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Corona-Virus: Tag 18 der Ausgangsbeschränkung – Wer liefert was bei uns in Maisach

8. April 2020

Es freut mich sehr, wenn dieser Blog ein wenig Abwechslung ins Dorf bringt, noch mehr freue ich mich, wenn die Blogposts im Dorf etwas bewirken. Meine Anregung, eine Liste für Maisach zu erstellen, welches Geschäft in Maisach was liefert, wurde vom Gewerbeverband aufgenommen und umgesetzt. Evi Huttenloher, Vorsitzende des Gewerbeverbandes, stellte mir gestern abend die vorläufige Liste zum Download zur Verfügung.
Es ist die erste Version der Liste, an der konsequent weitergearbeitet wird. Die Liste kommt auf die Website des Gewerbeverbandes. Bei der Gemeinde ist auch angefragt. Jetzt gilt es die Liste zu optimieren. Dazu sind alle Maisacherinnen und Maisacher aufgerufen. Für Anregungen und Ergänzungen bitte an Marktreferenten Uwe Furthmann per E-Mail: uwe.furthmann@live.com wenden.
„Die Liste wird immer wieder aktualisiert. In der Gastronomie stehen noch einige aus, aber die haben wir telefonisch leider noch nicht erreicht“, so Evi Luttenloher, die meine Idee sofort aufgegriffen und zusammen mit ihren Vorstandsmitgliedern umgesetzt hat.
Im Begleittext heißt es: „Liebe Maisacher Bürgerinnen und Bürger, wir möchten Ihnen mit dieser Liste eine Übersicht geben, welche Geschäfte und Betriebe in Maisach geöffnet haben, bzw. geschlossen haben, aber trotzdem für Sie da sind. Wir freuen uns, wenn Sie die örtlichen Betriebe gerade in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Dafür sagen wir schon jetzt DANKE.
Die Liste wird immer wieder aktualisiert, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.“

Finde ich wirklich prima und danke für die Umsetzung. Aber es kommt noch besser. Am Schuhgeschäft von Evi Huttenloher, im Zentrum von Maisach, klebt am Schaufenster ein Dankeschön-Herzchen. Evi Huttenloher hat 40 weitere Herzen bestellt. Diese werden in den nächsten Tagen an Maisacher Schaufenster aufgeklebt, um ein Zeichen nach außen zu setzen.

Erstmals Corona-Zahlen der Landkreisgemeinde
Gestern hat das Landratsamt zum ersten Mal eine Liste mit der Zahl der infizierten Personen im Landkreis Fürstenfeldbruck in den Gemeinden veröffentlicht. Es ist der Stand vom 7. April, der sich natürlich verändert. Auch wichtig: Eine Auswertung dieser Gesamtzahl nach Gemeinden kann erst erfolgen, wenn der jeweilige Wohnsitz festgestellt ist. Die dem Gesundheitsamt mitgeteilten Befunde müssen daraufhin überprüft und eingepflegt werden. Dies ist mit Stand 07.04.2020 für 554 Fälle geschehen.

Die Zahlen für jede Gemeinde im Landkreis:
Adelshofen: 2
Alling: 7
Althegnenberg: 4
Egenhofen: 4
Eichenau: 21
Emmering: 24
Stadt Fürstenfeldbruck: 134
Stadt Germering: 104
Grafrath: 8
Gröbenzell: 43
Hattenhofen: 0
Jesenwang: 2
Kottgeisering: 5
Landsberied: 7
Maisach: 33
Mammendorf: 25
Mittelstetten: 3
Moorenweis: 18
Oberschweinbach: 6
Stadt Olching: 55
Stadt Puchheim: 39
Schöngeising: 7
Türkenfeld: 3
Gesamt: 554

Corona-Virus: Tag 17 der Ausgangsbeschränkung – Tanken in der Krise

7. April 2020

Durch Corona und HomeOffice bleibt das Auto stehen. Zudem halten sich Teile der Bevölkerung an die Ausgangsbeschränkungen und bleiben zu Hause. Darunter leiden wirtschaftlich auch die drei Tankstellenpächter bei uns in der Gemeinde Maisach.

Durch Corona wird weniger gefahren und damit weniger getankt.

Durch Corona wird weniger gefahren und damit weniger getankt.

Meine bevorzugte Tankstelle ist Auto Walter in Maisach, weil die Familie weltoffen einen mittelständischen Familienbetrieb führt. Das Benzin ist überall gleich. „Natürlich spüren wir im Benzinverkauf die Corona-Krise“, erklärt Markus Schmid von Auto Walter. Das Unternehmen steht auf drei Standbeinen: Tankstelle, Handel und Werkstatt. Das Standbein Tankstelle gehe zurück, den Handel von Renault-Fahrzeugen habe man im Moment eingestellt, weil Autoverkauf beratungsintensiv sei und man mit dem Kunden eng zusammenstehe. „Das geht aus verständlichen Gründen nicht.“ Die Werkstatt dagegen werde enorm nachgefragt. „Hier sind wir gut ausgelastet“, so Markus Schmid.

Es stellt sich heraus, dass der Fleisch- und Wurstautomat vom Hofladen Widmann auf dem Gelände von Auto Walter ein strategischer Vorteil ist. In Zeiten von Corona wird der Automat aufgrund seiner hervorragenden Produkte sehr oft von den Maisachern angefahren, die dann auch die Gelegenheit zum Tanken nutzen, wenn sie schon mal da sind.
An den vier Zapfsäulen kann rund um die Uhr der Kraftstoff gezapft werden. Zur Bezahlung steht ein Tankautomat bereit, für Maestro-, Kredit- und Kundenkarten. Letztere werden von den Maisacher Landwirten genutzt, die nach der Feldarbeit mit ihren Maschinen vorfahren und die Kundenkarte nutzen, die einmal pro Monat abgerechnet wird.

In der Werkstatt läuft der Betrieb. Der Nachschub an Ersatzteilen funktioniert online reibungslos. Zudem bestellen Kunden Ersatzteile für ihre Fahrzeuge, die sie dann bei Auto Walter abholen – mit entsprechendem Abstand. „Natürlich bringt Corona gewaltige Veränderungen mit sich, aber wir müssen in dieser Krise zusammenstehen und sie gemeinsam bewältigen“, so Schmid. Vielleicht setzt auch nach der Krise ein Bewusstseinswandel in Sachen Elektroauto ein. Renault hat mit dem Zoe ein Modell, von dem Markus Schmid überzeugt ist. Ich muss zugeben, der kleine Tesla oder Zoe sind für uns interessant. Als Stadtflitzer ist der Twizy ein Hingucker. „Wir sind auf dem Land, da dauert es mit der Elektromobilität traditionsgemäß etwas länger, aber durch den Lockdown beginnt bei vielen Leuten ein Umdenken“, so Schmid.
Für eine Werkstatt wie von Auto Walter gibt es nun eine klare Aussage zum Thema Reifenwechsel von der Politik: Das bayerische KfZ-Gewerbe weist darauf hin, dass der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen auch in der Corona-Krise erlaubt sei. Das bayerische Innenministerium hat dies bestätigt. Dieses stuft den Reifenwechsel als triftigen Grund ein, der es Fahrzeughaltern erlaubt, Haus oder Wohnung zu verlassen. Zudem seien KfZ-Werkstätten systemrelevante Betriebe, die trotz geltender Ausgangsbeschränkungen in Bayern öffnen dürfen. Zuvor hatte Gesundheitsministerin Huml dem BR gesagt, das saisonale Reifenwechseln sei nicht möglich. Ein Wechsel sollte nur aus sicherheitsrelevanten Gründen stattfinden, etwa wegen abgefahrener Reifen.

Corona-Virus: Tag 16 der Ausgangsbeschränkung – Rettung naht, die Wertstoffhöfe öffnen wieder

6. April 2020
Ab Dienstag, 7. April, ist der Große Wertstoffhof Maisach unter Auflagen geöffnet. Ab Dienstag, 7. April, ist der Große Wertstoffhof Maisach unter Auflagen geöffnet.

Da kann die Welt untergehen, die Maisacher trennen nach wie vor ihren Müll. Das ist bei uns in der Familie nicht anders. Aber zu Zeiten der Corona-Krise ordnete das Landratsamt Fürstenfeldbruck, sprich die AWB, die Schließung der Großen Wertstoffhöfe an.
Wenn aber eine vierköpfige Familie und mein isoliertes Elternpaar rund zwei Wochen zu Hause sind, dann fällt Müll, Verzeihung Wertstoffe, im großen Stil an. Papier, Flaschen, Weißblech entsorge ich täglich an den Kleinen Wertstoffhöfe, die zeitweise wüst aussahen. Aber der Containerdienst hatte die Sache im Griff. Dennoch türmen sich in der Garage Tüten mit Plastik, Alu und Verbundstoffen, die auf ihre Entsorgung am Großen Wertstoffhof in Maisach warten. Auch ein paar große Stücke Styropor freuen sich, dass sie dem Recyclingsprozess zugeführt werden dürfen.

Eine von mehreren Tüten Wertstoffe warten auf Recycling. Eine von mehreren Tüten Wertstoffe warten auf Recycling.

Nun hat das Landratsamt ein Einsehen und öffnet die Großen Wertstoffhöfe am morgigen 7. April. Die AWB stellt unmissverständlich klar: „Die Wertstoffhofbesuche sollen auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Um das Infektionsrisiko mit COVID-19 zu minimieren, können bei den großen Wertstoffhöfen geichzeitig maximal zehn Anlieferer zur gleichen Zeit bzw. bei den Kunststoff- und Gartenabfallsammelstellen nur einzelne Besucher eingelassen werden.“

Für mich bedeutet dies: Ich habe eine große Garage und werde weitere Tüten aufstellen, um meine Wertstoffe dort zu sammeln. Ich mache den Irrsinn nicht mit und stelle mich einen Tag in die Schlange, dass ich meinen Müll abgeben darf. Der liegt in der Garage gut. Natürlich ist dies eine Luxuseinstellung, denn nicht jeder verfügt über Stauraum, um Wertstoffe zu horten. Aber wer sich ab 7. April zum großen Wertstoffhof begibt, der sollte viel Zeit mitbringen. Ich fahr übrigens auch mal mit dem Rad vorbei. Nicht zur Entsorgung, aber um ein, zwei schöne Fotos für diesen Blog zu machen.
Und Leute: Seid nett zu den fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Wertstoffhof. Sie machen ihren Job und sind sicher für ein freundliches Lächeln dankbar.


Übrigens gelten geänderte Öffnungszeiten: Um die Situation etwas zu entspannen, gelten in der Woche vor Ostern an einigen Standorten zusätzliche bzw. verlängerte Öffnungszeiten. Der Wertstoffhof Maisach wird zusätzlich am Dienstag, 7. April von 15 bis 18 Uhr sowie am Mittwoch, 8. April von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 20 Uhr geöffnet.

Corona-Virus: Tag 15 der Ausgangsbeschränkung – Kreuzweg und Burger in der Gemeinde Maisach

5. April 2020

Heute feiern die Christen Palmsonntag. Und in Zeiten von Corona hat sich Pfarrei Gernlinden in der Gemeinde Maisach, Landkreis Fürstenfeldbruck, etwas Besonderes einfallen lassen.
An den gemeindlichen Anschlagtafeln hat die Pfarrei Gernlinden einen öffentlich zugänglichen Kreuzweg erstellt: An den öffentlichen Schautafeln sind jeweils eine oder zwei Stationen des diesjährigen Misereor-Kreuzweges zu sehen. Hier ist eine Karte von Gernlinden mit den Standorten der Tafeln.

Im Rahmen eines Spazierganges können Gläubige die 15 verschiedenen Stationen betrachten, begehen, erfahren. Wer sich den gesamten Kreuzweg ansehen möchte, findet ihn als Download.

Natürlich gelten die Regeln der Ausgangsbeschränkung: Grundsätzlich gilt trotz des guten Wetters, überwiegend in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Mein Eindruck vom Samstag: Es haben sich in Maisach der überwiegende Teil der Bevölkerung daran. Dennoch habe ich viele Motorradfahrer gesehen, die sich seltsamerweise auf den Weg zur Arbeit befunden haben mussten. Spazieren, Joggen oder Radfahren – das alles geht weiterhin, zumindest alleine oder zusammen mit Menschen aus dem eigenen Haushalt. Nicht erlaubt ist dagegen längeres Verweilen im Park, zum Beispiel Picknicken. Abstand halten lautet das Gebot der Stunde. Leute, haltet euch daran!

Wer nicht nur geistliche Nahrung will, sondern auch etwas Handfestes zwischen den Zähnen, der war am Samstag beim Foodtruck von Lars Mrsek an der richtigen Adresse. Zum zweiten Mal war er am Edeka in Maisach, dieses Mal vor dem Haupteingang und bot Burger an. Mein Eindruck: Die Maisacher griffen zu und ließen sich die Burger beim Bayerntruck schmecken (ich auch). Und auf Abstand wurde geachtet – auch beim Interview mit Lars Mrsek.

Corona-Virus: Tag 14 der Ausgangsbeschränkung – Warum Maisach bei der Digitalisierung noch etwas nachzuholen hat

4. April 2020

Den Aufruf von Bürgermeister Hans Seidl, in lokalen Maisacher Geschäften zu kaufen, finde ich in Zeiten der Ausgangsbeschränkung vollkommen richtig. Nur so kann in der Corona-Krise dem lokalen Handel in Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck geholfen werden, zu überleben. Es ist der richtige Ansatz, aber wir haben im Dorf noch einiges nachzuholen.
So manches lokale Geschäft hat die Digitalisierung voll verschlafen und das rächt sich jetzt bitter. Websites oder Websites gar mit Shopsystemen sind nicht so reich gesät. Oder es gibt veraltete Facebook-Seiten, die 2019 das letzte Mal aktualisiert wurden. Jetzt postet jeder wild durcheinander, zudem noch mehrmals am Tag die gleiche Meldung. Vor der Corona-Krise habe ich Mittelständlern und auch Politikern bei dem Weg in die digitale Welt geholfen. Es gilt Geschichten zu erzählen.
Vielleicht ändert es sich durch die Krise massiv. Ich stelle leider fest, dass ich gar nicht weiß, wer was wann und wie anbietet. Gibt es Kartenzahlung, Paypal oder auf Rechnung? Muss ich vorbeikommen, wird es geliefert oder wie komm ich an die Ware?
Und wenn ich nach Fürstenfeldbruck schaue, dann gibt es dort etwas, was mich neidisch macht. Jemand hat eine nicht komplette Liste von Brucker Geschäften zusammengestellt, bei denen ich als Kunde online einkaufen kann.Super Ansatz.
So etwas wünsche ich mir für Maisach auch. Sie kann erstellt werden durch den örtlichen Gewerbeverband oder den Wirtschaftsreferenten der Gemeinde – auf jeden Fall durch jemanden, der den Überblick über den Maisacher Einzelhandel, Dienstleister und Gastronomie hat.

Montag macht das Kebab-Haus wieder auf.

Montag macht das Kebab-Haus wieder auf.

So bekomm ich nur durch Zufall mit, dass Sula von der Olympia-Gäststätte am Sportplatz wieder to go geöffnet hat oder das Deniz Kebap-Haus nächste Woche wieder die Döner anbietet.


Der Landrat hat via Facebook verkündet: „Unter Einhaltung der Hygieneregeln, insbesondere des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern, dürfen Einzelhandelsunternehmen auf Belieferung der Kunden umstellen, auch wenn sie nicht Lebensmittel vertreiben.“ Das ist eine gute Nachricht. Nur wenn ich nicht mitbekomme, dass ein Geschäft liefert, bringt es mir wenig. Daher wünsche ich mir eine Liste vom Maisacher Einzelhandel.
Es gibt von der SZ eine Landkreisliste, wo sich das Gewerbe eintragen kann. Auch eine gute Idee und in Germering hat mich eine bezaubernde Schulfreundin auf die Liste von #WirsindGermering vom Wirtschaftsverband aufmerksam gemacht. Alles tolle Ideen – ich will so was für Maisach.

Und jetzt noch ein Tipp für die Hungrige: Der Foodtruck Bayerntruck von Lars Mrsek wird am heutigen Samstag ab 11 Uhr wieder vor dem Edeka in Maisach stehen. Ich hatte schon mal über ihn gebloggt. Der Maisacher Lars Mrsek sieht seine Chance und macht durch Mundpropaganda auf sich aufmerksam. Dieses Mal steht der Truck mit den Burgern am Haupteingang Süd, um die Kunden vom Rossmann nicht zu stören.

Am Samstag gibt es wieder Burger.

Am Samstag gibt es wieder Burger.

Schön ist auch, dass Lars Mrsek sich der Kritik von einigen Kunden angenommen hat. „Und wir haben extra neue To Go Packungen bestellt, die der Kunde dann sogar in den Kompost werfen kann, da sie biologisch abbaubar sind, weil sie aus Zuckerrohr bestehen.“ Ich schau mal vorbei und freu mich auf nen Burger.

Corona-Virus: Tag 13 der Ausgangsbeschränkung – Wie wichtig der Regenbogen für uns alle ist

3. April 2020

Wie wichtig Symbole sind, zeigt sich in der derzeitig Corona-Krise auch bei uns im Dorf Maisach im bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck. Wer genau hinschaut und aufmerksam durchs Dorf läuft, sieht diese Symbole: Es sind kleine Regenbogenbilder mit dem Spruch „alles wird gut“.


Kinder malen diese Regenbogenbilder und hängen sie ans Fenster. Die Symbole machen uns und den Kindern Mut in diesen schwierigen Tagen der Ausgangsbeschränkung. Unter dem #RegenbogenGegenCorona teilen die Eltern die Werke auf Twitter, Instgram oder Facebook. Das passiert auch bei uns im Dorf und ich finde es ein schönes Symbol der Hoffnung und der Freude. Ich würde mich freuen, wenn mehr Leute mitmachen und mir ihre Regenbogenfotos senden. Gerne veröffentliche ich sie in diesem Blog. Einfach mailen oder als Kommentar in soziale Netzwerke – bitte achtet aber das Persönlichkeitsrecht.


Ich habe von Mamas und Papas aus der Nachbarschaft gehört, dass auch einige Kindergärten Malvorlagen und Anregungen verschicken, damit die Aktion Fahrt aufnimmt. Ich finde es prima. Bei mir zu Hause hat ein Kind den Regenbogen am Grafiktablett gezeichnet – wir sind eher eine digitale Familie.


Die Regenbogen an den Fenstern zeigen selbst kleinen Kindern, dass auch in anderen Häusern Kinder wohnen, die wegen der Coronapandemie zuhause bleiben müssen.
Kinder in Italien und Spanien sollen die Ersten gewesen sein, die Regenbogen gegen Corona gemalt haben. Deutschland, Bayern und auch Maisach machen da mit – und das ist schön.

Und hier die ersten eingesandten Fotos – vielen Dank

 

 

Corona-Virus: Tag 12 der Ausgangsbeschränkung – Großfamilie mit 5 Kindern im Zeichen der Krise

2. April 2020
Die Spielplätze der Gemeinde Maisach sind wie überall gesperrt. Die Spielplätze der Gemeinde Maisach sind wie überall gesperrt.

„Wir haben keinen Lagerkoller, so schlimm ist es nicht, aber die ganze Ausgangsbeschränkung geht unserer Familie gehörig an die Nieren.“ Petra H. aus Gernlinden in der Gemeinde Maisach imL Landkreis Fürstenfeldbruck schlägt sich mit ihrer Familie tapfer in der Corona-Krise. Zusammen mit ihrem Mann hat sie fünf Kinder, die sie zu Hause betreuen muss.
Da kommt die Familie erst nachts zur Ruhe, wenn Vater und Mutter die Kinder ins Bett gebracht haben. Sie haben einen 8jährigen Sohn, eine 6jährige Tochter, einen 3jährigen Sohn und zwei 18 Monate alte Zwillinge. Eigentlich ist sie Systemingenieurin für Datenübertragungstechnik von Beruf, aber im Moment ist sie zu Hause und kümmert sich um ihre Kinder. Sie wollte eigentlich selbstständig auf freiberuflicher Basis arbeiten, aber das ist im Moment unmöglich. Ihr Mann ist tagsüber auf der Arbeit und kann kein HomeOffice machen. Es bleibt also viel an Petra H. hängen, nachdem Kindergarten und Schule geschlossen sind. Das alte Netzwerk von Oma und Opa ist verständlicherweise weggebrochen. Problematisch ist die Beschulung des 8jährigen Sohnes. Während sie ihrem Sohn mit den Hausaufgaben durchgeht, sind die 6- und 3jährigen Kinder voll aktiv und wollen auch beschäftigt sein. Die Schule schickt neuen Stoff und erwartet, dass Eltern die schulische Betreuung der Kinder mit übernehmen. „Oft fehlt hier die Zeit und der Raum“, so Petra H.

Einkäufe besorgt Petra H. mit dem Lastenfahrrad. Einkäufe besorgt Petra H. mit dem Lastenfahrrad.

Hinzu kommen die täglichen Einkäufe für die Großfamilie. Der Mann fährt mit dem Familienauto in die Arbeit, um sich in der vollen S-Bahn nicht anzustecken. Also tritt Petra H. zusammen mit ihren Kindern in die Pedale. Sie packt die Kinder auf auf ein Elektro-Lastenfahrrad und fährt von Gernlinden nach Maisach zum Einkaufen. „In der Anfangsphase war es problematisch mit den Mengenbeschränkungen“, so Petra H. Eine siebenköpfige Familie braucht eben mehr als ein Single-Haushalt. „Ich wurde als Hamster beschimpft“, berichtet Petra H. Ohne besseres Wissen wurde die Mutter übel angeraunzt. Der soziale Umgang war bodenlos.
Beim Einkaufen muss sie die Kinder natürlich mitnehmen. Das verlangt von dem Familiennachwuchs eine ungeheure Disziplin. „Es ist meinen Kindern klar, dass sie nicht zu anderen Leuten hingehen dürfen, sondern sie sind bei mir“, so Petra H. Es gibt keine Notbetreuung für die Kinder.

Die Bestuhlung muss zu Hause stattfinden. Die Beschulung muss zu Hause stattfinden.

Wenn der Kleinsten den Mittagsschlaf halten, dann kann die Beschulung des 8jährigen gedacht werden. Die beiden jüngeren Kinder beschäftigen sich dann mit Ausmalen. Der Tagesablauf wird irgendwie strukturiert: Malen, Schulstoff, es läuft die Sendung mit der Maus, teilweise macht die Familie die täglichen Albas Sportstunde mit. Das Training findet dann im Wohnzimmer der Doppelhaushälfte statt. „Es ist schon witzig anzusehen, wenn unsere Familie auf einem Bein durchs Zimmer hüpft“, lacht Petra H. „So bekommen wir den Tag schon rum.“
Der Gang zum Spielplatz entfällt, weil die Spielplätze der Gemeinde geschlossen sind. Ab und zu nimmt eine Nachbarin den Kinderwagen mit den Zwillingen in Empfang und schiebt sie an der frischen Luft umher. „Die Zwillinge werden von mir in den Kinderwagen gepackt und vor die Tür der Nachbarin geschoben, die dann den Wagen übernimmt. Direkter Kontakt kommt nicht zustande, denn es gilt ja Kontaktsperre“, berichtet die Mutter.
Die Hilfsangebote, die im Dorf vorhanden sind, will sich Petra H. näher anschauen. Durch den Wegfall eines Gehalts und durch Weiterlaufen der Kita-Kosten ohne Kita-Betrieb sei die finanzielle Situation natürlich ernst. „Da müssen Familie schon genau hinschauen“, so Petra H.

Corona-Virus: Tag 11 der Ausgangsbeschränkung – Meine Helden der Logistik

1. April 2020
Bewundernswerte Leistung, die meinen Respekt verdient.

Bewundernswerte Leistung, die meinen Respekt verdient.

Es klingt immer so schön, wenn von den Helden des Alltags gesprochen wird. Menschen, die das System am Laufen halten: Medizinisches Personal, Kassierer, Verkäufer, Lokführer, Lieferdienste, Paketboten. Und immer wieder lese ich, dass diese Berufsgruppen Applaus von uns gespendet bekommen sollen. Ich denke mir: Applaus ist prima, mehr Geld wäre es auch. Wenn es denn so einfach wäre.
Als grundsätzlich freundlicher Mensch schenke ich meinen Gegenüber immer ein Lächeln. Und das Lächeln kommt in der Regel immer zurück. Davon können wir zwar unsere Familien nicht ernähren, aber es gehört zum guten Anstand. So bin ich erzogen mit dem Sprichwort: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. So manches Mal, wenn ich den Einzelhandel im Dorf besucht habe, weiß ich, warum „Dienstleistungswüste“ ein deutsches Wort ist.
Die Welt ändert sich. Da viele Geschäfte geschlossen haben, bestelle ich einige Waren. Nachdem ich ja aufgrund Corona verdammt bin, zu Hause zu bleiben und mein weggebrochenes Business von hier aus zu koordinieren, stelle ich eine Veränderung bei meinen Paketboten fest. Post, DHL, UPS, DPD, GLS, Hermes und wie sie alle heißen. Früher hielt ich mit meinen DHL- und UPS-Fahrern ein Schwätzchen an der Gartentür. Man kannte sich, respektierte sich und tauschte Freundlichkeiten aus. Das hat sich durch Corona verändert. Die Logistiker und Kurierfahrer haben Handschuhe an, manche haben Masken, sie wirken gehetzt. Kurzes Nicken, ein freundliches Hallo und der UPS-Bote wirft ganz vorsichtig mir die Sendung zu.

Persönliche Übergabe in Zeiten von Corona wird kleingeschrieben – die Fahrer haben Angst und sind vorsichtig. Abstand oder Social Distancing ist das oberste Gebot. Meine DHL- und UPS-Fahrer haben mir erklärt, dass sie sich die Unterschriften der Kunden sparen, um den notwendigen Abstand zu wahren. So verzichten die Logistik-Unternehmen auf eine Quittierung und rufen uns Kunden auf, eine Erlaubnis zu erteilen, die Pakete am Wunschort ablegen zu dürfen. Das ist bei mir der Fall, leider schafft es der Götterbote nicht immer, die Pakete dort abzulegen, wohin sie gehören, von DPD will ich ganz schweigen.

Fehlanzeige in Maisach.

Fehlanzeige in Maisach.

Ich frage bei DHL nach: So kündigte DHL im Netz an, dass bei der Annahme von Paketen keine Unterschrift mehr nötig ist. Das Risiko, das Virus über den Stift oder den Scanner zu verteilen, will man nicht mehr eingehen. Dies bestätigen mir auch meine DHL-Paketboten. Stattdessen unterschreiben die Paketzusteller selbst auf ihrem Scanner-Gerät, sobald das Paket an mich ausgeliefert wurde, um den nachvollziehbaren Versandweg beizubehalten. Wäre ich als Empfänger mit dieser Methode nicht einverstanden, kann das Paket an eine Station geliefert werden oder an dem Ursprung zurückgeschickt werden. Naja, soviel Paketstationen im Dorf gibt es nicht. Natürlich bin ich einverstanden und danke meinen Helden der Logistik für ihre Arbeit für uns alle. Und ein Lächeln muss sein, oder?

Corona-Virus: Tag 10 der Ausgangsbeschränkung – Wenn ein Foodtruck im Dorf Station macht – Und der Supergau passierte

31. März 2020

Eigentlich wollte ich am Samstag richtig maulen, aber ich hatte den Mund mit einem Burger voll. Zunächst dachte ich, es ist völlig unvernünftig einen Foodtruck mitten in Maisach, Landkreis Fürstenfeldbruck, während der Corona-Krise aufzustellen und Burger anzubieten. Muss ich wirklich einen Hotspot schaffen? – Aber ich hatte mich komplett geirrt.
In der Ladezone am Parkplatz vom Edeka Leich stand El Cheffes Bayern Truck und Betreiber Lars Mrasek aus Maisach brutzelte seine Burger. Der Platz der Ladezone vom Edeka war optimal gewählt, weil Samstag kommen keine Lieferungen und es ist Starkstrom vorhandne. Das Angebot war verständlich und attraktiv, schließlich ist der Edeka kein Foodtruck-Festival: Es gab den Bayern Burger (mit Bio Leberkäse), den Hamburger und Cheeseburger, den El Cheffe Burger mit Bio Bacon, den Veggie/Vegan Burger und Pommes Frittes. Beim Bayern Burger und dem El Cheffe Burger ist noch Karotten/Kraut Cole Slaw mit drauf. Den Grillgeruch hatte ich schon bei der Eisdiele Alberto in der Nase.

Wie gesagt, eigentlich wollte ich motzen. Aber unnötig aufgepumpt: Lars Mrasek hatte die Sache voll im Griff. Auf dem Boden vor seinen Foodtruck hatte er Abstandsbänder aufgeklebt. „Wir haben uns viel Mühe gegeben und hatten alles im Griff,“ so Mrasek, der seit Juli 2019 mit seinem Bayerntruck unterwegs ist und das Siegel des Landwirtschaftsministeriums trägt.
Und was soll ich sagen? Seine Gäste hielten sich daran. Sie stellten sich beim Bestellen in einer Reihe mit deutlichem Abstand zueinander an. Wer an der Reihe war, stieg auf einen Tritt vor dem Truck und gab seine Bestellung auf. Es wurde der Name notiert und dann ging es ans Warten, denn der Burger wurde frisch aus heimischen Zutaten zubereitet. Beim Warten verteilten sich die Gäste und wenn jemand zu nah auf die Pelle rückte, dann gab es eine freundliche, aber entschiedene Ansage. Bei uns im Dorf funktioniert es, kein Gedränge, keine Pulkbildung. Gerade im Vorfeld der Aktion wurde diskutiert, ob ein Foodtruck nicht ein falsches Signal an die Bevölkerung sei. Eigentlich stimme ich diesen Bedenken zu, sehe aber auch, wie professionell es gehandhabt wurde.
Spontan entschloss ich mich, für die Familie Burger zu besorgen. Burger to go, wie es sein muss. Vor allem meine Eltern, die seit über einer Woche die Behausung nicht verlassen, waren über die kulinarische Abwechslung froh. Mrasek war bis 19.30 Uhr vor dem Edeka Leich und musste sogar einmal Nachschub holen. Einen Teil seiner frischen Waren bezieht er überigens vom Edeka und so kam auch die Idee zur Zusammenarbeit


In seinem Prospekt schreibt Lars Mrasek: „Und warum heißt unser Foodtruck Bayerntruck? Richtig: Weil die Zutaten, die in unserer Küche verarbeitet werden, überwiegend direkt aus Bayern stammen. Neben der nachweisbaren Regionalist legen wir außerdem großen Wert auf Nachhaltigkeit und verwenden, wo immer es uns möglich ist, Bioprodukte.“ Geschmacklich als Kunde war ich begeistert. Nur eine Kritik habe ich wirklich: Die bayerische volkstümliche Schlagermusik vom Truck-Player konnte ich nicht ertragen. Ich kam zur falschen Zeit, denn sonst legt Mrasek Lounge-Mucke auf.
Wahrscheinlich darf Lars Mrasek am Samstag wiederkommen – ggf. an einem anderen Standort. Entsprechende Gespräche laufen zwischen Marktleiter Toni Leich und Lars Mrasek.

Internet im Dorf war weg
Um 15 Uhr am gestrigen Montag kam es übrigens zum Supergau. In Teilen des Dorfes fiel das leitungsgebundene Internet aus. Ich hatte Glück, aber in meiner Nachbarschaft war Funkstille. Den Ministerpräsidenten konnte ich mit seiner Pressekonferenz komplett sehen und auch am Blog arbeiten, die Kinder konnten theoretisch in Mebis ihre Hausaufgaben machen, aber in der Facebook-Ortsgruppe gingen die Alarmsignale hoch.

Ich konnte mir die PK vom Söder ansehen, andere mangels Internet nicht. Ich konnte mir die PK vom Söder ansehen, andere mangels Internet nicht.

Ich arbeitete gerade an einer Meldung über Internet-Geschwindigkeiten. In einem internationalen Vergleich wurden die Länder mit den schnellsten Internet-Geschwindigkeiten weltweit enthüllt. Taiwan besetzt den ersten Platz, während Deutschland am unteren Rand der Top 25 platziert wurde. Als essentieller Faktor für eine stabile Wirtschaftsleistung und effizientes Arbeiten, auch von zu Hause aus, ist eine schnelle Internetverbindung in vielen Ländern unerlässlich – besonders in Zeiten von Covid-19, wo die heimischen Leitungen einer stärkeren Belastung ausgesetzt sind. Und der Ausfall in Maisach zeigte wieder einmal schmerzhaft, wo wir stehen.
Es sei eine Flächenstörung bei der Telekom, hieß es. Auch 1&1 und O2 sollen weg gewesen sein. Bei mir läuft Vodafone als Provider und der schien nicht gestört zu sein.

Denkste - hier soll das schnelle Internet drinnen sein. Denkste – hier soll das schnelle Internet drinnen sein.

Bürgermeister Hans Seidl lieferte die Info der Telekom: „Wir haben Infos von Telekom, es besteht ein Schaden am Netz. Die Dauer der Reparatur wurde mit bis zu 5 Stunden angegeben. Wir haben leider keinen Einfluss darauf.“ Nun, um 17.30 Uhr ging wieder alles. Maisach war wieder online, genau rechtzeitig zum virtuellen Feierabend
In Zeiten von HomeOffice ist der Zusammenbruch des Internets das Desaster schlechthin. Das ist absolut kritische Infrastruktur, ebenso wie Wasser und Strom. Die Aufreger im Dorf waren groß, aber viele begegneten ihrem Schicksal mit Humor.

Internet für die Tonne. Internet für die Tonne.

Corona-Virus: Tag 9 der Ausgangsbeschränkung – Maisach wird zum Geisterdorf

30. März 2020

An diesem Wochenende haben in Bayern hunderte Menschen gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen. Nach Angaben der Polizei haben sich besonders in München viele nicht an die Vorgaben gehalten. Es hat Anzeigen gehagelt. Mein Gefühl in Maisach blieb es ruhig: Die Menschen gingen am Samstag spazieren, am Sonntag glich Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck einem regelrechten Geisterdorf.

Laut Polizei war an den Seen im Landkreis mehr los: Am Mammendorfer See, am Emmeringer See und am Pucher Meer musste die Polizei kleinere Gruppen auflösen. Von Maisach war nichts zu hören.

Pfarrer Terance im Zoom-Gottesdienst.

Pfarrer Terance im Zoom-Gottesdienst.

Der Sonntag morgen begann um 10 Uhr mit einer Premiere. Der Gottesdienst der katholischen Kirche St. Vitus wurde via Zoom live ins Netz übertragen. Rund 30 Gläubige verfolgten den Gottesdienst von Pfarrer Terance. Sie hatten den Zugang per Mail erhalten und konnten gemeinsam im Netz feiern, beten und singen.

Es gab ein paar technische Unebenheiten, aber was soll’s: Der Pfarrverband Maisach ist absolut vorne mit dabei und zeigt der Maisacher Vereinswelt, was im 21. Jahrhundert eigentlich Standard sein sollte. Mal sehen, ob nächsten Sonntag wieder ein Gottesdienst angeboten wird. Ich sag auf jeden Fall Chapeau dem Pfarrverband. Und ich hoffe, die Aktion macht in Maisach Schule und andere Vereine, Verbände und Künstler beteiligen sich. Gerne stehe ich mit Knowhow zur Verfügung.

Am Sonntag glicht das Dorf einem Geisterdorf. Es war fast ausgestorben. Nun, die Temperaturen waren im Vergleich zum Samstag deutlich gesunken, was sicherlich auch Leute abhielt, auf die Straße zu gehen. Ein paar Autos fuhren durch die Ortschaft. Ziel war meist der Bäcker. Der sonst heiß umkämpfte Parkplatz vor der Bäckerei Dafner blieb meist leer.

Romina vom Eiscafé Alberto  immer freundlich.

Romina vom Eiscafé Alberto immer freundlich.

Einige schauten bei Alberto auf ein Eis to go herein. Romina war freundlich hinter der Theke. Alberto hielt sich eher im Hintergrund auf, begrüßte aber jeden Gast mit seiner wunderbaren italienischen Freundlichkeit.

Wir auf dem Land haben anders als die Stadtmenschen den Vorteil: Wir haben Platz, wir haben Raum. Menschen begegnen sich, halten Abstand, grüßen freundlich und ziehen ihrer Wege. Und als Sonntagsspaziergänger begegnet man allerlei Typen: Senioren, Sportler, Familien mit und ohne Jogginghose, einsame Spaziergänger und ab und zu ein Liebespaar.

Um den Kopf freizubekommen, schlug ich den Weg zum Weinberg ein. Für mich ist dies ein sorgsam gepflegter Platz und ein herrlicher Ort in der Natur. Ich begegnete kaum jemanden – einmal ritt eine Reiterin an mir vorbei. Sie grüßte freundlich – der Ausritt tat ihr sichtlich gut. Jeder sucht auf seine Art Entschleunigung.
Aus der Ferne sah ich ein paar Spaziergänger, Jogger und Radfahrer sowie Hundebesitzer, die ihre Runde mit ihrem Vierbeiner drehten. Auch am Weinberg drehen sich meine Gedanken um Corona. Wir alle verändern uns, die Gesellschaft verändert sich, die Welt, wie wir sie bisher kannten, verändert sich.