 (großartig). Auch die 7 Zoll Picture-Disc-Single ist nett anzusehen. Völlig unnötig ist dagegen ein gefaltetes Mini-Filmplakat und ein 5 mm Dia aus dem Film. Eine Frechheit ist ein billiger Druck einer Partitur von Desplat samt aufgedruckten Autogramm des Komponisten – das ist wirklich lächerlich bei dem Preis der Box. Also die Box ist kein wirkliches Must-have. Die Potter-Fans werden dies natürlich anders sehen. Die Musik ist prima, aber den reinen Soundtrack bekomme ich anders auch billiger. Die Box Harry Potter And The Deathly Hallows I. hat es nicht gebraucht.

Steiff Godzilla aus Japan ist eingetroffen

3. Januar 2015
Endlich ist er nach drei Monaten eingetroffen: Die Steiff-Edition von Godzilla aus Japan.

Endlich ist er nach drei Monaten eingetroffen: Die Steiff-Edition von Godzilla aus Japan.

Als Godzilla-Fan musste ich ihn einfach haben, den Steiff Godzilla aus Japan. Der schwäbische Kuscheltierhersteller hatte 2014 eine Sonderedition des Filmmonsters auf den Markt gebracht in einer Auflage von 1954 Exemplaren. Warum 1954 Exemplare? Ganz einfach: Der berühmte Monsterfilm startete am 3. November 1954 in den Kinos und zog seinen Siegeszug über die Welt an.


Zum 60. Geburtstag des Monsters legte Steiff seine Godzilla-Edition nur in Japan auf. Und jetzt begann das Problem. Steiff vertreibt das Kuscheltier in einer Größe von 50 Zentimeter für rund 500 US-Dollar nur nach Japan – so zumindest die Google-Übersetzung der japanischen Website. Auch die deutsche PR-Agentur konnte keinen Godzilla besorgen. Ich habe ja darüber gebloggt. Also musste ich japanische Kontakte aktivieren und nach drei Monaten bekam ich nun die Nummer 110 von 1954.

Limitiert auf 1954 Exemplare - ich habe die Nummer 110.

Limitiert auf 1954 Exemplare – ich habe die Nummer 110.

Das Tier wird natürlich nicht bespielt, sondern kommt in eine Vitrine zu anderen Steiff-Sondereditionen wie den Lagerfeld-Teddy. Mal sehen, welche Überraschungen Steiff in diesem Jahr für mich vorbereitet hat.

 

 

Soundtracktipp: Godzilla von David Arnold

24. Oktober 2014
die ultimative Soundtracksammlung

die ultimative Soundtracksammlung

Roland Emmerichs Blockbuster Godzilla muss man nicht mögen, aber ich irgendwie schaue ich den Monsterfilm des deutschen Filmemachers immer wieder gerne an. Es ist zwar nicht Godzilla, wie ich ihn kennengelernt habe, aber es macht nichts. Es ist viel Monster und viel Rums in dem Film.

Nach vielen TV-Wiederholungen und Blu ray-Abenden mit Godzilla beschäftigte ich mich ein wenig mehr mit dem Soundtrack und entdeckte eine wahre Perle. Und dass wir uns richtig verstehen: Ich spreche nicht von der schrecklichen Hit-Compilation, die uns als Soundtrack verkauft wurde. Ich spreche von dem Original-Score von David Arnold.

Und damit begann die Suche. Es gibt von dem Score eine Doppel-CD Godzilla(gut) und eine so genannte Ultimate Edition von Godzillamit drei CDs (sehr gut). Letztere Ultimate Edition ist auf 3000 Exemplaren limiert und wer Glück hat, sollte sie sofort erwerben. Es lohnt sich.

Die Liebe zu David Arnolds Musik war eine schwere Geburt. Mit der Musik von David Arnold hatte ich über die Jahre so meine Probleme. Er ist im Grunde der Haus- und Hofkomponist von Roland Emmerich. Seine Soundtracks zu Stargate oder Independence Day fand ich eher durchschnittlich. Sie haben mich nicht vom Hocker gehauen. Und wenn ich seine Musik zu den James Bond-Filmen höre, sehne ich mich an die Zeit zurück, als John Barry die Musik für James Bond schrieb. Das waren noch Scores. Aber als David Arnold die Musik zur BBC-Verfilmung Sherlock ablieferte, hörte ich etwas genauer hin. Die bisher drei Sherlock-Soundtracks haben mir trotz ihrer Kürze gefallen. Ich beschloss, den Komponisten wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

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Zu den Soundhäppchen von Sherlock ist der Score von Godzilla nahezu episch. Die drei CDs sind 56:14 Minuten, 64:17 Minuten und 49:10 Minuten lang. Die Musik der dritten CD ist bisher unveröffentlicht. Und das ist absolut nicht zu verstehen, warum man solche Schätze nicht geborgen hatte.

Der Brite Arnold begann 1997 in Los Angeles mit seiner Arbeit an Godzilla. Weil die Special Effects noch nicht fertig waren, musste Arnold quasi ohne Monster ins Blaue hinein komponieren. Also verlegte sich der Komponist eher auf das menschliche Moment des Films, was kein Schaden war. Er machte aus der Not eine Tugend und es ist ihm gelungen. Aber natürlich brechen immer wieder bei dem Blockbuster die lauten Töne durch.

Leider, leider nahm Arnold das berühmte Godzilla-Thema von Akira Ifukube nicht auf. Wirklich schade. Selbst die musikalische Version von Alexandre Desplat aus dem Jahr 2014 greift darauf zurück. Ich finde dieses Ignorieren einen Fehler, denn zu Godzilla gehört für mich einfach das Ifukube-Thema. Naja, dafür gibt es die Marseillaise mit dem Stampfen von Godzilla, weil Jean Reno den französischen Agenten Philippe Roche spielt.

 

Monstermäßiges Comic: Godzilla – das Erwachen

18. Oktober 2014

Godzilla

Als ich für eine Stunde auf meine Kinder warten musste, kaufte ich mir zum Überbrücken der Zeit einen Comic, der mir wirklich Spaß bereitet hat: Godzilla – Das Erwachen. Als Fan der japanischen Echse und auch als jemand, der den Film von 2014 gut fand, habe ich mir eigentlich nicht viel erwartet. Nach dem Motto “wieder ein Comic zum Film” begann ich mit wenig Lust zu lesen. Doch weit gefehlt. Es ist keine Comic-Adaption des Filmstoffes, sondern ein eigenes Werk. Und gut ist es obendrein.

Als Autoren fungierten Greg und Max Borenstein. Max Borenstein war übrigens der Drehbuch-Autor des Gareth Edwards Godzilla-Streifens von 2014. Sein Filmdrehbuch wies leider einige Ungereimtheiten auf. Max Borenstein ist ein amerikanischer Drehbuchautor und Regisseur. Während er noch an der Yale Universität studierte, schrieb und editierte er den Film Swordswallowers and Thin Men. Der Film gewann den „Best Feature“ und „Best Screenplay“ Award bei dem Independent Film Festival in New York und wurde von der Los Angeles Times als der „Best First Feature 2003“ bezeichnet. 2008 schrieb Borenstein das Drehbuch zu dem Film „ What is life worth?“, basierend auf den Memoarien von Kenneth Feinberg, sowie das Drehbuch zu „Jimi“, basierend auf dem Leben von Jimi Hendrix. Er schrieb auch für Legendary Pictures den Film Der siebte Sohn, der auf dem Fantasy Kinderbuchs Spook – Der Schüler des Geisterjägers von Joseph Delaney beruht. Für die den 2014 erscheinenden Gozilla Film schrieb er ebenfalls das Drehbuch so wie das bei Cross Cult erscheinende Comic Godzilla – Das Erwachen.

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Der zweite im Bunde ist eher der Techniker:  Greg Borenstein ist ein amerikanischer Künstler, Technologe und Lehrer. Greg studierte an der Tisch School of Arts und arbeitete bereits für Firmen wie, Makerbot und Berg London. Greg ist der Autor von Making Things See: 3D vision with Kinect, Processing, Arduino, and MakerBot von 2012. Er arbeitete zusammen mit Max Borenstein am Comic Godzilla – Das Erwachen.

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Die Story ist den beiden Autoren Greg und Max Borenstein dieses Mal besser gelungen als das Filmdrehbuch. Der Comic erzählt eine Geschichte, die Jahrzehnte vor dem Film spielt. In Godzilla – das Erwachen kämpft Godzilla gegen einen alten Feind, der wie dieser ebenfalls aus der Urzeit zurückgekehrt ist, während die Menschheit verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, die apokalyptische Bedrohung durch die fremdartigen Kreaturen aufzuhalten. Bei dem Versuch, das Ende der Zivilisation abzuwenden, schreckt das Militär vor keinen Mitteln zurück, und vergisst dabei, wichtige Fragen zu stellen: Was für Monster greifen die Menschheit da an? Wo kommen sie her? Und ist „Gojira“ Freund oder Feind … sofern es ihn gibt? Denn trotz seiner gigantischen Größe ist Godzilla nicht auffindbar. Und so begibt sich der japanische Wissenschaftler Serizawa, zunächst im Dienst seiner Heimat, dann im Auftrag einer Spezialeinheit der US-Streitkräfte, inmitten des Chaos auf die Suche nach dem „Monster“ und der Wahrheit.  Die Geschichte ist spannend erzählt, auch dank der zahlreichen Zeitsprünge. Action gibt es en masse, Erotik keine und auch die Rolle der Frauen sind komplett nebensächlich, was ich schade finde. Sehr cool ist das Auftauchen von General MacArthur mit Pfeife, wobei man nicht weiß, wer das größere Monster ist: MacArthur oder Godzilla.

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Das Buch enthält zudem eine Galerie mit ausgewählten Zeichnungen der beteiligten Comiczeichner. Und das waren bei dem Buch eine ganze Menge:  Yvel Guichet (Pacific Rim, Geschichten aus dem Jahr Null), Arthur Adams (Godzilla, Fantastic Four, Uncanny X-Men), Alan Quah (Rage, The Vampire Diaries), Lee Loughridge (Badman Adventures, Marvel Zombies Return)und Erc Battle (X-Men, Green Latern, Wonder Woman). Erice Battle ist ein amerikanischer Künstler der hauptsächlich amerikanische Comics illustriert, darunter die Comics von DC Comics und Marvel wie Spider-Man, Batman, The Flash, Green Arrow, Green Lantern und Wonder Woman. Seine Karriere begann bei Milestone Media mit der Serie Kobalt und führte damit die Arbeit von Arvell Jones weiter. Später begann er dann als Freiermitarbeiter bei DC Comics und Marvel zu arbeiten. Er arbeitete auch bei Die Plage von THE WALKING DEAD mit. Zu seinen weiteren Arbeiten zählt der Comic Godzilla – Das Erwachen. Das Cover wurde übrigens von Art Adams angefertigt.

 

Godzilla: Mein Lieblingsmonster ist wieder da

25. September 2014

Zur Sozialisierung meiner filmischen Erziehung gehörte auch Godzilla. Seit meiner Kindheit begleitet mich das japanische Monster und auch als Erwachsener gefällt mir die Filmfigur. Als Kind schaute ich am Samstag um 14 Uhr die Jugendvorstellungen der Godzilla-Filme im örtlichen Lichtspielhaus an, Eintritt 2,50 Mark. Später kaufte ich mir die Filme auf DVD und wenn ich schlechte Laune habe, genieße ich die Klopperei der Herren in Monstergummianzügen. Und als ich hörte, dass Steiff einen Sammler-Godzilla auf den Markt bringt, schlug ich sofort zu. Godzilla ist natürlich mehr als nur Unterhaltung, denn es ist auch ein Ausdruck des Protestes gegen Atomkraft. Der Science Fiction Film als Spiegel seiner Zeit.

Auch im neuen Godzilla gibt es Verwüstungen.

Auch im neuen Godzilla gibt es Verwüstungen.

Als die erste US-Produktion von Godzilla von Roland Emmerich auf den Markt erschien, war ich skeptisch. Den Film fand ich gar nicht so schlecht – es war kein japanische Monsterkino von Toho mehr, sondern eine fette US-Blockbuster-Produktion. Doch, Emmerichs Version mochte ich und sehe es als klassisches Popcorn-Kino. Lange musste ich nach dem Score des Film suchen, denn er ist wirklich hervorragend.

Der Film ist sehr dunkel.

Der Film ist sehr dunkel.

Als Godzilla von Gareth Edwards in die Kinos kam, spitze ich die Ohren. Der Mann hatte mit Monster 2010 einen Überraschungshit gelandet und er hat das Potenzial für Godzilla. Und ich hatte recht. Mir hat seine Version gefallen und vor allem deswegen, weil es kein Transformers, Pacific Rim und Co geworden ist. Fans dieser Art von Materialschlacht waren beim ersten Sehen von Godzilla wohl enttäuscht. Ich hatte auch viele Bekannte, die mich vor der Filmversion von Edwards gewarnt habe. Verschwendete Zeit und verschwendetes Geld. Godzilla tritt erst nach einer Stunde auf und bleibt viel im Dunkeln. Es gibt zwar eine Zerstörungsorgie, aber die Inszenierung war deutlich anders als bei klassischen Hollywood-Blockbustern. Daher viel der Film bei einigen Freunden komplett durch. Er widersprach dem gängigen Klischee von Monsterkino und es gab auch keine jungen, kurzgeröckten Damen, coole Jungs oder dumme Sprüche.
Godzilla ist von der ersten Minute des Films präsent, aber nicht sichtbar. Gareth Edwards schafft es, mit den Gefühlen zu spielen, anzudeuten und Spannung zu erzeugen. Wie er es mit Monsters geschafft hat, schafft er es hier – mit deutlich mehr Budget. Der Soundtrack von Alexandre Desplat tut sein übrigens. Den Soundtrack habe ich hier ausführlich besprochen.

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Leider hat das Drehbuch einige Schwächen, aber die Effekte sind erste Sahne. Daher habe ich mir das Filmbuch Godzilla: The Art of Destruction gekauft. Schöne Entwürfe, Concept Art Illustrationen, Storyboards und Zeichnungen, wenige Filmfotos – ganz wie es sein soll, die hier Mark Cotta Vaz zusammengetragen hat. Zudem gibt es einige Hinter den Kulissen-Bilder, die einen Eindruck von der Produktion geben. Das Vorwort schrieb übrigens der Regisseur Edwards selbst. Die Texte selbst sind nicht allzu lang und große Geheimnisse werden in diesen Filmbüchern sowieso nicht ausgeplaudert. Es macht Spaß nach dem Genuss der Blu ray das Buch durchzublättern und dazu den Soundtrack zu gehören. Und Godzilla war so ein Erfolg, dass zwei Fortsetzungen gedreht werden sollen, die erste kommt 2018 ins Kino.

Nur in Japan: Godzilla als Steiff-Teddy

2. August 2014

Godzilla

Ich brauch sofort einen Onkel oder Bekannte in Japan. Als Godzilla-Fan entdeckte ich, dass Steiff in Japan eine limitierte Ausgabe von Godzilla herausbrachte. Das Teil kostet rund 500 US-Dollar, also ein Schnäppchen – für Steiff-Verhältnisse.
Das Problem: Godzilla wird in Steiff nur in Japan vertrieben. Auch der Online-Shop sagt laut Google Übersetzer, dass Godzilla nur innerhalb Japans verschickt wird. Steiff, wie könnt ihr uns so etwas antun?
Es ist ein Affront uns Steiff-Freunden und uns Godzilla-Freunden gegenüber. Natürlich musste ich damals den Lagerfeld-Teddy haben und die K1/2 beobachten genau, welche Steiff-Tiere veröffentlicht werden. Die Viecher mit dem Knopf im Ohr gehören hier zur Familie. Und gerne hätte ich den 50 Zentimeter großen Godzilla in unsere Steiff-Familie integriert, aber es wird wohl nur ein Traum bleiben.
Natürlich wandte ich mich sofort an die freundliche PR-Agentur der Teddy-Firma. Innerhalb weniger Stunden wurde meine Anfrage beantwortet, leider nicht zu meinem Gefallen. Mir wurde freundlich, aber eindeutig geantwortet: „Nach Rücksprache mit Steiff, ist der Godzilla ausschließlich über Japan erhältlich.“
Der Steiff-Godzilla kommt in einer Auflage von 1954 Exemplaren heraus – das Jahr 1954 war das Erscheinungsjahr von Godzilla als Film. Am 3. November 1954 kam der Film in die japanischen Kinos und war löste eine Godzilla-Welle aus, die mich auch erfasste. Der Steiff-Godzilla wird im deutschen Giengen hergestellt und vielleicht bleiben ein paar Godzillas hier in Good-Old-Germany. Vielleicht wenn ich ganz artig bitte bitte sage, findet einer den Weg zu mir (Wink mit der Zaunlatte an Steiff).