Posts Tagged ‘Apple Fan Boy’

Brauche ich den Apple HomePod, wenn ich Amazon Echo nutze?

24. Januar 2018
Der Apple HomePod erscheint und ich frage mich, brauche ich den Lautsprecher wirklich?

Der Apple HomePod erscheint und ich frage mich, brauche ich den Lautsprecher wirklich?

Am 9. Februar erscheint in den USA, Großbritannien und Australien der Apple HomePod. Noch im Frühjahr soll der neuartige Lautsprecher von Apple in Deutschland erscheinen. Ich stell mir die Frage: Kommt Apple zu spät? Brauche ich den HomePod überhaupt?
Stolze 350 US-Dollar soll der HomePod in den USA kosten. Meine Euphorie hält sich als Apple Fan-Boy in Grenzen, denn ich frage mich, wozu ich den HomePod überhaupt brauche. Die Lautsprecher sollen innovativ sein. Nun das erwarte ich eigentlich von Apple. Zu Hause habe ich noch die Apple BoomBox und sie versorgt mich am Schreibtisch mit Musik. Inzwischen ist im ganzen Haus bei uns Amazon Echo mit seinen Ablegern Show und Dot eingezogen. Der Sprachassistent Alexa funktioniert gut – zum Teil besser als Apple Siri. Apple muss für mich bei der Spracherkennung nachlegen und die Funktionen erweitern. Ich weiß, dass Apple nicht immer das erste Unternehmen in einem neuen Markt war und doch hat die Marktmacht von Apple aber gezeigt, dass sich das System aus Cupertino durchsetzte. Der iPod war beispielsweise nicht der erste mp3-Player, aber er war der beste. Ich bin gespannt, wie es sich mit dem HomePod entwickelt.
Zu Hause hat nur K2 Apple Music abonniert und hört hier Musik. Der HomePod versteht sich auf Apple Music. Ich selbst bin noch ein Jäger und Sammler. Ich kaufe noch Vinyl und CDs – in der Regel bei Amazon und kann damit auf Amazon Music zugreifen – über den Amazon Echo. Nun, unsere gekaufte und gerippte Musik liegt auf unseren Heimserver, der auf iTunes läuft. Mal sehen, wie der HomePod mit dem heimischen iTunes-Server zusammenarbeitet.

Amazon Show und seine Kollegen Echo und Dot leisten zu Hause einen guten DIenst.

Amazon Show und seine Kollegen Echo und Dot leisten zu Hause einen guten DIenst.

HomePod und SmartHome
Im Moment bin ich neugierig, aber nicht gierig auf den HomePod. Ich möchte mir das Teil in Ruhe im Apple Store ansehen und testen.
Zudem soll der HomePod die Heimautomatisierung auf iHome-Basis übernehmen. Mit Siri kann der HomePod Nachrichten senden, Timer setzen, Podcasts abspielen, Updates zu Nachrichten, Sport, Verkehr und Wetter abrufen und eine große Auswahl an HomeKit fähigem Smarthome-Zubehör steuern. Nun, das klingt schön, wenn das Ganze nicht bereits durch Amazon Echo bei uns erledigt wird. Brauche ich wirklich zwei Systeme zu Hause? Gibt es neben Alexa noch einen Platz für Siri – und wie reagiert meine Frau bei diesen ganzen Frauennamen?
Ich will den HomePod nicht ablehnen und ich lese jetzt schon die ganzen Meldungen mit dem Tenor: Apple kommt zu spät. Ich will nicht als Apple Fan-Boy in dieses Horn blasen, aber Apple muss mich schon gehörig überzeugen, wenn der 350 US-Dollar teure Lautsprecher bei uns einziehen soll. Der Amazon Echo ist bereits mit den vorhandenen Bluetooth-Boxen zu Hause verbunden. Brauche ich da wirklich noch ein weiteres Lautsprechersystem, sei es noch so innovativ.
Nun, ich merke, ich bin unsicher und suche noch die Positionierung. Und ich meine Bitte an Apple: Bitte Tim Cook und Kollegen, überzeugt mich!

HomePod: Technische Daten
Mit einer Höhe von knapp unter 18 Zentimetern repräsentiert HomePod Jahre der Hardware- und Softwareinnovation, so Apple in einer Pressemitteilung.
Dort heißt es weiter: „Vollgepackt mit von Apple entwickelter Audiotechnologie, nutzt HomePod fortschrittliche Software zur Akustikmodellierung in Echtzeit, zur präzisen Richtungssteuerung der Musik, zur Echokompensation und vielem mehr. Die innovativen Softwarefunktionen profitieren von der Leistungsfähigkeit des Apple A8-Chips und sorgen für einen breiten, weiträumigen Klangraum. Mit Hilfe der Raumerkennung erfasst HomePod seine Position im Raum, passt automatisch jeden Ton an und erzeugt einen großartigen Klang, unabhängig davon, wo er sich befindet.“ Na da bin ich mal sehr gespannt und würde es gerne zu Hause ausprobieren.

Apple Spartacus hatte zu seiner Zeit einen fetten Sound durch Bose-Boxen vorgelegt.

Apple Spartacus hatte zu seiner Zeit einen fetten Sound durch Bose-Boxen vorgelegt.

Ich habe noch den Spartacus von Apple zu Hause, der Mac, der zum 20. Geburtstag des Unternehmens auf den Markt gebracht wurde. Das Soundsystem damals war sehr innovativ. Mal sehen, was der HomePod bringt. HomePod verfügt über einen großen, von Apple entwickelten Tieftöner für satte, saubere Bässe, eine eigens entwickelte Anordnung von sieben Hochtönern nach Richtstrahlverfahren, die reine Hochfrequenz-Akustik mit präziser Richtungskontrolle bieten und leistungsstarke Technologien, um Detailreichtum und Intention der Originalaufnahmen zu erhalten. Durch die Anordnung von sechs Mikrofonen kann HomePod „Hey Siri“ von jeder Position im Zimmer hören, selbst während laute Musik abgespielt wird. IM Grunde kennen wir das System bereits von Amazon Echo mit dem Ruf Alexa. Der Klang vom Echo ist nicht der Hammer, dafür hängt das System an den vorhandenen Boxen.
Die Einrichtung ist ebenso unkompliziert und intuitiv wie die Inbetriebnahme von AirPods — einfach ein iPhone neben HomePod halten und schon kann die Musikwiedergabe in Sekundenschnelle beginnen, erklärt Apple. „Um anzuzeigen wann Siri eingesetzt wird, erscheint die Siri-Wellenform auf der Oberseite. Integrierte Touch-Bedienelemente ermöglichen eine einfache Navigation.“
Kurzum, ich bin gespannt, was das Ding leisten kann und wiederhole mich: Apple, überzeugt mich.

iPhone X – meine Panik beim Bestellvorgang

27. Oktober 2017
Ich starre auf den Platzhalter beim Apple Store. Ich will doch bestellen.

Ich starre auf den Platzhalter beim Apple Store. Ich will doch bestellen.

Ich hab es geschafft – ich bin wohl bei einer der ersten Auslieferungswellen des Apple iPhone X mit dabei. Dabei habe ich gezittert und gefiebert – und ich muss zugeben, es war ein schönes Kribbeln.
Als Apple Fan-Boy hatte ich die Wahl zwischen dem iPhone 8 und dem iPhone X. Einen Tag zuvor habe ich mir im Apple Store in München und im daneben liegenden Telekom-Laden die beiden Versionen von iPhone 8 angeschaut, mich aber dagegen entschieden. Ich will den großen Schritt nach vorne machen und das iPhone X haben. Face ID kann ich hervorragend in meinen Seminaren einsetzen. Freilich muss es die 256 GByte-Version sein, nur mit der Farbe war ich mir unsicher: Silber oder Schwarz? Nachdem das iPhone eine Hülle bekommt, ist die Farbe eigentlich egal. In der Vergangenheit war die schwarze Variante bei den Fans beliebter, also wähle ich die silberne, um das Device schneller zu bekommen. Ja, ja, nennt mich einen Taktiker. Ich bin eigentlich ein Fan der goldenen Version, aber das iPhone X erschien zum Start nicht in Gold, leider.
Dann kam heute der große Tag. Ich stellte mir den Wecker auf 8:50 Uhr. Gestern legte ich mir in der Apple Store-App das Wunschgerät mit entsprechender Konfiguration als Favorit an, damit es schneller geht. Punkt 9:01 Uhr sollte der Store von Apple freigeschaltet sein, um die Vorbestellungen aufzunehmen.
Mit iPad und iPhone 7 Plus hatte ich die Store App offen und starrte wie hypnotisiert auf das Logo „We‘ll be back“. Immer wieder aktualisierte ich die App.

So sieht der Platzhalter in verschiedenen Sprachen aus.

So sieht der Platzhalter in verschiedenen Sprachen aus.

Es wurde 9:01 Uhr Starttermin für die Vorbestellungen. Und nichts passierte. Die App zeigte weiterhin das bekannte Logo – in allen Sprachen.
9:02 Uhr – was ist jetzt los? Ich wurde nervöser. Warum schaltet der dumme Store nicht um? Apple, warum willst du mein Geld nicht?
9:03 Uhr – Herzklopfen. Mache ich etwas falsch? Ich weiß doch, dass die erste Produktion des iPhone X limitiert ist und ich habe keine Lust, drei, vier Monate auf das Gerät zu warten.
9:04 Uhr – Schweiß. Was stimmt nicht? Immer noch das Logo in der App. Ich schreie vorsorglich das iPhone und das iPad an – nutzlos.
9:05 Uhr – Panikattacke – nein, so schlimm war es nicht. Via Twitter sehe ich, dass Kollegen die Vorbestellungen abgeschlossen haben und ich sitze noch immer vor dem „We‘ll be back“-Schild. Apple, ich geb euch gleich „We‘ll be back“.
9:06 Uhr – Konzentration – In der App tut sich noch nichts, aber ich rufe jetzt die Apple-Website auf, erreiche den Store, rufe meine Favoriten auf und kann meine Bestellung abschließen. Kurze Panik nochmal, wie lautete der Code meiner Kreditkarte? Aber alles liegt bereit. Eingegeben und zack bestätigt.
Ich bin dabei: Innerhalb von Sekunden bestätigte Apple mir die Vorbestellung. Ich bin wohl am 21. November dabei. Das bedeutet, ich bin nicht in der ersten Runde ab 2. November vorgesehen, sondern drei Wochen später. Nun, damit kann ich leben.
Ärgerlich für mich ist die Apple Store App. Nach meiner Vorbestellung kann ich den Store via App erreichen, wäre aber nicht in der frühen Bestellung mit dabei gewesen.

Apple Design – die geheimen Prototypen von Apple

2. Juni 2014
Die Ur iWatch von Apple - als Prototyp

Die Ur iWatch von Apple – als Prototyp

Über das Design von Apple sind zahlreiche Bücher veröffentlicht worden, aber eines der besten ist meines Erachtens die Designbibel von Paul Kunkel mit den Fotos von Rick English. Das Buch heißt schlicht Apple Design und die edle Titelseite ist weiß mit einem kleinen Regenbogenapfel.

Apple

Der erste Teil erzählt die Geschichte des Apple Designs und der Apple Industrial Design Group. Hier gibt es harte Fakten um coole Produkte und Strategien. Paul Kunkel berichtet, wer an welcher Produktentscheidung beteiligt war und warum ein Produkt nicht verwirklicht wurde. Super interessant zu lesen und darüber zu philosophieren.

Der zweite Teil zeigt das besprochene Design in zahlreichen, erstklassigen Fotos. Wer durchblättert, der begibt sich auf eine faszinierende Entdeckungsreise durch faszinierende Produkte. Mir bliebt die Spucke weg, welche abgebildete geheimen Prototypen es gab, die nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt haben. Das Buch erschien 1997 und gilt unter Apple-Sammlern als wahre Schatztruhe.

Es macht unglaublichen Spaß in der Design-Vergangenheit von Apple zu stöbern und seinen Gedanken nachzuhängen, was wäre passiert, wenn das Produkt wirklich gebaut wäre. Es beginnt mit den ersten Macs und reicht bis zum legendären Twentieth Anniversary Macintosh, der als Sondermodell zum 20. Firmenjubiläum von Apple im Jahre 1997 erschien.

Ich habe mal ein paar visionäre Produkte herausgesucht, die bis heute reichen. So beispielsweise das TimeBand. Es ist im Grunde die Ur-iWatch – wenn sie denn jemals kommt.  Das TimeBand stammt aus dem Jahre 1991 und ist ein Newton am Handgelenk. Natürlich wirkt das Teil aus heutiger Sicht unbeholfen und klobig, aber dennoch welche Innovation steckt in so einem Produkt? Heute reden wir über wearable computer, Apple hat sie 1991 bereits im Kopf bzw am Arm gehabt.

Apples Figaro-Tablet, freilich noch mit Stift von 1989

Apples Figaro-Tablet, freilich noch mit Stift von 1989

Oder das Figaro-Tablet, freilich noch mit Stift von 1989. Es ist ein entfernter Design-Vorläufer des iPads, basierend wiederum auf der Newton Idee. Es zeigt sich, dass der Newton von John Scully gar nicht so schlecht war, auch wenn er von Steve Jobs verteufelt wurde. Es war wohl eher dem Reality Distortion Field zuzurechnen. Aber das Teil war wohl seiner Zeit weit voraus.

Die Brain Box (1989) oder Portable Computer (1989).

Die Brain Box (1989) oder Portable Computer (1989).

Das Buch Apple Design birgt zahlreiche Schätze von mobilen Mac, die Brain Box (1989) oder Portable Computer (1989).

So stellte sich Apple ein Navi vor.

So stellte sich Apple ein Navi vor.

Wir finden dort Vorläufer von Navigationsgeräten wie AppleSeeds von 1990 mit touristischen Informationen sowie die nette Idee eines Geldwechslers Exchanger von 1990.

Tragbares CD-Laufwerk Popeye.

Tragbares CD-Laufwerk Popeye.

Interessant fand ich auch die Kombi Anrufbeantworter und Fax und ein tragbaren CD-Player mit dem netten Namen Popeye von 1992.

Wunderbare Ideen sind in dem Buch zu finden.

Wunderbare Ideen sind in dem Buch zu finden.

 

Filmtipp: jOBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs

17. Mai 2014

Wir stehen vor der WWDC und meine Spannung steigt. Um mich abzulenken, habe ich mir die die DVD-Veröffentlichung des jüngsten Steve Jobs Films jOBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs besorgt und angeschaut. Als Mac-Jünger der frühen Stunde könnte ich jetzt stundenlang über die großen und kleinen Fehler des Film XXX herziehen, aber ich werde es aber nicht machen. Es ist ein Film, keine Dokumentation. Es ist einfache Unterhaltung, nicht ein Gottesdienst oder eine Bühnenweihespiel.

jobs

Das Problem des Apple-Fan Boy wie ich einer bin, ist, dass wir alles kritisieren müssen, was dem Heiligtum Apple widerspricht. Ich meine nicht die Bubis, die mir von ihrem ersten iMac erzählen, sondern die Hardcore-Fanatiker. Es ist zu erwarten, wir besserwisserisch den Zeigefinger erheben und auf die Schwachstellen hier, hier und hier hinweisen müssen nach dem Motto “Herr Lehrer, ich weiß was!” So erging es mir natürlich auch, als ich mir den Film um ersten Mal ansah: Wo ist Pixar? Warum nur kurz Next? Warum, warum, warum ist die Banane krumm?

Beim zweiten Ansehen fand ich den Film aber gar nicht so schlecht. Es will unterhalten und das tut er zweifellos – bei all seinen Fehlern für uns Apple Jünger. Ashton Kutcher als Steve ist nett anzusehen und obwohl mir der Gang zu übertrieben erschien, liefert er eine reife Leistung. Dermot Mulroney spielt Mike Markkula sehr gut und besonders hat mir Josh Gad als Steve Woz Wozniak gefallen. Dennoch floppte der Film in den US-Kinos und kam bei uns in  synchronisierte Fassung am 27. März 2014 auf DVD/Blu ray heraus.

Steve und Steve

Steve und Steve

Der Film handelt von Steve Jobs bei seinen Anfängen bei Apple in der Garage seiner Adoptivelterm, seinem Rauswurf bei Apple und seine Wiederkehr. Ein wenig schnell geschnitten für meinen Geschmack, aber das ist wohl dem Zeitgeschmack geschuldet. Wer es langsamer mag, kann ja die Verfilmung Die Silicon Valley Story aus den neunziger Jahren ansehen, Streit gibt es gerade um die Neuverfilmung durch Sony. David Fincher, der schon Zuckerberg wunderbar auf die große Leinwand gebracht hat, bekam sich wegen der Bezahlung mit Sony in die Haare und hat erst einmal hingeworfen.Gerne hätte ich erlebt, was David Fincher aus dem Sony-Stoff gemacht hätte, aber das werden wir wohl nie sehen.

Im Moment heißt es warten. Vielleicht schau ich mir  jOBS – Die Erfolgsstory von Steve Jobs noch ein drittes Mal an, um die Wartezeit zur WWDC zu verkürzen.

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