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Ein- und Zwei-Cent Münzen belasten nur

25. Juli 2023

Ich habe Bargeld in der Tasche, aber wenn es irgend möglich ist, dann bezahle ich elektronisch per Karte oder Uhr. ES gibt in Deutschland noch genügend Unternehmen, da muss ich als Kunde Bargeld auf den Tisch legen. So ist das eben. Aber was ich wirklich nicht mag, sind die Münzen 1 Cent und 2 Cent. Sie werden abends in eine Godzilla-Spardose geworfen, weil die meinen kleinen Geldbeutel nur unnötig aufblähen. Höre ich da einen verfrühten Ruf aus dem Sommerloch? Es gibt einen erneuten Ruf aus der Politik nach Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen.

... aber dann schlägt Godzilla zu.
… aber dann schlägt Godzilla zu.

Jetzt hatte sich der Haushaltsexperte der Unions-Bundestagsfraktion, Andreas Mattfeldt (CDU), zu Wort gemeldet, dass er sich die Abschaffung durchaus vorstellen könnte.
Was ich nicht wusste: Das Kleinstgeld gilt in manchen Staaten als weitgehend überflüssig. In Belgien oder den Niederlanden etwa wird an der Kasse auf fünf Cent auf- oder abgerundet. Die kleineren Münzen sind weiterhin gültig, aber kaum noch im Umlauf.

Und die Herstellung der Ein- und Zwei-Cent-München ist teuerer als ihr eigentlicher Nennwert, so das Bundesfinanzministerium. Die EU-Kommission untersuche derzeit die Folgen einer tatsächlichen Abschaffung. Und man diskutiert den digitalen Euro als Zahlungsmittel. Ein Schelm, wer Böses sich dabei denkt.

Nun, entweder runde ich beim Bezahlen auf oder ich werfe die Münzen abends in mein Sparschwein. Alle paar Monate werden die Münzen dann beim Geldinstitut eingezahlt. Noch muss ich dafür keine Gebühren zahlen, aber ich sehe sie schon am Himmel der Wegelagerer.

Als Kind hat meine Familie eine große grüne Glasfalsche mit Bastboden aus Italien hinter der Tür gehabt. Die Flasche war gefüllt mit billigen Fusel, den meine Eltern im Campingurlaub tranken – oder vielleicht auch weggossen. Die Flasche fuhr von Italien nach Hause und stand fortan hinter der Wohnungstür. Meine Eltern leerten Pfennige in diese Flasche bis sie fast voll war. Wir hatten ein wahres Kupfervemögen. Irgendwann eines Nachts hielt die Flasche den Druck des Geldes nicht mehr stand und zerbarst. Meine Mutter trennte Scherben vom Geld. Geld zum Geldinstitut und Scherben in den Container, den es damals schon gab. Von wegen Scherben bringen Glück.

animuc 2023 – zeitweise ohne Saft

30. April 2023

Wenn Darth Vader und Son-Goku nebeneinander auf der Bank vor dem Kloster Fürstenfeld sitzen und je ein Bier trinken, dann bin ich richtig. Am Wochenende war die Animuc im Klostergelände von Fürstenfeld westlich von München. Animuc ist die wichtigste bayerische Cosplayer-Veranstaltung und ich war mit meiner Familie wieder dabei.

Nachdem wir im vergangenen Jahr zu spät mit der Kartenreservierung dran waren, hat es dieses Mal wunderbar geklappt. Ich schmiss mich als Retrogamer in einen Pac Man-Anzug und freute mich auf die friedvolle und bunte Veranstaltung mit mehreren Tausend Besuchern. Die Messe war wieder komplett ausverkauft.

Als einziges Hindernis kam am Samstag ein Stromausfall im Stadtgebiet von Fürstenfeldbruck hinzu. Zwar funktionierten die Scanner beim Eintritt, allerdings blieb stundenweise der Strom auf dem Gelände weg. Ein Fehler in einem Umspannwerk war daran schuld und hatte enorme Auswirkungen auf die ganze Stadt und auf die animuc.

Im Händlerbereich in der Tenne gab es lange Gesichter, sowohl bei Händlern als auch bei Käufern. In der dunklen Tenne blieben die Lampen und Scheinwerfer aus, nur eine schwache Notbeleuchtung warf ein wenig Licht. Viele Stände waren daher im Dunkeln. Händler und Kunden versuchten mit der Taschenlampenapp ihrer Smartphones die Waren ein wenig zu beleuchten. Zudem musste man aufpassen, dass man niemanden zu nahe auf die Pelle rückte. Aber die vorbildliche Cosplayer-Gemeinde nahm aufeinander Rücksicht und hielt Abstand – das alles haben wir durch Corona gelernt.

Unsere Familie wollten sich wieder mit Manga- und Anime-Figuren eindecken. Die Charaktere aus Plastik sind detailliert und für Fans wertvoll – und sie sind oftmals recht teuer. Kartenzahlung war wegen des Stromausfalls allerdings nicht möglich. Nachdem auch einige Handy-Netze durch den Stromausfall betroffen waren, ging auch kein Paypal. Ärgerlich für Händler und Kunden. Nur Bares ist Wahres hieß es im Großen und Ganzen – ich als Papa musste mit Bargeld dem Familiennachwuchs aushelfen. Erst am späten Nachmittag normalisierte sich die Lage, was alle mit donnerndem Applaus würdigen.

Auf der Wiese vor dem Kloster ließ man sich nieder zum Entspannen, Fachsimpeln und vor allem zum Fotoposen. Cosplayer sind beliebte Fotomotive in ihren wunderschönen Kostümen. Wer höflich fragt, der darf schöne Fotos machen. Ich mag diese Community. Sie ist friedlich, begeisterungsfähig, weltoffen und einfach freundlich. Natürlich gibt es einige Charaktere, die bewaffnet sind. Dazu gibt es eine kritische Waffenkontrolle. Der Waffencheck verläuft nach klaren Regeln und alle wissen Bescheid.

Das Programm der Animuc war mal wieder abwechslungsreich und unterhaltsam. Ich schaute bei den Go-Spielern vorbei, verschnaufte bei einigen Gesangs- und Theatereinlagen im kleinen und großen Stadtsaal. Fast eine Stunde musste ich warten, um bei Bring-and-Buy an die Reihe zu kommen. K2 kaufte hier mehr ein, ich fand nur ein Manga für einen Euro. Preiswerter geht es wirklich nicht. Meine Hobbies nach Gibli, Ghost in the Shell oder Akira konnte ich nicht befriedigen. Gerne hätte ich einem Totoro ein neues Zuhause gegeben. Auch meine japanischen Monster wie Godzilla waren in Fürstenfeldbruck nicht anzutreffen. Macht nichts, Geld gespart.


Ich traf einige Bekannte auf dem weitläufigen Gelände und zuletzt auch einen Besucher, der den gleichen Pac Man-Anzug anhatte wie ich. Wer die Situation kennt auf einer Hochzeit das gleich Outfit anzuhaben, der kennt mein Gefühl der Überraschung.

Alles in allem wieder eine gelungene Animuc. Und 2024 komm ich wieder, versprochen.

Filmtipp: Suzume von Makoto Shinkai

15. April 2023

Vielleicht ist es ja Schicksal, dass ich an dem Tag an dem deutsche Atomkraftwerke abgeschaltet werden über den japanischen Anime-Film Suzume blogge.

Der Film von Großmeister Makoto Shinkai behandelt sehr geschickt das japanisches Trauma Fukushima, ohne den Ort oder das Ereignis der Atomkatastrophe beim Namen zu nennen. Das Unglück kommt am Rande des rauschenden Bilderflusses vor. Für deutsche Zuschauer faszinierend ist das funktionierende Handywarnsystem vor Katastrophen. Katastrophen über Hiroshima und Nagasaki und die Erdbeben sind ein Motiv im japanischen Film und Makoto Shinka bringt diese Thematik in eine neue Zeit zu einem neuen Publikum, moderner als Akira und Godzilla. Die Katastrophe, die jederzeit hereinbrechen kann, ist ein klares Motiv des Films.

Suzume ist ein bildgewaltiger Film über Verlust und Vernichtung – und es ist ein Film über die Suche nach Liebe eingebettet in typischen Naturaufnahmen, wie wir sie bei Makoto Shinkai vergangenen beiden Filmen Your Name und Weathering with You gewohnt sind. Shinkai, der inzwischen in die Oscar-Jury aufgenommen wurde, versteht es wie kein Zweiter im Anime-Kino die Komplexität, Schönheit und Gewalttätigkeit von Natur auf die Leinwand zu bringen. Natur kommt wahnsinnig hyperrealistisch ins Kino.

Aber er bringt auch typisch japanische Erzählweise auch Gewalt in seine Filme. Bei Suzume ist es der rote Wurm, der Erdbeben auslöst. Das Verderben schlummert in der Erde und bricht immer wieder aus, verursacht Erdbeben und bringt den Tod und Verwüstung. So auch bei der Hauptdarstellerin Suzume, die als vierjähriges Kind ihre Mutter bei einem Erdbeben verlor und durch die verwüstete japanische Landschaft irrte. Sie wurde von ihrer Tante Takami aufgenommen und großgezogen und begegnet im jugendlichen Alter einen Fremden, der sie nach Türen in Lost Places fragt. Diese Türen müssen geschlossen werden, damit der rote Wurm nicht aus der Erde hervorbricht und Beben auslöst. Dieser Lehramtsstudent bezeichnet sich als Schließer und ist in der familiären Tradition der Schließer. Es gilt einen Schlussstein zu setzen, um den Wurm zu zähmen. Blöderweise hat Suzume einen Schlussstein entfernt und den Tornado roter Wurm entfesselt.

Makoto Shinkai erzählt die Geschichte mit viel Details und unglaublich viel Humor. Der dreibeinige Stuhl, in den der Geist des Heiden eingeht, zeugt von Humor, hat aber auch einen tieferen Sinn des Verlustes. Der Stuhl, der durch das Erdbeben ein Bein verlor, ist die letzte Erinnerung an die Mutter von Suzume. Makoto Shinkai sagt zu seinem Film: „Suzume steht stellvertretend für all die Kinder, die im Erdbeben ihre Eltern verloren haben. Suzumes Geschichte, ihre Reise, ist sehr traurig und schwer. Ich wollte einen unterhaltenden Gegenpart an ihre Seite stellen. Etwas, dass die Stimmung ein bisschen auflockert. Ein Stuhl mit drei Beinen. Das ist erstmal lustig, denn ein dreibeiniger Stuhl bewegt sich komisch. Aber es steckt mehr dahinter, denn der Stuhl wurde vom Tsunami mitgerissen und hat ein Bein verloren. Es ist aber auch eine Metapher auf die Seele von Suzume. Das fehlende Stuhlbein steht stellvertretend für ihre Mutter, die sie verloren hat. Sie lernt aber: Selbst wenn man etwas im Leben verloren hat, kann man weiterleben, weiterlachen, sich sogar verlieben.“
Das klingt alles nach Fantasie. Aber Suzume ist mehr. Filmisch gesehen ist der Anime ein gewaltiges Roadmovie mit dem klassischen Thema der Suche. Suzume sucht sich selbst und durchstreift Städte und Gemeinden Japans mit dem Rad, mit dem Motorrad, mit dem Sportwagen, mit dem Zug – die Karte immer im Blick. Ein Film, der sich wirklich im großen Kino lohnt. Ich hab den Film im Scala Kino Fürstenfeldbruck gesehen, das eine regelmäßige Anime-Reihe durchführt.

Troll – der Godzilla aus Norwegen

8. Dezember 2022

Hier sind nicht die Trolle aus dem Internet gemeint, die ihr Unwesen treiben. Es sind die Trolle aus dem Märchen, die die Grundlage für die Netflix-Produktion Troll aus dem Jahre 2022 bilden. Gleich vorweg: Der Film hat mir als Godzilla-Fan ausgesprochen gut gefallen.

Die Kraft der Märchens, der alten Erzählungen, das ist nicht nur eine Gemeinsamkeit mit meinem japanischen Helden. Auch der gesamte Filmaufbau ähnelt den japanischen Monsterfilmen, die ich so gerne mag. Eigensinniger Wissenschaftler, schießwütige Militär, schlaue Computerhackerin, böser Umweltzerstörer, mächtiges Monster – statt Tokyo wird Oslo angegriffen. Natürlich ist alles vorhersehbar, aber der Film macht wirklich Spaß und zeigt, wie perfekt ein Film von einem Streaming-Dienst in Auftrag gegeben werden kann.

Dabei hat der norwegische Troll interessante Wurzeln in der Geschichte des nordischen Landes. Das Wesen lebt in Utgard, während die Menschen in Midgard leben. Bis ins 19. Jahrhundert waren Trolle fester Bestandteil der nordischen Kultur. J.R.R. Tolkien war ein Kenner dieser Sagen und Mythen und baute Trolle in den kleinen Hobbit ein. Der CGI-Troll mit Knollennase und vier Fingern sieht glaubwürdig aus und ist kein Monster im Kostüm, keine Suitmation der alten Zeit.

Der Film von Regsissuer Roar Uthaug nimmt freilich allerlei Anleihen aus anderen Monsterfilmen wie der stampfende T-Rex-Auftritt aus Jurrasic Park oder Szenen aus Cloverfield – oder sagen wir besser: Es ist eine Hommage an diese Filme. Und es wird Star Trek zitiert. Der Spock-Gruß hat immer einen Platz in meinen Herzen. Und man greift die Marvel-Filme auf, die im Abspann immer noch eine Überraschung in sich haben – also Troll wirklich bis zum Schluss schauen. Und kurz vor dem Abspann höre ich die Musik von Akira Ifukube und seinem Godzilla-Thema – der Fan in mir ist hellwach und freut sich über die Norweger.

Das wäre ein Film, den ich als Monsterfan mir auch als Bluray kaufen würde, wenn Netflix diesen Schritt geht.

Musiktipp: The Return Of Godzilla von Reijiro Koroku

2. März 2022

Ich habe wieder anfangen, Vinyl-Platten zu kaufen. In erster Linie ist es Jazz, Kraftwerk und auch ein wenig Soundtracks. Bei letzteren habe ich mich auf Picture Discs spezialisiert oder für mich besondere Ausgaben. Vor kurzem fiel mir ein solcher Score zu The Return Of Godzilla in die Hände, der im Januar 2022 veröffentlicht wurde.

Als Godzilla-Fan musste ich zuschlagen, zum einen weil ich die Musik des japanischen Monsters gerne höre. Zum anderen, weil die Aufmachung des dramatischen Scores von Reijiro Koroku wirklich etwas besonderes ist.


Aber alles schön der Reihe nach: Godzilla: Die Rückkehr des Monsters stammt aus dem Jahr 1984 und wurde gedreht von Koji Hashimoto. Für mich war es der erste Godzilla, den ich im Kino der achtziger Jahre sah, nachdem ich meine Jugend mit den Kinovorstellungen der Godzilla der siebziger Jahre in Gummianzügen verbracht hatte. Ich mochte das dramatische, feurige Plakat von Godzilla: Die Rückkehr des Monsters, ein Film bei dem Godzilla nicht niedlich, sondern einfach nur böse war. Unser japanische Freund haute alles kurz und klein. Der Film markiert den Beginn der Heisei-Staffel-Dekade, in der Godzilla wieder als zerstörerisches Monster dargestellt wird.

Das Vinyl ist blutrot und sieht auf den Plattenteller schön aus. Aber auch das Cover des Soundtracks kann sich sehen lassen und erinnert mich an die Märchenbücher meiner Kindheit. Es ist ein Pop-Up-Gatefold-Sleeve, das Artwork stammt von Henry Abrams. Auf zu, auf zu.

Koroku, der bereits mit Hayao Miyazaki und Isao Takahata von Studio Ghibli zusammengearbeitet hat, war die perfekte Wahl, um die triumphale Rückkehr des Big G zu vertonen, und schuf drei Themen für unseren Lieblings-Kaiju. Lauschen Sie den dröhnenden tiefen Frequenzen und den kraftvollen Blechbläser-Attacken, wenn er ein Kraftwerk verwüstet und gegen die japanischen Selbstverteidigungskräfte (JSDF) kämpft, und schwelgen Sie beim Liebesthema für Maki und Naoko. Koroku schrieb auch spannende Stücke für die JSDF und den Super-X, die für den Kampf gegen Godzilla entwickelt wurde. Doch es sind sein Respekt und seine Ehrfurcht vor dem großen G, die The Return Of Godzilla zu einem solchen Erfolg machen. Die Filmmusik endet mit dem Gesang der Star Sisters, die Godzillas Verschwinden beklagen. „Pass gut auf dich auf, Godzilla, mein alter Freund.“

Mir hat der Film damals so gut gefallen, dass ich später unbedingt die Laserdisc-Box haben musste. Und jetzt habe ich The Return Of Godzilla auch im Ohr.

Mein persönlicher Jahresrückblick 2021

1. Januar 2022

Der Jahreswechsel ist vollzogen und damit steht ein sentimentaler Blick zurück auf das Jahr 2021 an. Die beste Nachricht: Meine Familie und ich sind alle gesund. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Durch sorgsamen Umgang, Abstand und Kontaktreduzierung konnten wir eine Ansteckung vermeiden.

Rückblickend kann ich von keinen großen Reisen erzählen (ich musste einmal beruflich nach Salzburg), von keinen großen Abendteuern, keinen großen Treffen oder Interviews. Ich war einfach das ganze Jahr meist zu Hause und nur ganz selten unterwegs. Mein Büro im Dach wurde technisch weiter optimiert und wir haben als Highlight einen schnelleren Internet-Anschluss. Zusammen mit meiner Frau haben wir Golf gespielt – 2022 will ich das Ding mit dem Handicap angehen. Unser Club ist nur 10 Minuten von zu Hause entfernt und so waren im Jahr 2021 wieder spontane 9-Loch-Partien möglich. Und ich habe Qigong und Yoga im örtlichen Verein gemacht und es tut mir gut. Qigong musste ich vereinsmäßig aber wieder beenden, weil sich die Trainerin nicht impfen lassen wollte. Und ich bin vermehrt Fahrrad gefahren.

Da ich die meiste Zeit zu Hause war, war ich auch erster Ansprechpartner für unsere beiden Kater Parsifal und Atari. Die Herrschaften sind seit September 2020 bei uns und in dem einen Jahr ziemlich groß und neugierig geworden – jeder auf seine Art. Nachts wird oft mit dem scheuen Atari gekuschelt, tagsüber mit dem Draufgänger Parsifal. Ich habe sie beide sehr sehr lieb. Mein verbliebener Wellensittich Dr. Watson ist zu meiner Mutter gezogen.

2021 aus beruflicher Sicht
Fest steht: Für 2022 muss sich etwas ändern. Ich werde mich mein Leistungsspektrum optimieren, nachdem Corona auch 2021 mir das Geschäft ziemlich versaut hat. Als Soloselbstständiger war das Jahr kein Zuckerlecken. Die meisten Vorträge und Seminare vor Menschen sind aufgrund Corona geplatzt. Online-Veranstaltungen habe ich massiv hochgefahren, aber können den Verlust von Präsenzveranstaltungen nicht kompensieren.

Hier war ich mal für den BLSV unterwegs.

Aber ich will nicht klagen. Das Glas ist bei mir immer halb voll statt halb leer. Ein Kunde war aufgrund von Corona sehr beratungsintensiv und ich hatte für ihn enorme PR-Erfolge zu verzeichnen. Agenturen wären bei diesen Aktionen reich geworden, ich bin es nicht. Aber neue Kunden sind zudem hinzu gekommen, auf denen sich aufbauen lässt. Es gibt neue Ideen für 2022.

Online-Engagement 2021
Am 16. Mai 2021 startete ich meinen redaktion42-Newsletter. Ich wollte das Kommunikationsmittel zunächst alle zwei Wochen einsetzen, entschied mich aufgrund der enormen Resonanz auf eine wöchentliche Erscheinungsweise. Ziel war es zunächst, die Seminare mit mir zu bewerben, um meine Marke zu schärfen. Jeden Sonntag geht der Newsletter an meine Abonnenten heraus, die Woche für Woche ansteigen. Der Inhalt sind heute Seminarhinweise, Neuigkeiten aus dem Bereich Social Media und Internet, Software-Vorschläge, Hinweise aus meinem Blog redaktion42.com, Buchtipps und mein Kollege Thomas Gerlach steuert ein Rezept aus seinem Kochblog bei. Die ganze Sache macht Arbeit, aber wenn ich mir die Analysetools ansehe, dann stell ich fest: Der Newsletter wird angenommen. Das Feedback meiner Abonnenten ist gut, es entstehen Dialoge. Ich werde in den nächsten Wochen den Newsletter weiter optimieren und neue Inhalte generieren. Ich spiele mit dem Gedanken, Beiträge über Metaverse einzubauen. Und ich will versuchen, den Newsletter mit Anzeigen zu kommerzialisieren, denn die ganze Sache nimmt gehörig Zeit in Anspruch. Wenn jemand Lust auf ein Sponsoring hat, der darf sich vertrauensvoll an mich wenden.

Streaming-Experiment 2021
Ein zweites Experiment habe ich zusammen mit meinen Kollegen Thomas Gerlach gestartet. Einen Live-YouTube-Stream der Lange und der Gerlach. Er ist für mich aus einem Corona-Experiment hervorgegangen: Um fit zu bleiben, gehe ich eine Stunde spazieren und habe da einen Live-Stream Morgengedanken gestartet. Das stellte sich als ziemliche technische Herausforderung heraus. Gestreamt wurde mit dem Smartphone, das in einen Gimbal hängt, um die Erschütterungen beim Gehen auszugleichen. Der Ton machte die meisten Probleme, denn es weht ziemlich auf meiner Spazierstrecke. Am Ende bin ich bei einer Funkstrecke von Roede gelandet.

Der Stream vor Silvester von Der Lange und der Gerlach

Der Stream Der Lange und der Gerlach spielt in einer anderen Liga. Wir streamen via Zoom live in YouTube auf meinem Kanal redaktion42. Inzwischen sind wir bei einem wöchentlichen Format angekommen und sprechen unterhaltsam über Neuerungen aus dem Netz, aber auch allgemeine Themen, die unsere Community interessant findet. Unsere Premiere war eine Übertragung aus Rom mit dem Smartphone, ganz ohne Ü-Wagen Ich habe eine eigene Playlist auf meinem Kanal angelegt, wer die früheren Folgen sich ansehen will. Mal sehen, wie sich dieses Format entwickelt, wie wir es ausbauen. Auf jeden Fall konnte ich enorme Erfahrungen sammeln.

Neues Betätigungsfeld Podcast
Nachdem es von Kunden immer wieder nachgefragt wird, stieg ich 2021 auch in das Podcasten ein. Radio, nur anders heißt die Devise. Dank meiner journalistischen Ausbildung und langjährigen Praxis ist es kein Problem die richtigen Fragen zu stellen, damit das Ganze nicht geschwätzig, sondern unterhaltsam und lehrreich wird. Ich habe mir dazu ein Tascam Mixcast 4 angeschafft und bin bisher mit der Hardware hoch zufrieden. Nun gilt es für 2022 weitere Kunden zu finden und den Workflow optimieren. Zudem möchte ich einen privaten Podcast starten mit vielen meiner Bekannten aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens. Ich kann Telefonanrufe mit dem Gerät einbinden und Gespräche aufzeichnen. Vielen Leuten fällt es leichter am Telefon über ihre Geschichte zu sprechen als vor einer Videokamera mit Scheinwerfern und Mikrofonen. Spannende Zeiten, was ich aus dem Büro alles so produzieren kann.

Die nächste Stufe der Seminare werden hybride Veranstaltungen sein. Also kleine Gesprächsrunden und Seminare mit Teilnehmern vor Ort und Teilnehmern im Netz. Ein paar Ideen dazu gibt es schon, jetzt geht es an die Feinarbeit.

Und ich habe gemerkt, wie sehr mir das Fotografieren fehlt. Ich bin Co-Admin einer Facebook-Fotogruppe und bekomme dadurch sehr viele optische Inspirationen. In meinem Newsletter habe ich ein Foto der Woche von mir. Das geht alles in die richtige Richtung. In der Familie teilt keiner diese Fotoleidenschaft und so wird es wohl eine einsame Beschäftigung bleiben.

Und ich will 2022 wieder die 360 Grad Fotografie für Google StreetView verstärkt aufnehmen und der Community etwas zurückgeben, die ich ja auch nutze. Ich habe mehrere Kameras herumliegen und werde mir überlegen, was ich mit ihnen anstelle.

360 Grad Kamera am eBike.

Retro-Hobbys pflegen
Als leidenschaftlicher Sammler pflegte ich einige Hobbys und will drei von ihnen 2022 weiterführen: Retrogames, Laserdiscs und Super 8.

Als Kind liebte ich Videospiele und mein erste wirkliche Konsole war das Atari 2600. Noch heute zocke ich die alten Cartridges mit Spielen wie Space Invaders, PacMan und Missle Command – allesamt Klassiker. Ein bisschen habe ich mich versteift Versoftungen von Filmen zu sammeln: King Kong, Krull, Star Wars, Superman – die jüngste Anschaffung war ein komplettes Star Trek-Spiel.


Und ich werde meine Laserdisc-Sammlung weiter ausbauen. Laserdisc war ein Groschengrab nach VHS und vor DVD, also große silberne Scheiben mit Filmen und Konzerten. Ich halte Ausschau nach ein paar Criterion-Ausgaben. Im Moment besitze ich drei Player von Pioneer und Sony, damit ich auch mögliche fehlerbehaftet Discs vielleicht doch abspielen kann.

Meine Kinoleidenschaft begann als Jugendlicher in den Siebzigern. Ich besuchte jeden Samstag die Jugendvorstellung des örtlichen Kinos und schaute mir Bud Spencer/Terence Hill, aber vor allem Godzilla-Filme an. Und ich träumte davon Kinofilme zu Hause anzuschauen und zwar unabhängig der TV-Programme, die wir damals empfingen: ARD, ZDF, BR, ORF 1, ORF 2. Fernsehen begann damals am Nachmittag und nachts war mit der Nationalhymne Schluss. Wie toll wär es, wenn man unabhängig vom Kino und Fernsehen sich einen Film anschauen könnte. Das war der Einstieg in Super 8. Zum ersten Mal konnte man Filme für zu Hause kaufen und anschauen. Die Sachen waren sehr teuer, die Filme zusammengeschnitten, aber die Tatsache war eine Revolution: Filme in den eigenen vier Wänden – ähnliches empfand ich bei Videospielen.

Im Zeitalter von Plattformen wird man darüber lachen, aber mich hatte das Fieber infiziert. 2021 holte ich die alten Projektoren hervor und nerve seitdem meine Familie mit Super 8-Filmabenden, wobei keiner hier meine Leidenschaft des knatternden Projektors teilen kann. K2 fragte, warum wir nicht den gleichen Film in 4K-Auflösung auf dem Beamer in Großprojektion schauen? Nun natürlich hat das Kind Recht.

Atari bewacht die komplett Super 8-Fassung von Caligari.

Als persönliches Highlight habe ich mir dieses Jahr die Super 8-Fassung eines der größten Klassiker des deutschen Expressionismus angeschafft: Das Kabinett des Dr. Caligari – was kann es schöneres geben?

Wenn Sie es bis hierin geschafft haben – in diesem Sinne: Ich wünsche ein gesundes Jahr 2022 und wer grüne Kekse findet, sollte vorsichtig sein (Soylent Green).

Buchtipp für Fans: Godzilla: History of Formative Arts 1954-2016

25. November 2021
Gewaltig wie Godzilla.

Das Buch Godzilla: History of Formative Arts 1954-2016 habe ich mir aufgrund von zwei Gründen aus Japan schicken lassen: Zum einen liebe ich Godzilla und seine japanischen Monsterkollegen und freue mich, wenn ich was neues aus dem Godzilla-Universum finde. Zum anderen habe ich es (bisher) immer aus Platzgründen vermieden in die Merch-Figurensammlung von Godzilla-Figuren einzusteigen, weil mir schlichtweg der Platz zum Aufstellen fehlt. Und dennoch hätte ich gerne Godzilla um mich herum.

Und daher klopfte das Fan-Herz schneller als ich das Buch Godzilla: History of Formative Arts 1954-2016 auspackte. Da mein Japanisch nicht vorhanden ist, hatte ich Befürchtung, dass das teure Buch eine Fehlanschaffung ist, aber die wenigen Texte liegen auf Englisch vor und es handelt sich bei Godzilla: History of Formative Arts 1954-2016 im Grunde um ein Bilderbuch, ein besonders schönes Bilderbuch.

Das Witzige: Das Bilderbuch im ungewöhnlichen Querformat umfasst im Grunde nur ein durchgehendes Motiv: Godzilla und seine Auftritte in den Filmen 1954 bis 2016 – und wir reden nur von den japanischen Filmen. Godzilla ist der absolute Superstar in diesem Werk – und Godzilla ist einfach fotogen, wenn er Eisenbahnen zermalmt, Stromleitungen durchbricht, ganze Städte niedertrampelt, sich mit anderen Monsterkollegen prügelt, seinen Atomstrahl aussendet – also alles, was unser Godzilla eben so den ganzen Tag macht. Es gibt auch ein paar Fotos hinter den Kulissen, aber den Schwerpunkt machen Fotos von Godzilla in seinen zahlreichen japanischen Verfilmungen aus. Es zeigt sich, dass unser Held mal in der Größe variiert, mal dick, mal schlank ist, auch mal seine Augenfarbe wechselt – jeder Regisseur hatte seine Interpretation, die hier wunderbar dokumentiert ist.

Wer braucht das Buch Godzilla: History of Formative Arts 1954-2016? Nun, nur der Fan, der Sammler, der Fanatiker. Selbst der klassische Filmfreund mit einem gewissen Interesse an Godzilla wird sich kopfschüttelnd abwenden. Und Otto Normalverbraucher versteht bei einem solchen Buch die Welt nicht mehr. Für mich dagegen: Go Go Godzilla

Buchtipp: Asiatische Monster und Science Fiction Filme von Detlef Claus

18. November 2021

Im Moment hat ein Kollege sein Godzilla-Buch upgedatet und ein anderer wird sein ultimatives Godzilla Buch im Februar 2022 veröffentlichten. Bis dahin ordne ich meine Godzilla-Literatur neu und mir fiel mal wieder das wunderschöne Buch Asiatische Monster- und Science-Fiction-Filme: Das deutsche Werbematerial von 1956-2011 von Detlef Claus in die Hände.

Es umfasst das deutsche Werbematerial der Jahre 1956 bis 2011, eine Fundgrube für Sammler, Fans und Filminteressierte – und Verrückte. Ich liebe die Godzilla-Community, die auf der einen Seite sehr streitbar und diskussionsfreudig ist, wenn es um die Verteidigung ihres Monsters geht. Aber auf der anderen Seite sind die Fans sich in der Liebe und Zuneigung zum Monster einig. Und das spürt der Fan, wenn das kiloschwere Buch Asiatische Monster und Science Fiction Filme in die Hand nimmt. Ausdrücklich möchte ich mich bei Detlef Claus bedanken, der dieses Buch im Eigenverlag herausgebracht hat und uns Fans somit an seiner Sammlung teilhaben lässt.

Ich durfte als Jugendlicher jeden Samstag die Jugendvorstellung des örtlichen Kinos genießen und dort liefen in der Regel japanische Monsterfilme. So lernte ich die verschiedenen Varianten meines Lieblingsmonsters kennen und vor allem lieben. Als kritischer Filmfreund nehme ich gerne schlechte Filme auseinander, aber bei Godzilla und Co bin ich gleichmütig und stehe der ganzen Sache monstermäßig wohlwollend gegenüber.

Und als ich zum ersten Mal das Buch von Detlef Claus in die Hände bekam, konnte ich mich gar nicht sattsehen. Wichtig: Es werden nicht nur japanische Monster- und SF-Filme behandelt, sondern asiatische Filme. Einige Filme kamen ja aus Korea oder China.
Nachdem ich selbst ein paar Plakate und Lobbycards sammle, habe ich in Detlef Claus meinen Sammlermeister gefunden. Ich kann nicht beurteilen, ob er alles aus den Jahren von 1956 bis 2011 in seinen Besitz hat, aber er hat auf jeden Fall eine ganze Menge. Ich habe meine Lobbycards und Filmprogramme aus dem Archiv geholt und verglichen. Ergebnis: Detlef Claus hat es veröffentlicht. Seine Sammlung ist enorm und absolut eindrucksvoll. Damit wird es zum Standardwerk des asiatischen Science-Fiction-Kinos, das Maßstäbe setzt, jeden Filmfan begeistert und es darf in keiner Filmbibliothek oder Filmsammlung fehlen.

Eine Bitte: Wenn jemand einen Überblick über das gesamte Merchandise-Universum hat, bitte in die Kommentare schreiben. Ähnliches gilt für die veröffentlichte Musik auf Vinyl oder Datenträger. Ich liebe die Mucke dieser Filme.

Das Buch von Detlef Claus umfasst das in erster Linie reine Werbematerial der Kinoverleiher und ist damit aus alten Print-Zeiten. Hinzu kommt noch interessantes Material aus dem Bereich Super 8, Video und DVD-Veröffentlichungen. Bluray oder 4K waren 2011 freilich nicht am Horizont zu sehen. Heute ist der Markt ja explodiert, nachdem Hollywood Godzilla wieder entdeckt hat.

Das Material wurde von Detlef Claus optisch aufbereitet, die Löcher von Nadeleinstichen bei Plakaten und Lobbycards oder Knicke von Foldern oder Filmprogramme wurden technisch per Photoshop optimiert. Am Ende des Buches gibt es noch einen kleinen Überblick über die japanischen Monster, eine Art Steckbrief wer wo wann auftauchte und wie in der deutschen Fassung genannt wurde.
In dem Buch Asiatische Monster- und Science-Fiction-Filme: Das deutsche Werbematerial von 1956-2011habe ich buchstäblich stundenlang geschmökert und mich an alte Zeiten als Jugendlicher erinnert. Und ich muss mich ganz schön zusammenreißen, damit ich nicht ein neues Sammelgebiet eröffne. Detlef Claus fixt mich mit seiner Sammlung regelrecht an, das ist der einige Vorwurf, das ich dem gewaltigen Buch machen kann.

Godzilla – die Showa-Reihe – Criterion Collection

7. Juni 2021

Es ist ja nicht so, dass ich die Filme noch nicht habe. Aber ich hatte die Reihe zumindest noch nicht in dieser Form. Ich meine die 15 Spielfilme meines Lieblingsmonsters Godzilla von 1954 bis 1975. Sie kamen vor längerer Zeit, genau im Jahr 2019, in einer speziellen Edition von Criterion auf den Markt. Der aufmerksame Filmfreund weiß: Was unter dem Label Criterion erscheint, zeichnet sich durch besondere Qualität aus. Ich habe von Criterion zahlreiche Laserdiscs – und nun habe ich mit der Criterion Collection: Godzilla-Sammlung meine ersten Blurays in einem besonders schönen Sammelschuber.

Es handelt sich um die Showa-Reihe, also die Zeit von 1954 vom ersten Godzilla bis 1975 Die Brut des Teufels. Die Japan-Freunde unter euch wissen, dass Showa auch die Regierungszeit des japanischen Kaisers Hirohito von 1926 bis 1989 bezeichnet. Die Box enthält acht Blurays mit besonderen Illustrationen. Es ist meines Wissens das erste Mal, dass die Showa-Filme in so einer Box zusammengefasst und erschienen sind.

Im Zentrum der Filme steht natürlich Godzilla, der aber im Laufe der Jahre eine Verwandlung durchläuft – und das meine ich nicht nur optisch. Aus dem bösen, zerstörerischen Monster in den ersten beiden Filmen, wird der Beschützer der Menschheit. Godzilla kämpft gegen andere Monster und außerirdische Wesen und das natürlich in der Regel einer japanischen Stadt, die in Schutt und Asche gelegt wird.

Wer meint, dass Godzilla nur irgendwelche Monsterfilme für durchgeknallte Filmfreaks sind, der täuscht. Godzilla ist mehr. Hinter den Monsterfilmen verbirgt sich politischer Sprengstoff. Metaphern in Bezug auf Atomenergie und Atomwaffen werden verwendet. Auch sind die Filme ein Spiegel der (japanischen) Gesellschaft.

Nach Showa kommt übrigens die Heisei-Reihe bei Godzilla. Mal sehen, ob sie auch bei Criterion herauskommt.

hier die Reihe Criterion Collection: Godzilla:

Godzilla (1954)
Godzilla kehrt zurück (1955)
Die Rückkehr des King Kong (1962)
Godzilla und die Urweltraupen (1964)
Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah (1964)
Befehl aus dem Dunkel (1965)
Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer (1966)
Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn (1967)
Frankenstein und die Monster aus dem All (1968)
Godzilla’s Revenge (1969)
Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster (1971)
Frankensteins Höllenbrut (1972)
Dämonen aus dem Weltall (1973)
Godzilla gegen King Kong (1974)
Die Brut des Teufels (1975)

Buchtipp: The Art and Making of Kong Skull Island von Simon Ward

15. Juni 2020

Als Godzilla-Fan schaue ich mir immer wieder die sympathischen Monsterfilme meiner Jugend an und bin auch von der neuen Godzilla-Reihe schwer begeistert. Nachdem Godzilla King of the Monsters für mich eine Augenweide war und der nächste Monsterstreifen Godzilla vs Kong auf 2021 verschoben wurde und die Spekulationen steigen, schaute ich mir noch einmal Kong Skull Island an. Über den Film habe ich 2017 bereits gebloggt2017 bereits gebloggt, aber jetzt fiel mir das Buch The Art of Kong: Skull Island in die Hände.
Die Spezialisten von ILM haben für den Streifen die Tricks gemacht, aber davor standen die Sketches und Zeichnungen der Künstler. Und das bedeutet Kreativität und Hirnschmalz pur. Die Zeichnungen habe ich mir genauer angeschaut, nachdem ich solche Bücher ja liebe und sammle.
Was mir wieder bewusst wurde, dass der Film ja im Jahre 1973 spielt. Irgendwie hatte ich das verdrängt. Also der Dschungelkrieg in Vietman gegen den bösen Charlie wurde gegen den Dschungelkrieg gegen Kong ersetzt. Und wir kennen ja die Geschichte: Den Krieg gegen den Vietcong haben die Amerikaner verloren und den Krieg gegen Kong haben sie erst recht verloren. Kong haut so richtig auf den Putz und zerlegt die Eindringlinge.

Aber das muss zeichnerisch vorbereitet und gut durchdacht sein. Autor Simon Ward erzählt die Entstehungsgeschichte von den Konzeptzeichnungen bis zur großen Leinwand. Wobei er sich die ersten 20 Seiten des Buches hätte sparen können. Hier werden die Schauspieler und die Charaktere vorgestellt. Wer so ein Art of Buch kauft, will Zeichnungen und keine PR über Schauspieler haben. Dann geht es aber ins Detail. Es geht um den Affen, um die Location und die Gerätschaften. Viel wird verraten, einiges bleibt im Verborgenen. Der Affe kommt in dem Buch ursprünglich, gewalttätig daher. Aber die Monster der Insel sind noch böser, noch hinterrückser und aggressiver als Kong. Und mitten drin unser versprengter Haufen von GIs und Helden. Ich mag diese Art of-Bücher, weil sie meine Fantasie beflügeln. Gerne betrachte ich die Zeichnungen und Entwürfe, vergleiche sie mit dem späteren Film.
Und das Buch setzt auf aufklappbare Seiten, schließlich ist Kong ja King. Und das Buch entfaltet durch diese Klappseiten seine volle Pracht und seine voll Schönheit. Mir bereitete das Buch The Art of Kong: Skull Island auf jeden Fall einen schönen Nachmittag und macht Lust auf den neuen Godzilla vs Kong irgendwann 2021.