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120 Jahre Todestag von Sebastian Kneipp – seine Ideen sind weiter aktuell

17. Juni 2017
Urlaub im Allgäu - da gehört der Kneipp einfach dazu.

Urlaub im Allgäu – da gehört der Kneipp einfach dazu.

Heute ist der 120jährige Todestag von Sebastian Kneipp und für mich sind die Ideen des schwäbischen Pfarrers aktueller denn je.
Seit meinen jüngsten Aufenthalt in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang bin ich ein regelrechter Fan vom alten Sebastian Kneipp geworden. Hotelier Armin Gross hat mich damals zu einem Beta-Test eingeladen, um sein Prinzen-Päckle an mir auszuprobieren. Dieser Einladung bin ich gerne gefolgt.

Mein Prinzen-Päckle mit Anwendungen von Sebastian Kneipp.

Mein Prinzen-Päckle mit Anwendungen von Sebastian Kneipp.

Das Prinzen-Päckle besteht aus mehreren Bausteinen: Eine Kombination aus Sport- und Meditationsprogramm verknüpft mit Anwendungen von Sebastian Kneipp und Methoden der bayerischen Infanterie von 1872 – klingt seltsam, macht aber Sinn. Seine Ideen hat Armin Gross in dem wunderbaren Buch Leben wie ein Prinz zusammengefasst.

Jeden Morgen mache ich jetzt also meine Prinzengymnastik. Es sind rund zehn Minuten Training, die eigentlich immer drin sein müssen. Zehn Minuten hat jeder Zeit – da gibt es keine Ausreden. Die Drück- und Zugmuskelatur wird gestärkt. Dann kommen die Beine dran. „Die Muskel sind unsere Freunde“, sagt mir Armin Gross und er hat recht.

Nur wenn die Muskeln belastet werden, dann wachsen sie und stärken den Körper.
Bei der anschließenden Dusche kommt der alte Sebastian Kneipp ins Spiel. Aufgüsse sind in jeder Dusche möglich. Kaltes Wasser ins Gesicht und der Bub ist wach. Damit beginnt meine Kneipp Kur. Während des Tages genehmige ich mir immer wieder einen Kneippschen Kaffee als Aufputschmittel. Ich lasse kaltes Wasser über meine Arme laufen und beginne mit dem rechten Arm – er ist am weitesten vom Herzen weg und gehe dann zum linken Arm. Gerade im Sommer eine tolle Erfrischung, die meinem Körper einen Schub gibt. Auch die anderen Ideen von Kneipp sind prima: Aromabäder, Spaziergänge, Schlaf – alles Sachen, die ich heute genieße.

Zum Runterkommen habe ich wie der alte Prinzregent Patiencen gelegt. Ich mag ja eigentlich keine Kartenspiele, aber Patiencen bringen mich in einen gewissen Flow. Mein unruhiger Geist schaltet ab und so soll es sein. Andere malen oder zeichnen Mandalas.

Mal sehen, was sich für mich als die ideale Abschaltmethode herausstellt.
Auf jeden Fall haben sich die Ideen von Armin Gross, basierend auf Sebastian Kneipp, für mich als richtig erwiesen. Vielleicht wirkt Kneipp auf jüngere Menschen unmodern und uncool, aber der alte Kneipp macht schon Sinn. Probiert es mal aus, gerade zum 120jährigen Todestag wäre es mal ein Anlass.

Moderne Ideen trotz 120jährigem Todestag von Sebastian Kneipp.

Moderne Ideen trotz 120jährigem Todestag von Sebastian Kneipp.

Neujahrstag: Der Tag des Aufräumens

1. Januar 2012
Leeres Sektglas vor dem Rathaus.

Leeres Sektglas vor dem Rathaus.

Wer eine Sauerei macht, der muss auch aufräumen. So haben es einem die Eltern beigebracht. Was eine Selbstverständlichkeit ist, scheint aber leider nicht überall der Fall zu sein. Das stelle ich fest, wenn ich am Neujahrstag einen Spaziergang durch meine kleine Landgemeinde mache. In der Silvesternacht wurde geschossen und geballert, was das Zeug hielt. Ich als Spaßbremse nahm an dem kollektiven Abbrennen von Feuerwerkskörpern nicht teil. Aber ich glaub auch nicht an den frommen Wunsch: Brot statt Böller.

Scherben und Reste von Feuerwerk - so präsentiert sich der Neujahrstag.

Scherben und Reste von Feuerwerk - so präsentiert sich der Neujahrstag.

Beim Neujahrsspaziergang am Nachmittag zeigte sich das Bild der Verwüstung. Überall die Reste des Feuerwerks. Raketen, Kracher, Chinaböller allerlei Größenordnung und Sprengkraft, Knallfrösche, Schweizer Kracher und was das Silvesteraresnal noch an asiatischen Kampfstoffen zu bieten hat. Dazwischen zerschlagene Flaschen, Gläser, die Hundepfoten verletzen und Reifen aufschlitzen Und leider noch mehr: Reste von blindwütiger Gewalt, wenn besoffene Vollpfosten ihre Umgebung demolieren.

Wo Deppen unterwegs sind.

Wo Deppen unterwegs sind.

Klar, Silvester soll Spaß machen und feiern gehört dazu. Von mir auch das Abschießen von Brillantfeuerwerk. Aber zum Feiern gehört auch das Aufräumen am nächsten Tag dazu. Es kann nicht sein, dass einige wenige durch die Straßen ziehen und die Reste der Feiergesellschaft beseitigen. Also Besen und Schaufel schnappen und den Müll aufräumen! Und die Volldeppen, die Gemeingut demolieren, gleich anzeigen.

Schmuckvoll die Böller um einen Baum gestapelt.

Schmuckvoll die Böller um einen Baum gestapelt.

Sprengstoff an der Rathaustreppe.

Sprengstoff an der Rathaustreppe.