Posts Tagged ‘Tourismus’

Casa Manolo – noch immer DAS Fischrestaurant auf Mallorca

16. Juni 2017
Casa Manolo in Mallorca hat sich vergrößert.

Casa Manolo in Mallorca hat sich vergrößert.

Zumindest kann ich sagen: Ich kannte die Casa Manolo noch, als es ein kleines Fischrestaurant im Süden von Mallorca war. In jedem Mallorca-Reiseführer wird Casa Manolo in Ses Salines empfohlen, wenn es um hervorragendes Essen auf der spanischen Insel geht.
Nun, das kleine, schnucklige spanische Fischrestaurant gibt es in Ses Salines nicht mehr. Casa Manolo hat expandiert und hat sich deutlich vergrößert. Zu dem gemütlichen, engen Restaurant, von dem der Schinken von der Decke hängt, sind größere Räume hinzu gekommen. Das Gastronomie-Unternehmen ist größer geworden und die Zahl der Tische ist enorm angewachsen. Manolo hat das gemacht, was jeder Unternehmer machen würde: Er befriedigt die Kundennachfrage, verdient gutes Geld und der Zustrom von Gästen ist nach Erwähnung in Reiseführern und Blogs enorm. Nachdem der Gast immer reservieren musste, um einen Platz im engen Restaurant mit seinem Obergeschoss oder draußen vor der Tür zu bekommen, wurde die Casa Manolo deutlich vergrößert. Der Gast sollte noch immer reservieren, aber die Chancen stehen deutlich besser einen Tisch zu einem Wunschtermin zu erhalten als früher.


Bei meinem jüngsten Besuch steht fest: An der Qualität der Fischgerichte hat sich nichts geändert, nur der Service ist schlechter geworden. Das Unternehmen ist gewachsen und es geht nun deutlich hektischer zu. Der Service war bei meinem Besuch gestresst, leider war mein wunderbarer Hummer nicht mehr heiß, als er serviert wurde. Unsere anderen Speisen wie Tapas waren vorzüglich und kamen wie gewohnt nach und nach – am Ende ein außergewöhnliches Kalbsbries.

Die Gattin bestellte einen herrlichen Tintenfisch, der in eigener Tinte zubereitet wurde. Da musste ich gleich ein Video machen, wenn der Tintenfisch zerlegt wurde.

Der neue Bereich hat ein Erdgeschoss, ein zusätzliches Obergeschoss und einen romantischen Garten. Die Küche ist gleich geblieben, hat aber eine neue Durchreiche bekommen. Für mich eine ungewohnte Veränderung: Die Trinkgeldglocke, die immer gebimmelt wurde, wenn es Trinkgeld gab, ist vom alten engen Restaurant in die neuen Räume gewandert.

Die Verbindung zwischen alt und neu ist ein Durchgang, der durch die Wand des bisherigen Fischrestaurants geschlagen wurde. Während die alten Räume über und über mit Erinnerungsbilder und -Fotos übersät sind, wurde die Anzahl der Erinnerungen und Zeitungsausschnitte in den neuen Räumen reduziert. Es ist nicht mehr so gedrängt, alles hat mehr Luft und das Restaurant wirkt deutlich moderner.

Vielleicht hat es aber dadurch von seinem Charme verloren. Ich hatte das Glück, noch einmal in den alten, engen Räumen mit den wackligen Stühlen essen zu dürfen. Das ist die Atmosphäre, wie ich sie einst bei der Casa Manolo gekannt habe. Ich schaute mir Bilder von allerlei Promis an, die dort gespeist haben, unter anderem der spanische König.

Trotz all meiner Zweifel, ist Casa Manolo immer wieder einen Besuch wert, wenn man Lust auf guten Fisch in Mallorca hat. Hier ein Video aus alter Zeit.

Mal anders schlafen – die Alternative Airbnb

16. Juni 2016

In den sozialen Netzwerken sehe ich immer wieder Freunde auf Reisen. Sie besuchen wunderschöne Orte, entfernte Städte, faszinierende Länder. Und ich frage immer wieder nach, in welchen Hotels sie absteigen und notiere mir die Adressen, falls ich auch in die Verlegenheit komme, dorthin zu reisen. In jüngster Zeit bekomme ich immer wieder Airbnb als Antwort. Es handelt sich um den massiven Trend der Privatvermietung. Warum in teuren Hotels absteigen, wenn man preiswerter in Privatwohnungen unterkommen kann? Ein Bekannter war neulich im wunderschönen Venedig unterwegs und schlief preiswert über Airbnb, eine andere Bekannte nächtigte in Texas während South by Southwest. „Ein Hotelzimmer wäre viel, viel zu teuer und ich will mitten im Leben sein.“ Ein Programmierer aus dem Freundeskreis nächtigt in SF, um nicht die horrenden Hotelpreise zu bezahlen zu müssen.

Auf zur Reise, doch wo übernachten?

Auf zur Reise, doch wo übernachten?

Organisiert wird das alles über das Netz. Airbnb tritt dabei als Plattform auf und vermittelt zwischen Angebot und Nachfrage. Und wieder ist der Plattformgedanke da, der jetzt auch den Tourismus verändert. Nach der Revolution im Taxi-Bereich durch Uber nun die Revolution im Tourismusbereich. Die Kohle lockt in einer sich veränderten Wirtschaft. Der Wunsch, an der boomenden Tourismusbranche mitverdienen zu wollen, erreicht in immer stärkerem Ausmaß auch den privaten Wohnungsmarkt. Viele sehen darin eine lukrative Einnahmequelle, immer mehr werden Privatwohnungen an Touristen vermietet.

Bisher hab ich auf Reisen nur in Hotels übernachtet.

Bisher hab ich auf Reisen nur in Hotels übernachtet.

In touristisch attraktiven Städten wie München oder Nürnberg wächst mit ständig steigenden Übernachtungszahlen auch der „Grau-Markt“ professionell vermarkteter Ferienwohnungen und Privatapartments.
Wie reagieren nun etablierte Strukturen auf den Plattformgedanken. Im Taxi-Bereich haben die Taxifahrer gegen die neue Konkurrenz Uber mobil gemacht. Im Tourismus-Umfeld wird die Sache etwas schwieriger. Ein Berliner Gericht sieht das Verbot von Ferienwohnungen in der Hauptstadt als rechtens an. Seit Mai dürfen Vermieter nicht mehr über Airbnb, Wimdu und Co. ihre Wohnungen anbieten. Wohnungen in normalen Wohnhäusern als Ferienapartment zu vermieten, ist demnach verboten. Wer es ohne Ausnahmegenehmigung dennoch tut, riskiert bis zu 100.000 Euro Bußgeld.
Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband hat mit einer Pressemitteilung reagiert. „Dadurch“, so DEHOGA Bayern-Präsident Ulrich N. Brandl, „finden sich Wohnungsmieter, in deren Haus Wohnungen plötzlich gewerblich untervermietet werden, oft Belästigungen ausgesetzt.“ „Zudem werden in der Regel die für Beherbergungsbetriebe gültigen Sicherheits- und Hygienestandards nicht beachtet“, ergänzt Stefan Wild, Vorsitzender des Fachbereichs Hotellerie im DEHOGA Bayern, „So fehlen Feuerlöscher und Fluchtwegepläne, die für Hotels durch die Betriebsverordnung vorgeschrieben sind, oft völlig. Ebenso werden allzu oft keinerlei gewerberechtliche oder auch jugendschutzrechtliche Vorschriften eingehalten.“ Fraglich ist weiterhin, ob Steuern ordnungsgemäß abgeführt werden. Die Folgen: Einerseits geht das Modell auf Kosten von Verbrauchern und Steuerzahlern, andererseits ist eine Wettbewerbsverzerrung zu erkennen.

Wo soll man nun einchecken?

Wo soll man nun einchecken?

Alles sicherlich richtige Argumente. Und wenn ich meine Freunde, die Airbnb-Nutzer, damit konfrontiere, ernte ich Schulterzucken. „Preiswert soll es sein und ich will mitten im Leben sein“, bekomme ich die Antwort. Etablierten Systemen mit ihren Kostenstrukturen traut man scheinbar diesen Wandel nicht zu. 2014 hatte der Focus eine Umfrage in Auftrag gegeben: Im Jahr 2014 konnten sich 26 Prozent der Deutschen vorstellen, in ihrem nächsten Urlaub statt eines Hotels eine Privatunterkunft zu buchen – so eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag von Focus. Heute werden es deutlich mehr sein.
Brandl fordert: „Dieser Zweckentfremdung von Wohnraum muss entgegengesteuert werden. Denn durch diese Zweckentfremdung geht wertvoller Wohnraum verloren. Gerade in Großstädten, wo Wohnungsknappheit herrscht, ist darauf zu achten, dass der Graumarkt sich nicht als Konkurrenz zu den konzessionierten Betrieben erweist.“ Wilds Fazit: „Um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden, sind für Alle, die ihre Privatwohnungen gewerblich vermieten, Regelungen einzuhalten, egal ob es sich hier um sicherheitsrechtliche oder steuerrechtliche Bestimmungen handelt. Dieser Missbrauch muss stärker kontrolliert werden, deswegen unterstützen wir ausdrücklich alle Bemühungen von Städten und Kommunen, die zur Einhaltung von Recht und Gesetz beitragen.“
Die Zahlen von Airbnb sind eindrucksvoll. Airbnb, gegründet im August 2008 mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, führt Menschen in jeder Preisklasse in Reiseerlebnissen zusammen. „Mit unserem erstklassigen Kundenservice und einer ständig wachsenden Zahl von Nutzern ist Airbnb der einfachste Weg, mit Deinem freien Wohnraum Geld zu verdienen und ihn Millionen von Menschen vorzustellen“, heißt es auf der Website des Unternehmens. Gesamtzahl der Gäste: +60.000.000, Städte +34.000 (sogar mein Dorf in dem ich lebe, ist dabei), Schlösser +1.400 und in Länder +191
Wie ist eure Meinung zu dem Thema?

Hirsch Poldi als Ingress-Portal vorm Hotel Prinz Luitpold Bad

13. Juni 2016

Im Tourismus wird mit allerlei Attraktionen gearbeitet, um auf seinen USP aufmerksam zu machen. Manches Mal bekommt ein Hotel auch Werbung ohne dafür etwas getan zu haben. Wie hier: Eine recht ungewöhnliche Konfrontation führte ich mit einem mir Unbekannten vor meinen Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Vor dem 152 Jahre alten Hotel steht ein Bronze Hirsch, den die Eltern von heutigen Hotelier Armin Gross aufgestellt haben.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Genau um diesen Hirschen, Poldi genannt, entbrannte ein heftiger Kampf. Aber der Kampf wurde ausschließlich virtuell ausgetragen.
Während meine Frau das Auto vom Hotelparkplatz holte, stand ich mit meinem Smartphone vor dem Hirschen und zuckte auf einmal. Ich hatte in Ingress den Hirschen gerade erobert. Ingress ist ein moderne Form von Geochaching von Google. Die gute und die böse Welt treten um die Weltherrschaft gegeneinander an. Ich bin grün und gehöre damit zur guten Fraktion. Inzwischen bin ich als redaktion42 auf Level 5. Für Google hat es den Vorteil, dass der Datensammler genau kontrollieren kann, wo ich mich gerade befinde. Sei es drum.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Auf jeden Fall hatte ich das Portal den Hirschen erobert und war gerade dabei das Vieh zu sichern, einen Schutzschild zu errichten. Dazu baut man als Spieler so genannte Resonatoren auf und errichtet ein wehrhaftes Schutzschild und versucht sich mit anderen Portalen zu verlinken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, sobald man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bitte fragt mich nicht nach dem Sinn.
Auf jeden Fall ist der Hirsch ein gutes, grünes Portal und als ich gerade gehen wollte, wurde mein frisch errichtetes Portal von der blauen Fraktion angegriffen. Einige Meter von mir entfernt stand ein unbekannter Mann mit seinem Smartphone und griff wohl mein Portal an. Das sind echte Probleme in der virtuellen Welt. Er feuerte ein paar Salven von einer virtuellen Waffe ab, aber meine Verteidigung hielt stand. Dann zog der Typ ab. Ich warf ihn einen bösen Blick hinterher, war aber stolz, dass ich gesiegt hatte. Poldi gehört für einige Zeit mir.
Ein Albay hat das Hirschportal angelegt. Wer das ist, wusste Armin Gross nicht. Er selbst ist kein Ingress-Spieler, freut sich aber dass der Poldi seiner Eltern in die virtuelle Welt Einzug gehalten hat. Tja, auch das ist Tourismus und hier wird mit harten Bandagen gekämpft.

Leere Batterien auftanken im Hotel Prinz Luitpold Bad

10. Mai 2016
Dieser Blick von meinem Hotelzimmer aus zeigt die Schönheit des Allgäus.

Dieser Blick von meinem Hotelzimmer aus zeigt die Schönheit des Allgäus.

Die vergangenen Wochen waren für mich eine arbeitsintensive Zeit. Ich habe zahlreiche Seminare und Vorträge zur Medienkompetenz gegeben und bin durch die Lande gereist. Meine Familie und das Privatleben kamen in dieser Zeit zu kurz. Deshalb packen wir als Familie unsere sieben Sachen und werden bald wieder in unserem Lieblingshotel, dem Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang, im wunderschönen Allgäu einchecken.

Ankommen bei Freunden im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang.

Ankommen bei Freunden im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang.

Das Hotel wurde in den vergangenen Monaten renoviert, der Fokus lag auf vielen kleinen Details und auch hinter den Kulissen wurde viel verbessert und optimiert. Ich sage nur das wichtige, aber auch teure Thema Brandschutz. Für uns als Hotelgäste hat sich aber das hoteleigene Hallenbad komplett geändert. Das Hallenbad wurde komplett umgebaut und modernisiert. Es sieht nun absolut spitze und einladend aus. Ich hab es getestet und genossen. Es gibt jetzt eine Vielzahl von Massagedüsen und Geblubber im Becken. Stangen für Wassergymnastik wurden eingebaut, denn das Schwefelwasser eignet sich ideal zur Therapie. Das wusste auch der Namensgeber des Hauses, Prinz Luitpold.

Das Schwimmbad im Hotel Prinz Luitpold Bad wurde komplett renoviert.

Das Schwimmbad im Hotel Prinz Luitpold Bad wurde komplett renoviert.

Hier ein paar Details vom neuen Schwimmbad:

Das neu renovierte Schwimmbad ist ein Teil des Spadorados, wie der Spa- und Wellnessbereich des Hotels Prinz Luitpold Bades heißt. Wenn ich nicht gerade in der Gegend wandere, liege ich im Spadorado herum und genieße das Leben. Im Spadorado vom Hotel Prinz Luitpold Bad sind unter anderem eine Sauna-Landschaft, Whirlpool, Solarien, Kneipp-Anlagen, eine Kältekammer, eine Infrarotsauna und vieles mehr enthalten. Ich liebe vor allem den Außenpool mit genialen Blick auf die Allgäuer Berge.

Blick vom Pool auf die Berge - großartig.

Blick vom Pool auf die Berge – großartig.

Innerhalb von Minuten laden sich hier meine leeren Batterien auf. Für mich bedeutet es absolute Entspannung an der frischen Luft meine Runden im Wasser zu drehen und das gewaltige Bergpanorama zu betrachten. Das ist für mich Luxus pur.
Über zwei Millionen Euro haben die Hoteliers Armin und Sabine Gross in ihr wunderbares Hotel investiert. Eine Investition in die Zukunft, wie ich finde. Ich war mit meiner Frau zur Wiedereröffnung des Hotels eingeladen und verlebte eine entspannende zwei Tage. Vielen Dank dafür. Jetzt fahren wir bald mit der ganzen Familie hin, um uns ein wenig zu erholen und Kräfte zu tanken.

Hier die offizielle Eröffnung des neuen Hallenbades:

Und hier die offizielle Eröffnung des Hallenbades als 360 Grad Video:


Beim Festakt zur Wiedereröffnung sprachen allerhand Politik- und Tourismusprominenz, schließlich ist das Hotel Prinz Luitpold Bad mit seiner 152jährigen Geschichte für mich das erste Haus am Platz in einer exponierten Lage in Bad Hindelang. Alle Redner lobten den Einsatz der Hotelierfamilie und betonten das gute Miteinander im Haus. Spontan ergriff ich als Gast einfach auch das Wort und bedankte mich im Namen der Gäste, schließlich ist das Hotel in erster Linie für seine Gäste das. Wenn wir Gäste uns wohlfühlen, dann ist die Zukunft des Hotels Prinz Luitpold Bads gesichert.

Hier die Festansprachen im Außenbereich:

Und hier die Festansprache im Außenbereich als 360 Grad Video – am Ende ergreife ich das Wort:


Ich steige durch meinen Beruf in so vielen Business-Hotels ab, kenne so viele Hotelzimmer, aber im Prinz Luitpold Bad ist es für mich, wie nach Hause kommen. Die Hotelatmosphäre ist freundlich und familiär. Der Service ist wunderbar menschlich. Das Hotelambiente hat einfach Stil und meine Familie liebt vor allem den Salon. Er stammt aus einem alte schottischen Schloss und ich genieße ein, zwei Gläser Ardbeg in den Sesseln und hänge meinen Gedanken nach. Bei meinen anstehenden Besuch, werde ich ein Buch strukturieren und beginnen erste Kapitel zu formulieren. Trotz Ferien werde ich ein wenig arbeiten, denn die Umgebung inspiriert mich.

Hier nochmal eine Ansprache:

Und das Ganze als 360 Grad Video:

Buchtipp: der cruisetricks.de Kreuzfahrer Ratgeber von Franz Neumeier

18. November 2015

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Gleich vorweg, ich bin mit dem Autoren Franz Neumeier gut befreundet. Wir haben jahrelang zusammengearbeitet und ich kann voller Überzeugung sagen: Franz ist ein journalistischer Vollprofi. Nach jahrelanger (zum Teil gemeinsamer) Zeitschriftenerfahrung hat Franz Neumeier sein Hobby zum Beruf gemacht. Er betreibt den Blog cruisetricks.de und gilt als einer der deutschsprachigen Experten, wenn es um das Thema Kreuzfahrten geht. Ein Ergebnis seines Blogs ist als Line Extension das vorliegende Buch Der cruisetricks.de Kreuzfahrt-Ratgeber.
Das Ratgeberbuch lässt keine Fragen offen, wenn der Reisende eine Kreuzfahrt bucht. Wer jetzt denkt, Kreuzfahrten seien nur etwas für alte Omas oder steinreiche Gesellen, der irrt komplett. Kreuzfahrten gibt es für jedes Alter und jeden Geldbeutel. Kreuzfahrten liegen im Trend und daher nimmt Franz Neumeier diesen Trend auf und versorgt Interessierte mit entsprechender Literatur. Wer also für nächstes Jahr eine Kreuzfahrt gebucht hat, tut gut daran, sich das Buch vom Kollegen Franz Neumeier zu besorgen.

http://youtu.be/8qmP6Mo0ONs
Für mich werden in diesem Buch alle relevanten Fragen beantwortet, die ein Neuling in Sachen Kreuzfahrt so hat: Trinkgeld, Klamotte, Ausflüge, Captain’s Dinner, Anfahrt und Seekrankheit sowie Freizeit usw. Natürlich werden auch die Sicherheitshinweise nicht ausgespart, schließlich ist das Unglück der Costa Concordia noch in Erinnerung. Als Nichtraucher hat Franz sogar das Thema Rauchen auf dem Schiff thematisiert.
Ich habe das Buch in einem Rutsch an einem Nachmittag gelesen und ich muss zugeben, es hat Lust gemacht auf Kreuzfahrt. Am meisten reizt mich nicht das Schippern in der Südsee, mich reizt eine Kreuzfahrt ins ewige Eis. Ich werde die Sache mal mit meiner Frau besprechen und beim Autoren Franz Neumeier den Rat einholen.
Kritik habe ich allerdings auch und die will ich nicht unter den Tisch fallen lassen. Ich weiß, dass Franz ein sehr guter Reisefotograf ist und gerne hätte ich Reiseaufnahmen seiner Kreuzfahrten in dem Buch gesehen. Darauf mussten wir allerdings verzichten und stattdessen einen Blick in den Blog cruisetricks.de werfen. Bei einer Neuauflage des inhaltlich ausgezeichneten BuchesDer cruisetricks.de Kreuzfahrt-Ratgeber würde ich mehr visuelle Information wünschen. Inhaltlich habe ich nichts an dem Buch zu meckern und daher eine klare Kaufempfehlung.

Autor Franz Neumeier (re) und ich.

Autor Franz Neumeier (re) und ich.

360 Grad Fotos und Videos – wir brauchen neue Geschichten

26. Oktober 2015

In 360 Grad-Aufnahmen sehe ich das nächste heiße Ding. Und es kommt nicht erst, sondern es ist schon da. Wir brauchen jetzt die Geschichten für 360 Grad-Aufnahmen, sei es im Foto-, sei es im Video-Bereich.
Panorama-Aufnahmen gibt es schon lange, jetzt werden die Panoramen geschlossen und ein klassischer Ausdruck ist damit unmöglich. Wie will ich ein 360 Grad-Bild ausdrucken? Das Betrachten am Rechner, Tablet und vor allem am Smartphone wird wichtiger. Früher habe ich 360 Grad Bilder mit Bubbli-App aufgenommen. Das dauerte allerdings seine Zeit und Bewegung war nicht auf den Bildern nicht festzuhalten. Dann hatte Google auf seiner Konferenz im Frühsommer angekündigt, das Thema 360 Grad zu hypen. Wenn Google sich dem Markt annimmt, dann wird es interessant. Kameras auf GoPro-Basis wurden vorgestellt. Die entsprechenden Apps wurden aktualisiert und vereinfacht. Die Google Street-View App wurde kräftig aufgemotzt und beinhaltet nun 360 Grad-Aufnahmen. Ich habe bereits im Tourismus-Bereich ein wenig damit herumgespielt.

Ich habe mit der Google Street-View App herumgespielt. Unten der Salon des Hotel Prinz Luitpold Bades in Bad Hindelang.

Ich habe mit der Google Street-View App herumgespielt. Unten der Salon des Hotel Prinz Luitpold Bades in Bad Hindelang.

Im Moment warte ich auf meine Panono-Kamera aus Berlin. Die sollte eigentlich 2014 ausgeliefert werden. Dann wurde sie verschoben und nun hieß es vor zwei Wochen, dass es zur Auslieferung kommt. Dann wieder nicht. Der Versand scheitert aber noch an einem lizenzrechtlichen Problem.

Foto 1
Als Übergang und Experimentiergerät habe ich mir von Ricoh die Ricoh Theta M15 gekauft. Es ist eine witzige Consumerkamera in bunten Farben, die sich über das iPhone steuern lässt. Die Auflösung ist noch nicht der Hammer, aber es ist ein Anfang. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, der wählt die Theta S. Diese Kameras können auch kurze Videosequenzen in 360 Grad drehen und da wird die Sache wirklich interessant.

Ich spiele derzeit mit der theta360 herum.

Ich spiele derzeit mit der theta360 herum.

Wir brauchen neue Geschichten für diese Kameras. Es reicht nicht mehr eine Geschichte linear zu erzählen, sondern der Zuschauer bestimmt, was er schaut. Das ist vollkommen neu und eine Herausforderung. Schaue ich bei einem Konzert die Band auf der Bühne oder die flotten Zuschauerinnen im Publikum an? Neue Geschichten braucht das Land! Die Ideen sind zahlreich, jetzt geht es an die Verwirklichung.

Hier die Schuldenspirale in der bayerischen Landesausstellung zu Napoleon in Bayern.

Hier die Schuldenspirale in der bayerischen Landesausstellung zu Napoleon in Bayern.

Und es geht in Deutschland die Rechte-Debatte wieder los. Mir ist es bei einem 360 Grad Foto passiert, dass Passanten gesagt haben, dass sie nicht aufs Foto möchten. Klar, es ist ihr gutes Recht. Und die Leute haben sich hinter mich gestellt. Bei einem 360 Grad Foto? Hallo? Gehts noch? Wir haben noch kein Gefühl für 360 Grad Bilder und ich bin gespannt, wann die ersten Klagen eingehen.
YouTube hat einen eigenen 360 Grad Videokanal gestartet, der bei mir als Mac-User derzeit unter Chrome läuft. Es ist total witzig und höchst spannend, was hier passiert. Meine Gattin hatte neulich eine Achterbahn-Fahrt mit der Theta m15 gedreht und es war für alle faszinierend, die rasante Fahrt zu verfolgen: Die Berg- und Talfahrt, die aufgerissenen Augen der Achterbahnfahrer, die schöne Gegend – viele Geschichten in einem Bild. Leider konnten wir aus den oben genannten Gründen der Persönlichkeitsrechte das Video nicht veröffentlichen. Ein Spaß war es allemal.
Und wenn wir die neuen Vorstellungen von VR-Brillen in die Überlegung miteinbringen, kommen wir zu einer völlig neuen User-Experience. Die Orculus Rift wird kommen, die Microsoft-Brille HoloLens kommt 2016 ganz gewiss und kleine Versionen von VR-Brillen sind bereits verfügbar. Sehr rührig ist Zeiss seiner VR-Brille VR One. In Kürze kommt es zu einer praktischen Anwendung auf einer Karrieremesse.

Die VR-Brille VR One von Zeiss.

Die VR-Brille VR One von Zeiss.

Die Deutsche Bahn setzt beim Gewinnen von Fachkräften auf digitale Angebote: Auf dem Karrieretag in München stellte die DB erstmals einen 360-Grad-Film vor, bei dem der Betrachter mit der Virtual-Reality-Brille VR One des Optikspezialisten Zeiss in unterschiedliche Berufe bei der DB eintauchen kann – in der ICE-Instandhaltung, auf einem Stellwerk oder beim Gleisbau. Mit der Zeiss VR One-Brille konnte sich der Betrachter in der durch den 360-Grad-Blickwinkel erzeugten „Erlebniswelt ICE-Werk“ umsehen und die DB-Berufe hautnah erleben.

Urlaubsort Bad Hindelang wird Zukunftsstadt

20. September 2015
Blick auf das schöne Bad Hindelang von meinem Hotelzimmer aus.

Blick auf das schöne Bad Hindelang von meinem Hotelzimmer aus.

In meinem Urlaubsort Bad Hindelang habe ich eine Entdeckung gemacht. Der Ort Bad Hindelang im Allgäu will Digitalisierung, Tourismus und Ökologie in Einklang bringen. Das Ganze ist ein Beitrag im Wettbewerb „Zukunftsstadt” im Wissenschaftsjahr 2015.


Einer der Partner vor Ort ist der Hotelier Armin Groß in dessen Hotel Prinz Luitpold Bad ich ein paar Tage Urlaub verbracht habe. „Für die Stadt der Zukunft gibt es viele Ideen, die das Leben in der Stadt verbessern. Diese mit den Bürgern zu diskutieren, gemeinsame Visionen für die Zukunft zu entwickeln und in ersten Städten zu erproben – darum geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung“, erklärt mir Armin Groß. Bad Hindelang ist eine von 51 Städten in Deutschland, die ausgewählt wurden. Ziel ist es eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ zu entwickeln. Klingt gut, jetzt schaun wir mal, was daraus wird. Bad Hindelang sei in der Startphase, so Armin Groß. Sein Hotel arbeitet hier mit dem Tourismusdirektor Maximilian Hillmeier, dem Allgäuer Anzeigeblatt, dem Elektrizitätswerk Bad Hindelang eG, dem Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik, dem Tourismusbeirat Bad Hindelang und dem freien Journalisten Thomas Niehörster zusammen.
In Phase 1 des Wettbewerbs werden dafür gemeinsame Ziele und Synergien bereits angestoßener Digitalisierungs-Initiativen identifiziert. Präferenzen und Prioritäten werden diskutiert. Ideen gibt es scheinbar schon einige, jetzt müssen sie mit Leben erfüllt werden. Eine gemeinsame Vision über die digitale Tourismusgemeinde soll entstehen. Dem vielfach bereits in der Wirtschaft praktizierten „Open-Innovation-Ansatz“ zum Vorbild werden verschiedene Akteure am Prozess beteiligt. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Projekt entwickelt und ich werde es mir immer wieder ansehen.

Bamberk – ein Nordlicht macht Führungen in Bamberg

5. Juni 2015
 Christian Erik Berkenkamp ist ein Geschichtenerzähler

Christian Erik Berkenkamp ist ein Geschichtenerzähler

Bamberg ist eine schöne Stadt. Ich war ein paar Mal im oberfränkischen Bamberg und habe ich zahlreiche Führungen durch die Stadt Bamberg mitgemacht. Hauptsächlich ging es um das Thema Bier in Bamberg. Es gibt im Bamberg eine spezielle Art von Rauchbier. Jetzt habe ich einen neuen Stadtführer entdeckt, mit dem ich gerne auf Touren gehen möchte. Er heißt Christian Erik Berkenkamp und firmiert unter den coolen Namen Bamberk.
In einem Interview habe ich das Nordlicht Berkenkamp kennengelernt und ich muss zugeben, seine Führungen durch Bamberg sind sehr, sehr persönlich. Im besten Marketingdeutsch würde man heute sagen, Berkenkamp ist Storyteller.
Ja, Christian Erik Berkenkamp ist ein

Geschichtenerzähler und das macht seine Führungen aus. Er selbst schreibt über sich: „Mein Ziel ist, Ihren Besuch mit einer ganz besonderen Führung zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, indem ich Ihnen die Stadt auf eine einmalige Weise nahe bringe.“
Ich habe ihn zufällig bei einer anderen Führung durch Bamberg getroffen und wir sind ein wenig ins Gespräch gekommen. Mit seinem eindrucksvollen Hut macht der Stadtführer eine imposante Erscheinung. Berkenkamp verspricht seinen Kunden: „Die schönsten Bamberger Sagen und Legenden erwecke ich auf Rundgängen durch Bambergs enge Gassen, weite Plätze und schönen Straßen auf märchenhaft schöne Art zu neuem Leben. Meine Gäste lassen sich von den Worten der Erzählungen verzaubern, und vor ihrem inneren Auge erscheint das alte Bamberg mit seinen Heiligen, Sündern, Kaisern, Bürgern und Patriziern.“

 

Übernachten wie bei Edgar Wallace: Hotel GoldGemäuer in Ochsenfurt

15. Mai 2015

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Als ich dieses Bild vom Hotel GoldGemäuer in Facebook postete, war die Resonanz meiner Freunde eindeutig: Romantisches Edgar Wallace-Hotel.

Meine Facebook-Freunde erinnerte es an Edgar Wallace.

Meine Facebook-Freunde erinnerte es an Edgar Wallace.

Und für mich waren die beiden Nächte im Ochsenfurter Hotel ein besonderes Erlebnis. Anders als die klassichen Business-Hotels, in denen ich sonst übernachte, hat das Hotel GoldGemäuer in Ochsenfurt einen eigenen Charme. Individualität wird hier großgeschrieben und diese Individualität drückt sich in zahlreichen Details aus. Die Chefin des Hauses, Sabine Gold ist auch immer auf der Suche nach historischen Schmakerl wie Vasen, Schlüssel, Schränkchen. Als ich mein Zimmer bezog, arbeitete sie gerade mit einer Mitarbeiterin an einer neuen, alten Vitrine. Das Hotel GoldGemäuer liegt in der verkehrsberuhigten Altstadt von Ochsenfurt direkt an der alten Ochsenfurter Stadtmauer.


Ich wohnte im Dachgeschoss des alten Gemäuers in dem Zimmer Dicker Turm. Der „Dicke Turm“ ist ein romantisches Zimmer mit 20 qm Grundfläche und einer verwunschenen Schlafecke – ich hab allerdings klassisch im Bett geschlafen.

Mein Zimmer: Dicker Turm

Mein Zimmer: Dicker Turm

 


Es liegt gleich neben dem Gästezimmer „Nikolausturm“. Mein Zimmer ist ganz in Blautönen gehalten mit einem hellen Laminatboden und romantischem, cremefarbenen Doppelbett und Tagesbett. Das Badezimmer ist ausgestattet mit Dusche/WC, Haarfön, Kosmetikspiegel und Kneipp Wellnesskorb. Auch prima: Es gibt ein Teetablett mit Wasserkocher und verschiedenen Teesorten. Das Zimmer „Dicke Turm“ ist im dritten Stock des Vorderhauses aus dem 18ten Jahrhundert und hat Blick auf die historische Ochsenfurter Stadtbefestigung.


Ich kam mit dem Zug an, aber vor allem für Radfahrer ist das Hotel gut vorbereitet. Unterfranken hat in diesem Bereich ein hervorragend ausgebautes Radewegesystem. Radler können ihre Fahrräder sicher und geschützt in dem Innenhof des Hotels abstellen. Autofahrer müssen ein wenig laufen, denn es gibt keinen Hotelparkplatz oder Tiefgarage.


Empfehlenswert ist auch die kleine Bibliothek im Wintergarten. Gerade zum Entspannen kann der Gast hier bei einem Schoppen Wein runterkommen. Wer es lieber digital haben will, dem steht ein kostenloser WLAN-Anschluss im gesamten GoldGemäuer zur Verfügung.

So schmeckt Heimat – Tourismuskonzept der Egerner Höfe

15. April 2015

Auch ein Top-Hotel muss sich immer wieder verbessern. Stillstand ist in der schnelllebigen Tourismus-Branche gleichbedeutend mit Rückschritt. Nur wer weiter optimiert, neue Idee umsetzt, der hat auch künftig eine Chance ein Publikumsmagnet zu sein. Dies bestätigte Klaus-Dieter Graf von Molke, unter anderem Eigentümer des Nobelhotels Egerner Höfe in Rottach-Egern am Tegernsee.

Klaus-Dieter Graf von Molke (Mitte) im Interview mit Thomas Gerlach und mir.

Klaus-Dieter Graf von Molke (Mitte) im Interview mit Thomas Gerlach und mir.

Zusammen mit meinem Kollegen Thomas Gerlach traf ich den charismatischen Grafen zum Interview. Ein Anziehungspunkt des Hauses ist natürlich die Sterneküche von Michael Fell. Hier kommen Veränderungen auf uns zu. Einige Male konnte ich in diesem Gourment-Tempel bereits speisen und wurde bisher noch nie enttäuscht. Die Dichterstub’n ist ein Hort der Gastlichkeit und der Haute Cuisine. Aber nun zieht die Dichterstub’n um. „Wir werden die Dichterstub’n in einem neuen Kleid präsentieren“, verrät Klaus-Dieter Graf von Molke. Die Dichterstub’n bleibt natürlich auf dem Gelände der Egerner Höfe, zieht nur in einen anderem Raum. Mit einem Kamin in der Mitte und fünf, sechs Tischen wird Sternekoch Michael Fell seine Küche in einer neuen Qualität zelebrieren. Der eingeführte Markenname Dichterstub’n bleibt auch künftig erhalten. Das bedeutet, die Bilder der Heimatdichter von der späten Münchner Schule aus der Sammlung von Professor Jost werden auch wieder aufgehängt, aber nicht alle. Es werden vier Bilder in dem neuen Ambiente des Gourmet-Restaurants zu sehen sein. Ich werde mir das neue Ambiente sicherlich in Kürze ansehen und darüber bloggen. Das neue Gourmet-Restaurant ist am 1. Mai 2015 geöffnet.


Über seinen langjährigen Freund und Sternekoch Michael Fell weiß der Graf nur Gutes zu berichten, was natürlich kein Wunder ist. „Michael Fell ist genau so ein Typ, wie ich ihn mag“, so Graf von Molke. „Er ist eckig, stur wie ein Panzer – ein richtiger Typ eben“, sagt er „und er spinnt – postiv“, schiebt er hinterher. „Das verbindet uns. Wir spinnen auf ganz hohem Niveau.“ Fell entwickle mit seiner Genialität immer wieder Kreationen, die zu einem kulinarischen Hochgenuss führen.
Graf Molke und Michael Fell verbindet der Begriff der Nachhaltigkeit. „Ich habe Michael Fell immer davor gewarnt vor Tester zu kochen. Für uns ist entscheidend, dass wir Menschen auf höchstem Niveau ein Geschmackserlebnis vermitteln.“ Die Gäste müssen sagen, es war ein großartiger Abend. „Und ich möchte, dass die Leute sich nicht nur an den schönen Bildern in der Dichterstub’n, an dem großartigen Service, sondern dass sie sich an den Geschmack erinnern.“ Dieser Erinnerung an den Geschmack der Speisen soll nicht nur eine neue Erfahrung sein, sondern vor allem auch vertraut. „Küche ist Heimat“, so Graf von Molke. Daher haben die Egerner Höfe auch ein wunderbares kleines Kochbuch mit dem Titel „So schmeck Heimat“ herausgebracht. „Wenn wir es schaffen, mit Geschmäckern, mit Ingredienzien, mit Materialien, die wir kennen, die heimisch sind, die uns vertraut sind, dieses alles in einer handwerklichen Maximalform zu gestalten – das ist für mich das Maximum des Handwerks und das ist für mich Haute Cuisine.“

"Die Kunst zu Leben ist die Kunst zu Genießen", so die Widmung von Sternekoch Michael Fell.

„Die Kunst zu Leben ist die Kunst zu Genießen“, so die Widmung von Sternekoch Michael Fell.

Aber der Graf hat auch klare Vorstellungen über den Tourismus im Tegernseer Tal. „Wir müssen den Tourismus entwickeln.“ Dies sei schon ein großes Stück weit passiert. Das Durchschnittsalter der Gäste der Egerner Höfe habe sich gesenkt. „Wir haben uns einige Jahre verjüngt“. Das Tegernseer Tal habe durchaus das Potential für junge Familien. „Und wir haben eines der besten Preis-Leistungsverhältnisse, die man sich überhaupt vorstellen kann.“
Deutliche Worte hat Klaus-Dieter Graf von Molke auch zum Thema Web 2.0 und Kommunikation. „Es ist nicht nur für mich eine neue Art der Kommunikation, es ist schlicht und einfach ein Zeichen der Evolution der Kommunikation. Wir haben einen Mitarbeiter, der sich ausschließlich um Online-Medien kümmert. Es war eine ganz konkrete Entscheidung, so jemanden einzustellen.“ Klar ist für den Grafen: „Die Zukunft gehört den schnellen Medien.“ Da nütze es nichts herumzujammern. „Das ist die Zukunft.“

Das Kochbuch "So schmeckt Heimat" ist bei den Egerner Höfen direkt zu beziehen.

Das Kochbuch „So schmeckt Heimat“ ist bei den Egerner Höfen direkt zu beziehen.