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Harrods in London – Tempel des Konsums

18. Juni 2018
Luxus pur bei Harrods

Luxus pur bei Harrods

Es gibt es viele Mythen, so viele Geschichten um dieses Luxus-Kaufhaus, dass es einen eigenen Blog bräuchte, um alle die Storys zu erzählen, die sich um Harrods ranken. Bei meinen London-Besuch musste ich diesen Tempel des Konsums besuchen, um meinen Kinder zu zeigen, was hochwertige Warenpräsentation, niveauvoller Luxus und klassische Eleganz ist – und ich musste vorbeischauen, um mir eine neue Barbour-Jacke zu kaufen.
Es gibt die Mythos, das der Kunde bei Harrods in London alles kaufen kann, sogar einen Elefanten. Nun, das habe ich nicht ausprobiert, aber die Warenvielfalt ist enorm.
Wir haben in Deutschland das wunderbare KaDeWe in Berlin, das Kaufhaus des Westens, aber im Vergleich zu Harrods ist das KaDeWe ein Tante-Emma-Laden. Und wer nicht zum Einkaufen zu Harrods geht, der sollte wegen seiner ungewöhnlichen Innenarchitektur vorbeischauen und nicht vergessen, seinen Mund beim Staunen zuzumachen.

Innenarchitektur bei Harrods überwältigt
Es ist in den Verkaufsräumen ein Mix verschiedener Architekturstile aus verschiedenen Zeiten und Kulturkreisen. Dabei wirkt es nicht zusammengewürfelt, sondern sobald man eine Abteilung verlässt und eine neue Abteilung betritt ändert sich Licht, Stil und auch die Atmosphäre.

Beratung bei Harrods
Die Verkäuferinnen und Verkäufer sind absolut professionell geschult. Als unsere Familie die Kofferabteilung betrat, zeigte ich meinen Kinder die Rimowa-Reihe. Ich mag diese Koffer mit Charakter und K2 hat vor unserer London-Reise den ersten Rimowa bekommen, den K2 wohl das ganze Leben haben wird.

Rimowa ist für mich die erste Wahl bei Koffer.

Rimowa ist für mich die erste Wahl bei Koffer.

Wahrend ich über die Rimowa-Koffer monologisierte, schaute sich meine Gattin die neuen Montblanc Laptoptaschen an. Wunderschöne Taschen, wunderbar verarbeitet – wunderbar teuer. Sie wurde ausgezeichnet beraten, auch wenn von Anfang an klar war, dass wir die Tasche nicht kaufen werden.

Die Laptoptasche von Montblanc in rot (liniks) hat es der Gattin angetan.

Die Laptoptasche von Montblanc in rot (liniks) hat es der Gattin angetan.

Testen eines Harrods-Verkäufers
Da wir bei Montblanc sind: In der Füllerabteilung schaute ich mir die neuen Kollektionen von Montblanc an und ein Verkäufer näherte sich mir, ob er mir helfen könne. Ich glaube, er checkte mich ab, ob ich mir überhaupt so ein Schreibwerkzeug leisten könne. Und ich glaube, er hatte entschieden, dass ich es mir nicht leisten kann und er mich trotzdem freundlich fragt. An seinen Augen war aber zu erkennen, dass mit mir als Banause kein Geschäft zu machen sei. Ich dankte ihm, sagte dass ich keinen Montblanc benötigte und er wollte sich schon abwenden und sich zurückziehen. Und da ergriff ich meine Chance: Ich frage nach einer speziellen roten Montblanc Tinte, die zu der Alfred Hitchcok-Edition herausgekommen war: Blutrote Tinte. Das riss den Verkäufer, denn der Füller ist nicht billig und er musste sichtlich eingestehen, dass er mich falsch eingeschätzt hatte. Und noch peinlicher: Er hatte die Tinte nicht im Programm. Ich wusste das, denn die Hitchcock-Tinte war seit Jahren ausverkauft, aber ich wollte den Herren aufs Glatteis führen. Das tat gut.

Viele der heutigen Harrods-Kunden kommen aus Asien oder Arabien. Hier wird das große Geld gemacht und die Herrschaften wollen Luxus konsumieren und zeigen. Als ich mir den Catier-Schmuck ansah, beobachtete ich zwei vollverschleiterte Damen, die mit einem Herren Platz nahmen und sich teuere Kolliers zeigen ließen. Die Verkäuferin wollte den Schmuck den Damen umhängen, aber die Vollverschleierung hinderte sie daran. Leider habe ich nicht mitbekommen, wie das Problem gelöst wurde, denn meine Familie wollte weiterziehen.

Galerie Halcyon bei Harrods
Die renommierte Galerie Halcyon hat in Harrods eine eigene Abteilung. Ich wollte Halcyon selbst besuchen, aber dafür reichte die Zeit nicht. Dennoch lohnte sich der kurze Besuch bei Halcyon in Harrods, wo die Galerie einen eigenen Ausstellungsraum hat. Total fasziniert hat mich eine Skulptur von Lorenzo Quinn „The Face of Nature“ für 52500 britische Pfund – nun, wir haben keinen Platz, aber schön war das Werk schon.

Und dann entdeckte ich noch Originalgemälde von Bob Dylan. Diesem Part der Ausstellung widme ich einen eigenen Blogbeitrag in den nächsten Tagen. Auf jeden Fall war ich gerührt, einen echten Dylan ganz nah bewundern zu können. Das hinterließ bei mir einen tiefen Eindruck. Sofort kaufte ich mir den Ausstellungskatalog der Dylan-Ausstellung, die bei Halcyon zu sehen war. Nun, das ist nun mal eine Weltstadt und dort ist für mich starke Kunst zu sehen.

 

Modeabteilungen bei Harrods

London ist nicht mehr unbedingt der Nabel der Welt, wenn es um Mode geht. Das war in den Swinging Sixties mit der Carnaby Street anders, aber die Straße ist heute zu einer austauschbaren Shoppingbereich in Soho geworden. Die besten Herrenausstatter gibt es nach wie vor in der Savile Row und in der Jermyn Street, aber dafür fehlte die Zeit. Also schaute ich in die Modeabteilung von Harrods, um mich auf den neuesten Stand zu bringen. Leider ist Alexander McQueen schon 2010 gestorben und dennoch inspiriert er die Modeszene noch immer. Natürlich schaute ich bei Hackett vorbei und ließ aber die Aston Martin Kappe schweren Herzens liegen. Die rote Mütze gefällt mir, aber im Grunde stehen mir keine Kappen.

Hackett finde ich sehr schön.

Hackett finde ich sehr schön.

Dafür schlug ich bei Barbour wieder einmal zu, denn ich mag die klassische Eleganz der Landhausmode. Ein Kleid von Stella McCartney gefiel mir sehr gut.

Sehr viel Humor: Stella McCartney

Sehr viel Humor: Stella McCartney

K2 schaute sich noch die Sportabteilungen von Nike, Puma und Adidas an, die mich weniger interessierten. Dennoch: Ich fand dort große Statuen von Bearbrick – wenn ich nur den Platz hätte.

Rolltreppen bei Harrods
Wer nichts kaufen will, der sollte auf jeden Fall die Rolltreppen fahren. Sie sind zwar nicht so berühmt, wie die Rolltreppen von Macs in New York, aber sie machen optisch unbedingt was her. Ich hab mir den Spaß gemacht von Stockwerk zu Stockwerk zu fahren und mir die Architektur anzusehen. Ich hatte den Eindruck in der Ägypten-Abteilung des britischen Museums zu sein. Mir machte der Abstecher einen gehörigen Spaß. Und ab und zu bin ich auch die alten Stufentreppen hinaufgegangen und habe mir vorgestellt, welchen Eindruck Harrods früher auf die Leute gemacht hat.

Lebensmittel bei Harrods
Wer Harrods besucht, der muss bei den Lebensmittel-Abteilungen des Hauses vorbeischauen: Kaffee, Gewürze, Fleisch, Fisch, Früchte, Käse, Backwaren – und natürlich Tee. Ich konnte mich an den kulinarischen Genüssen nicht sattsehen. Zudem gibt es kleinere Stände an denen das Essen frisch zubereitet wird. Leider war der Stand mit den Austern voll besetzt und ich hätte länger warten müssen, was ich aber aufgrund des Zeitdrucks nicht wollte. Aber Austern-Schlürfen bei Harrods, das wäre es gewesen. Stattdessen haben wir Tee gekauft und ich habe mich in der Gewürzabteilung verloren. Die Gewürze waren unter großen Glaubkuben. Einfach anheben und Nase in den Glaskubus und die Gewürze auf sich wirken lassen – das war für mich als Hobbykoch eine Reise der Sinne durch die Welt der Gewürze.

Besuch bei Harrods lohnt sich allemal
Fazit: Ich brauche keinen Elefanten bei Harrods kaufen, aber das nächste Mal nehme ich mir mehr Zeit und streife noch intensiver durch das Luxuskaufhaus. Auch wenn man nichts kaufen will oder kann, der Besuch lohnt sich allemal.

Elektronik kaufen bei Apple und Nintendo in New York – Meine Reiseimpressionen Teil 12

18. Januar 2017

Wenn es um Elektronik in New York geht, dann bedeutet es für unsere Familie natürlich die Besuche bei Apple und Nintendo. Beide Unternehmen haben im Big Apple entsprechend repräsentative Stores und auch wenn wir nicht viel gekauft haben, ist der Besuch immer wieder lohnenswert. Vorher ging es aber zu Best Buy.

Best Buy muss einfach sein
Auf dem Weg zu den Ikonen der Unterhaltungsindustrie schauten wir allerdings zunächst bei Best Buy vorbei. Das ist eine Art Elektrokette, wie bei uns Saturn oder Media Markt. In New York gibt es noch einige dieser Läden – noch muss ich sagen, denn Amazon macht das Leben schwer. Es war mir fast unmöglich, in New York CDs zu kaufen. Die großen Flagship-Stores aus dem Musikbereich gibt es nicht mehr. Bei Best Buy hab ich einen Ständer mit CDs gesehen, das war es aber auch schon.


Bemerkenswert, welchen Stellenbereich das Thema Wearables in den USA einnimmt. Auch wenn die Verkaufszahlen laut Medienberichten nicht so berauschend sind, hatte jeder Best Buy eine umfangreiche Abteilung für Uhren und Fitness-Armbänder. In New York habe ich auch viele Amerikaner gesehen, die entsprechende Wearables trugen. Ich habe meine Apple Watch Serie 2 und bin zufrieden damit.
Ich selbst war bei Best Buy auf der Suche nach einem Amazon Echo und einem Google Home. Diese Geräte sind digitale Assistenten, die auf Zuruf reagieren und sich mit der Sprache steuern lassen. Apple hat so eine Art Technologie namens Siri. Bei Amazon heißt die Dame in der Box Alexa.


Ich habe im Oktober bei Amazon eine Einladung für den Sprachassistenten Echo bei Amazon angefordert. Als ich in den USA war, hatte ich noch keine Einladung von Amazon. Amazon kommt wohl mit den Bestellungen nicht nach. Das geht mir auf den Senkel. Ich glaube fest daran, dass Sprachassistenten die Zukunft im Smart Home gehört und möchte die Geräte ausprobieren. Zudem brauche ich die Sachen als Demonstration für meine Verbraucherseminare. Natürlich ist mir der Datenschutz bewusst und ich konnte mich über die umfangreichen Puppenhausbestellungen über Echo amüsieren, als eine Radiosendung Alexa aufforderte, ein Puppenhaus zu bestellen, was Alexa auch gleich machte.
Bei Google Home schaute ich auch in New York in die Röhre. Keiner der Läden hatte Geräte vorrätig. Schade. Bei Amazon Echo hatte ich in einem Best Buy mehr Glück. Es gab noch ein paar Echos und ein paar Tabs, das sind die mobilen Lautsprecher von Amazon. Ein Dot gab es leider nicht mehr. Also Echo samt Alexa in Schwarz eingekauft und ich will es jetzt in Deutschland zum Laufen bringen. Ich hoffe, Alexa versteht mich jetzt in Deutsch.

Bunte Welt von Nintendo
K1 und K2 wollten zum Nintendo Store in der Nähe des Rockefeller Centers. K2 spekulierte auf ein neues Nintendo 3DS XL und als wir uns nach langen internen Beratungen für ein Gerät entschieden hatten, wies uns der Verkäufer freundlicherweise darauf hin, dass das Gerät mit europäischen Spielen nicht funktionieren würde. So ein Mist. Was soll das Nintendo? War das schon immer so? Zumindest bei Sony habe ich für die PS3 viele, viele Spiele in den USA gekauft und auf der heimischen PS3 gezockt. Mit der Nintendo Switch soll es anders werden.


Naja, so bleib uns nur übrig, im Nintendo Store aus den umfangreichen Merchandising-Artikel von Mario und Co auszuwählen. Freunde, das Zeug geht ganz schön ins Geld. Schön, waren verschiedene Sammlerfiguren.
Für mich als Retro-Gamer war aber eine kleine Ausstellung im ersten Stock des Stores interessanter. Hier wurden verschiedene Konsolen und Spiele von Nintendo über all den Jahren ausgestellt. Das ist eine wehmütige Reise in die Vergangenheit. Von einigen Konsolen habe ich nur gelesen, sie aber noch nie live gesehen. Leider kann man die Sachen nicht ausprobieren und bei meinem Besuch stand auch kein kompetenter Gesprächspartner zum Fachsimpel zur Verfügung – schade. Und dennoch: Ich kann jedem Retro-Fan den Besuch des Stores absolut empfehlen.

Apple – über allem leuchtet der Apfel
Wir besuchten mit dem Store an der 5th Avenue und der Grand Central Station sicherlich zwei der wichtigsten Apple Stores in New York. Es gibt freilich noch weitere Retail Stores und Apple-Abteilungen wie beispielsweise bei Macy’s oder Best Buy, aber ich wollte bei den wichtigsten Anlaufstellen selbst sein. Beide Geschäfte haben rund um die Uhr geöffnet und waren bei meinem Besuch sehr gut besucht. Für viele Besucher war das iPhone ein Thema.

Vor genau zehn Jahren stellte Steve Jobs das iPhone in San Francisco vor. Ich saß damals als Chefredakteur der MACup in der Keynote im Moscone-Center und mir lief es kalt den Rücken herunter. Ich hatte das Gefühl bei einer Zeitenwende dabei zu sein. Jobs revolutionierte nach dem Mac und dem iPad nun zum dritten Mal die Technikgeschichte – und ich war dabei. Ich hatte mir das erste iPhone gekauft und alle weiteren wesentlichen Devices danach. Das Smartphone hat die Welt verändert. Leute, die glauben, das Smartphone sei ein Telefon, die sind komplett auf dem Holzweg. Das Smartphone ist Zentrum des digitalen Lebens für eine ganze Generation geworden. Heute macht Apple den Hauptumsatz mit mobilen Geräten – die alte Firma Apple Computer Inc gibt es schon lange nicht mehr. Das war auch bei meinen Besuchen in den Apple Stores zu bemerken. Zwar gibt es iMac, Mac mini, Mac Pro und die MacBooks (pro) weiterhin, doch im Zentrum des Interesses stehen die mobilen Devices wie iPhone, iPad und AppleWatch.
Da es in beiden Stores die Air Pods nicht gab, machte ich nur einen Streifzug durch die Läden und genoss die Atmosphäre und nutzte das leistungsstarke WLAN.

 

Shopping in New York – Meine Reiseimpressionen Teil 9

13. Januar 2017
Für mich gehört Shopping in New York einfach dazu. Große Teile meiner Familie waren der gleichen Meinung.

Für mich gehört Shopping in New York einfach dazu. Große Teile meiner Familie waren der gleichen Meinung.

Früher gab es in den USA Produkte, die es in Europa nicht gab. Im Zeitalter des Internets ist das vorbei. Überraschungen beim Shopping gibt es eher weniger. Und dennoch lohnte sich für die Familie der Einkauf in der New Yorker Geschäftswelt. Die Produkte sind toll, aber das Einkaufserlebnis im Big Apple ist viel wichtiger. Hier eine kleine Auswahl von Tipps und ja, ich weiß: New York hat noch viel mehr Geschäfte zu bieten.

Rolltreppen in Macy’s
Macy’s behauptet von sich, das größte Kaufhaus der Welt zu sein. Das war sicherlich früher der Fall. Heute ist das größte Kaufhaus wohl eher der Everythingstore Amazon. Als ich mit meiner Familie in New York weilte, kam die Meldung, dass Macy’s zahlreiche Mitarbeiter entlassen wird. Von den weltweit 163.000 Mitarbeiter müssen nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft 2016 rund 4800 Mitarbeiter gehen. Das Geschäft beim Geschäft mit dem roten Stern bröckelt massiv.


Für mich bedeutet Macy’s weniger Shopping als vielmehr Rolltreppenfahren. Klingt blöd, ist aber so. In Macy’s gibt es schöne alte Holzrolltreppen, die die Stockwerke miteinander verbinden. Ich genieße es, auf diesen hölzernen Treppen zu fahren – hoch und runter. Was müssen Rolltreppen damals für eine Revolution gewesen sein? Meine Großmutter, die noch im 19. Jahrhundert geboren wurde, hatte Zeit ihres Lebens Schiss vor den fahrenden Treppen. Im obersten Stockwerk von Macy’s gibt es übrigens eine hervorragende Eisdiele.

Die bunte Welt der Lego-Steine
Als Lego-Fan muss ich Lego-Stores auf der ganzen Welt besuchen. Klar ich: Eigentlich braucht man keine Lego-Stores mehr und eigentlich ist der New Yorker Store am Flatiron überflüssig, denn es gibt den Lego Online-Store. Der Store vor Ort ist aber wichtig, um einen Eindruck von den Modellen zu bekommen und sich auszutauschen. Der AR-Scanner im Store war heftig umlagert. Hier wird der AR-Code von der Lego-Packung gescannt und das fertige Modell erscheint virtuell und kann gedreht werden. Ich habe über den AR-Scanner in München gebloggt.

Und der Lego-Store ist ideal für Ersatzteile von der Brickwall. Schön anzusehen, war ein Streifzug durch die amerikanische Geschichte anhand von Lego-Figuren. Als nette Figur fand ich eine Freiheitsstatue als Lego von ein paar Zentimeter Größe. Ich kaufte mir das Yellow Submarine der Beatles, weil es bei uns schon seltener wird und ich unbedingt Geld loswerden wollte.

Frühstück bei Tiffany
Auf dem Flug nach New York las ich den hervorragenden Roman Frühstück bei Tiffany von Truman Capote. Immer wieder habe ich den Film gesehen und ich bin in Buch und Film verliebt. Daher war es selbstverständlich, dem Juwelier Tiffany einen Besuch abzustatten. Fürs Shoppen bei Tiffany hat die Urlaubskasse nicht ausgereicht, obwohl Ehefrau und K2 sich Ringe, Ketten und Glitzer im größeren Stil angeschaut haben. K2 verstand bei den Preisen die Welt nicht mehr. Es sei unnötig, einen Ring für 4000 US-Dollar zu erwerben, so die Kapitalismuskritik von K2. Auf jeden Fall hat der Laden eine schöne Atmosphäre, auch wenn man nicht in Klunker investieren will/kann. Der Service war super freundlich. Wie sehr überschlagen die Mitarbeiter sich dann, wenn man wirklich mal was kaufen will? Irgendwann, irgendwann werde ich es mal ausprobieren – Kapitalismuskritik hin oder her.

In Gedenken bei Leia – Forbitten Planet
Als wir in New York waren, verstarb Prinzessin Leia – Carrie Fisher und tags darauf ihre Mutter Debbie Reynolds. Welcher Ort kann der beste Ort zum Trauern sein, als eine Zweigstelle von Forbidden Planet. Das ist der weltweit größte Store für Science Fiction. Und natürlich nimmt Star Wars hier eine große Rolle ein. Der erste Weg führte mich in die umfangreiche Comics- und Manga-Abteilung. Ich wollte sehen, was es so auf dem US-Markt gibt und was über kurz oder lang bei uns aufschlägt. Dann für mich ganz wichtig waren die Art of-Bücher, die ich regelmäßig in meinem Blog bespreche. Ich kaufe sie ja in der Regel blind bei Amazon und hoffe, dass sie mir gefallen. Bei Forbitten Planet hatte ich die Gelegenheit, verschiedene Bücher durchzublättern. Gekauft habe ich keines: Zum einen aus Gewichtsgründen, zum anderen aus Bequemlichkeit – denn Amazon liefert bequem nach Hause. Ich hatte gehofft, neues Material zu 2001 zu finden, aber stieß nur auf bekannte Bücher.


Dann ging es in die Welt der Action- und Sammlerfiguren. Ich stöberte nach Material zu Gigers Alien, wurde auch fündig, konnte mich aber dann doch nicht zum Kauf der 400 US-Dollar teuren Figur entschließen. Ich hatte Angst, dass die zerbrechlichen Gliedmaßen der Figur während des Flugs kaputt gehen. Außerdem war die Figur recht groß und passte nicht unbedingt in den Koffer. Mal sehen, ob ich online die Figur bekomme. Lebenswichtig ist es ja nicht.


Schön anzusehen, war allerhand Plunder rund um Star Wars. Am Witzigsten fand ich eine Reihe von Esstellern mit Star Wars-Motive. Braucht kein Mensch, sehen aber nett aus. Es war noch einmal die Gelegenheit, Prinzession Leia für ihren Kampf gegen das Imperium und die vielen Stunden der Unterhaltung zu danken.


In diese Kategorie passen übrigens auch die Dronen von Propel, die ich am Flughafen entdeckt hatte. Sie sind Spielzeugdronen mit einer Star Wars-Verkleidung. Tie-Fighter, X-Wing und Speed-Bike. Die Teile sehen gut aus, sind handgemalt und ich habe einige YouTube-Videos darüber gesehen. Ich wollte den Tie-Fighter für 200 US-Dollar erwerben, doch leider verweigerte mir die Lady am Flughafen den Verkauf. Dies sei nur für den US-Markt. Für Europa gebe es eine eigene Website. Menno – möge die Macht nicht mit euch sein.

Durfte ich leider nicht ausführen, sondern muss es online bestellen.

Durfte ich leider nicht ausführen, sondern muss es online bestellen.

The Tonight Show mit Jimmy Fallon
Es ist dann doch fast 20 Jahre her, als ich Fan der Harald Schmid-Show im Deutschen Fernsehen war. Ich liebte seine Late-Night-Show und in New York war ich im Zentrum der Late-Night-Shows. Neben der legendären Radio-City-Hall sind die Studios noch NBC. Dort wird unter anderem die The Tonight Show mit Jimmy Fallon aufgezeichnet.

Gute Unterhaltung und wie sehr vermisse ich Harald Schmidt.

Gute Unterhaltung und wie sehr vermisse ich Harald Schmidt.

Jimmy Fallon kann es wirklich und ist nicht nur Entertainer, sondern auch ein hervorragender Artist. Diese Show wurde von großartigen Menschen moderiert: Johnny Carson, Jay Leno, Conan O’Brien und seit 2014 von Jimmy Fallon. Die Show wird erstmals seit 1972 aus dem Rockefeller Center übertragen, wo NBC fünf Millionen US-Dollar in ein neues Studio investierte. Wir besuchten keine Show, aber auf jeden Fall den Company-Store. Es gab nur noch Fan-Artikel von Jimmy Fallon. Neben den üblichen Tassen und Gläsern fand ich ein Kissen mit dem Senderlogo ganz nett, es braucht aber kein Mensch. Ich wollte eigentlich ein Buch über die Geschichte der Late Night-Shows, hab aber außer Plunder nichts gefunden.

Hier wurde TV-Geschichte gemacht.

Hier wurde TV-Geschichte gemacht.

Obwohl am Eingang des Stores eine Plakette in den Boden eingelassen ist, dass hier das US-amerikanische Fernsehen begann, bekommt man im Store nichts über die US-Fernsehgeschichte. Schade, hier hat sich der Kommerz durchgesetzt, was aber bei den Mieten in der Stadt durchaus nachvollziehbar ist. Der Store ist auf Umsatz getrimmt und nicht auf inhaltliche Tiefe. Dennoch lohnt sich ein Besuch und beim nächsten New York-Aufenthalt in acht Jahren werde ich mal eine Late Night-Show live besuchen. Bis dahin schau ich mir The Tonight Show mit Jimmy Fallon im Internet auf YouTube an.

Bunte Bilder vom Shopping
Hier noch ein paar Schnappschüsse, völlig durcheinander vom Einkaufen in New York. Für mich bedeutet diese Stadt immer wieder neue Inspirationen.

New York: Rolltreppefahren bei Shoppen Macy‘s

19. März 2013

Treppe4

New York heißt für mich auch immer Shoppen bei Macy‘s. Auch wenn sich für mich die Ära der Kaufhäuser sich dem Ende zuneigt, sollte der New York-Tourist das größte Warenhaus der Welt an der Ecke 34th Street und Broadway besichtigen. Unbedingt, denn auf rund 198.500 Quadratmeter arbeiten 3000 Menschen auf zehn Etagen. Wer dort einkauft will, sollte sich an der Information einen kostenlosen Macy‘s Visitor Saving Pass besorgen. Damit spart der preisbewusste Einkäufer und Schnäppchenjäger nochmals 10 Prozent.

Treppe3

Das Ambiente ist toll. Im Parterre hängen große Kronleuchter von der Decke und zeugen von dem Erfolg vergangener Tage. Aber ich muss zugeben, am eindrucksvollsten fand ich bei alle dem Luxus das Fahren mit den alten hölzernen Rolltreppen. Sie verbinden Etage um Etage und sind in der Mitte des großen Gebäudes zu finden. Anders als heutige Metalltreppen, strahlen die Rolltreppen bei Macy‘s einen besonderen Flair aus: Es rumpelt schön, ein technisches Dahingleiten wie die moderne Treppen aus Metall. Sie sind zudem deutlich enger. Sie gelten als eine der ersten Rolltreppen überhaupt. Natürlich gab es Rolltreppen bereits früher schon. 1895 wurden eine Fahrtreppe als eine Attraktion in einem Vergnügungspark auf Coney Island erstmals betrieben. Diese Fahrtreppe wurde von Jesse W. Reno erfunden, dem am 15. März 1892 das beantragte Patent zugesprochen wurde. Aber die Rolltreppen in Macy‘s sind für mich etwas besonderes und jeder New York-Fan sollte sie sich einmal ansehen und darauf fahren – es kostet garantiert nichts.

Treppe1

Treppe2