Posts Tagged ‘Rock’n’Roll’

Straßenkreuzer Fleetwood Cadillac – der Traum der 50er

6. August 2014

Nachdem der US amerikanische Regisseur Clint Eastwood mit Jersey Boys seinen neuen Film vorgelegt hat, erinnere ich mich auch wieder, was mich an dieser Zeit so fasziniert hat. Es war die Musik und es waren die Autos. Ich selbst wuchs mit Elvis Presley und Jonny Cash auf. Ein guter Sandkastenfreund von mir lebte den fifty-Traum mit Haargel, schmalen Krawatten und Sakkos. Und obwohl ich eigentlich die Musik der sechziger und siebziger Jahre mag, haben mich die Fünfzigerjahre musikalisch geprägt. Daher werde ich mir auch die Jersey Boys von Altmeister Clint Eastwood im Kino ansehen.

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Und wie ist der Zufall will, stand ein Fleetwood Cadillac aus dem Jahre 1959 vor meiner Tür. Mein Gott, was waren das für Formen, was waren das für Autos! Schaut euch alleine nur die Heckflossen an. Es war eine Zeit, in der Autofahren noch Spaß gemacht hat. Es war eine Zeit, ohne Staus auf der Autobahn und ohne dass man sich über den Benzinpreis Gedanken machen musste. Fahren ohne schlechtes Gewissen. Es war die goldene Zeit der Straßenkreuzer. Und vor mir stand eben dieser Cadillac aus dem Jahre 1959. Sage und schreibe hatte der Fleetwood Cadillac insgesamt 325 PS unter seiner Motorhaube.
Zur Feier des Tages werde ich heute die alten Heuler hören und heute Abend ist dann auch gut mit der Nostalgiewelle. Wir wissen ja alle, der Rock’n’Roll starb an dem Tag, als Buddy Holly starb.

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Großartig: Bill Monroe – Father of Blugrass bei der Bear Family

31. Januar 2010
Im Moment höre ich gerade Bill Monroe. „Bill wer?“ – dies werde ich von vielen Bekannten gefragt. „Ich kenn Marylin Monroe, aber wer ist Bill Monroe?“ So oder ähnlich lauten die Reaktionen.
Nun vom dem gesprochen wird, ist ein amerikanischer Conutrysänger. Er wird von seinen Fans auch „Father of Blugrass“ bezeichnet und hatte ein paar Hits und zahlreiche Ohrwürmer. Die bekanntesten seiner 60jährigen Karriere als Schlips- und Stetsonträger – hier vor allem Western Straw –  sind sicherlich „Blue Moon of Kentucky“ und „Kentucky Waltz“. Monroes Markenzeichen sind schnelles Mandolinenspiel und hoher Gesang. Bei der Beschäftigung mit Bill Monroe erfuhr ich auch, was Blugrass ursprünglich bedeutet. Es ist einfach der blaugrüne, fruchtbare Boden von Kentucky. Die Farbe kommt von den blaugrünen Blätter der Grasart Poa pratensis. Die Musik aus der Gegend bedeutet man als Blugrass. Blugrass-Musik ist entstanden in den dreißiger Jahren, liegen die Wurzeln in der traditionellen Musik aus Irland, Schottland und England. Die führenden Instrumente sind Banjo, Mandoline, Fiddle und Gitarre – und Bill Monroe war einer der Gründer dieser Musiktradition.
Es gibt von dem Musiker einige Compilations, doch bei ein wenig Recherche traf ich wieder auf eine meiner Lieblingsplattenfirmen: Die Bear Familiy. Die weltweit renommierteste Firma für Wiederveröffentlichungen – Country Music und Rock’n’Roll, Schlager der 50er und 60er Jahre, Beat, internationale Oldies, Chansons, Jazz, Kabarett & Kultur. Hier heben Experten und Fans wahre Schätze – einfach wunderbare Aufnahmen, abseits vom Mainstream.
Und so auch von Bill Monore. Die Bear Family hat eine Sammlung aller Studio-Aufnahmen von Monroe als CD-Schuber in LP-Größe herausgebracht. Wunderbar editiert und dazu ein feines Booklet mit seltenen Fotos über den Künstler. Es gibt fünf geniale Boxen: 1936-1949, Blue Grass 1950-1958 4-CD &, Blue Grass 1959-1969 4-CD &, Blue Grass 1970-1979 4-CD & und My Last Days on Earth 1981-94. Was mit 1980 passiert ist, weiß ich auch nicht. Interessant, die Preise im Online-Shop der Bear Family sind oftmals niedriger als bei Amazon. Hier zeigt sich, dass Spezialgeschäfte nicht unbedingt teuerer sein müssen, als Massenhandel. Die Alben liegen nur als CD vor und gibt es offiziell nicht zum Download.