Posts Tagged ‘Godzilla’

aniMUC 2026: Wo Popkultur, Nostalgie und Begegnung verschmelzen

12. April 2026

Es gibt Orte, an denen die Zeit sich anders anfühlt. Orte, an denen Welten aufeinanderprallen und sich dabei, wider aller Erwartung, nicht abstoßen, sondern umarmen. Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld ist so ein Ort — und an einem Wochenende im April wird er jedes Jahr zu etwas, das sich kaum in Worte fassen lässt. Auch ich war wieder einmal mit von der Partie. Zum einen wollte ich in die Welt der Cosplayer eintauchen, zum andere durfte ich wieder einen Vortrag in einem Panel halten. Nachdem ich vergangenes Jahr zu Godzilla sprach, widmete ich mich dieses Jahr dem emotionalen Thema GameBoy.

Vom 10. bis 12. April 2026 verwandelt sich das alte Klosterareal in Fürstenfeldbruck in ein Stück Japan — unter dem Motto Yokai, der Welt der Geisterwesen. Spürbar: Eine Leidenschaft. Eine Sehnsucht. Eine Zugehörigkeit.

Seit 2009 hat sich die aniMUC zu einem bedeutenden Treffpunkt für Fans von Anime, Manga, Cosplay, J-Pop und japanischer Kultur in Bayern entwickelt — ehrenamtlich, aus Liebe, von Menschen, die wissen, wie es sich anfühlt, wenn man für etwas brennt. Hier findet man sie. Hier sind sie alle. Leider regnete es am ersten Tag, aber am zweiten Tag war prächtiges Fotowetter.

Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld ist aus ehemaligen Klostergebäuden entstanden, und gegenüber dem Congelände steht noch immer die Klosterkirche — still, geduldig, jahrhundertealt. Und davor: ein junges Mädchen in einem aufwendigen Kimono, das lacht, weil ihre Freundin sie gerade anrempelt. Ein Typ mit aufgemalten Dämonenaugen, der einem Fremden erklärt, woher seine Figur stammt. Ein Kind, das zum ersten Mal einen echten Cosplayer sieht und den Mund nicht mehr zumacht. Ich hatte einen einfachen Pac Man-Anzug an, schließlich drehte sich mein Vortrag über Videospiele.

Vor 25 interessierten Besuchern sprach ich zum Thema GameBoy. Der Game Boy ist weit mehr als eine kleine graue Spielkonsole – er ist ein Stück Kindheit, ein kulturelles Phänomen und ein Symbol für eine Zeit, in der digitale Unterhaltung plötzlich in jede Hosentasche passte. Der Game Boy prägte die Popkultur wie nur wenige technische Geräte zuvor. Pokémon, Zelda, Super Mario – ikonische Marken wuchsen auf diesem kleinen Bildschirm und formten die Träume einer Generation. In einer Welt, die heute von Smartphones, Streaming und VR geprägt ist, wirkt der Game Boy fast naiv – und doch berührt er uns tiefer denn je. Der Game Boy zeigt uns, dass große Geschichten nicht viel brauchen: nur ein paar Knöpfe, eine Idee – und manchmal ein paar fallende Klötzchen, die unser Herz erobern. Hier mein kompletter Vortrag. Dabei entstand auch gleich eine Idee für einen Vortrag im kommenden Jahr.

Wer ein bisschen Ruhe von all dem Trubel braucht, schlendert über die schönen Wiesen im Zentrum des Geländes und bewundert die liebevoll gestalteten Cosplays der Besucher. Und ja, manchmal braucht man diese Pause — nicht weil es zu viel wird, sondern weil man innehalten und begreifen möchte, was man gerade erlebt. Dass da Hunderte, Tausende Menschen zusammengekommen sind, weil sie etwas lieben. Einfach so.

Workshops, Konzerte, Showacts auf mehreren Bühnen, ein Videoprogramm, AMV-Wettbewerb, Gamesroom, Trading Card Games und Tabletop, ein großer Marktplatz und eine Kreativallee für Artists — das Programm ist reich, aber das ist es nicht, was einen am Ende bewegt. Was einen bewegt, ist das Gefühl, das man mitnimmt. Dieses warme, leicht erschöpfte, tief zufriedene Gefühl auf dem Heimweg, wenn die Füße schmerzen und das Herz voll ist – und der Geldbeutel leer ist, weil man wieder viel zu viel gekauft hat. Beispielsweise bei der Mangaküche bei der bezaubernden Angelina Paustian, für mich ist ihr Shop ein Groschengrab.

Man kann jeden ansprechen, sich mit jedem anfreunden, und die Stimmung ist so, dass man sich wie in einer großen Familie fühlt — einer seltsamen, bunten, lauten, herzlichen Familie, die sich einmal im Jahr im Schatten eines alten Klosters findet und einfach sie selbst sein darf. Vollständig. Ohne Erklärung. Ich traf wieder auf meinen Kollegen Bernhard, der in seinem Obi Wan Kostüm unterwegs war.

Bei der Animuc gehe ich auch immer gerne auf Entdeckungstour und lauschte dieses Mal der Musik von YUZU, mit bürgerlichem Namen Yuzu Natsumi. Sie begeistert als Shamisen-Sängerin mit einer mitreißenden Mischung aus traditioneller japanischer Musik und modernem Pop. Während sie gleichzeitig singt und Shamisen spielt, entstehen kraftvolle, energiegeladene Shows, die musikalische Grenzen überschreiten und ein internationales Publikum faszinieren. Bereits in 28 Ländern stand sie auf der Bühne, darunter in den USA, Frankreich, der Ukraine, Ägypten und Thailand.

Charakteristisch für ihre Auftritte sind farbenprächtige Kimonos, starke Bühnenpräsenz und eigene Songs wie „Kawaii Sensation“ und „TURN UP!“. Mit der Verbindung aus traditionellen Klängen und zeitgemäßen Pop-Beats eröffnet YUZU einen frischen, modernen Zugang zur japanischen Kultur. Hier ein sympathisches Lied.

Interaktive Elemente und mitreißende Call-and-Response-Momente machen ihre Konzerte zu lebendigen, charmanten und energiegeladenen Erlebnissen voller kulturellem Selbstbewusstsein. YUZUs Live-Auftritte sind weit mehr als klassische Konzerte – sie sind moderne Kulturshows, die zeigen, wie spannend und zeitgemäß traditionelle Instrumente heute klingen können. Ideal für alle, die japanische Kultur und moderne Musik auf besondere Weise erleben möchten. Nach dem Konzert traf ich sie am Stand der Ehrengäste, kaufte ihre CD und hielt ein kleines Schwätzchen.

Zusammenhang zwischen Hiroshima/Nagasaki und Godzilla

6. August 2024

Am 6. August 1945 warfen die US-Amerikaner die Atombombe „Little Boy“ auf Hiroshima ab. Ein weiterer Abwurf folgte am 9. August auf Nagasaki, was letztlich zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs im Pazifik führte. Am 15. August verkündete der japanische Kaiser per Radioansprache die Kapitulation Japans.

Diese Abwürfe, die tausende Menschenleben forderten, sollen nicht in Vergessenheit geraten. Während die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland über Jahrzehnte intensiv betrieben wurde, blieb eine umfassende Auseinandersetzung mit der Rolle des japanischen Kaisers, des Militärs und den Folgen der atomaren Strahlung in Japan weitgehend aus.

Das japanische Kino begann jedoch, diese Lücke zu füllen. Im Jahr 1954 kam der erste Godzilla-Film in die Kinos. Dieser Film setzte sich mit den Atombombenabwürfen und der Rolle des US-Militärs auseinander. In der US-Version von Godzilla wurde diese Kritik allerdings weitgehend ausgeblendet. Der Film griff die Ängste der Japaner auf und verarbeitete sie. Das Trauma der Atombombenabwürfe wurde auch in späteren Godzilla-Filmen thematisiert.

Für die Japaner war klar: Godzilla stand als Metapher für die Atombombenabwürfe und deren Folgen. Wie eine Naturgewalt verwüstet das Monster aus dem Meer Japan – plötzlich und unerwartet, ähnlich wie die Atombombenangriffe. US-Präsident Harry S. Truman rechtfertigte die Abwürfe mit den Worten: „Wir haben sie gegen diejenigen eingesetzt, die uns ohne Vorwarnung in Pearl Harbor angegriffen haben.“

Der erste Godzilla-Film entstand aufgrund eines Vorfalls am 1. März 1954, bei dem der japanische Fischkutter Dai-go Fukuryū-maru (Glücklicher Drache) durch den US-amerikanischen Kernwaffentest Castle Bravo radioaktiv kontaminiert wurde. Dieser Vorfall inspirierte den Produzenten Tomoyuki Tanaka dazu, das Trauma der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki filmisch zu verarbeiten. Er schlug seinen Vorgesetzten bei den Tōhō-Studios vor, einen Monsterfilm nach dem Vorbild der erfolgreichen US-amerikanischen Produktion „Panik in New York“ (1953) zu drehen.

Filmkritik: Godzilla X Kong – The new Empire

8. April 2024

„Was ist das für ein Trip?“ Diese Frage stellt einer der Protagonisten im neuen Blockbuster Godzilla X Kong – The New Empire. Und genau diese Frage muss sich der Zuschauer stellen, der die neue Episode aus dem Monsterverse über sich ergingen ließ. Ich genoss den neuen Monsterfilm in meinem Lieblingskino Scala in Fürstenfeldbruck.

Wer erzählerische Tiefe wie bei dem jüngsten japanischen oscarprämierten Ausgabe Godzilla minus One erwartet hat, der wurde gnadenlos enttäuscht. Godzilla X Kong – The New Empire ist genau das Gegenteil von Erzählkino. Die Handlung ist auf ein Minimum geschrumpft und der Kampf der Monster geht den ganzen 115 minütigen Spielfilm durch, obwohl Kong deutlich mehr Screentime hat als mein Liebling Godzilla. Sowohl Godzilla als auch Kong spüren eine Bedrohung, die aus dem Innern der Erde kommt. Auf Skull Island öffnen die Menschen einen Zugang zur Hohlerde. Dort treffen Godzilla und Kong auf einen mächtigen Gegner, der die Existenz aller bedroht, blablabla

Die Idee der Hohlerde wird weiter gesponnen und Sir Arthur Conan Doyles vergessene Welt wird ebenso zitiert wie Jules Vernes Mittelpunkt der Erde. Aber soviel Kultur wird nur angedeutet und verwirren nur das Geschehen. Tiefere Gedanken stören in dem Film nur, der sich brachial seinen Weg in das Stammhirn des Publikums haut. Ach ja, die Hohlerde hat gleich nochmal einen Hohlraum, aber das wird dann doch etwas verwirrend. Die Physik wie Lichteinfall kann getrost außer Acht gelassen werden, lenkt vom Film nur ab. Die erste Fan-Diskussion um Godzilla gab es dann auch, als er in violett auftauchte. Wahrscheinlich hatte Adidas mit seinen violetten Shirts für die Nationalmannschaft in den Fußballkreisen einen ähnlichen Aufruhr.

Kong wird allgemein emotionaler gezeigt. Er zeigt deutlich mehr Schauspieltalent als die hilflosen Schauspieler, die mit Sparwitzen nur so um sich werfen, damit sie wenigstens etwas Farbe bekommen. Einzig die Kong-Flüsterin Kaylee Hottle darf ein wenig geheimnisvoll schauspielern.

So hat der große Affe von Skull Island auch mal Zahnweh, nimmt sich einem Baby-Kong an, ist auf der Suche nach Verwandtschaft und scheint mit mehr Hirn ausgestattet zu sein, als der Rüpel Godzilla, der sich gleich das römische Kolosseum als Schlafplatz ausgesucht hat. Asiatische Drachen gegen römischen Imperialismus. Die Herrschaften nehmen bei ihren Zweikämpfen auch keine Rücksicht auf Kulturdenkmäler. Die Pyramiden bleiben ebenso auf der Strecke wie römische Tempel oder brasilianische Strände. Dann taucht noch ein Affendiktator mit Namen King Scar auf, der an den Trailer von Planet der Affen erinnert, der vor dem Hauptfilm im Scala-Kino gezeigt wurde. Der böse Affe unterjocht auch noch einen Titanten und die restliche Affenbande. Klar, dass hier eine Befreiungsaktion wie Indy Jones im Tempel des Todes gestartet werden muss. Befreiung der Affen ist ja schließlich auch eine Lebensaufgabe für Kong, der hier aber Godzilla an seiner Seite braucht. Godzilla ist ja auf der Erde so eine Art Weltpolizist und schaut, dass alles dort oben seine Ordnung hat. Kong hat sich derweil ein wenig mit Rousseeau vertraut gemacht und ist strebt nach dem idealen Naturzustand.

Godzilla X Kong als Kulturbotschafter und Ikonen der Popkultur. Und hier wird der Film auf einmal sehr interessant. Die menschlichen Akteure, voller Klischees, agieren hilflos und dienen nur der Erklärung der gezeigten Keilerei. Hirn abschalten und den Fights genießen, so ist die Forderung an den Zuschauer.
Wer das nicht kann und ein wenig in der Tradition der Toho-Godzilla-Filme beheimatet ist, erkennt wohlwollend die Filme der Showa- und der Heisei-Ära, als sich Menschen noch in Gummi-Monsterkostümen kloppten. Regisseur Adam Wingard hat diese Filme mit Monster-Suit wohl als Kind ebenso genossen und setzt die Klopperei der siebziger Jahre nun in VFX um.
Als endlich Mothra auftaucht, schlug mein Fan-Herz höher. Ich mag sie seit sie 1964 zum ersten Mal in Godzilla und die Urweltraupen ihr Antlitz zeigte. Die Motte war ja die Göttin der Modra-Insel, was aber im Monsterverse verloren gegangen ist. Regisseur Adam Wingard würde bei Erfolg des zweiten Teils seines Monsterverse noch einen dritten Teil draufsetzen, vielleicht geht sogar ein Film mit noch weniger Handlung. Aber bitte dann mit mehr Screentime von Godzilla.

Nur noch ein Wort zum Score. Den Score liefert Tom Holkenborg alias Junkie XL mit viel Bombast und ohne Akira Ifukube-Thema. Für mich ist de Score belanglos, da wünsche ich mir sogar Bear McCreary zurück und da hat mir der Score schon wenig gefallen.

Herr der Kaijū-Monster: Godzilla-Sammler Detlef Claus

1. April 2024

Im Moment ist wieder Godzilla in aller Munde: Der Überraschungserfolg von Godzilla minus one in den Kinos, der Oscar für die Spezialeffekte und in Kürze startet der nächste Teil des Monsterverse Godzilla vs Kong – the new Empire. Und diese Erfolgswelle des japanischen Monsters nutzt Sammler Detelf Claus, der sein dritten Buch über die japanischen und asiatischen Monster im Eigenverlag veröffentlicht hat. Sein Buch Monster and Science Fiction Poster Art ist ein Paradies für Sammler, Fans und Fanatiker der Kaijū und Artgenossen.

Zeit also für ein ausführliches Videointerview mit Detlef Claus über seine Sammelleidenschaft, seine Bücher und seine Faszination zu sprechen. Zudem veranstaltet er einmal im Jahr ein Monstertreffen in seiner Heimatstadt Uelzen.

Detlef Claus ist Godzillafan seit über 50 Jahren und diese asiatischen Monster haben ihn so begeistert, dass ich 1998 mein erstes Buch dazu mit Rolf Giesen veröffentlicht habe. Das zweite Buch Asiatische Monster und Science Fiction Filme folgte dann 2011 mit dem nahezu gesamten Kinowerbematerial, welches jemals in Deutschland seit 1956 produziert worden ist. Und nun hat er sein drittes Asian Monster and Science Fiction Poster Art zu diesem Thema rausgebracht und zeige darin viele Kinoplakate aus Europa und anderen Teilen der Welt. Wie verschiedene Sammler bestätigen, hat Detlef Claus wohl die größte Kinoplakatsammlung Europas zu diesem Filmbereich.

Filmtipp: Godzilla Minus One

4. Dezember 2023

Was für ein Brett! Godzilla Minus One hat für mich das Kinojahr gerettet. Nach der Pleite von Napoleon ist der neue Godzilla ein wirklicher Film für die große Leinwand.

Ich hab den neuen Streifen auf der großen Leinwand im Scala Fürstenfeldbruck gesehen und mich haute den Streifen von regelrecht vom Hocker. Er unterscheidet sich von vielen Godzilla-Filmen der alten Zeit und auch von den US-amerikanischen Produktionen, denn Godzilla Minus One hat eine Tiefe an den Tag gelegt, wie man selten bei Monsterfilmen findet. Regisseur Takashi Yamazaki weiß, wie man Godzilla in Szene setzt. Das Vieh ist ein badass schlechthin und walzt alles platt, kennt kein Pardon und enthält nicht eine Spur von Humor. Ein würdiges Geburtstagsgeschenk an die Fans von der traditionellen Produktionsfirma Toho zum 70. Geburtstag.

Und Godzilla trifft die japanische Seele. Das Ganze spielt vor dem offiziellen Godzilla, der ja 1954 das Filmleben erblickte. Godzilla Minus One spielt in Japan 1945 kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Tokyo ist zerstört, der Wiederaufbau beginnt langsam. Wir kennen solche Wiederaufbaubilder aus Europa nach dem Ende der Hitler-Dikatur. Die Gespräche der Akteure drehen sich immer wieder um den großen Krieg, um Verantwortung, Verführung und Niederlage, allerdings wird der Abwurf der Atombomben auf Japan nicht wörtlich thematisiert. Allerdings fällt ein schwarzer Regen nach einem Angriff von Godzilla zu Boden, eine klare Anspielung auf den Atombombeneinsatz der Amerikaner über Hiroschima und Nagasaki. Dieser schwarze Regen berührt die japanische Seele und wird vom europäischen Zuschauer wohl nur am Rande wahrgenommen. Im Film wird – und das ist ungewöhnlich – Kritik an der japanischen Regierung geäußert. Das kommt in Nebensätzen durch und ist ein wahrer Kulturbruch, denn der Staat hat immer recht.

Der Film ist die persönliche Geschichte vom Kamikaze-Pilot Koichi Shishima (Ryunosuke Kamiki), der das Leben dem Freitod für Kaiser und Vaterland vorzieht. Er landet mit seinem Flugzeug auf der Insel Odo und trifft mit einem Reparaturtrupp auf Godzilla. Koichi Shishima stellt sich wieder nicht seiner Aufgabe und kneift beim Kampf gegen das Monster – was auch aussichtslos gewesen wäre. Koichi Shishima und ein Mechaniker überleben den brutalen Angriff von Godzilla, der unter der Menschen wütet. Mit dem Trauma des Versagens lebt der Mann sein Leben, trifft auf die junge Frau Noriko Ōish (Minami Hamabe) und das Kind Akiko (Sae Nagatani). Alle sind Gestrandete nach dem Krieg und versuchen im neuen Japan klarzukommen. Sie gründen eine Zweckgemeinschaft und Koichi Shishima nimmt den gutgezahlten Job auf den Minenräumer Shinsei Maru aus Holz an. Dort trifft er wieder und wieder auf Godzilla, denn das Monster hat Tokyo im Visier. Mehr sei nicht verraten.

Doch eines sei noch gesagt: Godzilla ist gewaltig und gnadenlos gegenüber der Menschheit und ihren technischen Errungenschaften. Wenn der Hitzestrahl von Godzilla eingesetzt wird, dann rieselt es von der Decke, so gewaltig ist das Gebrüll. Und auch hier beweist sich Takashi Yamazakis Talent. Bevor der Strahl vom Monster abgefeuert wird, herrscht Stille im Kino wodurch die Gewalt der Verwüstung noch gewaltiger ausfällt – genial gemacht. Es ist als würde der Kinozuschauer die Druckwelle der Explosion am eigenen Körper verspüren. Godzilla kennt keine Gnade, verwüstet mit seinem gewaltigen Schwanz die Städte, zerquetscht Menschen als seien es Insekten und ist absolut in schlechter Gemütsstimmung.

Die Japaner müssen Godzilla alleine bekämpfen. Die Besatzungsmacht USA hält sich raus, um nicht einen Konflikt mit der Sowjetunion zu provozieren. Elegant von Regisseur Takashi Yamazaki eingefädelt, so bleiben die Amerikaner und ihre Waffentechnik wie die H-Bombe außen vor.

Und dann verbeugt sich Godzilla Minus One vor den alten Filmen, bei denen der schlauer Wissenschaftler Kenji eine Idee hat, um das Monster zu bekämpfen. Statt der Super X (auch Super X1) der frühen Filme ist es nun ein Kyushu J7W Shinden. Das Flugzeug war Ende des Zweiten Weltkriegs die modernste Konstruktion eines japanischen Jagdflugzeuges, kam aber wie die deutsche Me262 nicht zum Einsatz.

Ein Wort zum Soundtrack. Ich kannte Naoki Satō als Komponist von Anime-Scores und als Schöpfer der Siegeshymde der 2020 Olympischen Spiele in Tokyo. Ich hab leider nur die japanische CD ergattert, es soll noch eine limierte Vinyl geben. Und die Fans im Kino klatschten als Akira Ifukube Godzilla-Thema erklang von King Kong vs. Godzilla (1962) sowie Mothra vs. Godzilla (1964).

Zur Statistik: Für die Hardcore-Fans: Es ist der 37. Film im Godzilla Franchise und Tohos 33. Godzilla und der 5. Film in der Reiwa Ära. Zuvor gab es die Shōwa Ära (1954–1975), Heisei Ära (1984–1995), Millennium Ära (1999–2004) und nun seit 2016 Reiwa Ära

Ein- und Zwei-Cent Münzen belasten nur

25. Juli 2023

Ich habe Bargeld in der Tasche, aber wenn es irgend möglich ist, dann bezahle ich elektronisch per Karte oder Uhr. ES gibt in Deutschland noch genügend Unternehmen, da muss ich als Kunde Bargeld auf den Tisch legen. So ist das eben. Aber was ich wirklich nicht mag, sind die Münzen 1 Cent und 2 Cent. Sie werden abends in eine Godzilla-Spardose geworfen, weil die meinen kleinen Geldbeutel nur unnötig aufblähen. Höre ich da einen verfrühten Ruf aus dem Sommerloch? Es gibt einen erneuten Ruf aus der Politik nach Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen.

... aber dann schlägt Godzilla zu.
… aber dann schlägt Godzilla zu.

Jetzt hatte sich der Haushaltsexperte der Unions-Bundestagsfraktion, Andreas Mattfeldt (CDU), zu Wort gemeldet, dass er sich die Abschaffung durchaus vorstellen könnte.
Was ich nicht wusste: Das Kleinstgeld gilt in manchen Staaten als weitgehend überflüssig. In Belgien oder den Niederlanden etwa wird an der Kasse auf fünf Cent auf- oder abgerundet. Die kleineren Münzen sind weiterhin gültig, aber kaum noch im Umlauf.

Und die Herstellung der Ein- und Zwei-Cent-München ist teuerer als ihr eigentlicher Nennwert, so das Bundesfinanzministerium. Die EU-Kommission untersuche derzeit die Folgen einer tatsächlichen Abschaffung. Und man diskutiert den digitalen Euro als Zahlungsmittel. Ein Schelm, wer Böses sich dabei denkt.

Nun, entweder runde ich beim Bezahlen auf oder ich werfe die Münzen abends in mein Sparschwein. Alle paar Monate werden die Münzen dann beim Geldinstitut eingezahlt. Noch muss ich dafür keine Gebühren zahlen, aber ich sehe sie schon am Himmel der Wegelagerer.

Als Kind hat meine Familie eine große grüne Glasfalsche mit Bastboden aus Italien hinter der Tür gehabt. Die Flasche war gefüllt mit billigen Fusel, den meine Eltern im Campingurlaub tranken – oder vielleicht auch weggossen. Die Flasche fuhr von Italien nach Hause und stand fortan hinter der Wohnungstür. Meine Eltern leerten Pfennige in diese Flasche bis sie fast voll war. Wir hatten ein wahres Kupfervemögen. Irgendwann eines Nachts hielt die Flasche den Druck des Geldes nicht mehr stand und zerbarst. Meine Mutter trennte Scherben vom Geld. Geld zum Geldinstitut und Scherben in den Container, den es damals schon gab. Von wegen Scherben bringen Glück.

animuc 2023 – zeitweise ohne Saft

30. April 2023

Wenn Darth Vader und Son-Goku nebeneinander auf der Bank vor dem Kloster Fürstenfeld sitzen und je ein Bier trinken, dann bin ich richtig. Am Wochenende war die Animuc im Klostergelände von Fürstenfeld westlich von München. Animuc ist die wichtigste bayerische Cosplayer-Veranstaltung und ich war mit meiner Familie wieder dabei.

Nachdem wir im vergangenen Jahr zu spät mit der Kartenreservierung dran waren, hat es dieses Mal wunderbar geklappt. Ich schmiss mich als Retrogamer in einen Pac Man-Anzug und freute mich auf die friedvolle und bunte Veranstaltung mit mehreren Tausend Besuchern. Die Messe war wieder komplett ausverkauft.

Als einziges Hindernis kam am Samstag ein Stromausfall im Stadtgebiet von Fürstenfeldbruck hinzu. Zwar funktionierten die Scanner beim Eintritt, allerdings blieb stundenweise der Strom auf dem Gelände weg. Ein Fehler in einem Umspannwerk war daran schuld und hatte enorme Auswirkungen auf die ganze Stadt und auf die animuc.

Im Händlerbereich in der Tenne gab es lange Gesichter, sowohl bei Händlern als auch bei Käufern. In der dunklen Tenne blieben die Lampen und Scheinwerfer aus, nur eine schwache Notbeleuchtung warf ein wenig Licht. Viele Stände waren daher im Dunkeln. Händler und Kunden versuchten mit der Taschenlampenapp ihrer Smartphones die Waren ein wenig zu beleuchten. Zudem musste man aufpassen, dass man niemanden zu nahe auf die Pelle rückte. Aber die vorbildliche Cosplayer-Gemeinde nahm aufeinander Rücksicht und hielt Abstand – das alles haben wir durch Corona gelernt.

Unsere Familie wollten sich wieder mit Manga- und Anime-Figuren eindecken. Die Charaktere aus Plastik sind detailliert und für Fans wertvoll – und sie sind oftmals recht teuer. Kartenzahlung war wegen des Stromausfalls allerdings nicht möglich. Nachdem auch einige Handy-Netze durch den Stromausfall betroffen waren, ging auch kein Paypal. Ärgerlich für Händler und Kunden. Nur Bares ist Wahres hieß es im Großen und Ganzen – ich als Papa musste mit Bargeld dem Familiennachwuchs aushelfen. Erst am späten Nachmittag normalisierte sich die Lage, was alle mit donnerndem Applaus würdigen.

Auf der Wiese vor dem Kloster ließ man sich nieder zum Entspannen, Fachsimpeln und vor allem zum Fotoposen. Cosplayer sind beliebte Fotomotive in ihren wunderschönen Kostümen. Wer höflich fragt, der darf schöne Fotos machen. Ich mag diese Community. Sie ist friedlich, begeisterungsfähig, weltoffen und einfach freundlich. Natürlich gibt es einige Charaktere, die bewaffnet sind. Dazu gibt es eine kritische Waffenkontrolle. Der Waffencheck verläuft nach klaren Regeln und alle wissen Bescheid.

Das Programm der Animuc war mal wieder abwechslungsreich und unterhaltsam. Ich schaute bei den Go-Spielern vorbei, verschnaufte bei einigen Gesangs- und Theatereinlagen im kleinen und großen Stadtsaal. Fast eine Stunde musste ich warten, um bei Bring-and-Buy an die Reihe zu kommen. K2 kaufte hier mehr ein, ich fand nur ein Manga für einen Euro. Preiswerter geht es wirklich nicht. Meine Hobbies nach Gibli, Ghost in the Shell oder Akira konnte ich nicht befriedigen. Gerne hätte ich einem Totoro ein neues Zuhause gegeben. Auch meine japanischen Monster wie Godzilla waren in Fürstenfeldbruck nicht anzutreffen. Macht nichts, Geld gespart.


Ich traf einige Bekannte auf dem weitläufigen Gelände und zuletzt auch einen Besucher, der den gleichen Pac Man-Anzug anhatte wie ich. Wer die Situation kennt auf einer Hochzeit das gleich Outfit anzuhaben, der kennt mein Gefühl der Überraschung.

Alles in allem wieder eine gelungene Animuc. Und 2024 komm ich wieder, versprochen.

Filmtipp: Suzume von Makoto Shinkai

15. April 2023

Vielleicht ist es ja Schicksal, dass ich an dem Tag an dem deutsche Atomkraftwerke abgeschaltet werden über den japanischen Anime-Film Suzume blogge.

Der Film von Großmeister Makoto Shinkai behandelt sehr geschickt das japanisches Trauma Fukushima, ohne den Ort oder das Ereignis der Atomkatastrophe beim Namen zu nennen. Das Unglück kommt am Rande des rauschenden Bilderflusses vor. Für deutsche Zuschauer faszinierend ist das funktionierende Handywarnsystem vor Katastrophen. Katastrophen über Hiroshima und Nagasaki und die Erdbeben sind ein Motiv im japanischen Film und Makoto Shinka bringt diese Thematik in eine neue Zeit zu einem neuen Publikum, moderner als Akira und Godzilla. Die Katastrophe, die jederzeit hereinbrechen kann, ist ein klares Motiv des Films.

Suzume ist ein bildgewaltiger Film über Verlust und Vernichtung – und es ist ein Film über die Suche nach Liebe eingebettet in typischen Naturaufnahmen, wie wir sie bei Makoto Shinkai vergangenen beiden Filmen Your Name und Weathering with You gewohnt sind. Shinkai, der inzwischen in die Oscar-Jury aufgenommen wurde, versteht es wie kein Zweiter im Anime-Kino die Komplexität, Schönheit und Gewalttätigkeit von Natur auf die Leinwand zu bringen. Natur kommt wahnsinnig hyperrealistisch ins Kino.

Aber er bringt auch typisch japanische Erzählweise auch Gewalt in seine Filme. Bei Suzume ist es der rote Wurm, der Erdbeben auslöst. Das Verderben schlummert in der Erde und bricht immer wieder aus, verursacht Erdbeben und bringt den Tod und Verwüstung. So auch bei der Hauptdarstellerin Suzume, die als vierjähriges Kind ihre Mutter bei einem Erdbeben verlor und durch die verwüstete japanische Landschaft irrte. Sie wurde von ihrer Tante Takami aufgenommen und großgezogen und begegnet im jugendlichen Alter einen Fremden, der sie nach Türen in Lost Places fragt. Diese Türen müssen geschlossen werden, damit der rote Wurm nicht aus der Erde hervorbricht und Beben auslöst. Dieser Lehramtsstudent bezeichnet sich als Schließer und ist in der familiären Tradition der Schließer. Es gilt einen Schlussstein zu setzen, um den Wurm zu zähmen. Blöderweise hat Suzume einen Schlussstein entfernt und den Tornado roter Wurm entfesselt.

Makoto Shinkai erzählt die Geschichte mit viel Details und unglaublich viel Humor. Der dreibeinige Stuhl, in den der Geist des Heiden eingeht, zeugt von Humor, hat aber auch einen tieferen Sinn des Verlustes. Der Stuhl, der durch das Erdbeben ein Bein verlor, ist die letzte Erinnerung an die Mutter von Suzume. Makoto Shinkai sagt zu seinem Film: „Suzume steht stellvertretend für all die Kinder, die im Erdbeben ihre Eltern verloren haben. Suzumes Geschichte, ihre Reise, ist sehr traurig und schwer. Ich wollte einen unterhaltenden Gegenpart an ihre Seite stellen. Etwas, dass die Stimmung ein bisschen auflockert. Ein Stuhl mit drei Beinen. Das ist erstmal lustig, denn ein dreibeiniger Stuhl bewegt sich komisch. Aber es steckt mehr dahinter, denn der Stuhl wurde vom Tsunami mitgerissen und hat ein Bein verloren. Es ist aber auch eine Metapher auf die Seele von Suzume. Das fehlende Stuhlbein steht stellvertretend für ihre Mutter, die sie verloren hat. Sie lernt aber: Selbst wenn man etwas im Leben verloren hat, kann man weiterleben, weiterlachen, sich sogar verlieben.“
Das klingt alles nach Fantasie. Aber Suzume ist mehr. Filmisch gesehen ist der Anime ein gewaltiges Roadmovie mit dem klassischen Thema der Suche. Suzume sucht sich selbst und durchstreift Städte und Gemeinden Japans mit dem Rad, mit dem Motorrad, mit dem Sportwagen, mit dem Zug – die Karte immer im Blick. Ein Film, der sich wirklich im großen Kino lohnt. Ich hab den Film im Scala Kino Fürstenfeldbruck gesehen, das eine regelmäßige Anime-Reihe durchführt.

Troll – der Godzilla aus Norwegen

8. Dezember 2022

Hier sind nicht die Trolle aus dem Internet gemeint, die ihr Unwesen treiben. Es sind die Trolle aus dem Märchen, die die Grundlage für die Netflix-Produktion Troll aus dem Jahre 2022 bilden. Gleich vorweg: Der Film hat mir als Godzilla-Fan ausgesprochen gut gefallen.

Die Kraft der Märchens, der alten Erzählungen, das ist nicht nur eine Gemeinsamkeit mit meinem japanischen Helden. Auch der gesamte Filmaufbau ähnelt den japanischen Monsterfilmen, die ich so gerne mag. Eigensinniger Wissenschaftler, schießwütige Militär, schlaue Computerhackerin, böser Umweltzerstörer, mächtiges Monster – statt Tokyo wird Oslo angegriffen. Natürlich ist alles vorhersehbar, aber der Film macht wirklich Spaß und zeigt, wie perfekt ein Film von einem Streaming-Dienst in Auftrag gegeben werden kann.

Dabei hat der norwegische Troll interessante Wurzeln in der Geschichte des nordischen Landes. Das Wesen lebt in Utgard, während die Menschen in Midgard leben. Bis ins 19. Jahrhundert waren Trolle fester Bestandteil der nordischen Kultur. J.R.R. Tolkien war ein Kenner dieser Sagen und Mythen und baute Trolle in den kleinen Hobbit ein. Der CGI-Troll mit Knollennase und vier Fingern sieht glaubwürdig aus und ist kein Monster im Kostüm, keine Suitmation der alten Zeit.

Der Film von Regsissuer Roar Uthaug nimmt freilich allerlei Anleihen aus anderen Monsterfilmen wie der stampfende T-Rex-Auftritt aus Jurrasic Park oder Szenen aus Cloverfield – oder sagen wir besser: Es ist eine Hommage an diese Filme. Und es wird Star Trek zitiert. Der Spock-Gruß hat immer einen Platz in meinen Herzen. Und man greift die Marvel-Filme auf, die im Abspann immer noch eine Überraschung in sich haben – also Troll wirklich bis zum Schluss schauen. Und kurz vor dem Abspann höre ich die Musik von Akira Ifukube und seinem Godzilla-Thema – der Fan in mir ist hellwach und freut sich über die Norweger.

Das wäre ein Film, den ich als Monsterfan mir auch als Bluray kaufen würde, wenn Netflix diesen Schritt geht.

Musiktipp: The Return Of Godzilla von Reijiro Koroku

2. März 2022

Ich habe wieder anfangen, Vinyl-Platten zu kaufen. In erster Linie ist es Jazz, Kraftwerk und auch ein wenig Soundtracks. Bei letzteren habe ich mich auf Picture Discs spezialisiert oder für mich besondere Ausgaben. Vor kurzem fiel mir ein solcher Score zu The Return Of Godzilla in die Hände, der im Januar 2022 veröffentlicht wurde.

Als Godzilla-Fan musste ich zuschlagen, zum einen weil ich die Musik des japanischen Monsters gerne höre. Zum anderen, weil die Aufmachung des dramatischen Scores von Reijiro Koroku wirklich etwas besonderes ist.


Aber alles schön der Reihe nach: Godzilla: Die Rückkehr des Monsters stammt aus dem Jahr 1984 und wurde gedreht von Koji Hashimoto. Für mich war es der erste Godzilla, den ich im Kino der achtziger Jahre sah, nachdem ich meine Jugend mit den Kinovorstellungen der Godzilla der siebziger Jahre in Gummianzügen verbracht hatte. Ich mochte das dramatische, feurige Plakat von Godzilla: Die Rückkehr des Monsters, ein Film bei dem Godzilla nicht niedlich, sondern einfach nur böse war. Unser japanische Freund haute alles kurz und klein. Der Film markiert den Beginn der Heisei-Staffel-Dekade, in der Godzilla wieder als zerstörerisches Monster dargestellt wird.

Das Vinyl ist blutrot und sieht auf den Plattenteller schön aus. Aber auch das Cover des Soundtracks kann sich sehen lassen und erinnert mich an die Märchenbücher meiner Kindheit. Es ist ein Pop-Up-Gatefold-Sleeve, das Artwork stammt von Henry Abrams. Auf zu, auf zu.

Koroku, der bereits mit Hayao Miyazaki und Isao Takahata von Studio Ghibli zusammengearbeitet hat, war die perfekte Wahl, um die triumphale Rückkehr des Big G zu vertonen, und schuf drei Themen für unseren Lieblings-Kaiju. Lauschen Sie den dröhnenden tiefen Frequenzen und den kraftvollen Blechbläser-Attacken, wenn er ein Kraftwerk verwüstet und gegen die japanischen Selbstverteidigungskräfte (JSDF) kämpft, und schwelgen Sie beim Liebesthema für Maki und Naoko. Koroku schrieb auch spannende Stücke für die JSDF und den Super-X, die für den Kampf gegen Godzilla entwickelt wurde. Doch es sind sein Respekt und seine Ehrfurcht vor dem großen G, die The Return Of Godzilla zu einem solchen Erfolg machen. Die Filmmusik endet mit dem Gesang der Star Sisters, die Godzillas Verschwinden beklagen. „Pass gut auf dich auf, Godzilla, mein alter Freund.“

Mir hat der Film damals so gut gefallen, dass ich später unbedingt die Laserdisc-Box haben musste. Und jetzt habe ich The Return Of Godzilla auch im Ohr.