Posts Tagged ‘Steve Wozniak’

40 Jahre Apple: Mein Steve Wozniak Interview vom Oktober 2006

1. April 2016
Steve Wozniak hatte im Oktober 2006 den iPod nano als neues Spielzeug dabei, Foto: Lange

Steve Wozniak hatte im Oktober 2006 den iPod nano als neues Spielzeug dabei, Foto: Lange

Heute vor 40 Jahren wurde Apple gegründet und seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verfolge ich die Entwicklungen dieser Firma. Als ehemaliger Chefredakteur der MACup, der ältesten Apple Macintoh-Zeitschrift Europas (inzwischen pleite) habe ich das Auf und Ab dieser Firma begleitet. Heute ist Apple neben Google das reichste Unternehmen auf diesem Planeten.

Im Gespräch mit Steve Wozniak im Oktober 2006.

Im Gespräch mit Steve Wozniak im Oktober 2006.

Über die Geschichte des Unternehmens gibt es viele Bücher und viele Filme. Die beiden Steves habe ich live getroffen und beide haben mich auf ihre Art tief beeindruckt. Ich habe in diesem Blog mehrmals darüber geschrieben.
Zum 40. Jubiläum von Apple habe ich ein Interview vom 25. Oktober 2006 ausgegraben, das meine Redaktion und ich damals mit Steve Woz Wozniak in München geführt hat. Das Interview war in meinem Privatarchiv und das Tape war als Gedächtnisstütze gedacht.

Hier ist der Link zum Video Steve Wozniak Interview,  Oktober 2006

 
Woz hatte damals seine Autobiografie iWoz veröffentlicht und der Verlag hatte Wozniak in die bayerische Landeshauptstadt eingeladen. Ich hatte von diesem Besuch etwas mitbekommen und ich bedrängte Verlag, dass wir ein Interview mit Steve führen wollten, nein mussten.
Viel Spaß beim Anhören und Anschauen. Die Fotos entstanden bei diesem Interview. Und natürlich: Alles Gute Apple zum 40. Geburtstag.

Steve Jobs und Steve Wozniak als Lego-Figuren

10. November 2014

Bei einem Besuch in Berlin schaute ich zum ersten Mal in Deutschlands größtem Apple Retail Store vorbei. Die Filliale am Kurfürstendamm kannte ich bisher nur aus den Medien – unter anderem durch die Boulevardberichterstattung als Unbekannte die Einnahmen des Store gestohlen hatten.


Der Apple Retail Store ist sehr imposant und ich nutzte die Zeit für ein Video und um mein iPhone aufzuladen. Dabei dachte fiel mir ein, dass ich mein Hobby Apple mit dem anderen Hobby Lego verbinden wollte. Es gab ja mal die Idee von Lego-Fans, den Apple Retail Store zu bauen. Leider hat Lego dies nie in seine Produktreihe aufgenommen, wahrscheinlich aus Rechtegründen.

Offiziell nie realisiert: Der Apple Retail Store aus Lego.

Offiziell nie realisiert: Der Apple Retail Store aus Lego.

Aber die Verbindung Apple und Lego gelingt trotzdem. Vor kurzem bestellte ich mir bei FamousBrick die beiden Steves als Lego-Männchen. Steve Jobs und Steve Wozniak. Der Apple-CEO kommt stilecht daher: in blauer Jeans und schwarzem Pullover – so wie ich ihn immer in Erinnerung behalten werde. Der zweite im Bunde ist the Woz. Woz gründete gemeinsam mit Steve Jobs Apple Computer, später arbeitete er mit am ersten technisch-wissenschaftlichen Taschenrechner „HP-35“, den er bei dem Lego-Modell auch in der Hand hält. Zudem gibt es in der Reihe von Bill Gates. Nett gemacht ist der Gründer von Microsoft, er trägt ganz klassisch einen Pullover mit Hemd und eine graue Hose, auf seiner Kaffeetasse steht C:\ – eine Hommage an MS-DOS. Allerdings Bill brauche ich als Apple Fan dann doch nicht.

Steve und Steve aus Lego.

Steve und Steve aus Lego.

Mich würde es interessieren, wie die Rechte an den Figuren liegen. Bisher hat Apple bzw die Erben von Steve Jobs alles in Grund und Boden geklagt, wenn die Rechte verletzt werden. Verletzt eine Lego-Figur die Persönlichkeitsrechte? Ich hoffe, dies passiert hier nicht, darum habe ich mir gleich die beiden Steves besorgt. Sie hängen jetzt bei den Lego Star Wars-Figuren im Arbeitszimmer an der Heizung.
Ich muss mal FamousBrick besuchen. Hinter dem Namen FamousBrick steckt eine kleine Manufaktur in Lindau am Bodensee. Hier hat man sich bereits in den Kindesjahren in die bunten Legosteine und Figuren verliebt. Mithilfe der kultigen Bausteine werden in Handarbeit Berühmtheiten aus Lego-Figuren nachgebaut. Dafür werden ausschließlich originale Lego-Teile verwendet. Mit Hilfe der Figuren kann sich jeder eine berühmte Persönlichkeit im Lego-Format nach Hause holen, das eigene Lego-Universum erweitern oder eine kleine Sammlung einzigartiger Figuren erschaffen. „Wir sind uns sehr sicher, dass Lego diese Figuren selbst nie in ihr Portfolio aufnehmen wird. Alles begann mit der Figur „Steve Jobs“ und wir freuen uns bereits auf die nächsten Berühmtheiten unserer exklusiven Minifiguren-Serie“, heißt es bei FamousBrick.

Hier noch ein paar Eindrücke aus dem Apple Retail Store Berlin:

Filmtipp: jOBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs

17. Mai 2014

Wir stehen vor der WWDC und meine Spannung steigt. Um mich abzulenken, habe ich mir die die DVD-Veröffentlichung des jüngsten Steve Jobs Films jOBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs besorgt und angeschaut. Als Mac-Jünger der frühen Stunde könnte ich jetzt stundenlang über die großen und kleinen Fehler des Film XXX herziehen, aber ich werde es aber nicht machen. Es ist ein Film, keine Dokumentation. Es ist einfache Unterhaltung, nicht ein Gottesdienst oder eine Bühnenweihespiel.

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Das Problem des Apple-Fan Boy wie ich einer bin, ist, dass wir alles kritisieren müssen, was dem Heiligtum Apple widerspricht. Ich meine nicht die Bubis, die mir von ihrem ersten iMac erzählen, sondern die Hardcore-Fanatiker. Es ist zu erwarten, wir besserwisserisch den Zeigefinger erheben und auf die Schwachstellen hier, hier und hier hinweisen müssen nach dem Motto “Herr Lehrer, ich weiß was!” So erging es mir natürlich auch, als ich mir den Film um ersten Mal ansah: Wo ist Pixar? Warum nur kurz Next? Warum, warum, warum ist die Banane krumm?

Beim zweiten Ansehen fand ich den Film aber gar nicht so schlecht. Es will unterhalten und das tut er zweifellos – bei all seinen Fehlern für uns Apple Jünger. Ashton Kutcher als Steve ist nett anzusehen und obwohl mir der Gang zu übertrieben erschien, liefert er eine reife Leistung. Dermot Mulroney spielt Mike Markkula sehr gut und besonders hat mir Josh Gad als Steve Woz Wozniak gefallen. Dennoch floppte der Film in den US-Kinos und kam bei uns in  synchronisierte Fassung am 27. März 2014 auf DVD/Blu ray heraus.

Steve und Steve

Steve und Steve

Der Film handelt von Steve Jobs bei seinen Anfängen bei Apple in der Garage seiner Adoptivelterm, seinem Rauswurf bei Apple und seine Wiederkehr. Ein wenig schnell geschnitten für meinen Geschmack, aber das ist wohl dem Zeitgeschmack geschuldet. Wer es langsamer mag, kann ja die Verfilmung Die Silicon Valley Story aus den neunziger Jahren ansehen, Streit gibt es gerade um die Neuverfilmung durch Sony. David Fincher, der schon Zuckerberg wunderbar auf die große Leinwand gebracht hat, bekam sich wegen der Bezahlung mit Sony in die Haare und hat erst einmal hingeworfen.Gerne hätte ich erlebt, was David Fincher aus dem Sony-Stoff gemacht hätte, aber das werden wir wohl nie sehen.

Im Moment heißt es warten. Vielleicht schau ich mir  jOBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs noch ein drittes Mal an, um die Wartezeit zur WWDC zu verkürzen.

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Zweiter Todestag von Steve Jobs – meine Gedanken

5. Oktober 2013

Heute vor zwei Jahren verstarb Apple-Gründer Steve Jobs. Sein Unternehmen hat sich inzwischen verändert. Ich denke, es ist für Nachfolger Tim Cook nicht leicht, aus dem Schatten des großen Steve herauszutreten. Cook baut Apple um und für mich ist es nicht damit getan, bestehende Produktserien zu aktualisieren. Das “One more Thing” steht bisher noch aus, obwohl die wirtschaftlichen Daten von Apple überzeugen.

Ich suche den Spirit, die Begeisterung, die mich früher erfasst hat. Freilich habe ich das goldene iPhone 5s bestellt, freilich werde ich mir den neuen MacPro im neuen Design ansehen (und wohl auch kaufen). Aber wo bleibt das Killerprodukt?

Aber ich gehöre auch nicht zu denjenigen, die Apple jetzt niederschreiben. Diese Fanboys, die irgendwann auf dem Zug aufgesprungen sind und jetzt wieder abspringen und das Unternehmen für tot erklären. Wie doof waren die Medien, als sie sich ein Billig-iPhone herbeischrieben und dann das iPhone 5c kam. Von billig keine Spur und dann begann das Geschrei. Ich habe mir die 5c angeschaut und mir gefallen sie. Allerdings bin ich nicht die Zielgruppe und dennoch machen sie Spaß.

Ich kann diese Schwarzseher nicht mehr hören. Leute, die ich treffe, fragen mich, was ich jetzt von Apple halte. Was wollt ihr hören? Ich glaube an Apple, aber es ist nicht mehr Apple unter Steve Jobs. Ich war Apple-Jünger als das Unternehmen am Boden lag, als Michael Spindler und Gil Amelio in Cupertino regierten. Der Aktienkurs war am Boden. Nach Amelio kam Jobs wieder zurück und der Stern Apple ging erneut wieder auf.

In dieser Garage fing alles an.

In dieser Garage fing alles an.

Steve kommt nicht mehr, mein Nachruf vor zwei Jahren und meine Erinnerungen vor einem Jahr sind immer noch aktuell, und Cook macht seine Sache gut. Aber eben das “One more Thing” würde einen alten Mann wie mich glücklich machen. Also denke ich zurück, an die Garage in der die beiden Steves begannen. Ich hatte mal das Glück, zwei Stunden mit Steve Wozniak zu sprechen und er begeisterte. Keine Chance, dass der andere Steve den Laden übernimmt?

Der andere Steve und ich.

Der andere Steve und ich.

Ich denke an die Power zurück, die Apple damals und Jahre später noch für mich ausstrahlte. Den zweiten Todestag von Steve Jobs werde ich wie jeden Tag begehen: Mit den Produkten von Apple um mich herum. Aber mit einer Ausnahme: Ich werde meinen Macintosh von 1984 anwerfen, der neben meiner Lisa steht und denken: One more Thing

Nerds, A New Musical Comedy – Muscial über Steve Jobs und Bill Gates

24. Januar 2013

Nerds

Von Computerfreunden aus den Staaten habe ich folgenden Musical-Tipp bekommen: Bis 3. Februar läuft in North Carolina noch „Nerds, A New Musical Comedy“. Es handelt sich um die humorvolle Auseinandersetzung der beiden IT-Größen Steve Jobs (Apple) und Bill Gates (Mircosoft).

Im Grunde geht es in dem von Marc Bruni inszenierten Muscial um die Geburtsstunde des heutigen Personalcomputers. Die Geschichte beginnt Mitte der siebziger Jahre als Computer nur von Nerds bedient werden konnten. Wie ich gehört habe, sollen Computerfreunde ihre Freude an den vielen kleinen Details des Stückes haben, das nicht umsonst Nerds heißt. Aber auch klassische Musicalfans kommen hier auf ihre Kosten im A.J. Fletcher Opera Theater. Die Musik von Hal Goldberg ist sehr nett.

Die Darsteller sind Darren Ritchie (Wonderland, Thoroughly Modern Millie) als Steve Jobs, Stanley Bahorek (25th Annual Putnam County Spelling Bee) als Bill Gates, Diana DeGarmo (Hair, Hairspray, „American Idol – Season 3“) als Sally und Leslie Kritzer (Elf, Legally Blonde) als Myrtle. Benny Elledge (Chicago) spielt Steve Wozniak, Rob Morrison (Avenue Q) den MS-Mitbegründer Paul Allen.

Das Drehbuch kommt von Jordan Allen-Dutton und Erik Weiner (Emmy Award-nominees for Cartoon Network’s „Robot Chicken“). Nerds wurde inszeniert von Marc Bruni und die Choreografie stammt von Denis Jones.

Wenn das Stück gut angenommen wird, hat es eine Chance auf den Broadway nach New York zu kommen. Dort werde ich es mir ansehen, aber nach North Carolina fahre ich jetzt dann doch nicht spontan.

Die Zukunft der Marke Apple

26. August 2011

Dieser Beitrag erschien in der Online-Ausgabe der wuv. Ich wurde als ehemaliger Chefredakteur der MACup gefragt, wie sich die Marke Apple künftig entwickeln wird. Das Original gibt es hier zu lesen.

„Apple als Unternehmen ist hervorragend aufgestellt und ich bin mir sicher, dass das Apple-Management diesen Tag gut vorbereitet hat: Wir stehen vor dem neuen iPhone, das iPad 3 läuft langsam an und die Gerüchteküche über ein neues revolutionierendes Apple-Produkt brodelt bereits. Tim Cook ist nicht Steve Jobs und das ist gut so. Damit wird sich die Marke Apple verändern. Think different gehört damit endgültig der Vergangenheit an. Die Installed base der Apple-Jünger ist größer geworden. Die Marke Apple ist heute voll in der Welt der Consumer Electronics angekommen. Der Heilsbringer Jobs geht, bleibt Apple aber als Ratgeber (noch) erhalten. Vielleicht bekommt der andere Steve, Steve Wozniak, wieder eine stärkere Rolle als Apple-Botschafter. Das Apple-Management ist gut aufgestellt: Sir Jonathan, Phil Schiller, Peter Oppenheimer und andere – die haben es im Kreuz, dass die Marke Apple keinen Schaden nimmt.

Die andere Jobs-Firma hat den Übergang still und leise geschafft. Der Übergang bei Pixar ist gelaufen. Steve ist zwar Chef, doch John Lasseter zeigt uns im Kino, wo es mit Animation lang geht. Dies wird auch bei Apple der Fall sein, mögen die alten Fans noch so schreien.

Für die Medien tut es mir leid. Es war so schön einfach, das Unternehmen Apple nur auf eine Person zu reduzieren. Das wird unter Cook nicht der Fall sein. Jetzt ist eine differenzierte Betrachtungsweise durch die Medien gefordert.“

Als ich einmal den Apple-CEO traf: Happy Birthday Steve Jobs

24. Februar 2011
Steve Jobs bei der Keynote 2007. Foto: Lange

Steve Jobs bei der Keynote 2007. Foto: Lange

Alles Gute zum Geburtstag Steve Jobs. Heute feiert einer meiner Helden seinen 56. Geburtstag. Sein Lebenslauf und seine Verdienste sind allseits bekannt. Da brauch ich nichts mehr hinzufügen. Steve Jobs ist und bleibt ein IT-Genie, auch wenn ich nicht unbedingt unter ihm arbeiten möchte. Ich war einmal auf dem Campus in Cupertino, da herrschte eine seltsame Stimmung. Keiner wollte seinem CEO unbedingt über den Weg laufen. Ich erinnere mich an die Kantine, wo eine strikte Mülltrennung herrschte und auch ein ebenso striktes veganisches Essen. Bei einem Interview sagte mir John Lasseter von Pixar: „Steve ist Inspiration pur“. Dies bestätigte mir auch der andere Steve – Steve Wozniak: „Jobs hat viele Talente.“ Beide haben mit Jobs gearbeitet und beide müssen es wissen.

Richtig stolz bin ich allerdings, dass ich den CEO von Apple einmal live sprechen konnte. Der Tag, an dem ich Steve Jobs sprach. Es war 2002 auf der Macworld Expo. Steve Jobs stellte auf einer seiner berühmten Keynotes gerade den Lampen iMac vor. Das Time-Magazin verriet bereits vor der Macworld das „One more thing“ und Steve war entsprechend sauer. Das Cover mit dem iMac wurde vor der Keynote auf der Time-Website verbreitet. Es war die große Stunde von Apple-Designchef Jonathan Ive.

Nach der Keynote war es üblich, dass der Chef an dem Apple Stand Huldigungen der Jünger entgegen nahm. Die Chance nutze ich und stellte Steve Jobs ein paar Fragen. Steve antwortete ruhig und sprach konzentriert über den G5-Prozessor, während seine blonde Pressedame an seiner Seite immer nervöser wurde und in ihren Papieren wühlte. Nach ein paar Minuten unterbrach sie höflich unser Gespräch und fragte, ob ich denn von ABC-Fernsehen sei. Ich verneinte und antwortete, dass ich für die PC Professionell aus Deutschland arbeite. Gleich zwei Reizwörter: PC und Deutschland. Steve schüttelte den Kopf, lachte, wandte sich sofort ab und wies Marketing-Chef Phil Schiller an, das Interview mit mir weiter zu führen. Steve hatte seine Bühnenklamotten wie Jeans und schwarzem Rollkragenpulli an, und auch Schiller trug seine Standardkleidung: Sein Polo-Shirt hing über den dicken Bauch und wir lachten beide köstlich über meine PC-Geschichte.

Also lieber Steve, bleib uns noch lange erhalten, werd noch gesund und immer wieder denke ich an deine Stanford-Rede zurück, die ich jedem empfehle: Stay hungrey, stay foolish. Danke für alles.