Posts Tagged ‘Elvis Presley’

Meine Vinyl-Käufe im April

5. Mai 2026

Vinyl erlebt seit Jahren ein Comeback, weil Schallplatten für viele Menschen mehr sind als nur ein Tonträger. Wer Vinyl kauft, entscheidet sich bewusst für ein musikalisches Erlebnis: das große Cover, das Auflegen der Platte und das Hören eines Albums in Ruhe von Anfang bis Ende. Dazu kommt für viele der warme, direkte Klang, der als besonders authentisch empfunden wird. Schallplatten stehen deshalb nicht nur für Musik, sondern auch für Wertschätzung, Sammelleidenschaft und ein Stück entschleunigten Musikgenuss.

EPIC von Elvis Presley
EPIC“ ist weniger ein klassisches neues Elvis-Album als ein groß aufgezogener Sampler, der noch einmal zeigen soll, warum Presley bis heute so überlebensgroß wirkt. Die Stärke der Sammlung liegt in ihrer Wucht: Stimme, Präsenz und Spannbreite sind sofort da. Zwischen Rock’n’Roll, Ballade und Gospel wird hörbar, wie mühelos Elvis Stile wechseln konnte, ohne je beliebig zu klingen.


Gerade deshalb funktioniert „EPIC“ vor allem als Monument und weniger als Überraschung. Wer Elvis kennt, bekommt viele Gründe geliefert, ihn erneut zu bewundern; wer nach neuen Perspektiven sucht, findet eher Verdichtung als Entdeckung. Das Album lebt vom Mythos, aber es zeigt auch sehr konkret, warum es diesen Mythos gibt: wegen dieser markanten Stimme, der Mischung aus Lässigkeit und Pathos und einer Präsenz, die selbst Jahrzehnte später nicht verblasst.
Unterm Strich ist „EPIC“ eine wirkungsvolle, massentaugliche Elvis-Schau — nicht unbedingt für die feine Neubewertung, aber stark darin, Größe, Vielseitigkeit und zeitlose Wirkung des Künstlers noch einmal eindrucksvoll hörbar zu machen.

Echoes vom Søren Bebe Trio
Echoes von Søren Bebe ist ein Jazzalbum, das seine Wirkung nicht aus demonstrativer Virtuosität bezieht, sondern aus Ruhe, Klarheit und jener seltenen Kunst, Stille musikalisch fruchtbar zu machen. Das Album erschien 2019 als Werk des Søren Bebe Trio und umfasst zehn Stücke mit einer Laufzeit von ungefähr 45 Minuten. In Rezensionen und den offiziellen Albumangaben wird es als besonders fein austariertes, melodisches und bewegendes Trio-Album beschrieben.

Gerade darin liegt die große Stärke dieser Platte. Echoes drängt sich nie auf, sondern entfaltet sich langsam, fast beiläufig, und gewinnt genau dadurch Tiefe. Das Trio spielt mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit zusammen; All About Jazz hebt hervor, wie sehr die Musiker seit Jahren aufeinander eingespielt sind und sich in der melodischen Entwicklung beinahe vorausahnend begegnen. Diese Form des Zusammenspiels hört man dem Album an: Nichts wirkt forciert, nichts effekthascherisch, alles bleibt im Fluss.

Die Kompositionen von Søren Bebe sind dabei der eigentliche Kern des Albums. Stücke wie „Alba“, „Alone“ oder „New Beginning“ zeigen laut der All-About-Jazz-Besprechung sehr unterschiedliche Seiten des Albums: romantische Melodik, innere Wärme, aber auch Momente eines freieren, rhythmisch bewegteren Zugriffs. Genau diese Balance macht Echoes reizvoll. Das Album bleibt insgesamt lyrisch und introspektiv, kippt aber nie in Belanglosigkeit oder bloße Hintergrundmusik.

Als Kritik im eigentlichen Sinn lässt sich sagen: Wer von modernem Jazz scharfe Brüche, wilde Experimente oder demonstrative Dramatik erwartet, wird Echoes vielleicht als zu zurückhaltend empfinden. Das Album sucht nicht den Schock, sondern die Vertiefung. Seine Sprache ist leise, sein Ausdruck fein ziseliert. Doch gerade in dieser Beschränkung liegt seine Qualität. Echoes vertraut auf Melodie, Atmosphäre und Präzision, nicht auf äußeren Effekt. Dadurch besitzt es eine fast meditative Kraft, die weit über den Moment des Hörens hinaus nachwirkt. Diese Wirkung spiegelt sich auch in den positiven offiziellen Hörerstimmen wider, die das Album als bewegend, zart und ungewöhnlich zugänglich beschreiben.

Unterm Strich ist Echoes ein sehr elegantes, reifes und emotional klug gebautes Album. Es zeigt, wie überzeugend zeitgenössischer Klaviertrio-Jazz sein kann, wenn Technik nicht Selbstzweck bleibt, sondern ganz in den Dienst von Stimmung, Klang und innerer Bewegung gestellt wird. Søren Bebe gelingt hier kein lauter Wurf, sondern ein stiller, nachhaltiger. Gerade deshalb ist Echoes ein Album, das man nicht nur hört, sondern in das man sich allmählich hineinbegibt.

Live On Air 1988 von Bob Dylan und Neil Young
Als Kritik lässt sich sagen: „Live On Air 1988“ lebt weniger von perfektem Klang oder editorischer Sorgfalt als von seinem historischen Reiz. Das Material dokumentiert Dylan in einer Phase des Umbruchs und zeigt mit Neil Young einen prominenten Mitstreiter, der der Aufnahme zusätzliches Gewicht verleiht. Solche Veröffentlichungen sind in erster Linie keine ausgefeilten Live-Alben im klassischen Sinn, sondern Fundstücke für Hörer, die Atmosphäre, Zeitkolorit und den raueren Charakter eines Konzertmitschnitts schätzen. Discogs führt das Release ausdrücklich als inoffizielle Veröffentlichung bzw. Radio-Broadcast.

Gerade darin liegt zugleich Stärke und Schwäche der Platte. Der Reiz entsteht aus der Unmittelbarkeit: Man hört kein glatt poliertes Produkt, sondern ein Dokument eines bestimmten Moments. Die Tracklists der gelisteten Editionen zeigen ein stark Dylan-geprägtes Programm mit Stücken wie „Subterranean Homesick Blues“, „Absolutely Sweet Marie“, „Masters of War“, „Gates of Eden“ und „Maggie’s Farm“. Das macht die Aufnahme vor allem für Fans interessant, die Dylan nicht nur in seinen kanonischen Studiofassungen hören wollen, sondern in seiner lebendigen, wandelbaren Bühnenform.

Künstlerisch wirkt das Material vor allem dann überzeugend, wenn man es als Momentaufnahme und nicht als definitive Live-Aussage hört. Der Bootleg-Charakter bringt naturgemäß Einschränkungen mit sich: Klang, Zusammenstellung und dramaturgischer Fluss erreichen meist nicht das Niveau offiziell kuratierter Konzertalben. Dafür entsteht eine gewisse Rauheit, die bei Dylan durchaus ihren eigenen Wert hat. Seine Auftritte gewinnen oft gerade dann, wenn sie nicht geschniegelt, sondern kantig, wetterfest und ein wenig spröde wirken. Neil Young verstärkt diesen Eindruck noch, weil sein Name sofort eine Aura von Authentizität, Erdigkeit und Rock-Folk-Wucht mitbringt.

Unterm Strich ist „Live On Air 1988“ kein Meisterwerk im Sinne eines großen offiziellen Livealbums, wohl aber ein reizvolles Sammlerstück für Dylan- und Young-Hörer mit Sinn für historische Konzertdokumente. Wer exzellenten Sound und definitive Versionen sucht, wird hier eher Vorbehalte haben. Wer hingegen den Charme des Unfertigen, die Energie des Augenblicks und das Gefühl einer archivierten Rockgeschichte schätzt, kann an dieser Veröffentlichung durchaus Gefallen finden.

Wake of the Flood von Grateful Dead
Wake of the Flood von den Grateful Dead ist ein Album, das innerhalb der Bandgeschichte eine besondere Stellung einnimmt. Es erschien 1973 als sechstes Studioalbum der Gruppe und war zugleich das erste Album auf dem bandeigenen Label Grateful Dead Records. Damit markiert es einen Einschnitt: Die Band trat künstlerisch und organisatorisch selbstbewusster auf und löste sich ein Stück weit aus den üblichen Strukturen des Musikgeschäfts. Offizielle Band- und Labelquellen beschreiben das Album deshalb ausdrücklich als Werk einer Übergangsphase, geprägt von Neuaufbruch, Wachstum und Selbstständigkeit.


Musikalisch zeigt Wake of the Flood die Grateful Dead in einer reiferen, offeneren und klanglich beweglicheren Form. Nach den stark amerikanisch geprägten Vorgängern wie Workingman’s Dead und American Beauty wirkt dieses Album freier, fließender und stellenweise deutlich jazziger. Gerade diese Mischung aus Folk, Rock, Country, Improvisationsgeist und eleganterem Songwriting macht den besonderen Reiz aus. Die Band selbst beschreibt diese Phase rückblickend als ein Abbiegen weg von der reinen Americana-Richtung hin zu einem breiteren, progressiveren Klangbild.

Zugleich steht das Album für eine personelle und emotionale Übergangszeit. Es war das erste Studioalbum nach dem Tod des Gründungsmitglieds Ron “Pigpen” McKernan und entstand in einer Besetzung, in der Keith und Donna Godchaux das Klangbild entscheidend mitprägten. Dadurch bekam die Musik mehr Wärme, mehr melodische Offenheit und eine neue Leichtigkeit, ohne den typischen Charakter der Band zu verlieren. Rhino nennt das Album deshalb ein Dokument von Wandel, Ausdauer und Optimismus.

Besonders wichtig sind auch die einzelnen Stücke. Zu den bekanntesten Songs des Albums zählen „Eyes of the World“, „Mississippi Half-Step Uptown Toodeloo“ und „Stella Blue“. Diese Titel wurden nicht nur zu festen Größen im Kosmos der Grateful Dead, sondern zeigen auch exemplarisch, wie stark die Band auf Wake of the Flood Melodie, Rhythmus und offene Strukturen miteinander verbindet. Offizielle Veröffentlichungen zum Album heben genau diese Stücke immer wieder hervor.
Rückblickend gilt Wake of the Flood vielen als eines der feinsten und stimmungsvollsten Studioalben der Grateful Dead. Es ist vielleicht kein lautes oder spektakuläres Album, aber gerade in seiner Gelassenheit, seiner klanglichen Eleganz und seiner inneren Beweglichkeit liegt seine Größe. Es zeigt eine Band, die nach Verlusten und Umbrüchen nicht stehenbleibt, sondern neue Formen findet. Dadurch wirkt das Album bis heute wie ein stiller, aber sehr bedeutender Aufbruch in eine neue Phase der Grateful-Dead-Geschichte.

Murderock von Keith Emerson
„Murderock“ ist kein Emerson-Album, das man nach den Maßstäben von ELPs symphonischem Prog bewerten sollte. Gerade darin liegt aber seine interessante Spannung: Emerson schreibt hier keine monumentale Keyboard-Architektur, sondern eine funktionale, filmische Musik, die sich stark an den urbanen Dance-, Synth- und Thriller-Sound der frühen 1980er anlehnt. Das Ergebnis ist ein Werk, das weniger durch kompositorische Größe als durch Atmosphäre, Rhythmus und stilistische Anpassungsfähigkeit überzeugt.

Die Stärke des Albums liegt vor allem in seiner Zeitgebundenheit. Stücke wie „Tonight Is Your Night“ oder der Titelsong sind durch und durch 80er-Jahre-Musik: synthetisch, kühl, pulsierend, teilweise fast geschniegelt. Genau das verleiht dem Soundtrack heute einen eigentümlichen Reiz. Emerson verbindet Club-Ästhetik, Suspense und melodische Eingängigkeit zu einem Sound, der das Milieu des Films — Tanzschule, Großstadt, Körper, Bedrohung — sehr direkt abbildet. Als atmosphärisches Produkt seiner Epoche funktioniert das Album daher erstaunlich gut.
Zugleich ist das seine größte Schwäche. Wer von Emerson die eruptive Kühnheit von „Tarkus“, die harmonische Opulenz von „Brain Salad Surgery“ oder auch die infernalische Wucht seines „Inferno“-Scores erwartet, wird hier eher Ernüchterung erleben. „Murderock“ wirkt streckenweise wie ein Auftragswerk, das bewusst an Trends andockt, statt sie zu übersteigen. Manche Motive bleiben eher Skizzen als voll ausgearbeitete Kompositionen; einige Passagen funktionieren im Filmkontext besser als isoliert auf Albumlänge. Als eigenständiges Hörerlebnis hat die Platte deshalb Längen.

Gerade diese funktionale Zersplitterung ist typisch für Soundtracks, aber bei Emerson fällt sie besonders auf, weil seine stärksten Arbeiten meist von struktureller Dramatik und virtuoser Stringenz leben. Auf „Murderock“ dominiert dagegen oft das Pattern, der Groove, die klangliche Oberfläche. Das ist handwerklich sauber und stellenweise ausgesprochen charmant, aber eben selten überwältigend. Man hört einen großen Musiker, der sich diszipliniert in den Dienst eines Genres stellt — nicht unbedingt einen, der seine schöpferischen Grenzen austestet.

Trotzdem sollte man das Album nicht vorschnell als Nebensache abtun. In seiner Mischung aus Italo-Thriller, New-Wave-Kälte und tanzbarer Nervosität besitzt „Murderock“ einen eigenen Kultwert. Es ist eines jener Emerson-Werke, die weniger von Größe als von Kuriosität und Stilgefühl leben. Wer die Schnittstelle zwischen Prog-Musiker, Genrekino und 80er-Sounddesign spannend findet, entdeckt hier ein faszinierendes Seitenstück seiner Karriere.

„Murderock“ ist kein zentrales Meisterwerk Keith Emersons, aber ein hörenswerter, eigentümlich reizvoller Soundtrack. Seine Qualitäten liegen in Atmosphäre, Zeitkolorit und kultiger Eigenart; seine Schwächen in der kompositorischen Uneinheitlichkeit und der Nähe zum modischen 80er-Produktionsstil. Kritisch gewürdigt ist es also eher ein interessantes Randwerk als ein großer Wurf — aber gerade als Randwerk ein sehr aufschlussreiches.

Wagner: Tannhäuser (1961) unter Franz Konwitschny
Die 1961 erschienene „Tannhäuser“-Aufnahme unter Franz Konwitschny ist eine der markanten deutschsprachigen Wagner-Einspielungen ihrer Zeit. Sie entstand im Oktober 1960 in Berlin mit dem Orchester der Staatsoper Berlin; zu den zentralen Solisten gehören Hans Hopf als Tannhäuser, Elisabeth Grümmer als Elisabeth, Dietrich Fischer-Dieskau als Wolfram und Gottlob Frick als Landgraf. Es handelt sich um die Dresdner Fassung.

Künstlerisch liegt die große Stärke dieser Einspielung in Konwitschnys dramatischem Zugriff. Er macht aus „Tannhäuser“ kein bloß feierliches Monument, sondern ein Musikdrama mit Zug, Spannung und innerer Glut. Die Tempi wirken häufig straff, aber nie gehetzt; vielmehr entsteht der Eindruck eines Dirigenten, der die Konflikte der Oper – Sinnlichkeit, Reue, Erlösungssehnsucht – in klaren musikalischen Linien formt. Gerade darin liegt die bleibende Bedeutung dieser Aufnahme: Sie verbindet theatralische Energie mit einem sehr deutschen, kernigen Wagner-Ton. Ein zeitgenössischer Kritikeindruck beschreibt Konwitschnys Deutung als „weicher und delikater“ in manchen Passagen, zugleich aber im Venusberg auch deutlich bewegt und vorwärtsdrängend.

Die Besetzung ist insgesamt hochkarätig. Hans Hopf bringt für die Titelpartie das nötige heldische Format mit: kein eleganter Schönsänger, sondern ein Tannhäuser mit Metall, Attacke und dramatischer Entschlossenheit. Das passt sehr gut zu Konwitschnys eher geradliniger, zupackender Lesart. Elisabeth Grümmer ist dagegen eine Idealbesetzung für Elisabeth: leuchtend, nobel, innig und von einer fast schwerelosen Reinheit des Tons. Dass gerade Szenen aus dieser Aufnahme später in Sänger-Editionen besonders hervorgehoben wurden, spricht für die Qualität ihres Beitrags. Dietrich Fischer-Dieskau als Wolfram bringt Wortdeutlichkeit, Formbewusstsein und kultivierte Linienführung ein; sein Wolfram ist vielleicht weniger warmherzig als bei manch anderem, dafür psychologisch scharf konturiert. Gottlob Frick sorgt mit seinem schwarzen, autoritativen Bass für Gravität.

Gerade diese Mischung macht die Aufnahme reizvoll: Sie ist nicht luxuriös im modernen Sinn, aber musikalisch außerordentlich konzentriert. Sie hat Profil, Charakter und stilistische Geschlossenheit. Wo spätere Aufnahmen oft auf orchestralen Glanz oder klangliche Opulenz setzen, überzeugt Konwitschny eher durch dramatische Logik und Ensemblekultur. Man hört eine Wagner-Tradition, die aus dem Theater kommt und weniger aus dem Tonstudio.

Natürlich hat die Aufnahme auch Grenzen. Die Klangtechnik stammt aus einer anderen Epoche; gegenüber späteren Referenzen wirkt der Klang heute nicht immer voll ausgeleuchtet oder räumlich großzügig. Wer eine audiophile, farbensatte Wagner-Aufnahme sucht, wird eher zu späteren Produktionen greifen. Auch vokal ist nicht alles makellos im rein schönen Sinn: Hopfs Stimme etwa beeindruckt mehr durch Kraft und Wahrhaftigkeit als durch mühelose Eleganz. Aber genau das gehört hier fast schon zum ästhetischen Mehrwert. Diese „Tannhäuser“-Einspielung will nicht geschniegelt erscheinen, sondern wahr, direkt und dramatisch zwingend.

Konwitschnys „Tannhäuser“ von 1961 ist keine bequeme Luxusaufnahme, sondern eine große Charakteraufnahme. Ihre Vorzüge liegen in der packenden Leitung, der starken Ensembleleistung und einer unverwechselbaren Wagner-Tradition zwischen Theaterwucht und musikalischer Disziplin. Wer Wagner vor allem als lebendiges Drama hören will, findet hier eine hochrangige, bis heute eindrucksvolle Deutung. Wer dagegen primär perfekten Klang und vokale Makellosigkeit sucht, wird sie eher als historisch bedeutend denn als letzte Referenz empfinden.

Wagner: Der fliegende Holländer von Karl Böhm
Die Aufnahme von „Der fliegende Holländer“ aus Bayreuth 1971 unter Karl Böhm gehört zu den markanten Wagner-Mitschnitten dieser Zeit. Es handelt sich um einen Live-Mitschnitt der Bayreuther Festspiele 1971 mit Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele; in den Hauptrollen singen Thomas Stewart als Holländer, Gwyneth Jones als Senta, Karl Ridderbusch als Daland, Hermin Esser als Erik, Sieglinde Wagner als Mary und Harald Ek als Steuermann. Veröffentlicht wurde die Aufnahme zunächst als 3-LP-Box, später auch auf CD bei Deutsche Grammophon.

Musikalisch ist diese Einspielung vor allem wegen Böhms Zugriff interessant. Sein Wagner ist hier nicht schwerfällig oder mystisch aufgeladen, sondern eher direkt, straff und dramatisch zugespitzt. Gerade beim „Holländer“ passt das sehr gut, weil die Oper von innerer Unruhe, Sturm, Vorwärtsdrang und plötzlichen Spannungsentladungen lebt. Mehrere Besprechungen heben genau diese Energie hervor: Böhm treibe die Musik mit Nachdruck voran, setze auf klare Linien und kräftige dramatische Höhepunkte.

Besonders geschätzt wird häufig Thomas Stewart in der Titelrolle. Sein Holländer wirkt stimmlich markant, ausdrucksstark und textdeutlich, also weniger als bloß finstere Sagenfigur, sondern als sehr präsente, dramatisch aufgeladene Gestalt. Auch Karl Ridderbusch bringt als Daland viel Profil mit. Bei Gwyneth Jones als Senta gehen die Urteile etwas stärker auseinander: Sie wird als intensive, engagierte Sängerin wahrgenommen, zugleich gibt es Stimmen, die in dieser Aufnahme nicht alles ideal finden. Gerade das macht den Mitschnitt aber interessant, weil er nicht geschniegelt wirkt, sondern die Live-Spannung Bayreuths hörbar macht.

Für Wagner-Freunde ist dieses Album deshalb vor allem ein Dokument einer bestimmten Bayreuth-Ästhetik der frühen 1970er Jahre: großes Theater, starke Stimmen, ein berühmter Dirigent und ein Zugriff, der eher auf dramatische Wirkung als auf klangliche Schönfärberei setzt. Wer den „Fliegenden Holländer“ in einer packenden, zügigen und sehr theaternahen Lesart hören möchte, findet hier eine wichtige Aufnahme

Wagner: Tannhäuser von Karl Elmendorff
Das Album „Tannhäuser“ von den Bayreuther Festspielen 1930 unter Karl Elmendorff ist vor allem ein bedeutendes historisches Dokument der frühen Wagner-Aufnahmekultur. Es handelt sich um Wagners Oper in der Pariser Version von 1861, eingespielt mit dem Bayreuther Festspielchor und dem Bayreuther Festspielorchester; aufgenommen wurde das Ganze im August 1930 im Bayreuther Festspielhaus. In den Hauptpartien sind Sigismund Pilinszky als Tannhäuser, Maria Müller als Elisabeth, Ruth Jost-Arden als Venus, Herbert Janssen als Wolfram und Ivar Andrésen als Landgraf Hermann zu hören.

Interessant ist diese Einspielung vor allem, weil sie einen sehr direkten Eindruck von der Bayreuth-Tradition der Zwischenkriegszeit vermittelt. Karl Elmendorff steht hier für einen zupackenden, klar strukturierten Wagner-Stil, der weniger auf klangliche Üppigkeit als auf dramatischen Zug und theatralische Zuspitzung setzt. Gerade bei „Tannhäuser“ funktioniert das gut, weil die Oper ständig zwischen sinnlicher Verführung, religiöser Innigkeit und großer öffentlicher Szene wechselt. Man hört also keine glatte Studioperfektion im modernen Sinn, sondern eher ein spannungsreiches, historisch geprägtes Musiktheaterdokument.
Auch die Besetzung macht die Aufnahme bemerkenswert. Maria Müller war eine der wichtigen Wagner-Sopranistinnen ihrer Zeit, und Herbert Janssen bringt als Wolfram große Noblesse und stilistische Geschlossenheit mit. Sigismund Pilinszky in der Titelrolle wirkt aus heutiger Sicht vielleicht nicht immer makellos, aber gerade das gehört zum Reiz solcher historischen Aufnahmen: Sie zeigen starke Sängerpersönlichkeiten, nicht bloß schönpolierte Stimmen. Dazu kommt mit Erna Berger als junger Hirt noch ein klanglich besonders interessanter Name.

Natürlich muss man das Album mit dem Ohr für historische Aufnahmen hören. Der Klang ist technisch durch die Zeit begrenzt und weit entfernt von späteren Bayreuth-Mitschnitten. Aber genau darin liegt auch sein Wert: Diese 1930er Aufnahme gehört zu den frühen erhaltenen Bayreuth-Dokumenten aus einer Zeit, aus der insgesamt nur wenige vollständige Tondokumente überliefert sind. Für Wagner-Freunde und Sammler ist dieser „Tannhäuser“ deshalb weniger eine luxuriöse Klangaufnahme als vielmehr ein faszinierendes Zeugnis der Aufführungsgeschichte auf dem Grünen Hügel.

Filmkritik: EPiC: Elvis Presley in Concert

6. März 2026

Es gibt Momente im Kino, in denen die Zeit stillzustehen scheint – und „EPiC: Elvis Presley in Concert“ ist genau so ein Moment. Wer den Kinosaal betritt, verlässt ihn als ein anderer Mensch, tief berührt von einer Kraft, die man längst vergessen glaubte, weil man sie schlicht nie so erlebt hatte: Elvis Presley, der King of Rock’n’Roll, lebendig, atemberaubend, unendlich nah. Ich habe mir den Film im Scala Fürstenfeldbruck mit meiner Frau angesehen und wir waren absolut geflasht.


Regisseur Baz Luhrmann, der mit seinem oscarnominierten Biopic „Elvis“ von 2022 bereits bewies, wie tief er in die Seele dieses einzigartigen Künstlers vorzudringen vermag, hat diesmal etwas noch Kühneres gewagt – und ist dabei auf etwas gestoßen, das man fast als kinematografisches Wunder bezeichnen kann.

Während der Dreharbeiten zu seinem Biopic entdeckte Luhrmann in den Warner-Bros.-Archiven über 59 Stunden lang verschollen geglaubtes Filmmaterial aus Elvis‘ legendärer Las-Vegas-Residenz im Jahr 1970 sowie seltene 16-mm-Aufnahmen aus dem damaligen Konzertfilm „Elvis on Tour“ und kostbare Super-8-Schätze aus dem Graceland-Privatarchiv. Das Material war ohne Ton – ein Hindernis. Doch Luhrmann ließ sich nicht aufhalten. Gemeinsam mit seinem langjährigen Cutter Jonathan Redmond und dem technischen Wizardkollegen Peter Jackson, der bereits die Beatles mit „Get Back“ aus dem Archivstaub auferstehen ließ, arbeitete das Team mehr als zwei Jahre daran, Bild und Ton mit modernster Technik zu restaurieren, zu synchronisieren und aufzubereiten. „There’s not a frame of AI in this film“, betonte Luhrmann ausdrücklich – und genau das macht diesen Film so unglaublich aufrichtig und so ehrfurchtgebietend.

Das Ergebnis ist ein 90-minütiges Kinoerlebnis, das sich keinem klassischen Genre zuordnen lässt. Es ist kein Konzertfilm. Es ist keine Dokumentation. Es ist – wie Luhrmann selbst sagt – „etwas völlig Neues im Elvis-Kanon“, das weder Grenzen noch Schubladen kennt, sondern beides miteinander verwirkt zu einem facettenreichen, zutiefst menschlichen Porträt. Dazu trägt eine wiederentdeckte 45-minütige Audioaufnahme ganz wesentlich bei: Elvis selbst erzählt darin seine Geschichte – in seinen eigenen Worten, mit seiner eigenen Stimme, intim und ungefiltert. Man hört ihn sprechen, lachen, nachdenken – und man spürt: Dieser Mensch war weit mehr als das Klischee, zu dem ihn die Popgeschichte oft gemacht hat.

Was „EPiC“ so erschütternd schön macht, ist die Unmittelbarkeit. Kein sprechendes Archivkopf, kein erklärender Off-Kommentar stört den Fluss des Films, wie Kritiker zu Recht bewundernd anmerkten. Nach rund 20 Minuten hebt der Film ab – und dann fliegt er einfach, getragen von Elvis‘ Stimme, die in nie zuvor gehörter Tonqualität durch den Kinosaal strömt wie ein physisches Erlebnis. Man sieht ihn in Proben mit seiner Kernband, entspannt und albern und voller Lebensfreude, und dann auf der Bühne des International Hotel in Las Vegas, wo er mit jeder Geste die Welt in Besitz nimmt. Hinzu kommen Performances aus dem Jahr 1972 auf Tour und die legendären Aufnahmen im goldenen Jackett aus Hawaii von 1957 – ein überwältigendes Zeitpanorama eines Künstlers, der in jeder Sekunde brennt.

Das Publikum weltweit hat reagiert. Beim Toronto International Film Festival feierte „EPiC“ im September 2025 seine Weltpremiere, und Anfang Januar 2026, zum 91. Geburtstag von Elvis Presley, rückte der Film ins weltweite Scheinwerferlicht. Am 20. Februar 2026 startete er zunächst für eine Woche exklusiv im IMAX, bevor er am 27. Februar in alle Kinos weltweit kam. Und wer die Chance hat, ihn auf einer großen Leinwand zu sehen – am besten im IMAX, wie Luhrmann es ausdrücklich empfiehlt –, der sollte diese nicht versäumen. Denn „EPiC“ ist mehr als ein Film. Es ist eine Begegnung. Eine, nach der man mit einem leisen, unerklärbaren Vermissen aus dem Kino geht – als hätte man gerade jemanden verloren, den man eigentlich nie kennen durfte, aber durch diese 90 Minuten auf einmal doch gekannt hat.

Persönlicher Nachruf auf Rainer Brandt

8. August 2024

Mit tiefem Bedauern nehmen wir Abschied von Rainer Brandt, einem der herausragendsten Synchronsprecher und Drehbuchautoren Deutschlands, der im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Matthias J. Lange von redaktion42 und Markus Elfert von Filmreport sprechen im ICE über den Meister des Wortwitzes.

Rainer Brandt hinterlässt eine Lücke in der Welt der Synchronisation, die schwer zu füllen sein wird. Er war mehr als nur eine Stimme – er war ein kreatives Genie, das Filme und Serien mit seinem einzigartigen Humor und Charme bereicherte. Besonders bekannt wurde er durch seine Arbeit an der Serie „Die Zwei“, in der er den Charakteren von Roger Moore und Tony Curtis einen unverwechselbaren, deutschen Witz verlieh. Seine Adaptionen waren nicht nur Übersetzungen, sondern kulturelle Werke, die das Original in ein neues, humorvolles Licht tauchten.

Geboren am 19. Januar 1936 in Berlin, begann Rainer Brandt seine Karriere als Schauspieler, bevor er die Welt der Synchronisation für sich entdeckte. Mit einem untrüglichen Gespür für Timing und Wortwitz schuf er Dialoge, die im deutschen Sprachraum Kultstatus erlangten. Seine Fähigkeit, den Geist eines Films oder einer Serie einzufangen und dabei dennoch eigene, kreative Akzente zu setzen, machte ihn zu einem Pionier und Vorbild in der Branche.

Sein Stil, der sogenannte „Klamauk-Synchronisation“ oder „Schnodderdeutsch“, war revolutionär. Mit Wortspielen, Humor und einer einzigartigen Art, Dialoge anzupassen, schuf er eine ganz neue Art der Synchronisation, die sowohl den Geist des Originals einfing als auch eine neue, oft komödiantische Dimension hinzufügte. Diese Technik machte ihn zu einem der gefragtesten und respektiertesten Synchronsprecher und Dialogautoren seiner Zeit.

Rainer Brandt war eine Legende im Synchronbereich. Seine Stimme war die deutsche Stimme zahlreicher Hollywood-Ikonen, darunter Tony Curtis, Elvis Presley und Jean-Paul Belmondo. Doch es war nicht nur seine Fähigkeit, Charaktere lebendig und authentisch zu verkörpern, die ihn so besonders machte, sondern auch seine kreative und innovative Herangehensweise an die Synchronisation selbst. Durch seine originellen und humorvollen Dialoge verlieh er diesen Filmen eine ganz eigene Note, die sie zu Kultklassikern machten.

Sehr beeindruckt hatte mich Kommentar auf der Facebook-Seite von Filmreport von Synchronsprecher und Schauspieler Charles Rettinghaus: „Lieber Rainer, Du hast in den siebzigern eine eigene Sprache im Synchron erfunden,das sogenannte Schnodderdeutsch. Wurdest dafür mit zahlreichen Preisen wie z.b dem Bambi ausgezeichnet. Das hat nach dir und vor dir in unserem Gewerbe niemand geschafft.
Ich hatte das Glück dich erleben zu dürfen, und unter deiner Regie lernen zu dürfen Ein besonderer Abend war für mich, als du mit mir vor ein paar Jahren zu der Premiere eines Terence Hill Films gegangen bist, und dann auf Terence zugegangen bist und ihm mit deiner unvergleichlichen Sonoren und Markanten Stimme gesagt hast, Terence darf ich dir meinen Freund Charles vorstellen. Dieser Moment hat mich kurz in meine Jugend zurückgebeamt und strahlen lassen. Wir werden Dich und Deinen unvergleichlichen Humor nie vergessen. Danke dass du uns mit deinem einzigartigen Humor, das Fernsehen und das Kino zu einem Feuerwerk der Lachmuskeln gemacht hast. Mach’s gut Rainer , und um es mit deinen Worten zu sagen
“Sleep well in your Bettgestell““

Musiktipp zu Weihnachten: A Charlie Brown Christmas von Vince Guaraldi

24. Dezember 2023

Weihnachtsalbum gibt es gar viele. Meine Helden der Musik haben Weihnachtsplatten abgeliefert: Frank Sinatra, Elvis Presley, Bob Dylan, Johnny Cash, Phil Spector und viele mehr. Ich mag sie alle. Aber eine mag ich besonders gerne, nämlich A Charlie Brown Christmas von Vince Guaraldi.

Vince Guaraldi war ein US-amerikanischer Jazzpianist und Komponist, der am 17. Juli 1928 geboren wurde und am 6. Februar 1976 verstarb. Guaraldi ist am besten bekannt für seine Arbeit als Komponist des Soundtracks für die beliebten „Peanuts“-Fernseh- und Filmproduktionen des Cartoonisten Charles M. Schulz. Seine bekannteste Arbeit ist der Soundtrack für das „A Charlie Brown Christmas“-Spezial von 1965, das den Klassiker „Linus and Lucy“ enthält. Dieser Song wurde zu einem Markenzeichen der „Peanuts“-Cartoons. Guaraldi komponierte auch die Musik für viele andere „Peanuts“-Produktionen, darunter „A Boy Named Charlie Brown“ und „It’s the Great Pumpkin, Charlie Brown“. Über letzteren habe ich auch zu Halloween gebloggt.

Guaraldi begann seine musikalische Karriere in den 1950er Jahren und entwickelte sich zu einem renommierten Jazzpianisten. Neben seiner Arbeit für die „Peanuts“-Cartoons veröffentlichte er auch eine Reihe von eigenen Alben, darunter „Cast Your Fate to the Wind“, für das er 1963 einen Grammy Award erhielt.

Mein Lieblingsweihnachtsalbum ist also „A Charlie Brown Christmas“. Es ist zweifellos ein zeitloser Klassiker, der die Herzen vieler Menschen seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1965 erobert hat. Das Album, das von Vince Guaraldi Trio komponiert wurde, ist der Soundtrack zu dem gleichnamigen animierten Weihnachtsspecial, das von Charles M. Schulz erstellt wurde.

Die Musik von Vince Guaraldi ist charmant, einfühlsam und schafft eine warme, gemütliche Atmosphäre. Das Album enthält ikonische Stücke wie „Linus and Lucy“, das oft mit den „Peanuts“-Cartoons assoziiert wird, sowie zeitlose Weihnachtsklassiker wie „Christmas Time Is Here“ und „Hark, the Herald Angels Sing“. Guaraldis Jazz-Einflüsse verleihen der Musik eine einzigartige Note und machen sie sowohl für Erwachsene als auch für Kinder ansprechend. Ich nerve meine Familie mit dem Album zu Weihnachten, weil es sich sehr oft am Plattenteller dreht.

Die sanften Klänge des Pianos, begleitet von Bass und Schlagzeug, erzeugen eine behagliche Stimmung, die perfekt zur festlichen Jahreszeit passt. Die Auswahl der Stücke spiegelt die Melancholie und gleichzeitig die Freude wider, die oft mit der Weihnachtszeit verbunden ist bzw sein sollte. „A Charlie Brown Christmas“ hat für mich die Fähigkeit, Emotionen zu wecken und eine nostalgische Wirkung zu entfalten, die es zu einem festen Bestandteil vieler Weihnachtsfeierlichkeiten macht.

Die Tatsache, dass dieses Album über die Jahre hinweg so beliebt geblieben ist, zeigt die zeitlose Qualität der Musik von Vince Guaraldi. Es hat nicht nur die Fähigkeit, Menschen in die festliche Stimmung zu versetzen, sondern es trägt auch dazu bei, den Geist von „A Charlie Brown Christmas“ zu bewahren, einem zeitlosen Stück Popkultur, das Generationen von Zuhörern Freude bereitet hat. Und was ist euer Lieblingsweihnachtsalbum?

Der Killer ist tot – Jerry Lee Lewis bestes Album

29. Oktober 2022

Der Killer ist nicht mehr. Mit 87 Jahren verstarb Jerry Lee Lewis. Der Rebell ist tot und das letzte Mitglied des Million Dollar Quartet ist nach Elvis Presley, Carl Perkins und Johnny Cash von uns gegangen.

Die alte Star Club Aufnahme.

Ich habe den umstrittenen Musiker nie live gesehen, aber ich mochte seine Musik, sei es Rock’n Roll oder Country. Ich wurde gestern als die Todesnachricht gefragt, was ich für des Killers bestes Album hielt. Nun es gibt viele einzelne Kracher wie Great Balls of Fire oder Whole Lotta Shakin‘ Goin, die ich mag, aber das beste Album für mich ist Live at The Star Club, Hamburg. Es war eine Sternstunde des Rock’n Roll, der eigentlich schon abgeschrieben war. Aber der Killer zündete an diesem Abend des 5. April 1964 eine musikalische Bombe. Ich empfehle ausdrücklich die restaurierte Aufnahme von Bears.

Er rockte wie der Teufel, er zeigte was aus den Tasten herauszuholen ist: Er spielte, er hämmerte, er beschwor die glorreichen Zeiten der musikalischen Revolution. Die britische Begleitband Nashville Teens, die noch nie mit ihm gespielt hatte, unterstützte dem wilden Mann am Klavier. Wer die Aufnahme von Bear Records hört und die Power des Rock’n Roll nicht spürt, er muss tot sein. Ich kenne kaum ein Album, was so ein musikalisches Erdbeben auslöst, wenn man es hört, genießt, in der energiegeladenen Musik aufgeht. Lee sagte immer: „Elvis ist der Größte, aber ich bin der Beste!“ Wenn das kein gesundes Selbstbewusstsein ist. Danke Jerry Lee Lewis für deine Musik.

Filmkritik: Blade Runner 2049

17. Oktober 2017

Blade Runner zählt für mich zu den wichtigsten Filmen der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Und ich hatte Angst, nach 35 Jahren mir jetzt die Fortsetzung Blade Runner 2049 anzusehen. Freunde, ich kann euch sagen: Meine Angst war vollkommen unbegründet.

Blade Runner 2049 im Berliner Zoo Palast.

Blade Runner 2049 im Berliner Zoo Palast.

Blade Runner 2049 ist ein hervorragender Film geworden. Und es ist mehr als nur ein Unterhaltungsfilm, denn die religiösen und philosophischen Aspekte des Films von 1982 wurden aufgenommen und fortgesetzt. Damit werden einige Kinozuschauer überfordert sein, so bescheinige ich dem Film keinen übermäßigen finanziellen Erfolg. Der Film hat es verdient angeschaut zu werden und genießen Sie die über zwei Stunden an visuellen, musikalischen und gedanklichen Eindrücken. Dank an die wahnsinnig intensive Kameraarbeit von Roger Deakins. Ich werde den Film mir noch zwei-, dreimal ansehen, um das gesamte Spektrum an Gedanken zu erfassen, so wie ich es mit Blade Runner 1982 auch gemacht habe.
Der Film wagt sich an ganz große Themen: Was ist Menschlichkeit? Wann sind wir Menschen? Was definiert uns als Mensch? Entsteht durch unsere Geburt, unsere Erinnerungen der wahre Mensch? Was passiert, wenn Replikanten Kinder bekommen können? Wo beginnt und wo endet die Menschlichkeit? Solche philosophischen Fragen werden in einen Hollywood-Film gepackt. Der Kinozuschauer wird mit dieser Zukunftsvision konfrontiert, unterhalten und in meinem Falle zum Nachdenken gebracht. Immer wieder tauchen Details auf, wie DNA mit vier Sequenzen und Binärcode mit Null und Eins, um dann zu diskutieren, was ist Leben. Nicht ohne Humor ist die Diskussion mit dem Hologramm als Begleiter – einfach gesagt: Kann ich mit Alexa eine Beziehung eingehen? Damit wird ganz elegant das Thema Künstliche Intelligenz eingeführt und das Anwachsen der Daten. Joi, dargestellt von einer wunderbaren Ana de Armas, lernt und sammelt. Beeindruckend, wie Joi eine Nutte benutzt, um Bewegungen zu sammeln. Und dann sagt das Hologramm ganz selbstverständlich: „Ich liebe dich.“
Und da ist im letzten Drittel des Films ein absolut göttlicher Harrison Ford als Rick Deckard. Die Frage, ob Deckard ein Replikant ist, wird wieder offen gelassen. Für mich ist die Antwort nein, denn Deckard altert und Replikanten altern nicht, basta. Ryan Gosling als Officer K ist eindeutig ein Replikant mit überraschender Geschichte.
Nach dem Film bin ich nicht aus meinen Kinosessel aufgesprungen und hab mir überlegt, was ich als nächstes mache. Ich blieb im Sessel sitzen, streifte die schreckliche 3D-Brille ab und war sprachlos. Ich musste die Eindrücke der gesehenen Bilder und der gesprochenen Worte verarbeiten, die in meinem Kopf herumschwirrten. Regisseur Denis Villeneuve gehört für mich ab jetzt zu den ganz großen Künstlern auf dem Regiestuhl und hat mit seinen 164minütigen Film die Ideen von Ridley Scott von 1982 aufgenommen und weitergeführt.

Ich liebe Atari.

Ich liebe Atari.

Und ich liebe die Details: Zuerst natürlich die Werbung: Ich habe 1982 bei Atari gelacht und 2017 wieder. Als Retrogamer liebe ich Atari. Coca Cola war wieder in beiden Filmen dabei – und Sony auch. Absolut daneben fand ich dagegen die Werbung von Johnny Walker Black Label. Deckard meinte großspurig, dass er in Las Vegas Tausende Flaschen von Whisky habe und er greift dann zu Johnny Walker. Ich würde zu vielen Whiskys greifen, aber sicherlich nicht zu Johnny Walker – oder der Gag war einfach gut.
Meine Helden Frank Sinatra und Elvis Presley haben ihre Auftritte und ich meine sogar bei der Galerie der Replikanten rechts vorne die Figur aus Prometheus gesehen zu haben. Vielleicht eine kleine Verbeugung vor dem ausführenden Produzenten Ridley Scott.

Sehe ich da rechts vorne Prometheus?

Sehe ich da rechts vorne Prometheus?

Ich sag es ungern: Die Filmmusik von Benjamin Wallfisch und Hans Zimmer ist gut, sehr gut. Ich mag Zimmer nicht, aber hier hat er eine wunderbare Arbeit abgeliefert. Leider ist der Score nur als Download bisher erschienen und nicht als Datenträger – mir völlig unverständlich. Aber natürlich ist Zimmer nicht Vangelis und reicht auch an dessen Klasse nicht heran – (diese Bemerkung musste als Zimmer-Hasser und Vangelis-Fan sein). Hat Denis Villeneuve eigentlich Vangelis gefragt, ob er den Soundtrack beisteuern will?

 

 

Die Bravo wurde 60 Jahre alt – alles Gute zum Geburtstag

16. September 2016

Die Erstausgabe der Bravo aus dem Jahre 1956

Die Erstausgabe der Bravo aus dem Jahre 1956

Das ehemalige Zentralorgan der deutschen Jugendlichen feierte im August 2016 seinen 60. Geburtstag. Die Bravo. Einstmals Europas größte Jugendzeitschrift versorgte sie Woche für Woche die Teenager mit neuestem Klatsch und Tratsch und klärte sie auf.
Ich war nie ein großer Bravo-Leser und dennoch war sie allgegenwärtig. Natürlich hatte ich ein paar Poster an der Wand, natürlich kannte ich Dr. Sommer und noch heute propagiere ich in meinen Schülerzeitungsseminaren den Bravo-Fotoroman als Mittel des Story-Telling. Aber am Eindrucksvollsten war für mich immer der Starschnitt.


Das erste Mal, dass ich einen kompletten Starschnitt gesehen habe, war bei meinem Onkel. Er war und ist der absolute Elvis-Fan. Und in seiner Junggesellenbude hatte er im Eingangsbereich einen lebensgroßen Starschnitt von Elvis Presley stehen. Ich glaube, es war ein Bild aus der Aloha from Hawaii-Phase. Akribisch hatte mein Onkel Woche für Woche die Bravo gekauft und die Einzelteile des Starschnitts aus dem Heft herausgelöst. Dann wurden die Einzelteile wie Hand, Kopf, Tolle, Arm, Bein mit der Schere fein säuberlich ausgeschnitten und zusammengeklebt. Am Ende wurde der Elvis von meinem Onkel auf Pappe aufgezogen und verstärkt, damit Elvis nicht aus dem Gleichgewicht kam und umfiel.
Ich habe noch die Erstausgabe der Bravo vom August 1956 als das Heft noch eine Zeitschrift für Film und Fernsehen war. Es ist interessant, welchen Weg die Bravo eingeschlagen hat. Auf jeden Fall muss ich der Bravo gratulieren für die vergangenen 60 Jahre. Ob es nochmals 60 Jahre für die Marke Bravo gibt, weiß ich nicht. Meine Kinder interessieren sich nicht mehr für diese Jugendzeitschrift. Aber die Verantwortlichen werden sicher einen Plan für die nächsten 60 Jahre haben.

Und hier kommen die Beatles von der Bravo präsentiert.

Und hier kommen die Beatles von der Bravo präsentiert.

Aus meinem Archiv habe ich noch ein besonderes Schmakerl der Bravo ausgegraben. Eine Sonderveröffentlichung zur Bravo-Blitztournee 1966 mit den Beatles. Die wohl wichtigste Band der Welt gastierte ab 24. Juni 1966 in München, Essen und dann in Hamburg.

Um das Fan-Interesse zu befriedigen, brachte die Bravo die Veröffentlichung „Das sind die Beatles“ heraus. Das Magazin kam mit Poster. In meinem Video zeige ich die Erstausgabe der Bravo und die Beatles-Ausgabe. Viel Spaß.

Heute ist RECORD STORE DAY

18. April 2015

Heute ist der RECORD STORE DAY. Jede Branche hat ihre Feier- und Gedenktage und heute am 18. April 2015 ist eben der RECORD STORE DAY. Ich komme noch aus einer Ära, in der wir Schallplatten gehört haben. Kassetten waren nicht so mein Ding, ich mochte die Langspielplatte und die Covers.

Plakat zum RECORD STORE DAY in Coburg.

Plakat zum RECORD STORE DAY in Coburg.

Meine Bezugsquelle für Schallplatten war der Sound in Fürstenfeldbruck, der aber trotz RECORD STORE DAY vor Jahren schließen musste. Ich habe darüber gebloggt. Eine andere Quelle war der damalige Saturn Hansa (so hieß der Laden damals noch). Er befand sich auf der Theresienhöhe in München und das Schallplattenangebot war enorm. Und es gab in München noch zweimal den WOM – World of Music. Der Laden in der Münchner Sonnenstraße hatte die Billigplatten à la Nice Price für 10 Mark und in der Fußgängerzone war im Keller der hochpreisige Dealer. Ein guter Freund arbeitete dort und versorgte mich immer mit Infos über Neuerscheinungen – so lief Kommunikation damals. Später kam für mich dann der Drogeriemarkt Müller als Quelle für LPs hinzu. Im Bereich des Sendlinger Tors und in Schwabing waren die Second Hand-Händler, bei denen ich so manche D-Mark für Schallplatten ließ. Berüchtigt waren auch die Fahrten als Schüler nach London, um eine Woche die Second Hand-Läden unsicher zu machen, um vor allem britische Singles zu kaufen.

Nein, Vinyl ist kein Massenmarkt.

Nein, Vinyl ist kein Massenmarkt.

All das ist vorbei. Der Schallplattenmarkt ist zusammengebrochen. Musik ist digital. Es gibt ein gewisses Revival des Vinyls, aber wir sprechen hier nicht von einem Massenmarkt. Wenn jemand meint, seine Karriere als Plattenhändler steht aufgrund des RECORD STORE DAY bevor, kann man ihn nur warnen. Das Zeitalter der Schallplatte als Massenmarkt ist vorbei und kommt auch nicht wieder. Geblieben ist der Liebhabermarkt und ein paar Audiophile, die über richtig Geld verfügen. Der Spiegel spricht sogar von einem „Vinyl-Boom“ und das zeigt die journalistische Qualität des Magazins. Es gibt wieder Vinyl-Charts und der Spiegel veröffentlicht sie auch – für mich ein Sturm im Wasserglas.
In Zahlen heißt es: Der Bundesverband Musikindustrie meldet für 2014 insgesamt 1,8 Millionen verkaufte Schallplatten. Das sind die Zahlen von 1992. Aber um realistisch zu bleiben: Der Marktanteil des Vinyls an allen Musikverkäufen beträgt nur schlappe 2,6 Prozent.


Ab und zu gehe ich noch auf Börsen, kaufe die eine oder andere CD oder sogar noch seltene Schallplatten. Erst neulich habe ich für einen Soundtrack in Vinyl viel Geld hingelegt. Es handelte sich um den Soundtrack zum Kubrick-Film The Shining von 1980. Der wunderbare Score von Wendy Carlos mit der Musik von György Ligeti, Béla Bartok und Krzysztof Penderecki ist meines Wissens nie auf CD erschienen. Also musste die analoge Scheibe für viel Geld her und sie wurde dann gleich digitalisiert. Die letzte Schallplatte, die ich mir gekauft habe, war eine Single von den Kinks für meine Rock-o-la.
Am heutigen RECORD STORE DAY werde ich mich auf meine schwarzen Scheiben besinnen. Ich werde dieser Tage in mein Archiv hinabsteigen und meine Schallplatten durchschauen. Vielleicht finde ich den ein oder anderen Schatz zum Digitalisieren. Gerade Bootlegs von Bob Dylan hatte ich einige auf Vinyl, die ich ins digitale Zeitalter retten möchte.
Und endlich konnte ich Gladsax nutzen. Gladsax ist kein spezielles Saxophon, sondern ein Bilderrahmen für Schallplatten von IKEA. Bei meinem jüngsten IKEA-Besuch habe ich drei Gladsax-Rahmen mitgenommen. Ich rahmte drei Picture Disc, über die schon einmal gebloggt habe. Gladsax hat die Größe von 32×32 Zentimeter und ist ideal für Schallplatten. Also kamen unlängt Bob Dylan, Elvis Presley und Jimi Hendrix hinter Glas. Die Herrschaften hängen jetzt zum RECORD STORE DAY  an den Wändern zum Archiv.

Nachträglich alles Gute zum Geburtstag Elvis Presley: That’s the Way It Is (Deluxe Edition)

9. Januar 2015

Elvis

Mit einem Tag Verspätung gratuliere ich Elvis Presley zu seinem 80. Geburtstag. Ich wuchs in einer Familie von Elvis-Fans auf und auch zahlreiche meiner Freunde waren und sind Hardcore-Fans vom King of Rock’n Roll. Ich erinnere mich an zahlreiche Gespräche und Diskussionen um Elvis, um seinen Einfluss auf die Musik und vor allem um seine hervorragende Stimme. Und ich erinnere mich schmerzhaft an die Todesnacht von Elvis, als meine Mutter mich tränenüberströmt aufweckte und sagte, er König sei tot. Sie habe es im Radio gehört. Eine starke Frau wie meine Mutter weinte um das Idol ihrer Jugend. Das hat mich schon getroffen.
Mir selbst gefiel der Elvis der 50er Jahre und der Las Vegas-Elvis ab 1970. Und daher habe ich mir zum 80. Geburtstag des Kings eine 10-Disc-Box von That’s the Way It Is geleistet, die leider einen Tag zu spät bei mir ankam. Darum der Geburtstagsgruß einen Tag zu spät.
Ich hatte das That’s the Way It Is-Konzert von 1970 bisher nur auf Vinyl-Platte und leistete mir nun die Komplett-Aufnahme aller Konzerte samt Filme. Die Elvis-Experten werden jetzt kritisieren, dass die Konzerte der verschiedenen Shows aus dem International Hotel in Las Vegas gar nicht komplett sind. Und da mögen sie recht haben. Wahrscheinlich bringt Sony in ein paar Jahren eine Ultimate-Box auf den Markt. Für mich, der bisher nur eine einfache Vinyl-Schallplatte sein eigen zählte, ist diese Box von That’s the Way It Is eine deutliche Bereicherung. Hier ein Unboxing-Video.

Allerdings und hier kann ich Sony nicht verstehen, wurde bei allen Audioaufnahmen der Harmoniegesang von Charlie Hodge herausgefliltert. Charlie Hodge ist auf allen Aufnahmen von That’s the Way It Is nicht mehr zu hören. Hodge gehörte zur Memphis Mafia, der feste Clan um Elvis, und reichte dem King auf der Bühne Schals, Wasser und Gitarre und sag im Background mit. Das ist mir komplett unverständlich, warum Sony so etwas tut. Vielleicht weiß einer der Elvis-Fans mehr.
Auch dabei neben einem schönen Bocklet ist der Film That’s the Way It Is auf zwei DVDs. Dabei einmal der Originalfilm von 1970 und dann die erweiterte und umgeschnittene Version von 2000. Der Restauration fielen die Songs I Just Can’t Help Believing, Sweet Caroline sowie die Konzert-Version von Bridge Over Troubled Water zum Opfer, was ich nicht verstehe. Gerade die Version des Simon & Garfunkel-Songs war eines meiner Lieblingslieder.


Also Elvis-Fans werden sich die Köpfe heiß diskutierten, ob die Aufnahmen von That’s the Way It Is nun gut oder schlecht sind. Mir hat die Box beim ersten Durchhören gefallen, kann aber jeden Fan verstehen, der enttäuscht ist. Auf jeden Fall: Alles Gute zum Geburtstag lieber Elvis Aaron Presley zum 80. Geburtstag.

Straßenkreuzer Fleetwood Cadillac – der Traum der 50er

6. August 2014

Nachdem der US amerikanische Regisseur Clint Eastwood mit Jersey Boys seinen neuen Film vorgelegt hat, erinnere ich mich auch wieder, was mich an dieser Zeit so fasziniert hat. Es war die Musik und es waren die Autos. Ich selbst wuchs mit Elvis Presley und Jonny Cash auf. Ein guter Sandkastenfreund von mir lebte den fifty-Traum mit Haargel, schmalen Krawatten und Sakkos. Und obwohl ich eigentlich die Musik der sechziger und siebziger Jahre mag, haben mich die Fünfzigerjahre musikalisch geprägt. Daher werde ich mir auch die Jersey Boys von Altmeister Clint Eastwood im Kino ansehen.

Foto 2
Und wie ist der Zufall will, stand ein Fleetwood Cadillac aus dem Jahre 1959 vor meiner Tür. Mein Gott, was waren das für Formen, was waren das für Autos! Schaut euch alleine nur die Heckflossen an. Es war eine Zeit, in der Autofahren noch Spaß gemacht hat. Es war eine Zeit, ohne Staus auf der Autobahn und ohne dass man sich über den Benzinpreis Gedanken machen musste. Fahren ohne schlechtes Gewissen. Es war die goldene Zeit der Straßenkreuzer. Und vor mir stand eben dieser Cadillac aus dem Jahre 1959. Sage und schreibe hatte der Fleetwood Cadillac insgesamt 325 PS unter seiner Motorhaube.
Zur Feier des Tages werde ich heute die alten Heuler hören und heute Abend ist dann auch gut mit der Nostalgiewelle. Wir wissen ja alle, der Rock’n’Roll starb an dem Tag, als Buddy Holly starb.

Foto 1