Posts Tagged ‘Charles M. Schulz’

Steiff Snoopy als Sammelfigur

6. September 2017

Wer die Peanuts nicht mag, der ist doof. Ich schreib das jetzt einfach mal ungeschützt als Fan von Charles M. Schulz. Der Zeichner prägte mehrere Generationen von Comic-Lesern – so auch mich. Seine Figuren sind einfach wunderbar. Daher musste ich unbedingt den neuen Snoopy von Steiff haben, der vor kurzem erschienen ist.
Es handelt sich um eine Sammlerfigur und ist kein Spielzeug. Dafür wäre Snoopy auch viel zu teuer. Die rund 10 Zentimeter große Figur wurde weltweit in einer Auflage von 750 Exemplaren produziert. Der Preis liegt bei rund 90 Euro. Wer auch einen Snoopy haben will, sollte sich daher etwas beeilen und zuschlagen. Der Preis wird schnell steigen.

Aber bitte aufpassen, dass man den richtigen Hund erwischt. Mitte September wird Steiff 658204 Snoopy 28 cm mit Woodstock erscheinen, das ist dann die Spielzeug-Ausgabe und auch furchtbar süß. Aber das Sammlerherz wollte einen anderen Hund.
Ich meine den Steiff 658150 Snoopy 10 cm, der als Sammleredition auf den Markt kam. Unverständlich, warum der der Hund in einer untypischen Form bei Steiff erschienen ist. Er steht nämlich aufrecht. Meistens liegt der Beagle doch auf dem Dach seiner Hundehütte und geht philosophischen Gedanken nach, schreib Romane oder fliegt als Roter Baron durch die Lüfte. Naja, mein Snoopy steht also herum, zunächst auf meinen Schreibtisch und später in meiner Steiff-Vitrine mit meinen anderen liebgewonnenen Steiff-Figuren.
Mein Snoppy ist übrigens auf feinstem Trevirasamt und mit synthetischem Füllmaterial gefüllt. Meine Frau hatte eine nette Geschichte dazu. Aus einem Einzelhandelsgeschäft stammend erlebte sie die Markteinführung von Trevira als Kind und bekam das Figurenduo Trev und Ira, die zur neuen Marke Trevira zusammengefasst wurden, daher die Schnur zwischen den Figuren. Leider ist bei Trev der Kopf abgefallen und das Duo wurden entsorgt. Das passiert mir bei Snoopy nicht.

So sah das Figurenduo Trev und Ira zur Einführung von Trevirasamt aus.

So sah das Figurenduo Trev und Ira zur Einführung von Trevirasamt aus.

Comics total und ich darf hin

3. Juni 2010

Und da sage noch einer, bei den Franken ist nix los. Der 14. Internationale Comic-Salon Erlangen, das wichtigste Festival für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum, findet ab 3. Juni wieder statt. Ausstellungen, Comic-Messe, Comic-Börse, Comic-Künstler, Max und Moritz-Preis, Comic Film Fest, Comic Podium, Junges Forum, Familien-Sonntag, Lesungen, Performances, Workshops …

Auf über 12.000 Quadratmetern wird sich vier Tage lang alles um die „Neunte Kunst“ drehen. Und ich liebe diese Kunst. Comics haben durch das iPad neuen Zulauf bekommen, denn wer einmal die Marvel App geladen hat, freut sich auf Comics im digitalen Stil. Auch das Comiczeichnen hat sich verändert. Waren früher Blockund Stift die Arbeitsmaterialien sind es heute Grafiktablett und Zeichensoftware. Ich habe einige Comcis-Zeichner erlebt, die mit 3D-Software arbeiten. Mal sehen, wie es in Erlangen wird.

Rund 150 Aussteller präsentieren ihr Programm auf der Messe im Erlanger Kongresszentrum, mehr als 350 Comic-Künstler aus über 20 Ländern sind vor Ort und signieren ihre Bücher. In rund 30 Ausstellungen in der ganzen Erlanger Innenstadt sind Tausende von Exponaten zu sehen, 130 Veranstaltungen zählt das Programm – von der Vortragsreihe zum Thema Comic und Politik, über Gesprächsrunden zu Themen des Comic-Markts bis zum Comic Film Fest in den Erlanger Kinos. Der Familien-Sonntag am 6. Juni bietet zu ermäßigten Eintrittspreisen ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche, vom Manga-Workshop bis zur Comic-Druckwerkstatt. Rund 25.000 Besucher werden vom veranstaltenden Kulturprojektbüro der Stadt Erlangen zum 14. Internationalen Comic-Salon Erlangen insgesamt erwartet.

Die Ausstellung „Jahrhundert der Comics“ zeigt wertvolle Originale aus der Pionierzeit des US-amerikanischen Zeitungscomics, die Wiedergeburt des deutschen Zeitungs-Strips und der sechzigste Geburtstag der „Peanuts“ von Charles M. Schulz sind weitere Ausstellungsthemen. Die Schau „Mecki – sechzig Jahre Comic-Abenteuer“ des Wilhelm-Busch-Museums Hannover zeichnet in eindrucksvollen Originalen die Entwicklung des erfolgreichsten deutschen Zeitschriften-Comics des 20. Jahrhunderts nach. „Sechs Zeichner – Ein Autor“ ist der Titel einer weiteren zentralen Ausstellung des 14. Internationalen Comic-Salons: Am Beispiel des norddeutschen Schriftstellers Peer Meter und sechs Zeichnerinnen und Zeichner – unter anderem Isabel Kreitz und Barbara Yelin – erzählt sie von der komplexen Zusammenarbeit zwischen Zeichner und Comic-Szenarist und unterstreicht den Anspruch des Internationalen Comic-Salons, nicht allein die Grafik, sondern auch die literarische Qualität von Comics zu thematisieren. In Einzelausstellungen sind außerdem Nicolas Mahler, Jens Harder, Pascal Rabaté und Oliver Grajewski zu sehen, Themen wie „Comic und Religion“, deutsche Comic-Blogs und autobiografische Comics sind Gegenstand weiterer Ausstellungen.

Im Rahmen des Internationalen Comic-Salons wird auch der Max und Moritz-Preis, die wichtigste Comic-Auszeichnung im deutschsprachigen Raum, vergeben. Der Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk steht bereits fest: Er geht in diesem Jahr an den französischen Szenaristen Pierre Christin.