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Persönlicher Digitalisierungsschub durch Corona – und bei euch?

31. Mai 2022

Hat uns die Pandemie etwas Positives gebracht? Ich stimme der Bitkom zu, die behaupten, dass die Digitalisierung durch Corona vorangetrieben wurde. Daseist richtig, aber es gibt noch Luft nach oben. Das Voranschreiten von 1 und 0 gilt für Privatleute genauso wie für Unternehmen. Und ich sehe einen erhöhten Schulungsbedarf, damit analoge Mitmenschen durch die digitale Spaltung nicht abgehängt werden. Voraussetzung bei ihnen ist allerdings der Wille zur Veränderung.

Parsifal setzt auf Digitalisierung.

Die Bitkom wirft einen besonderen Blick auf die Unternehmen. Und nachdem ich ja auch ein kleiner Unternehmer bin, schaue ich da auch genau hin. Die Corona-Pandemie hat einen nachhaltigen Digitalisierungsschub in den deutschen Unternehmen ausgelöst. Rund jedes Zweite (49 Prozent) gibt an, dass Corona die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells beschleunigt hat. Vor zwei Jahren, kurz nach Beginn der Pandemie, waren es erst 15 Prozent. In 44 Prozent der Unternehmen hat Corona die Digitalisierung der Geschäftsprozesse beschleunigt (2020: 18 Prozent). 6 von 10 Unternehmen (60 Prozent) sind überzeugt, dass digitale Technologien dabei geholfen haben, die Pandemie zu bewältigen. Eine knappe Mehrheit (53 Prozent) betont, dass Corona einen Innovationsschub im eigenen Unternehmen ausgelöst hat.
Ich mach das Mal bei mir fest: Mein Arbeitszimmer wurde um ein Videostudio ergänzt. Stand ich zu Beginn der Pandemie vor einer einfachen Webcam, ist es heute ein Studio mit mehreren Kameras, Mischer, Greenscreen und Licht. Von hier kann ich meine Online-Schulungen halten, wobei die Technik immer wieder neuen Bedürfnissen angepasst werden muss.

Hybride Veranstaltungen mit 360 Grad Kameras

Und 4 von 5 Unternehmen (83 Prozent) verfügen inzwischen über eine Digitalstrategie, vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 74 Prozent. Auch hier kann ich von meiner Seite berichten, dass ich mit meinem wöchentlichen Newsletter ein neues Kommunikationstool eingerichtet habe, um meine Seminare zu bewerben und um eine Community aufzubauen.

Das alles sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.102 Unternehmen ab 20 Beschäftigten aus allen Wirtschaftsbereichen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom (ja ich bin Einzelkämpfer, wurde nicht gefragt, gebe aber dennoch meinen Senf dazu). Im laufenden Jahr werden die Investitionen in die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen voraussichtlich weiter zunehmen. 29 Prozent der Unternehmen wollen in diesem Jahr mehr investieren als 2021, nur 14 Prozent planen, ihre Investitionen zurückzufahren. Die Mehrheit (53 Prozent) lässt die Ausgaben unverändert.

Zum Standard der Unternehmenskommunikation gehören wie in der Vergangenheit E-Mail (100 Prozent) und Festnetz-Telefone (96 Prozent) – bei mir ist das Festnetz formal vorhanden, wird aber nicht genutzt. Smartphones nutzen 83 Prozent der Unternehmen sehr häufig oder häufig, vor zwei Jahren waren es 81 Prozent und 2018 erst 51 Prozent. Videokonferenzen gehören in 72 Prozent der Unternehmen zum Alltag, Zoom und Facetime möchte ich nicht missen, nicht im privaten, nicht im beruflichen. 2020 waren es noch 61 Prozent und 2018 nur 48 Prozent. Messenger nutzt die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent), vor zwei Jahren waren es 50 Prozent. Kollaborationstools setzen 40 Prozent ein (2020: 36 Prozent). Und in jedem dritten Unternehmen (36 Prozent) wird inzwischen häufig über Social Media kommuniziert (2020: 29 Prozent, 2018: 25 Prozent). Zugleich werden klassische Kommunikationsmittel seltener verwendet. Erstmals nutzt weniger als die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) häufig oder sehr häufig die Briefpost (2020: 56 Prozent, 2018: 71 Prozent). Und nur noch 40 Prozent greifen häufig auf das Fax zurück. Vor zwei Jahren waren es noch 49 Prozent, 2018 sogar noch 62 Prozent.
Und die Zusammenarbeit über die Cloud hat deutlich zugenommen. Werkzeuge wie Google Drive, Doodle, MindMeister oder Trello gehören heute zu meinem digitalen Alltag.
Und wie ist es bei euch? Was hat Corona bei euch verändert?

Diese Zeiten sind vorbei.

Star Wars in Concert – Rückkehr der Jedi in München

23. Mai 2022

Aller guten Dinge sind drei – und so habe ich mir den dritten Teil der mittlerem Star Wars Trilogie mit Live Musik angeschaut bzw angehört. Ursprünglich sollte das Konzert samt Film in der Münchner Philharmonie (Gasteig) stattfinden, doch Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung. Inzwischen ist der Gasteig Baustelle und so wichen die Veranstalter in die Münchner Olympiahalle aus, die deutlich mehr Besucher fasst als ein Konzerthaus.

Ich habe mich auf das Event richtig gefreut. Star Wars in Concert bedeutet auch immer ein Fan Treffen. So war es auch. Viele Anhänger der Lucas-Filme rückten mit T-Shirts und Fan-Outfit an. Ich denke, es waren auch Mitglieder der German Garrison vertreten in ihren Kostümen. Die German Garrison ist die deutsche Untereinheit der 501st Legion, dem 1997 gegründeten und weltgrößten Star-Wars-Kostümclub mit über 14.000 aktiven Mitgliedern in mehr als 60 Ländern rund um den Globus.

Ich traf auch meinen alten Freund Michi Bernhard in seinem Obi-Wan-Kostüm, den ich seit über zwei Jahren aufgrund Corona nicht getroffen habe.
Mein Platz in Reihe sechs war ausgezeichnet. Hinter mir zwei übereifrige Jugendliche mit Vater, die erklärten, dass eine Oper vier Stunden am Stück ohne Pause lief, während hier nach der Hälfte eine Pause eingelegt werde.

Für mich ist die Rückkehr der Jedi-Ritter der schwächste Teil der mittleren Star Wars Trilogie, aber besser als Teil 1-3 und besonders als der unsägliche Teil 9. Bei unserem Abend dirigierte der Österreicher Gottfried Rabl das Pilsen Philharmonic Orchestra mit sichtlich Spaß.

Meine Befürchtungen hinsichtlich der Münchner Olympiahalle bewahrheiteten sich leider. Die Sporthalle ist eben eine Sporthalle, wird als Konzerthalle für Rock und Pop genutzt, aber als Spielort für Filmmusik ist sie komplett ungeeignet. John Williams grandiose Musik war aufgrund der Akustik ein Matsch. Die leisen Töne des Werkes mit seiner Feinheit gingen komplett unter. Zudem war der Audioton der Dialoge zeitweise nicht hörbar und ging im Sounddesign von Sternenjäger und hochgedrehter Musik in der unsäglichen Halle leider unter. Star Wars in Concert war für Konzertsäle konzipiert und nicht für Sporthallen. Die beiden Teile Krieg der Sterne und Imperium schlägt zurück hatte ich noch im Gasteig gehört und genossen, bei Rückkehr der Jedi-Ritter litt ich zeitweise an der Akustik. Gezeigt wurde die digitalüberarbeitete Fassung des Film mit weiteren Effekten.

Gottfried Rabl und sein Orchester machten einen guten Job mit viel Show. Die German Garrison trat vor dem Konzert vor die Bühne zum Erinnerungsfoto. Nach dem Film reichte Darth Vader dem Dirigenten Rabel sein rotes Laserschwert und Rabl dirigierte den Imperial March als Zugabe mit dem Lichtschwert. Das kam bei uns Zuschauern gut an.

Ach ja Zuschauer: Mein Eindruck bei den Konzerten der Vergangenheit im Gasteig war ein diszipliniertes Publikum, das rechtzeitig zur Aufführung ihre Plätze einnahm. In der Olympiahalle kam man zu spät, ging mitten drin für Bier und Popcorn oder auf die Toilette. Gefällt mir es? Nein, aber ist egal, weil die Akustik sowieso eher schlecht war.

Im Februar 2023 wird nun Teil sieben der Saga Das Erwachen der Macht in der Isarphilharmonie in München aufgeführt. Bisher habe ich mir immer in der Pause. zu Star Wars in Concert Karten für das nächste Event gekauft. Das machte ich dieses Mal nicht, weil ich bei der Unvernunft der Menschen damit rechne, dass Corona im Herbst nach dem Oktoberfest wieder zuschlägt und alle Events zunichte macht. Und zum anderen haben die letzten Teile der Saga viel vom Glanz verloren, die das Star Wars Universum für mich ausgemacht haben. Die Musik von John Williams will ich lieber von Datenträger oder in einem Konzertsaal vom Meister selbst hören.

Persönlicher Nachruf: Vangelis ist tot – scheiß Corona

20. Mai 2022

Seine erste Schallplatte, die ich von ihm hörte war Heaven and Hell. Ich war als Jugendlicher vom Cover fasziniert. Die gläsernen Hände, die die Tasten spielen und dahinter Nebel mit Feuer. Die Musik klang wie ein Oratorium und schon vom ersten Lauschen hat mich die Musik gefangen. Ich kannte die Musik aus dem Fernsehen, denn sie war die Titelmusik der frühen Wissenschaftsserie Unser Kosmos von Carl Sagan.

Daran erinnerte ich mich wieder als ich vom Tode von Vangelis erfuhr. Er verstarb an Covid 19, das teuflische Virus, das noch immer nicht besiegt ist, obwohl alle so tun.
Meine Helden der elektronischen Musik sterben und immer wieder bricht mir es das Herz. Nach Edgar Froese, Richard Wright, Tomita, dem großen Keith Emerson und dem genialen Klaus Schulze nun auch Vangelis, wie der Künstlername von Evangelos Odysseas Papathanassiou war. Die Musik von Vangelis war immer ein Bestandteil meiner All Time Playlist, die ich immer hören kann, ohne dass sie mir zuviel wird.

Ich genoss freilich seine Soundtracks, allen voran habe ich mir alle Versionen von Blade Runner gekauft, die ich auftreiben konnte, 1492: Conquest of Paradise und natürlich Chariots of Fire. Aber Vangelis war mehr als ein Soundtrack-Komponist. Er schreib mit seiner Band Aphrodite’s Child und dem Album 666 sicherlich Progrockgeschichte. Gerne hätte ich ihn bei Yes gesehen, doch die Zusammenarbeit mit Jon Anderson lieferte uns schöne Popsongs.

Im Moment höre ich das Piano-Album Nocturne und Antarctica, dessen kaltes Thema ich rauf und runter im Sommer hören kann. Persönliches Highlight von Vangelis ist aber für mich das Stephen Hawking Tribute von 2018. Die Musik wurde beim Begräbnisgottesdienst in der Westminster Abbey aufgeführt und anschließend an die Gäste verteilt. Ich habe die CD Nummer 61 dieser Gottesdienst-Ausgabe, die auf 500 Exemplare limiert war. Das Stück selbst gibt es als Download und als Bootleg.

KiSS für hungernde Kinder in Togo

27. März 2022

Der Ukraine-Krieg hat andere Krisen in dieser Welt verdrängt und dennoch sind sie vorhanden. Ich selbst engagierte mich für Togo in Westafrika, habe zwei Patenkinder und arbeite ehrenamtlich in dem Verein Aktion PiT Togohilfe mit.

Kinder in Togo bei der Schulspeisung durch die Aktion PiT Togohlfe.

Und dabei erinnere ich gerne und immer Wieder an das wichtige Projekt KiSS. KiSS bedeutet KinderSchulSpeisung und zählt zu den erfolgreichsten Projekten des Vereins Aktion PiT-Togohilfe e.V., das jedes Jahr von Schulen und vielen Privatspendern aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck und anderen Landkreisen unterstützt wird. Die Vereinsvorsitzende Margret Kopp, sorgt dafür dass alle diese Spenden in den hungrigen Mägen der Kinder an den Partnerschulen landen.

Allerdings berichtet sie auch, dass seit Ausbruch der Corona-Epiedemie die Armut bei den bedürftigen Familien mit ihren Kindern erneut deutlich angestiegen ist und viele Kinder wieder echten Hunger leiden, sodass die Hilfe durch das KiSS-Programm umso dringlicher geworden ist. Vielfach ist es die einzige warme Mahlzeit, die diese Kinder bekommen. Nur 25 Cent kostet eine Mahlzeit, mit 50,- € kann ein „KiSS-Kind“ ein ganzes Schuljahr lang mit einem täglichen Schulessen versorgt werden.

In dem Dorf Takpamba besuchen beispielsweise 367 Kinder die Grundschule, Margret Kopp würde gerne auch die 75 Kindergartenkinder als die schwächsten in der derzeitigen Corona-Pandemie mit einbeziehen. Daher sind weitere Spenden für das KiSS-Programm in diesem Dorf notwendig.

Die Fotos, die Margret Kopp aus Togo mitgebracht hat, zeigen, wie glücklich die Kinder sind, wenn sie bei der Schulspeisung eine ganze Schüssel ganz allein aufessen dürfen, während sie zu Hause so eine Portion, wenn es sie überhaupt gibt, mit allen Geschwistern teilen müssen.

Daher die dringende Bitte um Spenden mit dem Stichwort KiSS für diese ganz direkte Hilfe für die Kinder in Togo auf das Spendenkonto von Aktion PiT-Togohilfe mit der IBAN: DE 34 7005 3070 0031 0399 10.
Mehr Informationen gibt es auf der Website von Aktion PiT-Togohilfe.

Der Januskopf Telegram

21. März 2022

So schnell kann es gehen. Mal wird Telegram verflucht, dann wieder als Retter gepriesen. Es ist interessant, welche wechselvolle Rolle der undurchsichtige Messengerdienst Telegram im Moment spielt.

Erinnern wir uns: In der Corona-Phase (die ja noch nicht vorbei ist), wird der Messengerdienst von Wirrköpfen, Schwurbler und Corona-Leugner genutzt, um gegen Impfungen aufzuwiegeln oder Spaziergänge zu organisieren. Der antisemitische Hetzer Attila Hildmann, die Schwurbler Xavier Naidoo oder Michael Wendler und viele andere nutzen Telegram für ihre gefährlichen Botschaften. Zudem wird gegen gewählte Vertreter des Rechtsstaates gehetzt, so dass über ein Verbot von Telegram in Deutschland nachgedacht wurde. Die Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) drohte den Dienst in Deutschland zu blockieren. Brasilien, nicht gerade eine Vorzeigedemokratie unter dem Populisten Jair Bolsonaro, hat es gerade vorgemacht. Mit dem brasilianischen Rechtsstaat sei der Messengerdienst Telegram nicht vereinbar und daher haben die Behörden den umstrittenen Dienst kurzerhand vom Netz genommen. Telegram weigerte sich wiederholt, Urteile und Anfragen der Polizei, der Landeswahlleitung und des Obersten Gerichtshofs zu befolgen.

Schon 2015 nutze der IS den Dienst zur Kommunikation und Rekrutierung für verwirrte Kämpfer. Auch der unmenschliche Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt war 2016 in Telegram aktiv und auch beim Sturm aufs as Kapitol spielte der Dienst eine Rolle.

In Deutschland wollte man Strafanträge die Telegram-Besitzern Nikolai und Pawel Durow zustellen, scheiterte aber an einer ladungsfähigen Adresse von Pawel Durow in Dubai. Telegram weist keine Adresse im Impressum aus, was in Deutschland aber vorgeschrieben ist. Da half wohl Apple aus und verriet den bundesdeutschen Behörden eben diese Adresse.

Und die Welt ändert sich
Und dann änderte sich am 24. Februar 2022 die Welt. Putin ließ seine Truppen völkerrechtswidrig in die Ukraine einmarschieren. Und nun kommunizieren der ukrainische Präsident und seine Regierungsmitglieder nun über Telegram und koordinieren die Verteidigung des überfallenen Landes. In der Ukraine sendet Präsident Selenskyj täglich Updates in seine Gruppe, die 1,5 Millionen Menschen umfasst. Auch in Russland ist Telegram ein beliebter Dienst, um nichtstaatliche Informationen zu erhalten. Terminator Arnold Schwarzenegger schickte sein gut gemachtes Video auch über Telegram als Teil seiner hybriden Kriegsführung und Aufklärung.

Rund 500 Millionen Nutzer soll Telegram inzwischen haben mit steigender Tendenz. Mit dem Dienst lassen sich per kostenlosen Abo Informationen schnell verbreiten. Zahlreiche Medienhäuser wie die New York Times oder die Washington Post veröffentlichen Berichte ihrer Journalisten aus dem Kriegsgebiet und aus den Newsrooms direkt auf dem Messengerdienst Telegram. Telegram-User sollen in dem Propaganda-Krieg journalistische Marken finden, bei denen sie sich verlässlich informieren können. Jetzt ist auch die BILD mit einem Angebot dabei, die noch vor kurzem massiv gegen Telegram gewettert hat.

So schnell ändern sich die Zeiten. Ich weiß nicht, ob die Bundesregierung ihre Ladungen bereits nach Dubai zugestellt hat. Im Moment ist Ruhe angesagt, wenn es um Telegram als antidemokratischen und intransparenten Dienst geht.

Der Hamster ist wieder ausgebrochen – ich fass es nicht

16. März 2022

Ich hab es nicht glauben wollen, dass es schon wieder losgeht. Als erstes berichtete mir meine Frau, dass die Regale mit Mehl und Sonnenblumenöl im örtlichen Supermarkt leer seien. Wir erinnerten uns an den Corona-Lockdown, als fast genau vor zwei Jahren Toilettenpapier und Hefe gehamstert wurde. Ich habe darüber gebloggt. Jetzt geht das Hamstern wieder los, die Hamster sind überall, wohin ich auch schaue.

Dann hab ich in den örtlichen Facebook-Gruppen darüber gelesen. Da ich aufgrund von Corona nur einmal die Woche einkaufe, hab ich von dem Trubel nicht viel mitgekommen. Aber ich wollte es selbst prüfen und habe nach einem Arztbesuch bei einem Drogeriemarkt vorbeigeschaut. Siehe da: Toilettenpapier war knapp und der Betreiber der Drogerie wies die Kunden darauf hin, dass das kostbare Papier nur in handelsüblichen Mengen abgegeben werde.

Tags darauf erledigten wir unserem Großeinkauf in der Metro in München-Pasing. Leider hab ich erst nach meiner Rückkehr gelesen, dass sich die Metro nicht an den Sanktionen gegen Russland aufgrund des verbrecherischen Angriffskriegs beteiligt. Das ist gelinde gesagt unschön.

Und was konnte ich in diesem Großhandel feststellen: Die Regale für das preiswerte Sonnenblumenöl waren leergeräumt. Teures Olivenöl gab es noch, aber auf billig stehen die Käufer und die Regale waren komplett leergeräumt. Auch Frittierfett war ausverkauft. Mehrere Schilder wiesen uns daraufhin, dass durch die Ukraine-Krise verursachte internationale Warenverknappung bei Pflanzen-/Sonnenblumen-/Raps-/Soja- & Frittierölen eingetreten sei und „um möglichst viele Kunden mit Ware zu versorgen, haben wir die Abgabemenge bei Speiseölen in unseren Kassensystemen auf technisch begrenzt.“ Bei Nudeln und dem Toilettenpapier sah es ähnlich mager aus.

Dient die Berichterstattung über das Thema (wie auch dieser Blogbeitrag) nicht dazu, dass sich mehr Leute aufmachen und hamstern, was das Zeug hält? Ein Dilemma jeder Berichterstattung.

Und was sagen die offiziellen Stellen: Der Lebensmittel-Verband appelliert an die Verbraucher, Hamsterkäufe wegen der Sorgen über den Ukraine-Krieg zu unterlassen. Sein Appell hat wohl nichts genutzt, vielleicht sogar das Hamstern verstärkt. Beim Verband heißt es, bereits zu Beginn der Corona-Krise habe übermäßiges Einkaufen auf Vorrat die Lieferketten unter Druck gesetzt. Laut Verbandssprecher gibt es noch keine Engpässe bei einzelnen Nahrungsmitteln wie etwa Sonnenblumenöl und Mehl. Der Verbandsvertreter bezeichnete die Ukraine allerdings als wichtigen Rohstofflieferanten für Sonnenblumenöl. Ein Krieg könne deshalb durchaus Auswirkungen auf den deutschen Markt haben. Und ich hoffe, dass die Hamster den Kopf einschalten. Vielleicht beginnt ja wieder ein reger Tauschhandel, wer weiß?

Über das Thema Benzin will ich erst gar nicht sprechen. Speditionen haben mit anderen Preisen kalkuliert. Mein Kollege Thomas Gerlach und ich haben in unserer jüngsten Folge von Der Lange und der Gerlach uns dieser Situation angenommen.

Unterstützung für die Abi-Kasse

4. Februar 2022

Heute bitte ich euch als Community um Unterstützung. Nicht für mich, sondern für den Abiturjahrgang von K2. Das Kind wird mit Mitschülerinnen und Mitschülern das Abi im Mai am Gymnasium Gröbenzell im bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck schreiben. Und nach dem (hoffentlich bestandenen) Abi ist eine Feier mit T-Shirts und allen Drum und Dran geplant. (You Gotta) Fight for Your Right (to Party!)

Für die Abi-Feier von K2 (Symbolbild) wird Geld über eine Affiliate-Programm gesammelt.

Und weil die Sache Geld kostet und in Corona-Zeiten das Einsammeln von Geld für solche Feierlichkeiten schwierig ist, wie beispielsweise zurückgehende Anzeigeneinnahmen durch einen krisengeschüttelten Mittelstand, haben sich die Schülerinnen und Schüler etwas besonderes ausgedacht, was mir als digital begeisterten Papa von K2 gefällt: Die haben ein Affiliate mit der Klamottenwebsite aboutyou abgeschlossen und einen Rabattcode von 10 Prozent herausgehandelt.

Und jetzt kommt ihr als Community ins Spiel. Wenn ihr neue Kleidung, Schuhe, Accessoires wie Gürtel oder Rucksäcke benötigt, dann schaut bitte auf der Seite aboutyou vorbei und wählt aus. Und am Ende gebt ihr den Gutscheinquote CS-D9NVV3 ein, dann spart ihr satte 10 Prozent und der Abijahrgang von K2 bekommt 10 Prozent vom Umsatz gutgeschrieben.

Also eine prima Sache für alle Sparfüchse und die Schülerinnen und Schüler haben auch etwas davon. Zum einen ein wenig Geld in der Abikasse und zum anderen haben sie den Umgang mit Affiliate-Marketing im 21. Jahrhundert gelernt. Affiliate-Systeme sind internetgestützte Vertriebsarten, bei denen in der Regel ein kommerzieller Anbieter, in diesem Fall aboutyou, seinen Vertriebspartnern, in diesem Fall den Schülerinnen und Schülern des Abijahrgangs, Provisionen anbietet. Der Produktanbieter stellt hierbei Werbemittel zur Verfügung, die der Affiliate auf seinen Websites verwendet oder über andere Kanäle wie Keyword-Advertising oder E-Mail-Marketing einsetzen kann, also in unserem Fall ein 10 Prozent Gutschein.

Ich finde es prima, wie Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen in der digitalen Welt sammeln und trotz Corona versuchen, eine Abifeier auf die Beine zu stellen. Und daher bitte ich um die Unterstützung der Community: Kauft bei aboutyou, spart 10 Prozent mit dem Code CS-D9NVV3 und die Kinder können ein Abi feiern, an das sie sich ihr ganzes Leben erinnern werden.

Kommentar: Chapeau Neil Young, aber du hast verloren

28. Januar 2022

Der Kerl war schon immer eigenwillig, hatte seine Kanten und ging auch so manchen Streit nicht aus den Weg. Jetzt zeigt der gebürtige Kanadier und heutige US-Bürger Neil Young wieder Flagge als er seine Songs von der schwedischen Streaming-Plattform Spotify zurückzog. Grund: Er möchte nicht seine Musik neben den Podcast von Comedian/Youtuber Joe Rogan stehen haben, der offensichtliche Falschaussagen gegen Corona verbreitet. Er will nicht dort sein, wo Falschinformationen zu COVID-19 verbreitet wird. Chapeau Neil Young!

Nun, der jüngere, klassischen Spotify-User wird eher den Schwurbler Rogan mit dem Podcast The Joe Rogan Experience kennen, als den 76jährigen Rockbarden Neil Young – und dennoch zeigt Neil Youngs Aktion Herz, Verstand, Rückgrat und Entschlossenheit. Und als langjähriger Fan von Neil Young unterstütze ich seinen Kampf gegen Lügen im Netz. Zur Transparenz: Ich Apple Music-Abonnent bin und habe kein Spotify-Abo.

In einem Brief von Young, der kurzzeitig auf der Website des Musiker zu sehen war, stand geschrieben: „Sie können Rogan oder Young haben. Nicht beide.“ Young zog nun seine Konsequenzen. Er hat dort laut seiner Spotify-Seite sechs Millionen Hörer pro Monat. Rogans Pod­cast wird durchschnittlich von mehr als 11 Millionen Hö­re­r gehört. Der Quacksalber hat dem Musiker gezeigt, wo der Hammer hängt. In seinem Podcast dürfen Figuren der Alt-Right-Szene auftreten, deren bei Facebook und Youtube wegen Hate Speech gesperrt sind.
Zurück bleibt Joe Rogan als Sieger. Er hat mit Spotify eine enorme Reichweite und darf seine Schwurblerideen, zum Teil rechtes Gedankengut und Lügen weiterverbreiten. Spotify ging es offensichtlich ums Geldverdienen. Der rechte Rogan bringt wohl mehr als der linke Young. Bei Spotify hieß es: „Wir bedauern Neils Entscheidung, seine Musik von Spotify zu entfernen, hoffen aber, ihn bald wieder begrüßen zu können.“ Damit ging der klare Sieg an Joe Rogan. Der moralische Sieger für mich heißt Neil Young.

Babbel präsentiert prägende Wörter des Jahres 2021

27. Dezember 2021

Als Journalist und Blogger bin ich auch eine Art Wortakrobat und setze Wörter gezielt ein, um Stimmung und Atmosphäre zu vermitteln. Und da stellt sich mir die Frage, welche Wörter das nun zurückliegende Jahr im In- und Ausland geprägt haben. Da kommt die Mitteilung der Sprachlernlattform Babbel genau zur richtigen Zeit. In meinem Newsletter habe ich ja über das Wort des Jahres geschrieben, nun gehen wir mal einen Schritt weiter.


Das Ende der Amtszeit von Angela Merkel, der ersten Frau im Amt der Bundeskanzlerin, und damit das Ende der 16-jährigen „Merkel-Ära“ war eines der großen Themen des Jahres in Deutschland. „Tschüss Mutti!“ – mit dieser oder ähnlichen Abschiedsformulierungen feierte man die Kanzlerin überall auf der Welt im Großen und im Kleinen: von der Frontpage-Berichterstattung in der US-Presse und der französischen Wertschätzung „Vive Mutti!“ (Es lebe Mutti!) auf internationalem Parkett bis zu Kabarettspektakeln und der Werbung einer bayerischen Molkerei im kleineren Kontext.

Mein Autogramm von „Mutti“.

Nach der Ära Merkel kommt nun die „Ampel“: Der altbewährte Signalgeber ist auch ein traditioneller politischer Jargon für die Koalitionsbildung dreier Parteien. Doch in diesem Jahr passt es bei der „Ampelkoalition“ erstmalig auch auf Bundesebene farblich. Der Farbentradition bei der Benennung von Regierungskoalitionen in der Umgangssprache blieb man somit auch dieses Mal treu. Und dies auch ohne die bisher im Sprachgebrauch etablierten Länderanalogien wie Jamaika-, Afrika-, Deutschland-Koalition und Co., durch die man dem sprachlichen Wirrwarr rund um alle möglichen Farbkombinationen zumindest in der Alltagssprache entkommt.


Auch in dieser Retrospektive kommen wir nicht ohne die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und Sprache aus. Laut Erhebungen bescherte uns die Krise eine Menge neuer Wörter, mal mehr, mal weniger sinnvolle. Doch eine Wortschöpfung war in Deutschland ganz bezeichnend für die gesellschaftliche Spaltung, die mit solch einer Krisensituation einhergeht – „Impfneid“: Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage waren die Covid-19-Impfstoffe zu Beginn des Jahres knapp und jede Person mit einer Impfeinladung galt als Glückspilz. In den sozialen Netzwerken wurden Fotos von bepflasterten Oberarmen und Impfpässen zu einer Art Statussymbol. Nicht Wenige litten unter “Impfneid”. Daraus resultierte wiederum eine andere Wortschöpfung – die „Impfvordrängler“: die Menschen, die beispielsweise Daten fälschten, um die anfänglichen Impfpriorisierungen zu umgehen und den Pieks schneller zu erhalten.
Blicken wir ins Ausland und schauen wir, welche Wörter hier gerne herangenommen werden. Babble gibt Auskunft darüber.

Nachbar Österreich
In der zweiten Jahreshälfte 2021 erschütterte ein Durchsuchungsbefehl das politische Österreich: Die Staatsanwaltschaft ließ nach Korruptionsverdacht u. a. das Kanzleramt, das Finanzministerium und die Parteizentrale der Regierungspartei ÖVP durchsuchen. Ex-Kanzler Sebastian Kurz trat daraufhin zurück. Der politische Skandal, der in kürzester Zeit als die „Kurz-Affäre“ bekannt wurde, löste eine Welle neuer „alter“ Begriffe aus: zum Beispiel den des „Schattenkanzlers“ (das österreichische Wort des Jahres), der in inoffizieller Funktion die Strippen der Regierungsgeschäfte zieht oder der „Freunderlwirtschaft“, mit der die nepotistische Vorteilsbeschaffung im Land bezeichnet wird. Der Begriff „Schattenkanzler“ ist auf die „shadow cabinets“ (Schattenkabinette) im Vereinigten Königreich zurückzuführen, die dort seit Ende des 19. Jahrhunderts eine feste politische Größe sind. Nach jeder Wahl werden dort von der Opposition spiegelbildlich zur Regierung inoffizielle Regierungen gebildet, die im Falle eines Regierungswechsels das Amt übernehmen könnten.

Blick auf die Insel: Vereinigtes Königreich
Apropos Vereinigtes Königreich: Auch für die Briten war 2021 bisher durchaus turbulent. Das hing natürlich mit der Pandemie, vor allem aber auch mit dem Brexit zusammen, der am 1. Januar 2021 vollumfänglich in Kraft getreten ist. Die Auswirkungen dieser Entscheidung begleiten die Menschen nun tagtäglich. Am einschneidendsten bisher macht sich für die Briten aber wohl die noch immer andauernde „petrol crisis“ (Übersetzung: Benzinkrise) bemerkbar, die dazu geführt hat, dass Tausende Tankstellen im Vereinigten Königreich seit mehreren Wochen keinen Tropfen Benzin mehr verkaufen können. Als die Ausmaße der fehlenden Kraftstofflieferungen allmählich bekannt wurden, verfielen viele Autofahrer in „panic buying“ (Übersetzung: Panikkäufe) und versuchten noch einmal vollzutanken. Ursächlich für den fehlenden Kraftstoff ist vor allem der Mangel an Lkw-Fahrern, von denen viele aus anderen Ländern kommen und wegen des Brexit in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Die Folgen: nicht nur leere Zapfsäulen, sondern auch leere Regale in Supermärkten und Geschäften.

Wer elektrisch auf der Insel fährt, der hat gut lachen.

Über den großen Teich: Vereinigte Staaten
Nach der Abwahl von Donald Trump im Herbst 2020 hätte der Beginn von 2021 eine Rückkehr zu einem normaleren Politikbetrieb sein können. Doch Trumps Anhänger hatten etwas anderes im Sinn: Am 6. Januar kam es in Washington D.C. zu „Riots“ (Übersetzung: Aufständen), als ein gewalttätiger Mob das Kapitol stürmte, um die gemeinsame Sitzung des Kongresses zu stören, in der Joe Bidens Wahlsieg formell bestätigt werden sollte. Ordnungskräfte wurden angegriffen und das Gebäude verwüstet, wobei fünf Menschen ums Leben kamen – das Land stand unter Schock. Der Sturm auf das Kapitol führte zum zweiten Versuch eines „impeachment trial“ (Übersetzung: Amtsenthebungsverfahren) gegen Trump, von dem er später jedoch freigesprochen wurde. Die Bilder des wütenden, völlig enthemmten Mobs gingen um die Welt und versinnbildlichen rückblickend die Regierungszeit von Trump.

Nachbar Frankreich
Der Brexit brachte für Frankreich als Nachbarland des Vereinigten Königreichs ungeahnte Probleme mit sich, die im Verlauf von 2021 zum „Guerre de la pêche“ (Übersetzung: Fischereikrieg) führten. Für französische Fischereifahrzeuge ist es seit dem Brexit schwierig, Fanglizenzen für die britischen Gewässer des Ärmelkanals zu erhalten, was im Widerspruch zu den Post-Brexit-Abkommen steht. Im Sommer führte der Konflikt sogar zum Einsatz von Patrouillenschiffen der britischen und französischen Marine. Die Kontroverse wurde im November neu entfacht, als Frankreich Maßnahmen gegen London ankündigte, falls die Zahl der erteilten Lizenzen nicht ausreichen sollte.

Wem gehört der Fisch?

Eine Thematik, die Frankreich 2021 neuerdings ebenso beschäftigt, sind die Debatten rund um genderneutrale Sprache. Im November wagte das traditionsreiche französische Wörterbuch „Le Robert“ den Schritt zu mehr Inklusivität in der französischen Sprache und nahm das genderneutrale Personalpronomen für die dritte Person „iel“ (oder „ielle“) in seine Online-Ausgabe auf und sorgte hiermit für weitreichende Diskussionen auch außerhalb Frankreichs.

Und was macht Italien?
Ein Blick nach Italien zeigt ein positiveres Bild von 2021. Das Land, das 2020 schwer von der Corona-Pandemie gezeichnet war, erlebte 2021 eine „blaue Erlösung“, die die italienische Presse „riscossa azzurra“ betitelte. Italien konnte sich über eine Reihe von Erfolgen freuen, sowohl im Sport, als auch im Unterhaltungssektor: vom Triumph der italienischen Mannschaft bei der Fußball-EM 2021 über das erste Wimbledon-Finale der Geschichte mit italienischer Beteiligung bis hin zu beeindruckenden 40 Medaillen bei den Olympischen Spielen in Tokio. Dazu kam Laura Pausinis Auszeichnung bei den Golden Globes für den besten Originalsong und der Sieg der Band Måneskin beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam. Warum all diese Erfolge „blau“ sind? Die italienische Fußballnationalmannschaft tritt bereits seit 1911 im sogenannten „Savoy-Blau“ an, das an die Farbe der Savoy-Dynastie angelehnt ist, die Italien von 1861 bis 1955 regierte und sehr positiv rezipiert wird.

Nachbar Polen
Im Januar trat in Polen ein verschärftes Abtreibungsrecht in Kraft, das in der Praxis einem totalen Verbot legaler Abtreibungen entspricht. „Aborcja“ (Übersetzung: Abtreibung) ist nur noch legal, wenn die Gesundheit der Schwangeren unmittelbar in Gefahr ist oder die Schwangerschaft das Ergebnis einer Straftat ist. Seit Bekanntwerden des neuen Gesetzes protestiert die Bewegung „Strajk Kobiet“ (Übersetzung: Frauenstreik), die vor allem aus Frauen und Oppositionellen besteht, immer wieder in großer Zahl gegen das Gesetz der konservativen Regierung.

Spanien
Spanien wurde im September diesen Jahres durch den Ausbruch des „volcán“ Cumbre Vieja auf der Kanarischen Insel La Palma, erschüttert. Zwei Monate später zeigt die vulkanische Aktivität keine Anzeichen eines Nachlassens. Die „colada“ (Übersetzung: Lavaströme) haben bereits Hunderte von Hektar Land verschüttet und Tausende von Gebäuden zerstört – eine gewaltige Naturkatastrophe. Zahlreiche Orte mussten bereits evakuiert werden. Besonders groß war die Sorge, ob und wann die Lava das Meer erreicht und was dann passieren wird. Inzwischen gilt die Krise als überwunden.

Brasilien
In Brasilien war die Pandemie 2021 und vor allem das katastrophale Handling der Regierung rund um Präsident Bolsonaro das bestimmende Thema. In der brasilianischen Presse und in den sozialen Medien hat das Wort „Genozid“ eine neue, polarisierende Bedeutung bekommen und wurde zum Inbegriff für den ignoranten Umgang der Regierung mit der Pandemie. Der Boykott der wichtigsten Präventionsmaßnahmen, wie Masken oder Social Distancing, sowie die Regierungskampagne, die zugunsten unwirksamer Medikamente angestoßen wurde, wurden im eigenen Land und weltweit scharf kritisiert. Im Zuge der Impfstoffverteilung kam es in Brasilien zu Beginn von 2021 zu einer neuen Art von kriminellem Verhalten: „fura fila“ (wortwörtlich „Warteschlangenbrecher“) – der Ausdruck beschreibt den Tausch von Geld gegen einen Platz auf der Impfpriorisierungsliste.

Live-Experiment: Streaming aus Rom

1. November 2021

Mein Kollege Thomas Gerlach ist im Moment in Rom. Dort fand der G20 Gipfel in der Corona-Krise statt. Daher werden ich am heutigen Montag, 1. November um 17 Uhr Uhr live nach Rom schalten und Thomas um seine Eindrücke befragen. Wir sprechen auch über Digitalisierung und Apps für den Urlaub.

Thomas Gerlach berichtet live aus Rom.

Wir streamen das Interview live auf meinem Youtube-Kanal redaktion42. Es freut uns, wenn Du bei unserem Experiment dabei bist. Technisch sprechen wir via Zoom, weil wir mit der Software gute Erfahrungen gemacht haben und spielen dann den Zoom-Stream mit einer Verzögerung von 20 Sekunden über YouTube live aus.
Wir sehen die ganze Sache als Experiment um Erfahrungen fürs Live-Streaming zu sammeln. Ich bin gespannt und freu mich, wenn Du dabei bist.

Ich sitze in Oberbayern und werde mich mit Thomas in Rom unterhalten und das Ganze in YouTube Live streamen.

Übrigens, wenn Du über Seminare und Aktionen von mir informiert sein willst, kannst du den kostenlosen Newsletter von mir abonnieren, der Sonntags auf die Reise geht.