Archive for März 2017

Sack Reis: DVB-T2 kommt und mich interessiert es nicht

29. März 2017
Heute kommt das neue TV, aber nicht zu uns. DVB-T2 ist uns egal.

Heute kommt das neue TV, aber nicht zu uns. DVB-T2 ist uns egal.

Heute ist also der Tag der Tage: DVB-T wird abgeschaltet und Zug um Zug durch DVB-T2 ersetzt. Und wisst ihr was? Es ist mir egal. Während ich damals bei der Einführung des „Überall Fernsehens“ von DVB-T noch interessiert, vielleicht ein bisschen nervös war, ist es mir heute schlichtweg egal. Die neue Technik soll neben mehr Programmen auch eine bessere Bildqualität bieten.
Zwar bombardiert mich die Werbung auf allen Kanälen, aber ich muss zugeben: Lineares Fernsehen ist mir schnuppe – DVB-T2 kann gerne kommen und gehen, ich werde das Zeug nicht nutzen.

Gründe gegen DVB-T2
Das hat mehrere Gründe. Der offensichtlichste Grund ist: Wir empfangen unsere TV-Programme über Satellit. Wir haben eine Schüssel auf dem Dach und könnten mehrere Hundert TV-Sender empfangen. Könnten – wenn ich die Sender in die Programmplatzliste einprogrammieren würde. Ich habe 70 Sendeplätze mit Sender gefüllt, dann hatte ich keine Lust mehr.
Interessant ist, welche Reihenfolge wir bei den Sender haben. Meine Eltern haben: Platz1: Das Erste/ARD, Platz 2: ZDF, Platz 3: BR, Platz 4: ARTE, Platz 5: RTL, Platz 6: SAT 1, Platz 7: Pro7 usw. Mit einer solchen Senderplatzwahl wurde ich sozialisiert. Ich habe damit gebrochen: Bei uns startet es mit: Platz 1: ARTE, Platz 2: BBC, Platz 3: CNN, Platz 4: ZDF info, Platz 5: n24, Platz 6: Das Erste/ARD, Platz 7 ZDF.

Lineares Fernsehen ist out – und damit DVB-T2
Der zweite Grund ist ein viel wichtiger. Ich komme mir jetzt ein bisschen so vor, wie diese Typen aus den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die missionarisch unterwegs waren mit den Worten: „Wir haben keinen Fernseher, wir haben bewusst darauf verzichtet.“ Mann, oh Mann gingen mir diese Typen damals auf den Senkel. Bei jeder Party, wenn meine Kumpels und ich über TV-Serien diskutierten, kam so einer daher und sagte mit einem Vorwurf in der Stimme seinen Satz: „Wir haben keinen Fernseher, wir haben bewusst darauf verzichtet.“ Ich wollte über Judy aus Colt für alle Fälle reden und er kam mit der Verblödung durch die Medien. Ich glaube, jeder kannte so einen Typen. Ich habe als Kind und Jugendlicher gerne fernsehen geschaut. TV war einstmals Kulturgut und wenn es auch nur Trash-TV war. Fernsehserien prägten uns, formten uns, nahmen Einfluss auf uns – Fernsehen verband uns.
Heute muss ich feststellen: Das Thema lineares Fernsehen hat sich bei uns in der Familie erledigt. Es gibt im Grunde nur noch drei Sachen, die ich live sehen möchte: EM wenn die Deutschen spielen, WM wenn die Deutschen spielen und die 24 Stunden von LeMans. Der Rest ist mir egal. Ich möchte heute nicht in der Haut von Programmmachern stecken, die ein Programmschema zusammenbasteln müssen. Mich interessiert der Inhalt des lineares Fernsehens nur noch bedingt. Amazon, Netflix, Apple TV, die Mediatheken und vor allem YouTube haben dem klassischen TV den Rang abgelaufen. Meine Kinder schauen kein klassisches Fernsehen mehr und wenn sie ans TV-Gerät gehen, dann nur dann, um die Playstation 3/4 oder Nintendo-Konsolen anzuschalten. TV ist tot – und heute könnte ich wie diese nervigen Typen aus den Achtzigern sagen: „Wir haben keinen Fernseher, wir haben bewusst darauf verzichtet.“ Stimmt aber auch nicht, denn es wäre gelogen. Es kommt nur bedingt etwas, was mich interessiert. Und K1 hat es wunderbar ausgedrückt: „Papa, ich muss nicht dann fernseh schauen, wenn die Leute vom Fernsehen es wollen.“

K1/2 schalten die Glotze nur noch zum Spielen ein.

K1/2 schalten die Glotze nur noch zum Spielen ein.

Und in so eine Zeit fällt die Einführung von DVB-T2. Ich habe noch ein paar Antennen für Überall-TV in der Schublade gehabt. Damit hätte ich – theoretisch DVB-T unterwegs bei meinen Seminaren usw. schauen können. Hab ich aber kaum gemacht. Diese Antennen, Software und Kabel fliegen einfach jetzt in den Elektroschrott. Es interessiert mich einfach nicht mehr. Das Nutzungsverhalten unserer Familie hat sich komplett geändert.

Private Sender wollen Geld für DVB-T2
Wir zahlen die Rundfunkgebühr als Zwangsabgabe. Ich murre und habe aber grundsätzlich kein Problem, wenn ich für freien, unabhängigen Journalismus im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen eine Abgabe zahlen muss. Ich bin mit der journalistischen TV-Berichterstattung im Großen und Ganzen zufrieden, habe aber ein Problem damit, wenn ich mir gebührenfinanzierte Serien im TV anschauen soll. Darauf kann ich komplett verzichten. Informations- und Bildungsauftrag ja, Unterhaltungsauftrag nein. Ich finde die Apps der TV-Sender sehr, sehr gut. Aber das ist ein anderes Thema.

Werbung bietet mir neue Geräte an. Mir egal.

Werbung bietet mir neue Geräte an. Mir egal.

Jetzt lese ich, dass einige private TV-Sender eine Jahresgebühr für DVB-T2 haben wollen. Sagt mal, geht es euch noch gut? Privatfernsehen sollte doch werbefinanziert sein. Jetzt wollen die Herrschaften eine Art Abo für ihren Programminhalt haben. Keine Zwangsgebühr wie bei den Öffentichrechtlichen, sondern eine Art Abo – was im Grunde das Gleiche ist. Für was denn? Der Schrott, der über die Mattscheibe (nein LED-Bildschirm) flimmert, der interessiert mich nicht. Ich schaue kaum Unterschichtenfernsehen, wie diese Privatsender einstmals genannt wurden. Die Programminhalte interessieren mich nicht die Bohne. Die Versorgung über die öffentich-rechtlichen Sender reicht mir völlig aus.
Die neuen Receiver-Geräte kosten etwa 30 Euro. Rund 40 Programme kann man empfangen, davon 16 öffentlich-rechtliche kostenfrei. Die Privatsender strahlen über den Anbieter Freenet aus, der dafür 69 Euro im Jahr berechnet.
Ich kann die Argumente für DVB-T2 durchaus verstehen: Die neue Technik soll neben mehr Programmen auch eine bessere Bildqualität bieten. Alles nachvollziehbar und dennoch bleibt die Tatsache: Der Inhalt interessiert mich nicht mehr. Hier liegt doch das Problem. DVB-T2 ist mir egal. Jetzt kann ich endlich sagen. „Wir haben keinen DVB-T2, wir haben bewusst darauf verzichtet.“

Peripherie: Hyper Drive Thunderbolt 3 USB-C Hub für das neue MacBook Pro

28. März 2017
Mein neuer Hub am neuen MacBook Pro.

Mein neuer Hub am neuen MacBook Pro.

Eine neue Rechnergeneration bei Apple bedeutet auch immer eine neue Generation von Adapter. Seit Winter 2016 besitze ich ein MacBook Pro Late 2016 mit vier USB-C-Anschlüssen. So muss ich meinen Peripherie-Workflow neu organisieren. Uns Apple Fanboys fällt das nicht schwer, schließlich haben wir immer wieder auf Innovationen gesetzt: Abschaffen von Diskettenlaufwerken, Abschaffen von optischen Laufwerken, Einführung von FireWire und Thunderbolt und nun eben USB-C, Lightning statt Pin usw. Ich konnte mit meinem goldenen MacBook 12 Zoll schon für die neue Zeit ein wenig üben, aber mit dem MacBook Pro Late 2016 samt Touch Bar wird es ernst. Das Gerät wird zum digitalen Zentrum in meinem Workflow und das bisherige MacBook Pro dient als klassischer Rechenknecht für Termine, Rechnungen und Bürozeugs.

Die Fahrt zum Zoll kostet Zeit, aber jetzt hab ich den Hub.

Die Fahrt zum Zoll kostet Zeit, aber jetzt hab ich den Hub.

Also musste Peripherie her und ich war bei einer Kickstarter-Kampagne dabei für ein Thunderbolt 3 USB-C Hub für das neue MacBook Pro, genannt Hyper Drive. Gestern war ich beim Zoll und habe die beiden bestellten Hubs vom Zoll ausgelöst. Ich habe jetzt je einen Hub in grau und silber – dabei dachte ich, dass ich zweimal grau bestellt habe. Na egal – in der Familie wird schon jemand auf den silbernen Hub zurückgreifen.


Ausgepackt und angesteckt – und begeistert. Das Ding schnurrt wie ein Kätzchen, soll heißen: Es macht genau das, was es machen sollte. Es wird in die linken beiden USB-C-Anschlüsse vom MacBook Pro gesteckt und verrichtet dort seinen Dienst. Welche Anschlüsse sind dabei? Da wären zum einen zwei USB 3.1-Anschlüsse, also klassische USB-Ports. Dann wären zwei Thunderbolt 3 USB-C-Ports für die neuen Anschlüsse. Einer davon wird vom Strom belegt. Sie liefern bis zu 5 K oder 2x 4 K mit 60 Hz, 40 GByte pro Sekunde an Daten oder eben Strom. Dann habe ich für externe Speicherkarten von Videokameras- oder 360 Grad-Kameras einen SC- und einen microSD-Slot. Und zum Schluss gibt es noch einen HDMI-Port für einen 4K-Display.


Ich bin mit dem Thunderbolt 3 USB-C Hub für das neue MacBook Pro restlos zufrieden. Eine eigene Ethernet-Schnittstelle wäre noch genial gewesen und vielleicht noch ein VGA-Anschluss für Retro-Beamer. Aber im Ernst: ich bin zufrieden und freue mich über eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne.

Neue Arbeitswelten sind gar nicht so modern

27. März 2017
Nur mit WLAN kann ich richtig arbeiten.

Nur mit WLAN kann ich richtig arbeiten.

Mit Schülern zu arbeiten ist für mich eine enorme Bereicherung. Dies zeigt die Wortmeldung in einem meiner Seminar, die mich nachdenken ließ. Dabei ging es um Arbeitswelten und Digitalisierung.

Die Digitalisierung verändert unsere Welt. Die CeBit zeigte es wieder im Großen. Der Präsident der Bitkom Thorsten Dirks drückte es vortrefflich aus. „Als würden Feuer & Rad, Buchdruck & Webstuhl, Dampfmaschine & Ottomotor gleichzeitig erfunden.“ Gut gebrüllt Löwe und richtig gebrüllt. Die Digitalisierung kommt – wir sehen die digitale Welle am Horizont. Die Digitalisierung wird unsere Welt komplett verändern und wir müssen diese Herausforderung annehmen. Unsere alte Verhaltensweise, den Kopf in den Sand zu stecken, wird nicht funktionieren.

Unterwegs arbeiten
Als digitaler Nomade bin ich extrem viel unterwegs in Deutschland. Ob in der Deutschen Bahn, im Flugzeug, im Bahnhof, Café oder Hotelzimmer – ich versuche dort zu arbeiten, wo ich gerade bin. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Deutsche Bahn für das WLAN im ICE. Der Anfang ist gemacht. Arbeiten unterwegs verlangt eine gewisse Disziplin, die ich als Selbstständiger auch erst lernen musste. Ich war zuvor fest angestellt mit einem festen Arbeitsplatz. Jetzt bin ich selbstständig und unterwegs. Leistungsstarkes WLAN ist dabei Voraussetzung zum Arbeiten, damit ich meine Cloud-Dienste erreichen kann: Google Drive, Amazon Drive, Powerfolder, WordPress – um nur einige zu nennen. Mein mobiles Arbeitsgerät ist in der Regel ein iPad Pro samt Tastatur.

Im Arbeitszimmer arbeiten
Zu Hause steht der unter anderem ein MacBook Pro im Arbeitszimmer. Ja, ich habe auch ein Arbeitszimmer und einen festen Arbeitsplatz, der ein bisschen aussieht wie ein Cockpit. Es gibt vier, fünf Monitore, mehrere Rechner, Tastaturen und viel viel Firlefanz drumherum. Ich bin dort mit Nippes, persönlichen Erinnerungen wie Familienfotos, Legofiguren, Kunst umgeben. Hinter mir hängen Erinnerungsfotos mit mehr oder weniger berühmten Leuten zum Angeben. Ich fühle mich wohl an diesem Arbeitsplatz mit all seinen Ablenkungen. Aber arbeite ich hier effektiv oder werde ich abgelenkt?

So sieht das Arbeitszimmer aus.

So sieht das Arbeitszimmer aus.

Vertrauensarbeitsort bei Microsoft
Im Herbst 2016 durfte ich die neue Microsoft-Zentrale in München besuchen und habe darüber gebloggt.. Aber es ist nicht nur ein neues Bürogebäude, was auf die Mircosoft-Mitarbeiter zukommt, es ist auch eine neue Arbeitsweise. Microsoft hat die Anwesenheitspflicht mit den Betriebsvereinbarungen zur Vertrauensarbeitszeit (seit 1998) und dem Vertrauensarbeitsort (2014) abgeschafft. Nach Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensarbeitsplatz kommt nun eine neue Arbeitsumgebung auf die 1900 Angestellten des Konzerns zu. Es gibt keine festen Arbeitsplätze mehr. Der Mitarbeiter kommt am Morgen, setzt sich an irgendeinen Platz und abends verlässt er diesen wieder und räumt seinen Schreibtisch leer. Clean Desk-Policy lautet die Devise, schönes Wort Clean Desk-Policy. Ich möchte mal bei MS vorbeischauen und von den Erfahrungen hören.

Schüler platzt der Kragen
Im Grunde ist meine Arbeitsweise als digitaler Nomade ähnlich. Ich arbeite überall. Bei einem Seminar stellte ich diese Form der Digitalisierung zur Diskussion. Die meisten der Seminarteilnehmer in diesem Seminar wenden sich gegen diesen mobilen Arbeitsplatz. Sie konnten mit der Einstellung eines digitalen Nomaden oder Arbeiten bei Microsoft wenig anfangen.
Dann wurde es interessant: In dem Seminar saßen Schüler, die die Diskussion verfolgten. Sie rutschen unruhig auf ihren Stühlen umher bis ihnen der Kragen platze. Sie melden sich mit den Worten: „Was soll diese ganze Diskussion? Wir als Schülerinnen und Schüler sind es gewohnt alle 45 Minuten unseren Arbeitsplatz zu wechseln. Und ihr jammert so herum, aber uns Schülern mutet ihr es zu! Studenten arbeiten übrigens ebenso.“ Und dann ging die Post im Seminar ab.
Ich fand die Meinung der Schüler interessant und diskutierte es mit meinen Kindern K1/2 intensiv. Meine Kinder sagten, dass sie Tag für Tag in verschiedenen Räumen unterwegs sind: Kunstraum, Musiksaal, unterschiedliche Klassenzimmer, Physiksaal, Chemielabor, Sporthalle, EDV-Raum und mehr. Meine Kinder haben ihr Arbeitsmaterial immer dabei – im Schulranzen. Während ich mein leichtes iPad Pro dabei habe, müssen meine Kinder schwere Schulbücher schleppen. Was mein Apple Pencil ist, ist bei meinen Kindern der Füller und die Stifte im Federmäppchen. Was bei mir meine stylische Umhängetasche ist, ist bei meinen Kindern der nicht so stylische Schulranzen. Im Grunde sind meine Kinder eine alte Form von digitalen Nomaden, nur leider mit den Werkzeugen von gestern.

 

Schafft endlich diese elende Zeitumstellung ab

26. März 2017
Wer hat an der Uhr gedreht? Schafft bitte die Zeitumstellung wieder ab.

Wer hat an der Uhr gedreht? Schafft bitte die Zeitumstellung wieder ab.

Heute Nacht wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Ich habe mit der Sommer- und Winterzeit eigentlich keine Probleme. Aber ich bekomme Probleme, weil meine Ehefrau unter der Zeitumstellung leidet. Die Uhren wurden von 2 auf 3 Uhr vorgestellt und diese Stunde bringt den Biorhythmus der Gattin durcheinander und dadurch bekomme

ich Probleme. Ich will nicht sagen, dass die liebste Ehefrau launisch wird, sie wird ein bisschen stimmungsabhängig. Aber im Ernst: Sie hat Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung. Damit fordere ich: Hört um Gottes Namen auf mit dieser elenden Zeitumstellung!
Abends bleibt es länger hell und so kann Deutschland Energie einsparen. So war es einst gedacht. Die Studien sagen, dass es energietechnisch nicht viel gebracht hat. Andere Studien sagen wieder das Gegenteil. Mir ist mein Seelenfrieden aber wichtig und daher weg mit der Zeitumstellung. Die innere Uhr meiner geliebten Frau kommt durcheinander. K2 reagiert auch etwas empfindlich. K2 kommt eben nach der Mutter. K1 ist die Zeitumstellung herzlich egal ist. K1 ist nur wichtig, wann die YouTube Übertragungen seiner YouTuber aus dem Gamebereich starten und dass hier nichts verpasst wird.
Die Wellensittiche Lilly und Sinatra schauen zwar etwas verdutzt, lassen sich aber im Großen und Ganzen nicht aus dem Rhythmus bringen, so mein Eindruck. Ob jetzt eine Stunde früher oder später Hirse gefressen wird, scheint wohl den gefiederten Freunden nicht so wichtig zu sein – launisch sind sie sowieso das ganze Jahr über.

Eselsbrücke zur Zeitumstellung
Ich habe mal eine schöne Eselsbrücke gehört: Im Frühjahr werden die Gartenstühle rausgestellt und die Uhr wird damit um eine Stunde vorgestellt. Im Herbst werden die Gartenstühle reingestellt und die Uhr wird damit um eine Stunde zurückgestellt. So kann ich mir den ganzen Zirkus merken.
Ich muss nur noch einen Radiowecker und die Uhr im Automobil umstellen – alle anderen Uhren stellen sich automatisch um. Die Apple Watch macht es ebenso automatisch wie die iPhones, iPads und Macs, die in unserem Haushalt. Ob sich die Playstations 3 und 4 umgestellt haben, muss ich allerdings noch überprüfen. Ach ja und das CMS von WordPress muss umgestellt werden.

 

Trotz iPhone als Product Red bin ich sauer auf Apple

22. März 2017
Ich finde, das iPhone 7 das Product Red sieht hammerstark aus.  Foto: Apple

Ich finde, das iPhone 7 das Product Red sieht hammerstark aus. Foto: Apple

Gestern stellte Apple ein farblich aktualisiertes iPhone 7 und iPhone 7 Plus in roter Farbe vor. Ich habe mich sofort in das Product Red verliebt und würde es auch sofort kaufen. ABER: Das Smartphone in rot kommt für mich zu spät. Als Early Adopter und Apple Fanboy habe ich bei der Ankündigung des iPhone 7 Plus im Herbst 2016 das mobile Device sofort bestellt und nach der Veröffentlichung es zeitnah auch erhalten. Entsprechende Posts in diesem Blog und ein Unboxing bei Youtube beweisen es. Als Farbe habe ich damals Gold gewählt. Ich habe auch ein MacBook und ein iPad Pro in Gold und so war es folgerichtig, auch mein iPhone 7 Plus in goldener Farbe zu wählen.
Wenn ich heute die Wahl hätte, dann würde ich das Product Red wählen. Ich habe immer wieder die Apple Product Red-Produkte unterstützt, wie beispielsweise beim iPod und ich würde es auch gerne weiter tun. Beim Start vom iPhone 7 gab es fünf Farben: Weiß, Schwarz, Schwarzmetallic, Gold und Roségold. Warum kommt Apple dann in einem halben Jahr erst mit einem Product Red für das iPhone 7 und 7 plus daher? Ein zweites iPhone 7 Plus kaufe ich mir sicher nicht – da warte ich eher auf das legendäre iPhone 8 in diesem Herbst.
Warum Apple, warum nur ist es nicht möglich zum Start eines neuen Produktes auch das Product Red gleich einzuführen? Wenn die fünf Farben beim iPhone 7 gleich gehen, warum nicht gleich sechs Farben? Kann ich mein iPhone 7 Plus Gold gegen Rot umtauschen? Das wäre eine coole Aktion und ich zahle auch gerne ein paar Euro dafür.

 

App-Tipp: Telepromter für iPhone und iPad

21. März 2017

Nachdem ich ja einen YouTube-Kanal als redaktion42 habe, will dieser Kanal auch mit Videos gefüttert werden. Warum mache ich das? Eitelkeit – sicher, aber vor allem um Erfahrungen zu sammeln. Um diese Erfahrungen mit diesem Medium zu sammeln, veröffentliche ich mindestens ein Video pro Woche, oftmals werden es mehr. Es gibt für mich zwei Arten von YouTube-Videos: Bei den einen spreche ich frei von der Leber weg, improvisiere – das kommt in der Regel natürlich rüber. Viele Takes will ich nicht machen, schließlich ist es (noch) nur ein Hobby. Ich versuche, die Videos in einem Rutsch zu machen. Schneiden ist mir oft zu aufwändig.
Und dann gibt es YouTube-Videos bei denen ich oder ein Kunde einen vorgegeben Text vorlese. Ich habe gemerkt, dass Kunden ohne Medientraining auf diese Variante gerne zurückgreifen. Aber es sieht doof aus, wenn man auf das Blatt schaut. Also muss man von den Fernsehprofis lernen und einen Telepromter verwenden.
Als Software benutze ich für iOS Telepromter. Es gibt zahlreiche verschiedene Versionen von Telepromtern, ich habe mich nach Rücksprache mit einigen Videojournalisten für Telepromter von JoeAllenPro Limited entschieden. Es gibt eine Lite-Version zum Ausprobieren, die Vollversion kostet rund 15 Euro.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Bei Telepromter läuft der zu sprechende Texte in individueller Geschwindigkeit auf dem Bildschirm des iPads oder des iPhones ab. Der Videojournalist liest den Text ab und die eingebaute Kamera des iPads oder iPhones filmt das Ganze. Es ist besser, wenn man zudem noch ein externes Mikro ansteckt. Da der Text so geschickt in der Nähe der Kamera platziert ist, merkt der Zuschauer nicht, dass der Text abgelesen wird, weil der Videojournalist die ganze Zeit in die Kamera blickt. Im Fernsehen oder bei Reden wird dieses System seit Jahren eingesetzt.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Der Telepromter von JoeAllenPro Limited ist vor kurzem in einer neuen Version erschienen und komplett erneuert. Er wurde mit Features erweitert, die ich eigentlich kaum vermisst habe. Der alte Telepromter hat mir durchaus gereicht, aber ich habe das Update mitgemacht und hab nun einige Erweiterungen wie das Laden von Texten aus der Cloud oder transparente Farbflächen unter der Schrift. Ich suche im Moment noch den Countdown von früher – den habe ich beim Update nicht mehr gefunden und den brauche ich aber. Gut ist nun die Möglichkeit, den Telepromter von einer externen Blauzahn-Tastatur zu starten. Nun geht auch der Start via Apple Watch und das ist prima. Die Apple Watch steuert allerdings nur die App auf dem iPhone, nicht auf dem iPad. Ich muss mich wohl umgewöhnen, denn bisher habe ich das iPad Pro zur Videoaufnahme meist verwendet. Das iPad Pro hat allerdings eine schlechtere Kamera als mein iPhone 7 plus. Ich probiere die neuen Aufnahmen mit dem iPhone aus, das auch besser auf einem Stativ zu positionieren ist.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Durch das Update habe ich mehr Konfigurationsmöglichkeiten. So kann der Text nicht nur wie bisher von unten nach oben laufen, sondern auch von oben nach unten. Dieses Feature brauchte ich bisher noch nicht. Ich kann Videos nun auch im Hochformat drehen (schreckliche Vorstellung für mich als alter Filmer).
Bei all den Einstellungen ist es natürlich wichtig, was denn vorgelesen werden. Der beste Telepromter nutzt nichts, wenn der Typ vor der Kamera nichts zu sagen hat.

Protest gegen AfD bei uns im Dorf

20. März 2017
Bürgerinnen und Bürger aus Maisach demonstrieren gegen die AfD.

Bürgerinnen und Bürger aus Maisach demonstrieren gegen die AfD.

Ich bin ein politischer Mensch. Allerdings ist dieser Blog im Grunde frei von großen politischen Stellungnahmen. Heute eine Ausnahme, denn ich nahm an einer Protestveranstaltung gegen die AfD bei uns am Ort teil. Ich musste als Europäer einfach Flagge gegen diese Engstirnigkeit und dumpfen Nationalismus dieser Gruppierung zeigen. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD Alexander Gauland kam ins Maisacher Bräustüberl, um eine Strategiesitzung mit dem AfD-Abgeordneten für unseren Wahlkreis abzuhalten. Maisach ist im Landkreis Fürstenfeldbruck, rund 20 Kilometer westlich von München.

Im Bräustüberl Maisach tagte die AfD und Maisacher zeigen Flagge gegen diese Gruppierung.

Im Bräustüberl Maisach tagte die AfD und Maisacher zeigen Flagge gegen diese Gruppierung.

Im Vorfeld haben die örtlichen Parteien diskutiert, ob und was man gegen die Gruppierung unternehmen kann. Unser Ortsbürgermeister von der CSU hat abgewunken mit der Begründung, da dies das öffentliche Interesse mehr anfache als es die AfD verdiene. Da ich anderer Meinung bin, wollte ich Flagge zeigen und mich in die Menschenkette vor dem Bräustüberl Maisach einreihen. Ich halte das Gedankengut der AfD für gefährlich. Als Demokrat und Europäer wende ich mich eindeutig gegen diese Leute. Ich will mir später nicht von meinen Kindern vorwerfen lassen, ich habe mich nicht engagiert. Ich stelle mich gegen diesen dumpfen Nationalismus, gegen diese fremdenfeindlichen Parolen, gegen dieses antieuropäische Bashing.
Interessant war die Reaktion mancher Dorfbewohner während der Protestveranstaltung. Die einen fragten, was wir hier machen. Die anderen reihten sich für eine Zeit ein, andere gingen einfach mit frischen Semmeln an uns vorbei, schließlich war es Sonntag vormittag. Ab und zu hutsche jemand ins Bräustüberl – ob er zur AfD wollte oder zum Frühschoppen am Sonntag, das weiß ich nicht.

Ich stand neben Margret Kopp von der Togohilfe.

Ich stand neben Margret Kopp von der Togohilfe.

Ich stand neben Margret Kopp in der Protestreihe. Sie ist Kreisrätin der CSU und Vorsitzende des Togohilfsprojekts und wir unterhielten uns. Ein örtlicher Unternehmer fuhr mit Stinkefinger vorbei. Leider hatte ich das iPhone im Moment nicht bereit für ein Foto, denn das wäre mir schon eine Anzeige gegen den Herrn wert gewesen. Ich weiß allerdings, bei wem ich nicht mehr meine Dienstleistung in Anspruch nehmen werde.

Der Pressefotograf der örtlichen SZ lichtete die Protestler ab.

Der Pressefotograf der örtlichen SZ lichtete die Protestler ab.

Die örtliche Pressevertreter waren da und ich sprach mit den alten Kollegen. Klassische Massenmedien werden am nächsten Tag über den Protest berichten. Die Veranstalter sprachen von 200 Teilnehmern. Das halte ich für zu viel, aber es freut mich sehr, dass unser Dorf Flagge gegen diese Hetzer gezeigt hat. Hat durch die AfD Aufmerksamkeit durch die Berichterstattung in Massenmedien und sozialen Netzwerken bekommen? Ja, das hat sie – aber nicht in dem Sinne, wie es diese engstirnige Truppe möchte. Ich zeige klar, dass mir die AfD nicht gefällt.

Persönlicher Nachruf auf Chuck Berry

19. März 2017

Nun, 90. Jahre ist er alt geworden, der alte Mann des Rock’n Roll. Leider habe ich nie Chuck Berry live gesehen. Bei einem Konzert, das er in München mit dem großartigen Jerry Lee Lewis und Little Richards gegeben hatte, waren mir die Karten zu teuer und die Spielzeit der alten Herren zu kurz. So kannte ich Chuck Berry nur von Vinyl.
Mein Rock’n Roll begeisterter Onkel führte mich in die Szene ein. Elvis, Cash, Lewis und auch ein wenig Chuck Berry. Sein Johnny B. Goode ist der Klassiker für E-Gitarre und geht sofort ins Blut. Ich hatte ein paar Sampler, bei denen Berry mit den üblichen Stücken vertreten war: Maybellene, Roll Over Beethoven, Johnny B. Goode und das ganze Zeug. Jahre später kaufte ich mir das wichtige Chess-Sachen wie The London Chuck Berry Sessions oder St.Louis To Liverpool. Ich bin Bear Records dankbar, dass sie den kompletten Chuck Berry wunderbar editiert auf den Markt gebracht haben. Wer nicht alles braucht, aber den frühen Berry hören will, dem empfehle ich die preiswerte 5 Classic Albums-Alternative als Box. Chuck Berry hat die Musik geprägt: Ohne ihn hatte es die Beatles, Stones, Motörhead oder Clapton nie gegeben.
Für mich wurde Chuck Berry aber durch einen Kinoauftritt unsterblich, bei dem er gar nicht zu sehen war. Es war 1985 und ich schaute mir Zurück in die Zukunft / Back to the future an. Zeitreisender Michael J. Fox stieg in den 50ern bei einer Highschool-Party auf die Bühne, spielte Johnny B. Goode und flippte aus. „Eure Kinder werden es lieben“, lautete der coole Satz und im Film hielt Bruder von Chuck Berry das Telefon in den Sound und sagte: „Chuck, du suchst doch einen Song!“ Ich habe damals (und heute) wirklich gelacht und kann die Szene immer wieder gerne sehen. Humor, wie ich gerne habe.


Nun, heute höre ich den alten Mann wieder, der 1979 sein letztes Studioalbum aufgenommen hat, und seitdem mächtig unterwegs war. 2017 soll nun noch ein letztes Album mit Namen Chuck auf den Markt kommen. Ich bin gespannt. Berry war manches Mal ein schlimmer Finger, aber am Ende bleibt seine Leistung für den Rock’n Roll. Ohne ihn hätte es den Rock’n Roll, wie wir ihn kennen, nie gegeben. Und ich probiere heute seinen Duckwalk aus. Was der alte Mann konnte, muss ich doch auch können und duckwalke durch das Haus.

Feiertag für Whisky-Freunde: der Ardbeg Kelpie Committee Release kommt

16. März 2017
Wie poliertes Gold präsentiert sich der  Ardbeg Kelpie Committee Release.

Wie poliertes Gold präsentiert sich der Ardbeg Kelpie Committee Release.

Heute ist für die Freunde der torfigen Whiskys ein besonderer Tag. Seit Donnerstag, 16. März 2017 ist der Ardbeg Kelpie Committee Release im Handel. Ich bekam das edle Getränk zwei Tage vorher für eine Verköstigung von Ardbeg zur Verfügung gestellt und als Freund von torfigen Whiskys kann ich nur sagen: Leute, greift zu, solange der Vorrat reicht.


Mit seinen 51,7 % Vol. Alkohol reicht ein kleiner Spitzer Wasser, um das Aroma zu entfalten – nur ein Spitzer. Aber kommen wir zum ersten Eindruck: Wie poliertes Gold fließt der Whisky ins Glas, so dass es eine wahre Freude ist. Dann folgt der Geruch – typisch Ardbeg, ganz so wie ich es von dem Islay Malt Scotch Whisky gewohnt bin. Die Pressemitteilung der Destillerie bezeichnet es als „wundervolle, intensiv tanzende Aromen an der Nase“. Nun ja, klingt komisch und ich weiß auch nicht, was tanzende Aromen sein sollen, aber der Ardbeg Kelpie Committee Release schmeckt, wie ein edler Ardbeg schmecken muss. Ineinander verflochten mit kräftigen Torfrauch, ölig, dunkle Schokolade (sehr intensiv), geräucherter Fisch, Algen und eine intensive Kräuternote dazu Wellen vom würzigem, schwarzen Pfeffer.
Jetzt kommt der Nachteil: Der Ardbeg Kelpie Committee Release wird nur an die Ardbeg Committee Mitglieder verkauft. Wer Liebhaber dieser torfigen Whiskys ist, der ist sowieso Ardbeg Committee Mitglied. Und wer noch kein Mitglied ist, der sollte es schnellstens werden, bevor alle Flaschen des Ardbeg Kelpie Committee Release vergriffen sind.

Buchtipp: Leben wie ein Prinz von Armin Gross

15. März 2017
Ich kann das Buch allen angehenden Prinzen empfehlen.

Ich kann das Buch allen angehenden Prinzen empfehlen.

Wer diesen Blog kennt, weiß, dass ich den Autoren des Buches Leben wie ein Prinz gut kenne. Armin Gross ist Hotelier im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang in dem ich gerne meine Urlaube verbringe. Daher bin ich sicherlich etwas vorbelastet als ich mir das Buch Leben wie ein Prinz: Vom Sofahelden zum Märchenprinzen – gesund, fit, edel und gut von Armin Gross besorgt habe.
Im SPA und Wellnessbereich des Hotels gibt es neben Whirlpool, Saunen, Schwimmbecken unter anderem einen klassischen Gymnastikraum. Keine Muckibude, sondern ein klassischer Gymnastikraum mit zahlreichen Sportgeräten. An den Wänden dieses Raums hängen Drucke eines Buches über die gymnastische Übungen der Bayerischen Armee von 1872. Mich haben diese Bilder immer fasziniert.


Und diese gymnastischen Übungen der Bayerischen Armee von 1872 haben es Armin Gross angetan und er hat ein modernes Sport- und Fitness-Buch daraus entwickelt.
Es ist im Grunde eine Anleitung für ein gesundes, erfülltes, produktives und langes Leben, wie ein echter Prinz. Dabei geht es in dem Buch hauptsächlich um gesunde Lebensweise und Live-Hacks, wie sie bereits im 19. Jahrhundert genutzt wurden. Ich habe sie ausprobiert und die Sache ist ganz schön anstrengend. Ich habe das Buch Leben wie ein Prinz: Vom Sofahelden zum Märchenprinzen – gesund, fit, edel und gut als Papierbuch und elektronisches Buch für den Kindle. Im Papierbuch kommen die Bilder der Bayerischen Armee besser heraus, aber die Kindle-Variante ist einfach bequemer für unterwegs. Einige Übungen habe ich im Zug ausprobiert und seltsame Blicke zahlreicher Mitreisender auf mich gezogen, aber Fitness muss sein. Zu Ostern werde ich meine Ferien im Hotel Prinz Luitpold Bad verbringen und unter Anleitung von Armin Gross einige Übungen durchziehen.
Die im Buch beschriebenen Methoden sind erprobt und ihre Wirkungen belegt – sie sind einfach, günstig und nahezu überall einsetzbar. Dabei sind die Methoden natürlich und schonend. Wer jetzt Angst hat, den militärischen Drill der Bayerischen Armee von 1872 über sich ergehen zu lassen, den muss ich enttäuschen. Die Übungen basieren auf den Armeeübungen, wurden aber von Armin Gross durch Methoden von Kneipp, Yoga und modernes Hochintensitätsintervalltraining (HIIT) ergänzt, so dass ich ganz schön ins Schwitzen kam. Also eine klare Buchempfehlung von mir.

Als gedrucktes Werk oder Kindle für unterwegs

Als gedrucktes Werk oder Kindle für unterwegs