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Zwischen Tod und Trost: Wie Bestatter Burger aus Stein den Abschied menschlich macht durch Blog- und Social‑Media‑Aktivitäten

30. März 2026

Der „Bestatter Burger“ im fränkischen Stein ist nicht nur ein modernes Bestattungsinstitut, sondern auch eine Kommunikationsmarke. Ich habe Vater und Sohn seit Corona immer wieder mal interviewt und Luis Burger vor kurzem auf der Internationalen Handwerksmesse IHM getroffen.


Das Haus gehört zum traditionsreichen Fürther Unternehmen Bestattungen Burger, wird von Johannes Bauer geführt und hat 2016 eine Filiale in Stein eröffnet. In einem Blogeintrag erinnert Bauer daran, dass der Umbau eines früheren Tattoostudios für Gesprächsstoff in Stein sorgte und der Bürgermeister Kurt Krömer die Eröffnung „hell, freundlich und modern“ lobte. Ziel des Hauses ist es, offen über Trauer, Abschied und neue Bestattungsformen zu sprechen. Hier mein KI-Podcast dazu:

Chef‑Blog: Themenvielfalt zwischen Tradition und Innovation
Johannes Bauer führt auf der Unternehmensseite einen Chef‑Blog, der Neuigkeiten aus dem Betrieb und der Bestatterbranche bündelt. Der Blog informiert Leser über moderne Abschiedskultur, rechtliche Änderungen und Kuriositäten; Bauer lädt dazu ein, Ideen per E‑Mail einzureichen . Beispiele für Themen sind unter anderem die umweltfreundliche Bestattung: In einem Beitrag beschreibt Bauer den sogenannten „Pilzsarg“ (Living Cocoon) – ein Sarg aus einer Pilz‑Hanf‑Mischung, der biologisch gezüchtet wird. Er wächst binnen weniger Tage und zerfällt im Boden; Angehörige können bei Bestattungen Burger einen solchen Sarg bestellen, für jeden verkauften Pilzsarg pflanzt das Unternehmen einen Baum. Der Beitrag betont damit den Wunsch, ökologische Innovationen in der Bestattungsbranche bekannt zu machen.


Für mich sehr interessant ist das Thema digitales Marketing: Ein Blogartikel über das OMR‑Festival 2022 schildert, wie 70 000 Besucher in Hamburg über digitale Vermarktung diskutierten. Zwischen Größen wie Google, Adobe und Sixt vertraten Johannes und Luis Bauer Bestattungen Burger – Luis war eingeladen, vor 6 000 Menschen auf der Red Stage über den TikTok‑Erfolg des Unternehmens zu sprechen. Bauer berichtet offen, dass man von den Branchengiganten viel über Branding, YouTube‑Shorts und Instagram‑Reels lernte.
Ein weiteres Blog‑Thema ist die Eröffnung der Filiale in Stein. Bauer schildert, wie Neugier und Gerüchte in Stein entstanden waren und wie der Umbau des ehemaligen Tattoostudios schließlich ein modernes Bestattungsinstitut hervorbrachte; der Bürgermeister würdigte das Engagement und Besucher informierten sich über neue Abschiedsmöglichkeiten.
Und natürlich gibt es auch Alltagsgeschichten und Service: Weitere Beiträge behandelten Themen wie Listen der regionalen Friedhöfe, Auswirkungen der Corona‑Krise auf Bestattungen, Interviews mit Auszubildenden, die Auslieferung von Erinnerungsdiamanten aus Asche und die Vorstellung neuer Trauerhallen. Diese Beiträge zeigen die Bandbreite zwischen Serviceinformationen und unterhaltsamen Einblicken.

TikTok: Tabus brechen und jungen Menschen helfen
Das bekannteste Social‑Media‑Projekt ist der TikTok‑Kanal „Bestattungen Burger“, der seit Februar 2021 besteht. Laut Unternehmensangaben ist die Mission, die Gesellschaft über Tod, Trauer und den Berufsalltag aufzuklären. Kurze Videoclips zeigen u. a. die Versorgung Verstorbener, erklären Begriffe (z. B. Diamantbestattung) und beantworten Fragen. Die Resonanz ist enorm: Medien berichten, dass der damals 15‑jährige Luis Bauer – Sohn des Inhabers und seit Februar 2020 Teil des Teams – zusammen mit seinem Vater durch die Videos inzwischen Hunderttausende Follower erreicht hat. Im Frühjahr 2024 schrieb der Münchner Merkur, Luis habe bereits mehr als 285 000 Follower und wolle mit den Clips ein Tabu brechen.
Die TikTok‑Community stellt zahlreiche Fragen; das Unternehmen schreibt, dass die Resonanz „überwältigend“ sei und Luis teilweise kaum nachkomme. Dabei werden auch persönliche Schicksale angesprochen; in einem Beispiel berichtet der Blog von einem Mädchen, das nach einem Trauerfall suizidal war und durch den Austausch in den Kommentaren und die Videos wieder Hoffnung fand. Die Bestatter gehen regelmäßig live, meist mittwochs ab 19 Uhr, um Fragen direkt zu beantworten.

Der TikTok‑Erfolg führte zu medialer Aufmerksamkeit: Tageszeitungen porträtierten Luis und Johannes Bauer als „Bestatter‑Influencer“. Ich glaube, ich habe es auch einmal in einem Beitrag so gemacht. Zudem vertrat Luis Bestattungen Burger 2022 auf dem OMR‑Festival in Hamburg und sprach dort auf einem Panel über die Funktionsweise des TikTok‑Algorithmus.

Instagram und Facebook: Bilder aus dem Alltag
Während TikTok der Hauptkanal ist, nutzen Johannes und Luis Bauer auch Instagram und Facebook. Der Firmenblog verweist auf diese Kanäle als Teil der Mission, die Gesellschaft über den Tod aufzuklären. Im Instagram‑Account „@bestattungenburger“ werden Fotos und Reels aus dem Berufsalltag, von Schulungen oder von Aktionen wie dem Pilzsarg geteilt; laut Profilbeschreibung zählt der Account über 30 000 Follower. Facebook dient vor allem als Informationsplattform für Veranstaltungen und Presseberichte. Beide Kanäle verstärken die Reichweite der Videos und Podcast‑Reels, indem kurze Clips aus dem TikTok‑Kanal zweitverwertet werden.

YouTube und der Podcast „Um Leben und Tod“
Auf YouTube betreibt Bestattungen Burger einen Kanal mit Vlogs, Reportagen und dem Podcast „Um Leben und Tod“. Der Kanal (etwa 163 000 Abonnenten enthält Serien wie „Burger Vlog“, in denen Johannes und Luis die Arbeit hinter den Kulissen zeigen, und längere Dokus wie „Todglücklich“, den das Unternehmen auf seiner Website bewirbt .
Der Podcast „Um Leben und Tod“ startete Anfang 2025. Die Produktionsfirma EMS beschreibt, wie sie gemeinsam mit Luis und Johannes Bauer das Konzept entwickelt hat: Ziel ist ein wöchentliches Format, das den Umgang mit Tod verständlich und unterhaltsam macht. EMS produziert die Folgen im Studio in Nürnberg, übernimmt Schnitt und erstellt Social‑Media‑Reels für Instagram und TikTok. Seit dem Start verzeichnet der Podcast laut EMS über 600 000 Plays und mehr als 26 000 Spotify‑Follower. In den Episoden erzählen Johannes und Luis skurrile Geschichten aus dem Bestatteralltag, diskutieren ungewöhnliche Todesfälle und sprechen über ethische Fragen.

Team und Social‑Media‑Rollen
Die Social‑Media‑Präsenz wird im Unternehmen klar zugeordnet. Auf der Teamseite des Unternehmens wird Luis Bauer als Thanatopraktiker vorgestellt, dessen Aufgaben neben der Versorgung Verstorbener vor allem „Social Media“ und „Grafik“ umfassen. Sein Vater Johannes Bauer bezeichnet sich als „Kapitän des Schiffs“ und führt den Blog persönlich. Durch diese Aufgabenteilung verbinden sie professionelle Bestattungsarbeit mit aktiver Öffentlichkeitsarbeit.

Bedeutung für die Filiale in Stein
Die Filiale in Stein ist zwar eine von mehreren Standorten, aber sie profitiert besonders von der starken Online‑Präsenz. Durch den Blogeintrag zur Eröffnung wird der Standort als moderner, freundlicher Raum vorgestellt, der gleichzeitig traditionelle Werte achtet. Die Social‑Media‑Kanäle sorgen dafür, dass auch Menschen außerhalb von Stein die Angebote kennenlernen; über Instagram, TikTok und YouTube werden Videos aus Stein geteilt, und in Live‑Streams beantworten Johannes und Luis auch Fragen zur Stein‑Filiale. Veranstaltungen vor Ort – etwa Führungen oder Vorträge – werden auf Facebook angekündigt.

Für mich steht fest: „Bestatter Burger aus Stein“ ist ein Beispiel für erfolgreiche Kommunikation im traditionsreichen Bestattungshandwerk. Über seinen Chef‑Blog informiert Johannes Bauer über innovative Bestattungsformen, neue Standorte und gesellschaftliche Debatten. TikTok dient als Plattform, um Tabus zu brechen; der Account erreicht Hunderttausende Nutzer und zeigt, dass offene Gespräche über Tod junge Menschen ansprechen. Instagram und Facebook ergänzen die Strategie mit visuellen Eindrücken, während YouTube längere Reportagen und den Podcast „Um Leben und Tod“ bietet. Die Filiale in Stein profitiert von dieser multimedialen Präsenz: Sie wird als moderner Ort der Ruhe präsentiert und erreicht durch die digitalen Kanäle ein Publikum weit über die Stadtgrenze hinaus.
Ich habe auch mal für den Landesinnungsverband der Bestatter gearbeitet und als Pressereferent der Handwerkskammer für München und Oberbayern den Lehrfriedhof im unterfränkischen Münnerstadt medial verkauft. Aber spätestens durch den Tod der Eltern mache ich mir Gedanken über den unvermeidlichen Tod, der uns alle einholt. Ich regle meine Bestattungswünsche und da kam die Beschäftigung mit Bestattung Burger gerade recht.

Frei vom Kabelsalat: Warum mich das UGREEN-Set begeistert

14. März 2026

Bisher hatte ich auf meinem Seminaren das schwarze Kästchen Apple TV dabei, um eine kabellose Verbindung zu einem HDMI-Beamer aufzubauen. Im Moment nutze ich das UGREEN kabellose USB-C-zu-HDMI-Übertragungsset. habe große Freude daran und kann es für Präsentationen ausdrücklich empfehlen.

Das UGREEN kabellose USB-C-zu-HDMI-Übertragungsset revolutioniert die drahtlose Bildübertragung für moderne Geräte und bietet eine elegante Alternative zu umständlichen Kabeln, die oft im Weg sind oder die Mobilität einschränken. Dieses Kit besteht aus einem kompakten, magnetischen USB-C-Sender und einem HDMI-Empfänger, die zusammen ein Plug-and-Play-System bilden, das Bildsignale bis zu 1080p@60Hz in Full-HD-Qualität überträgt – gestochen scharf, flüssig und farbintensiv, ohne spürbare Verzögerungen. Es eignet sich hervorragend für Business-Meetings, Präsentationen in Schulungsräumen, Home-Entertainment oder Gaming, wo Flexibilität gefragt ist, und überbrückt Entfernungen bis zu 50 Metern im 5,8-GHz-Band, solange keine dicken Wände oder Störquellen dazwischenfunken. Klar, Apple TV liefert 4K, aber in der Praxis für Präsentationen brauche diese Auflösung nicht.

Der Sender haftet dank magnetischem Design nahtlos an der Rückseite von Smartphones wie iPhone 15/16/17 oder Tablets und steckt sich mühelos mit dem Empfänger zusammen für sicheren Transport – ein cleverer Twist, der das Set reisetauglich macht. Keine Apps, kein Bluetooth-Pairing, kein WLAN nötig: Einfach Sender an USB-C-Gerät (MacBook, iPad, Galaxy S24/25, PC, Kamera) stecken, Empfänger via HDMI an TV oder Beamer hängen und per USB-C mit Strom versorgen – die Kopplung startet automatisch in Sekunden. Ein Knopfdruck wechselt zwischen Spiegelmodus (Duplizierung des Bildschirms) und erweitertem Desktop, was Multitasking erleichtert. Besonders praktisch: Der Sender unterstützt bis zu 60 Watt Power Delivery (PD), sodass das Gerät während der Übertragung durchlädt – ideal für lange Sessions ohne Akku-Sorgen.

UGREEN, bekannt für sinnvolle Zubehör-Qualität, liefert hier ein breites Kompatibilitäts-Spektrum: Windows, macOS, Linux, iOS, Android – solange das Gerät DisplayPort Alternate Mode via USB-C beherrscht. Die Wärmeentwicklung erscheint mir niedrig und die Verarbeitung als hochwertig, ähnlich wie bei anderen UGREEN-Produkten wie Adaptern oder Powerbanks, die oft für Zuverlässigkeit gepriesen werden. Schwächen sind sicher die fehlende 4K-Unterstützung oder Sensibilität gegenüber Interferenzen liegen, aber für 1080p-Alltagsnutzung ist es ein Game-Changer, der Kabelsalat eliminiert und Präsentationen unkompliziert macht.

Mini-Petfluencer für meine Kater

8. November 2025

Seit Corona haben wir zwei Kater als Haustiere: Parsifal und Atari. Wir lieben die beiden Katzen über alles. Und natürlich macht die ganze Familie Fotos und Videos von unseren beiden Rackern, die Smartphones sind voll. Und wir veröffentlichen diese Werke. Also sind wir kleine Petfluencer, also Influencer in Sachen Haustiere.

Und es gibt nichts was es nicht gibt. Ich bin auf eine Meldung gestoßen, dass bei der PETFLUENCER NIGHT in Duisburg erstmals die 10 führenden Catfluencer und Dogfluencer Deutschlands gemeinsam geehrt. Wahnsinn, was es alles gibt.

Und Haustiere sind eine Macht in Deutschland. Das Zauberwort heißt Catcontent. Sobald bei uns Atari und Parsifal bei unseren Post auftauchen, dann geht der Post ab wie ein Zäpfchen. Auch entsprechende Facebookgruppen werden heiß geklickt.

Vor rund 600 Gästen mit zusammen über 20 Millionen Followern fanden die Verleihungen der GERMAN PETFLUENCER AWARDS 2025 statt – präsentiert von den Hauptsponsoren animonda und Agria Tierversicherung. Im großen „Cats vs. Dogs“-Duell setzte sich #TeamCats denkbar knapp durch.

Die PETFLUENCER NIGHT 2025 schrieb Social-Media-Geschichte: Erstmals wurden Hunde- und Katzen-Accounts gemeinsam auf einer Bühne ausgezeichnet – begleitet vom ewigen Showdown „Cats vs. Dogs – Wer regiert das Internet?“. Das Ergebnis fiel knapp aus: #TeamCats fuhr die Krallen aus und holte sich den Titel der Netz-Hoheit mit einem Punkt Vorsprung.

Die besondere Gala vereinte das Who’s Who der deutschsprachigen Petfluencer-Welt: 150 Catfluencer in Weiß und 150 Dogfluencer in Schwarz sorgten mit ihren Begleitungen für einen Abend voller Pet-Content, stilvollen Red-Carpet-Momenten, erlebnisreichen Markenflächen und einer hochkarätigen Award-Show.

Die GERMAN PETFLUENCER AWARDS 2025 soll unterstreichen, wie professionell, individuell und kreativ Pet-Content heute produziert wird. In fünf Kategorien wurden die herausragendsten Hunde- und Katzen-Accounts im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet.

Simon Hoecker, Leitung Marketing bei animonda petcare, ist begeistert von der Arbeit der Gewinner: „Petfluencer verbinden Kreativität, Herz und Humor. Sie erzählen unterhaltsame Geschichten, nehmen uns aber auch mit in ihren Alltag. Deshalb freuen wir uns darauf, die GERMAN PETFLUENCER AWARDS mit animonda auch im kommenden Jahr zu unterstützen.“

Das sind die Gewinner der 10 Awards:
Newcomer des Jahres CATS: Andrej und Tierschutzkater Pommes aus Hamburg machen auf TikTok und Instagram das Alltägliche liebevoll groß und sichern sich den Preis für besten neuen Katzen-Account.
Video Creator des Jahres CATS: Mit zwei fantastischen Cat-Charakteren, bestem Storytelling und ganz viel Humor räumen Tatjana, Apollo und Cosmo den Preis für den besten Bewegtbild-Content ab.
Purpose Award des Jahres CATS: Ihr wahrhaft heldenhaftes Engagement und ihr große Liebe für Handicap-Katzen sichert Ayden und Daniela von @dieheldenkatzen den Purpose Award des Jahres. Mit diesem Preis werden die Petfluencer ausgezeichnet, die ihre Kanäle und Reichweite für sinnstiftende Inhalte rund um Vierbeiner nutzen.
Petfluencer des Jahres CATS: Liebevoll gemachte Cat Comedy mit Herz und ein überzeugendes Gesamtpaket in Bild, Text und Video – das zeichnet den diesjährigen Gewinner der Königsklasse aus. Der Award für den Catfluencer des Jahres geht nach Wien, an Lukas von @lilly_lotti_cats
Publikumspreis des Jahres CATS: Doppelte Freude bei Tatjana und ihrem Katzen-Duo: @apollo_und_cosmo nehmen auch diesen Preis mit nach Niedersachsen. In dieser Kategorie konnten Fans und Follower online für ihren Lieblings-Catfluencer abstimmen – ein Award direkt aus der Community.
Newcomer des Jahres DOGS: Hier räumt man gleich zu acht den Preis für den besten neuen Dogfluencer-Account ab, denn Hannah und Ludo von @some.more.dogs dokumentieren ihr Leben und ihre Reisen mit sechs wunderbaren Hunden. Was kann es Schöneres geben?
Video Creator des Jahres DOGS: Der @kampfpudelmann mit seinen Pudeln Barbara und Nano lässt uns dabei sein, wenn er etwas Neues über sich und seine Hunde lernt, über das Leben an sich und über das Videomachen. Und weil das nicht nur als Hundehalter*in ganz oft sehr witzig und sehr „relatable“ ist, erhält Saša dafür den Titel als Video Creator des Jahres.
Purpose Award des Jahres DOGS: Lea-Valine aus der Nähe von Pforzheim macht mit ihrem Kanal @happy.abby.grey unermüdlich auf das Schicksal der spanischen Galgos aufmerksam. Für ihren Mut, ihr Engagement und ihre Beharrlichkeit würdigt sie die Jury mit dem Purpose Award des Jahres.
Petfluencer des Jahres DOGS: Dass der Award in der Königsklasse an Vivi und ihren Königspudel Holly geht, kommt nicht von ungefähr: Das Mensch-Hund-Duo begeistert auf Instagram und TikTok hunderttausende Follower und zaubert mit einer Riesenportion Humor, grandiosem Storytelling und richtig gut gemachtem Content immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht.
Publikumspreis des Jahres DOGS: Der Publikumspreis aus der Dog Community geht an @tierschutz.familie! Svenja aus Duisburg setzt sich mit ihrer ganzen Familie on- und offline für den Tierschutz ein, insbesondere für Hunde in Not.

Auf einen Blick: die Preisträger der GERMAN PETFLUENCER AWARDS 2025

Newcomer des Jahres CATS: https://www.tiktok.com/@katerpommes
Video Creator des Jahres CATS: https://www.tiktok.com/@apollo_und_cosmo
Purpose Award des Jahres CATS: https://www.instagram.com/dieheldenkatzen
Petfluencer des Jahres CATS: https://www.instagram.com/lilly_lotti_cats
Publikumspreis des Jahres CATS: https://www.tiktok.com/@apollo_und_cosmo
Newcomer des Jahres DOGS: https://www.instagram.com/some.more.dogs
Video Creator des Jahres DOGS: https://www.instagram.com/kampfpudelmann
Purpose Award des Jahres DOGS: https://www.instagram.com/happy.abby.grey
Petfluencer des Jahres DOGS: https://www.instagram.com/viviundholly
Publikumspreis des Jahres DOGS: https://www.instagram.com/tierschutz.familie

Wenn die Klicks verschwinden – wie KI den Traffic verändert

12. Oktober 2025

Der Traffic meines Blog geht ein wenig zurück seitdem KI in der Welt das draußen eingesetzt. Jetzt habe ich das Glück, dass ich in meinem Blog Dinge aus persönlicher Sichtweise berichte und kommentiere, so dass mich der KI-Trend nur am Rande betrifft. Wie dramatisch muss es bei Informations- oder Firmenseiten sein, wenn Browser mehr und mehr auf KI-Elemente setzen?

Google hat seinen KI-gestützten Suchmodus auf weitere Länder ausgeweitet. Seit dem 8. Oktober ist die Funktion nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar. Diese Einführung ist Teil eines umfassenden internationalen Rollouts, der über 40 neue Länder und 36 zusätzliche Sprachen abdeckt. Nutzer können den neuen Modus direkt über die Google-Startseite, die mobile App oder innerhalb der Suchergebnisse aktivieren.

Der KI-Suchmodus erweitert die klassische Google-Suche um intelligente Funktionen, die besonders bei komplexen oder erklärungsbedürftigen Fragen hilfreich sind. Zum Einsatz kommt dabei eine angepasste Version der Gemini-Sprachmodelle. Suchanfragen werden in einzelne Bestandteile zerlegt, analysiert und parallel verarbeitet, um tiefere und präzisere Antworten zu liefern – ohne dass mehrere Suchvorgänge nötig sind.

Ich will jetzt gar nicht auf die Kritik dazu eingehen, wie sie in den USA bei der Premiere auftauchten, weil unter anderem fehlerhafte und teils absurde Antwortvorschläge in den automatisierten Kurzüberblicken erschienen.

Für viele Suchende im Web reichen die KI Antworten aus und surfen nicht mehr auf die aufgelisteten Website. Dort bricht der Traffic ein und wer seine Seite mit Werbung finanziert, der verliert Reichweite und dadurch Geld.

Meine Vermutung werden jetzt von anderen bestätigt. Deutsche Unternehmen verlieren 7 % ihres Google-Traffics. Laut einer Analyse der Münchner Online-Marketing-Agentur Seokratie ist der Anteil der Websitebesucher, die über Google kamen, im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Gleichzeitig wächst der Traffic über KI-Tools wie ChatGPT um das Siebenfache. Grundlage der Untersuchung waren anonymisierte Traffic-Daten von mehr als 100 deutschen Unternehmenswebsites mit insgesamt fast 70 Millionen Website-Besuchern.

Betrachte ich mein eigenes Verhalten. Ich suche deutlich mehr mit ChatGPT und Perplexity als mit Google. Beim Suchmaschinenriesen müssen die Alarmsignale läuten, wenn diese Entwicklung zu einem Massenphänomen wird. Es ist im Moment nur eine private Beobachtung, die von der Agentur bestätigt wird. Trotz des Wachstums bleibt ChatGPT in Deutschland bislang ohne nennenswerte Bedeutung für Website-Traffic. Der Anteil stieg zwar um das 7,4-Fache, von 0,08 % auf 0,66 %, bleibt aber auf niedrigem Niveau. „Noch hat der Traffic über ChatGPT keine Relevanz“, so die Münchner Online-Marketing-Agentur Seokratie.

Sie kommt zum Fazit: „Erstens verlangsamt sich die Verbreitung von ChatGPT erheblich. Zweitens integriert Google ChatGPT-ähnliche Funktionen direkt in die eigene Suche. Und drittens wissen Nutzer inzwischen, dass ChatGPT für die Suche nach konkreten Produkten oder Dienstleistern nicht die erste Wahl ist. Langfristig wird eher Google ChatGPT gefährlich als umgekehrt.“ Ich bin mal gespannt.

Burgen, Beauty, Blitzlicht – wenn Schottlands Seele im TikTok-Filter glänzt

9. Juli 2025

Bisher habe ich nicht so viel auf diese Spezies von Mensch geachtet, aber seitdem ich in Schottland war, sind mir die TikToker massiv aufgefallen. Vielleicht liegt es an den ungewöhnlichen Ort Schottlands, dass die TikToker in Massen auftreten.

Sie sind zu zweit oder dritt unterwegs, posen an schönen Orten, um Klicks in dem chinesischen sozialen Netzwerk zu ergattern. Und an Orten wie dem Edinburgh Castle treten sie in Massen auf und agieren oftmals rücksichtslos. Damit das klar ist, die Menschen können sich in Szene setzen, posen, agieren wie sie lustig sind. Vielleicht mache ich das auch das eine oder andere Mal mit Selfies oder kleinen Clips, aber es war schon auffällig, welche Massen unterwegs waren. Klicks und Reichweite sind die Währung.

Ich beobachtete eine Gruppen junger Damen aus Asien, die als Team unterwegs waren. Eine zierliche Modell-Person vor der Kamera, ein Kameramann (oftmals waren es Männer) und eine Dame für Make-up, die zudem noch einen Scheinwerfer trug. Sie probten Szenen, hatten spontane Einfälle, agierten extravagant und – das Schlimmste: Blockierten den Tourismusbetrieb.

Ein auffälliges Phänomen an historischen Schauplätzen – insbesondere in touristisch beliebten Regionen wie Schottland – ist das Auftreten junger Frauen, die dort TikTok-Videos drehen. Diese sogenannten „TikTok-Mädchen“ nutzen die imposante Kulisse von Burgen, Schlössern oder alten Friedhöfen gezielt als Hintergrund für ihre Kurzvideos. Dabei fällt auf, dass sie nicht einfach spontan filmen, sondern häufig Szenen proben, kreative Einfälle umsetzen und sich in auffällig inszenierter Weise bewegen oder posieren. Oft tragen sie extravagante Outfits, die teils historisch inspiriert, teils modern überhöht sind, und agieren mit einer Mischung aus Selbstinszenierung, spielerischer Darbietung und theatralischer Gestik.

Die Motivation hinter diesen Videos ist vielfältig: Einerseits dient das Setting als stilistisch reizvoller Kontrast zu den modernen Inhalten oder als ästhetische Verstärkung romantisierender oder dramatischer Darstellungen. Andererseits ermöglicht die Kombination von Selbstdarstellung und historischer Kulisse eine gewisse Erzählkraft, die auf TikTok gut funktioniert. Diese Aufnahmen entstehen dabei oft nicht im Verborgenen – vielmehr ist es Teil des Konzepts, gesehen zu werden, sowohl von der digitalen Öffentlichkeit als auch von den Menschen vor Ort.

Insbesondere an touristisch stark frequentierten Orten in Schottland ist dieses Verhalten zunehmend zu beobachten. Die Nutzerinnen scheinen sich in der Atmosphäre der historischen Plätze kreativ herausgefordert und inspiriert zu fühlen. Sie verwandeln Orte wie Burgruinen, alte Treppenaufgänge oder kunstvoll gestaltete Fassaden temporär in Bühnen für persönliche Geschichten, tänzerische Darstellungen oder stilisierte Alltagsinszenierungen. Dabei wird Geschichte nicht zwingend inhaltlich thematisiert, sondern vielmehr als emotionale Kulisse genutzt – ein Hintergrund, der Dramatik, Schönheit oder Erhabenheit ausstrahlt und dem eigenen Auftritt Tiefe verleiht.

Das Phänomen steht exemplarisch für den Wandel in der Wahrnehmung und Nutzung historischer Orte in der Gegenwart: Wo früher reine Kontemplation oder klassische Fotografie dominierten, tritt heute die digitale Selbstinszenierung in Echtzeit. Historische Schauplätze werden damit zu Projektionsflächen individueller Kreativität – eine Entwicklung, die nicht ohne Widerspruch bleibt, aber zugleich Ausdruck einer veränderten Medien- und Erinnerungskultur ist.

Ich habe gemerkt, dass diese TikTok-Girls die Umgebung nerven können. Aber ob TikTok-Girls an historischen Orten als nervig empfunden werden, hängt stark von der Perspektive der Beobachtenden ab. Aus der Sicht vieler Besucher wirken sie mitunter tatsächlich störend – etwa dann, wenn sie mit auffälligen Posen, lauter Musik oder übertriebener Selbstinszenierung das Gesamtbild des Ortes dominieren. Wer einen historischen Ort wegen seiner Atmosphäre, Ruhe oder spirituellen Ausstrahlung aufsucht, kann sich durch das performative Verhalten dieser Influencer leicht irritiert oder sogar gestört fühlen. Auch wenn sie Treppen blockieren, immer wieder Szenen wiederholen oder andere daran hindern, ein Foto zu machen, entsteht schnell der Eindruck von Rücksichtslosigkeit.

Andererseits bringen diese TikTok-Nutzerinnen auch eine neue Form kultureller Aneignung und Auseinandersetzung mit historischen Orten mit sich – wenn auch oft visuell statt inhaltlich. Sie sehen die Orte nicht als stille Denkmäler, sondern als kreative Räume. In diesem Sinne können sie auch als Teil eines modernen, lebendigen Umgangs mit Geschichte verstanden werden. Wer dies erkennt, mag ihr Verhalten eher als Ausdruck jugendlicher Kreativität oder digitaler Gegenwartskultur einordnen.

Unterm Strich: nervig wirken sie dann, wenn sie den Ort für sich vereinnahmen und wenig Rücksicht auf andere nehmen. Sympathisch oder zumindest verständlich wirken sie, wenn sie sich unaufdringlich in die Umgebung einfügen und ihre Kreativität respektvoll ausleben.