Posts Tagged ‘Bravo’

Vielleicht ein Musiktipp: Chapter one – the wild Bunch von The Sweet

2. Januar 2018
Ich schäme mich für diese Musik, aber sie gefällt mir: the Sweet

Ich schäme mich für diese Musik, aber sie gefällt mir: the Sweet

Ok, ich geb es zu, ich schäme mich für diesen Kauf. Noch im vergangenen Jahr habe ich die Box Chapter 1 the Wild Bunch von (The) Sweet erworben. Die Musik ist zum großen Teil schrecklich, aber es ist die Musik meiner Jugend und daher gefällt sie mir (zumindest ein Teil davon).
Musikalisch sozialisiert wurde ich in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Es war die Zeit von Hardrock, Punk, Disco und Glam Rock. Und genau in diese Zeit fielen The Sweet. Von einer Schlagerband entwickelte sich die Band um Brian Connolly und Andy Scott zu perfekten Glam Rockern. Während David Bowie in seinen Ziggy Stardust-Kostümen cool war, so waren The Sweet und später Sweet in ihrem Outfit einfach nur peinlich. Als Kind glaubte ich, in Sweet eine Hardrockband zu erkennen. Als ich dann Deep Purple oder ACDC hörte, bemerkte ich, dass meine Gedanken ein schwerer Fehler waren.
The Sweet waren eine erfolgreiche Hitparadenband und ich habe damals viele Songs auf Kassette vom Radio aufgenommen: Hell Raiser, The Ballroom Blitz und Teenage Rampage sowie Love is like Oxygen und natürlich Fox on the Run. Die Songs waren nicht mehr als aufgemotzte Schlager und gingen wunderbar ins Ohr. Abba war für alle und Sweet war für die härtere Fraktion von uns Normalen. Heute ist Abba immer noch wegweisend, während Sweet einfach nur peinlich sind. Und trotzdem habe noch einige Singles und LPs.

Nun gut, ich stehe dazu: Ich habe mir diese peinliche Musik gekauft und im Kreise meiner Familie angehört. Kopfschütteln war die freundlichste Reaktion, nur K2 hatte ein wenig Verständnis. Grund: Fox on the Run lief im Trailer zu Guardians of the Galaxy 2 und damit war dieser Song von K2 zumindest geduldet.
Die Box enthält Chapter one eine Zusammenstellung der Alben bis in Jahr 1978. Danach wurden Sweet noch schlechter. Enthalten sind die sechs Studioalben „Funny How sweet Co-Co can be“ (1971), „Sweet Funny Adams“ (1974), „Desolation Boulevard“ (1974), „Give us a Wink“ (1976), „Off the Record“ (1977) und „Level Headed“ (1978). Als Bonus gibt es die Live-Scheibe „The Rainbow – Live in the UK 1973“, die wirklich schrecklich ist und zeigt, dass die Band hoffnungslos überschätzt war. Vielleicht wäre es besser gewesen, weniger zu schminken als vielmehr die Instrumente zu üben. „At the Beep – The BBC Radio Sessions“ ist besser und „The Lost Singles“ mit A- und B-Seiten der Singles.
Interessant, und das ist es wirklich, sind die 30 Songs, die als Bonus-Material auf den Alben abgelegt sind. Und ich habe das beiliegende Booklet gerne gelesen, denn es war eine Reise in meine Jugend. Hier kommt als Fotomaterial viele Bilder der Bravo zum Tragen. Die Bravo war das Zentralorgan der deutschen Jugend und liebte Sweet. Mein roter Schal kam einmal sogar mit Sweet auf das Titelbild der Bravo. Die Geschichte dazu gibt es hier nachzulesen.
Ich möchte die Box empfehlen, aber nur denjenigen, der Sweet in seiner Jugend gut fand – so wie ich. Wer noch nie von Sweet gehört hat, sollte seine Finger von der Box lassen.

Die Bravo wurde 60 Jahre alt – alles Gute zum Geburtstag

16. September 2016
Die Erstausgabe der Bravo aus dem Jahre 1956

Die Erstausgabe der Bravo aus dem Jahre 1956

Das ehemalige Zentralorgan der deutschen Jugendlichen feierte im August 2016 seinen 60. Geburtstag. Die Bravo. Einstmals Europas größte Jugendzeitschrift versorgte sie Woche für Woche die Teenager mit neuestem Klatsch und Tratsch und klärte sie auf.
Ich war nie ein großer Bravo-Leser und dennoch war sie allgegenwärtig. Natürlich hatte ich ein paar Poster an der Wand, natürlich kannte ich Dr. Sommer und noch heute propagiere ich in meinen Schülerzeitungsseminaren den Bravo-Fotoroman als Mittel des Story-Telling. Aber am Eindrucksvollsten war für mich immer der Starschnitt.


Das erste Mal, dass ich einen kompletten Starschnitt gesehen habe, war bei meinem Onkel. Er war und ist der absolute Elvis-Fan. Und in seiner Junggesellenbude hatte er im Eingangsbereich einen lebensgroßen Starschnitt von Elvis Presley stehen. Ich glaube, es war ein Bild aus der Aloha from Hawaii-Phase. Akribisch hatte mein Onkel Woche für Woche die Bravo gekauft und die Einzelteile des Starschnitts aus dem Heft herausgelöst. Dann wurden die Einzelteile wie Hand, Kopf, Tolle, Arm, Bein mit der Schere fein säuberlich ausgeschnitten und zusammengeklebt. Am Ende wurde der Elvis von meinem Onkel auf Pappe aufgezogen und verstärkt, damit Elvis nicht aus dem Gleichgewicht kam und umfiel.
Ich habe noch die Erstausgabe der Bravo vom August 1956 als das Heft noch eine Zeitschrift für Film und Fernsehen war. Es ist interessant, welchen Weg die Bravo eingeschlagen hat. Auf jeden Fall muss ich der Bravo gratulieren für die vergangenen 60 Jahre. Ob es nochmals 60 Jahre für die Marke Bravo gibt, weiß ich nicht. Meine Kinder interessieren sich nicht mehr für diese Jugendzeitschrift. Aber die Verantwortlichen werden sicher einen Plan für die nächsten 60 Jahre haben.

Und hier kommen die Beatles von der Bravo präsentiert.

Und hier kommen die Beatles von der Bravo präsentiert.

Aus meinem Archiv habe ich noch ein besonderes Schmakerl der Bravo ausgegraben. Eine Sonderveröffentlichung zur Bravo-Blitztournee 1966 mit den Beatles. Die wohl wichtigste Band der Welt gastierte ab 24. Juni 1966 in München, Essen und dann in Hamburg.

Um das Fan-Interesse zu befriedigen, brachte die Bravo die Veröffentlichung „Das sind die Beatles“ heraus. Das Magazin kam mit Poster. In meinem Video zeige ich die Erstausgabe der Bravo und die Beatles-Ausgabe. Viel Spaß.

Ohne Smartphone geht es nicht mehr – Mediennutzung der Jugend

26. März 2015
Wenn das Handy mal kaputt ist, dann ist Panik angesagt.

Wenn das Handy mal kaputt ist, dann ist Panik angesagt.

Was alle wissen, belegt jetzt die einstige Sprachohr der Jugend mit einer neuen Umfrage. Die BRAVO veröffentlichte gestern interessantes Zahlenmaterial, dass sich mit meinen Erfahrungen als Referent an Schulen deckt: YouTube, Apps und Social Media bestimmen immer stärker das Medienzeitbudget von Jugendlichen. Dies bestätigen die jüngsten Ergebnisse aus zwei Umfragen im Youth Insight Panel (YIP) von BRAVO.
So nutzen neun von zehn Jugendlichen (90 Prozent) YouTube mindestens einmal pro Woche, mehr als die Hälfte (60 Prozent) ist inzwischen täglich auf dem Videoportal unterwegs. In der Altersgruppe bis 14 Jahre liegt die tägliche Nutzungshäufigkeit sogar bei 64 Prozent. Zwei Drittel (69 Prozent) der Jugendlichen schaut sich die Clips mindestens 20 Minuten an, bei einem Drittel (36 Prozent) dauert eine Session sogar eineinhalb Stunden und länger. Klassisches Fernsehen hingegen wird nur noch von knapp der Hälfte (47 Prozent) der Befragten oft geschaut. 13 Prozent interessieren sich überhaupt nicht mehr für das frei empfangbare TV-Programm.
Weitere Umfrageergebnisse im Überblick:

  • Musik ist für drei von vier Teenagern (77 Prozent) das wichtigste YouTube-Thema, gefolgt von Comedy (55 Prozent).
  • 71 Prozent der Jugendlichen folgen ihren YouTube-Stars nicht nur auf YouTube, sondern auch auf weiteren Social Media-Plattformen. Hierbei liegt Instagram (50 Prozent) an erster Stelle vor Facebook (45 Prozent) und Twitter (31 Prozent).
  • Lediglich 20 Prozent der Befragten fühlt sich von Produktplatzierungen in YouTube-Clips – insbesondere bei YouTube-Stars – gestört.
  • ProSieben ist bei den Befragten, die oft oder manchmal klassisches Fernsehen schauen, der beliebteste TV-Sender (76 Prozent), gefolgt von RTL (57 Prozent) und Sat.1 (46 Prozent). ARD oder ZDF schaut hingegen nur jeder fünfte Jugendliche (21 Prozent) gerne.
  • Second Screen: Über zwei Drittel der Jugendlichen (71 Prozent) nutzt beim TV-Schauen parallel ein zweites, mobiles Endgerät.

Ohne Social Media Apps geht nichts!
Die Befragung im BRAVO Youth Insight Panel zur App-Nutzung zeigt, dass über drei Viertel der Jugendlichen (77 Prozent) mindestens zwei Social Media- oder Spiele-Apps auf ihren Smartphones installiert haben. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) nutzt unterwegs sogar mindestens vier Social Media Apps. Instagram (49 Prozent) hat dabei Facebook (41 Prozent) in der Gunst der Jugendlichen inzwischen deutlich abgehängt. Abgesehen von klassischen Social Media-Apps stehen Anwendungen für Musik und Games bei den Befragten besonders hoch im Kurs. Insgesamt haben 60 Prozent der Umfrageteilnehmer mehr als zehn selbst heruntergeladene Apps installiert, neun Prozent der Befragten geben an, 40 und mehr Apps auf dem eigenen Smartphone zu haben. Jeder fünfte Jugendliche (20 Prozent) gibt regelmäßig monatlich Geld für Apps aus.

Buchkritik: Deep Purple Photos 1970-2006 von Didi Zill

20. April 2014

Deep_Purple

Die britische Deep Purple gehört für mich zu den wichtigsten Vertretern des Hardrocks. Bis heute habe ich die Konzerte dieser Band immer wieder gerne besucht und auch darüber geschrieben. Verschiedene Besetzungen und Aufnahmen unterschiedlicher Qualität prägten die Bandgeschichte. Der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf hat für mich eine hervorragende Fotodokumentation der Jahre 1970-2006 vorgelegt. Fotograf dieser einzigartigen Werkausgabe Deep Purple Photos 1970-2006 ist der legendäre Didi Zill. Über ihn habe ich ja bereits schon berichtet.

Didi Zill war einstmals einer ganz großen Fotografen der deutschen Jugendzeitschrift Bravo. Diese Jugendpostille veröffentlichte zahlreiche Fotos des Ausnahmekünstlers und der Ausnahmeband. Für den Band Deep Purple ist Didi Zill noch mal in sein Analogarchiv gestiegen und brachte legendäre Aufnahmen zu Tage. Was diese Aufnahmen ausmacht, ist das besondere Verhältnis zwischen Fotograf und Künstler. Die britischen Hardrocker schienen den Fotografen ins Herz geschlossen zu haben. Zill nahm am Leben der Band teil. Seine Kamera war zeitweise Bandmitglied. Dies führte zu zahlreichen sehr privaten Aufnahmen. Heute sind sie ein Teil der Rockgeschichte.

Besonders herausragend ist für uns alle natürlich die Entstehung des Albums Machine Head mit dem Song Smoke on the Water. Didi Zill hat 1971 die Aufnahmen in Montreux geschossen inklusive des Augenblicks als Ian Gillan den Text für den legendären Songs schrieb. Durch Zufall war Zill vor Ort und drückte ab. Er hat so einen der wichtigsten Momente der Rockgeschichte für die Nachwelt erhalten – dafür müssen wir ihm sehr, sehr dankbar sein.

Der Text von Smoke on the Water - Originalfoto: Zill

Der Text von Smoke on the Water – Originalfoto: Zill

Das dicke Fotobuch umfasst zahlreiche gestellte Fotos, eben die typischen Starschnitt und Bandfotos der damaligen Zeit. Besonders schön waren die Gesellen nie, vom Glamourfaktor gab es sicher interessante Fotomotive. Aber wenn man sich die Visagen genau anschaut, stellt man die Kraft in den Gesichtern fest. Vor allem Ritchie Blackmoore war wohl noch nie eine der sympathischen Gestalten. Er spielte auch bei den Aufnahmen eher den geheimnisvollen dunklen Typen. Aber das Verhältnis Zill – Blackmore war besonders, was sich an diesem Buch zeigt.

Insgesamt teilt sich das 464-seitige Buch in drei Schwerpunkte auf. Gestellte Gruppenfotos, Live Aufnahmen und Session- und Aufnahmefotos. Für mich am interessantesten sind die Letzteren. Wir sehen noch mal die legendären Konzerte in Stockholm und natürlich die Japan Tour. Vieles kenne ich nur von alten Langspielplatten oder CDs. Vor allem Made in Japan kam jetzt wieder in eine neue veröffentlichten Form heraus. Deep Purple bringt für alle Fans immer wieder Live Aufnahmen auf den Markt und wir Fans kaufen natürlich.

Wir sehen den Zerfall der Mark II Besetzung und ihr Untergang in Japan. Ich sah faszinierend das umgeworfene Schlagzeug von Ian Paice, das symbolisch die Auflösung der Band markiert. Zill war dabei und hat auch diesen entscheidenden Meilenstein der Rockgeschichte mit seiner Kamera am 29. Juni 1973 in Osaka eingefangen. Zill war aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch hinterher in den Garderoben. Hier flossen Tränen, als die Gruppe auseinanderbracht und sich auflöste.

Aus und vorbei für Mark II. Originalfoto: Zill

Aus und vorbei für Mark II. Originalfoto: Zill

Es ging dann weiter mit David Coverdale und Glen Hughes, beide noch sehr jung. Zill war bei den Aufnahmen und Proben zu Burn dabei. Und wirklich laut gelacht habe ich beim Konzertaufnahmen vom 27. Juni 1974. Immer wieder habe ich von der Geschichte gelesen, als eine junge Dame komplett unbekleidet auf die Bühne von Kursaal Ballroom stieg und sich hinter Ian Paice stellte. Didi Zill lieferte endlich die Bilder zu diesem Event.

Sehr schön sind auch die Fotos von Didi Zill zu den Einzelprojekten der Musikanten. Jon Lord Aufnahmen mit Eberhard Schoener, Bühneneskapaden von Ritchie Blackmoore und seiner Band Rainbow mit Dio sowie David Coverdales Whitesnake, ich allerdings nicht so gerne mochte. Die meisten der Home Storys konnte man sich sparen, aber so erfahre ich wenigstens, dass Blackmoore eine Bar mit Stammtisch-Zeichen in dem Keller seines Anwesens hatte. Wer diese schrecklichen Home Story-Bilder überlebt hat, bekommt starke Aufnahmen von der Bühnenpräsenz der Band mit. Hier ist Didi Zill in seinem Element. Er dokumentierte zahlreiche Auftritte und nebenbei bemerkt man auch, wie sich die Fototechnik weiterentwickelte.

Rundum ein lohenswerter Band Deep Purple Photos 1970-2006 für Freunde des gepflegten Hardrocks. Klar Kaufempfehlung. Und zum kiloschweren Fotoband gibt es zudem noch ein Autogramm von Didi Zill dazu.

Foto 1

 

Buchkritik: Fotoband Boy George von Didi Zill

16. Juni 2012

Als Kind wurde meine Begeisterung für Fotografie geweckt, als ich mit meinen Onkel einmal den Star-Fotografen der deutschen Bravo Didi Zill besuchte. Mein Onkel musste Zill, der in einer Villa in München Grünwald residierte, etwas bringen und ich kleiner Knirps war dabei. Es war Winter und ich hatte einen roten Schal um. Zill, der gerade in einer Fotosession mit der englischen Band The Sweet war, wollte wohl freundlich sein und lud mich ein, die Session zu beobachten. Irgendwann nahm Sweet-Sänger Brian Connolly meinen Schal und setzte sich in Szene. So kam mein roter Schal auf ein Titelbild der Bravo.

Didi Zill machte auch Musik, nahm ein paar Single und LPs auf und irgendwo hab sie ich wohl auch noch. Viel wichtiger waren mir seine Fotos. Und neulich entdeckte ich einen schönen Fotoband aus dem Verlag Schwarz & Schwarzkopf: Didi Zill Boy George Photos 1982-83
Er zeigte Didi Zill-Fotos von Boy George aus den Jahren 1982/83. Damals schlug die Band Culture Club mit Frontmann Boy George in England und später in Deutschland ein. Die ersten Songs waren ‚Do you really want to hurt me‘, ‚Time‘ oder ‚Karma Chameleon‘. Didi Zill öffnete in seinem Buch sein Archiv und zeigte wunderbare Fotos dieser Zeit. Viele davon wurden im Zentralorgan der Jugend, der deutschen Bravo veröffentlicht.

Boy George ist heute Geschichte, Culture Club hatte ein paar erfolgreiche Songs. Später driftete Boy George in Techno und Drogen ab. Aber 1982 war der schillernde Musiker noch voller Elan. Er entwickelte seinen weiblichen Stil und ich erinnere mich noch an einen Auftritt von Culture Club im deutschen Fernsehen. Die TV-Nation stritt anschließend darüber, ob der Sänger vielleicht doch eine Frau sei und was man gerade gesehen hatte. Boy George war schillernd und er liebte es, sich zu inszenieren. Die Fans, vor allem die weiblichen Fans, liebten Boy George, der sich auf Fotos wunderbar in Szene setzte. Bund, Farbenfroh, ein wenig verrückt und viel, viel Schminke.

Und Didi Zill war ein Meister seines Fachs. Er zeigte uns die Band Culture Club mit Auftritten in der Londoner Diskothek Blitz und vor allem privat. Heute muss ich feststellen, dass die meisten der Musiker der Band keinen Geschmack hatten. Ihre Wohnungen waren grausam eingerichtet, was man auf den Bildern aus den 80ern sehen kann. Stil war nicht gerade das Markenzeichen dieser Zeit. Aber wir sehen in den Bildern von Zill junge Leute, die hungrig sind, die etwas erreichen wollen. Und wir sehen einen Boy George, der die Chance wahrnahm und wusste, was Didi Zill konnte. Vor allem die wunderbaren Ägyptenfotos zeigen einen entspannten Boy George, geschminkt, inszeniert und wunderbar anzusehen. Was Zill fotografierte, sahen später Millionen deutscher Jugendlicher und kauften die Schallplatten und Singles der Band.

Mir hat der Bildband Didi Zill Boy George Photos 1982-83 sehr viel Spaß gemacht und wer sich an die Jahre 1982/82 erinnern will, sollte einen Blick riskieren.

Neue Zeitschrift „3D Total“ – Tierisches Vergnügen

18. Januar 2011
Stereo 3D für Kinder - ich probiere es mal aus.

Stereo 3D für Kinder - ich probiere es mal aus.

Der deutsche Micky Maus-Verlag geht in Richtung 3D. Es gab ja schon immer wieder Versuche Stereobilder in Zeitungen abzudrucken. Ich erinnere mich an Animationsmagazine auf der Siggraph 2009 oder auch an eine Extraausgabe der BILD-Zeitung mit dem Verteidigungsminister auf dem Cover.  Nach Aufklärungsbildchen in der Bravo kommt jetzt Stereo 3D für die Kleinen und ich werde mal eine Ausgabe kaufen. Mit dem Magazin „3D Total“ aus dem Egmont Ehapa Verlag kommen die Tiere nach Hause, und das scheinbar zum Anfassen nah. Ab dem 21. Januar 2011 ist das erste speziell für Kinder entwickelte 3D-Magazin im Handel erhältlich.

Mit einer 3D-Brille ausgestattet, startet das Magazin in das Abenteuer Wildnis. Durch den dreidimensionalen Effekt steht der Leser inmitten der aufregenden Tierwelt in den Wäldern, Wüsten und Meeren der Erde.

Die erste Ausgabe ist natürlich nicht nur mit den beeindruckend lebensecht wirkenden Bildern gefüllt, sondern auch mit einer Menge Wissenswertem zu den unterschiedlichsten Tieren und deren Lebensräumen. So erfährt man das Interessanteste zu den Rekordhaltern im Tierreich, den cleveren Tarnspezialisten und den geschicktesten Jägern. Die Poster, die in dreidimensionaler Optik begeistern, lassen die Kinder in das Tierreich eintauchen. Außerdem können mit der richtigen Lösung und einer Prise Glück beim großen Rätsel tolle 3D-Preise gewonnen werden. Darüber hinaus gehören zum Magazin Sammelkarten mit den wichtigsten und spannendsten Infos sowie den schönsten Aufnahmen der dargestellten Tiere.

Übrigens, der Titel 3D Total hat nichts mit der gleichnamigen Fachzeitschrift von früher zu tun: Andere Zielgruppe

 

Bild kommt in 3D

13. April 2010
Als ich noch Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION war, wollte ich immer eine Ausgabe in 3D. US-Zeitschriften wie computer graphics world (CGW) hatten es vorgemacht und in Deutschland hatte die ct auch eine Ausgabe. Leider gelang es mir zu meinen Amtszeiten nicht, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Dennoch freut es mich zu hören, das Stereo 3D richtig populär wird. Beim Newsdienst New Business lese ich, dass Springer plant eine Ausgabe der Bild in Stereo3D auf den Markt zu bringen – komplett mit Brille. Das Ganze wird Sponsorfinanziert. Wie es heißt, soll das Ganze eine einmalige Aktion werden. Dies wird nach Avatar dem Thema Stereo 3D nochmals Schub verleihen. Wie weiter berichtet wird, sollen alle redaktionelle Beiträge, also die Fotos, aber auch die Anzeigen in 3D erscheinen.
Ich erinnere mich noch an alte Bravo-Zeiten als die rotgrün-Brillen mal wieder populär waren. Hier hab es einzelne Geschichten in 3D. Vor allem die Aufklärungsseite Dr. Sommer wurde von den Jugendlichen genau in 3D bewundert. Das wird bei der Bild nicht anders sein, hat das Springerblatt nicht auch ein aufreizendes Damenfoto auf Seite 1?