Archive for Januar 2010

Großartig: Bill Monroe – Father of Blugrass bei der Bear Family

31. Januar 2010
Im Moment höre ich gerade Bill Monroe. „Bill wer?“ – dies werde ich von vielen Bekannten gefragt. „Ich kenn Marylin Monroe, aber wer ist Bill Monroe?“ So oder ähnlich lauten die Reaktionen.
Nun vom dem gesprochen wird, ist ein amerikanischer Conutrysänger. Er wird von seinen Fans auch „Father of Blugrass“ bezeichnet und hatte ein paar Hits und zahlreiche Ohrwürmer. Die bekanntesten seiner 60jährigen Karriere als Schlips- und Stetsonträger – hier vor allem Western Straw –  sind sicherlich „Blue Moon of Kentucky“ und „Kentucky Waltz“. Monroes Markenzeichen sind schnelles Mandolinenspiel und hoher Gesang. Bei der Beschäftigung mit Bill Monroe erfuhr ich auch, was Blugrass ursprünglich bedeutet. Es ist einfach der blaugrüne, fruchtbare Boden von Kentucky. Die Farbe kommt von den blaugrünen Blätter der Grasart Poa pratensis. Die Musik aus der Gegend bedeutet man als Blugrass. Blugrass-Musik ist entstanden in den dreißiger Jahren, liegen die Wurzeln in der traditionellen Musik aus Irland, Schottland und England. Die führenden Instrumente sind Banjo, Mandoline, Fiddle und Gitarre – und Bill Monroe war einer der Gründer dieser Musiktradition.
Es gibt von dem Musiker einige Compilations, doch bei ein wenig Recherche traf ich wieder auf eine meiner Lieblingsplattenfirmen: Die Bear Familiy. Die weltweit renommierteste Firma für Wiederveröffentlichungen – Country Music und Rock’n’Roll, Schlager der 50er und 60er Jahre, Beat, internationale Oldies, Chansons, Jazz, Kabarett & Kultur. Hier heben Experten und Fans wahre Schätze – einfach wunderbare Aufnahmen, abseits vom Mainstream.
Und so auch von Bill Monore. Die Bear Family hat eine Sammlung aller Studio-Aufnahmen von Monroe als CD-Schuber in LP-Größe herausgebracht. Wunderbar editiert und dazu ein feines Booklet mit seltenen Fotos über den Künstler. Es gibt fünf geniale Boxen: 1936-1949, Blue Grass 1950-1958 4-CD &, Blue Grass 1959-1969 4-CD &, Blue Grass 1970-1979 4-CD & und My Last Days on Earth 1981-94. Was mit 1980 passiert ist, weiß ich auch nicht. Interessant, die Preise im Online-Shop der Bear Family sind oftmals niedriger als bei Amazon. Hier zeigt sich, dass Spezialgeschäfte nicht unbedingt teuerer sein müssen, als Massenhandel. Die Alben liegen nur als CD vor und gibt es offiziell nicht zum Download.

FAD-824: FireWire 800-Adapter sichert meinen Videoworkflow

27. Januar 2010

FireWire 800-Adapter von Sonnet

Dieses Produkt hat mir einen Job gerettet und dafür bin ich noch heute dankbar. Es war im April 2009 auf der NAB 2009. Mit fetter Videoausrüstung habe ich Interviews und Eindrücke gedreht und abends beim Schnitt im Hotelzimmer stellte ich fest: Mein neues MacBook Pro passt kein FireWire 400 mehr. Apple ging mit der Zeit und verbaute die neue, schnellere, bessere 800-Schnittstelle. Sch… und ich hatte meinen Adapter im fernen Deutschland.
Die Suche in zwei Apple Stores in Las Vegas war erfolglos. Erst in drei Tagen kommen neue Stecker an. Da bin ich aber wieder zu Hause. Die Rettung kam in Form von Jolanda Blum, Pressedame bei Sonnet. Sie hatte einen neuen FireWire 400 auf 800 Adapter am Start, lieh ihn mir und die Videoarbeit konnte beginnen. Mein Videoworkflow war gerettet. Danke Jolanda.
Jetzt legt Sonnet einen nach und brachte gestern abend den Adapter im neuen Design. Sonnet Technologies, Anbieter professioneller Zubehörlösungen für  Macintosh-, Windows- und Unix-Systemen, bietet mit dem 6-pin to 9-pin Adapter die Lösung im neuen Design. Bereits vorhandene FireWire 400-Geräte wie Festplattenspeicher oder Digitalkamera können mit dem FAD-824 problemlos weiter am FireWire 800 Port der aktuellen Macs betrieben werden. Das neue Design des Adapters erlaubt dabei einen Anschluss auch bei eng platzierten Slots.
Apple verzichtet bei der aktuellen Generation von Mac Pro, MacBook Pro, Mac mini und iMac auf die noch weit verbreitete FireWire 400-Schnittstelle. Dadurch können viele Anwender ihre leistungsstarken FireWire 400-Geräte nicht mit Erfolgsmodellen wie dem MacBook Pro verwenden. Grund genug für Sonnet mit dem FAD-824 Adapter Abhilfe zu schaffen: Der fünf Zentimeter kleine Adapter wird einfach auf die FireWire-800-Schnittstelle gesteckt und mit dem Kabel des anzuschließenden Geräts verbunden. Ohne den Kauf und Anschluss weiterer lästiger Kabel entsteht so aus dem einzigen FireWire-Anschluss des MacBooks Pro und auch der Desktop-Varianten ein FireWire 400-Port. Der FAD-824 von Sonnet ist für 8,90 Euro zu haben und eine super Investition.

Im Test: iPhone App von Amazon

26. Januar 2010

Memo-Funktion in der Amazon iPhone App

Immer wieder habe ich mich gefragt, wann mein Lieblingshändler Amazon endlich eine iPhone App herausbringt. Seit einigen Wochen liegt sie bereits vor und ich bin überaus zufrieden. Die bisherige reine Online-Lösung war schlichtweg  ein Krampf und nicht praktikabel. Die neue, freilich kostenlose, App hat mehr drauf und bringt alle bekannten Amazon-Funktionen wie Wunschzettel, mein Konto, sichere Serverübertragung usw mit. Was nicht klappt, sind mp3 über Amazon am iPhone kaufen und hören. Da hat der Mitbewerber iTunes als hauseigenes Apple-Produkt natürlich die Nase vorn.
Gespannt war ich vor allem auf die neue Memo-Funktion in der App. Sie funktioniert wie wie folgt: Ich sehe irgendwo ein Produkt und fotografiere es. Anschließend wird das Foto zu Amazon überspielt und die Cloud spürt das Produkt anhand des Aussehens auf. Innerhalb einer überschaubaren Zeit bekomme ich eine Mail von Amazon, dass die kleinen Heinzelmännchen das Produkt identifiziert haben und Vorschläge in der App für mich bereitstehen. Ich habs ausprobiert und es funktioniert eindrucksvoll gut. Mein erster Test: Ich fotografierte das Logo meines Lieblingsmagazins Titanic, schickte das Bild ein. Kurz darauf bekam ich den Vorschlag, das große Titanic Sammelband zum 25. Geburtstag des Satiremagazins zu kaufen. Klappt. Als ich einen Wecker fotografierte, wurde zumindest erkannt, dass ich einen Wecker suche. Grundsätzlich ist die Memo-Funktion eine Bereicherung. Einfach mal ausprobieren.

Computer werden 2010 teuerer

25. Januar 2010
Wir können alle darauf warten, dass unsere Computer in Deutschland etwas teuerer werden. Nachdem die Herrschaften in Berlin an der Rundfunkabgabe für die Familie Gezini (GEZ) schrauben und sie auch mein iPhone in ihren Abrechnungswahn einbeziehen wollten, drohen Kosten an anderer Stelle: Die Urheberrechtsabgabe.
Die Computer-Hersteller in Deutschland haben sich mit den Verwertungsgesellschaften auf eine pauschale Gebühr von 13,65 Euro pro Gerät mit DVD-Brenner (12,50 ohne) geeinigt, die auf den Kaufpreis aufgeschlagen wird und die Rechte von Urhebern abgelten soll. Jetzt schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Zum einen ärgere ich mich, weil wieder etwas teuerer wird. Zum anderen profitiere ich als Print-Journalist, den ich habe einen Wahrnehmungsvertrag mit der Verwertungsgesellschaft VG Wort abgeschlossen. Diese bringt mir Jahr für Jahr eine nette Summe, nicht fiel. Da fällt mir siedend ein, ich sollte meine Veröffentlichungen für 2009 melden, um bei der Ausschüttung mit dabei zu sein. Wie verhält sich die Ausschüttung eigentlich bei Online-Medien?

Ich freu mich wahnsinnig auf Toy Story 3

24. Januar 2010
Erinnern wir uns: Genau 15 Jahre ist es her, dass mit „Toy Story“ der erste vollständig computeranimierte Spielfilm in die Kinos kam. Der Film fegte mich weg und ich sah die Zukunft des Animationsfilm :-). Das war sicher auch ein Grund, dass ich meinen heutigen Beruf ergriffen habe.
Dieser Film stellte die Branche auf den Kopf und war der erste Nagel am Sarg von Disneys Zeichentrickstudios. Toy Story ein Meilenstein in der Filmgeschichte und zugleich der erste von mittlerweile zehn weltweiten Filmerfolgen für die Kreativschmiede Pixar. Es war der Strohhalm an dem sich der rausgeworfene Apple-Gründer Steve Jobs klammerte, der sich als äußerst gewinnbringend erwies. Mit Apple macht Jobs Millionen, mit Pixar Milliarden.
Vier Jahre später, 1999, folgte mit Toy Story 2 der zweite grandiose Erfolg der mittlerweile weltweit beliebten Spielzeug-Helden um Cowboy Woody und Space-Ranger Buzz Lightyear. Nun, 2010, kommt Toy Story 3 in die Kinos! Am 29. Juli erobert das bisher größte Abenteuer der Toy-Gang mit jeder Menge Herz und Humor und einer ganzen Reihe lustiger, neuer Characters die Kinos, diesmal auch in Technik von Disney-Digital-3D. Wir bei der DIGITAL PRODUCTION werden sicherlich ein Making of über den Film bringen. Unsere US-Korrespondentin weiß schon Bescheid.
Bis es soweit ist, läuft die Disney-Verkaufsmaschinerie auf vollen Touren: Im März werden Toy Story 1 und 2  auf Super RTL im TV zu sehen sein und ab 11. März endlich wieder auf DVD, sowie erstmals auf Blu-ray Disc, erscheinen. Ich freu mich schon auf Cowboy Woody, Space Ranger Buzz Lightyear, Mr. Kartoffelkopf, Dinosaurier Rex und ihre Freunde in HD und besonders interessant sind die exklusive Einblicke in den Arbeitsalltag bei Pixar, die Produktion der Toy Stroy-Reihe und entfallene Szenen.
Gleichzeitig erscheint am 11. März das brandneue Nintendo Wii und PC Spiel TOY STORY MANIA. TOY STORY MANIA! ist ein rasantes Partyspiel, in dem bis zu vier Spieler aller Altersgruppen mit- oder gegeneinander spielen können. Die beliebten Filmfiguren führen als Gastgeber durch die große Auswahl an Minispielen. Das Spiel ist was für mich und werd ich mir wohl zulegen.
Aber es lässt sich noch mehr Geld machen: Im Handel wird es bereits ab März ein breites Angebot an Toy Story-Zeug geben, zum Kinostart im Juli folgen dann brandneue Toy Story 3-Produkte. Die Palette umfasst sowohl zahlreiche Produkte aus dem Toy-Bereich der Lizenznehmer Mattel, Lego, Hasbro, Ravensburger und Vtech sowie weitere Produkte aus den Bereichen Stationery, Fashion, Food Health and Beauty sowie Home und Publishing – Konsumrausch pur.

Generationenübergreifende Spielkonzepte durch Silver Gaming

23. Januar 2010

Generationsübergreifendes Spielen ist ne tolle Sache

Bei uns zu Hause steht ein ganzer Park an Konsolen verschiedener Generationen: Atari 2600, Atari Lynx, PS2, PSP, PS3, Wii und Nintendo DS Lite. Schneller, höher, weiter lautet das Prinzip der Konsolen. Aber eigentlich ist das Konzept von Nintendo genial. Hier wird ganz offensiv das Thema Videospiele im Generationenwechsel betrieben. Wir werden immer älter und die neue Zielgruppe der Gamer ebenso. ich nenne sie Senioren, andere Silver Surfer.
Ich finde die Idee hervorragend, die Wii im Altenheim aufzubauen. Wii Fit oder Wii Sport verbindet jung und alt. Die Gehirnjoggings und Co sorgen dafür, dass Spieler jeder Altersstufe geistig mobil bleiben. Das ist gut so.
Diese Idee verfolgt Nintendo deutlich konsequenter als Sony oder Microsoft mit ihren leistungshungrigen Next Gen-Konsolen. Ok, ballern mit der PS3 ist super, aber Wii Sport mit der ganzen Familie ist auch genial.
Da kommt ein interessanter Termin gerade recht: Anhaltender Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung sind ein gesellschaftliches Phänomen aller industrialisierten Länder. In Deutschland führt dieser demographische Wandel zu einer auf längere Sicht älteren Bevölkerung. Herauszufinden, wie Unternehmen diesen neuen Herausforderungen gerecht werden können, ist Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstalteten 3. Deutschen AAL (Ambient Assisted Living)-Kongresses, der am 26. und 27. Januar im Berliner Congress Center stattfindet.
Welche wirtschaftliche und soziale Relevanz Spiele im Umfeld älterer Menschen haben, diskutiert am 25. Januar erstmals die Pre-Conference „Silver Gaming und AAL“. Der Vorkongress, an dem auch Nintendo teilnimmt, bietet Einblicke in neue spielorientierte Technologien, Trends und Initiativen, die eine Verbesserung der Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten verfolgen.
Im Vortragsprogramm der Pre-Conference wird Silja Gülicher, Leiterin Pressestelle Nintendo Deutschland, verschiedene Hintergründe vorstellen, die zu einem Paradigmenwechsel innerhalb des japanischen Traditionsunternehmens führten. „Am Beispiel des demographischen Wandels in Japan wird deutlich, dass speziell ältere Menschen den Zugang zu digitalen Technologien meiden, weil sie zum einen keinen konkreten, inhaltlichen Nutzen erkennen können – und zum anderen oftmals durch die zu komplexen Bedienungssysteme abgeschreckt werden“, so Silja Gülicher. „Nintendo ist es durch generationenübergreifende Spielkonzepte und intuitive Steuerung gelungen, diese Hürden aufzulösen.“
Ich bin von dieser Geschäftsidee überzeugt und glaube, dass sie eine gewinnbringende und unterhaltsame Zukunft hat.

Neue Rahmenbedingungen für Printverlage

22. Januar 2010
Kollegen und ich haben uns ein paar Gedanken gemacht, in welcher Situation sich Printverlage befinden. Diese Gedanken sind eine Sammlung von verschiedenen Thesen und Folgerungen, die ich gerne zur Diskussion stellen würde.
Die wichtigste Rahmenbedingung ist natürlich die derzeitige Weltwirtschaftskrise zu nennen. Es kommt einfach weniger Geld hinein. Die Verkäufe, die Abos und die Anzeigeneinnahmen sinken. Die nächsten Schritte sind klar. Die Verantwortlichen in der Medienindustrie schrauben auch dann an den Personal-, Druck- und Marketingkosten.
Der zweite große Herausforderung ist sicher die Globalisierung. Wir haben es mit einer Konzentration von Budgets bei gleichzeitiger Vergrößerung von Märkten zu tun. Die Kunden müssen nicht mehr die Printanzeige in einer lokalen Printpublikation schalten. Sie haben Alternativen im internationalen Printbereich und natürlich im Internet. Hohe deutsche Anzeigenpreise müssen mit niedrigen ausländischen konkurrieren. Es kommen neue Anbieter im Spiel, die um die knappen Marketingbudgets kämpfen. Marketingentscheider haben wesentlich mehr Möglichkeiten ihr Geld auszugeben.
Ihr klares Ziel ist es, Leads zu generieren, statt klassische Markenarbeit in Form von Branding zu leisten. Verkäufe und Umsätze sind die Währung. Google spielt in diesem Spiel groß mit und kassiert. Google bündelt durch seine Angebote die Verkaufskontakte. Das System von AdWords ist genial. Das gilt mehr denn je, kleiner die Nischen für die Verlage sind.
Verlage greifen in den Kampf um Marktanteile direkt ein und kaufen in Krisenzeiten zu oder werden gekauft. Die großen kaufen die Kleinen. Eine Verlagskonzentration ist die Folge. Die konkrete Folgen für die Verlage sind: neue stärkere Konkurrenten und internationale Konkurrenz. Nationale Verlage haben mit geringerem Marketingbudgets in der Heimat zu kämpfen. Gleichzeitig beginnen die Rabattschlachten mit den Anzeigenkunden. Sie wollen mehr fürs Geld, mehr Service und es werden neue Angebotsformen gewünscht.
Neben den Folgen für die Verlage gibt es natürlich auch Folgen für die Leser. Der Leser steht einer enormen Informationsüberflutung gegenüber. Der Leser steht unter den Zwang der Entscheidung. Seine Finanzen und noch viel wichtiger, das zur Verfügung stehende Zeitbudget sind begrenzt. Die Verlage müssen künftig noch mehr darauf achten, dass ihre Publikationen im Lesestapel beim Leser ganz oben liegen. Der Leser stellt sich immer die Frage: Lohnt es sich diese Zeitschrift zu lesen?
Die Zapping-Kultur des Fernsehens überträgt sich auf das Lesen. Wir haben heute neue Gewohnheiten, eine neue Lesekultur. Fachleute sprechen hier von einem szenischen Lesen. Texte müssen modular aufgebaut werden, damit ein Einstieg an verschiedenen Stellen möglich ist. Mancher Leser hat schließlich Schwierigkeiten lange Texte zu lesen. Gekauft wird eine Zeitschrift nur deren Nutzen.
Klare Folgen für ein Printprodukt. Es braucht ein klares Alleinstellungsmerkmal, einen USP. Ist kein USP vorhanden, dann hat die Marke keine Überlebenschancen.
Durch das Internet geht der Trend zur Kostenloskultur mithin. Informationen gelten als kostenlos. Für nur Informationen sind immer weniger Leser bereit zu bezahlen, außer die Informationen sind hochexklusiv.
Die Folge ist der Trend zu User generted Content. Dieser ist kostenlos und scheinbar objektiv. Dies hat natürlich auch Folgen für die Journalisten. Journalisten der nahen Zukunft werden Organisatoren und Moderatoren vom Content. Sie werden Wissenshersteller. Die Aufgabe der Zukunft ist es, Inhalte zu konzentrieren. Das reine Schreiben von Artikeln wird weniger, obwohl es Edelfedern immer geben wird.
Diese Gedanken haben auch Folgen für das Management in Verlagen. Wir müssen uns einerseits mit einem verschärften Konkurrenzkampf abfinden. Andererseits werden höhere Leistungsanforderungen an Mitarbeiter gestellt. Klar ist auch, dass die Umsätze zurückgehen werden. Für den gleichen oder für weniger Erfolg als bisher, muss mehr aufgewendet werden. Die Folge sind in der Regel weniger Erfolgserlebnisse. Interne Verteilungskämpfe in Verlage und der Veränderungsdruck von oben und von unten werden ebenfalls zunehmen. Die Verlage holen jetzt die Erfahrungen der Industrie nach. Einem Automobilzulieferer geht es ähnlich wie einen Verlag für Cooperate Publishing. Direkte Abhängigkeit von Kunden werden eine große Rolle spielen. Damit wächst die Unzufriedenheit in den Verlagen.
Viele Redaktionen müssen ihre internen Prozesse ändern, ihren Workflow den neuen Gegebenheiten anpassen. Es kommt zu einer neuen Standardisierung von Prozessen. Verfahren und neue Methoden der Redaktionsarbeit müssen etabliert werden. Am  Ende der Planung steht natürlich die Operationalisierung.

Apple Einladung zum 27. Januar 2010 ist da

21. Januar 2010
Mit der schlichten Unterzeile „Come see our latest creation“ wird Apple wohl am 27. Januar 2010 die Medienwelt verändern. So darf man glauben, wenn man die einschlägigen Gazetten liest. Besonders die Printverlage erwarten von Apple einen Heilsbringer in Form eines Tablet Macs. Nachdem Apple die Computerindustrie mit dem Mac, die Musikindustrie mit dem iPod und die Handyindustrie mit dem iPhone revolutioniert hat, könnte jetzt der nächste große Knall kommen. Hoffentlich.
„Come see our latest creation“ heißt es im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco. Um 19 Uhr deutscher Zeit wissen wir es. An diesem Ort hatte Apple-Chef Steve Jobs schon mehrmals Unterhaltungselektronik vorgestellt. So nun auch wohl dieses Mal. Was mich stutzig macht, ist die Einladung selbst: Auf ihr sind eine Reihe bunter Farbklekse zu sehen. Die Farben erinnern an die aktuelle iPod nano-Linie. Nun, der iPod ist kein schlechtes Produkt, aber der Hype ist durch. Was bedeuten diese Farben? Soll das Tablel in verschiedenen Modefarben auf den Markt kommen? Wohl eher nicht. Ich vermute eine Art größeres iPhone zusammen mit einer neuen iPhone-Software 4.0. Da fällt mir ein: Ich will endlich Flash auf dem iPhone.

Apple Einladung 2010

Ich vermute auch, dass Steve Jobs eine Reihe von Updates bringt, nachdem man sich selbst der MacWorld Expo als Hausmesse beraubt hat. Ich trauere immer noch den Zeiten hinterher als ich jedes Jahr im Januar nach San Francisco zur Keynote pilgerte. Dieses Jahr bin ich nicht gefahren und auch die CES lockte mich nicht.
Was wird kommen? Ich denke, ein iLife 2010, eine verbesserte Auflage von Nike+, ein erweitertes Apple TV, ein neues iWork – dies arbeitet mit dem neuen Tablet zusammen und auch der Online-Dienst von iWork sollte mit Leben erfüllt werden. Adobe ist da deutlich weiter. Weiter neue Updates der MacBook (Pro)-Reihe. Neue Prozessoren von Intel könnten verbaut werden. Für weitere Pro-Produkte ist nicht die Zeit. Ein besseres Final Cut mit einem neuen Final Cut Express denke ich zur NAB im April. Und ein neues iPhone kommt wohl erst im Laufe des Jahres auf einem eigenen Special Event.
Und natürlich als „one more thing“ das Tablet, wie auch immer das Device nun heißt. Die Distributionsplattform über den iTunes Store liegt vor und hat sich etabliert. Nachdem die Verlage mit den iPhone Apps ganz gut ihren Content verbreiten können, braucht die Branche eine Art Kindle von Apple. Studien von Verlagen liegen bereits vor.
Seien wir gespannt und sind am 27. Januar geistig mit dabei, wenn Apple die Medienwelt auf den Kopf stellt.

Post will Hybrid-Briefe zustellen

20. Januar 2010
Ich glaub es einfach nicht. Da hat die Post ein neues Geschäftsmodell für sich entdeckt: Den Hybrid-Brief. Damit steigt die Post in ein lukratives Onlinegeschäft ein.
Das Prinzip ist ganz einfach. Der Kunde schreibt einen Brief per E-Mail an die Post. Diese druckt diesen Brief aus und  stellt ihn per Postbote zu. Für diesen Brief verlangt die Post 46 Cent. Das sind 9 Cent weniger, als wenn der Kunde den Brief selber in Papierform in den Briefkasten wirft. Die Post reichte einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Bundesnetzagentur ein.
Die Idee der hybriden Briefe ist ein Teil der groß angelegten Online-Strategie der ehemaligen Deutschen Bundespost. Zunächst soll sich dieser neue Service an Banken, Verwaltungen und Versicherungen richten. Ein konkretes Beispiel gefällig? Eine fiktive Gemeinde schreibt an einem Bürger einen Brief, der kein E-Mail-Postfach hat. Künftig soll nach dem Willen der Post die Gemeinde ein E-Mail an die Post schicken. Die Post druckt anschließend das gemeindliche E-Mail aus und stellt es dem Bürger per Postboten zu. Ich finde diese Idee, gelinde gesagt, befremdlich und ich weiß nicht ob dieser neue Service von der anvisierten Zielgruppe angenommen wird. Ich denke nicht. Unklar ist außerdem, was denn mit Dateianhängen passiert. Schicke ich ein  mehrere Megabyte großes PDF, wird muss es die Post wohl auch ausdrucken. Wie teuer sind dann die Kosten und lässt sich das überhaupt bewerkstelligen?

Ich kauf mir jetzt ein Space Shuttle

19. Januar 2010

Huckepack: Enterprise auf einer Boing

Als Kind hatte ich den Bausatz der Saturn V-Rakete. Das Original flog mit Neil Armstrong und Kollegen zum Mond. Raumfahrt faszinierte mich Zeit meines Lebens und vielleicht daher kommt auch meine Liebe zum Science-Fiction-Film. Ich verschlang von Yps das Planetenbuch, las Isaac Asimov, Stanisław Lem und Arthur C. Clarke und sammelt Raumschiffmodelle. Die liebsten Modelle waren mir die Comet von Captain Future, Raumschiff Enterprise und der Adler aus Mondbasis Alpha. Natürlich war ich von der realen Raumfahrt fasziniert, obwohl die NASA das Geld zum Fenster rauswarf. Ich war absolut dafür, dass das erste Space Shuttle mit der Bezeichnung OV-101 den offiziellen Namen Enterprise erhielt.  Mit ihr wurde das Flugverhalten der Raumfähren getestet und meine Enterprise ist nie in den Weltraum geflogen, weil sie kein Hitzeschild hatte. Das erste Space Shuttle, das in den Weltraum flog, war die Columbia.
Die Starts dieser späteren Space Shuttles begeisterten mich und auch die Landung der Robotor auf dem Mars war super. Schockiert war ich über die Unglücke im Space Shuttle-Programm. Noch heute muss ich schlucken, wenn ich daran denke.
Jetzt gilt es für mich ans Sparen: Für 28,8 Millionen US-Dollar kann ich ab Herbst ein ausrangiertes Space Shuttle kaufen: Entweder die Raumfähre Atlantis oder doch besser  Endeavour? Die Dinger sind ein Schnäppchen, schließlich wollte die NASA ursprünglich 42 Millionen US-Dollar. Bis zum 19. Februar kann ich mich als Interessent bei der NASA melden. Kostenlos zu haben sind übrigens die Haupttriebwerke der Shuttles und anderes Zubehör. Allerdings muss ich den Transport selbst übernehmen, so die NASA-Pressemitteilung.