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Sicherheit in New York zum Jahreswechsel – Meine Reiseimpressionen Teil 5

9. Januar 2017
Sicherheit wird in New York großgeschrieben - besonders an Silvester.

Sicherheit wird in New York großgeschrieben – besonders an Silvester.

Demonstrativ wird in den USA auf Sicherheit gesetzt. Seit dem 11. September wurden die Sicherheitsmaßnahmen drastisch erhöht. Ich kannte New York noch aus der Zeit von Bürgermeister Rudolph Giuliani, der damals eine Nulltoleranz-Strategie durchsetzte und eine strikte Law-and-Order-Politik betrieb. Das zahlte sich aus. New York wurde sicherer, allerdings fiel in seine Amtszeit auch das Attentat vom 11. September.

Hohe Polizeipräsens in den Straßen.

Hohe Polizeipräsens in den Straßen.

Zu den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel 2016/17 rüstete New York drastisch auf. Überall in der Stadt waren Trenngitter und Absperrungen zu sehen. Polizei war aktiv auf den Straßen zu bemerken. Fahrzeugen patrouillierten durch die Stadt und standen in Seitenstraßen. Die Überwachung mit Videokameras an belebten Straßen und Plätzen ist mittlerweile selbstverständlich. Ob diese Überwachung wirklich etwas bringt, kann ich freilich nicht sagen.


Zudem regelten Polizisten den Verkehr um das Rockefeller Center. Dort steht der große, geschmückte Weihnachtsbaum. Ich mag ihn gerne – genauso wie Tausende anderer. Und so gab es vor dem Baum ein großes Gedränge. Gut, dass die Polizei dort massiv Flagge zeigte, den Verkehr regelte und den Besucherströme leitete. Mein Eindruck war, dass die New Yorker Polizei mit solchen Aktionen nicht überfordert und gut ausgerüstet war. Allerdings traten die Cops auch etwas anders auf, als unsere Polizisten in Deutschland. Widerspruch wurde nicht gerne gesehen. Wer eine Uniform anhatte, der hatte das Sagen – so mein Eindruck.

Beton gegen Terror.

Beton gegen Terror.

An zahlreichen gefährdeten Punkten wie dem Times Square wurden schwere Betonblöcke mit der Aufschrift New York Police Department NYPD abgelegt, um Autoattentate wie in Berlin und Nizza zu verhindern. Zu den Feierlichkeiten an Silvester wurden zudem 65 Lastwägen mit Sand an bestimmten Straßen postiert, wie New Yorker TV-Sender berichteten. Zudem fuhren schwere Müllfahrzeuge auf, um den Platz sicherer zu machen. Attentate mit einem Lastwagen sollte es in New York nicht geben.


Am Time Square selbst war die Polizei massiv präsent. Der U-Bahnhof 42nd Street wurde einen Tag zuvor gesperrt. Wer Silvester am Times Square feiern wollte, der musste zu Fuß hingehen. Am Times Square sind standardmäßig starke Polizeikräfte in großen Containern untergebracht. Diese Polizei wurde nochmals verstärkt und trat demonstrativ nach außen auf. Die Polizisten waren gepanzert, hatten schusssichere Westen an und waren mit Schnellfeuergewehren ausgestattet. Wenn man brav nachfragte, durfte man mit den Polizisten sogar ein Foto machen, was viele Amerikaner und auch ich machen. Demonstration von Macht und Sicherheit war angesagt.

Bitte recht freundlich.

Bitte recht freundlich.

Diese Fotos von schwerbewaffneten Einheiten wurden via Facebook und Co in die Welt geblasen – sicherlich auch ein Teil der Sicherheitsstrategie. Laut US-TV waren 7000 Polizisten und Sicherheitskräfte zur Terrorabwehr im Einsatz. Der Polizeichef Carlos Gomez sagte im Fernsehen, dass man sich beim Ausarbeiten des Sicherheitsplans für das diesjährige Silvester die Terrorangriffe in Deutschland und Frankreich sehr genau angesehen habe. Sehr viele Sprengstoffhunde habe ich bemerkt unter anderem beim Zugang zu den Fähren im Süden Manhattans. Ich denke, dass Sicherheitskonzept gegen den Terror ist aufgegangen. Und dennoch: Trotz massiver Polizei kam es zu einem Einbruch in die Geschäftsräume des indischen Großhändlers KGK Holdings ein paar Straßen vom Times Square entfernt. In der 37. Straße, also 5 Blocks von der 42nd Street entfernt erbeuteten Einbrecher Schmuck im Wert von sechs Millionen US-Dollar.


Meine Familie und ich feierten den Jahreswechsel im Central Park. Die Show mit The Ball schauten wir uns am Tag darauf im Fernsehen und Internet an. Beim Balldrop schwebt ein fünf Tonnen schwerer Kristallball mit dreieinhalb Metern Durchmesser an einer Stange über dem Broadway. Das sieht am Monitor fein aus. Der Ortswechsel in den Central Park hatte bei uns allerdings nichts mit der aktuellen Sicherheitslage zu tun. Wir hatten schlichtweg keine Lust, den ganzen Tag mit Millionen anderer Leute am Times Square auszuharren, damit wir ein wenig Show und am Ende The Ball sehen konnten. So viel Trubel wollten wir nicht haben und den Tag zu etwas anderem nutzen, als zu warten. Der Jahreswechsel im Central Park war äußerst angenehm.

Pac Man-Fieber durch Pac Man-Lampe und Google Maps

2. April 2015

Als Retro-Gamer mmöchte ich mich bei Google bedanken. Im Moment bietet Google Maps den Zeitfresser schlechthin. Ich kann in Maps den Klassiker Pac Man spielen. Ich öffne bekannte Straßen in der Welt und jage Blinky, Pinky, Inky und Clyde durch die Straßen von San Francisco, über den Broadway oder den Münchner Marienplatz. Danke Google für diesen netten Aprilscherz und ich bin wieder im Pac Man-Fieber.

Ich bin ein Pac Man Fanboy

Ich bin ein Pac Man Fanboy

Gerade Pac Man hat es mir angetan und das wissen meine Freunde auch. Ich bekam von einen Kollegen vor kurzem eine wunderbare Pac Man-Lampe geschenkt. Sie steht im Moment auf meinem Schreibtisch und beleuchtet das Spielgeschehen in Google Maps.


Pac Man ist der Videospielklassiker von 1980. Aus Puck Man wurde Pac Man, weil man vor der Verunglimpfung als Fuck Man Angst hatte. Ich besitze also die offizielle Pac Man Lampe von Namco Bandai Games – ein Must-Have für alle Retrogamer. Die Lampe in Form der Gespenster aus dem legendären Videospiel ist mit 46 LEDs bestückt und verfügt über verschiedene Farb- und Leucht-Effekte. Diese können dank Fernbedienung bequem von der Couch aus gesteuert werden. Die insgesamt 16 verschiedene Farben sorgen für ein angenehmes Leuchten bei jeder Stimmung und die vier unterschiedlichen Modi (Flash, Strobe, Fade und Smooth) bringen Abwechslung mein doch eher nüchternes Arbeitszimmer. Danke Pac Man-Lampe.

Pac Man Lampe im Einsatz

Pac Man Lampe im Einsatz

New York: Rolltreppefahren bei Shoppen Macy‘s

19. März 2013

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New York heißt für mich auch immer Shoppen bei Macy‘s. Auch wenn sich für mich die Ära der Kaufhäuser sich dem Ende zuneigt, sollte der New York-Tourist das größte Warenhaus der Welt an der Ecke 34th Street und Broadway besichtigen. Unbedingt, denn auf rund 198.500 Quadratmeter arbeiten 3000 Menschen auf zehn Etagen. Wer dort einkauft will, sollte sich an der Information einen kostenlosen Macy‘s Visitor Saving Pass besorgen. Damit spart der preisbewusste Einkäufer und Schnäppchenjäger nochmals 10 Prozent.

Treppe3

Das Ambiente ist toll. Im Parterre hängen große Kronleuchter von der Decke und zeugen von dem Erfolg vergangener Tage. Aber ich muss zugeben, am eindrucksvollsten fand ich bei alle dem Luxus das Fahren mit den alten hölzernen Rolltreppen. Sie verbinden Etage um Etage und sind in der Mitte des großen Gebäudes zu finden. Anders als heutige Metalltreppen, strahlen die Rolltreppen bei Macy‘s einen besonderen Flair aus: Es rumpelt schön, ein technisches Dahingleiten wie die moderne Treppen aus Metall. Sie sind zudem deutlich enger. Sie gelten als eine der ersten Rolltreppen überhaupt. Natürlich gab es Rolltreppen bereits früher schon. 1895 wurden eine Fahrtreppe als eine Attraktion in einem Vergnügungspark auf Coney Island erstmals betrieben. Diese Fahrtreppe wurde von Jesse W. Reno erfunden, dem am 15. März 1892 das beantragte Patent zugesprochen wurde. Aber die Rolltreppen in Macy‘s sind für mich etwas besonderes und jeder New York-Fan sollte sie sich einmal ansehen und darauf fahren – es kostet garantiert nichts.

Treppe1

Treppe2

Nerds, A New Musical Comedy – Muscial über Steve Jobs und Bill Gates

24. Januar 2013

Nerds

Von Computerfreunden aus den Staaten habe ich folgenden Musical-Tipp bekommen: Bis 3. Februar läuft in North Carolina noch „Nerds, A New Musical Comedy“. Es handelt sich um die humorvolle Auseinandersetzung der beiden IT-Größen Steve Jobs (Apple) und Bill Gates (Mircosoft).

Im Grunde geht es in dem von Marc Bruni inszenierten Muscial um die Geburtsstunde des heutigen Personalcomputers. Die Geschichte beginnt Mitte der siebziger Jahre als Computer nur von Nerds bedient werden konnten. Wie ich gehört habe, sollen Computerfreunde ihre Freude an den vielen kleinen Details des Stückes haben, das nicht umsonst Nerds heißt. Aber auch klassische Musicalfans kommen hier auf ihre Kosten im A.J. Fletcher Opera Theater. Die Musik von Hal Goldberg ist sehr nett.

Die Darsteller sind Darren Ritchie (Wonderland, Thoroughly Modern Millie) als Steve Jobs, Stanley Bahorek (25th Annual Putnam County Spelling Bee) als Bill Gates, Diana DeGarmo (Hair, Hairspray, „American Idol – Season 3“) als Sally und Leslie Kritzer (Elf, Legally Blonde) als Myrtle. Benny Elledge (Chicago) spielt Steve Wozniak, Rob Morrison (Avenue Q) den MS-Mitbegründer Paul Allen.

Das Drehbuch kommt von Jordan Allen-Dutton und Erik Weiner (Emmy Award-nominees for Cartoon Network’s „Robot Chicken“). Nerds wurde inszeniert von Marc Bruni und die Choreografie stammt von Denis Jones.

Wenn das Stück gut angenommen wird, hat es eine Chance auf den Broadway nach New York zu kommen. Dort werde ich es mir ansehen, aber nach North Carolina fahre ich jetzt dann doch nicht spontan.