Archive for Juni 2018

Google Mitarbeiter unterstützen Maisacher Togohilfe

30. Juni 2018
Ehrenamtliche Arbeit: Togohilfe Maisach und GoogleServe arbeiten Hand in Hand beim Beladen eines Containers für Togo.

Ehrenamtliche Arbeit: Togohilfe Maisach und GoogleServe arbeiten Hand in Hand beim Beladen eines Containers für Togo.

In Zeiten des Partikularinteresses halte ich ehrenamtliche Arbeit für andere für enorm wichtig. Bei uns im Dorf Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck engagiere ich mich daher für die Aktion PiT Togohilfe Maisach. Es galt, zwei Container für Togo zu beladen.
Das Togohaus in unserem Dorf war übervoll und ehrenamtliche Helfer des Vereins, aber auch interessierte und engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde packten mit an. Unterstützt wurden wir dieses Mal von Mitarbeiter des IT-Riesen Google. An zwei Tagen kamen Google-Mitarbeiter ins Dorf zur Togohilfe und luden die Spenden in die riesigen Schiffscontainer.

Google hat seit 2008 mit GoogleServe eine beeindruckende Tradition eingeführt. An einem Tag kann jeder Google-Mitarbeiter sich an einem sozialen Projekt ehrenamtlich beteiligen und das während der Arbeitszeit. Die Aktion PiT Togohilfe Maisach hat einen Paten, der bei Google arbeitet und er bewarb die Togohilfe intern bei Google. Und siehe da: Schon fanden sich engagierte junge Leute, die sich meldeten und in Maisach mithalfen. Ich finde GoogleServe eine wirklich tolle Idee. Im normalen Alltag sind die Google-Mitarbeiter klassische Software-Programmierer, in Maisach wurde aus ihnen tatkräftige Helfer, die mitanpackten.

Es galt schwere Nähmaschinen, Krankenhausbetten, Bänke und Stühle zu verladen. Es wurde nicht über Technik gesprochen, sondern über die Probleme in Afrika. Margret Kopp, die Vorsitzende der Aktion PiT Togohilfe Maisach, berichtete in den Pausen über die Arbeit des Vereins. Die Google-Mitarbeiter, die aus verschiedenen Länder kamen, stellten interessiert Fragen und die Maisacher stellten interessiert Fragen, wie es denn bei Google zugeht. Es war ein wunderbarer Austausch und eine wunderbare Zusammenarbeit. Hier ein kleines Interview:

Dass diese Arbeit der Togohilfe anerkannt wird, zeigte sich vor kurzem: Die Togohilfe gewann den 1. Preis des Bayerischen Eine Welt-Preises. Die Preisträger wurden auch dieses Jahr wieder von einer Jury ausgewählt, die aus Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, des Bayerischen Landtags, des Eine Weltnetzwerks Bayern e.V. und der Staatskanzlei bestand. Laudator Klaus Steiner, MdL, hob die intensive Teilhabe der ländlichen Bevölkerung in den Dörfern in Togo vom ersten Schritt des Dorfentwicklungsprogramm Village Aimes-Afrique – das lebenswerte Dorf an, die wissenschaftliche Begleitung der Projektmaßnahmen und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Partner-Verein Aimes-Afrique hervor, wodurch die Nachhaltigkeit des Projektes in beispielhafter Weise gewährleistet ist. „Das Projekt ist sehr gut durchdacht, arbeitet mit den Partnern auf Augenhöhe zusammen und mobilisiert dadurch die vorhandenen Kräfte und Kapazitäten zur Selbsthilfe in hervorragender Weise“, lobte Steiner.

Am Ende des Tages war das Togohaus wieder leer und freut sich auf neue Spenden. Im August geht der nächste Container.

Am Ende des Tages war das Togohaus wieder leer und freut sich auf neue Spenden. Im August geht der nächste Container.

Und mir wurde bewusst, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit bei uns ist, damit es nicht noch kälter bei uns wird.

Dank an GoogleServe für das Anpacken in Maisach.

Dank an GoogleServe für das Anpacken in Maisach.

Sherlock Holmes in London

29. Juni 2018
Eine berühmte Adresse - hier wohnt Sherlock Holmes.

Eine berühmte Adresse – hier wohnt Sherlock Holmes.

Ich kam zu Sherlock Holmes über Edgar Allan Poe. Ich mag den Begründer der amerikanischen Kurzgeschichten, der mir die Abgründe der menschlichen Seele aufgezeigt hat. Und ich mag Poe für seine Detektivgeschichten, die voller Logik und Rückschlüsse waren. Das fasziniert mich. Allerdings hat Poe nicht viele dieser Kriminalgeschichten verfasst, so dass ich als Jugendlicher auf der Suche nach neuem Stoff war. Und da bekam ich als junger Mensch die Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle in die Finger. Ich las zunächst den Roman Die vergessene Welt und stieß dann auf seinen berühmtes Paar Sherlock Holmes und Dr. Watson.
Ich verschlang die Geschichten um den Meisterdetektiv und seines Assistenten. Ein dynamisches Duo wie Batman und Robin, Stan Laurel und Oliver Hardy, Country und Western – die Geschichten liebte ich, die Rückschlüsse und das analytische Denken ist der Hammer. Mein erster Sherlock-Roman von Doyle war bei mir Der Hund der Baskerville und dann kamen Zug um Zug alle anderen Geschichten. Schockiert war ich freilich als Professor Moriarty seinen Gegner Holmes in der Schweiz umbrachte. Später erweckte Doyle meinen Detektiv wieder zum Leben. Nachdem ich alles gelesen hatte, widmete ich mich den Filmen um Sherlock Holmes. Ich habe das Gefühl, es gibt Unmengen von Holmes-Filme. Ich mochte Peter Cushing als Holmes, aber wirklich begeistert war ich von Basil Rathbone. Diese Verfilmungen bevorzugte ich lange Zeit bis ich auf die jüngste BBC-Serie mit Benedict Cumberbatch stieß. Die BBC-Fernsehproduktion Sherlock umfasst bisher 4 Staffeln und ich mag sie unheimlich gerne. Zudem habe ich die Mangas zu Sherlock verschlungen, die ich auch für ausgezeichnet umgesetzt halte.

Sherlock Holmes in der Baker Street 221b
Bei meinen jüngsten London-Besuch schaute ich natürlich auch in die Baker Street 221b vorbei, das Wohnhaus meines Helden. Die lange Schlange vor dem Eingang hielt mich allerdings vom Besuch ab. Es ist schon pervers einen Wohnhaus anzuschauen von einer Person, die nur in einem Roman existiert. Aber es zeigt, wie faszinierend die Person Sherlock Holmes auf die Menschen ist. Bei Regen warteten sie brav bis sie an der Reihe waren und schauten sich die Einrichtung an. Ich witzelte mit einem Bobby herum, der vor dem fiktiven Wohnhaus für Ruhe sorgte. Der Typ hatte einen wunderbaren Humor und wir machen einige Selfies, wies allerdings darauf hin, dass er eigentlich im Dienst sei. Wer’s glaubt …

Sherlock Holmes Shop
Ich zog es mit meiner Familie vor, den Sherlock Holmes Shop nebenan zu besuchen. Von der Freundlichkeit des Personals war ich überwältigt. Kurzzeitig überlegte ich mich, meine Sherlock Holmes Bücher auch auf englische Ausgaben zu erweitern, ließ aber aufgrund des Gewichts von dem Vorhaben ab – zudem Amazon as Papier bequem nach Hause liefern kann. Dort steht die hervorragende deutsche Ausgabe des Gesamtwerks in der Übersetzung von Gisbert Haefs, Nikolaus Stingl, Werner Schmitz, Hans Wolf, Leslie Giger. Das ist für mich eindeutig die beste Übersetzung der Holmes Bücher.

Ich musste mich im Shop mit einigen Devotionalien ausstatten: Ich kaufte einen Füller, eine Büste, Manschettenknöpfe und einen weiteren Deerstalker. Ich hab schon eine Reihe von Deerstalker und trage sie auch regelmäßig zu kälteren Temperaturen. Als Fan der britischen Landhausmode gehört er dazu. Jetzt brauche ich noch ein Inverness-Cape, muss dafür allerdings nach Glasgow zur Anprobe reisen.

Mein neuer Deerstalker vom Sherlock Holmes Shop.

Mein neuer Deerstalker vom Sherlock Holmes Shop.

Sherlock Holmes Statue
Ich mag die Briten für ihre Eigenheiten und Schrulligkeit. Dazu gehört auch das Aufstellen einer Sherlock Holmes Statue. Natürlich habe ich mir in London berühmte Denkmäler wie Lord Nelson, auf seiner Säule angeschaut, oder Churchill aber richtig gefreut habe ich mich über die 1999 aufgestellte Holmes-Statue zum 150. Geburtstag. Bei meinem Besuch war die Straße zwar von Baugerüsten verziert, aber die Sherlock-Fans statteten ihrem Idol trotzdem einen Besuch ab.

Ich finde ihn Holmes ein bisschen hager.

Ich finde ihn Holmes ein bisschen hager.

Ich muss zugeben, dass ich mir Holmes nicht so hager und kantig vorgestellt habe, wie die Statue von John Doubleday es vermittelt, aber das ist Geschmacksache. Holmes steht raucht Pfeife, hat sein Inverness-Vase an und trägt seinen Deerstalker – perfekt. Der Sponsor der Statue ist Abbey National plc. Nett ist auch die Plakette der Talking Statuen. Mit dem Smartphone den QR-Code gescannt und schon kommt ein Anruf und eine Geschichte über Holmes wird erzählt.

 

Übrigens: Das ist kein Restaurant-Tipp:

Abfahrt zur Harry Potter Studio Tour mit Golden Tour

22. Juni 2018

In meiner Familie gibt es drei Harry Potter-Fans: K1/2 und meine Frau. Und Harry Potter war auch der Grund, weshalb die Familie ihren Urlaub in London verbrachte, denn fast alle wollten unbedingt an der Harry Potter Studio Tour teilnehmen. Obwohl ich kein ausgesprochener Potter-Fan bin, kann ich im Nachhinein diese Tour durch die Warner Bros. Studios absolut und uneingeschränkt empfehlen. Es war sehr, sehr eindrucksvoll.

Die Busse zu Harry Potter fahren hinter der Victoria Station ab.

Die Busse zu Harry Potter fahren hinter der Victoria Station ab.

Den Abfahrtsort der Harry Potter Tour finden
In Deutschland buchten wir über das TUI Reisecenter Kissing vier Tickets für die Tour samt Transfer zum Studio außerhalb Londons.
Der Dienstleister in London war Golden Tour. Golden Tour bringt uns zu Harry Potter. Es fahren die Busse bei der Zweigstelle von Golden Tour an der Victoria Station ab. Und die Herrschaften fahren pünktlich ab, denn die Fahrt zu den Studios kann je nach Londoner Stadtverkehr bis zu zweieinhalb Stunden dauern.

Aus dem Netz wusste ich, dass der Abfahrtsort etwas schwierig zu finden sein soll, denn als Ortsangabe wird und der Regel Victoria Station angegeben. Allerdings ist es nicht im Busbereich der Victoria Station, sondern im Busbahnhof innerhalb des nächsten Gebäudes. Ich habe mal einen Screenshot von Apple Maps gemacht.

Am besten orientiert man sich an Schild Colonnade Walk. Da geht es dann in ein Atrium, das an den Busbahnhof anschließt. Die genaue Adresse ist 4 Fountain Square, Buckingham Palace Road 121-151, London SW1W 9SH. Oder man wählt den direkten Weg durch den Buchbahnhof und sucht sich den Harry Potter-Bus aus.

Es ist ein klassischer Doppeldecker mit Harry Potter-Aufschrift. Im Netz habe ich gelesen, dass es ein moderner Reisebus sein soll. Da habe ich andere Vorstellungen von einem modernen Reisebus. Es ist ein einfacher Bus, wie es ihn Hunderte in London gibt – ohne Toilette an Bord.

Schlange stehen zum Einstieg in die Welt von Harry Potter.

Schlange stehen zum Einstieg in die Welt von Harry Potter.

Also gleich in die Schlange stellen und einsteigen und sich den besten Platz sichern. Oben hat man eine gute Sicht, allerdings schaukelt es ein bisschen. Der klassische Londoner Busfahrer ist auch nicht für seine defensives Fahrverhalten bekannt. Die Hinfahrt haben wir unten verbracht, die Rückfahrt oben samt fetten Regenschauer mit Blick gleich Null.

Theoretisch ein guter Blick, praktisch nicht - es regnet in London.

Theoretisch ein guter Blick, praktisch nicht – es regnet in London.

 

Die Fahrt zu den Harry Potter Studios 
Die Tourmanagerin begrüßt uns mit neongelber Weste und erklärt uns die Spielregeln. Weil es an unseren Tag furchtbar heiß ist, spendiert uns Golden Tour gleich mal eine Flasche Mineralwasser – es stammt aus Deutschland. Danke für die nette Geste. Auf hier gilt: Wer als Erster sein Wasser abgreift, bekommt auch eines.

Die Einweisung im Bus.

Die Einweisung im Bus.

Während der Fahrt läuft ein Video des ersten Harry Potter Films Harry Potter und der Stein der Weisen auf Englisch. Das Bild ist klein, es sind normale Busmonitore. Ich hab den Film einst im Kino gesehen und mit K1/2 mehrmals auf Blu ray. Außerdem saß ich zu weit weg. Daher entschied ich mich für ein kleines Nickerchen und wachte frisch an den Warner Bros. Studios auf. Die Fahrt dauerte bei uns nur 1,5 Stunden, weil in London Feiertag war und die Straße entsprechend frei. Glück muss der Tourist haben.

Auf der Fahrt zu den Studios Harry Potter schauen.

Auf der Fahrt zu den Studios Harry Potter schauen.

Abfahrt zurück nach London Victoria war dann nach rund vier Stunden später. Also genügend Zeit, sich die wunderbare Harry Potter Studio-Tour anzuschauen. Voraussetzung ist aber, das man den Abfahrtsort findet, der einen zu Harry Potter bringt. Es lohnt sich wirklich. Ich werde noch darüber bloggen.

Pünktlich geht es zurück nach London.

Pünktlich geht es zurück nach London.

Streaming Video: Zwei von fünf Internetnutzer glotzen online

21. Juni 2018
Video unterwegs durch Streaming Video

Video unterwegs durch Streaming Video

Eigentlich war K2 an allem schuld. K2 wollte Netflix wegen irgendwelcher Anime-Serien und ich hab als Papa zugestimmt. Und nun glotzt fast die ganze Familie Streaming-Video.  Ich habe darüber gebloggt. Und unser Verhalten ist nicht einmalig, sondern scheinbar Trend. Die Bitkom hat eine Umfrage veröffentlicht, die unseren Familientrend erhärtet: Zwei von fünf Internetnutzern (37 Prozent) streamen Filme und Serien über kostenpflichtige On-Demand-Portale wie Netflix, Amazon Prime Video, Sky Ticket oder Maxdome. 

Im Vorjahr waren es erst 29 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.007 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Vor allem Jüngere zwischen 14 und 29 Jahre greifen auf die Angebote zurück: In dieser Altersgruppe streamt fast jeder Zweite hin und wieder (46 Prozent) Serien und Filme über kostenpflichtige Portale. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es vier von zehn (39 Prozent), bei den 50- bis 64-Jährigen noch rund ein Drittel (32 Prozent). 

Interessant ist das Device. K2 nutzt das Smartphone zum Streamen, meine Gattin und ich in der Regel das iPad und wenn ich mal Serien am heimischen Wohnzimmer-TV-Gerät schauen will, dann greife ich auf Apple TV zurück. Ich habe mir gerade erst Apple TV 4K angeschafft. Ab und zu schaue ich mir neue Kinotrailer an und lasse mich überraschen, was künftig in den Lichtspielhäusern gezeigt wird. Apple Keynotes schau ich mir hier ebenso an. Ich bin sehr dankbar, dass Netflix und Amazon Prime Video über Apple TV läuft. Das sind die beiden kostenpflichtige Dienste, die wir am meisten nutzen. 

Bei unserer Familie ist lineares Fernsehen kein Thema mehr.

Bei unserer Familie ist lineares Fernsehen kein Thema mehr.

Klassisches lineares TV schaut bei uns in der Familie keiner mehr. Ich bin mal gespannt, ob die ich laufende Fußball WM einschalte, aber das mache ich abhängig vom Erfolg der deutschen Mannschaft. Im Moment bleibt das klassische lineare Fernsehen aus. 

Senioren steigen in den Streaming Video Markt ein

Waren es in den vergangenen Jahren vor allem die jüngeren Internetnutzer, die Flatrates auf Serien und Filme zu schätzen wussten, nutzen nun auch die Älteren die Angebote immer mehr. In der Generation 65plus ruft jeder fünfte Internetnutzer (20 Prozent) Spielfilme und Serien über kostenpflichtige Video-Streaming-Dienste ab. 2016 waren es erst 8 Prozent, 2017 13 Prozent. Und das kann ich ebenso bestätigen. In vielen meiner Seminare sitzen Senioren, die sich Zug um Zug an Streaming Video heranwagen. Der Erklärungsbedarf am Anfang ist etwas hoch, aber wenn die Senioren Blut geleckt haben, sind sie treue Streaming Nutzer. 

Mir etwas unverständlich ist die geringe Zahl von Nutzern, die die Download-Funktion nutzen. Nur vier von zehn On-Demand-Streamern (40 Prozent) greifen auf die Download-Funktion zurück, mit der Filme und Serien vorrübergehend zwischengespeichert werden und so auch im Offline-Modus geschaut werden können. So verbringe ich lange Zugfahrten. 

Essen und Trinken in London

20. Juni 2018

Essen in London kann eine verdammt gute, aber auch verdammt teure Angelegenheit werden. Jamie Oliver hat der britischen Küche gut getan, die ich noch aus der Zeit der Minzsoße kannte. Inzwischen hat sich viel verändert, in London lässt sich gut speisen. Die Küche ist international, was in dieser ungewöhnlichen Millionenstadt kein Problem ist. Ob Fast Food oder Sterne-Restaurant – es ist alles je nach Geldbeutel vorhanden, wobei Fast Food nicht unbedingt billig sein muss in dieser Stadt. 

Bei meinem jüngsten London Besuch, wählte ich die goldene Mitte: mal Imbiss, mein höherwertigere Gastronomie. Meine Familie und ich waren beim Inder, beim Chinesen, beim Hähnchen-Bräter, beim Italiener, und natürlich waren wir klassisch Fish and Chips essen.

Da Mario in London

Für mich war mein kulinarisches Erlebnis das kleine Restaurant in Da Mario bei Covent Garden. Als wir das Restaurant ohne Tischreservierung betraten, hatten wir Glück, dass ein Gast gerade abgesagt hatte und überraschend etwas frei wurde. Die Karte ist übersichtlich, was immer ein gutes Zeichen ist und die Pasta ist ausgemacht,

Während wir die verschiedenen Gänge genossen, den Wein und die Pasta probierten, füllte sich das kleine Restaurant immer mehr. Und plötzlich hatte ich das Gefühl mitten in Italien zu sein. Die Lautstärke stieg an. Die sonst so zurückhaltenden Briten waren alles andere als zurückhaltend. Man unterhielt sich, diskutierte mit Händen und Füßen, feierte, lachte lauthals, drehte völlig ab. Bewundernswert eine korpulente Dame am Nebentisch in einem zu engen Kleid, die schnatterte und lachte und prostete uns immer wieder zu. So gewinnt man Anschluss in steifen Britannien. Zum Spaß überprüfte ich die Dezibel am Smartphone via App. Nun, die App empfahl bei 108 Dezibel mir einen Kopfhörer zu tragen, auch nicht schlecht. Aber ich habe das Abendessen und die Atmosphäre genossen. Mein klarer Tipp ist Da Mario. 

Absacker im Londoner Pub

Den Absacker tranken meine Frau und ich im Pub gegenüber unserem Hotel. Wir nahmen an der Bar Platz, um die Atmosphäre an der Theke aufzusaugen. In der Regel bevorzuge ich Lager, probierte aber hier natürlich wieder einmal das Guiness. Zwei, drei Pints zum Abschluss des Tages. Das Bier wird von den Landlords

noch gepumpt. Es ist oft sämig, weich und wenn man nicht aufpasst, ist es für meinen Geschmack zu warm. Ich wählte daher das kalte Lager.

Interessant zu sehen war, dass Kleinbeträge wie Bier allesamt von den Gästen mit Kreditkarte bezahlt wurde. Ab und zu gab es mobiles Zahlen mit Apple Pay, aber Barzahler wie ich es war, waren eher selten in dem Pub anzutreffen. Hier verändert sich die Pub-Kultur. Versuchen Sie mal in einem bayerischen Wirtshaus ein Weißbier mit der Kreditkarte zu bezahlen – Sie werden Ihr blaues Wunder erleben. Gegen Mitternacht wurde in unserem Pub mit der Glocke die letzte Runde eingeläutet – Last Orders please. Ich dachte eigentlich, dass diese Pub Laws, ein Relikt des Zweiten Weltkriegs, der Vergangenheit angehören, konnte dies aber nicht näher überprüfen. 

Galerie als Kaffeelokal

Nachmittags hatte die Familie Lust auf Kaffee und Kuchen. Als Kaffeetante trank ich in London aber natürlich Tee. Also wohin zur Tee-Time. Eine liebe Freundin, die mit einem Briten verheiratet ist, gab uns den Tipp in die Galerien der Stadt zu gehen. Die Galerien kosten keinen Eintritt, denn Kunst gehört dem Volk. Anders als bei uns, wo für Galerien zum Teil ein horrender Eintritt verlangt wird. Und diese Galerie haben meist ein nettes Kaffee. Wir wählen die National Portrait Gallery am St Martin’s Place, das Kaffee im ersten Stock war prima. Die Auswahl an den Genüssen war reichlich. Wir tranken Tee, heiße Schokolade und ich musste noch einen Espresso genießen, damit der Tag mein Freund ist. 

 

Gemälde von Bob Dylan in London zu kaufen

19. Juni 2018

175.000 britische Pfund für einen echten Dylan? Bei meinem Besuch des Luxuskaufhauses Harrods in London besuchte ich den dort ungebrauchten Ableger der Kunstgalerie Halcyon. Auf 5000 Quadratmeter gibt es wunderbare Kunst zu sehen und ich stieß auf Gemälde des US-amerikanischen Musikers Bob Dylan. Es handelt sich um einen Dounatladen, genannt Donut Shop, 2015–2016, Acryl auf Leinwand, und signiert für 175.000 GBR. Und dann gibt es Dads Restaurant für 175.000 GBR. Kunst als Wertanlage – das geht hier sicher, wenn man über das entsprechende Kleingeld verfügt. 

Es geht aber auch billiger, um einen Bob Dylan zu Hause an die Wand zu hängen. Rund 10.000 britische Pfund kosten Siebdrucke auf Baumwollpapier, das in den USA gefertigt wurde. 

Dabei handelt es sich die Bilder: New York Skyline Seen from Queen, Late in the Day, Houston, Brooklyn Heights und Nowhere and Anywhere. 

Vielen ist Bob Dylan nur als Musiker bekannt, der auch einen Nobelpreis für Literatur bekommen hat. Dass Bob Dylan unter die Maler gegangen ist, ist vielen nicht bewusst. Aber der heute 77jährige malt seit langem, hat immer wieder die Covers seiner Schallplatten verziert. Wenn er auf seiner Never Ending Tour durch die Welt ist, dann entspannt sich der Musiker beim Malen. Inzwischen hat er auch mehrere Bücher mit seinen Werken veröffentlicht. Das erste Buch dieser Reihe hieß The Drawn Blank Series und ich habe es mir als Katalog zur Ausstellung in Chemnitz gekauft. Heute ist der Preis dieses Buches deutlich nach oben gegangen. 

Die Kunstgalerie Halcyon in Harrods hat ein paar Original-Dylan zum Verkauf.

Die Kunstgalerie Halcyon in Harrods hat ein paar Original-Dylan zum Verkauf.

In London gab es die Ausstellung The beaten Path in der renommierten Galerie Halcyon, die bis zum Dezember 2016 lief. Es gibt noch ein paar Restbestände des Katalogs für rund 65 britische Pfund. Das jüngste Buch heißt dann eben auch The beaten Path und ich hatte mir mein rund 360seitiges Buch aus London bestellt. UPS lieferte das schwere Ding innerhalb einer Woche. Ich werde darüber noch bloggen.

Ich konnte nur die Ausstellung bei Harrods besichtigen. Gerne hätte ich die große Ausstellung bei Halcyon gesehen. Dylan selbst hatte Ausführungen zur Ausstellungen verfasst. Wer diese Lesen will, kann dies hier tun. 

Harrods in London – Tempel des Konsums

18. Juni 2018
Luxus pur bei Harrods

Luxus pur bei Harrods

Es gibt es viele Mythen, so viele Geschichten um dieses Luxus-Kaufhaus, dass es einen eigenen Blog bräuchte, um alle die Storys zu erzählen, die sich um Harrods ranken. Bei meinen London-Besuch musste ich diesen Tempel des Konsums besuchen, um meinen Kinder zu zeigen, was hochwertige Warenpräsentation, niveauvoller Luxus und klassische Eleganz ist – und ich musste vorbeischauen, um mir eine neue Barbour-Jacke zu kaufen.
Es gibt die Mythos, das der Kunde bei Harrods in London alles kaufen kann, sogar einen Elefanten. Nun, das habe ich nicht ausprobiert, aber die Warenvielfalt ist enorm.
Wir haben in Deutschland das wunderbare KaDeWe in Berlin, das Kaufhaus des Westens, aber im Vergleich zu Harrods ist das KaDeWe ein Tante-Emma-Laden. Und wer nicht zum Einkaufen zu Harrods geht, der sollte wegen seiner ungewöhnlichen Innenarchitektur vorbeischauen und nicht vergessen, seinen Mund beim Staunen zuzumachen.

Innenarchitektur bei Harrods überwältigt
Es ist in den Verkaufsräumen ein Mix verschiedener Architekturstile aus verschiedenen Zeiten und Kulturkreisen. Dabei wirkt es nicht zusammengewürfelt, sondern sobald man eine Abteilung verlässt und eine neue Abteilung betritt ändert sich Licht, Stil und auch die Atmosphäre.

Beratung bei Harrods
Die Verkäuferinnen und Verkäufer sind absolut professionell geschult. Als unsere Familie die Kofferabteilung betrat, zeigte ich meinen Kinder die Rimowa-Reihe. Ich mag diese Koffer mit Charakter und K2 hat vor unserer London-Reise den ersten Rimowa bekommen, den K2 wohl das ganze Leben haben wird.

Rimowa ist für mich die erste Wahl bei Koffer.

Rimowa ist für mich die erste Wahl bei Koffer.

Wahrend ich über die Rimowa-Koffer monologisierte, schaute sich meine Gattin die neuen Montblanc Laptoptaschen an. Wunderschöne Taschen, wunderbar verarbeitet – wunderbar teuer. Sie wurde ausgezeichnet beraten, auch wenn von Anfang an klar war, dass wir die Tasche nicht kaufen werden.

Die Laptoptasche von Montblanc in rot (liniks) hat es der Gattin angetan.

Die Laptoptasche von Montblanc in rot (liniks) hat es der Gattin angetan.

Testen eines Harrods-Verkäufers
Da wir bei Montblanc sind: In der Füllerabteilung schaute ich mir die neuen Kollektionen von Montblanc an und ein Verkäufer näherte sich mir, ob er mir helfen könne. Ich glaube, er checkte mich ab, ob ich mir überhaupt so ein Schreibwerkzeug leisten könne. Und ich glaube, er hatte entschieden, dass ich es mir nicht leisten kann und er mich trotzdem freundlich fragt. An seinen Augen war aber zu erkennen, dass mit mir als Banause kein Geschäft zu machen sei. Ich dankte ihm, sagte dass ich keinen Montblanc benötigte und er wollte sich schon abwenden und sich zurückziehen. Und da ergriff ich meine Chance: Ich frage nach einer speziellen roten Montblanc Tinte, die zu der Alfred Hitchcok-Edition herausgekommen war: Blutrote Tinte. Das riss den Verkäufer, denn der Füller ist nicht billig und er musste sichtlich eingestehen, dass er mich falsch eingeschätzt hatte. Und noch peinlicher: Er hatte die Tinte nicht im Programm. Ich wusste das, denn die Hitchcock-Tinte war seit Jahren ausverkauft, aber ich wollte den Herren aufs Glatteis führen. Das tat gut.

Viele der heutigen Harrods-Kunden kommen aus Asien oder Arabien. Hier wird das große Geld gemacht und die Herrschaften wollen Luxus konsumieren und zeigen. Als ich mir den Catier-Schmuck ansah, beobachtete ich zwei vollverschleiterte Damen, die mit einem Herren Platz nahmen und sich teuere Kolliers zeigen ließen. Die Verkäuferin wollte den Schmuck den Damen umhängen, aber die Vollverschleierung hinderte sie daran. Leider habe ich nicht mitbekommen, wie das Problem gelöst wurde, denn meine Familie wollte weiterziehen.

Galerie Halcyon bei Harrods
Die renommierte Galerie Halcyon hat in Harrods eine eigene Abteilung. Ich wollte Halcyon selbst besuchen, aber dafür reichte die Zeit nicht. Dennoch lohnte sich der kurze Besuch bei Halcyon in Harrods, wo die Galerie einen eigenen Ausstellungsraum hat. Total fasziniert hat mich eine Skulptur von Lorenzo Quinn „The Face of Nature“ für 52500 britische Pfund – nun, wir haben keinen Platz, aber schön war das Werk schon.

Und dann entdeckte ich noch Originalgemälde von Bob Dylan. Diesem Part der Ausstellung widme ich einen eigenen Blogbeitrag in den nächsten Tagen. Auf jeden Fall war ich gerührt, einen echten Dylan ganz nah bewundern zu können. Das hinterließ bei mir einen tiefen Eindruck. Sofort kaufte ich mir den Ausstellungskatalog der Dylan-Ausstellung, die bei Halcyon zu sehen war. Nun, das ist nun mal eine Weltstadt und dort ist für mich starke Kunst zu sehen.

 

Modeabteilungen bei Harrods

London ist nicht mehr unbedingt der Nabel der Welt, wenn es um Mode geht. Das war in den Swinging Sixties mit der Carnaby Street anders, aber die Straße ist heute zu einer austauschbaren Shoppingbereich in Soho geworden. Die besten Herrenausstatter gibt es nach wie vor in der Savile Row und in der Jermyn Street, aber dafür fehlte die Zeit. Also schaute ich in die Modeabteilung von Harrods, um mich auf den neuesten Stand zu bringen. Leider ist Alexander McQueen schon 2010 gestorben und dennoch inspiriert er die Modeszene noch immer. Natürlich schaute ich bei Hackett vorbei und ließ aber die Aston Martin Kappe schweren Herzens liegen. Die rote Mütze gefällt mir, aber im Grunde stehen mir keine Kappen.

Hackett finde ich sehr schön.

Hackett finde ich sehr schön.

Dafür schlug ich bei Barbour wieder einmal zu, denn ich mag die klassische Eleganz der Landhausmode. Ein Kleid von Stella McCartney gefiel mir sehr gut.

Sehr viel Humor: Stella McCartney

Sehr viel Humor: Stella McCartney

K2 schaute sich noch die Sportabteilungen von Nike, Puma und Adidas an, die mich weniger interessierten. Dennoch: Ich fand dort große Statuen von Bearbrick – wenn ich nur den Platz hätte.

Rolltreppen bei Harrods
Wer nichts kaufen will, der sollte auf jeden Fall die Rolltreppen fahren. Sie sind zwar nicht so berühmt, wie die Rolltreppen von Macs in New York, aber sie machen optisch unbedingt was her. Ich hab mir den Spaß gemacht von Stockwerk zu Stockwerk zu fahren und mir die Architektur anzusehen. Ich hatte den Eindruck in der Ägypten-Abteilung des britischen Museums zu sein. Mir machte der Abstecher einen gehörigen Spaß. Und ab und zu bin ich auch die alten Stufentreppen hinaufgegangen und habe mir vorgestellt, welchen Eindruck Harrods früher auf die Leute gemacht hat.

Lebensmittel bei Harrods
Wer Harrods besucht, der muss bei den Lebensmittel-Abteilungen des Hauses vorbeischauen: Kaffee, Gewürze, Fleisch, Fisch, Früchte, Käse, Backwaren – und natürlich Tee. Ich konnte mich an den kulinarischen Genüssen nicht sattsehen. Zudem gibt es kleinere Stände an denen das Essen frisch zubereitet wird. Leider war der Stand mit den Austern voll besetzt und ich hätte länger warten müssen, was ich aber aufgrund des Zeitdrucks nicht wollte. Aber Austern-Schlürfen bei Harrods, das wäre es gewesen. Stattdessen haben wir Tee gekauft und ich habe mich in der Gewürzabteilung verloren. Die Gewürze waren unter großen Glaubkuben. Einfach anheben und Nase in den Glaskubus und die Gewürze auf sich wirken lassen – das war für mich als Hobbykoch eine Reise der Sinne durch die Welt der Gewürze.

Besuch bei Harrods lohnt sich allemal
Fazit: Ich brauche keinen Elefanten bei Harrods kaufen, aber das nächste Mal nehme ich mir mehr Zeit und streife noch intensiver durch das Luxuskaufhaus. Auch wenn man nichts kaufen will oder kann, der Besuch lohnt sich allemal.

Shopping in London

15. Juni 2018
London ist eine Wahnsinnsstadt zum Shoppen. Hier die Kings Road.

London ist eine Wahnsinnsstadt zum Shoppen. Hier die Kings Road.

Shoppen in London ist Paradies. Es gibt so viele Inspirationen in der britischen Hauptstadt. Früher bin ich wegen Schallplatten nach London gepilgert, heute streife ich durch die zahlreichen Shops und Boutique. Über meine Enttäuschung bei HMV habe ich ja bereits gebloggt.

Forbidden Planet
Meine Frau nannte es den Vorhof der Hölle – ich nenne es das Paradies. Gemeint ist der Megastore von Forbidden Planet. Es ist ein Laden für Comics, Filmbücher, Mangas, Fan-Artikel und Merch.

Meine Frau nannte es den Vorhof der Hölle - ich nenne es das Paradies

Meine Frau nannte es den Vorhof der Hölle – ich nenne es das Paradies

Als Sammler von Nippes macht das Durchstreifen unglaublich Spaß. Es gibt so viel zu entdecken. Vor allem im Untergeschoss hab ich mir die reduzierten Filmbücher angeschaut (und eingekauft). Es gibt spezielle Sale-Regale mit Angeboten – die Buchpreisbindung gibt es ja in Großbritannien nicht. Also Schnäppchen gesehen und gekauft – so muss es sein. In aller Ruhe konnte ich mich über die aktuelle Comic-Szene informieren und sah Comics, die in Kürze auch in Deutschland übersetzt erscheinen. Toll ist auch ein Regal mit Comics und Unterschrift der Comickünstler. An meinen Besuchstag in London bei Forbidden Planet war auch eine Autogrammstunde von Ryan O‘Sullivan und Cullen Bunn. Ich werde dazu später einmal bloggen.

It’s only Rock’n Roll
Beim Besuch von Sherlock Holmes in der Baker Street entdeckte ich gegenüber einen interessanten Laden für Musikfans: It’s only Rock’n Roll. Hier gibt es Merch zum Abwinken rund um Rock’n Roll und wer populäre Musikstars und die bekannten Klassiker mag, wird hier mit Tassen, T-Shirts und anderen Plunder fündig. Ich dachte mir, dass ich mal Material über Emerson, Lake & Palmer erstehen könnte. Leider Fehlanzeige – es gab nichts zu dieser berühmten Supergroup und die jungen Verkäuferin an der Kasse kannte ELP auch nicht. Sie schaute in ihrem iPad nach, das als Warenwirtschaftssystem dient – Fehlanzeige. Nun, er etwas Populäres aus dem Rock’n Roll Zirkus braucht, findet sicher etwas. Nun: ELP ist wohl nicht mehr im Herzen der jungen Leute, schade – alles Banausen.

Papier zum Anfassen und Streicheln
Als digitaler Nomade besuche ich gerne Papiergeschäfte. Ich liebe hochwertiges Papier und bin auch Fan von Nippes. An der Viktoria Station betrat ich so einen Laden mit Sachen, die man nicht braucht, aber unbedingt haben muss. Witzig vor allem die Notizbücher, deren Einband sich beim Darüberstreichen verändert. Schaut euch einfach das Video an. Viel Spaß beim Shoppen.

 

 

Und dann gibt es noch viele viele weitere Geschäfte. Ich muss die Kreditkarte aufladen und dann geht es wieder ab nach London.

Quiz: Harry Potter Studio Tour: Wem gehört welches Gepäck?

14. Juni 2018
Lust auf ein kleines Harry Potter Quiz? Wem gehört welches Gepäck?

Lust auf ein kleines Harry Potter Quiz? Wem gehört welches Gepäck?

Die Harry Potter Studio Tour in den Warner Bros. Studios in London ist gewaltig. Ich werde über die genauen Stationen der Tour noch einzeln bloggen. Bevor es richtig zur Sache geht, ein kleines Quiz aus der Bahnhofshalle des Hogarts Express direkt aus den Studios. Ich rufe die Harry Potter Fans zum Mitmachen auf und frage: Wem gehört welches Gepäck?

Zuvor ein 360 Grad Rundgang durch die Bahnhofshalle:

Am Eingang der großen Bahnhofshalle stehen verschiedene Gepäckwagen, die Richtung Plattform 9 3/4 aufgereiht sind. Klicken Sie die Galerie durch und raten Sie mit: Achtung es geht schnell – Nach ein paar Sekunden kommt das nächste Bild.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

In Londoner Supermärkten die Einkäufe selbst scannen

13. Juni 2018

In vielen kleinen Supermärkten in London bin ich die Self Scanner-Kassen gestoßen. Was bei uns bei IKEA oder den großen Handelshäuser langsam eingeführt wird, sehe ich in London in vielen kleinen Geschäften: Der Kunde scannt an der Kasse seine Waren selbst und bezahlt in Bar, mit eCash wie Karte oder Smartphone. Das ist inzwischen Standard. 

Ei ohne Schale aber mit Plastikverpackung - aus einem englischen Supermarkt.

Ei ohne Schale aber mit Plastikverpackung – aus einem englischen Supermarkt.

Wie geht das? Als erstes scannt man seinen Einkäufe Stück für Stück ein und legt die Waren auf einem speziellen Bereich ab, wo das Gewicht überprüft wird. Stimmt die gescannte Waren mit dem hinterlegten Gewicht überein? 

Dann wird der Kauf abgeschlossen, ich habe die Wahl einer Tüte oder nicht, und dann kommt die Bezahlung: Bar oder Karte und die Sache ist gegessen. Personal ist eingespart, es braucht nur noch einen Supervisor, der den ganzen Prozess überwacht, Kunden wie mir es erklärt oder in Vorgänge eingreift. Ich habe dazu ein Video gedreht:

Ich sprach mit einem Mitarbeiter in einem Supermarkt über Sinn und Unsinn der Self Scanner-Kassen. Als Antwort bekam ich einiges zu hören: Man finde keine Kassenkräfte im leergefegten Londoner Arbeitsmarkt mehr, die bereit sind im Service zu arbeiten. Die Leute können sich schlichtweg die Mieten in dieser Stadt bei so einer Arbeit nicht leisten. Der Roboter ersetzt diese Arbeitsleistung. Die Digitalisierung an der Supermarktkasse schreitet voran. Zudem habe sich in London eine Imageänderung ergeben: Wer an eine Kasse mit Kassierer geht, sei entweder alt oder er sei faul. Das war eine heftige Aussage. In einer Stadt in der Kleinbeträge wie ein Glas Bier mit der Kreditkarte gezahlt werden und Abrechnungssysteme mit Apple Pay auf dem Vormarsch sind, geht das Bargeld immer weiter zurück.

Wäre ich ein paar Tage später zum Einkaufen in London gewesen, hätte ich Probleme mit diesem System gehabt. Wer am Freitag, den 1. Juni 2018, seine Visa-Karte zum Zahlen zückte, konnte sie gleich wieder einstecken: Ein Fehler im Netzwerk des Kartenanbieters Visa sorgte in Europa für Ausfälle. Das bargeldlose Bezahlen in Geschäften, an Bahnautomaten und in Restaurants war gestört. Viele sonst bargeldlose Transaktionen mussten in Cash abgewickelt werden – Wasser auf die Mühlen der Bargeldfreunde.

Stromtanken mit Karte.

Stromtanken mit Karte.

Ich bin mir sicher, dass Supermarktketten in Deutschland über ein System der Self Scanner-Kassen nachdenken. Die Voraussetzungen sind die gleichen: Leergefegter Arbeitsmarkt, Zuwachs von Kartenzahlung – und ich bin gespannt, wie der Deutsche auf diese Entwicklung reagiert. Was meinst du? 

In englischen Pubs ist das Zahlen mit Karte kein Problem.

In englischen Pubs ist das Zahlen mit Karte kein Problem.