Posts Tagged ‘Bitkom’

Lob und Tadel für die Deutsche Bahn

6. Februar 2023

Mit der Bahn verbindet mich eine spezielle Hassliebe. Ich halte die Bahn für ein hervorragendes Verkehrsmittel, dass gegenüber dem Individualverkehr enorme Vorteile hat. Aber wir kennen alle die Probleme mit der Bahn unter denen ich auch leide. Jahrelang hat die Politik die Bahn kaputtgespart und systematisch zugunsten des Autos kaputtgemacht und jetzt schreit die Politik wieder nach einer Reaktivierung der Bahn – soweit zur Weitsicht in der politischen Gegenwart. Es fehlen die strategischen politischen Ziele, es wird nur kurzfristig auf Einsparungen gesetzt. Diese verfehlte Verkehrspolitik badet die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland nun aus.

Die Einführung des 49 Euro Tickets begrüße ich daher ausdrücklich. Ich kündige an: Ich werde das Ticket massiv nutzen und hoffe, dass wir als Land den Schritt zur Digitalisierung nicht versauen. Ein ausschließlich digitales Ticket würde diesem Land nach den guten Erfahrungen der Corona-App einen weiteren Schub Richtung Digitalisierung verpassen. Ich hatte neulich einen Beitrag von Armin Berg von der Bitkom gelesen, der sich mit deutlichen Worten auch dafür ausspricht. „Wir müssen weg vom Papier und hin zu einem digitalen Ticket, das künftig über alle Verkehrswege und Verkehrsmittel hinweg eingesetzt werden kann.“ Und weiter: „Für die wenigen Reisenden ohne Smartphone bietet eine digital auslesbare Chipkarte eine Möglichkeit, das Deutschland-Ticket ohne Systembruch zu nutzen.“ Aber bitte, bitte kein Papier.

Da ist es richtig, dass die Deutsche Bahn keine gedruckten Zeitungen mehr in der 1. Klasse verteilt. Wer die Zeitung lesen will, greift auf das digitale Angebot zurück. Die Papierpreise sind explodiert und die Ver- und Entsorgung des Papiers kostet und wir als Bahnfahrer müssen dies bezahlen.

Aber es kommen weitere Veränderungen bei der Bahn auf uns zu. Es gibt eine Hundefahrkarte endlich in der Bahn App. Die Buchung selbst war bisher schon online möglich, die Fahrkarte kam aber erst nach ein paar Tagen per Post auf Papier (!) – nochmals: AUF PAPIER kam eine Online-Fahrkarte. Jetzt hab ich keinen Hund, aber ich denke, die Besitzer von größeren Hunden werden sich nun freuen. Der große Hund kostet übrigens den halben Fahrpreis. Kleine Hunde fahren kostenlos. Hier gibt es die Infos über den Transport von Haustieren mit der Bahn.

Wichtig ist aber, dass die neue Bahn App installiert ist. Der Nachfolger vom DB Navigator heißt nun Next DB Navigator und kann aus den üblichen Stores geladen werden. Sie sieht deutlich übersichtlicher aus und ich nutze sie seit heute.
Und zum Schluss noch eine Kritik an der Bahn. Als einstiger Besitzer einer BahnCard 100 habe ich es genossen, in der DB Lounge abzuhängen, etwas zu trinken oder eine saubere Toilette zu benutzen. Die BC 100 hab ich nicht mehr, die Auftragslage ist zu schlecht, aber die BC50 mit entsprechenden Punktestand reichte auch aus, um die Lounge zu betreten. Damit ist jetzt Schluss, wenn man keinen gültigen Fahrausweis hat. Bisher war lediglich ein Punktestatus nötig, nun braucht es zusätzlich einen gültigen Fernverkehrs-Fahrschein. Das halte ich für falsch.

Telefonat, Videocall oder Textnachricht – wie halten Sie es?

2. Januar 2023

Ich habe dieses Jahr Silvester verschlafen. Zusammen mit den verängstigen Katern lag ich gegen 22 Uhr im Bett und habe die Tiere beruhigt. Erst am nächsten Tag habe ich meine Neujahrsgrüße gepostet und zwei, drei Kurznachrichten verschickt./

Wie war es bei Ihnen? Es gibt interessante Zahlen von der Bitkom. So setzen 92 Prozent der Deutschen für das Übermitteln der Grüße auf das klassische Telefonat. Fast zwei Drittel (63 Prozent) nutzen mittlerweile aber auch Videotelefonie über Dienste wie WhatsApp, Facetime, Signal und Co. – unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren sind es sogar 79 Prozent. Bei uns innerhalb der Familie ist es Facetime. Auch meine alte Mutter hat inzwischen Gefallen an diesem Kommunikationsmitteln an ihrem iPad gefunden. Es ist einfach und der Kontakt ist intensiver als nur beim Telefon. Außerdem passiert bei der Videotelefonie mehr, es laufen mal die Kinder durchs Bild oder auch die Kater schauen rein. Für Videotelefonie außerhalb der Apple-Welt nutzen wir Signal.

Die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) verschickt Neujahrsgrüße per Sprachnachrichten über Messenger-Dienste. Für mich sind Audionachrichten eine Frechheit und ich höre sie mir nicht an. In der Regel lösche ich Sprachnachrichten ungehört, weil die Leute nicht in der Lage sind, sich kurz zu fassen, sondern stammeln ihre Lebensgeschichte herunter und klauen mir wertvolle Lebenszeit. Ich denke es wird klar: Ich hasse Audionachrichten.

13 Prozent der Deutschen setzen dafür auf Videonachrichten mithilfe aufgezeichneter Videos, die sie per Messenger an ihre Liebsten verschicken. Das ist mir auch fremd.
Doch auch geschriebene Nachrichten spielen zur Übermittlung von Neujahrsgrüßen eine Rolle: 56 Prozent schreiben Textnachrichten über Messenger-Dienste, ein Fünftel (21 Prozent) setzt auf handgeschriebene Postkarten oder Briefe, 12 Prozent schreiben zu Silvester eine SMS und 8 Prozent grüßen per E-Mail. Lediglich 1 Prozent gibt an, überhaupt keine Neujahrsgrüße zu übermitteln.
Nun ja, ich nehme diesen Blogpost und wünsche ein gutes neues Jahr.

Geschenke werden online gekauft – der Baum noch analog

14. Dezember 2022

Ich bin dieses Mal wirklich spät dran. Normalerweise habe ich im Oktober die Weihnachtsgeschenke zusammen und es wird dann nur noch nachjustiert. Aber dieses Jahr ist alles anders. Es werden kleinere Brötchen gebacken und langsam sollte ich mich um die Geschenke kümmern, denn auch dieses Jahr ist der Heilige Abend am 24. Dezember.

Ich werde meine Geschenke online kaufen. Corona hat gezeigt, dass Online-Shopping wunderbar funktioniert. Und so wie ich es mache, machen es auch drei Viertel der Deutschen, so eine Umfrage der Bitkom. 76 Prozent geben in einer aktuellen repräsentativen Befragung unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom an, ihre Präsente in diesem Jahr online zu bestellen. Damit hält der Corona-Effekt des vergangenen Jahres, als es ebenfalls 76 Prozent waren, an. Zum Vergleich: Im Dezember 2020 hatten 70 Prozent angegeben, online Geschenke zu kaufen. Im Jahr 2019 waren es noch 61 Prozent. „Online einzukaufen ist für viele Menschen selbstverständlich geworden, insbesondere während der Pandemie. Das macht sich nun auch im Weihnachtsgeschäft bemerkbar“, sagt Bianka Kokott, Expertin für digitalen Handel beim Bitkom. Bei mir ist es schlichtweg die Bequemlichkeit und das Unwohlsein vor großen Menschenmassen. Corona ist nicht vorbei und die Menschen unvernünftig.

Die Sorge vor dem Corona-Virus, die während der vergangenen zwei Jahre für viele Menschen entscheidend für den Verzicht auf den Geschenkekauf im Geschäft war, spielt mittlerweile allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle (außer bei mir): Lediglich 23 Prozent derjenigen, die ihre Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen, geben dies als Grund an. Vor einem Jahr gaben haben noch 71 Prozent aus dieser Gruppe ihre Weihnachtsgeschenke online gekauft, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren. Dagegen sagen 22 Prozent, sich erst im Zuge der Corona-Pandemie ans Online-Shopping gewöhnt zu haben und daher jetzt auch die Weihnachtsgeschenke online zu kaufen. Der meist genannte Grund ist allerdings, dass sich die Menschen das Gedränge in den Läden ersparen wollen (62 Prozent), dass sie so besser Preise vergleichen können (62 Prozent) oder weil viele Produkte nicht im stationären Handel in der Nähe erhältlich seien (34 Prozent). 31 Prozent meinen auch: Die Preise im Netz sind oft günstiger. Einem Fünftel (20 Prozent) fällt es online leichter, sich Geschenkeideen zu holen.

Und da es dieses Jahr, wie die Jahre zuvor, bei uns auch kein Weihnachtsbaum aufgestellt wird, scheidet auch das analoge Baumkaufen aus. Früher, lange ist es her, habe ich mit meiner Familie unseren Baum selbst geschlagen. Das waren tolle Events, aber sie sind für mich vorbei. Trotz Online-Shopping gehört für die Deutschen der analoge Kauf eines Christbaum dazu. So planen lediglich 3 Prozent Verbraucher, ihren Weihnachtsbaum 2022 im Netz zu bestellen. Demnach bevorzugen die Menschen aktuell ganz besonders wieder den traditionellen Einkaufsweg: 57 Prozent wollen ihren Christbaum im stationären Handel erwerben, etwa bei einem temporären Verkaufsstand, im Baumarkt oder Gartencenter. Einige nehmen die Sache auch selbst in die Hand: 16 Prozent geben an, ihren Baum selbst schlagen zu wollen – bei den Männern sind es sogar 21 Prozent und 10 Prozent bei den Frauen. 4 Prozent nutzen einen Weihnachtsbaum aus Plastik – und ein knappes Fünftel (19 Prozent) will gar keinen Baum aufstellen – dazu gehört unsere Familie.
Was ich allerdings nicht verstehe: Warum die Leute einen Baum kaufen und JETZT schmücken. Der Christbaum gehört am Heiligen Abend geschmückt und nicht vorher. Der Sinn dieses Ritus scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Es ist alles nur Show.

Der neue (alte) Scheiß: Podcasts

3. Dezember 2022

Podcasts sind der neue heiße Scheiß, aber natürlich sind Podcasts nicht so neu. Aber das Thema wird medial gehyped und viele Medienmenschen springen auf den Zug auf. Auch ich experimentiere mit diesem Audiomedium herum und produziere für einen lokalen Bäckereifachbetrieb und einen Verband einen wöchentlichen Podcast. Die wichtigste Maßgabe für mich: Du darfst nicht langweilen und der Content muss journalistisch sauber recherchiert sein. Auf Gelabber kann ich verzichten, denn ich widme dem Podcaster das Wichtigste was ich habe: Meine Zeit.

Podcasts unterwegs
Als ich vor Corona intensiver Zugfahrer war, hatte ich viele Podcasts abonniert. Das ist heute anders: Ich höre nur noch ausgewählte Sendungen, die mir wirklich etwas geben.
43 Prozent der Deutschen hören Podcasts – und damit etwas mehr als im Vorjahr (2021: 38 Prozent), so hat die Bitkom ermittelt. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren hört sogar mehr als die Hälfte (56 Prozent) Podcasts. Jeweils ein Fünftel der Hörer drückt täglich (19 Prozent) bzw. wöchentlich (20 Prozent) die Play-Taste. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.100 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Und das ist der Grund, weshalb die Medienfuzzis jetzt alle Podcast produzieren.
Drei Viertel (76 Prozent) der Podcast-Nutzer hören lieber Podcasts als zu lesen. Persönlich bleibt beim Lesen bei mir mehr hängen als wenn ich nur zuhöre. Aber das mag eine persönliche Eigenschaft sein. Zudem ziehen drei von zehn (30 Prozent) Podcasts dem jeweils aktuellen Radioprogramm vor. Das ist auch interessant. Radio höre ich nur Informations- aber keine Unterhaltungssendungen mehr. Musik kommt von meinem Server oder von Apple Music und nicht von quatschenden Radiomoderatoren. Das war als Jugendlicher anders, als ich noch die B3-Radioshow mit Gottschalk, Jauch und Fischer hörte. Einem Drittel (33 Prozent) sind Podcasts von allen Medienformaten am liebsten.

Podcasts werden nebenbei gehört
Viele hören Podcasts unterwegs: im Auto (39 Prozent), in Bus, Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln (24 Prozent), auf dem Rad (10 Prozent) oder beim Spazierengehen (4 Prozent). Zu Hause werden Podcasts beim Putzen oder Aufräumen (34 Prozent) gehört. Jeweils 18 Prozent machen währenddessen Sport oder essen dabei. Auch bei handwerklicher Arbeit (10 Prozent), beim Kochen (9 Prozent) und bei der Gartenarbeit (7 Prozent) laufen Podcasts nebenher. Hin und wieder hören knapp vier von zehn (38 Prozent) Podcasts, um sich zu entspannen und sich voll und ganz auf das Gesagte zu konzentrieren. 34 Prozent hören Podcasts zum Einschlafen. Bei mir ist es so: Sobald ich im Bett Podcasts hören will, schlafe ich sofort ein.

Die ideale Podcast-Folge dauert 26 Minuten
Nur ein Drittel der Podcast-Hörer (33 Prozent) hört in der Regel Podcast-Folgen bis zum Ende. 42 Prozent hören sich mehr als die Hälfte an und 22 Prozent hören Folgen in der Regel nur zu einem kleinen Teil. Die Wunschlänge für eine Folge beträgt im Durchschnitt 26 Minuten. Interessant bei mir: Die Podcast für meinen Kunden sind deutlich kürzer, ich will ja nicht langweilen. Ein Viertel (25 Prozent) möchte sich Beiträge anhören, die zwischen zehn und 20 Minuten dauern. Für jeweils ein Drittel (32 Prozent) beträgt die ideale Länge zwischen 20 und 30 bzw. 30 und 60 Minuten. Nur vier Prozent möchten sich Folgen anhören, die eine Stunde oder länger dauern.

Bewegtbild dazu
27 % der Podcast-Hörer würden gerne eine Video-Aufnahme des Gesprächs sehen, 10 % haben das bereits getan, sagt eine Bitkom-Umfrage. 21 % aller Podcast-Nutzer haben schon selbst über einen Einstieg ins Audio-Business nachgedacht – 44 % finden den Podcast-Dschungel aber „zu unüber­sichtlich“.

Und nun Eigenwerbung
Gerne produziere ich einen Podcast für Sie. Lassen Sie es mich wissen, wir finden sicher eine Lösung. Ich freu mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Werbeblock Ende

Das iPhone 14 lass ich aus und warte auf USB-C

9. November 2022

Dieses Jahr halte ich mich beim Kauf eines iPhones zurück. Ich arbeite mit dem iPhone 12 Pro Max und das Smartphone muss noch eine Weile durchhalten. Die Generationen 13 und das aktuelle 14 überspringe ich, weil im Moment das Geld und die Auftragslage knapp sind und mich die neuen technischen Features nicht zum Kauf eines teuren Apple Geräts überzeugen. Die Auflösung der Kamera ist zugegeben prima, aber nicht für den Preis.

Bei der nächsten Generation bin ich wohl wieder mit von der Partie, denn Apple beugt sich der EU-Gesetzgebung und stattet alle Geräte mit USB-C aus. Auf einer Veranstaltung des Wall Street Journals in Laguna Beach, Kalifornien, hat Apples Marketing-Chef Greg Joswiak vor kurzem bestätigt, dass kommende iPhones einen USB-C-Anschluss haben werden. Also werde ich warten und dann investieren, vielleicht schon im September 2023.

Das bedeutet konkret, dass der Lightning-Anschluss der Vergangenheit angehören wird. Das bedeutet auch eine größere Investition für mich, denn nicht nur die Schnittstelle beim iPhone ändert sich, sondern auch meine komplette Peripherie. Es wird wieder allerhand neue Kabel, Stecker geben, weil ich viele Videos mit dem iPhone drehe.

Die EU will mit einem einheitlichen Kabel Elektroschrott verringern, ist aber nicht konsequent, weil Elektrokleingeräte davon nicht betroffen sind. Zudem bremse der USB-C-Standard die Innovationen, wie die Bitkom betont. „Die EU spricht von ‚Ladebuchsen‘, tatsächlich handelt es sich dabei um Datenschnittstellen, über die sich die Geräte oft auch laden lassen. Die politische Festlegung auf einen technischen Standard wird den Elektroschrott nicht reduzieren, sondern vor allem Innovationen bremsen und läuft dem wichtigen Prinzip der Technologieoffenheit massiv zuwider“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Die unzähligen echten Ladebuchsen, die von anderen Elektrokleingeräten genutzt werden, sind hingegen gar nicht berührt und dort wird es weiterhin eine unüberschaubare Vielfalt geben. Schon jetzt setzt sich induktives, kabelloses Laden auf Basis des herstellerübergreifenden Qi-Standards immer weiter durch.
Naja, ich mische mich als Kunde nicht in die große Politik ein. Als Unternehmer muss ich mit den Gegebenheiten leben und meinen Workflow finden.

Informationskrieg Putins entgegen wirken durch Medienkompetenz

26. Juli 2022

In meinem wöchentlichen kostenlosen Newsletter gehe ich auch immer auf dem Informationskrieg in der Ukraine ein. Als Journalist habe ich die Schwierigkeit, welcher der beiden Kriegsparteien soll ich glauben, wenn ich die Informationen nicht überprüfen kann. Das ist ein echtes Problem. Also heißt es kritisch sein und wenn möglich, die Informationen auf ihre Plausibilität checken.

Olga Kotlytska betreibt mit Kolleginnen den Sender „Radio Wahrheit für Russland“

Diese Chance hat die russische Bevölkerung nicht, nachdem in Russland die Medien einer Zensur unterliegen. Dennoch gibt es Möglichkeiten auch unter Putin an unabhängige Informationen zu kommen. Wie diese hier: Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, die ukrainische Reporterin Olga Kotlytska zu treffen, die mit Kolleginnen zusammen den Radiosender „Radio Wahrheit für Russland“ betreibt. Zusammen mit meiner Kollegin Maria Filina habe ich Olga Kotlytska nach Geretsried eingeladen, um bei unserer Veranstaltung „Wir müssen reden“ sich vorzustellen.

Russische und ukrainische Journalistinnen haben in München den Sender „Radio Wahrheit für Russland“ gegründet. Olga Kotlytska erzählte mir von dem Senderkonzept. Mit unabhängigen Berichten über den Krieg wollen sie der russischen Propaganda entgegenwirken. Sie machen ein Radioprogramm aus München in russischer Sprache. Einmal pro Woche zeichnen sie in München auf und gehen auf Sendung – und zwar neben Youtube und Telegram vor allem auf Kurzwelle. Anders als Websites werden diese nur zum Teil von Russland geblockt und haben eine hohe Reichweite. Die Hörer lassen sich anders wie im Netz nicht nachverfolgen. Radio an und fertig. Kein Stream im Netz, dessen IP-Adresse für russische Behörden nachvollziehbar ist, wer was wann gehört hat.

„Radio Wahrheit für Russland“ will mit Interviews und Berichten gegen die russische Propaganda wirken – und das mit kleinen Erfolg, wie Mails beweisen, so Olga Kotlytska.

Auch die Bitkom in Berlin schaut auf die Berichterstattung im Ukraine-Krieg. Ob über Blogs, Messenger-Kanäle oder Video-Plattformen: Kremltreue Nachrichtenangebote und selbst ernannte „alternative Medien“ verbreiten nicht erst seit Beginn des Ukraine-Krieges pro-russische Propaganda und gezielte Desinformation im Netz. Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger zeigt sich dafür allerdings nicht empfänglich, so die Bitkom: So geben lediglich 4 Prozent an, russische Medien für vertrauenswürdig zu halten, wenn es um den Wahrheitsgehalt von Informationen zum Krieg in der Ukraine geht. 3 Prozent sagen dies über die russische Regierung. Im Gegenzug halten 87 Prozent die russische Regierung für wenig bis überhaupt nicht vertrauenswürdig und 80 Prozent sagen dies über russische Medien. Die übrigen können die Vertrauenswürdigkeit nicht beurteilen oder machen dazu keine Angabe. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Umgekehrt wird der ukrainischen Regierung (78 Prozent) und den ukrainischen Medien (70 Prozent) von einem deutlichen größeren Teil der Befragten Vertrauen geschenkt. Insbesondere der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldet sich nahezu täglich in sozialen Medien, um seine Sichtweise auf den Krieg gegen sein Land zu teilen. „Der rechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wird von einer massiven Desinformationskampagne begleitet, mit der der Kreml destabilisierend wirken und in westlichen Ländern bewusste falsche Narrative setzen will. Die allermeisten Menschen trauen russischen Medien nicht. Viele erkennen die zahlreichen Inhalte und Posts, die direkt oder mittelbar auf den Kreml zurückgehen, allerdings als solche nicht. Es wird immer wichtiger und dringender, die Medienkompetenz in der gesamten Breite der Gesellschaft zu entwickeln“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Da stimme ich ihn zu. Zusammen mit meinen Kollegen Maria Filina und Thomas Gerlach führe ich Seminare zum Thema Fake News durch, um die Medienkompetenz zu verbessern.
Fast drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) sorgen sich über die Verbreitung von Falschinformationen in sozialen Medien zum Krieg in der Ukraine. 57 Prozent finden es schwierig, Informationen über den Krieg in der Ukraine richtig einzuordnen und 62 Prozent der Internetnutzer prüfen die Vertrauenswürdigkeit einer Quelle, bevor Informationen im Netz geteilt werden. Das werte ich als großen Aufklärungserfolg.
Jeder und jede sechste (17 Prozent) konsumiert seit dem Krieg in der Ukraine auch mehr internationale Nachrichten als zuvor.

Powerbank immer dabei – Strom fürs Smartphone

18. Juni 2022

Panik breitet sich aus, wenn der Akku-Stand des Smartphones sich in den roten Bereich neigt, wenn man unterwegs ist. Der rettende Strom kommt dann nicht aus der Steckdose, sondern aus der Powerbank. Das ist nicht nur bei mir so, sondern auch bei anderen. 24 Prozent haben fürs Smartphone immer eine Powerbank dabei, so die BITKOM.

Was waren das für Zeiten, als man das Mobiltelefon einmal die Woche aufladen musste und der Akku hielt. Damals hatten wir auch nur telefoniert und SMS geschrieben. Der Energiebedarf bei Smartphone ist natürlich ein anderer. Mehr als die Hälfte der Smartphone-Nutzer wird nervös, wenn sie bemerkt, dass der Akku bald leer ist (57 Prozent). Und gut jede und jeder Zweite (53 Prozent) hat das Gefühl, dass der Akku des Smartphones ständig leer ist.

Die Nutzer haben sich unterschiedliche Strategien zurechtgelegt, damit ihrem Smartphone der Saft nicht ausgeht. 49 Prozent laden ihr Gerät mehrmals täglich auf. 48 Prozent laden auch unterwegs, zum Beispiel in der Bahn. Ein gutes Drittel (35 Prozent) lädt das Smartphone lieber häufiger auf, aber nicht unbedingt zu 100 Prozent. Und ein Viertel (24 Prozent) hat zur Sicherheit immer eine Powerbank dabei, um mobil nachladen zu können. Auf Seminaren werde ich oft von Teilnehmern angesprochen, deren Geräte der Saft ausgeht und sie ihr Ladekabel vergessen haben. Als digitaler Nomade habe ich IMMER Kabel und Stecker sowie Powerbank am Mann, wenn ich unterwegs bin.

„Bei den in Smartphones verbauten Lithiumionen-Akkus ist es von Vorteil, häufiger und kürzer nachzuladen. Um den Akku zu schonen und die Lebensdauer zu erhöhen, sollte das Smartphone spätestens bei einem Ladestand von 20 Prozent an den Strom und dann auch nur bis zu 80 Prozent aufgeladen werden. Einige Smartphone-Hersteller haben auch eine intelligente Ladetechnik integriert, die den Ladevorgang automatisch steuert, um einem langfristigen Kapazitätsverlust vorzubeugen“, sagt Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß.

Im Moment versuche ich gerade, meine Powerbanks über Solargeräte aufzuladen – mit unterschiedlichen Solarpanels verschiedener Anbieter. Meine Erfahrungen werden ich bald bloggen.

Persönlicher Digitalisierungsschub durch Corona – und bei euch?

31. Mai 2022

Hat uns die Pandemie etwas Positives gebracht? Ich stimme der Bitkom zu, die behaupten, dass die Digitalisierung durch Corona vorangetrieben wurde. Daseist richtig, aber es gibt noch Luft nach oben. Das Voranschreiten von 1 und 0 gilt für Privatleute genauso wie für Unternehmen. Und ich sehe einen erhöhten Schulungsbedarf, damit analoge Mitmenschen durch die digitale Spaltung nicht abgehängt werden. Voraussetzung bei ihnen ist allerdings der Wille zur Veränderung.

Parsifal setzt auf Digitalisierung.

Die Bitkom wirft einen besonderen Blick auf die Unternehmen. Und nachdem ich ja auch ein kleiner Unternehmer bin, schaue ich da auch genau hin. Die Corona-Pandemie hat einen nachhaltigen Digitalisierungsschub in den deutschen Unternehmen ausgelöst. Rund jedes Zweite (49 Prozent) gibt an, dass Corona die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells beschleunigt hat. Vor zwei Jahren, kurz nach Beginn der Pandemie, waren es erst 15 Prozent. In 44 Prozent der Unternehmen hat Corona die Digitalisierung der Geschäftsprozesse beschleunigt (2020: 18 Prozent). 6 von 10 Unternehmen (60 Prozent) sind überzeugt, dass digitale Technologien dabei geholfen haben, die Pandemie zu bewältigen. Eine knappe Mehrheit (53 Prozent) betont, dass Corona einen Innovationsschub im eigenen Unternehmen ausgelöst hat.
Ich mach das Mal bei mir fest: Mein Arbeitszimmer wurde um ein Videostudio ergänzt. Stand ich zu Beginn der Pandemie vor einer einfachen Webcam, ist es heute ein Studio mit mehreren Kameras, Mischer, Greenscreen und Licht. Von hier kann ich meine Online-Schulungen halten, wobei die Technik immer wieder neuen Bedürfnissen angepasst werden muss.

Hybride Veranstaltungen mit 360 Grad Kameras

Und 4 von 5 Unternehmen (83 Prozent) verfügen inzwischen über eine Digitalstrategie, vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 74 Prozent. Auch hier kann ich von meiner Seite berichten, dass ich mit meinem wöchentlichen Newsletter ein neues Kommunikationstool eingerichtet habe, um meine Seminare zu bewerben und um eine Community aufzubauen.

Das alles sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.102 Unternehmen ab 20 Beschäftigten aus allen Wirtschaftsbereichen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom (ja ich bin Einzelkämpfer, wurde nicht gefragt, gebe aber dennoch meinen Senf dazu). Im laufenden Jahr werden die Investitionen in die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen voraussichtlich weiter zunehmen. 29 Prozent der Unternehmen wollen in diesem Jahr mehr investieren als 2021, nur 14 Prozent planen, ihre Investitionen zurückzufahren. Die Mehrheit (53 Prozent) lässt die Ausgaben unverändert.

Zum Standard der Unternehmenskommunikation gehören wie in der Vergangenheit E-Mail (100 Prozent) und Festnetz-Telefone (96 Prozent) – bei mir ist das Festnetz formal vorhanden, wird aber nicht genutzt. Smartphones nutzen 83 Prozent der Unternehmen sehr häufig oder häufig, vor zwei Jahren waren es 81 Prozent und 2018 erst 51 Prozent. Videokonferenzen gehören in 72 Prozent der Unternehmen zum Alltag, Zoom und Facetime möchte ich nicht missen, nicht im privaten, nicht im beruflichen. 2020 waren es noch 61 Prozent und 2018 nur 48 Prozent. Messenger nutzt die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent), vor zwei Jahren waren es 50 Prozent. Kollaborationstools setzen 40 Prozent ein (2020: 36 Prozent). Und in jedem dritten Unternehmen (36 Prozent) wird inzwischen häufig über Social Media kommuniziert (2020: 29 Prozent, 2018: 25 Prozent). Zugleich werden klassische Kommunikationsmittel seltener verwendet. Erstmals nutzt weniger als die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) häufig oder sehr häufig die Briefpost (2020: 56 Prozent, 2018: 71 Prozent). Und nur noch 40 Prozent greifen häufig auf das Fax zurück. Vor zwei Jahren waren es noch 49 Prozent, 2018 sogar noch 62 Prozent.
Und die Zusammenarbeit über die Cloud hat deutlich zugenommen. Werkzeuge wie Google Drive, Doodle, MindMeister oder Trello gehören heute zu meinem digitalen Alltag.
Und wie ist es bei euch? Was hat Corona bei euch verändert?

Diese Zeiten sind vorbei.

Werbung: Kameras im SmartHome im Griff

20. Februar 2020

Das Thema SmartHome bewegt die Gemüter. Als Referent zum Thema Digitalisierung arbeite ich sehr viel mit SmartHome-Anwendungen und berichte über meine Erfahrungen. Die Deckenlampen werden per Smartphone bedient, Alexa schaltet die Kaffeemaschine an, die Rollläden fahren morgens beim Aufstehen selbstständig hoch. Deutschlands Wohnungen und Häuser werden derzeit mit intelligenten Technologien ausgestattet. 3 von 10 Bundesbürgern (31 Prozent) nutzen mindestens eine entsprechende Anwendung in ihrer Wohnung, so eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zur IFA 2019.
Mehr Komfort und Lebensqualität ist für einen Großteil das Hauptkriterium dafür, in einem intelligenten Zuhause zu leben. 64 Prozent der Besitzer von Smart-Home-Anwendungen nennen dies als Grund dafür, entsprechende Anwendungen installiert zu haben.
54 Prozent wollen ihre Wohnung sicherer machen – etwa durch intelligente Alarmsysteme, intelligente Rauchmelder oder eine intelligente Videoüberwachung. Vor allem Männern ist dieser Grund wichtig: 59 Prozent heben diesen Aspekt hervor, bei den Frauen sind es 48 Prozent.
Aber das Problem sind unterschiedliche technische Strandards. Im Dezember vergangenen Jahres wurde klar. Die großen Hersteller arbeiten an einer Lösung. Amazon, Apple und Google wollen einen gemeinsamen Smarthome-Standard entwickeln. Die Konzerne wollen die Verbindung verschiedener Geräte im vernetzten Zuhause vereinfachen. Der neue Standard soll ohne Lizenzgebühren verfügbar sein. Dieser neue Standard solle auf dem Internetprotokoll basieren. Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gehören unter anderem auch Ikea, Samsungs Heimvernetzer SmartThings, der Chipspezialist NXP sowie der Hersteller der vernetzten „Hue“-Lampen, die Philips-Abspaltung Signify. Aber bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Frühestens Ende 2020 sollen erste Ergebnisse vorliegen.

Foto: INNOCAM

Foto: INNOCAM

Ein NAS-System für Medien wie Fotos und Filme im SmartHome stammt oft von Synology. Synology wurde im Jahr 2000 gegründet und hat heute über sechs Millionen Installationen. Interessant sind dabei die Kamera-Steuerungen im SmartHome über Synology. Damit werden unsichere Cloudlösungen asiatischer Hersteller im SmartHome vermieden. Synology bietet über den Einzelhändler INNOCAM verschiedene Staffelungen einer Synology Surveillance Station Lizenz an, um IP-Kameras in das Synology-Überwachungssystem des SmartHomes zu integrieren. Inzwischen steht eine Auswahl von über 7400 IP-Kameras von mehr als 100 Marken, darunter auch Cloud-Kameras, zur Verfügung. Darunter sind alle ONVIF, Kameras von Axis, Mobotix, ACTi, Airlive, Arecont, AVIPC, Cisco, Compro, D-Link, Edimax, Foscam, Hikvision, iPUX, IQinVision, JVC, Levelone, Linksys, Messoa, Panasonic, Pixord, Sanyo, Siemens, Sony, Toshiba, TP-Link, Trendnet, Vivotek und Y-cam.

Foto: INNOCAM

Foto: INNOCAM

Die Surveillance Station unterstützt nun H.264, MJPEG, MPEG4, MxPEG und vereinfacht den Installationsprozess der Kameras und ermöglicht es, die Verbindung zu den Kameras über eine Web-basierte Benutzeroberfläche oder über ein mobiles Gerät jederzeit und überall herzustellen.

Standardmäßig ist eine Lizenz für zwei Kameras installiert. Wer den Lizenzschlüssel auf der Benutzeroberfläche der Überwachungsstation eingebt, kann mehr als zwei Kameras im Netzwerk einrichten und verwalten. Achtung: Ein Lizenzschlüssel kann nur auf einer Überwachungsstation von Synology aktiv sein. Die Installation der Kameras geht einfach: Gehen Sie in der Überwachungsstation zum Hauptmenü (Main Menu) > Lizenzen (Licenses) und klicken Sie auf Hinzufügen (Add). Der Installationsassistent führt durch das sichere Hinzufügen von Geräten zur Überwachungsstation.

Streaming Video: Zwei von fünf Internetnutzer glotzen online

21. Juni 2018

Video unterwegs durch Streaming Video

Video unterwegs durch Streaming Video

Eigentlich war K2 an allem schuld. K2 wollte Netflix wegen irgendwelcher Anime-Serien und ich hab als Papa zugestimmt. Und nun glotzt fast die ganze Familie Streaming-Video.  Ich habe darüber gebloggt. Und unser Verhalten ist nicht einmalig, sondern scheinbar Trend. Die Bitkom hat eine Umfrage veröffentlicht, die unseren Familientrend erhärtet: Zwei von fünf Internetnutzern (37 Prozent) streamen Filme und Serien über kostenpflichtige On-Demand-Portale wie Netflix, Amazon Prime Video, Sky Ticket oder Maxdome. 

Im Vorjahr waren es erst 29 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.007 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Vor allem Jüngere zwischen 14 und 29 Jahre greifen auf die Angebote zurück: In dieser Altersgruppe streamt fast jeder Zweite hin und wieder (46 Prozent) Serien und Filme über kostenpflichtige Portale. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es vier von zehn (39 Prozent), bei den 50- bis 64-Jährigen noch rund ein Drittel (32 Prozent). 

Interessant ist das Device. K2 nutzt das Smartphone zum Streamen, meine Gattin und ich in der Regel das iPad und wenn ich mal Serien am heimischen Wohnzimmer-TV-Gerät schauen will, dann greife ich auf Apple TV zurück. Ich habe mir gerade erst Apple TV 4K angeschafft. Ab und zu schaue ich mir neue Kinotrailer an und lasse mich überraschen, was künftig in den Lichtspielhäusern gezeigt wird. Apple Keynotes schau ich mir hier ebenso an. Ich bin sehr dankbar, dass Netflix und Amazon Prime Video über Apple TV läuft. Das sind die beiden kostenpflichtige Dienste, die wir am meisten nutzen. 

Bei unserer Familie ist lineares Fernsehen kein Thema mehr.

Bei unserer Familie ist lineares Fernsehen kein Thema mehr.

Klassisches lineares TV schaut bei uns in der Familie keiner mehr. Ich bin mal gespannt, ob die ich laufende Fußball WM einschalte, aber das mache ich abhängig vom Erfolg der deutschen Mannschaft. Im Moment bleibt das klassische lineare Fernsehen aus. 

Senioren steigen in den Streaming Video Markt ein

Waren es in den vergangenen Jahren vor allem die jüngeren Internetnutzer, die Flatrates auf Serien und Filme zu schätzen wussten, nutzen nun auch die Älteren die Angebote immer mehr. In der Generation 65plus ruft jeder fünfte Internetnutzer (20 Prozent) Spielfilme und Serien über kostenpflichtige Video-Streaming-Dienste ab. 2016 waren es erst 8 Prozent, 2017 13 Prozent. Und das kann ich ebenso bestätigen. In vielen meiner Seminare sitzen Senioren, die sich Zug um Zug an Streaming Video heranwagen. Der Erklärungsbedarf am Anfang ist etwas hoch, aber wenn die Senioren Blut geleckt haben, sind sie treue Streaming Nutzer. 

Mir etwas unverständlich ist die geringe Zahl von Nutzern, die die Download-Funktion nutzen. Nur vier von zehn On-Demand-Streamern (40 Prozent) greifen auf die Download-Funktion zurück, mit der Filme und Serien vorrübergehend zwischengespeichert werden und so auch im Offline-Modus geschaut werden können. So verbringe ich lange Zugfahrten.